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laune

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

laune

Bd. 12, Sp. 344
laune , f. menschliche stimmung. 11) wie das wort, lehnwort aus dem lat. luna, im deutschen des mittelalters von seiner eigentlichen bedeutung des mondes, dann des mondenlaufes und mondwechsels zu der ihm jetzt und seit lange eigenthümlichen bedeutung gekommen ist, weist Wackernagel in Haupts zeitschr. 6, 143 ff. (= kleinere schriften 1, 251 ff.) nach: jener begriff des wechselnden mondes gieng über auf das [] wechselnde glück, das nach einer dem alterthume entsprossenen vorstellung als rad oder scheibe erschien, und endlich auf die wechselnde gemütsstimmung des menschen; zunächst ward wol an die des höhern gegen den niedern gedacht, die den glücksumständen des letztern unerwünschte veränderung brachte: die andern fürsten alle sint vil milte, iedoch sô stæteclîchen niht (wie der landgraf von Düringen): er was eʒ ê und ist eʒ noch. dâ von kan er baʒ danne si dermite gebâren: er wil dekeiner lûne vâren. Walther 35, 12; und auch später noch: das ein jglicher amptman, richter oder ratherr, wolt einen pfarrherr, des er kein fug, recht, noch ursachen hat, nach seinem laun freventlich vertreiben, gott wird und kans auch nicht leiden. Luther 8, 108b; wobei hier, wie in einer anzahl folgender beispiele, ein im 16. und 17. jh. häufiger, noch jetzt in der alemannischen und bairischen mundart dauernder wechsel des grammatischen geschlechts erscheint (auf den wol muth eingewirkt hat, das ja in der älteren sprache auch die stimmung ausdrückte). 22) im 16. und noch im 17. jh. heiszt laune oft die schlechte gemütsstimmung (das klingt bis ins 18. jh. im adj. launisch nach, s. d.): morositas der laun, odder die laun. Alberus; weil ich eben in laune war, wie dann die musici gemeiniglich seltzame grillenfänger sind. Simpl. 1, 363 Kurz; der prior gwan darob ein laun, legt den munnich in die prisaun. H. Sachs 2, 4, 94b; die weiber haben etwann ein laun. 5, 276b; dem musz in der finstern prisaun mit ruten vertrieben werdn der laun. 4, 3, 72c; das du möchst deine laun bezwingn. B. Ringwald tr. Eck. N 1a; laune auf einen haben, zornig sein: da schnurt sie trotzig hin von mir, ich merkt sie hett ein laun auf mich. H. Sachs 2, 4, 10a; der paur sich nicht merken liesz und het doch auf den knecht ein laun. 85a. von thieren: es setzen etlich, es sey (der büffel) ein einfaltig und zam thier, doch weisz ich, dʒ es gar seer zornig wirt: deszhalben es weder umb schlahen, stächen noch zwicken gibt so es inn laun kumpt. Forer thierb. 32a. 33) diese bedeutung ist jetzt mehr verblaszt, und laune blosz eine unmotivierte, schnell kommende und gehende verstimmung bezeichnend: dasz ich endlich nicht lassen konnte, diese situation, zu einer quälenden und belehrenden busze, dramatisch zu behandeln. daraus entsprang die älteste meiner überbliebenen dramatischen arbeiten, das kleine stück, die laune des verliebten. Göthe 25, 111; und doch vergnüg ich mich, da, wenn er mich nur sieht, wenn er mein schmeicheln hört, bald seine laune flieht. 7, 5; allein bei freunden läszt man frei sich gehn, man ruht in ihrer liebe, man erlaubt sich eine laune, ungezähmter wirkt die leidenschaft, und so verletzen wir am ersten die, die wir am zärtsten lieben. 9, 184; aber zu dulden die laune des herrn, wenn er ungerecht tadelt, oder dieses und jenes begehrt, mit sich selber in zwiespalt. 40, 328. häufiger aber im pl., der das wachsende und nachlassende solcher gemütsverfassung hervorheben will: dieser mann hat launen; mit personification das glück hat seine launen; so tröstet er sich selbst; allein die zeit will dieses mahl ihm keine rosen bringen. die launen (seiner frau) nehmen überhand und täuschen seinen besten willen. oft werden aus den launen grillen. Wieland 18, 178; auf meinem stillen rasen mir launen einzublasen; den meister will ich sehn! Voss 5, 95. 44) laune aber auch allgemeiner die augenblickliche gemütsstimmung jeder art, wie denn Göthe das wort im wechsel mit augenblicklicher stimmung braucht: dasz hiebei (bei der darstellung der farbenlehre) mancher zufall gewaltet, manches einer augenblicklichen stimmung seinen ursprung verdankt, kann nicht geläugnet werden. indessen wird man einige launen auch wohl einer ernsten sammlung verzeihen, zu einer zeit, in der ganze wetterwendische bücher mit vergnügen und beifall aufgenommen werden. 53, 8. in diesem allgemeinen sinne wird laune durch adjective oder andere zusätze näher bezeichnet; zunächst gute und böse, üble laune: mit diesem sentenz nam ich vor lieb, weil ich sahe, dasz er sich erzörnen wolte, und damit ich ihn wieder auf einen guten [] laun brächte, bat ich, er wolte meiner einfalt etwas zu gute halten. Simpl. 1, 362 Kurz; brachte sie auch damit (mit zärtlichkeiten) auf so einen guten laun, dasz es schiene, als wann sie der verwichenen nacht allerdings vergessen. 4, 62; er ist jetzt nicht im guten laun, jam non est hilaris. Kirsch cornuc.; der mönch von st. Gallen, der auch gesta Caroli M., oder vielmehr den Carl bei guter laune geschrieben, und sich nicht so viel um das wahre, als um das lustige gekümmert hat. Möser osnabr. gesch. 1, 288; Pervonte, der an diesem morgen just bei guter laune war. Wieland 18, 132; so bald er ernsthaft spricht, erwiedert sie mit lachen; und gute laune, fröhlichkeit, muthwille selbst (diesz hat sie ausgefunden) macht ihre stärke aus. 188; im plural (vgl. oben 3 a. e.): als ihn der sultan, in einer von seinen guten launen, hohlen liesz. 8, 7; (sie) findet mit erstaunen die dame wach, und in der besten aller launen. 22, 194 (Oberon 5, 6); darüber fiel ich in böse laune. Göthe 23, 87; die böse laune über das miszlingen meiner poetischen versuche .. glaubte ich an ihr auslassen zu dürfen. 25, 110; wenn sie besteht ir böser laun, bricht sie ein hader von eim zaun. H. Sachs 1, 504c; in diesem selbstgespräch war etwas üble laune. man weisz, sie malt die dinge gern ins braune. Wieland 18, 180; Alba. wie verlieszen sie den könig? Feria. in der fürchterlichsten laune. er hat sich eingeschlossen. Schiller Carlos 5, 8; frohe, heitere, tolle, empfindsame, melancholische, düstere, finstere, schwarze laune (vgl. franz. humeur noir) u. ähnl.: in einem plötzlichen anstosz von empfindsamer laune. Wieland 6, 198; dieser anstosz von sultanischer laune. 77; man weilt nachdenklich bei ihren (Angelica Kaufmanns) werken, und geräth unversehens in die sanfte elegische laune der künstlerin. Sturz 1, 36; in einem anfall von toller laune, die ihn immer ergriff, sobald er den grafen gewahr ward. Göthe 20, 290; wenn ich .. personen von stande selbst, mit unüberlegter laune und niemals zu billigender schadenfreude, ihres gleichen von einem wege abschrecken sehe, auf dem einen jeden ehre und zufriedenheit erwartet. 18, 295; das giebt so melancholsche laune. der junge Göthe 1, 29; du (leier), der veralterung unzugängliche, tönst, üppiger launen voll. Voss 3, 275; schäme dich der finstern launen, schäme deiner trüben blicke dich vor gott und deiner liebsten, die es dir so gut gemacht. Rückert 391; die laune, die launen eines weibes: was ist ein vorsatz, was beständigkeit, was männertreue, wenn in einer lauen minute eine sechzigjährge regel wie eines weibes laune schmilzt? Schiller Carlos 5, 10; unendlich sind die preise zwar verschieden, die dem verdienst Fortunens laun ertheilt. Gotter 1, 252; und, belebt gedacht: wohl hundert launen, kraus und hold, umflattern täglich meine traute. bald singt und lacht, bald weint und schmollt, bald klimpert sie auf ihrer laute. Bürger 19b. laune etwas zu thun, zu wollen: seit jener zeit regte sich in Napoleon die laune den völkern einige rechte und freiheiten zuzutheilen. Gervinus gesch. des 19. jahrh. 1, 261; Uli war oftmals in der laune, welche die suppe kalt haben will, wenn sie heisz ist, und heisz, wenn sie kalt ist. J. Gotthelf Uli der pächter s. 173; der mocht mich in dem laun finden, ich wollt im den schlot mit schaub anzinden. fastn. sp. 789, 13; ich bin nicht in der gebe-laune heut. Shakesp. Richard III 4, 2; J am not in the giving vein to day. laune kommt einem an, der laune dünkt etwas, gefällt etwas: die nicht gemeiner weise rasen worden sind, sondern so tief grewlich toben, das sie jtzt menner, jtzt weiber sein wollen, und des keine gewisse zeit wissen, wenn sie die laun ankomen wird. Luther 8, 217b; komm schmücke selbst dein mädchen itzt, wie deiner laun am besten dünket! Bürger 18b; die herrlichsten gaben theilt als ein mädchen sie aus, wie es die laune gebeut. Göthe 1, 270. [] 55) selten wird mehr als die augenblickliche stimmung durch laune bezeichnet: sei guter laune! dort, beim hagebuchenzaune reitet man im starken pasz. Gotter 1, 55, gewöhnlich gutes muthes. es steht für temperament: er (Hamlet) besasz mehr fröhlichkeit der laune als des herzens. Göthe 19, 28; Klopstock, der (in seinem Messias) wider diesz jüdische costume nie offenbar handelt, und der es oft in feinen zügen bemerkt, diesem wünschte ich, dasz er nationalgeist und jüdische laune durchgängig in sein ganzes gebracht hätte. dazu gehört viel, aber das zeugt von genie und zaubert uns mitten unter andre völker. Herder z. litt. 2, 44. auch für trieb, neigung der einer nachhängt: legte mich zu meinem herrn bruder grafen ins bette, welcher noch eben auf der stelle da lag, und in einem weg schnarchte. ich war kaum ins bette wieder hinein, so kriegte ich auch etwa seine laune, und schnarchten da alle beide. Schelmuffsky 1, 36. in diesen bedeutungen ist laune wie das engl. humour gesetzt, und es fragt sich, ob nicht schon in dem letzt gegebenen beispiele eine übertragung des englischen wortes gegeben werden soll, wie Lessing einmal das gleiche wagte, s. unten no. 7. — Mundartlich greift laune sogar in die bedeutung sinn, vorsatz über: baslerisch was hesch im lun (im sinne, was gedenkst du zu thun)? Seiler 196a. 66) laune (gegensätzlich zur bedeutung 2. 3) die heitere gemütsstimmung: aber ich bin wohl lächerlich, lieber vater, dasz ich ihre laune für ernst aufnehme? Schiller kab. u. liebe 1, 7; alles so schön, so voll ebenmasz, so göttlich vollkommen! überall das werk seiner himmlischen schäferstunde! bei gott! als wäre die grosze welt nur entstanden, den schöpfer für dieses meisterstück in laune zu setzen. 5, 7; lassen sie sichs zur nacht hier gefallen, wir haben ohnedies noch unser gespräch von heut morgen aufzunehmen, fügte er mit laune hinzu. Freytag handschr. 1, 97; kurz, es entdeckte sich, dasz eine eigne gnade dazu gehört, um fern von hof und stadt in einem dörfchen sich bei laune zu erhalten. Wieland 18, 175; drauf ging ich ganz gewisz, hatt ich nicht so viel laune, bräch ich mir nicht gar manche lust vom zaune, lacht ich nicht da wo keine seele lacht. der j. Göthe 1, 32; doch warte nur, wenn mich die laune treibt, und deine gunst mir sonst versichert bleibt, so schreib ich dir noch manchen brief wie diesen. 34; Minchen sasz am clavier; es war der vater zugegen, hörte die töchterchen singen, und war entzückt und in laune. Göthe 40, 255; wofür heute, nach dem theil 42, 1907 bemerkten, auch das fremde humor gebraucht werden kann. 77) dasz Lessing das engl. humour durch laune übersetzte und diese übersetzung später wieder zurücknahm, ist ebenda angeführt; wie dennoch einige mal, freilich selten, laune sich im begriff mit dem englischen worte berührt, lehren die beispiele unter 5. in bezug auf litterarisches und künstlerisches empfinden und darstellen ist laune kunstwort geblieben: laune im guten verstande bedeutet das talent, sich willkührlich in eine gewisse gemüthsdisposition versetzen zu können, in der alle dinge ganz anders, als gewöhnlich, sogar umgekehrt und doch gewissen vernunftprincipien gemäsz beurtheilt werden. Kant 7, 202; (ein gedicht) welches durchaus mehr einem bloszen spiele der fantasie und der freiwilligen ergieszung einer reichen brunnader von witz und laune als einem werke des nachdenkens und der kunst gleich sieht. Wieland 4, x; wie J. Paul humor und laune unterscheidet, vgl. theil 42, 1907; es heiszt ein schriftsteller schreibt, schildert mit laune; denk an den mann, den schalkheit, laune, witz, in jenem schönen land (einst ihrem lieblingssitz) zu seinem landsmann Flakkus heben! Gotter 1, 241. 88) laune in Düringen eine krankheit der hunde, sonst seuche, sucht.
12231 Zeichen · 152 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Laune

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Laune , plur. die -n, ein altes Wort, welches ehedem nur in den gemeinen Sprecharten üblich war, seit einiger Zeit a…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Laune

    Goethe-Wörterbuch

    Laune häufig im Frühwerk, wiederholt in Selbstcharakteristik des jungen Goethe; das breite, changierende Bedeutungsspekt…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Laune

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Laune , die wechselnde Gemüthsstimmung; wer sich der L. hingibt, ist launenhaft , wenn übler: launisch , wenn guter: lau…

  4. modern
    Dialekt
    Launef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Laune f. : wie schd., Laun, meist Pl. Laune [verbr. außer SWPf, Karch Gimmdg/Muttstdt 244 Christmann Kaulb 20 Mang 126 K…

  5. Sprichwörter
    Laune

    Wander (Sprichwörter)

    Laune 1. Wer nach seiner Laune lernt, wird nicht gelehrt, und ein Kranker nicht gesund, der nach Laune füllt den Mund. D…

  6. Spezial
    Laune

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Lau|ne f. (-,-n) 1 (Stimmung) löna (lönes) f. 2 vëia (vëies) f. 3 ester (estri) m. 4 caprize (-zi) m. 5 umor (-s) m. ▬ g…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit laune

82 Bildungen · 25 Erstglied · 55 Zweitglied · 2 Ableitungen

laune‑ als Erstglied (25 von 25)

launech

LothWB

laun·ech

launech [láuneχ D. Si. ] adj. launisch. — lux. 261.

launegild

KöblerAhd

laune·gild

launegild , st. M. (a?, i?) nhd. „Lohngeld“, Gegenleistung ne. payment Q.: Cap, LLang (643) E.: s. gelt; s. germ. *launa-, *launam, st. N. (…

launen,

FWB

1. ›tauen‹; 2. ›ruhen; schlapp, gebrechlich, müde niederliegen‹

Launenbeisser

RhWB

launen·beisser

Launen-beisser lūnənbītər Gummb-Berghsn m.: verächtl. einer, der beisst, wenn er die Launen dazu hat, auch vom Pferde gesagt.

launenbeissig

RhWB

launen·beissig

launen-beissig -bītĭχ ebd., Remschd Adj.: launisch beissend; der Hongd (et Perd) es l.; wat es dat en l.ən Minschen!

Launenblitz

GWB

launen·blitz

* Launenblitz bildhaft für spontane Eingebung, plötzliche Anwandlung Gespr(He3 2 ,223) Varnhagen 19.9.27 Christiane Schulz Ch.S.

Launendüppchen

RhWB

Launen-düppchen launədibχə Simm-Argenth n.: dass.

Laun(en)fechter

PfWB

launen·fechter

Laun(en)-fechter m. : 'Mensch, der schwer an seine Berufsgeschäfte geht, Launfechter [ Klein Prov. 274]. RhWB Rhein. V 210 . —

launenfieber

DWB

launen·fieber

launenfieber , n. laune, veränderliche gemütsstimmung unter dem bilde des fiebers. Gökingk 1, 191. 193 . ebenso launenschauer 195.

launenhaft

DWB

launen·haft

launenhaft , adj. launen, veränderlicher gemütsstimmung ergeben: der ekle geschmack der launenhaften Alabanda. Wieland 6, 203 ; runder mond …

Laun(en)krämer

PfWB

launen·kraemer

Laun(en)-krämer m. : 'launischer, eigenartiger Mensch', Launekrämeʳ [ KU-Schmittw/O ]. SHW Südhess. IV 191 ; RhWB Rhein. V 210 . —

Laun(en)narr

PfWB

launen·narr

Laun(en)-narr m. : = PfWB Launenkrämer , Launenoʳʳ [ KU-Schmittw/O ]. ElsWB Els. I 779 .

Launenpeter

RhWB

launen·peter

Launen-peter lǫ·u.nəpidər Wittl-Reil , Kobl-Güls , Goar-NHeimb , May-NMendig m.: dass.

Launenspiel

Campe

launen·spiel

Das Launenspiel , — es, Mz. — e . 1) Das Spiel, die Abwechselung, Veränderung der Laune. Dem Launenspiele eines Andern zusehen. 2) ◎ I der T…

launerei

DWB

laune·rei

launerei , f. seltsame, wunderliche laune, launisches wesen. Klopstock ( nach Campe ).

Launern

Campe

laun·ern

≠ Launern , v. ntr . u. intrs . im Baierschen, zaudern. Fulda. D. Launern .

laune als Zweitglied (30 von 55)

Geberlaune

RDWB1

Geberlaune f in Geberlaune sein idiom. - раздобриться, расщедриться

Übellaune

Campe

Die Übellaune , Mz. — n , die üble Laune, und, eine üble Laune. Andere seine Übellaune empfinden lassen. Die Übellaunen Anderer ertragen.

bärenlaune

DWB

baeren·laune

bärenlaune , f. morositas, brummiges wesen: er ist heute in seiner bärenlaune.

fürstenlaune

DWB

fuersten·laune

fürstenlaune , f. eine laune oder eigenwillige gemüthsstimmung eines fürsten: der hofmann, den des fürsten laune drückt, wagts, leise sich i…

galaune

DWB

gala·une

galaune , f. borte, tresse: die silberne knöpfe und galaunen, die zu dem mantel gehörten. Simpl. 1, 227 (225 Kz. ); nach dem der teufel läng…

Grobianslaune

GWB

grobian·s·laune

* Grobianslaune in Selbstaussage Wer mit mir umgehen will, muß meine Grobians-Laune auch zugeben, ertragen, wie eines Anderen Schwachheit od…

Hausfrauenlaune

GWB

hausfrau·n·laune

Hausfrauenlaune [ aus Venedig ] Daß Sie aber in Ihrem Briefe .. die hohen Trümmern der [ Korr B30,257 ] Künste heruntersetzen und uns dafür …

Herrenlaune

GWB

herren·laune

Herrenlaune Über Wetter- und Herren-Launen | Runzle niemals die Augenbraunen GWB 2,280 Lebensart 1 Armin Giese A.G.

herzenslaune

DWB

herzen·s·laune

herzenslaune , f. : ( ein freund ) der es angemessener findet ihren herzenslaunen jetzt nicht in den weg zu kommen. Rettine briefe 1, 127 .

jägerlaune

DWB

jaeger·laune

jägerlaune , f. laune eines jägers: wers hörte, begriff gar nicht, warum die frau obristforstmeisterin .. bei ihrem feinen gefühl und ihrer …

kinderlaune

DWB

kinder·laune

kinderlaune , f. laune wie sie die kinder haben: weil sie alles für die gewöhnliche kinderlaune hielt. Lichtenberg (1800) 4, 438 .

mädchenlaune

DWB

maedchen·laune

mädchenlaune , f. : man hätte mich nun zweimahl aufgezogen? zwar hiesze das — sich selber hintergehn, allein wer kann für mädchenlaunen steh…

Mißlaune

Campe

miss·laune

○ Die Mißlaune , Mz. — n , eine üble Laune. »I Mißlaune setzen« Langbein. (R.) Die Mißlaune verscheuchen, vertreiben 

miszlaune

DWB

miszlaune , f. üble laune: eigennutz, der am hofe weniger im trüben, als im hellen fischt, weniger aus der miszlaune als aus der laune. J. P…

modelaune

DWB

model·aune

modelaune , f. laune wie sie die mode erzeugt: ich erinnere mich, dasz in früherer zeit ew. hoheit das soldatenspiel an den höfen als eine m…

Mutterlaune

Campe

mutter·laune

○ Die Mutterlaune , Mz. — n , üble Laune, wie sie Mütter gegen erwachsene Töchter zuweilen äußern. »Du siehst da Mutterlaune und Mädchenwuns…

Oppositionslaune

GWB

opposition·s·laune

Oppositionslaune zu Knebel, der in seiner O. war. Heitre Unterhaltung über Epicurismus und Platonismus GWB T4,220,20 v 16.7.11 Juliane Brand…

Revolutionslaune

GWB

revolution·s·laune

Revolutionslaune [ Schnaps, sich für das grob-enthusiastische Anrempeln Märtens entschuldigend: ] Verzeiht, ich war in meiner R. ..Zum Exemp…

sauflaune

DWB

sauf·laune

sauflaune , f. die lust zum saufen; götting.-grubenh.: wenn he de sûplne krigt. Schambach 219 b .

schäkerlaune

DWB

schaeker·laune

schäkerlaune , f. : das kitzelding neckt mich zum halben faune. ich glaube gar, es ist die schäkerlaune. Bürger 336 Sauer.

schalaune

DWB

schal·aune

schalaune , f. ein feines wollenzeug mit köper. Weigand 2, 542 , auch ein daraus gefertigter mantel, decke. der name kommt von der stadt Cha…

schicksalslaune

DWB

schicksal·s·laune

schicksalslaune , f. laune des schicksals: und die geschwister, nach so mancher wunde, die sie dem treuen schwesterherzen schlugen, theils s…

schmeichellaune

DWB

schmeichel·laune

schmeichellaune , f. schmeichelnd wolthuende laune: den schmeichellaunen selbstgeschaffener träume verschlossen. Dya Na Sore 3, 301.

Schreiblaune

GWB

schreib·laune

Schreiblaune für das Schreiben von Briefen günstige Stimmung Ich habe heut keine S. GWB B1,123,14 Behrisch 24.10.67 Karin Vorderstemann K.V.

Ableitungen von laune (2 von 2)

Mißlaune

Campe

○ Die Mißlaune , Mz. — n , eine üble Laune. »I Mißlaune setzen« Langbein. (R.) Die Mißlaune verscheuchen, vertreiben 

unlaune

DWB

unlaune , f. , gth. v. laune 4: und entschuldigte seine unlaunen mit der ... mittagshitze Doro Caro novellen (1797) 2, 40 ; Sanders erg. wb.…