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unlust

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unlust f.

Bd. 24, Sp. 1145
unlust, f. (m.), gs. v. lust. g. unlustus, m.; ahd. unlust, f.; mhd. unlust, m. f.; mnd. unlust, f. m.; mnl. nl. onlust, m.; ags. mengl. unlust, m.; isl. ûlyst, f.,n. ulyst, schwed. olust. umgelautete formen (unlüste acc. sing. städtechron. 8, 123, 28; unlüst Staupitz ain s. n. jar 4b; Luther v. d. g. werken 91 ndr.; 26, 582, 15 W.; Waldis Esop. 1, 228 K.; unlst: prst H. Sachs 22, 297, 22 G.; wüstes: unlüstes 3, 536, 11 K.; plur.: in straf und unlüsten gerathen Lindenborn Diog. 2, 723; im wortspiel s. unten) schriftsprachlich durchaus veraltet. unglust Fischart Dom. leben 4404 (Hauffen zu Eulensp. 160. vgl. ahd. mhd. ungelust). das geschlecht entspricht i. a. dem des positiven wortes; dem gemeinmhd. m. folgen heute noch die oberd. mundarten (Staub-Tobler 3, 1475; els. wb. 1, 620b; Fischer schwäb. wb. 6, 201; Schmeller 1, 1525; Schöpf 405; Unger-Khull 610b), dem wesentlich md. und nd. f. die neuere schriftsprache; das m. setzen auch Alberus, Hulsius, Wiederhold, Kramer an, Adelung verwirft es als oberd.; Luther gebraucht beide geschlechter (und schleht eine u. zur andern 19, 242, 25 W. mit der var. ein u. zu dem andern; vgl. 341, 66, 16 W.), anscheinend so, dasz allmählich das f., wie es in der personification der fraw Unlust 29, 653, 7 W. erscheint, überwiegt, während das m. besonders in der bed. sordes, stercus und in der bezeichnung lebender wesen haftet (so noch nach alter quelle: den u., den bärenhäuter Brentano 5, 468; einen solchen wust und u. von hunden Br. Grimm sagen 2, 128). der im nl. übliche, bei uns veraltete plur. erscheint in ä. spr. nicht selten, begünstigt durch den plur. gelüsten und das m. lusten (mit unzeligen unlusten schmehen Eschenloer gesch. der stadt Breslau 1, 257; zu unlusten verleitet werden Schottel ethica a 5a; mit diesen unlusten gieng die zeit ... vorbei A. Müller denkwürdige reisen 9a; Lindenborn s. o.; aber lusten, die kaum anfangen, wann sich die unlusten enden, wer soll sie verlangen? sendschr. d. Teresa v. Jesu 430; die fährlichkeiten und unlusten eines weges, der einem so reizend vorkommt, in betrachtung ziehen Wieland 24, 30), sodann im wortspiel (die begierden der fleischlichen wollüste oder besser zu sagen unlüste Simpl. 2, 194 Bobertag; Q. Kuhlmann lehrhoff 373; wer nach seinen lüsten lebt, der wird in unlüsten sterben Lehman floril. 1, 513; Wille sittenlehre 13). wie bei fast allen begriffen des gefühlslebens steht dessen unzerreiszbare verflochtenheit einer logischen bedeutungsunterscheidung stark im wege. die gröszte spannung hat der begriff etwa im 16. u. 17. jh. vgl. unlusten, m., unlustigkeit, wahnlust 1, ahd. wanalust, wiederlust Stieler 1188, ahd. ur-, zurlust. 11) lust 1 und 3 entsprechend. 1@aa) physisch (s.lust 1); vgl. leibesunlust Walch 2751. α) anorexia, inappetentia, asotia Nemnich nosol. 17b; Höfler 908b; Bosworth-Toller 1120; Zedler 2, 435; 14, 612; Reyher (1686) O va. malacia, pica Plantijn. für inappetenz Campe verd. wb. (1813) 368b: die frau sol auch guten wein trinken und den u. vertreiben Ortolf v. Bayrl. 5a; in verbindung mit b: u. zu(m) essen Parac. 1, 57 A; Wirsung artzneybuch 32c; eszunlust Campe; u. der speyszung Gersdorff wundarzney [] 87, 2a, des magens Ryff anatomi f 4a, Wiederhold, Frisch (1730), magensunlust, verstimmung Höfler 381a, maszleidigkeit oder u. th. 6, 1748; fumitaedium Alberus (1540); unlust und würgen Heyden Plin. 157; vor u. kotzen Scheit Grob. 242 (unlustnudeln Garg. 152 ndr.); ein u. darob haben Grob. 250; vom zechen: wenn es im kropff, im magen und kopff will unlust schaffen Voigtländer oden 106; seeunlust nausea Stieler 1189. in n. spr. verblaszt (Scherer litgesch. 49) und in weitem umfange durch das jüngere ekel ersetzt (für die bibelübersetzungen: Kluge v. Luther bis Lessing 487); unlusteckel Dannhawer catechism. 3, 225. G. Jäger redete wieder von lust- und unlust-, appetit- und ekelstoffen; unlustdüfte Hamerling 12, 85. β) abnormer geschlechtstrieb (un IV B), luxus Höfler 381a; luxus unlust, urlust, lust ahd. gl. 1, 203, 31; voluptas vitiosa, libido Bosworth - Toller 1120a; illecebra Schröer voc. 1199, 1386; vgl. ahd. wanelustlichon voluptuose, zurlustic voluptuarius, luxuriosus, nhd. überlust: 'sol ich (Sara) noch u. treyben wie eine junge fraw?' (voluptati operam dabo? soll ich noch wollust pflegen? 1 Mos. 18, 12) schempt sich noch, das sie mit wollust sol umbgehen Luther 24, 334, 25 W.; vgl. 29, 3, 25 lesarten; man trinckt nicht nach durst, sondern nach wollust, offt nach u. Lehman floril. 2, 896. undeutlich Wieland Hermann 3, 85. onanie Höfler a. a. o. veraltet, so dasz u. und wollust gegensätze werden (z. b. Weckherlin 2, 255; P. Fleming 1, 31; Wieland Herm. 1, 232 u. o.; Logau 395 Eitner). 1@bb) lust 3 entsprechend (vgl.seelenunlust Walch, geistige u.) lustlosigkeit, unaufgelegtheit, mangel an bereitwilligkeit, freudigkeit, befriedigung, unbehagen u. s. w. torpedo Alberus (a und b mischen sich wieder: beim niedersten thier beschränkt sich die geistige thätigkeit auf empfinden von lust und u. du Bois-Reymond grenzen 26): solcher u. (zum gebet) und unandacht Dietenberger miszbrauch d. messe g 2b; mit dem u. des fleisches J. Böhme 3, 385; der weise Crates merckte, dasz reich seyn nur die lust zur faulen unlust sterckte Opitz 1, 106; vgl.faule lust th. 6, 1321; langeweile ist eine allmächtige schwerigkeit, trägheit, müdigkeit, schläfrigkeit und u. Zimmermann einsamkeit 1, 33; für lust oder u. privatbr. 1, 266 St.; mit lust und mit u. (halb gern, froh, halb ungern, traurig vgl. 2) Göthe 3, 4 W. (ballade 47); die etuden scheinen mit groszer u. geschrieben zu sein R. Schumann 4, 27. veraltet mit gen. obj.: hast desz tantzens schon ein u.? A. Dietrich bawrenknecht a 8a; in zss.: arbeits-, steuerunlust. allgemein mit präpos.: u. zuem gotzdienst B. v. Chiemsee 6, zur arbeit Scherer litgesch. 5, jahrb. d. Grillparzerges. 8, 266, am leben Gervinus gesch. d. d. dicht. 1, 402 (lebensunlust, weltunlust Burdach reformation, ren., humanismus 135), bei dieser arbeit Göthe 28, 38 W.; mit inf.: u. zu wercken Maaler 465d; zuweilen geht den crisen des lebens ... eine u., noch etwas von der zukunft zu hoffen, vorher Justi Winckelmann 1, 443. der zustand findet seinen schärfsten ausdruck in psychosen: acidia melancholiae species, quae monachorum propria est Höfler 381a; psychische dysästhesie ebda; taedium Nemnich nosol. 17b; classisch geschildert: unmuth und unlust hatten in Werthers seele immer tiefer wurzel geschlagen u. s. w. Göthe 19, 142 W. 22) reich durchgebildet als gs. von lust 4. die volle stärke des begriffs, wie sie die ä. spr. erreicht, ist der (von ausgleichender psychologischer terminologie geschwächten) neueren spr. versagt. übergänge u. mischungen der bed. sind nicht selten. 2@aa) miszvergnügen, unfreude, unfröhlichkeit, traurigkeit, trauer, schmerz, kummer, leid, qual, wehe u. dgl.: mitten ym u. haben sie (die gerechten) lust und freude Luther 19, 315 W.; u. fahen, da lust ist 171, 18, 29 W.; hochzeyt ist eyn kurtze freude und lange u. 12, 100 W.; [] 102, 294, 18 W.; Wander 2, 696; Fischart ehzb. 209, 10 H.; Harsdörffer secret. 1, C c c 2a; Parthenophilus (1719) 98; der welt lust ist u. S. Franck sprüchw. 2, 20a; Schmolcke 2, 390; wollust hegt (bringt) u. Schottel 1115; Schellhorn 144; Kirchhofer 183; P. Fleming 1, 31; des anblicks u. Rückert. 8, 170; einem u. machen Kramer (1700) 1, 978c, u. erwecken Gottsched schaub. 2, 398, G. Keller 3, 59, erregen Herder 25, 156, anthun W. Grimm altdän. heldenl. 328, vermehren Dusch (1758) 236 u. s. w.; ausz, mit, nach u. (Göthe 49, 293, 11 W.); syn.: unlust und laid teutsch. theol. 80, 3 Pfeiffer; mühe und u. Luther 342, 136, 30 W.; und gaht dennoch zu mit schwerem hertzen und grosem u. 6, 207, 24 W.; den u. und das seufzen Weckherlin 1, 95, 154 F.; angst und u. J. J. Schwabe belustigungen 8, 537; u. und eckel Breitinger crit. dichtk. 1, 62, Bräker 1, 73, 249; unruhe und u. allg. d. bibl. anh. 25/36, 1029; schmerz oder u. Lange materialismus 17 (schmertzliche u. Weise pol. redner 13; schmerz, u. steigernd Platen 1, 646) u. dgl. gegensätze: lust s. oben u. lust 4; solche narrenwerk war i. f. g. beste freud und meine u. Schweinichen 53; lieblichkeit Spee tugendb. 274; mehr u. als ergötzlichkeit schöpfen Lohenstein Arm. 1, 86a; seine gute laune in u. zu verwandeln allg. d. bibl. anh. 25/36, 759; wortspielend: lustparthien, die zur u. ausliefen Göthe 29, 38 W. (unlustpartien J. Paul 45/47, 346); Göthe 131, 90, 52 W.; diese lust erinnert mich einer bösen u. E. M. Arndt 1, 35. concret: also hat auch herr Held in seiner poetischen lust und u. dergleichen ... beschrieben Neumark lustw. (1657) zuschr. 4; vgl. 3. 2@bb) ärger, zorn, unwillen, erbitterung, verzweiflung (animi abjectio mnl. wb. 5, 804, 1) und milder: unmut, miszbilligung, miszfallen, bedauern, unzufriedenheit u. ä. stomachus Frisius 1245b; in unlustau vairþan Col. 3, 21: ach, das er mich nur alleyn ubel handelte und ein ketzer, abtruniger, ubelreder und nach aller lust seins unlusts nennet, wolt ich geren haben Luther 1, 385, 17 W.; 19, 440 W.; A. het ein grossen neid und u. auff die stat L. Stephanus Vigilius de rebus memorandis 39; ir gesicht vor u. bran Scheit heimfart e 2b; vor u. fluchen lieder auf den winterkönig 116, 17 Wolkan, vergehen A. U. v. Braunschweig Octavia 1, 83; dagegen hat L. ... ein u. gewonnen ob dem gottseligen klosterleben Nas 1, 150b; zu groszem u. beweget werden b. d. liebe 295b; Harsdörffer Diana 1, 151; Besser 1, 60; darob thu ich grosz unlust tragn J. Ayrer 241, 33 Keller; dieser unfall verbreitete unter der menge u. J. v. Müller 1, 513; Tischbein liesz alles, was er zu thun vorhatte, in einer art unbestimmtheit, wodurch er oft ... andere zu schaden und u. (vgl. 3) brachte Göthe 32, 318 W.; zu den häuslichen irrungen gesellte sich in dem prinzen die u., seine kräfte im friedensdienst gefesselt zu fühlen Ranke 27, 109; die aufregung und u. des kampfes M. Meyr a. d. Ries 2, 267; das bewusztsein, recht gehandelt zu haben, half ihm über alle u. hinweg Polenz Grabenhäger 1, 200; Büttnerbauer 3, 309; dasselbe (volksleben) war erfüllt von u. über die gebrechen der kirche und ihrer diener handwb. d. staatswiss. 6, 232. 2@cc) ekel, abscheu, widerwillen (vgl.e): Kunz Kistener 804; wider die sünd unlust tragen B. v. Chiemsee 503; das beynach all welt ain unlust und grewel ab inen (papistischen miszbräuchen) gewunnen Philadelphus Regius wunderzaychen b 1a; Scheit Grob. 175; dasz ich ab gemeltem finger (er war verkrüppelt) ein u. hatt F. Platter 123; misbrauchstu aber deines beruffs und bist mit u. und widderwillen drynnen Luther 27, 264, 13 W.; drum geh, o Salibene, geh fort, du alte schöne, dasz Venus mit dem knaben nicht mehr darff unlust haben Weise überflüssige gedanken 61 ndr.; du hast dir nie eine u. anmerken lassen gegen mich Anzengruber 2, 130. vgl.unlusteckel bei Dannhawer oben 1 a α. veraltet und mundartlich. [] 2@dd) überdrusz, verdrossenheit: uberflusz macht u. Aventin 4, 32, 17; mit unwillen, unlust sind ir bet und gsang N. Manuel Barbali 149 B.; lernen mit lust vertreibt allen u. Petri m m 5b; er liesz den müden gaul mit unlust abseits gehn Drollinger gedichte 163; Solger nachl. 2, 186; wenn sich die u. (bei den vor der trommel geschlossenen soldatenehen) einstellte Meinecke Boyen 1, 74. 2@ee) abneigung, feindseligkeit, anfeindung u. dgl.; zum gs. s. engl. lust Murray 6, 512b, 1 d (vgl. mnl. wb. 5, 804): daraus folget, das darnach die wäldischen edelleut zu herzog Albrechten albeg u. hetten Füetrer b. chron. 224; si princeps es, amptman, consul, du musts ein etzlichen u. (vgl. 3 c) tragen Luther 27, 467, 4 W.; 16, 360, 8 W.; Petri e e 2a; sich auch solche u. in allen creaturen findet, dasz sich alles beisset, schläget, stöszet, quetschet und feindet J. Böhme 3 princip. 7; undeutlich werdend: für die freundlichkeit (des pflegers) ... zeigt es (das thier) nicht das geringste verständnis, vielmehr nur widerwillen, u. und bosheit Brehm tierl. 1, 303; vgl. c. 2@ff) zur terminologie: u. ist eine unangenehme empfindung, wenn die begierden unserer seelen nicht gestillet werden Walch 2750; wahrhaffte und scheinunlust, einfache und vermischte Zedler 49, 1871; zu lust und u. (Tauler pred. 37, 12 V.): Piur Wolff 89; Wolffs, freilich nicht unangefochtene, erklärung (es ist nemlich die u. nichts anders als eine anschauende erkäntnis der unvollkommenheit von gott 229) beherrscht weithin die auffassung der classischen zeit (Lessing 10, 107; Mendelssohn 1, 235; Schiller 1, 158; Adelung), Kant und die neuere psychologie betonen in übereinstimmung mit dem sprachgefühl in u. das gefühlsvermögen, den selbständigen, inhaltlich unerschöpflichen, chamäleonhaft schillernden seelischen zustand (vgl. z. b. die u. des leidenden ... die tiefe depression, die bleierne ermüdung, die schwarze traurigkeit der physiologisch gehemmten Nietzsche 7, 443). 2@gg) zur synonymik: unlust, unmuth, verdrusz bei Luther, der unser wort sehr liebt und in reicher schattierung verwendet, Teller 2, 298; u. und miszvergnügen Zedler 49, 1870; miszvergnügen, miszfallen, u., verdrusz Eberhard 5, 176; u. als stärkerer grad von miszvergnügen Lyon 737. 33) lust 5 entsprechend, unlust erregendes. 3@aa) ekelerregende secrete, geifer, rotz, schleim, kot Höfler 381a; excrementum Corvini fons 184; pedor Aventin 1, 522, 19; immundicia K. v. Heinrichau 398b; syn. wust, unflat Rädlein 985b, unrat 1 c: Ringwaldt christl. warnung b 8b; Eppendorff Plin. 8, 63; unlust auff dem hertzen oder brust Rivander Düring. chronica 449; vom menstrualblut Prätorius anthrop. plut. 2, 242; rauden und andere u. abbaden Guarinonius 654; Mäynhincklers sack k iijb; must leiden allerley unflat und u., den er (der leib) dir teglich anrichtet Luther 32, 381, 3 W.; u. und gestanck Schwarzenberg zutrinken 40 ndr.; so thust dich in dem unlust süln wie die seu in den mistküln H. Sachs 3, 379, 12 K.; Franck sprüchw. 1, 94a; zu hoff ... gilt gleich der ein u. in die stub oder hinder die thür macht und der ihn auszfegt Petri u u u 7a; muste ich in meinem eigenen unlust sitzen bleiben Simpl. 1, 99 B.; wasch dein hend nicht, eh du bist gsessen, sind dein feust gleich des unlust vol H. Sachs 17, 416, 8 G.; noch behaftet mit dem u. ihres kerckers A. Gryphius trauersp. 143 Palm; des bärenhäuters ... bart schien an u. ein dichter filz Brentano 5, 465 (dazu Grimmelshausen Simpl. 1, l Bobertag); gedärm und anderen u. von thieren Frankf. ref. 8, 6, 4; aberaum, kehricht, mist [] und andern u. in die gerinne abführen Breslauer bauordnung 1605, 9; Hohberg georg. 1, 25; Frischbier 2, 423a; was den wein unklar macht H. Sachs 7, 364, 27 K.; dasz ihm (dem kind in der wiege) kein u. (unrat) auf das gesicht falle Mauriceau 526; thu mir den u. von der nase weg! Kramer (1700) 1, 978c. Staub - Tobler 3, 1475, 2; Schmeller 1, 1525 (pestgeruch); Unger-Khull 610b; österr. weist. 11, 722b; Schöpf 405. veraltet. 3@bb) spurcitas, ekelhaftigkeit, schweinerei u. dgl., vielfach concret (vgl.a): umb etwa einer u. willen 5. Mos. 24, 1; seynen u. ruren Luther 18, 85, 7; 135, 27; 11, 24, 3 W.; wie vil unflats und wüstes, schendlich ungeschicktes unlüstes thut in deynem gemüt regnieren! H. Sachs 3, 536, 11 K.; Scheit Grob. 3496; in den u. der sünden fallen Eisengrein erklärung (1568) 294b (vgl.unflat B 3 a); sähet ihr einen solchen wust und u. von hunden (die ekelhaften jungen hunde) Br. Grimm sagen 2, 128. Schmeller 1, 1525. veraltet. 3@cc) widerwärtiges, scheuszliches, hemmendes, quälendes, bedrängendes, lästiges, miszfälliges, schlimmes, böses, unheil, bedenkliches, schwierigkeiten, unannehmlichkeiten u. dgl.; abhominatio Diefenbach gl. 2c; oft diplomatisch und eulogisch, nicht selten an a und f rührend: den u. der klaidern abziehen N. v. Wyle transl. 49, 20 K.; seyne u. und gifft Luther 18, 135, 27 W.; wider den u. und anfechtung gedültig und bestendig sein vorr. auf d. bücher Salom. 7, 332 B.; ehlichs stands u. 102, 292 W.; 19, 242 W.; allerley u. des reisens 28, 257, 17 W.; der vielfeltigen u. und widerwertigkeit der see G. Rollenhagen indian. reysen 67; Wieland oben; pers. rosenthal 5, 14; Melanchthon 3, 860 B. (vgl.b); wasz u. auch ein artzet mieszte sechen F. Platter 160; u. des alters S. Franck mor. enc. 25, 21; Staub - Tobler 3, 1475, 1 b; Kirchhofer 349; u. und beschwerden Pietsch 310, u. und ferlicheit Luther 2, 299 W., verdries und u. 20, 128, 26 W., mühe und u. Schweinichen 168 (vgl.f), ungemach und u. Zesen rosenmand 94; schnupfen, pfnüsel und dergleychen u. Gesner-Herold-Forer 30b (vgl.a); der schulstanck und u. der schularbeit Corvini fons 671; aus aller lust nichts als u. lesen Rachel 31 ndr.; wer durch viel land reiset, der erfähret der land lust und u. (licht- u. schattenseite) Lehman floril. 2, 709; nach 2 f weisend: dennoch dünket ihnen das leben mit überwiegender u. und die welt mit lauter bösem ausgefüllt zu seyn Reimarus wahrheiten 606. veraltet. 3@dd) streit, aufruhr, zwist, unzufriedenheit, unruhe, rumor, lärm, spectakel, scandal u. dgl. Staub - Tobler 3, 1475, 3; mnl. wb. 5, 805, 3; Schöpf 405 ('unordnung'); Dähnert 506b (u. maken die ruhe stören); Schambach 243b (unruhe); mehrfach durch unlust2 beeinfluszt. vgl. unflat B 2 a: man forcht, das u. zwüschen denen und den handwercklüten ze C. uff stünde U. v. Richental chron. d. C. concils 32; u., unfried und zwitracht Luther 341, 62, 13 W.; 26, 582, 15 W.; 8, 81b Jena; Hans Worst 51 ndr.; Kirchhof wendunmuth 2, 15; er hat ein u. zugericht oder angericht tragoediam nobis in scaenam induxit, ein u. actus tragoediae Alberus; solch geistlich gut, domit die clerisey ein u. uber den andern anrichtete Mathesius Sar. 165b; Fronsperger kriegsb. 1, b 3b; hadder und u. Faber (1587) 894a; 640b; einen lermen oder u. erregen ciere turbas Corvini fons 189; er hat lust zu u. delectatus jurgiis et litibus Stieler 1189; der wilde Thrazier der zanket sich bei weine, der lust an unlust hat P. Fleming 226; bringt kein u. ins hausz und tragt nichts darausz Lehman floril. 1, 255; 2, 808; wunderhorn 2 (1808), 340; die unlusten zu dem hause hinausz! Philander Lugd. 5, 277. veraltet. zwischen dieser bed. und 3 c steht: sich ausz einer u. herausz wircken Corvini fons 1004. 3@ee) beeinträchtigung, unrecht, beschädigung, schaden, unbilden u. dgl. (gewalttat, ungebührlichkeit Lexer 2, 1909 unter unlust2; mnd. wb. 5, 63a; mnl. wb. 5, 805, 2 b, c): [] manigen unlüste begingent sü an armen lüten Closener städtechron. 8, 123, 28; u. für unkust, nichtsnutzigkeit im Frankf. renner, Warlies 72b; Kirchhof wend. 1, 311; Stolle thüring. chron. 94; und vliss sich aber alles unlust und muetwillens wider hertzog A. Füetrer b. chron. (vgl. 2 e); was vortail und u. herr L. wider uns braucht urk. z. g. Max I. 380; das ist ein angenem ding fur got, szo yemand leydet u. mit unschuld (das unrecht 1. Petr. 2, 19 patiens injuste) Luther 6, 263, 14 W. der denn ein ganz dorf in u. und verderf bringet ständeakten Joachims II. 1, 95 Friedensburg; u. und ungebür mit schlagen und rauffen unter sich anrichten M. C. Schütz Preuszen 1, b 2a; 6, p 1a (vgl.d); so wem schaden und u. geschicht, dem soll der andre schirm, hülfe und beystand treulich leisten Niebuhr m. gesch. 2, 44; veraltet. mit c verbunden: da liesz man vile im gefengnus vor hunger und u. sterben Franck chron. Germ. (1538) 180a, 140a. vom wetter, oft von c kaum zu trennen: alles wetters u. Königsberger dichterkr. 196; der kalten u. desz Saturns Francisci lusthaus (1676) 1000; die u. der rauhen monathe Adelung lehrg. 2, 396; veraltet. allgemeiner: die sechste schant was ein unlst (vgl. ungehörigkeit Fischer-Tümpel 1, 489, 3. 5), das ich das prot schnit an der prst H. Sachs 22, 297, 22 G.; und unser ochsen arbeitn mehr, sie kein schad noch unlust versehr 18, 539, 2 G.; wenn die flamme gelescht ist, so machen noch die kole einen u. (vgl. 3 a pestgeruch und 1 a fumitaedium) Petri b b b 4b; der herrn lust ist armer gesellen u. (sie müssen die zeche bezahlen) o 1b; Weise pol. redner 356; Lindenborn Diog. 2, 723; der mag sich diesem thun ergeben, der lust hat an unlust und noht Birken ostländ. lorbeerhayn 28; er hat lust zur u. gli vien voglia di far la brutta cosa Rädlein 615a; lust an unlust das ist lust Bürger 1, 297b (hexengesang, Macbeth 2, 8); diese lust an u. ist ja eben das teuflische prinzip, das ihn beseelt E. Th. A. Hoffmann 4, 61; aus lust an u. Holtei 40 jahre 1, 190; erz. schr. 8, 141. lust tau u. hem Schambach 243b. in dieser bed. berührt sich u. auch mit verlust (lust th. 6, 1327): ackermann 12, 22 var.; ein hohes edles gemüt empfindet nit so sehr den u. der frucht seiner arbeit, als ... Albertinus der fürsten sterbkunst 6; dasz dieser verlust oder vielmehr u. (das kind, das einem betrogenen ehemanne seine frau geboren, war gestorben) ein ringerung seines unglücks seye Abele unordnung 1, 52. 3@ff) mühewaltung, bemühung; mnd. wb. 5, 63; mnl. wb. 5, 804, 2a; vgl. oben c: item 1 firdung dem wirte vor holz und u. Marienb. treszlerb. 226, 31 Joachim; handelsr. d. d. ordens 512, 9 Sattler; so offt du rauff tregst zwo masz wein, so schreib drey an für den unlust J. Ayrer 2445, 13 Keller; dann geradezu für die zeche: wolan der wirt ist auch behend, er nimt die kreid in die händ, zeichnet den u. an die wänd Garg. 147 ndr. expens, der brauch, das ist das so man verbraucht und verthuot, kostung darlegung, der drüberlauff, so offt ein handel kost, man nents auch den unkost, item den unlust Roth (1572) f 8b. veraltet. 44) im vergleich und bild: wenn wir das ende aller freude betrachten, so ists mit einem ende versiegelt, nemlich mit u. Luther 29, 653, 27 W.; er (der pastor) musz in alle pfützen tretten, all unlust butzen und auszjetten J. V. Andreä das gute leben 316; von den weinreben sagt er: sie tragen dreyerley trauben, der erst heisze wollust, der ander trunckenheit, der dritte u. Zinkgref apophthegmata (1628) 423; kurtze [] böse lust wird mit langer schwerer u. versaltzen Petri m m 2b; lust musz man mit u. nit verpfeffern Lehman floril. 1, 512; der u. brand und honigleeres wachs Lohenstein Ibrahim 48, 604; Arm. 2, 428b; Weichmann Niedersachsen 1, 54; E. Th. A. Hoffmann 11, 14; 10, 47; musik und tragischer mythus ... spielen mit dem stachel der u. Nietzsche 1, 171. in dichterischer, meist nicht mehr als solche empfundener personification: bist eitel u. Ringwaldt evang. o 2a; wo die wollust kehret ein, wird nicht weit die unlust seyn Logau 395; all u. habe gute nacht Morhof unterricht 1, 413; Stoppe Parnasz 88; furcht noch u., sonst der greise mitgesellen ... auch ihr geheimer rath J. A. Ebert episteln 1; unverstand hat u. am arme Laube 1, 45. 55) von personen, appellativisch, bes. in der schelte: er u. aller wibe J. v. Würzburg W. v. Österreich 11 625 (11 622); ein ganzer u., ein kotfass (der mensch) ackermann 24, 12 B.; pfarrer v. Kalenberg 1358; des unlutstz (Äsop) Steinhöwel Äsop 41; Sachs 20, 117, 3 G.; die magd ist der allergröst u. 5, 191, 15 K.; schweigstu izt, du u.! Schade sat. 1, 103, 131; Moscherosch gesichte 2, 142; die jungfrau .. hatte einen unerklärlichen widerwillen, den u., den bärenhäuter zu heirathen Brentano 5, 468. Hans Unlust Scheit Grob. 436 gl., vgl. Hans Unflat (unflat B 3 b β), Unmusz, Unmut u. dgl.: bruder Unlust, schelte für mönche Garg. 390 ndr. (vgl. oben 3 d). unlusti, f., ekelhafte weibsperson, abl. v. unlusten Staub-Tobler 3, 1477. 66) dämonologisch: das dich der u. hol! Ringwaldt warnung (1590) k 5b (vgl.unflat B 3 b α als bezeichnung des teufels); was blast dich, Kunz, för unlust an, dasz du ins schlosz nein steigest Kunz v. Kaufungen (1455) hist. volksl. 104, 5 Lil.; vgl. Eichendorff 2, 58; der schalckheit wollust bringt unglück und tregt ihr unlust auff dem rück Petri o 8a (vgl.unglück als aufhocker); vgl. der u. wyll ummer myt et impedit oracionem Luther 341, 381, 18 W. wenn wir alle freude der welt hetten, was were es? fraw Unlust 29, 653, 27 W. 77) zusammensetzungen nicht vor ende des 16. jhs. (Fischart), am üppigsten in veralteten liter. bildungen des 17. jhs., z. b. unlustbrunnen Buchholtz Herkules 2, 46, -ekel Dannhawer catech. 3, 225, -feuer Hohberg Ottobert h 2b, -geräusche Buchholtz Herkuliskus 1044, -pfuhl Greiffenberg 12 betrachtungen 454, -sache(n) Fischart vorb. in d. Amadis 63, -stück(e) offenlichs ausschreiben b 1a, -stunde J. G. Neukirch anfangsgründe 753, -sturm Hoffmannswaldau - Neukirch 1, 46, -vertreiber (aus d. franz. Le chasse-ennuy oder exilium melancholiae von Chr. Lehmann übers. Straszb. 1643 u. 1655; unlustsvertreiber nach Schottel 1178 von Mart. Zeiler), -wust Kongehl Andromeda 20. unlustsflut Hohberg Proserpina 128b, -gift Hoffmannswaldau-Neukirch 1, 391, -sorge Hohberg Pros. 154b, -sturm 144b. unlustvoll Petri n 1b, Dach 902 (dirus), also noch nicht im sinne der neueren psychol. terminologie, von der die folgenden beispiele abhängen: unlustempfindung Mendelssohn 1, 84, -folgen Simmel einl. in die moralwissenschaft 1, 355, -gefühl Nietzsche 5, 40, -quelle 4, 100, -scheu, f. Herbart 5, 105, O. Ludwig 5, 177, -überschusz Blüher wandervogel 2, 153, -welle C. L. Schleich vom schaltwerk der gedanken 81; unlustbetont, adj. A. Marty untersuchungen 1, 111, -scheu, adj. O. Ludwig 5, 177, -voll Simmel einl. 1, 355. nur wortscherz: unlustwandeln, verb. Kotzebue 1, 179. anderseits depressionsunlust Nietzsche II 7, 456 u. ä.
25637 Zeichen · 782 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    unlustst. M. (a?) (u?)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    unlust , st. M. (a?) (u?) nhd. „Unlust“, böses Verlangen, Lust, Faulheit ÜG.: lat. voluptas GlArPr Q.: GlArPr E.: s. un-…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    unlustst. M. (i)?, st. F. (i)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    unlust , st. M. (i)?, st. F. (i) nhd. „Unlust“, Überdruss, Ausschweifung, Abneigung, Widerwille, Ekel, Abscheu ne. disgu…

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unluststm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    unlust stm. unlust, widerwille, trauer. dâ was michel unlust Tundal. 49,40. ze unlusten aneg. 18,48.

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    unlustF., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    unlust , F., M. nhd. Unlust, Schmerz, Beschwerde, Mühsal, Bemühung, Müdigkeit, Lustlosigkeit, Trägheit, Unwohlsein, Unmu…

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unlust

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Unlust , plur. car. der Gegensatz von Lust. 1) Von Lust, anschauende Erkenntniß des Angenehmen, wo es doch nicht blo…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Unlust

    Goethe-Wörterbuch

    Unlust [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  7. modern
    Dialekt
    Unlust

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB RhWB Unlust [Ùlùt M. ] m. Widerwillen, Ekel. ‘wann du .. vielleicht etwas antriffst, welches dir Unlust .. erweck…

  8. Sprichwörter
    Unlust

    Wander (Sprichwörter)

    Unlust 1. Unlust beschwert die Brust. Holl. : Onlust maakt onderdon. ( Harrebomée, II, 138. ) 2. Was man mit Unlust thut…

  9. Spezial
    Unlust

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Un|lust f. (-) 1 malorenté f. 2 malvëia f. 3 averjiun f. ▬ mit Unlust an eine Arbeit gehen mëte man n laur cun pücia ore…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unlust

25 Bildungen · 21 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unlust

un- + lust

unlust leitet sich vom Lemma lust ab mit Präfix un-.

unlust‑ als Erstglied (21 von 21)

unlustbar

DWB

unlust·bar

unlustbar , -keit Campe als gegensatz von DWB lustbar , -keit. unüblich. —

unlusten

DWB

unlusten , verb. , gegentheil von lusten; Fischer schwäb. wb. 6, 201 : uns unlustet uber dise leichten speys erste d. bibel 4, 79, 35 ( 4. M…

unlustic

Lexer

un-lustic adj. misvergnügt. und was daʒ volk und etlich haubtleut unlustig und unwillig Chr. 2. 67,14 ; unlust erregend, unangenehm, widrig,…

unlusticlīchen

KöblerMhd

unlustic·līchen

unlusticlīchen , Adv. nhd. widerlich Q.: SGPr (1250-1300) (FB unlusticlīchen), BdN E.: s. unlustic, lich W.: nhd. DW- L.: Hennig (unlusticlī…

unlustidōn

KöblerAhd

unlustidōn , sw. V. (2) nhd. verleiden, verdrießen, überdrüssig sein (V.), ekeln, Widerwillen verspüren, Ekel empfinden ne. disgust (V.) ÜG.…

unlustig

DWB

unlustig , adj. adv. , gth. v. lustig. ( ahd. ungelustig.) mhd. unlustic, -lîchen. mnd. unlustich. mnl. onlustich. nl. onlustig. engl. unlus…

unlustigen

DWB

unlust·igen

unlustigen , verb. , gth. v. lustigen: sondern felt wieder hinab und inficirt also die lungen, leber, und unlustiget den magen zu dem ubrige…

unlustigkeit

DWB

unlustig·keit

unlustigkeit , f. , gth. und mangel der lustigkeit. unlust gegenüber wenig entwickelt. mnl. onlusticheit, nl. onlustigheid. 1) wie unlust 1 …

unlustlich

DWB

unlust·lich

unlustlich , adj. adv. , gth. v. lustlich. mhd. unlustlich. mnl. onlustelijk. gth. v. lustlich 2: ain ödes, unlustlichs dOerfflin Albr. v. E…

unlustlĩk

MNWB

unlust·lik

° unlustlĩk , adj. : hässlich, „ De duvel ... grinet unde heft so mennigherleye unlustliker gheverde ” (Mandeville 160).

unlustlĩken

MNWB

unlust·liken

° unlustlĩken , adv. : unerfreulich, „ De duvel ... grinet unde heft so mennigherleye unlustliker gheverde, dat id unlustliken is to segghen…

unlustlīk

KöblerMnd

unlustlīk , Adj. Vw.: s. unlüstlīk*

unlustlīken

KöblerMnd

unlustlīken , Adv. Vw.: s. unlüstlīken*

unlustsam

KöblerMhd

unlust·sam

unlustsam , Adj. nhd. widerwärtig, nicht verlockend E.: s. un, lustsam W.: nhd. DW- L.: Lexer 469c (unlustsam), Hennig (unlustsam)

unlustsamo

KöblerAhd

unlust·samo

unlustsamo , Adv. nhd. unschön, unerfreulich ne. unpleasantly ÜG.: lat. in odium N Q.: N (1000) I.: lat. beeinflusst? E.: s. un, lust, sam

unlustus

KöblerGot

unlustus , st. M. (u) nhd. Unlust ne. listlessness, inappetence, apathy ÜG.: gr. ἀθυμεῖν (= wairþan in unlustau); ÜE.: lat. pusillo animo fi…

unlust als Zweitglied (4 von 4)

kaufunlust

DWB

kauf·unlust

kaufunlust , f. gegensatz von kauflust, ein wort J. Pauls : freiheit der meere gibt uns nicht von der kaufmännischen knechtschaft des landes…

Landunlust

GWB

land·unlust

Landunlust im Wortspiel, mBez auf eine Aufführung des ‘Jahrmarktsfests zu Plundersweilern’ als ländliches Gastspiel der Weimarer Bühne nach …

seeunlust

DWB

see·unlust

seeunlust , f. nausea Stieler 1188 , vgl. seekrankheit und seeekel.