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waid

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

waid m.

Bd. 27, Sp. 1032
waid, m. die pflanze isatis tinctoria L., die früher zum färben verwendet und in Deutschland viel angebaut wurde. 11) das wort lautet mhd. ahd. weit (formen aus den ahd. glossen sind zeitschr. f. d. wortforschung 2, 230 verzeichnet), dazu mnd. wet, wede Schiller - Lübben 5, 643, ndl. weede (Kilian 658 weed, weedte), ags. wád, engl. woad. auf dem deutschen beruhtn. vede, vejde, norw. vajd, schwed. vede, vejde, ferner czech. vejt, russ. vajda, sowie ital. guado, afranz. guaide. waid ist verwandt mit dem gleichbedeutenden lat. vitrum, das mit andrer ablautstufe gebildet ist. daneben zeigen sich formen mit inlautendem s: als gotisch ist wizdils oder wizdila überliefert (isatis quam Gothi visdilem vocant, tinctores herbam vitrum. Rose anecdota graeca et graecolatina 2, 117 aus der lat. übersetzung von Oribasius Sardianus, de virtute simplicium), dazu stimmt in der ersten silbe afranz. guesde (mlat. guesdium Du Cange - Henschel 3, 578 [von 1171], wesdia, wesdum 6, 917, wisda hanseat. urkundenb. 3, 157 [von 1356]), nfranz. guède; Franck etym. woordenboek 1144 vergleicht auch den zweiten theil von mnd. wedewisle, wedewesle 'schierling'. vereinzelt steht mlat. wasdus (isatis, wasdus unde tingunt persum, corpus gloss. lat. 3, 583, 47, 10. jahrh.). ferner erscheint mit dem gleichen vocal wie waid mlat. waisdo (in dem capitular Karls d. gr. de villis 43), gaisdo (Macer Floridus, de viribus herbarum c. 55 v. 1766 Choulant), waisda, waisdia, guaisdium Du Cange-Henschel 3, 578. diese formen sind wol auf eine längere wurzelform zurückzuführen, schwerlich darf angenommen werden, dasz waid ein inneres s (got. z) eingebüszt hat, doch vgl. ahd. mêta miata gegenüber got. mizdô. zu den formen mit innerem s gehört wol gr. ἰσάτις aus Ϝισατις. — die schreibung ist im nhd. anfangs sehr schwankend: sandix, weyde, weyden, weyd, weyt, wet, wehte, weuth, wid, waid, weidt, wyte Diefenbach gl. 510c, weyd, weyt nov. gl. 326a; tinctura, weyt gl. 584b (vgl. auch glastum, gewaid, gwaid gl. 264c); weidt, fulla est herba quedam ex qua colorantur panni blavii. voc. inc. teut. E 4a; weydkraut, isatis Dasypodius 474b; waid, ein kraut damit man auch färbt, glastum, isatis. Maaler 483a; endich, weid, isatis herba glastum, tingendis lanis expetita. Henisch 892, 48; waid, f. da man das tuch mit blau färbet, glastum, isatis. Schottel 1439; wayd, weid, f. guado, rubbia. Krämer 1214a; waid, m. glastum, isatis, dicitur etiam gewaid. Stieler 2417; wayd, m. pastel, guède, garance. Rädlein 1034b (daneben weide, f. 1040a); wäid, m., wäidkraut, woad. Ludwig 2371 (weid 2422); wäid, wäide, weid, wouwe. Kramer (1719) 258b; weidkraut Kirsch 2, 384b; waid, m. guastum. Frisch 2, 417a; weid, m. glastum. Steinbach 2, 960; waid, m. (daneben weid, n.) glastum. Nieremberger; waid, weid, n. (auch als m. gebraucht) garance, pastel, guêde. Rondeau; waid, m. Adelung. darnach erscheint die schreibung mit ai bereits bei Maaler, auch bei Bock (Straszb. 1595) 98a waidt, im 17. jahrh. bei Schottel und Stieler, doch ist selbst im 18. jahrh. die form weid noch nicht ganz verdrängt. auffallend ist, dasz sich im nhd. d im auslaut festsetzt (waid, daneben früher auch waidt, so noch bei Schreiber 1752 und Jacobsson, dagegen wait bei Bödiker grundsätze der deutschen sprachen [1690] B 3b), während in den mhd. belegen, auch in denen aus Thüringen und Schlesien (s. unten 4), weit geschrieben wird (auch bei Krumbholtz 1601 weite, s. unten 4). die form mit d wird aus dem einflusz rheinisch-fränkischer mundarten zu erklären sein, wenn nicht an grammatischen wechsel zu denken ist.das wort hat sein masculines geschlecht bewahrt, doch fehlt es nicht an versuchen, es zum fem. oder neutr. überzuführen. das fem. (wol unter einflusz andrer pflanzennamen) tritt zuerst im nd. auf (nach der form wede, die indesz, wie gelegentlich vorkommendes weide, auch masc. sein könnte), auch ndl. weede ist fem. (s. auch unten 3 die stelle aus dem buch Weinsberg); im hd. geben Schottel, Krämer, Rädlein (neben dem masc.) das fem. an. das neutr. (unter dem einflusz von kraut) kommt mehr gelegentlich vor, vgl. unten 2 die stelle aus Fuchs; noch Nieremberger und Rondeau kennen das neutr. 22) man unterscheidet den zahmen und wilden waid, nur der erstere wurde zum färben verwendet: des weydts findt man zweierley geschlecht. eins ist zam, welches man braucht zuo blawer farb, das ander wild, welches zuo dem ferben nit gebraucht würt. das zam weydt hat bletter auff der erden [] auszgebreyt wie wegerich, doch feyszter und schwertzer. der stengel ... ist zweyer elen hoch, thuot sich in der hOehe auff, mit vilen ästen und zincken, welche mit kleinen spitzigen blettlin geziert seind. am gipffel der stengeln wachsen seer kleine geele blmlin. Leonh. Fuchs kreüterb. (Basel 1543) cap. 125; 1. der wilde waidt, isatis sylvestris, vel spontanea, vel angustifolia, welcher von sich selbst ungebauet wächset; und 2. der gute, oder saamen- oder feldwaidt, welcher mit fleisz gebauet wird, und sich ... hauptsächlich durch die grösze unterscheidet. Schreber der waidt (1752) 9. der wilde waid heiszt auch kühkraut, getreideseifenkraut, saponaria vacaria L. Nemnich 4, 1224. Pritzel - Jessen 421b. daneben gibt es noch den falschen waid mit rauhen blättern, der zur verfälschung des waides benutzt wurde, franz. bourdaigne Schreber 16 (bei Rondeau wilder waid, bei Jacobsson 8, 126b wilder falscher waid genannt), auch waidmutter (s. d.). es ist der natterkopf, wilde blaue ochsenzunge, echium vulgare L. Nemnich 2, 1463. Pritzel-Jessen 138a. 33) der farbstoff wurde aus den blättern des waides gewonnen, die, nachdem man sie von der wurzel abgestoszen hatte, einem complicirten verfahren unterworfen wurden: zuo sOelchem kraut hat man eygen mlen erfunden, auff welchen es dieweils noch grn ist gebreszt und zerknützt würt, darnach macht man kugel oder ballen darausz, und last sie auff hürten im heyssen summer ligen, zuo letzt brauchens die ferber zuo blawer farb der wollen und tcher. Leonh. Fuchs kreüterb. (Basel 1543) cap. 125; nachdem die gewaschenen blätter getrocknet, so werden sie auf einer stampfmühle gemahlen, alsdenn das angefeuchtete zu ballen gebildet. ... in diesem zustande verkauft der landmann den waid den waidhändlern, welche ihn in grosze haufen schütten und mit wasser benetzen lassen, dasz er in eine gährung komme. ... zuletzt wird diese masse in grosze ballen geballet, und also an die färber verkauft. Jacobsson 4, 574a. eine eingehende beschreibung des verfahrens auch bei Coler hausbuch 5. buch cap. 83 ff. die färber lösten den waid in kochendem wasser auf, setzten asche hinzu und lieszen die brühe stehen, bis sie zum färben tauglich war. diese masse wurde auch als waid bezeichnet: dissen (blaufärbern) ginge etliche vil malen die weit zu schanden. buch Weinsberg 1, 53 Höhlbaum. die farbmasse ergab zunächst ein dunkles blau, später wurden die farben immer heller; durch zusatz von andren stoffen lieszen sich auch noch verschiedene andre farben herstellen (vgl. ahd. weitîn, das auszer durch 'caeruleus, glaucus, jacinctus' auch durch 'aereus, luridus, purpureus, sardicinus' glossirt wird). die herstellung der waidfarbe stand unter strenger aufsicht: keynir sal nicht kouffen unvorsuochten weyt; welchir weyt vorsuocht, der sal nicht me dor us verbin, den czwey tuch geworcht. cod. dipl. Silesiae 8, 16 (Schweidnitz 1335). obgleich noch andre färbemittel angewandt wurden, war doch waid im mittelalter bei weitem der wichtigste farbstoff und war vielfach allein zugelassen: es soll auch kein schwartz werck oder tch one weyd geferbet werden, es wer dann sach, das ein inwoner oder ein uszmann ime selber und sinen kinden solliche farb on wayd anmachen wolte. wollenweberordnung der markgrafschaft Baden von 1486 in der zeitschr. f. d. gesch. d. Oberrheins 9, 151. Frauenlob gebraucht daher weit allgemein als 'farbe': wer treit sunder weit (ungefärbt, ungeschminkt) aller tugende ganzeʒ kleit? Heinrich v. Meiszen minneleich 27, 4; got spranc ûʒ sînem vater in sîn êwikeit, dâ nâch so spranc er in daʒ wort, der dritte sprunc was in die meit ... der vünfte in endelôser triuwen varwen weit. krewzesleich 13, 6. 44) der waid wurde im mittelalter an vielen orten Deutschlands, besonders in Thüringe (Erfurt) und am Niederrhein angebaut und bildete hier eine hauptquelle des bäuerlichen wohlstands. erst vom 16. jahrh. an, als aus Ostindien und besonders der neuen welt neue billigere farbstoffe, vor allem indigo, eingeführt wurden, geriet die waidkultur in verfall und ging schlieszlich, trotzdem viele versuche (zuletzt von Napoleon) gemacht wurden die fremden farben fernzuhalten und den waid durch bessere herstellung ihnen ebenbürtig zu machen, ganz ein. im mittelalter aber brachte der waid nicht nur den bauern, die ihn anbauten, sondern auch den bürgern, die ihn zum färben fertig stellten und damit handelten (waidjunkern), und der obrigkeit, die ihn besteuerte, reichen gewinn. der handel mit waid war nur in den städten gestattet und wurde streng überwacht. in vielen städten befanden sich waidhäuser, wo die von auszen eingeführte ware lagerte, untersucht und beim verkauf [] versteuert wurde. der waid wurde nicht nur in Deutschland vertrieben, sondern auch viel ins ausland exportirt, namentlich nach den Niederlanden und nach England. zeugnisse: de qualibet mesa wede, cum quo panni colorantur, duos solidos dabunt. hanseat. urkundenb. 1, 92 nr. 277 (graf Adolf IV v. Holstein 1236); welch gast her kumt mit weyte, der sal nicht mit dem weyte bin sechs wochin von hynnen czyen. cod. dipl. Silesiae 8, 17 (Schweidnitz 1335); als von aldirs y unde y dy nedirloge des weytis unde des koufs in der egenanten unser stat Swydnicz gewest ist. 44 (1356); auch ensal nyman (aus der zunft der gewandmacher) me nemen dan eyn gesecze weydes wan eyn kouff gemachet wird. cod. dipl. Moenofrancofurtanus 637 (1355) Böhmer; swer da vuert wait, der gibt von dem einczwagen czwen phenning und von dem deischelwagen vier. stadtrechte von Brünn 375 Rössler; also hiesch man yme siebinzig gulden und me, odir die (beschlagnahmten) wagen mit dem weyte enmochtin nit ledig werden. urkundenbuch der stadt Erfurt 2, 546 (1375) Beyer; wenne weyt zu Gorlicz geschaczzet wirdet und die von Gorlicz nicht kauffen wollen, so mugen die von der Sittaw ... eynen kauff machen ungehindert. urkunde kaiser Karls IV. von 1378 im neuen Lausitzischen magazin 59, 151; so en sall geyn underkeuffer me zo underkouffe neymen dan van der maissen roes weydtz, dat is eyn mudde, 12 d., ind van eynre maissen gemuoyst weydtz 2 s. akten z. gesch. d. stadt Köln 2, 119, 38. 39 (1400) Stein; vort so sal de here ind de martmeister dat gerichte upme weytmarte achterwaren as van weydtz weigen, id sy bereyt weyt of koychweyt. 2, 121, 10; von eim iglichen pferde das weide zewhet 3 dn. d. reichstagsacten 7, 210, 34 (1414); as ... her Reinalt herzoge zu Guilche .. verleint hait der broderschaft des hiilgen cruze binnent Guilche, dat men gheinen hoif gebrantz weitz groiss noch cleine binnent deme ampt van Guilche ligende overmessen, liveren noch ewech vueren en sculde, dieselbe broderschaft des hiilgen cruz vurg. en sulde davain haben eine gude schuppe weitz. beiträge z. gesch. des Niederrheins 10, 188 (Jülich 1424); so wanne weyt, rode, scherte oder karten komen veile, da sullent id die meister eyn gebot machen. urkunden u. akten z. gesch. d. stadt Koblenz 236, 11 (1432) Bär; den dritten teil und allein Erfortischen weite zu brauchen betreffent, wissen wir zwar nit, aus was ursachen e. l. uns allein gehorten weit zu kaufen und zu verbrauchen auferlecht, sintemal wir bishero Thüringer und Guliker, auch sonsten anderen guten weite gebrauchet. Krumbholtz die gewerbe der stadt Münster 517 (1601); doch soll demjenigen, der selbst wayde in frembde lande zu verführen pflegt, von seiner gesellschafft wayd zu kauffen hiermit unverboten ... seyn. Erfurter ordnung (1612), mitth. d. ver. f. d. gesch. v. Erfurt 18, 56. waid wird auch im plur. gebraucht: es sollen aber gleichwohl den verkeuffern die waydt in billichem werth bezahlet .. werden. abschied herzog Johann Casimirs von 1592 bei Schreber der waidt (1752) beylagen 15. 55) herkömmliche verbindungen: waid zeugen, anbauen, serere et colere glastum. Stieler 2417. Frisch 2, 417a; waid in ballen schlagen, isatidem in globos pressare. ebenda; waid welken, siccare glastum. ebenda; man gibt von einem acker weydt (auf der waidmühle) zustossen, als dick man stosst 4 pf., und man stoisset gemeinlich dreimal, brecht ein acker 12 pf. Michelsen rechtsdenkm. aus Thüringen 332 (1498); nachdem wir vor einem jar ... das kein weidt, ehe er dann erwachsen, geballet, getruckenet, zu wagen und marcht gebracht, verkaufft ... werden soll, vorbieten lassen, und aber an uns itzt wiederumb glaubhafftig gelanget, wie sich etliche dem zuwider den weidt zuvor kübeln (wie mans nennet) unterstehen sollen. Erfurter ordnung (1575), mitth. d. ver. f. d. gesch. v. Erfurt 18, 56; wenn der waydt (die blätter von der wurzel) abgestoszen, darf er nicht in haufen liegen bleiben .., sondern musz sofort zum wasser gebracht, gewaschen, ... getrocknet, und ... auf die waydtmühle gebracht werden. ... der waydt musz klar gemahlen werden. Jacobsson 8, 127b; je stärker der waydt angegossen wird, desto schwerer wird er. 8, 128a.
13368 Zeichen · 292 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Waid

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Waid , des -s, plur. car. der Nahme einer Pflanze, welche zum Färben gebraucht, und in den wilden Waid und Feldwaid,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Waid

    Goethe-Wörterbuch

    Waid [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Waid

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Waid lat. isatis tinctoria , Pflanze aus der Familie der Cruciferae , zweijährig, mit 1 1 / 2 —3' hohem ästigem Stengel,…

  4. modern
    Dialekt
    Waidm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia Waid m. Färberwaid, isatis tinctoria: isatis, glastium 'Weidt' Chytr. 497; zum Blaufärben benutzt: den roden Kr…

  5. Spezial
    Waid

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Waid (Isatis tinctoria) m. ‹bot› (-[e]s,-e) ciüf dl ferber m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waid

113 Bildungen · 100 Erstglied · 10 Zweitglied · 3 Ableitungen

waid‑ als Erstglied (30 von 100)

waidaccise

DWB

waid·accise

waidaccise , f. abgabe von waid: die weit-accins und was dem anhengt recht inzufordern. buch Weinsberg 2, 248 (1572).

waidacker

DWB

waid·acker

waidacker , m. ager ad guasti culturam praeparatus, aut seminatus. Frisch 2, 417 a ; waid-land, nidersächs. waid-acker, terra ad culturam gu…

waidäschig

DWB

waidäschig , adj. mit waidasche vermischt: von waidäschigem wein. stadtrecht von München art. 383 var. ( im text: ungerechtem) Auer.

waidamt

DWB

waid·amt

waidamt , n. behörde, die den waidhandel zu überwachen hat. d. städtechron. 11, 811, 15 ( amptbuchlin v. Nürnberg 1516).

waidasche

DWB

waid·asche

waidasche , f. 1 1) eine aus gebrannten weinhefen hergestellte lauge, deren sich die färber bei herstellung der waidküpe bedienten: clavilla…

waidball

DWB

waid·ball

waidball , waidballen , m. der zu kugeln geformte gemahlene waid: waidballen, globus e guasto in mola confracto compressus. Frisch 2, 417 a …

Waidballen

Adelung

waid·ballen

Der Waidballen , des -s, plur. ut nom. sing. der zu Ballen geformte gemahlne Waid; auch wohl der Waidball, des -es, plur. die -bälle.

waidbau

DWB

waid·bau

waidbau , m. anbau des waids. Adelung : der herzog in Sachsen Gotha ... ist einer der vornehmsten herren, welche den waide-bau in Teutschlan…

waidbauer

DWB

waid·bauer

waidbauer , m. Adelung : waidbauern nennt man in Thüringen und in der Lausitz die bauern, welche waid bauen. F. Ben. Weber ökon. lex. 628 b …

waidbereiter

DWB

waid·bereiter

waidbereiter , m. : weil die stadt Langensalze sich bey ihrer waydtinnung sehr wohl befunden, so ist die zurichtung des waydts durch gelernt…

waidbereitung

DWB

waid·bereitung

waidbereitung , f. ' die art, wie man die gesammleten und gewaschenen waidblätter in ballen oder kugeln zum blaufärben verwandelt '. Jacobss…

waidbeschauer

DWB

waid·beschauer

waidbeschauer , m. : man hat den schnellen vertrieb des waydts immer als dem waydthandel nachtheilig angesehen, und daher verordnet, dasz er…

waidblau

DWB

waid·blau

waidblau , adj. waidfarbig. substantivirt waidblau, n.: glastum Marperger kaufmannsmag. 2, 676 .

waidblume

DWB

waid·blume

waidblume , f. 1 1) die blume oder blüte des waids. Adelung. 2 2) waidblumen, flores guasti cocti, spuma coerulea, guasto innatans, detracta…

waidboden

DWB

waid·boden

waidboden , m. : die waydtballen, wie man sie von dem lande zur stadt bringt, werden auf dem waydtboden ellenhoch aufgeschüttet. Jacobsson 8…

waidbrühe

DWB

waid·bruehe

waidbrühe , f. : man gieszt nun nach verhältnisz der waydblätter auf jede 10 pfund derselben 2 bis 3 pfund frisches kalkwasser der gegohrnen…

Waidbue(b)

ElsWB

Waidbue(b) m. Pferde- oder Kuhknecht, der das Vieh auf der Weide hütet Pfetterhsn. Ruf. Su. Banzenh. Bf. [Wtpû Wh. ] Rda. Ër laüft wie n-e …

waideisen

DWB

waid·eisen

waideisen , n. : ferrum, sive culter quo guastum abscinditur in agro, womit man den waid abstöszt. Frisch 2, 417 a ; ' ein scharfes gekrümmt…

waidelei

DWB

waid·e·lei

waidelei , f. abgöttisches wesen, zanberei, abgeleitet von waideln ( s. d. ): auff eine grosse eiche, welche etwan der Preussen ein waydeley…

waideler

DWB

wai·deler

waideler , waidler , m. priester der heidnischen Preuszen, vgl. waidlotte: wiewol bey den kirwaiden zu Rickoyot viel waidler woren und waidl…

waideln

DWB

waid·eln

waideln , verb. abgötterei treiben, zaubern: wart ein mörtlich sterben yn der pestilencia. ... im abnemen dieser pfloge warff sich auff Stey…

waidelotte

DWB

waid·e·lotte

waidelotte , m. ein altpreuszisches wort, der priester der heidnischen Preuszen, vgl. DWB waideler . Frischbier 2, 453 : die waidtlotten wer…

waidelottin

DWB

waidelottin , f. zu dem vorhergehenden: Poggezania wonte in eim eichwalde und bleib jungkfrau ir tage und war ein waydolottinne ... und was …

waiden

DWB

wai·den

waiden , adj. waidfarbig, blau, violett. ahd. weitîn, caeruleus, glaucus, aereus, jacinctus, sandicinus, purpureus, luridus. Graff 1, 773 . …

waidener

DWB

waid·ener

waidener , waidner , m. waidfärber: myt den weydeneren ind lijnenverweren. akten z. gesch. d. stadt Köln 1, 188, 1 (1396) Stein; waidner Sch…

waidenfarb

DWB

waid·en·farb

waidenfarb , adj. verdeutlichung des adj. waiden ( mhd. weitîn): ein ieslîch slac besunderlich sînen lîcham machte gar von bluot swarz und w…

waider

DWB

wai·der

waider , m. waidfärber. im älteren bair. waiter, weitäre. Schmeller 2 2, 850 ( aus der Regensburger tuchordnung von 1529). noch jetzt gibt e…

waidfärber

DWB

waid·faerber

waidfärber , m. der färber, der sich des waids bedient: waidfärber, tinctores. Stieler 2417 ; waid-färber, infector lanarum et linteorum col…

waid als Zweitglied (10 von 10)

Ɉungferwaid

Campe

Der Ɉungferwaid , des — es , d. Mz . ungew. der Waid von der ersten Frühlingsernte; zum Unterschiede von demjenigen, welchen man in der zwei…

brachwaid

DWB

brach·waid

brachwaid , m. waid, der im frühling, oder im brachmonat gesät wird?

Färberwaid

Pfeifer_etym

faerber·waid

Waid m. Pflanze, aus der blauer Farbstoff gewonnen wird, ahd. weit (9. Jh.), mhd. weid, weit, mnd. wēt, mnl. wēde, weet, nl. (mundartlich) w…

Jungfernwaid

Adelung

jungfern·waid

Der Jungfernwaid , des -es, plur. inus. bey den Waidbauern, der Waid von der ersten Frühlingsernte, zum Unterschiede von demjenigen, welcher…

kompswaid

DWB

komp·s·waid

kompswaid , m. so heiszt der waid, wenn davon im folg. jahre eine nachernte gehalten wird. Nemnich wb. 317 , offenbar weil er auf dem felde …

Schnabelwaid

Meyers

schnabel·waid

Schnabelwaid , Flecken im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Pegnitz, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Nürnberg-Eger und S.-Bayreuth, 450…

sommerwaid

DWB

sommer·waid

sommerwaid , m. der waid, der im felde gebaut wird und nicht wild wächst, feldwaid. Jacobsson 1, 699 . vgl. waid, färberpflanze, unten.

Winterwaid

Adelung

winter·waid

Der Winterwaid , des -es, plur. inusit. eine Art Waid, welche im Herbste gesäet wird, und folglich den Winter über auf dem Felde bleibet.

Ableitungen von waid (3 von 3)

gewaide

DWB

gewaide , s. geweide, vgl. eingeweide theil 3, sp. 189.

waide

DWB

waide , f. versammlung. ein in preuszischen quellen vorkommendes wort ( altpreusz. wayte, woytis, ansprache, besprechung, versammlung Nessel…