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sultan

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sultan m.

Bd. 20, Sp. 1047
sultan, m. , arabisches wort, das zunächst 'herrschaft', dann den 'herrscher' bedeutet, vgl. E. Littmann morgenländische wörter im deutschen2 (1924) 69 und K. Lokotsch etymol. wb. der europ. wörter orientalischen ursprungs (1927) 1945. ins deutsche entlehnt als bezeichnung für einen orientalischen fürsten, im mhd. für den sultan von Egypten, seit dem 16. jh. vor allem für den türkischen kaiser, der auch groszsultan (s. d. unter grosz III 4 k, teil 4, 1, 6, sp. 512) genannt wird. das wort ist in zwei formen zu uns gekommen, die sich zeitlich ablösen: soldan und sultan; mhd. soldan über das italienische soldano (vgl. E. Littmann a. a. o. 69, Seiler kultur im spiegel d. lehnwortes 4, 360) zur zeit der kreuzzüge, frühester beleg bei Hartmann von Aue Erec 2003. die form soldan bleibt vorherrschend bis ins 17. jh hinein, später nur noch vereinzelt in achaisierender sprache und als hundename. sultan erscheint vor der mitte des 16. jhs., frühester beleg bei S. Franck chron. German. (1538) 60b; veranlaszt durch die Türkenkriege des 16. jhs., ob unmittelbar aus dem arabischen oder über das französische, ist nicht zu entscheiden. im 16. jh. herrscht noch soldan gegenüber sultan bei weitem vor. erst zur zeit des groszen Türkenkrieges gegen ende des 17. jhs. wird sultan geläufiger. in den wörterbüchern erscheint sultan vom ende des 17. jhs. an: soldan, sultan Kramer t.-ital. (1678) 982b; sultan, der grosze sultan, der türckische kayser il sultano Joh. Rädlein europ. sprachsch. (1711) 861b; sultan, der grosztürck, der türkische kaiser the sultan Ludwig teutsch-engl. (1716) 1924; imperator turcicus Steinbach (1743) 2, 772. Luther hat die form soltan und soldan; bei Klinger findet sich suldan und suldanisch. statt des gewöhnlichen plurals sultane vereinzelt schwache form, schon mhd.: die soldanen nom. pl. Joh. v. Würzburg Wilh. v. Österr. 15775 (beleg s. unten); im nhd. bei Schottel (s. unten), A. a s. Clara (s. unten), häufiger bei Wieland, vgl. z. b. s. w. (1795) 8, 5 Göschen; s. H. Paul dtsche grammatik teil III § 90, anm. 2. bei Knigge ein vereinzelter plural sultans, vgl. den beleg (roman meines lebens 4, xvii) unter sultanin a. 11) morgenländischer fürst. 1@aa) mhd. soldan der heidnische gegner der kreuzfahrer; meist soldan von Babilon oder von Baldac genannt, wechselnd mit künic und keiser. die dichtungen der blütezeit bieten nur den einen beleg im Erec. ein fühlbarer unterschied besteht im gebrauch bei den nachhöfischen dichtungen und den chronikartigen, geschichtlichen werken; die eigentlichen dichtungen umgeben den sultan mit dem glanz höfischer rîcheit, milte und zuht, den chroniken ist er der feindliche herrscher ohne diese züge, höchstens dasz ihnen die grösze seines heeres eindruck macht: über allez Connelant (Iconium in Kleinasien) des landes phligt der soldân, wand ez ist im undertân Hartmann v. Aue Erec 2003 Haupt; der rîche soldân von Babilônie, der Rœmer künic und alle die fürsten, die man nâch westlichen êren siht dürsten Hugo v. Trimberg renner 23 346 Ehrismann; ain tiurr samit grüen als ein gras ward über Wildhelmen gelait nach der hohen werdekait der die soldanen pflegen Joh. v. Würzburg Wilhelm v. Öst. 15775 R.; [] die vorstellung des mächtigen und reichen sultans noch bei Hans Sachs: so in (den stein) einer find on geferd und brecht in hin gen Babylon zu dem grosmechtigen soldan, er schenket im ein halbes land 21, 174 K.-G.; ohne höfische verkleidung: von Babilône der soldân Salatîn alle sîne man er besante in al der heidenschaft, vor Jhêrusalêm fûr er mit craft kreuzfahrt Ludwigs des Frommen 433 Naumann; alliu getriuwe herzen sullen klagen disen smerzen und nemen in ir brust die klagebære flust diu der kristenheit geschah do Akers zebrach der soldan von Baldac Ottokar österr. reimchronik 19413; do man zalte 1187 jor, do gewan der soldan von Babilonie Jerusalem städtechron. 8, 100 (v. j. 1362); wir Baricoldus soldan in der groszen Babilonien, ein diener des groszen gots Machmets und Apilons, ein gepieter des volcks von orient gen occident, ein nefe des kreutzigten gottes, ein künig der künigen, ein fürst der fürsten von end zu ende der welt ebda 10, 169 (Nürnberg, jahrb. des 15. jhs.); yerst worven sij mir van yrem heren dem zoldayn vrij strack geleyde dat he mir gaeff schrijfftlich durch all sijn lant Zuryen Egypten Arabyen dat helige lant dat koenynckrijch van Halep ind groiss Armenijen durch zo tzeyn mit andern sijnen landen dar oever he zo gebieden hait Arnold v. Harff pilgerfahrt 86, 20 Groote; zur zeit des Türkeneinfalls ins Mameluckenreich (1517) stehen sich gegenüber der soldan (von Egypten) und der Türck; später geht dann der titel soldan auf den türkischen kaiser über: anno dni. 1516 da ist der Türgk mit groszer macht wider den soldan gezogen städtechron. 25, 67 (Augsburg 1512-1527); ob nu wol der Türcke den soltan veriagt M. Luther alle bücher u. schr. (Jena 1566) 4, 475a (eine heerpredigt wider den Türcken); denn beide soltan und Türcke desselben und gleich eines glaubens sind, nemlich des Mahomets ebda 475a; Saladinus, der Türck, ward an seiner statt soldan, der gieng zu calipha seinem herren (kalif von Bagdad) ein ... und erschlug in ..., damit er zugleich bede soldan und calipha blib Seb. Franck Germaniae chron. (1538) 141a; vereinzelte späte belege für soldan: und wil der keiser ... wider den soldan und die ungloubigen streit Äg. Tschudi chron. Helveticum (1734) 1, 122; so nimm des soldans hütlein — ziehe hin ... das hütlein, das, auf leichten wunsches flügel, schnell durch des raumes grenzen trägt den mann A. v. Chamisso ges. w. 1, 311 Koch (Fortunat). soldan als eigenname: zu Babilonia vor kunig Soldan sahen wir dich koste und trank in grossen eren und wirden credenzen Joh. v. Saaz ackermann aus Böhmen 18, 11 Bernt-Burdach; und ein herren ... den schickt er dem chönig Soldan Schiltberger reiszbuch 8, 15 lit. ver.; die copia des sentbriefs, den künig Soldan dem römischen könig Friderich gesant hot städtechron. 10, 171 (Nürnberg, jahrb. d. 15. jh.); ebda 10, 203. 1@bb) nhd. sultan, morgenländischer herrscher. mit dem begriff sultan verbindet sich in nhd. zeit, der geschichtlichen wirklichkeit entsprechend, die vorstellung des grausamen, gewalttätigen, willkürlichen, wodurch dann der übertragene gebrauch (s. unter 2) möglich wird: bald hernach eroberten sie (die anhänger Mahomets) Egypten, und nenten ire könig inn Egypten sultan, die darin gewaltig regiert haben bisz auff unsere zeit anno 1517 von dem Türcken vertriben, dann sultan heyst inn ir zungen ein fürst Seb. Franck Germaniae chron. (1538) 60b; ebda auch die form sultanus, gen. sultani 146b; die ägiptischen sultanen habe ich (der Türk) ... danieder gelegt J. G. Schottel friedenssieg 23 ndr.; jedoch meinten die türckischen sultanen ... diesen handel wieder ... aufzurichten Abr. a s. Clara etw. für alle (1699) 2, 92; ein [] sultan ist freilich ein mensch, aber, so wie versteinertes holz holz ist, ein versteinerter mensch, an dem du dich häszlich zerstoszen würdest, wenn du mit ihm wie mit einem wesen deiner tar umgehen wolltest Wieland sämtl. w. (1794) 8, 362 Göschen; die Griechen sollen frei sein, wenn sie mit aufstehn, den sultan an den Euphrat zu treiben Hölderlin ges. dichtg. 2, 144 Litzmann; der erste und ansehnlichste distrikt, ..., gehört dem sultan von Magindanao G. Forster sämtl. schr. 4, 243; soweit wir sie (die regententätigkeit des Mithradates) kennen, ..., geht sie auf wie die eines jeden anderen sultan im sammeln von schätzen, im zusammentreiben der heere, ..., in dem bestreben neue satrapien zu den alten zu fügen Mommsen m. gesch.6 2, 267. 22) übertragen zur bezeichnung eines gewalttätigen, tyrannischen oder launenhaften wesens nach der art eines sultans (vgl. auch unten 6: sultanslaune, -regiment u. ähnl.); seltener mit beziehung auf die vielweiberei. Bodmer scheint das wort zuerst so gebraucht zu haben (vgl. unten): der sultan hat Bodmer in seinen politischen schauspielen mehrmals für despot oder tyrann gebraucht. man hat dies als neu belächelt. allein er hat es schon im Milton von den bösen engeln gesagt ... wenn es keine zeitversetzung (anachronismus) bei Bodmer wäre, so hätte er immerhin sultan für despot gebrauchen können. warum sollte man nicht sultan Robertspierre sagen? Heynatz antibarb. 2, 462; ist nicht jeder mensch ein sultan, wenn er kann? Heinse sämtl. w. 4, 155 Schüddekopf; (gräfin Terzky zu Wallenstein:) (als du) die geiszel schwangest über alle länder, hohn sprachest allen ordnungen des reichs, der stärke fürchterliches recht nur übtest, um deines sultans herrschaft auszubreiten Schiller 12, 234 Gödeke; ihr edler charakter gefiel sich deshalb eben so wenig bei ihrem bruder ..., der sich von seinen schwestern, ... wie ein sultan verehren liesz Holtei vierzig jahre 1, 22. von gott: da dichtet sie (die philosophie) z. b. eigenschaften gottes zu personifikationen und verwickelt diese als sultaninnen des himmlischen sultans in zwist Herder 20, 218 S. vom tod: wenn sultan tod es erlaubt Heinse sämtl. w. 9, 170 Schüddekopf. vom teufel: so ... viele böse engel sah man unter dem dache der höllen auf ihren flügeln schweben ... bis dasz sie auf das gegebene zeichen, als ihr groszer sultan den spiesz schwänckete, in geraden linien ... heruntersteigen Bodmer sammlg. crit. poetischer schr. (1741) 1, 22; zwar giebt es grosze blasemeister doch selbst der sultan böser geister würd hier umsonst die backen blähn J. H. Voss in: d. Göttinger dichterbund 1, 305 Sauer.mit beziehung auf die vielweiberei des sultan (vgl. auch bei sultanentum): gleich einem sultan ohne sehnen, erbarmungswert im arm paradiesischer schönen Lenz ged. 206 Weinhold; vgl.sultan 'mit zwei frauen zu gleicher zeit vermählt sein' Ostwald rinnsteinsprache 151. so auch vom hahn: der hahn ... lockt, als ein sultan auf dem throne, die hennen aus dem gitterhaus Pfeffel poet. versuche 1, 55; auf dem längeren unterbalken sind die hühner gereiht, auf dem oberen aber, dem 'hahnenbaum' der sultan dieses geflügelhofes, der 'gockel' Wimmer gesch. d. dtsch. bodens 456, vgl. auch unten 6 sultansfreuden. 33) als eigenname, vor allem für hunde, in der form Soldan und Sultan: 'Sultân ist im arabischen aber auch ein nicht seltener personenname, wie bei uns 'Kaiser' und 'König'. in Deutschland freilich ist Sultan, wie Nero und Caesar, als hundename gebräuchlich, höchstens wird der name einem hengste gegeben' E. Littmann morgenländ. wörter im deutschen 69; vgl. auch Fischer schwäb. 5, 1954; im bairischen begegnet Soldel für Sultan als hundename Schmeller-Fr. 2, 271; dahin gehört wohl auch Sultel als name eines hundes bei Ph. Hafner ges. lustspiele (1812) [] 1, 105 (die koseform Sultel sieh auch Fischer schwäb. 6, 3258). — mein Soldan frasz auf dem wege gras J. H. Voss in: d. Göttinger dichterbund 1, 122 Sauer; packan! packan! da, Sultan, da! fasz! fasz Shakespeare 3, 113 (Sturm); da sagte der bauer zu seiner frau: 'ich will den alten Sultan todtschiessen, er ist uns doch zu nichts mehr nutz' kinder- u. hausmärchen (1812) 1, 217. 44) in der botanik: 'flockenblume, wohlriechende, centaurea suaveolens L.'; ... sultan, gelber Holl wb. d. dtschen pflanzennamen 107b. vgl. auch sultan(s)blume unter sultan 6 c. 55) für ein kleidungsstück (vgl. auch sultane): den sultan zieh ich an theater der Deutschen (1768) 13, 464. 66) zusammensetzungen: hauptsächlich in der form des genetivs sultans-, seltener in der form sultan-; beide formen nebeneinander z. b. in sultan(s)blume, sultan(s)huhn, sultan(s)titel. durchweg substantiva, adj. z. b. sultanartig. sie bezeichnen hauptsächlich was als besitz oder umgebung zum sultan gehört (wie z. b. sultansbraut, -geschlecht, -grab, -land u. s. w.), eigenschaften und zustände des sultans und seiner herrschaft, meist übertragen dem gebrauch von sultan 2 entsprechend, eigenschaften u. s. w. wie die eines sultans (z. b. -art, -gewalt, -laune, -regiment u. s. w.) oder sie sind benennungen aus der botanik und zoologie (z. b. -blume, -feige, -henne, -huhn u. a.). —
12065 Zeichen · 282 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    sultânm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    * sultân , m. , Sultan als Herrscher der Mamelucken (Oldekop 47).

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SultanDer

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Х Der Sultan , — s, Mz. — e , ein Türkisches Wort, welches Herr bedeutet, und welches hier als Name des Türkischen Kaise…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sultan

    Goethe-Wörterbuch

    Sultan [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sultan

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sultan , arab., Mächtiger, Herr, Titel der orientalischen Herrscher; Sultan-Valide , d.h. Sultanin-Mutter.

  5. modern
    Dialekt
    Sultan

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    Sultan Band 7, Spalte 878 Sultan 7,878

  6. Sprichwörter
    Sultan

    Wander (Sprichwörter)

    Sultan 1. Besser ein tyrannischer Sultan als unablässige Unruhe (Anarchie). – Burckhardt, 334. 2. Der Sultan lehrt und w…

  7. Spezial
    sultan

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    sultan [sul·tạŋ] m. (-s) Sultan m .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sultan

41 Bildungen · 36 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von sultan 2 Komponenten

sul+tan

sultan setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sultan‑ als Erstglied (30 von 36)

Sultanabad

Meyers

Sultanabad , 1) Hauptort der pers. Provinz Irak Adjemi, 140 km westlich von Kaschan, 1840 m ü. M., erst vor 100 Jahren gegründet, hat 6–8000…

sultanat

DWB

sultanat , n. : das sultanat teilte die gefahren, welche die monarchie in derselben epoche in den meisten staaten Europas bestanden hat Rank…

Sultanblume

Campe

sultan·blume

Х Die Sultanblume , Mz. — n , eine Art wehlriechender Flockenblumen in der Türkei (Centaurea moschata L .); die wohlriechende türkische Korn…

sultanei

DWB

sultanei , f. : wird auch die freiheit vogelfrei hier oben wohl genannt, da unten hat die sultanei sie noch nicht weggebannt W. Müller ged. …

sultan(en)schaft

DWB

sultan·en·schaft

sultan(en)schaft , f. , ' dasein und herrschaft eines sultans ', übertragen ' willkürliche und gewalttätige herrschaft ': zwei und zwanzig j…

sultanentum

DWB

sultan·en·tum

sultanentum , n. : im morgenlande erblicken wir über trümmern des gewesenen traurigen stillstand des menschlichen geistes, gebeugt durch kne…

Sultan-Han

Meyers

sultan·han

Sultan-Han , eine 110 km ostnordöstlich von Konia, wenig südlich vom großen Salzsee Tuz Tichölü in Kleinasien gelegene Karawanserei, eins de…

sultanheit

DWB

sultan·heit

sultanheit , f. : doch säh ich es einmal, du ausgewählte perl, du meiner seelen lust! dasz sich ein andrer kerl, statt meiner sultanheit mit…

sultanin

DWB

sultanin , f. , der nom. sing. vereinzelt in der form sultanine: die sultanine spricht also? neue schauspiele (1771) 7, 116. pl. sultaninnen…

sultanine

DWB

sultan·ine

sultanine , f. , pl. sultaninen, mit dem ton auf der dritten silbe, rosinenart: die groszen rosinen oder zibeben kommen auch als trauben- od…

sultanisch

DWB

sultan·isch

sultanisch , adj. , ' zum sultan gehörend ', meist übertragen die art eines sultans bezeichnend ' gewalttätig ', ' grausam ' u. s. w.: ja, w…

sultanismus

DWB

sultanismus , m. : schwerlich werden der sultanismus und die anarchie ... die eisernen zepter mit erfolg weiter in anwendung bringen v . Hip…

sultanlich

DWB

sultan·lich

sultanlich , adj. : Felix ... hatte ... ein majestätisches bewuztsein und gegenüber den beleidigten schönen sultanliche regungen Gotthelf ge…

sultan(s)art

DWB

sultan·sart

sultan(s)art , f. : beweist, dasz Mithradates ... in echter sultansart ewig hin und her gezogen ward zwischen ... eroberungslust und dem gef…

sultan(s)artig

DWB

sultan·s·artig

-artig , adj. : bin ich doch darin etwas sultanartig, dasz mir gleich ihnen nichts leidenschaftliches nahen darf Pückler briefw. u. tageb. 1…

sultan(s)blume

DWB

sultan·s·blume

-blume , f. : bisamflockenblume, centaurea moschata L., weisze bisamblume, türkische kornblume, sultanblume Holl wb. dtsch. pflanzennamen 10…

sultan(s)braut

DWB

sultan·s·braut

-braut , f. : weist mir die schätze drunten aufgestaut, wie morgengabe einer sultansbraut, juwelen, düfte, köstlich elfenbein Isolde Kurz ge…

sultan(s)feder

DWB

sultan·s·feder

-feder , f. , wie sultane b: sultansfeder ' ein federstraus, oder auch eine ganz kleine schwarze oder bunte feder, welche das frauenzimmer a…

sultan(s)feige

DWB

sultan·s·feige

-feige , f. : 'sultanfeigen sind eine art groszer feigen, wie bei den Türken, von denen wir wohl alle diese abgeleiteten bezeichnungen erst …

sultan(s)freude

DWB

sultan·s·freude

-freude , f. : er ( der hahn ) möge der stolz des hofes bleiben ..., bis die parze den faden seiner flüchtigen sultansfreuden zerschneidet M…

sultan(s)huhn

DWB

sultan·s·huhn

-huhn , n. : sultanshuhn porphyrio smaragdonotus Brehm tierleben 5, 655 P.-L.; die sultanhühner unterscheiden sich von den Paduanern durch b…

sultan als Zweitglied (4 von 4)

Grōß-Sultān

Adelung

gross·sultan

Der Grōß-Sultān , des -es, plur. die -e, der oberste und vornehmste Sultan, der mehrere Sultane unter sich hat; eine gewöhnliche Benennung d…

groszsultan

DWB

grosz·sultan

-sultan eigentlich ein obersultan, der andere unter sich hat Krünitz 20, 138 ; negerreich, dessen oberhaupt der groszsultan aller negerkönig…

thiersultan

DWB

thier·sultan

thiersultan , m. : der grosze thiersultan ( der löwe ) hielt landestag. Tiedge werke 4, 187 .

Ableitungen von sultan (1 von 1)

sultane

DWB

sultane , f. , pl. sultanen. a a) wie sultana und sultanin die frau eines sultans; auch tochter eines sultans: sultanen, zaudert nicht! es g…