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krug

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

krug m.

Bd. 11, Sp. 2434
krug, m. wirtshaus, nur nordd., vom vorigen verschieden. 11) hd. belege. 1@aa) krug wirtshaus: solte ... etwa ein volle bieramsel (trunkenbold) aus eim kruge daher laufen und diesen allen dreien in die rede fallen. Luther 5, 493a (von schleichern und winkelpredigern), vergl. im bierkrug sitzen ders. bei Dietz 1, 302a; in bibliis ich selten las, viel lieber in dem kruge sas. Ringwald tr. Eck. H 7b; wer bei dem bischofe zu thun hatte, der ward gen hof gefordert .. aber pferde und gesinde muszten im kruge bleiben. Lüntzel hildesh. stiftsfehde 11, 16. jahrh.; dasz kein Preusze in ihrem gebiete, stadt, schlosz oder dorf zu ihr keinem ampt verstattet werden, auch keinen kram noch krug treiben solte. Schütz beschr. d. lande Preuszen 54, gleich krugwirtschaft, krügerei (vgl. nd. krôgkate häuschen mit kruggerechtigkeit Schütze 2, 234), der krug ist meist mit einer krämerei verknüpft, s. krüger 2; gleich für den wald drauszen hat es (gibt es) einen krueg oder einzechtig wirtshaus. Kiechel (ein Ulmer) reisen 99; dan der krug oder das wirtshaus aller voll volk und polnischer edelleüt war. 102, es ist in Polen; er ging nicht in den krug, er wohnte gar darinnen. Rachel 2, 94; (diesen adel finde man) in keinem krieg, als in dem krug oder wirthshaus mit den gläsern (d. h. im kriege, gläserkrieg). Abele gerichtsh. 1, cas. 126, das wortspiel war damals geläufig, daher in Schillers capuzinerpredigt kümmert sich mehr um den krug als den krieg; wol mancher, der im krug so gern mandate liest. Gellert 1, 228; seine beste zeit, die er ruhig im kruge vertrinken könnte. Möser phant. 1, 69; hielten wir .. im kruge zu Thistleworth rasttag. Sturz 2, 375; den geist und die kraft der nation aus krügen und herbergen — volkslieder, die man (d. h. die dichter) nachzuleiern nicht erröthet, als wär es ein schimmerndes verdienst, so wizig als ein handwerksbursche zu sein. ungenannter das. 1, 117; beim eintritt in den krug fand er seinen räuber am zechtische. Musäus 2, 26; es (das pferd) kannte den wirth, jeder krug war seine tochter-, jeder gasthof seine mutterkirche. J. Paul flegelj. 1804 1, 135; die jungen bursche, welche das hochzeitgefolge gemacht hatten, waren nämlich noch in irgend einem kruge versammelt gewesen, um einen nachtrunk zu halten. Immermann Münchh. 4, 80 u. ö.; auf jede vierte meile ein wirthshaus (krug) bauen. Dahlmann n. gesch. 2, 71. 1@bb) übertragen, nobiskrug, die unterwelt, hölle: also wart er von den welschen buben beredet, nu aber ist er durch gottes gnade davon erlöset, jene aber sind dahin in ('n) nobiskrug gefahren. Luther tischr. (1571) 418a; wo werd ich dich heut oder morgen finden? in Nobiskrug, da man die apfel auf dem fenster brät. Weidner apophth. 296 aus Melander (zu einem juden gesagt, der sich nicht bekehren lassen will), hier offenbar als ortsname behandelt, wie in Nobiskruck Soltau 495; in nobiskrug kommen, to go to the devil. Ludwig (1716) 1077. weiteres darüber und von nobis- s. in Grimms myth. 954 (obiskrug z. b. Junius bei Frisch 1, 551b), vgl. Germ. 7, 500; das krug erinnert an mhd. der helle wirt vom teufel und des teufels küche, vgl. der koch in der hell fastn. sp. 881. 1@cc) im nordd. handwerke eine art gesellenverein, bruderschaft, eig. das wirtshaus als versammlungsort: dasz niemand von denen handwerksgesellen oder jungen länger als 10 uhr in ihren handwerkskrug oder herberge sich sollen finden lassen. Bremer ratserlasz von 1728 bei Böhmert beitr. z. gesch. d. zunftw. 129; wenn ... freimeister ... ihre lehrburschen zu freigesellen machten, ihre logen oder krüge zu deren aufnahme hielten .. Möser phant. 1, 208 (cap. 32 a. e.). er leitete es von krug als 'becher' ab: der krug war der geheiligte becher, der in einer ebenbürtigen gesellschaft nach der reihe herum gieng. wer nicht zu der gesellschaft gehörete, gehörte auch nicht zum kruge u. s. w. 1, 289 (c. 49). aber das rechte ergibt sich z. b. aus Dähnerts angabe 256b: kroog, der ort der zusammenkunft der gesellen eines handwerks in städten, z. b. schosterkroog, möllerkroog, dazu kroogdag der versammlungstag; vgl. krugtag, krugvater, kruglade. 22) heimat, verbreitung. 2@aa) eigentlich heimisch ist es im nd., im oberd. unbekannt. mnd. krôch, pl. krôge z. b. in der Magdeburger schöppenchr.: hir na worden twe dure jar. do satte man. dat men nein dicker beir scholde bruwen wenn ein stoveken umme einen penning, unde vorbot alle kroge in dissem lande. dat halp sere to brotkorn. städtechr. 7, 143. schon im 13. jh. nach lat. crogo (gen. crogonis) Lisch mekl. urk. 2, 154, v. j. 1260. im 16. jh.: dar na mosten se in den kroch tein, dar was beer und brot, haw und haveren vor eines jeden geld to kope. Lüntzel hildesh. stiftsf. 117; de buren in dem brunswigeschen lande, des avendes wenn se in den krogen seten ... 119; caupona kroch Chytr. cap. 12 (de urbe). So noch vom äuszersten osten zum äuszersten westen: livl. krug, bestehend aus dem bauerkrug und dem deutschen krug, wo Deutsche einkehren (das südd. herrenstüble), s. Hupel 129, vgl. Gutzeit 1, 101b. 185a; ostpreusz. krug herberge, gasthaus Hennig 137; pomm. kroog dorfschenke Dähnert 256b, ebenso holst. Schütze 2, 352 (und weiter nach norden), in der Altmark Danneil 118a, brem. wb. 2, 877 to kroge gaan zu biere gehn, pl. kröge, hannöv. krauch Fromm. 5, 153, osnabr. kroog Strodtm. 116, ostfries. Stürenb. 125a. auch nl. kroeg fem., kneipe, bei Kil. kroegh, taverne à bière ou vin. Und wie alteingewachsen es ist, zeigt allerlei zubehör, wie krôgfiddler bierfiedler Danneil 118a, Lauremb. 3, 448, krôghân bierbruder Dähnert 256b, krôglade die gerechtigkeit, ein wirtshaus zu halten ders., nl. kroegvlieg f. bierbruder; auch ein zeitwort krögen eine schenke halten (alem. wirten), nl. kroegen, schon b. Kil., vgl.krüger, krügerei. man unterscheidet erbkrug, pachtkrug (vgl.krugpächter), klosterkrug u. ä., dann nach der lage dorfkrug, waldkrug, heidekrug und andere. 2@bb) auch im scand. norden ist es ganz eingelebt: schwedisch krog m., dazu z. b. krognäring krügerei, krogskyllt wirtshausschild (Sahlstedt); bei Rydqvist 2, 305 merkwürdig als fem., wie in mundarten kro f., auch kru n. Rietz 356b, der auch altschwed. krog beibringt.n. kro mit vielen zusammensetzungen, dial. kru n.; norw. zwar nicht bei Aasen, aber auf Island kró fem. caupona Biörn 1, 477a, doch wol von den Dänen eingeführt (vgl. 3, c). Das ganze ruht wol auf einer einführung des nd. wortes durch handelseinflüsse, die gleichheit z. b. vonn. krohuus und nd. krôchhûs krug (Lüntzel 116), krodag und krôgdag (s. 1, c), volksmäszig kroerske, altdän. krogerske Molb. gloss. 1, 457 und nd. krögersche krugwirtin spricht gegen selbständigkeit des nord. wortes. Auch in östliche nachbarsprachen ist es vorgedrungen, wie lett. krõgs, aber nicht ins slav., das uns vielmehr mit kretscham beschenkte, obwol deutsche reisende von krügen in Polen u. s. w. reden (vgl. schon Kiechel unter 1, a). 2@cc) wichtiger wäre eine genaue ermittelung der südl. grenze des wortes. schon aus seinem Göttingischen bereiche gibt Schambach 113b zwar kroiger krüger, kroigerîe dorfwirtschaft, kroigern eine krügerei halten, aber kein kroich krug; der Harz hat das wort, das Eichsfeld nur in seinem nördl. theile, im südlichen herscht auch in nd. strichen schenke. Auf md. gebiete zeigt es sich nur im höhern osten, in Posen Bernd 146. in Schlesien hat kretscham, in Meiszen, Thüringen schenke seine stelle, sodasz für krug da gar kein platz ist (aus Hessen hat Vilmar weder diesz noch jenes, aber s. Waldis unter krüger), und wenn md. schriftsteller wie Gellert, Musäus es brauchten, so war es ihnen ein gelerntes wort mit einem gewissermaszen gelehrten reize, wie dem J. Paul (vgl. u. krüger), früher schon Abele, Kiechel. Aber es musz einst weiter übers nd. herunter gereicht haben. auf dem nrh. gebiete zwar kennt es schon der Teuth. nicht (nur croych amphora 46a), da es doch nl. ist; aber in Meiszen erscheint z. b. 1438 Cruger, Crüger als name von Leipzigern, auch ein 'Sm. der cruger' (urk. der stadt Leipzig 1, 142), die doch von nordwärts hereingekommen sein können, wie in der Torgauer pflege 1480 ein kruger mit seinem kruge erscheint in einer md. abgefaszten urk. (urk. des hochst. Meiszen 3, 254); vergl. aber den md. crug bei Scherz 221, auch caupona krug Dief. 108c, in einem Breslauer voc. des 15. jh. kruger mhd. wb. 1, 890a. 33) das verhältnis zu krug urceus ergibt sich aus den vorgelegten thatsachen. 3@aa) die herkömmliche angabe ist, der krug sei benannt nach dem bilde eines bierkruges als wirtshauszeichens, s. Wachter 888, Frisch 1, 551b, Weigand 1, 644. selbst Niederdeutsche, wie Adelung, Voss anm. zur Luise 2, 277, Stürenburg 125a haben das bedenkliche dabei kaum bemerkt; doch führt der erste die erklärung nur mit 'vermutlich' an, der zweite meint 'die Niedersachsen behielten das wort aus dem altdeutschen', glaubte es also allgemein altdeutsch, der dritte spricht von einem krug, der früher als aushängeschild diente; doch andere, wie Dähnert, das brem. wb. enthielten sich der überlieferten erklärung. allerdings lagen sich krug und krug gar zu nahe, und bair. gibt es ein krugelwirt, gleich bierzapfler, dem tafernwirt entgegengesetzt (Schm. 2, 384. 4, 278), von krugel f., s. d., aber ist es kein krugwirt und eig. kein wirt und erklärt uns nichts für krug. 3@bb) krug als trinkkrug ist ja gar nicht nd., in dem ganzen gebiete, das krug wirtshaus umspannt, im nd., nl., nord., gibt es nur kruke u. ä. (sp. 2437), während das oberd. gebiet von krug als gefäsz, das rhein., nrh. eingeschlossen, den krug als wirsthaus nicht kennt; nd. stehn von einander ab scharf geschieden z. b. bei Danneil 118 krôg m. ländliches bierhaus und krûk f. (d. i. krûke) groszer krug, wie noch schw. krog m. und kruka f. Der trinkkrug aber heiszt nd. vielmehr krôs, krûs (s.krause krug I, b) und so müszte denn auch das nd. wirtshaus heiszen, oder krôs als wirtshaus müszte doch hie und da vorkommen, wenn es nach einem krug als wirtsschilde benannt wäre. oder umgekehrt krôch wirtshaus, wenn es etwa von süden her eingeführt wäre, hätte doch krôch als trinkgefäsz wenigstens theilweis nach sich ziehen müssen. Aber selbst hd. tritt krug zum trinken erst auf, als nd. krôch wirtshaus längst bestand, diesz schon im 13. jh. feststehend (2, a), jener erst im 15. 16. jh. und zwar im schlemmergebrauch als verstosz gegen die sitte auftretend (sp. 2433). so kann auch das md. dürftig vorkommende krûg wirtshaus (2, c) nichts helfen, weder zur vermittelung zwischen hd. und nd., noch gar etwa als eigentliche quelle von krôch. 3@cc) bleibt also der ursprung von krôch zu suchen. als anknüpfung bietet sich äuszerlich nur ditm. kroog, 'ein mit zaun, wall oder graben ümgebenes stück landes, das geweidet oder besäet wird' Richey 417, Schütze 2, 353; alte zeugnisse würden das vielleicht als allgemeiner nd. zeigen und in einer beziehung zu krôch schenke. dem ditm. kroog stellt sich nahe norw. kru f. viehhürde, pferch im felde Aasen 240a, diesem wieder isl. króa circumsepire, includere Biörn 1, 477a; das wirtshaus heiszt isl. kró f. (n. dial. kru), diesz aber zugleich hütte, winkel, verschlag, abgeschlossener raum im hause, also ein heimisches wort, an das man das eingeführten. kro krug anlehnte, das vielleicht selbst solcher anlehnung seine form verdankt. also nord. krô, nd. krôg abgesonderter vorbehaltener raum, im felde oder hause. wäre der nordd. krug urspr. eine art gemeindehaus mit einem vom dorfgebiete ausgesonderten stücke landes? er ist noch jetzt meist gemeindeeigenthum, dient dem dorfe, dem schulzen wie in der stadt das rathaus, es werden die versammlungen darin abgehalten, mandate ausgehängt (s. Gellert u. 1, a), vgl.kruglade. und krug als geselleninnung mag damit einen zusammenhang haben, zumal wenn etwa diese geselleninnung eine ältere form des handwerkerthums wäre als die zunftverfassung (meister ist ja fremdwort), von letzterer verdrängt. dulde man die möglichkeiten, sie sollen nur weiter helfen.
12058 Zeichen · 325 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    krûg

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    krûg , krûgelîn s. kruoc, krüegelîn.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Krug

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Krug , des -es, plur. die Krüge, Diminut. das Krügelchen, Oberd. Krüglein, zusammen gezogen Krügel, ein hohler Raum …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Krug

    Goethe-Wörterbuch

    Krug Dat Sg -ge 45,5,24 bauchiges Gefäß mit Henkel(n) a als Haushaltsgegenstand u Behältnis für Getränke od Speisen, oft…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Krug

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Krug , Wilh. Traugott, protestant. Theolog und Philosoph, geb. 1770 zu Radis bei Wittenberg, lehrte seit 1794 an der Uni…

  5. modern
    Dialekt
    Krugm.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Krug [krû fast allg.; krú Ka. ; króu D. Si. ; króu Bo. ; grùg Ri. Hom. Rom. Ha. — Pl. krîχ, krí, kréï, kréïχ; Demin. k…

  6. Sprichwörter
    Krug

    Wander (Sprichwörter)

    Krug 1. Auf einen solchen Krug gehöret eine solche Stürze. – Herberger, Herzpostilla, I, 566. 2. Aus ledigen (leeren) Kr…

  7. Spezial
    Krug

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Krug m. (-[e]s, Krüge) 1 (mit einem Henkel) boché (bocá) m. 2 (mit zwei Henkeln) ola (oles) f. , anfora (-res) f. 3 (Vas…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krug

67 Bildungen · 48 Erstglied · 19 Zweitglied · 0 Ableitungen

krug‑ als Erstglied (30 von 48)

krugbäcker

DWB

krug·baecker

krugbäcker , m. lutifigulus, crugebecker. Dief. 340 c aus einem rhein. voc.; vgl. kannenbäcker .

Krugbank

RhWB

krug·bank

Krug-bank -ūkəbaŋk, –bǫ- Heinsb ; -uxəl- Monsch-Vossenack f.: 1. Gestell, Gesims zum Aufstellen der hohen, irdenen Krüge, Schüsseln, Teller.…

Krugbar

RhWB

krug·bar

Krug-bar -ūkəbār Heinsb-Höngen Saeffelen f.: Hagebutte.

Krugbelle

RhWB

krug·belle

Krug-belle -ūkəbę·l. Kemp-Süchteln , Dür-Hochk f.: Tannenzapfen.

krugblume

DWB

krug·blume

krugblume , f. urceola elastica, eine schlingpflanze. Olearius Barthrouherri sprüche 106 ( pers. reiseb. nr. 5); das leben der menschen ist …

krugdeckel

DWB

krug·deckel

krugdeckel , m. der deckel eines deckelkruges, bierkruges mit zinnernem deckel: er kriegt' eins auf die nase, dasz sie so platt ist wie ein …

krugeisen

DWB

krug·eisen

krugeisen , n. beim kupferschmidt, werkzeug in krugform zum eintreiben des laubwerkes in die gefäsze. Krünitz 54, 130 .

krugel

DWB

kru·gel

krugel , f. groszer krug, mhd. krugel f., ahd. crugula, s. darüber krug I, 4.

Krugfabrik

GWB

krug·fabrik

Krugfabrik auch -ck; Getrenntschr T8,214,10 Fabrik südlich von Marienbad zur Herstellung von Tonkrügen für die Versendung von Heilwasser; iZ…

Krugfeile

Campe

krug·feile

Die Krugfeile , Mz. die — n , bei den Zinngießern, eine Feile, die einer schmalen Säge gleicht, womit sie aus dem Schwanze des obern Gewinde…

Krugförmig

Campe

krug·foermig

Krugförmig , adj . u. adv . die Form, Gestalt eines Kruges habend; in der Pflanzenlehre (urceolatus ).

Krugfuhre

GWB

krug·fuhre

Krugfuhre Transport von (mit Heilwasser gefüllten) Krügen; nur ‘Franzensbrunner K-n’ iZshg mit der Badereise im Sommer 1823 nach Böhmen B37,…

kruggen

RhWB

krug·gen

kruggen -ug- = Unkraut jäten s. krauten bei Kraut.

kruggerechtigkeit

DWB

krug·gerechtigkeit

kruggerechtigkeit , f. die gerechtigkeit eines krügers oder die auf einem kruge ruht, schankgerechtigkeit: mädchen glauben, ihr herz habe we…

krughammer

DWB

krug·hammer

krughammer , m. beim kupferschmidt, hammer in krugform, zum abhauen, überhämmern u. a. Krünitz 54, 130 .

krughaus

DWB

krug·haus

krughaus , n. wirtshaus, krug: an manchem orte wird man leider vor der kirchen das krughaus suchen. Leyermatz 225. nd. krôchhûs, dän. krohuu…

Krugīt

Meyers

kru·git

Krugīt , ein dem Polyhalit (s. d.) ähnliches Mineral, ist schwefelsaurer Kalk mit schwefelsaurer Kalimagnesia und Wasser. 4CaSO 4 + K 2 Mg(S…

kruglade

DWB

krug·lade

kruglade , f. bei Frisch 1, 551 b aus einem edict von 1617 wegen der Türkensteuer in Pommern; da gab ein krüger von der kruglade 2 thlr.; Dä…

kruglage

DWB

krug·lage

kruglage , f. ein krugzins, bei Frisch 1, 551 b krugelage.

круглосуточный

RDWB2

круглосуточный rund um die Uhr fest круглосуточное наблюдение - Rundumüberwachung f

круглый

RDWB2

круглый круглый год устойч. - das ganze Jahr круглые сутки устойч. - rund um die Uhr круглый дурак, круглый идиот, круглый кретин - Vollidio…

кругом

RDWB2

kru·gom

кругом rundum, weit und breit idiom кругом должен - j-d ist rundum verschuldet кругом ни души - rundum keine Seele, keine Seele, weit und br…

круговой

RDWB2

круговой круговая порука идиом. , неодобр. - kollektive Verantwortung

krug als Zweitglied (19 von 19)

Amtskrug

DRW

amts·krug

Amtskrug von der Herrschaft verpachtete Wirtschaft 1673 Celle/Wendeborn 13 1769 Gutzeit,Livl. I 33 Faksimile

aschenkrug

DWB

aschen·krug

aschenkrug , m. urna, zum bewahren der asche verbrannter leiche. Gotter 2, 37 ; böhm. popelnjk; das verhängnis gibt die unschuld oft der bos…

bierkrug

DWB

bier·krug

bierkrug , m. urceus cerevisiarius, dann auch caupona.

Erbkrug

Adelung

erb·krug

Der Erbkrug , des -es, plur. die -krüge, S. ebendas.

Essigkrug

Wander

essig·krug

Essigkrug Wenn man ein essigkrug gleich lang waschet, so raucht er doch sauer. – Henisch, 843; Petri, II, 665.

Feuerkrug

Adelung

feuer·krug

Der Feuerkrug , des -es, plur. die -krüge, S. Adelung Feuertopf .

Nobiskrug

Pfeifer_etym

nobis·krug

Nobiskrug m., Nobishaus n. ‘Wirtshaus des Teufels, der Hölle’, auch ‘abgelegene, verrufene Schenke’, mnd. nobiskrōch. Herkunft des Bestimmun…

Öhlkrug

Adelung

Der Öhlkrug , des -es, plur. die -krüge, ein Krug zum Öhle, Öhl darein zu thun. Ingleichen ein Krug mit Öhl.

ölkrug

DWB

oel·krug

ölkrug , m. 1 1) mhd. olekruoc, md. olekrûg, olkrûg ( Lexer 2, 153 ), krug für öl. voc. 1482 x 8 b (olkrugk). Maaler 311 b : deine magd hat …

Ortkrug

DRW

ort·krug

Ortkrug, m. in einem Ort befindlicher Gasthof, ²Krug [Verschreibung zu kulmischem Recht:] vergönnen wir ihme unnd seinen erben, in demselben…

Ratskrug

DRW

rat·s·krug

Ratskrug, m. vom Stadtrat verpachtetes Gasthaus vgl. 2Krug, Rathaus (III), Ratskeller haltung eines ehrlichen einlagers im hiesigen rahts-kr…

sparkrug

DWB

spar·krug

sparkrug , m. , wie sparhafen ( s. oben ), spartopf ( s. unten ): sparkrug, m. salva-danari. Kramer 2 (1702) , 849 c ; sparkrug, theca numma…

sturmkrug

DWB

sturm·krug

sturmkrug , m. , dasselbe wie sturmhafen, s. Fäsch kriegslex. 242 b : und sein ernstlich vorhaben noch ernster zu machen, liesz er selbs ...…

thränenkrug

DWB

thraenen·krug

thränenkrug , m. , vgl. thränengefäsz , -glas, -urne: endlich bricht der thränenkrug, endlich spricht der tod: genug! Günther 103 ; der durc…

вокруг

RDWB2

вокруг ходить вокруг да около идиом. - um den heißen Brei herum(reden) idiom.

wasserkrug

DWB

wasser·krug

wasserkrug , m. hohes bauchiges gefäsz für wasser, idria voc. theut. (1482) n n 2 b . gewöhnlich aus thon: ein ungegläster wasserkrug ... 10…

weinkrug

DWB

wein·krug

weinkrug , m. ' weinschenke ' nothwendig selten, da dem hd. weingebiet krug ' wirthshaus ' th. 5, 2434 fehlt: M. Kramer t.-it. dict. 2 (1702…

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APA
Cotta, M. (2026). „krug". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/krug/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „krug". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/krug/dwb. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „krug". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/krug/dwb.
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