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waid

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Adelung
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Waid

Bd. 4, Sp. 1350

Der Waid , des -s, plur. car. der Nahme einer Pflanze, welche zum Färben gebraucht, und in den wilden Waid und Feldwaid, oder Samenwaid unterschieden wird, Isatis Linn. In engerer Bedeutung wird der aus dieser Pflanze vermittelst der Gährung gezogene Farbenkörper Waid genannt, welcher, ehe der Indigo bekannt wurde, die gangbarste blaue Farbe in Europa war, und daher häufig gebauet wurde. Das Gewächs ist bey uns fremd, und in Frankreich einheimisch; wenigstens war der Nahme Glastum, welchen Plinius demselben giebt, ein Gallisches Wort; allein wenn man mit Salmasio dafür Guastum lieset, wie denn…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Waid

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Waid , des -s, plur. car. der Nahme einer Pflanze, welche zum Färben gebraucht, und in den wilden Waid und Feldwaid,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Waid

    Goethe-Wörterbuch

    Waid [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Waid

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Waid lat. isatis tinctoria , Pflanze aus der Familie der Cruciferae , zweijährig, mit 1 1 / 2 —3' hohem ästigem Stengel,…

  4. modern
    Dialekt
    Waidm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia Waid m. Färberwaid, isatis tinctoria: isatis, glastium 'Weidt' Chytr. 497; zum Blaufärben benutzt: den roden Kr…

  5. Spezial
    Waid

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Waid (Isatis tinctoria) m. ‹bot› (-[e]s,-e) ciüf dl ferber m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waid

113 Bildungen · 100 Erstglied · 10 Zweitglied · 3 Ableitungen

waid‑ als Erstglied (30 von 100)

waidaccise

DWB

waid·accise

waidaccise , f. abgabe von waid: die weit-accins und was dem anhengt recht inzufordern. buch Weinsberg 2, 248 (1572).

waidacker

DWB

waid·acker

waidacker , m. ager ad guasti culturam praeparatus, aut seminatus. Frisch 2, 417 a ; waid-land, nidersächs. waid-acker, terra ad culturam gu…

waidäschig

DWB

waidäschig , adj. mit waidasche vermischt: von waidäschigem wein. stadtrecht von München art. 383 var. ( im text: ungerechtem) Auer.

waidamt

DWB

waid·amt

waidamt , n. behörde, die den waidhandel zu überwachen hat. d. städtechron. 11, 811, 15 ( amptbuchlin v. Nürnberg 1516).

waidasche

DWB

waid·asche

waidasche , f. 1 1) eine aus gebrannten weinhefen hergestellte lauge, deren sich die färber bei herstellung der waidküpe bedienten: clavilla…

waidball

DWB

waid·ball

waidball , waidballen , m. der zu kugeln geformte gemahlene waid: waidballen, globus e guasto in mola confracto compressus. Frisch 2, 417 a …

Waidballen

Adelung

waid·ballen

Der Waidballen , des -s, plur. ut nom. sing. der zu Ballen geformte gemahlne Waid; auch wohl der Waidball, des -es, plur. die -bälle.

waidbau

DWB

waid·bau

waidbau , m. anbau des waids. Adelung : der herzog in Sachsen Gotha ... ist einer der vornehmsten herren, welche den waide-bau in Teutschlan…

waidbauer

DWB

waid·bauer

waidbauer , m. Adelung : waidbauern nennt man in Thüringen und in der Lausitz die bauern, welche waid bauen. F. Ben. Weber ökon. lex. 628 b …

waidbereiter

DWB

waid·bereiter

waidbereiter , m. : weil die stadt Langensalze sich bey ihrer waydtinnung sehr wohl befunden, so ist die zurichtung des waydts durch gelernt…

waidbereitung

DWB

waid·bereitung

waidbereitung , f. ' die art, wie man die gesammleten und gewaschenen waidblätter in ballen oder kugeln zum blaufärben verwandelt '. Jacobss…

waidbeschauer

DWB

waid·beschauer

waidbeschauer , m. : man hat den schnellen vertrieb des waydts immer als dem waydthandel nachtheilig angesehen, und daher verordnet, dasz er…

waidblau

DWB

waid·blau

waidblau , adj. waidfarbig. substantivirt waidblau, n.: glastum Marperger kaufmannsmag. 2, 676 .

waidblume

DWB

waid·blume

waidblume , f. 1 1) die blume oder blüte des waids. Adelung. 2 2) waidblumen, flores guasti cocti, spuma coerulea, guasto innatans, detracta…

waidboden

DWB

waid·boden

waidboden , m. : die waydtballen, wie man sie von dem lande zur stadt bringt, werden auf dem waydtboden ellenhoch aufgeschüttet. Jacobsson 8…

waidbrühe

DWB

waid·bruehe

waidbrühe , f. : man gieszt nun nach verhältnisz der waydblätter auf jede 10 pfund derselben 2 bis 3 pfund frisches kalkwasser der gegohrnen…

Waidbue(b)

ElsWB

Waidbue(b) m. Pferde- oder Kuhknecht, der das Vieh auf der Weide hütet Pfetterhsn. Ruf. Su. Banzenh. Bf. [Wtpû Wh. ] Rda. Ër laüft wie n-e …

waideisen

DWB

waid·eisen

waideisen , n. : ferrum, sive culter quo guastum abscinditur in agro, womit man den waid abstöszt. Frisch 2, 417 a ; ' ein scharfes gekrümmt…

waidelei

DWB

waid·e·lei

waidelei , f. abgöttisches wesen, zanberei, abgeleitet von waideln ( s. d. ): auff eine grosse eiche, welche etwan der Preussen ein waydeley…

waideler

DWB

wai·deler

waideler , waidler , m. priester der heidnischen Preuszen, vgl. waidlotte: wiewol bey den kirwaiden zu Rickoyot viel waidler woren und waidl…

waideln

DWB

waid·eln

waideln , verb. abgötterei treiben, zaubern: wart ein mörtlich sterben yn der pestilencia. ... im abnemen dieser pfloge warff sich auff Stey…

waidelotte

DWB

waid·e·lotte

waidelotte , m. ein altpreuszisches wort, der priester der heidnischen Preuszen, vgl. DWB waideler . Frischbier 2, 453 : die waidtlotten wer…

waidelottin

DWB

waidelottin , f. zu dem vorhergehenden: Poggezania wonte in eim eichwalde und bleib jungkfrau ir tage und war ein waydolottinne ... und was …

waiden

DWB

wai·den

waiden , adj. waidfarbig, blau, violett. ahd. weitîn, caeruleus, glaucus, aereus, jacinctus, sandicinus, purpureus, luridus. Graff 1, 773 . …

waidener

DWB

waid·ener

waidener , waidner , m. waidfärber: myt den weydeneren ind lijnenverweren. akten z. gesch. d. stadt Köln 1, 188, 1 (1396) Stein; waidner Sch…

waidenfarb

DWB

waid·en·farb

waidenfarb , adj. verdeutlichung des adj. waiden ( mhd. weitîn): ein ieslîch slac besunderlich sînen lîcham machte gar von bluot swarz und w…

waider

DWB

wai·der

waider , m. waidfärber. im älteren bair. waiter, weitäre. Schmeller 2 2, 850 ( aus der Regensburger tuchordnung von 1529). noch jetzt gibt e…

waidfärber

DWB

waid·faerber

waidfärber , m. der färber, der sich des waids bedient: waidfärber, tinctores. Stieler 2417 ; waid-färber, infector lanarum et linteorum col…

waid als Zweitglied (10 von 10)

Ɉungferwaid

Campe

Der Ɉungferwaid , des — es , d. Mz . ungew. der Waid von der ersten Frühlingsernte; zum Unterschiede von demjenigen, welchen man in der zwei…

brachwaid

DWB

brach·waid

brachwaid , m. waid, der im frühling, oder im brachmonat gesät wird?

Färberwaid

Pfeifer_etym

faerber·waid

Waid m. Pflanze, aus der blauer Farbstoff gewonnen wird, ahd. weit (9. Jh.), mhd. weid, weit, mnd. wēt, mnl. wēde, weet, nl. (mundartlich) w…

Jungfernwaid

Adelung

jungfern·waid

Der Jungfernwaid , des -es, plur. inus. bey den Waidbauern, der Waid von der ersten Frühlingsernte, zum Unterschiede von demjenigen, welcher…

kompswaid

DWB

komp·s·waid

kompswaid , m. so heiszt der waid, wenn davon im folg. jahre eine nachernte gehalten wird. Nemnich wb. 317 , offenbar weil er auf dem felde …

Schnabelwaid

Meyers

schnabel·waid

Schnabelwaid , Flecken im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Pegnitz, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Nürnberg-Eger und S.-Bayreuth, 450…

sommerwaid

DWB

sommer·waid

sommerwaid , m. der waid, der im felde gebaut wird und nicht wild wächst, feldwaid. Jacobsson 1, 699 . vgl. waid, färberpflanze, unten.

Winterwaid

Adelung

winter·waid

Der Winterwaid , des -es, plur. inusit. eine Art Waid, welche im Herbste gesäet wird, und folglich den Winter über auf dem Felde bleibet.

Ableitungen von waid (3 von 3)

gewaide

DWB

gewaide , s. geweide, vgl. eingeweide theil 3, sp. 189.

waide

DWB

waide , f. versammlung. ein in preuszischen quellen vorkommendes wort ( altpreusz. wayte, woytis, ansprache, besprechung, versammlung Nessel…