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zehn

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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17 in 12 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zehn

Bd. 31, Sp. 443
zehn , num., zehn. 11) form: gemeinidg. wort; got. taíhun, ahd. zehan, as. tehan, ags. tien týn, altn. tio, afrs. tian, lat. decem, griech. δέκα, ai. dáa, aslav. desętb, lit. dẽszimt, idg. *déḱ mit unbekannter, wohl sinnlicher urbedeutung; davon ist hund hundert, lat. centum als idg. *dḱ-tó-m 'zehnheit (von dekaden)' abgeleitet, ein ausdruck, der unverkürzt noch im got. taíhun-têhund 'zehn dekaden' auftritt, aber im ahd. ohne das letzte glied als zehanzo, woraus später zehanzig, 100 erscheint. die obd. mdaa. bewahren den hauchlaut noch heute und haben im silbenauslaut meist sogar dessen wgerm. charakter eines reibelautes unangetastet gelassen: schweiz. zähe, flect. zächni (< ahd. zehaniu) u. ä., kärnt. zögún, flect. zöchna, aber auch zächen unter übertragung des ch auf die unflectierte form, und daneben zēne zēni bei früher dehnung der dreisilbigen form, so zehhe: zẽné Schmeller2 2, 1101, zêchn zêchẽ: zêne Weinhold bair. gramm. 261, südschwäb. Fischer 6, 1077. ältere belege für zechen: Wackernagel pred. 68, 68, altd. pass. 192 Wackernell, die z. gebot bibl. ält. schriftw. d. Schweiz I 1, 87, z. gulden Endinger judenspiel 92 ndr., in z. tagen Arigo dec. 1 K., -ä- A. a s. Clara Judas 130; zechne: A. Dürer underweys. F 4e (nürnbergisch jetzt nur noch zä zäa), Herold-Forer Gesners thierb. 49. doch bereits zêne zên bei Notker, ein befund, dem das verhalten der modernen mdaa. entspricht; so im gesamten übrigen Deutschland, vgl. schon as. tein; ebenso mnd.; im nnd. weithin zweisilbig als teigen teggen oder teiden, einsilbig gelegentlich schon mhd.; contrahiertes zên nam. md. früh (zhen soldenern gegeben Marienb. treszlerb. 390 Joachim), setzt sich schriftsprachlich erst spät durch; zwar gestattet schon Bellin hd. rechtschr. (1657) 138 zehn neben zehen und mehren sich im 18. jahrh. die fälle mit zehn, jedoch ist zehen bei Göthe noch bevorzugt. heute hat sich zehn durchgesetzt. gelegentlich für zehend (s.zehnt), daher denn anderseits auch zehend für zehen: innerhalb zehend tagen schwäb. 1541 Fischer 6, 1077; zechent Augsb. chron. 4, 376. 22) flexion und syntax: a) als attribut unmittelbar vor dem substantiv von jeher unflectiert: in stat zehen [] burgo in Decapolim Tatian 53, 14; fon then zehen thiornon Otfrid IV 7, 63; ein kint under zehen jâren Hadamar 524 St.; z. jahre Göthe 23, 74 W.; die z. ersten capitel Immermann 1, 45 H.; alle z. schüler; meine z. häuser; b) im wgerm. flectiert in der stellung hinter oder ohne substantiv mit allmählicher minderung des gebrauchsumfanges; das got. kennt flexion nur im gen. und dat. im falle α und γ; α) als nachstehendes attribut: ein circkelrisz, des diameter sol acht teyl haben, wie die quadratur zechne hat A. Dürer underweysung F 4e; sy sol under vier jaren und nit über zechne seyn Herold-Forer Gesners thierb. 49; in hundert fällen gegen z-e Gerstenberg rec. 225; so bleibt er uns, der vor so manchen jahren — schon zehne sinds! — von uns sich weggekehrt Göthe 16, 168 W.; β) auch wenn das substantiv aus dem zusammenhange ergänzt werden musz: es muosz ein arbeyt ernstlich mit allen zehenen (d. h. fingern) angriffen sein sprichw. klugreden (1548) 100a; war schon in z-e (mädchen) verliebt Nestroy ges. w. 1, 75; alle meine zehne (kinder) U. Bräker s. schr. 1, 166; s. 3 b. c; in beiden fällen die endung heute schriftsprachlich aufgegeben, vgl. er fände zehen für eine (d. h. frau) im ort Göthe 12, 6 W.; γ) als substantiv, über das got. hinaus: þai taihun Mark. 10, 41; niu taihun gahrainidai waurþun? Luk. 17, 17 = eno iâ uurdun zeheni giheilte? Tatian 111, 3; thie zeheni 112, 24; das kann unter z-en neunen begegnen Lessing 10, 158 M.; geschmack hatte der gehabt für z-e W. v. Polenz Grabenhäger 2, 129; gewöhnlich aber jetzt endungslos: asz und trank für zehn v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 1, 95; von z. hängt ein genitiv ab: tehani treuhaftera liodio as. gen. 240; ir zehene lâgen tôt livl. reimchron. 6075 Meyer; später ohne endung: zehen gelehrter Fischart prakt. 9 ndr.; der jahre zehen Rückert ges. poet. w. 1, 75; lat. syntax verräth: begeret, im zehen die wysesten ze senden Steinhöwel Äsop 6 Öst.; δ) als bloszes zahlwort: zahl von z-en decas Stieler 2605; z-e gegen eins wetten Lessing 9, 52 M.; mundartlich auch die z-e 'die zahl 10', wo man auch viere ... z-e ... zwölfe zählt; ε) im ahd. wurde z. als i-subst. gebogen (m. f. nom. zehini zecheni, mhd. zêne, gen. -io, dat. -im) und ein n. angefügt (zehiniu, afrk. zehinu, daraus zëeniu zêniu). ein jüngerer pronominaler genitiv begegnet selten: von zwayer oder dryer oder joch von zechner mannen wegen N. v. Wyl translat. 40 K., wo die endung der beiden ersten genitive auf z. übernommen ist; analogische bildung ist auch zehnerlei, und ein fall zehener kinder vater Campe wb. 5, 824b wirkt verdächtig; ζ) reste der ahd. endungen, sogar um ein neues f. vermehrt, leben im süden des hochalem. gebietes fort: tsęhə f. tsEchnu, n. tEhu, f. tsEchno, n. tsEchni (Visperterminen), das n. auch weiter verbreitet. 33) gebrauch: als bestimmte zahlangabe a) für allerlei dinge oder geschehnisse: nachdem sie zehen jar im lande Canaan gewonet hatten 1. Mos. 16, 3; mit ... z. elephanten nach der halbinsel gesendet Mommsen m. gesch. 2, 11; b) von dingen, die zu zehn eine einheit bilden: die z. finger, wobei finger nicht selten unausgedrückt bleibt: (die weisen,) wann sie ins kot fallen, so fallen sie mit allen zehen darein sprichw. klugreden 165b; alle z. danach lecken Wander sprichwörterlex. 5, 517; alle z-e Müller-Fr. 2, 696b; die z. zehen; vgl. zehnender, -füszler; die Trojens burg zehn jahre lang bekriegt Gottsched ged. (1751) 8; die eintheilung des (deutschen) reiches in die z. kreise Ranke dtsche gesch. 1, 132; c) als stundenangabe mit uhr, das in freierem stil fehlen darf: umb zehen uhr Fischart glückh. schiff 16 ndr.; z. uhr vorbey Iffland theatr. w. 1, 32; höre ich ... die ... uhr z. schlagen Storm w. 1, 217; der Diktes hat schon z-e getüt O. Ludwig ges. schr. 2, 39; umb die zechne in der nacht P. Etterlin kronika v. d. eydtgen. 89; bis um z. H. v. Kleist 1, 372 E. Schm.; um halb z. Storm w. 1, 16; mundartlich um z-e: Fischer, Martin-L. u. a.; vgl. zehnebrot, n., Frischbier 2, 489b, zehnuhre, n., Fr. Schön Saarbr. 189b und mit weitestgehender kürzung zǟchni schweiz. [] (Jaun), zehni, n., els. (Martin-L. 2, 896b) frühstücksbrot, frühstück; d) im zählen und rechnen: zechen, aindleff, czwelff, dreyzechen altdtsche passionsp. 192 Wackernell; umb zehen zehenstund als vil Schmeller2 2, 1101; gaben im zehen mol meer Eberlin v. Günzburg s. schr. 1, 82 ndr.; fing an, eins z-e hunderttausend zu zehlen Chr. Reuter Schelm. 1, 111 ndr. vollst. ausg.; zehen mahl hundert ist tausend ebda; kam mit der rechnung bis auf zehen Gryphius lustsp. 52; zusammengesetzt: dreizehn bis neunzehn und zehntausend, früher auch zehnhunderttausend (noch häufiger zehnmal h., s.zehnmal) für jetziges eine million, s. Eberlin v. Günzburg 1, 7 ndr.; Kramer teutsch-it. 2, 1429a; das seltene zehnhundert s. sp. 452; im übrigen vgl. th. 9, 2776 und 10, 781; distributiv: je zehen, je zehen und zehen Kramer teutschit. 2, 1428c; wurden hundert vergoldete pfaueneier, immer z. und z., in reihen gelegt Cl. Brentano ges. schr. 5, 141; e) procent: zehen von hundert zahlen Kramer 2, 1428c; wenn man von ihm auf z. pro cent erborgt v. Cronegk schr. 2, 24; f) etwa zehn: bleibe ain tag zehen zwölf bei mir Schaidenreisser Od. 17b; einen tag oder zehen 1. Mos. 24, 55; ein z. oder zwölfftausend reichsthaler werth Gryphius lustsp. 72; so wollt ich gern ein z. jahre eher sterben Lenz ges. schr. 1, 11; ein jahrer zehn O. Ludwig ges. schr. 2, 332; sachen, so vor zehen, zwölf oder mehr jahren gemacht worden Neumark fortgepfl. musik.-poet. lustw. 1, 7; über zehen oder zwölff tage Grimmelshausen 4, 567 K.; und ziehe schon an die zehen jahr ... meine schüler an der nase herum Göthe 14, 27 W. (Faust 361); g) zehen im cartenspiel Hulsius 281b, s.zehne, f.; h) selten als n. subst.: Filidors geharnschter Venus erstes zehen Stieler geharnschte Venus 11 ndr.; i) in masz- und gewichtsbezeichnungen setzt sich seit der mhd. zeit mehr und mehr die flexionslose form des substantivs, ausgehend vom n. in zehen fasz, jahr, wozu zehen taler, finger treten, durch: den z. pfund schweren koht pol. maulaffe 24; z. fusz ins gevierte E. Th. A. Hoffmann s. w. 14, 149; sprang ... zehen schuh hoch Tieck schr. 1, 120; aber: war ich z. schritte gegangen G. Keller ges. w. 4, 53; zehen jahre dienen Th. Abbt verm. w. 6, 2, 13; der sich z. jahr ... aufgehalten Herder 5, 11 S.; das kostet z. pfennig, aber: ich hatte nur noch z. pfennige; 44) besondere, meist formelhafte verwendung: 4@aa) einer gruppe von neunen steht der zehnte gegenüber: sind ihrer nicht zehen rein geworden? wo sind aber die neune? Luk. 17, 17; das kann unter z-en neunen begegnen Lessing 10, 158 M.; 4@bb) wetten: ich wette z-e gegen eins 13, 182 M.; z. gegen eins, ich soll mit ihm frühstücken Fontane ges. w. I 5, 153; z-e jejen eens wetten Brendicke berlin. 195a; 4@cc) ähnlich werden zehn als eine grosze menge einem einzigen falle gegenübergestellt, namentlich in sprichwörtern: wo sie an eynem ortt das wortt zuo Miltenberg unterdruckt haben, da sols an andern zehen auffgehen Luther 15, 77 W.; ir sach mit worten schön verblümen und sich der zehen thun berhümen, der sie nicht eins zu thun vermögen B. Waldis Esopus 1, 50 Kurz; ein vater kan mit ehren zehen kinder wol eh erneren, denn zehen kinder einen vater H. Sachs 7, 437 K.; wie wenn ein narr mehr fragen kündte, denn zehen weisen antworten? Luther 26, 462 W.; ein narr macht zehen sprichw. klugred. 22a; es spilen sich eh zehen arm dann einer reich 99a; eine henne kan mehr verscharren als zehen häne erspahren Pistorius thes. paroem. 384; eyn handtwercker solde thein renthener Oeuertheren Tappius adag. A 8 β; was einer nit thuot, das thuond zehen streych S. Franck sprüchw. (1545) 1, 22b; ein nimm hin ist besser dann zehen gott helf dir Lehmann flor. pol. (1662) 1, 258; es ist besser ein vogel im käfig als zehen auffm baum 1, 272; es ist besser ein augen- dann zehen orenzeuge Tappius adag. B 3 α; man soll lieber zehen ehrlich machen als einen zum schelmen Eisenhart grundsätze 78; besser ists zehen schuldige losz machen als einen unschuldigen verdammen [] Lehmann flor. pol. (1662) 3, 30; der einn erwürgt, darff zehen ermörden sprichw. klugred. 143b; besser zehen (kinder) unehelich gezeugt als ein eintziges umgebracht Pistorius thes. paroem. register; freund in der not gehn zehen auff ein lot S. Franck sprüchw. (1541) 1, 142a; er thuot zehen lüg in einem athem sprichw. klugred. 108a; ein damenhertz gilt mehr als zehen andre hertzen Hoffmannswaldau ged. 2, 129; die bauern glauben mir immer eher zehen als dem pfarrer ein halbes Pestalozzi Lienh. 1, 29; wie itzo die seiten auf der laute, deren wohl zehen aufgezogen werden, ehe man eine findet, die rein klinget Butschky Pathmos 139; ich verhandelte diese dinge wieder, und ob ich dabei gleich wieder z. für eins gewann Göthe 43, 74 W.; auch im gegensatz zu gröszeren zehnereinheiten: er hat für zehen gesatzt, daran sich dreyssig liessen benuogen Albr. v. Eyb dtsche schr. 1, 74; von tausenden, die man begräbt, ... sind zehne kaum von funfzig jahren Gottsched ged. 165; tausend fallen, wo noch zehen aufrecht stehn Hölderlin ges. dicht. 1, 41 Li.; 4@dd) zur bezeichnung einer unbestimmten, als grosz empfundenen zahl: die andern straffen und penen ... solt man tzehenn ell tieff begraben in die erden Luther 6, 445 W.; ehe ich wollte erzurnen die christliche kirche ..., ich woltte eher zehen helse verlieren und zehen mahl todt sein 33, 626 W.; wenngleych zehen Esaias oder Paulus solchs hetten verkündigt 18, 410 W.; je mer, je besser; kämind noch zehen! N. Manuel papst 19 B.; dasz er zehen kluge worte hinter einander geredet Liscow 450; ich sah bald aus, als hätte ich schon z. jahre im grabe gelegen Immermann 1, 14 H.; ich wollt, ich wäre z. meilen von hier maler Müller w. 1, 170; und ich, zehn toden reicht ich meine brust H. v. Kleist w. 1, 260 E. Schm., u. ö.; mich aber bringen keine z. pferde mehr aus meinem elend in die höhe W. Raabe Horacker 97; allgemein üblich; z. schritt vom leibe weit ab von mir Brendicke berl. 195a; wennzehnmal wenngleich Müller-Fr. 2, 696b, Meisinger Rappenauer wb. 211a; vgl. zu 4 auch die dialektwörterbücher; 55) die bedeutung der zahl zehn ist a) in der bibel aus ihrer häufigen verwendung ersichtlich: also nam der knecht zehen kamel 1. Mos. 24, 10; armringe ... zehen sekel golds schweer 22; das zehen weiber sollen ewr brot in einem ofen backen 3. Mos. 26, 26; eine halle ..., zwenzig ellen lang ... und zehen ellen breit 1. Kö. 6, 3; zween cherubim, zehen ellen hoch 23, ö.; psalter von zehen seiten ps. 33, 2; das vierde thier ... hatte zehen hörner Dan. 7, 7; offenb. 12, 3; die weisheit sterckt den weisen mehr, denn zehen gewaltigen in der stad sind pred. 7, 19; er schreib auff die tafeln solchen bund, die zehen wort 2. Mos. 34, 28; danach die z. gebote der christlichen lehre: H. Sachs 1, 70 K.; N. Manuel todtentanz str. 4 B.; allgemein; sogar: die z. märkischen gebote H. v. Kleist w. 3, 52 E. Schm.; zehn plagen kommen über Ägypten: 2. Mos. 7 ff.; die zehn städte: Mark. 5, 20; die dauer der schwangerschaft wird weish. 7, 2 auf zehn monate berechnet; so auch: das ich dich zehen monat under meinem hertzen getragen ... hab Carbach Livius 37r, im recht als sicherste bestimmung einer rechtmäszigen geburt, s. Zedler univ.-lex. 61, 943; ferner: Lehmann flor. pol. (1662) 1, 117; b) bei Griechen und Römern im gewöhnlichen leben wie im recht häufig, vgl. οἱ δέκα als attische und die decemviri als römische behörde, die ältere römische jahreseintheilung in zehn monate (der december war der letzte monat); s. auch zehnt (für a und b); ein rath der zehn in Italien: Gaudy s. w. 13, 18; E. Th. A. Hoffmann s. w. 7, 133 Gr.; zehenman decemvir Frisch 2, 467b; c) eine geringe rolle spielt die zahl zehn dagegen bei den Germanen; im cult und volksglauben bedeutet sie nichts (vgl. aber die drei, sechs, sieben, neun), und im handel, wo sich jetzt das decimalsystem unter übernahme romanischer systeme durchgesetzt hat, war die zwölfzahl neben der zehn u. -a. zahlen maszgeblich; [] das recht kennt nur geringe spuren, und nach Jac. Grimm rechtsalt.4 1, 298 scheint zehn den auf neun folgenden ersten zu bezeichnen (vgl.zehnte): verbannung von zehn jahren, verjährung nach zehn jahren, zehntägige berufungsfrist (rechtsalt.4 2, 506); zehn jahre sind bei den Angelsachsen und Westgoten früheste mündigkeit: ebda 1, 573; vgl. der adel setzt Carolum simplicem ... zehen jar alt zuom künig S. Franck chron. Germ. (1538) 84a; zehen jar ein kindt, zwentzig jar ein jüngling, dreissig jahr ein man sprichw. klugred. 76b; häufiger nach einführung des römischen rechtes; 66) vgl. auch als concurrierende bezeichnungen die lat. lehnwörter decher zehn stück (th. 2, 880), dechgeld (881) und das ahd. techamôn, mhd. (rhein.) dechmen, dechen decimare, die schweine zur eichelmast gegen das zehnte thier geben (Jac. Grimm rechtsalt.4 2, 44) sowie as. degmo zehnte.
15233 Zeichen · 459 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zehnNum. Kard.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    zehn , Num. Kard. Vw.: s. zehen

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zehn

    Campe (1807–1813) · +6 Parallelbelege

    Zehn (gewöhnlich ausgesprochen, als stünde zähn), eine Grundzahl, welche so viel Einheiten in sich begreift, als hier Pu…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zehn

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    zehn [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zehn

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Zehn (lat. decem ), die Grundzahl des dekadischen Zahlensystems (s. d.), daher mit arabischen Ziffern durch eine Eins mi…

  5. modern
    Dialekt
    zehnaZlwort

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ElsWB ElsWB PfWB PfWB RhWB RhWB zehn [tsén fast allg.; tseïn D. Si. ; sén Falk. ] aZlwort zehn: mer muss d'r e Sach zehn…

  6. Sprichwörter
    Zehn

    Wander (Sprichwörter)

    Zehn 1. Besser zehn ehrlich gemacht, als einen zum Schelm. 2. Es lauft eins höher als zehn. 3. Es müssen Zehen neben ein…

  7. Spezial
    zehn

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    zehn num. card. diesc. ▬ zehn Uhr les diesc ; es ist halb zehn al é la mesa dales diesc.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zehn

385 Bildungen · 358 Erstglied · 27 Zweitglied · 0 Ableitungen

zehn‑ als Erstglied (30 von 358)

Zehnglocke

SHW

Zehn-glocke Band 6, Spalte 763-764

zehnmal

SHW

zehn-mal Band 6, Spalte 763-764

Zehnacker

LothWB

zehn·acker

Zehnacker m. häufig vorkommender Flurname. Z. < Zehntacker s. Zehnten.

zehnbatzenstück

DWB

zehn·batzenstueck

-batzenstück , n. , Schweizer münze: Krünitz 241, 106 ; heimisch -bätzler, m., genannt Jer. Gotthelf ges. schr. 7, 112 ; auch -bätzner Weilm…

Zëhnbrunnen

ElsWB

zehn·brunnen

Zë h nbrunne n m. Brunnen im Dorf, wo man früher den Zehnten zahlen mußte Obhergh. (viell. = Sinnbrunne n ? )

zehnbund

DWB

zehn·bund

-bund , m. , in zehn bünden gewobenes wolltuch, schwäb.: zöbund 1692, zehbund 1750 Fischer 6, 1078 . —

zehnde

KöblerMhd

zehnde , Num. Ord. Vw.: s. zehende (1)

zehndollarstück

DWB

-dollarstück , n. : v . Alten hdb. f. heer u. flotte 3, 271 . —

zehndoppelt

DWB

zehn·doppelt

-doppelt , zehnfach: zehenduppelt wird sie euch bezahlen engl. com. P 5 b ; ehrliche wercke ... z. ( belohnen ) A. Olearius pers. baumg. 85 …

Zehnebrot

PfWB

zehn·e·brot

Zehne-brot n. : = Zehnuhrbrot, Zehnebrot [PS-Erfw BZ-Albw Dierb Bergz ( Kamm 71) GH-Kand]. ElsWB Els. II 205 Zehnerbrot.

zehneck

DWB

zehn·eck

-eck , n. , figur mit zehn ecken, decagon: so ist f. a. ein seyten eins zehenecks A. Dürer underw. E 3 b ; Wolff math. lex. 1434 ; allg. dts…

zehneimer

DWB

zehn·eimer

-eimer , m. , zehn eimer fassendes holzgefäsz: zwey z. Bäuerle kom. theat. 2, 7 ; ältere form zehent- Unger-Kh. 645 b ; davon -ig: ein grosz…

zehnen

DWB

zeh·nen

zehnen , verb. , 1) nebenform von zehnten, s. DWB zehnte II ( sp. 455), a) den zehnten heben, ziehen: decimare z., den zehenden nehmen Corvi…

zehnender

DWB

zehn·ender

-ender , m. , hirsch mit zehn geweihenden: Scheffel ges. w. 1, 137 ; nieder stürzte der stolze z. W. Alexis hos. 1, 290 . —

zehnendling

DWB

zehn·endling

-endling , m. : malum sacerdotum colore album Frisch 2, 467 c ; pfaffenapfel Krünitz 241, 106 .

zehner

DWB

zeh·ner

zehner , m. , 1) persönlich a) mitglied eines collegiums von zehn männern: decemvir Stieler 2605 , gleich zehnmann Kramer 2, 1429 a ; gew. i…

zehnerblech

DWB

zehner·blech

-blech , n. , eine schwarzblechsorte, wie zwölfer-: Mothes baulex. 1, 403 . —

zehn als Zweitglied (27 von 27)

Topzehn

RDWB1

Top-zehn Pl. лучшие (десять), в верхней десятке, в десятке лучших (или самых богатых, или самых спортивных - в зависимости от контекста), то…

achtzehn

Pfeifer_etym

acht·zehn

acht Num. ahd. (8. Jh.), asächs. ahto, mhd. aht, eht, mnd. acht(e), mnl. achte, nl. acht, aengl. ehta, eahta, ahta, engl. eight, anord. ātta…

Bauernzehn

RhWB

bauern·zehn

Bauern-zehn -tin Eup ; -tē:n Kemp f.: die Ziffer X, bes. die Striche, die in alter Zeit eine schreibunkundige B.frau an die Kammertür ankrei…

dreizehn

DWB

drei·zehn

dreizehn , cardinalzahl, tredecim. ahd. drîzehan, mhd. drîzehen, niederd. dartein dörtein, niederl. dertien, ags. þrîtyne, engl. thirteen, s…

drizeh(n)

ElsWB

dri·zehn

drize h (n) Zahlwort 13. Rda. Wënn s drize hn schla g t niemals Str. Do kann m e r laufe n bis anne (Anno?) drize h ne Lutterb. Dë r blibt i…

fuch(t)zehn

LothWB

fucht·zehn

fuch(t)-zehn [fusen Falk. ; futsén Marienth.; fuftsén Lix. ; fugsén Sgd. ; foχtsén Karl. ; fofsèn Bo. ; foftseïn D. Si. ] aZlwort fünfzehn…

fünfzehn

Pfeifer_etym

fuenf·zehn

fünf Num. , ahd. fimf, finf (8. Jh.), mit Verdumpfung funf, mhd. vinf, mit Rundung vünf (13. Jh.), mnd. vīf, asächs. aengl. fīf, engl. five,…

fufzeh(n)

ElsWB

fufze h (n) [fùftsə Gebw. ; fùftsê Str. ; fùftsên K. Z. ; fùχtsên Wh. ] Zahlwort 15. Du has t f. über d Stirn, f. Minute n du bist zu dumm G…

funfzehn

DWB

funfzehn , fünfzehn , s. DWB funfzehen .

neunzehn

Pfeifer_etym

neun·zehn

neun Num., ahd. (um 800), mhd. niun, anord. nīu, schwed. nio, got. niun, mit g aus w vor u asächs. nigun, mnd. nēgen, mnl. nēghen, nl. negen…

nunzehn

LothWB

nun·zehn

nun-zehn [nuntsén Bo. Tet. ; nintsén fast allg.; notse D. ; nauntseïn Si. ] die aZl 19. Nunzehn un sechs statt 25 in der Rda.: wanns noch …

sechzehn

DWB

sech·zehn

sechzehn , zahlwort, landschaftlich und in älterer schriftsprache auch sechszehn, doch schon ahd. neben sehszên, sehscên, in flectierter for…

sieb(en)zehn

DWB

sieben·zehn

sieb(en)zehn , zahlw. sieben und zehn, septendecim. 1 1) formelles. 1@a a) die bildung, d. h. die blosze nebeneinanderstellung im sinne der …

Truffzehn

RhWB

truff·zehn

Truffzehn (usf.) Allg. [ -vən- im Geb. des f.]: die entsprechenden Karten des Kartenspiels. RA.: Et Truvənoəs verworpen ha sich um die beste…

vierzehn

DWB

vier·zehn

vierzehn , numer. ( mit kurzer stammsilbe ), got. fidwortaihun; altn. fjórtán, fjogrtán, fjogortán, schwed. fjorton, dän.-norweg. fjorten; a…