Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
sauf
sauf , starkes m., jus, potatio, zu saufen gehörig. daneben mit anderer ablautstufe soff, welches man vergleiche. gleiche und verwandte bildungen sind mhd. sûf, ahd. sûf ( oder suf?) und sauf Graff 6, 171 f., altn. saup n., schwed. sup m., dän. söb in fleskesöb, engl. sup, mundvoll, schluck, schlürf. im deutschen ist sauf in den nachfolgenden bedeutungen veraltet und nur mundartlich erhalten. 1 1) die thätigkeit des schlürfens oder saufens: ie nâch der sûfzunge sûf (: ûf) die ougen sich erguʒʒen, sô daʒ die trêne vluʒʒen. pass. 544, 10 Köpke; unser deudscher teufel wird ein guter weinschlauch …