Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
grobian m.
grobian , m. , verkürzt aus grobianus, einer urspr. scherzhaft gemeinten latinisierenden substantivbildung zu grob; beeinflussung durch grober Jan = Johann ( so schon Adelung ) ist bei der oberdeutschen heimat der bildung wenig wahrscheinlich; doch bleibt die parallele von grobhans ( s. d. ) zu beachten, das freilich auch auf grobian beruhen könnte; noch im 18. jh. grober Hans allg. dtsche bibl. 29, 368; bei Luther mehrfach Hans Grobianus, s. u. und Dietz 2, 171 a ; ältester beleg: bauer, rusticus, grobianus voc. theut. (1482) e 4 a ; der bahnbrecher für das wort war Seb. Brant, der für die be…