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schack

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schack

Bd. 17, Sp. 664
Schack, 1) Adolf Friedrich, Graf von, Dichter und Literarhistoriker, geb. 2. Aug. 1815 in Schwerin, gest. 14. April 1894 in Rom, studierte Rechtswissenschaft, daneben neuere Literatur, war seit 1838 eine Zeitlang beim Kammergericht in Berlin beschäftigt und bereiste sodann Italien, Sizilien, Ägypten, Syrien, die Türkei, Griechenland und Spanien. Nach seiner Rückkehr trat er in mecklenburgische Dienste, begleitete den Großherzog als Kammerherr und Legationsrat auf dessen Reisen nach Italien und Konstantinopel und ward demnächst Attaché bei der Bundestagsgesandtschaft. Nach einer abermaligen Reise nach Italien und dem Orient ging er als Geschäftsträger nach Berlin, wo er auch das schon früher begonnene Studium der orientalischen Sprachen, namentlich des Sanskrits, des Arabischen und Persischen, fortsetzte. Nach dem Tode seines Vaters (1852) nahm er als Geheimer Legationsrat seine Entlassung aus dem Staatsdienst, ging zunächst auf seine Güter in Mecklenburg und reiste dann nach Spanien, um sich hier Forschungen über die Geschichte und Kultur der spanischen Araber zu widmen. Seit 1855 hatte er seinen Wohnsitz in München, wo er seine bedeutende, 1894 durch Vermächtnis in den Besitz des deutschen Kaisers übergegangene Gemäldegalerie (s. Tafel »Münchener Bauten II«, Fig. 1), besonders von Werken neuerer Meister (Genelli, Feuerbach, Schwind, Böcklin, Lenbach u. a.), dem Publikum bereitwillig öffnete (vgl. seine Schrift »Meine Gemäldesammlung«, 7. Aufl., Stuttg. 1894). 1876 wurde S. vom deutschen Kaiser in den Grafenstand erhoben. Die Reihe seiner historischen Werke eröffnete er mit der »Geschichte der dramiatischen Literatur und Kunst in Spanien« (Berl. 1845–46, 3 Bde.; 2. Ausg., Frankf. 1854; Nachträge, das. 1855); es folg len: »Poesie und Kunst der Araber in Spanien und Sizilien« (Berl. 1865, 2 Bde.; 2. Aufl. 1877; ins Spanische übersetzt von Juan de Balera, 3. Aufl., Madr. 1881); »Geschichte der Normannen in Sizilien« (Stuttg. 1889, 2 Bde.); »Joseph Mazzini und die italienische Einheit« (das. 1891); daneben treffliche Übersetzungen, als: »Spanisches Theater« (Frankf. 1845, 2 Bde.); »Heldensagen des Firdusi« (Berl. 1851), und »Firdusi. Epische Dichtungen aus dem Persischen« (das. 1853, 2 Bde.; beide Werke in 2. vermehrter Aufl. u. d. T.: »Firdusi. Heldensagen in deutscher Nachbildung«, das. 1865); »Strophen des Omar Chijam« (das. 1878, Stuttg. 1902); »Stimmen vom Ganges«, indische Sagen (Berl. 1857, 2. Aufl. 1877), und »Romanzero der Spanier und Portugiesen« (mit Geibel, das. 1860). Später folgten: »Orient und Occident« (Bd. 1: Dschamis Roman »Medschnun und Leila«; Bd. 2: Almeida Garrets Gedicht »Camoens«; Bd. 3: Kalidasas »Raghuvansa«, Stuttg. 1890), die »Anthologie abendländischer und morgenländischer Dichtungen« (das. 1892, 2 Bde.) und »Die englischen Dramatiker vor, neben und nach Shakespeare« (das. 1893). Seit den ersten 1860er Jahren begann S. auch mit eignen poetischen Schöpfungen hervorzutreten. Außer seinen »Gedichten« (Berl. 1867; 6. Aufl., Stuttg. 1888) sowie den farbigen und lebendigen »Episoden« (Berl. 1869; 3. Aufl., Stuttg. 1875) erschienen: »Durch alle Wetter«, Roman in Versen (Berl. 1870; 3. Aufl., Stuttg. 1875); »Lothar«, Gedicht in zehn Gesängen (Berl. 1872; 2. Aufl., Stuttg. 1874); »Der Kaiserbote«, »Cancan«, zwei politische Lustspiele (Leipz. 1873; 2. Aufl., Stuttg. 1876); »Die Pisaner«, Trauerspiel (Berl. 1872; 2. Aufl., Stuttg. 1876); »Nächte des Orients oder die Weltalter«, Dichtung (Stuttg. 1874, 6. Aufl. 1897); »Ebenbürtig«, Roman in Versen (1876); »Weihgesänge« (1878, 2. Aufl. 1879); »Heliodor«, dramatisches Gedicht (1878); die Tragödien »Timandra« und »Atlantis« (beide 1880); »Die Plejaden«, epische Dichtung (1881, 4. Aufl. 1883; Stuttg. 1903); »Lotosblätter«, neue Gedichte (1882); »Gaston«, Tragödie (1883); »Tag- und Nachtstücke« (1884); »Memnon. Eine Mythe« (1885); »Walpurga«, »Der Johanniter«, zwei Trauerspiele (1887); »Aus zwei Welten«, Erzählungen (1887); »Lustspiele« (1891); »Iris«, Erzählungen und Dichtungen (1891); »Weltmorgen«, Gedicht (1891); »Sirius«, ein Mysterium (1892); »Das Jahr Eintausend«, dramatisch es Gedicht (1892); »Episteln und Elegien« (1894). Vermischte Schriften und Aufsätze enthalten die Bände: »Pandora« (Stuttg. 1890), »Mosaik« (das. 1891) und »Perspektiven« (das. 1894, 2 Bde.). S. bekundet sich in diesen Werken als ein Dichter von geläutertem Geschmack, warmem Gefühl und geistigem Universalismus, doch blieb er Nachahmer und war ein größerer Gelehrter als Dichter. In seinem Roman »Hermann Ifinger« hat ihn Wilbrandt satirisch porträtiert. Seine Autobiographie veröffentlichte er u. d. T.: »Ein halbes Jahrhundert. Erinnerungen und Aufzeichnungen« (Stuttg. 1887, 3 Bde.; 3. Aufl. 1894). Seine »Gesammelten Werke« erschienen in 10 Bänden (3. Aufl., Stuttg. 1897–1899), »Nachgelassene Dichtungen« gab G. Winkler heraus (das. 1896). Vgl. die literarischen Skizzen von F. W. Rogge (Berl. 1883), E. Zabel (das. 1885), Brenning (Brem. 1885), Manssen (a. d. Holländ., Stuttg. 1888) und Leo Berg in »Zwischen zwei Jahrhunderten« (Frankf. 1896). 2) Hans Egede, dän. Romanschriftsteller, geb. 2. Febr. 1820 auf Seeland, gest. 20. Juli 1859 in Kopenhagen, war bis 1853 Politiker und machte sich dann durch seinen einzigen großen Roman: »Die Phantasten« (1857), berühmt. In der unterhaltenden Lebensgeschichte zweier junger Menschen persifliert er die Nachromantik, ihre Phantasterei, Affektation, Sentimentalität und unwahre Selbstanalyse. Das Werk ist ein Vorläufer des naturalistischen Romans in Dänemark, genauer von Jacobsens »Niels Lyhne« und Ibsens »Peer Gynt«.
5595 Zeichen · 145 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schack

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schack , Adolf Friedr. von, geb. 1815 zu Brüsewitz bei Schwerin, lange im mecklenburg. Staatsdienste, 1855 nach München …

  2. modern
    Dialekt
    Schackm.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia Schack m. PN. in der Rda. Schack kriggt Zipp Wo. Sa.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schack

39 Bildungen · 34 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schack 2 Komponenten

sch+ack

schack setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schack‑ als Erstglied (30 von 34)

Schackel

SHW

Schack-el Band 5, Spalte 139-140

schackern

SHW

schack-ern Band 5, Spalte 139-140

Schackes

SHW

Schack-es Band 5, Spalte 139-140

Schackard

RhWB

Schackard šakart u. šaka Kref m.: Jacquard, Stoffart. — Zs. Sch.maschine, –stouhl, –wirker.

Schackarellenbork

MeckWB

Wossidia Schackarellenbork f. Cascarillenrinde Mi 74 b ; diese Rinde mit Düwelsdreck in ein Stännerlock bohren gegen Hexen Wa; Gössel damit …

Schackeier

RhWB

schack·eier

Schackeier  Pl.: Neckn. von Wittl-Kaimt . Kaimter Sch. fresse all de Eier, saufen all der rude Wein, losse all de Orwet sein!

Schackelebuns

RhWB

schackel·e·buns

Schackelebuns šagələbunts Wittl-Kaimt ; šaglă- Zell-Merl Sg. t. m.: en Kind Sch. drohn huckepack.

schackelig

SHW

schackelig Band 5, Spalte 139-140

Schacken

Campe

sch·acken

† Schacken , v. trs . hassen, verabscheuen. D. Schacken .

Schackenamt

DRW

schacken·amt

Schackenamt, n. in Radkersburg: nach Stephan Schackh, dem landesfürstlichen Verwalter benanntes Amt für die Steuereinnahmen vermerkt die zin…

Schackenburg

Meyers

schacken·burg

Schackenburg , Schloß bei Tondern im preuß. Regbez. Schleswig, Hauptort der gleichnamigen Lehnsgrafschaft und Mittelpunkt einer bedeutenden …

Schackenhalde

GWB

schacken·halde

Schackenhalde Abraum mit bei der Verhüttung von Erzen übriggebliebener Schlacke; einmal im Bild Etwas zur Linken No 20 stand vor Zeiten die …

schackenholz

DWB

schacken·holz

schackenholz , n. bei den nadlern das modell, auf dem die langschackigen ketten gebogen oder gewunden werden. Jacobsson 3, 544 b .

schacker

DWB

sch·acker

schacker , m. name einzelner drosselarten. 1) turdus pilaris, krammetsvogel, ziemer. 2) turdus viscivorus, misteldrossel ( vgl. DWB schacke …

schackeren

KöblerMnd

schack·eren

schackeren , sw. V. nhd. ungehörig laut lachen Q.: Langenberg 78 E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 3, 41 (schackeren)

schackern

MeckWB

schack·ern

Wossidia schackern schäckern schnarrendes Schreien der beiden Drosselarten, der Elstern, der Stare: de Spreien ... schäckerten Gild. Dörp. 6…

Schackert

RhWB

schack·ert

Schackert -kə(r)t, Pl. -tə Aden-Liers m.: Schimpfw. für den jüdischen Rabbiner.

Schackett

LothWB

schack·ett

Schackett [šakèt Fo. u. s.] f. Jackett, lange Mädchenjacke. — ElsWB els. 2, 403 Schaket; frz. jaquette.

Schackhaut

MeckWB

schack·haut

Wossidia Schackhaut m. Tschako, Husarenmütze Bri. 4, 189; grote Sackröck un Schackhöd' haben die gespenstischen Soldaten auf dem Kronsberg b…

Schackhut

RhWB

schack·hut

Schack-hut -hō:t Aach-Eschw , MGladb-Rheydt m.: Sch.hüte fertigen die Kinder aus Binsen.

SCHACKIERE

BMZ

schack·iere

SCHACKIERE swv. mache gewürfelt wie ein schachbrett, mache scheckig, bunt überhaupt. vgl. franz. échiqueté nhd. gescheckt von franz. échec D…

schackieren

DWB

schack·ieren

schackieren , verb. scheckig, bunt machen, würfeln nach art eines schachbrettes ( vgl. DWB schecke , scheckig). besonders in der ältern spra…

Schackierung

GWB

Schackierung wohl für „Scheckierung”: Farbabtönung; als term techn der Malerei Mahler Term. ..Schackirung für Schattirung GWB 53,444,9 Aus N…

schackig

RhWB

schackig ebd. Adj.: 1. schartig, vom Messer. — 2. krumm, gebückt, vom Menschen, e sch.ər Kerl.

Schack II

RhWB

Schack II -a-, Pl. -kə(n) vereinzelt u. verstreut, zu nord. skakk, anord. skakkr ‘schief, nach der einen Seite geneigt’; vgl. mdl. schick(s)…

schack als Zweitglied (3 von 3)

Trischack

DRW

trisch·ack

Trischack, n.?, Trischacken, n. ein (verbotenes) Glücksspiel mit Karten bdv.: Trischackspiel [daß] zu keiner zeit ... einigerley hazard-spie…

Ableitungen von schack (2 von 2)

beschacken

KöblerMnd

beschacken , sw. V. nhd. besteuern Hw.: s. beschatten E.: s. be, schacken L.: Lü 43a (beschacken)

schacke

DWB

schacke , f. 1) weibliches schaf Nemnich. Adelung. vergl. DWB schake . 2) name eines vogels, misteldrossel ( vergl. DWB schacker ) Schambach…