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krabbeln

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
16 in 16 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

krabbeln

Bd. 11, Sp. 1911
krabbeln, krabeln . II. Heimat, formen, verwandtschaft. I@aa) krabbeln weist mit seinem bb auf das nd. als seine rechte heimat, man bringt es dort mit der da wolbekannten krabbe in verbindung, 'eigentlich die füsze wie eine krabbe bewegen', dann 'auf händen und füszen herum kriechen, wie die kleinen kinder, um sich greifen wie eine krabbe, krauen'. brem. wb. 2, 860, und ohne zweifel hat die krabbe von diesem stamme mit dieser bed. ihren namen, der zugleich als zeugnis für hohes alter des stammverbums gelten kann; so stimmt engl. zu scrawl, eine krabbenart, scrawl krabbeln Halliw. 714a. ebenso stimmt zu altn. krabbi krabbe, krebs norw. krabba krabbeln, kriechen. I@bb) die hd. form verlangt eigentlich krappeln, und das besteht auch, schon mhd. (s. dort). aber es gibt daneben gut hd. krabeln (s. die beispiele), auch diesz schon im 15. jh., sicher schon mhd. krabelen (mit kurzem a), später regelrecht zu krâbeln geworden, wie das hd. 'krabeln' u. II meist zu sprechen sein wird, und wie z. b. aus Tirol Schöpf 337 krbeln gibt (doch daneben krabbeln); ebenso stehn kribbeln und kriebeln nebeneinander. Aber nd. krabbeln und hd. krabeln sind demnach eig. zwei besondere worte; doch können sie nicht getrennt werden, da sie im nhd. sprachgefühle sich vermischt haben, wie denn Göthe für sein urspr. krabeln später krabbeln annahm (s. II, 1, a). letzteres trug den sieg davon, weil es zugleich in mitteld. rede gilt; übrigens begegnen sich auf md. boden nd. krabbeln und hd. krappeln. I@cc) dem hd. krabeln aber entspricht genau altn. krafla krabbeln (Möbius 239), norw. kravla, schwed. krafla, dial. kravla Rietz 352b, n. kravle, während dem nd. krabbeln nord. krabba entspricht (s.krabben), vielleicht auch krabbla Rietz 352b (das isl. krabla steht für krafla). alles das zeugt zugleich für hohes alter des wortes in beiden gestalten. die erste zeigt sich auch engl. in dial. craffle kriechen, nd. mit umlaut (s. u. II, 7) in kreffeln krabbeln Schottel 1350, nl. krevelen, wie auch schw. dial. kräväl Rietz 352b, falls nicht diese alle unserm kriebeln entsprechen. I@dd) aber auch hd. mit f in tirol. krefflen, krêflen kriechen, klettern (II, 1, d und 6), sodasz im auslaut alle drei lautstufen erscheinen. diesem hd. f entspricht auch nord. p in altn. krapsa kratzen, scharren (s. II, 3), vergl. altn. norw. kroppa klauben, knaupeln, es sind nur andere ausgestaltungen desselben stammes. I@ee) auch im anlaut erscheint andere lautstufe in nd. grabbeln, engl. grabble, hd. grappeln, aber wieder auch hd. grabeln (z. b. II, 3, e. 4, a), in der Zips graffeln tastend kriechen Schröer 56a, engl. grape u. s. w. (s. weiter unter G), der ganze stamm ist von alters her einer der am reichsten entwickelten. Auch mit s- vor dem anlaut (s. dazu unter krampf) engl. scraffle und scrabble (auch scramble, wie cramble) klettern, wimmeln, krabbeln, vgl. nl. schrabben, schrappen kratzen, nd. schruppen, engl. scrub u. s. w. I@ff) auch ablautung fehlt nicht, denn wie zu krabbeln, krâbeln sich kribbeln, kriebeln stellt, ebenso nach e nd. grubbeln krabbeln, tasten, wühlen, engl. grubble, und es wird in anbetracht des hd. grabeln, grappeln auch hd. grübeln hierhergehören, ahd. grubilôn, crupilôn; es wird auch schon ahd. grapalôn, krapalôn bestanden haben. I@gg) der begriffskern dieser aller ist das krümmen der finger, zehen, klauen zum greifen, krauen, kriechen, wühlen, kratzen, sie bilden einen in sich wieder reich entwickelten zweig der einen groszen sippe von greifen, graben, krampf, krumm u. a.; s. weiter krimmen, aber auch kratteln und krageln von gleicher bed., zunächst aber krabben. IIII. Gebrauch und bedeutung. II@11) mit den füszen, mit allen vieren krabbeln, von gewürm, kleinem gethier, oder von kindern, sich krabbelnd bewegen (schweiz. gramseln, zu demselben stamm gehörig). [] II@1@aa) oberd. krabeln (s. I, b, aber auch hier a. e.): auch schmeckten (witterten) do der sunnen prünseln (im lenz) die kleinen würmlein in den clünseln, aus gruft der erden gunden sie (l. gundens) crabeln und auch nach irer narung zabeln. H. Folz, fastn. sp. 1305; wie .. die fr sun herfür lockt mit mancherlei zabelns und krabelns das clein gewürm. 1302; wie .. der alten hausväter reim leret: wer nicht recht und gabelt (heu), wenn die brem sticht und krabelt, der lauft im winter mit dem stroseil, fragt 'hat auch jemands hew feil?' Mathesius Sar. 24b (kann doch auch jucken sein); die würmer krabeln im käse. Steinbach 1, 921. Noch bei Göthe: der medicus .. fand mich auf der erde unter Lottens kindern, wie einige auf mir herumkrabelten ... Werther 1775 s. 48 (in den werken 16, 40 krabbelten); wenn meine buben noch über einander krabeln wie junge katzen. Göthe und Werther 122, doch ebenda schon auch: wollte ich säsze noch zu Lottens füszen und die jungen krabbelten auf mir herum. 56. Die aussprache mit kurzem a fehlt doch auch oberd. nicht (vgl. I, b): wi i kumm, so het si (die sterbende elster) noch gezawwelt un mit de füeszle so am bodde stark gekrawwelt. Arnold pfingstmontag 60, wie ebend. gawwel, schnawwel, gabel, schnabel. aber bair. z. b. gibt Schm. bestimmt krabeln, tirol. Schöpf krbeln, anderseits vom Mittelrhein bei Kehrein 242 krabeln oder kraweln und krabbeln, krawweln. II@1@bb) krabbeln (so z. b. bei Ludwig, neben grabbeln): Klinias hatte indessen seine reusen gehoben. viele krebse krabbelten drinn. Bronner fischerg. 18; was brauchts dir (Erwin v. Steinbach) denkmal! du hast dir das herrlichste errichtet. und kümmert die ameisen, die drum krabbeln, dein name nichts, hast du gleiches schicksal mit dem baumeister der berge aufthürmte in die wolken. Göthe 39, 339, vgl. unter 5, b; da krabbeln sie nun wie die ratten auf der keule des Hercules. Schiller 106b; die welt und alles was in ihr lebt und krabbelt. Gutzkow ritter v. g. 9, 327. II@1@cc) die art der bewegung wird auch näher bezeichnet, mit heran, umher, herauf u. ä. (s. schon unter b): grashupfer tanzten um mich her, ameisen krabbelten heran. Göthe 22, 195; ein käse, auf dem milben umher krabbeln. Immermann Münchh. (1841) 3, 228. auch die folgenden beispiele gehören dazu. II@1@dd) auch von erwachsenen menschen (wie bildlich schon u. b), wenn sie kletternd, kriechend u. ä. mit händen und füszen arbeiten: er (der gestürzte) rafft sich auf und krabbelt nach. Göthe 10, 250. 1, 182; von ferne seh ich einen menschen .. der zwischen den felsen herumkrabelte und kräuter zu suchen schien. Werther 1775 s. 163, in der ausg. 1787 s. 221 herumkrabbelte (in den werken 16, 135 rabbelte); im walde herumkrabbeln (roder). Hermes Sophiens reise 6, 235, von einem alten der nach moos sucht. selbst trans., refl.: ich krabbelte mich wieder in die höhe und stieg wieder auf das pferd. derselbe. II@1@ee) dasselbe in kühner bildlichkeit bei Göthe (es war offenbar eins seiner lieblingswörter): nehmen sie ihre knaben gleich mit zu schiffe und lassen sie im diense herankrabeln. werke 49, 80, krabbelnd heranwachsen, zugleich nach 5. II@22) wimmeln, von der wirren und stätigen bewegung einer unerfaszbaren menge (schon unter 1 öfter mit), früher und oberdeutsch wieder krabeln: wann ich sah dort (auf der kirms) ein grosze meng der bawern, die mit eim gedreng .... mit schweinspisz, trischeln und mistgabeln theten fast (sehr) durch einander krabeln. H. Sachs 1, 529d (1590 396d); laszt nur, mich irrts nicht wenn noch so viele (feinde) um mich herum krabbeln, mir ists als wenns ratten und mäuse wären. Göthe 8, 61; da nun Winter ein wahrer koloss ist, so stellt er (indem er die tauben füttert) das bild des Nils dar, der von einem kleinen geschlecht umkrabbelt wird. Bettine br. 2, 100. vgl. 'kribbeln und krabbeln' unter kribbeln. II@33) krabbelnd jucken, kitzeln, krauen, theils mit dat., theils mit acc. des objects, wie kitzeln. II@3@aa) so wieder krabeln Stieler 1033 (nl. krevelen): elten, fohren oder forellen, die musz man fein unten an den beuchen krabeln oder krauen, so stehen sie gar stille. Coler. hausb. (1640) 500. II@3@bb) krabbeln: wenn ein käfer in dem nabel krabbelt (unter eine stürze gethan). Chr. Weise kl. leute 273 c. 14; ihm krabbeln käfer in der hand. Göthe 41, 46. auch von menschen: im bart krabbeln. Fr. Müller 1, 144; [] wenn ich hübsch traulich rabble und hinterm ohr ihm krabble. Bürger 22b; bald krabbelt sie mich an dem bart. Weisze kom. op. 2, 87. II@3@cc) von dingen, eig. im vergleich mit krabbelnden thieren oder fingern: ah! was krabbelt mir denn hinter den ohren? (sie hascht darnach) verzweifelt, ohrgehänge! Weisze kom. op. 2, 59, noch mit dat., weil die urspr. bed. 1 noch vorwiegt, während bei dem acc. unter a schon völlig die bed. kitzeln eingetreten ist. auch unpers., wie kitzeln: mir krabbelts an der groszen zeh. Göthe 41, 19; es krabbelt mir am hals! (vom vorgefühl des stricks). 7, 66. II@3@dd) auch von inneren 'kitzelnden' empfindungen: de leve (liebe) de krabbelt mi sehr. Lappenbergs Lauremberg 144; doch der verkappte gast empfand auf seinem rücken mit krabbelndem entzücken kaum seine schöne last. Bürger 22b (Europa); ich weisz nicht was für ahndungen wie spinnen mir übers herz krabeln. Göthe an fr. v. Stein 1, 162, noch mehr nach 1, wie unter e am ende; es krabbelt ihr ums herz, und sie versteht nicht was (liebe). werke 7, 47; das trallern ist bei mir verloren, es krabbelt wol mir um die ohren, allein zum herzen dringt es nicht. 41, 120. II@3@ee) auch, wie kitzeln, von üblen empfindungen: dem herren pfaff das krabbeln thät (ärgern). Göthe 56, 28 (ew. jude); aber geistliche zusprüche mochte er doch nicht, sie machten ihm wunderlich, sie krabbelten ihm in den gliedern, er wurde ungeduldig. Gotthelf 3, 270; wie ihm auch der zorn krabbelte auf der stirne, unten im herzen fühlte er sich doch getroffen. 11, 404. schwäb. der handel grabelt ihm im kopf rum, der handel ist da aber noch ganz wie ein käfer o. ä. gedacht (vgl. grille). s. auch krabbelig 2, b. II@44) andres krabbeln mit den händen. II@4@aa) tasten, krabbelnd greifen: sie stellte sich an die komode, schlug die augen nieder, krabbelte mit den fingern oder spielte mit einer feder (verlegen). Miller Siegwart 1, 89. nach etwas krabbeln, fingernd suchen: er krabbelt nach dem schweine (der dieb im finstern). Voss 1825 4, 129; östr. die hühner (acc.) grabeln, ob sie ein ei haben. Höfer. unzüchtig krabbeln, tangere aliquam lascivius. Frisch 1, 541b. ebenso früher grappeln, z. b.: (dasz du) dich grappeln laszt die jungen gsellen, als ob sie kelber kaufen wöllen. H. Sachs 1, 383d (1590); bisz in ein floch im hindern, nach dem grappelt er. Eulensp. hist. 35. II@4@bb) so von vielen durch einander greifenden fingern, wenn z. b. geld 'in die rappuse' geworfen wird: denare fliegen aus des siegers hand, ha, wie es krabbelt im arenasand! Annette v. Droste ged. 176. da ist das wort recht in seiner eigentlichen geltung (auch das wimmeln unter 2 ist von selbst dabei), das werfen in die rappuse heiszt denn auch nd. in'n grabbel smîten Danneil 68b, nl. in de grabbel werpen Kilian, und mit ablautender wiederholung clevisch in de grubbel grabbel smîten, ostfr. in de gribbel grabbel (vgl. kribbelkrabbel). und die bezeichnung wird bis in die vorzeit reichen, denn romanische volkswörter dafür klingen nahe an, ital. grappiglia (fare alla gr.), franz. gripaille, span. garbullo. englisch heiszt es scramble, d. i. krabbeln (s. I, e), s. auch unter krappeln Rädlein. II@4@cc) wühlen, wie ahd. grubilôn, nhd. grübeln: mit hauen, schaufeln und gabeln, do mit sie in dem mist umb krabeln. fastn. sp. 381, 22; auch in dem 'ergarakrabelen' Garg. 196b (363), ergrübeln. nl. in't geld grabbeln, im gelde wühlen. II@55) von gewissen arbeiten, eig. fingerarbeit. II@5@aa) kritzeln, unleserlich schreiben, so osnabr. krabbeln, krawweln Strodtm. 113, nl. krabbelen, gewiss auch nrh., da es oberrh., schweiz. besteht als krapeln und kräbeln (s. 7); auch mrh. gewiss krabeln (s. 1, a a. e.), denn Göthe brauchte es von seinem zeichnen, scherzend geringschätzig: den ganzen morgen hab ich für sie gekrabelt auf dem papiere. an fr. v. Stein 1, 117; ich krable allerlei, das dir auch mit der zeit zur freude werden soll. [] 2, 267, vgl. krabbelei und kritzeln. schwäb. heiszt das kritzelnde schreiben grapfen, gekritzel krapferei Schmid 239. 324, englisch scrabble, scribble (vgl. I, e), es steckt meist urspr. der scherz dahinter, dasz solche schrift von krabbelnden vögelklauen herrühre (s. krakelfüsze). II@5@bb) Göthe brauchte es aber auch für kleingeistige, äuszerliche kunstarbeit überhaupt: der künstler, der an der oberfläche nur herumkrabelt, wird dem geübten auge immer leer .. erscheinen. der künstler der sich ums innere bekümmert ... werke 36, 234, diesz mehr nach 4. und für kleinliches, wurmartiges thun überhaupt (vgl. u. 1, b beim Straszb. münster): meine .. talente müssen hier (in Italien) ganz durchgearbeitet, ganz reif werden, sonst bring ich wieder euch einen halben freund zurück und das sehnen, bemühen, krabbeln und schleichen geht von neuem an. 29, 9; euer fahles wesen, schwankende positur, euer tripplen und krabeln und schneidernatur. 57, 262 (Hansw. hochz.), vgl. dazu krabbelig 3, krabbeligkeit. II@5@cc) letzterem entsprechen gleichfalls volksworte, wie östr. grabbeln langweilig herum tappen, nicht fertig werden können Höfer 2, 312, nd. kraueln im kleinen, leichten geschäftig sein Danneil 114b (nd. scheinen krawweln und kraueln hie und da zu verflieszen), s. auch krabben a. e. II@66) klettern, klimmen, so bair. krabeln Schmeller 2, 378, mrh. krabbeln, z. b. er krabbelt am baume hinauf. Schmidt westerw. id. 85, ebenso bei den Deutschen im Temescher Banat (neues laus. mag. 42, 320). entsprechend auch fläm. kravelen Schuerm. 290a, n. kravle, schwed. dial. kraväl, kräväl Rietz 352b, tirolisch krefflen, krêflen klettern (auch kriechen, wie kinder) Schöpf 343, nd. aber wieder kraueln Danneil. das erklärt sich nicht durch umstellung aus klebern klettern,n. klavre, fläm. klaveren (auch klefferen), sondern ist echt und alt, wie franz. gravir klettern zeigt, benannt vom angestrengten gebrauch von 'allen vieren', s. die ableitung von klettern selbst und klebern (1, g). II@77) endlich gehört wol dazu schweiz. kräbeln, kratzen (kräbel f., kratzwunde, schramme, nl. krab f.) Stalder 2, 125. es scheint nur umgelautetes krabeln, denn es hat auch die bed. 5, und nl. nd. krabben heiszt gleichfalls kratzen; vgl. kräben unter krabben 3.
14495 Zeichen · 382 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    krabbelnsw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    krabbeln , sw. V. Vw.: s. krappelen

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    krabbelnsw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    krabbeln , sw. V. Vw.: s. krabbelen*

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Krabbeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Krabbeln , verb. reg. act. et neutr. welches eigentlich das Iterativum und Diminutivum von krauen ist. 1) Als ein Neutru…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    krabbeln

    Goethe-Wörterbuch

    krabbeln wiederholt -abe- (bes in der Frühzeit) 1) ; auch subst a ein Kitzeln, Jucken erzeugen; meist ‘es krabbelt jdm’ …

  5. modern
    Dialekt
    krabbelnintr. v.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    krabbeln [krabəln fast allg.; krubəln Falk. Bo. ; krôbələn Si. ] intr. v. 1. krabbeln: ’s krabbelt ’m ebbes im Kopp erum…

  6. Spezial
    krabbeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    krab|beln vb.intr. 1 (kitzeln) beché (beca), fá la beca 2 ( von Tieren) striscé (striscia) 3 (von Kindern) jí sön duicat…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krabbeln

38 Bildungen · 1 Erstglied · 33 Zweitglied · 4 Ableitungen

krabbeln‑ als Erstglied (1 von 1)

krabbeln II

RhWB

krabbeln II RhWBN das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk (mit best. Ausnahmen) -aw- [ -āw- u. -ab- Saarbg-Weiten ; -ǫw- Saarl-Dilling , M…

krabbeln als Zweitglied (30 von 33)

abkrabbeln

RhWB

ab-krabbeln: 1. einem etwas a., abschreiben, in der Schule Eusk , Dür ; -ę- Klev-Üdem . — 2. sich a., sich abrackern Sieg-Ägid .

ankrabbeln

MeckWB

ank·rabbeln

Wossidia ankrabbeln -ww- krabbelnd berühren: de lütt Hund krabbelt em an Wa; bes. von Kriechtieren, Ungeziefer: lat di nich von de Eemken an…

aufkrabbeln

RhWB

auf·krabbeln

auf-krabbeln: 1. a. sich a., sich in die Höhe erheben, nach einem Falle; müde u. langsam aus dem Bette sich erheben Allg. — b. übertr. nach …

bekrabbeln

DWB

bek·rabbeln

bekrabbeln , digitis fricare, permulcere: zeugts, schwestern, sanft bekrabbelt um hüft und brust, wie hold ihr zuckt und rabbelt vor seelenl…

darüberkrabbeln

PfWB

darueber·krabbeln

darüber-krabbeln schw. : 'über etwas steigen, kriechen'. Krawwel doch driwweʳ! [KL-Matzb, verbr.]; vgl. PfWB darüberklettern . —

darunterkrabbeln

PfWB

darunter·krabbeln

darunter-krabbeln schw. : = PfWB darunterkriechen , von kleinen Kindern. Do musche (mußt du) drunneʳkrawwele [verbr.]. —

dörchkrabbeln

MeckWB

doerch·krabbeln

Wossidia dörchkrabbeln durchprügeln Schö Schönberg@Schlagsdorf Schlagsd ; Sta Stargard@Schönbeck Schönb .

durchkrabbeln

PfWB

durch·krabbeln

durch-krabbeln schw. : = PfWB durchkriechen , -kraww(e)le [verbr.]. RA.: Do esch de Bäcker duʳchgekrawwelt, vom Brot mit großen Löchern [ LA…

erkrabbeln

RhWB

erk·rabbeln

er-krabbeln: sich e., sich von einer Krankheit, von schlechter Geschäftslage wieder erholen Trier , Bitb ; -w- Saarbg-Winchering .

fortkrabbeln

GWB

fort·krabbeln

fortkrabbeln -krabeln in bildl Verwendung iSv weiterwirken (mBez auf G-s eigene Dichtungen) GWB B2,187,19 Jacobi 21.8.[74] Dorothea Weiss-Sc…

heimkrabbeln

PfWB

heim·krabbeln

heim-krabbeln schw. : 'sich mühsam nach Hause schleppen', häämkrawwle [ LU-Alsh ]; vgl. PfWB krabbeln . —

herankrabbeln

GWB

heran·krabbeln

herankrabbeln einmal -b- a von Insekten Grashupfer tanzten um mich her, Ameisen krabbelten heran GWB 25 1 ,44,3 Wj II 11 b ‘im Dienst h.’: i…

heraufkrabbeln

PfWB

herauf·krabbeln

herauf-krabbeln schw. : 'emporklettern', rufkrawwle [ LU-Altr ]; vgl. PfWB hinaufkrabbeln . Wärscht net rufgekrawwelt, wärscht net runnergef…

herauserkrabbeln

PfWB

herauser·krabbeln

herauser-krabbeln schw. : = PfWB herauskrabbeln . (Im Frihjohr) krawwelt gleih aa 's Laab erauser [ Schandein Ged. 113].

herauskrabbeln

PfWB

heraus·krabbeln

heraus-krabbeln schw. : = PfWB herauskriechen , -krawwele [mancherorts]. RA.: Er sperrt 's Maul uf wie e Katz, wann se unner'm Owe erauskraw…

herkrabbeln

PfWB

her·krabbeln

her-krabbeln schw. : 'kriechend herkommen ', -krawwele [ LU-Alsh ]; vgl. PfWB hergratteln . —

herumkrabbeln

GWB

herum·krabbeln

herumkrabbeln Getrenntschr GWB 8,62,16 ; in Werth 1 u eigenh Br -b- a konkr, bes von (Klein-)Kindern Von fern sah’ ich einen Menschen .. der…

herunterkrabbeln

PfWB

herunter·krabbeln

herunter-krabbeln schw. : 'herabklettern', -krawwle [RO-Obd LU-Alsh Altr verbr. Gal]; vum Boom r. [ Gal-Dornf ]; vgl. PfWB heruntersteigen 1…

hinankrabbeln

PfWB

hinan·krabbeln

hinan-krabbeln schw.: 'sich langsam fortbewegen', vgl. PfWB hinangehen 1, PfWB hinkrabbeln . Er krawwelt do naⁿ wie e Schneck [ GH-Leimh ]. …

hinaufkrabbeln

PfWB

hinauf·krabbeln

hinauf-krabbeln schw. : = PfWB hinaufklettern , -kraww(e)le [verbr.]; vgl. PfWB heraufkrabbeln , PfWB hinaufsteigen 1. Er krawwelt de Baam e…

hinauskrabbeln

PfWB

hinaus·krabbeln

hinaus-krabbeln schw. : = PfWB hinauskriechen , -kraww(e)le [mancherorts]; vgl. PfWB herauskrabbeln . RA.: Er macht sich wie 's Schitze Frec…

hineinkrabbeln

PfWB

hinein·krabbeln

hinein-krabbeln schw. : = PfWB hineinkriechen , -kraww(e)le [mancherorts]. Krawwel wirrer neiⁿ in deiⁿ Bett! [ LU-Alsh ]. RA.: Dem muß mer h…

hinkrabbeln

PfWB

hin·krabbeln

hin-krabbeln schw. : 1. 'mit raschen Bewegungen hinkriechen', vom Kleinkind, hiⁿkrawwle [ LU-Altr ]; vgl. PfWB hinankrabbeln , PfWB hingratt…

nachkrabbeln

DWB

nach·krabbeln

nachkrabbeln , verb. krabbelnd nachfolgen, nachkriechen: er rafft sich auf und krabbelt nach, die lichtlein ferne weichen. Göthe 10, 250 .

tauhopkrabbeln

MeckWB

Wossidia tauhopkrabbeln zusammensparen Sta Stargard@Mirow Mir . Zu krawweln.

Umkrábbeln

Campe

Х Umkrábbeln , v. trs . ich umkrabbele, umkrabbelt, zu umkrabbeln , rundum, auf allen Seiten bekrabbeln. D. Umkrabbeln .

verkrabbeln

PfWB

verk·rabbeln

ver-krabbeln schw. : in der RA. Dem seiⁿ Gesicht veʳkrawwelt sich ganz 'wird immer kleiner' [ KU-Erdb ]. Syn. s. PfWB versteckeln 1. — Zu Pf…

Ableitungen von krabbeln (4 von 4)

bekrabbeln

DWB

bekrabbeln , digitis fricare, permulcere: zeugts, schwestern, sanft bekrabbelt um hüft und brust, wie hold ihr zuckt und rabbelt vor seelenl…

erkrabbeln

RhWB

er-krabbeln: sich e., sich von einer Krankheit, von schlechter Geschäftslage wieder erholen Trier , Bitb ; -w- Saarbg-Winchering .

verkrabbeln

PfWB

ver-krabbeln schw. : in der RA. Dem seiⁿ Gesicht veʳkrawwelt sich ganz 'wird immer kleiner' [ KU-Erdb ]. Syn. s. PfWB versteckeln 1. — Zu Pf…

Zerkrabbeln

Campe

Х Zerkrabbeln , v. trs . durch Krabbeln gänzlich in Unordnung bringen, verderben. D. Zerkrabbeln .