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stange

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stange f.

Bd. 17, Sp. 789
stange, f. pertica, contus, vectis. gemeingerm. wort, got. unbezeugt; altn. stong, f. (gen. stangar, plur. stangir und stengr). Cleasby-Vigfusson 603a, norw. stong, staang (plur. stenger) Aasen 755b, schwed. stng, m. (plur. stänger), n. stang (plur. stænger); mittelengl. stange, neuengl. stang, vermutlich nord. lehnwort, s. Skeat 591 (ags. steng, m., Bosworth-Toller 916a, zeigt abweichende stammbildung); alts. stanga (cum fustibus stangen Wadstein 52b, 18. 21), mnd. stange (nur 1 beleg) Schiller-Lübben 4, 362b, mnl. stanghe, holl. stang, vgl. Franck 956; ahd. stanga clatrus, clava, contus, falanga, fustis, stipes, thyrsus, vectis. Graff 6, 692 f. (vereinzelt in namen: Stangulf, Stangbah, s. Förstemann altd. namenb.2 1, 1360. 2, 1379), mhd. stange Lexer handwb. 2, 1137; clava ... stanga vel cholb. Dief. gloss. 126a (gloss. Sal.); contus stango. nov. gl. 112a (Heinrici summ.); falanga stange vel speer, hd. stang. gloss. 223a, stake, stanghe, pranghe ... stanga. nov. gl. 165b; phalanx ... stang. gloss. 223b; fustis ... stange vel kule, ... stang vel schit. 254b; thyrsus 585c; vectis ... ein stang. 608b. — eine nominalbildung zu dem gemeingerm. (got. altnord. engl.) verb stingan, s. Wachter 1585. Steinbach 2, 682. J. Grimm gramm. 2, 37. kl. schr. 3, 132. Fick3 3, 344. Weigand 2, 796. Kluge6 375b. ten Doornkaat Koolman 3, 300. aus dem deutschen stammt roman. (ital. rhätoroman.) stanga, franz. stangue und étangues, s. Diez4 307. (aus dem ital. wiederum das neugriech. 'στάγκα, (στάγγα, τρέτα [l. τρέσα]) h. die stange, der stab. la pertica, la stanga. Weigel neugr.-teutsch.-ital. wb. (Leipzig 1796) 1091; τρέσα, (στάγγα). 1202.) verwandte bildungen sind stake und stengel, vgl. das. über verwandtschaft auszerhalb des german. s. Fick4 1, 569. Prellwitz griech. etymol. wb.2 430 (unter στάχυς). — stange ist ein starkes fem.; doch begegnet schon ahd. mehrfach schwache flexion: sume ouh thie ginôʒadruagun stangûn grôʒa. Otfrid 4, 16, 21 (nach Matth. 26, 47). weitere belege für stangun contos, stangen vectes bei Graff a. a. o. im nhd. sind schwache formen im sing. nicht nur im 16. jahrh. sehr gewöhnlich, sondern sie kommen auch noch im 17. (bei Garzoni 1641, Zincgref - Weidner 1653), ja vereinzelt sogar im 18. jahrh. vor (Hagedorn 2, 138, im reim auf schlangen, s. unten 2, d, γ). vgl.: ein stang oder stangen, pertica, contus, longurius, vaccerra. Maaler 384c. — in lebenden mundarten allgemein verbreitet ohne bemerkenswerte abweichungen: schweiz. štange Hunziker 250. [] Seiler 277b, els. 'stàng(ə) Martin-Lienhart 2, 605a, schwäb. Schmid 507; bair.-österr. stangə~ Schm.2 2, 770, stngen Hügel 155a, tirol. stàng(en) Schöpf 699, stangge Hintner 231, kärnt. stànge(n) Lexer 239, steir. Unger-Khull 569b, lusern. štang Bacher 393, stanga cimbr. wb. 235b; fränk. štang in Handschuhsheim Lenz 67b, würzb. stanga Sartorius 183, henneb. Spiess 240, köln. stang Hönig2 173b, luxemb. stâng Gangler 429, rhein. stang Kehrein 1, 387, hess. Vilmar 395, schdang Crecelius 804; thür. šdangen Hertel sprachsch. 236. Kleemann 22a, leipz. Albrecht 216a, berl. schtange Brendicke 177b; nd. stange brem. wb. 4, 1000. Dähnert 457b, stang Schütz 4, 187. ten Doornkaat Koolman 3, 300a, štang(e) Bauer-Collitz 98b. bedeutung: stang, hasta, hastula dim. hastile ... contus, sudes, fustis, longurius, sparus, sparum. Dasypodius; baum, stang, langer steck, scheit, pertica, oblongus baculus. Henisch 215, 44; stange, f. pieu, perche. Hulsius (1616) 306b; stang, langer steck, pertica, stanga, palo. (1618) 237b; pertica, eine stange oder langer pfaal. Corvinus fons latin. 483a; stange, f. ... stanga, pertica, barra. Kramer dict. 2, 907a; vgl.: stanghe, stipes, pertica, vallus, sudes, vectis, fustis, longurius, sparus, sparum, contus, hastile, phalanga, vulgo stanga. Kilian 2, 630a. 11) form und material. 1@aa) stange bezeichnet stets einen körper von beträchtlicher länge und verhältnismäszig geringer dicke, gewöhnlich auch mit dem begriff des glatten und geraden, vgl.: 'im eigentlichsten verstande, ein jeder in die länge ausgedehnter körper ohne beträchtliche breite und dicke'. Adelung (1); 'stange, ein jeder hölzerner oder metallener körper von beträchtlicher doch unbestimmter länge, ein langer glatter, entweder runder oder auch eckiger, ohne sonderliche breite oder dicke beschaffener körper, der gröszer und dicker als ein stock oder stecken, aber doch kleiner als ein baum ist.' Jacobsson 4, 254b (ähnlich Adelung 2 als 'im engsten und gewöhnlichsten verstande'). das häufigste attribut ist daher: lange stange, pertica. Stieler 2133; pertica lunga, perticone, canna. Kramer dict. 2, 907a. zur grösze vgl.: luoge, wie einer nalden spitz si gegen einer stange. H. Seuse 442, 22 Bihlmeyer. vgl. stangenlang, -haft, sowie stangengerade. 1@bb) zu mannigfachem gebrauche, insbesondere zum stechen (als waffe) und zum einstecken in die erde, wird die stange an einem ende zugespitzt: ir stangen vorne sharf. Ludw. kreuzf. 5667. andre bearbeitung: erblickte ich das gewölbe angefüllt mit einer anzahl hölzerner stäbe und stangen, ganz neu, rund und glatt gehobelt, von allen gröszen lastweise an den wänden stehend. Keller 3, 76; der alte legte eine der grundierten stangen in die schieszscharte. 77. 1@cc) die stange ist meistens von holz: 'n holten stange. ten Doornkaat Koolman 3, 300a; wann dann nun solch gehakt holz ... wol erwaxen werdet, als dasz man dasselb zu wöhren, stangen und dergleichen nit alles verbrauchet. tirol. weisth. 1, 83, 27. im einzelnen, z. b.: eychen stang. Dasypodius, vgl. unten. stange ist ein auf bestimmte weise zubereitetes holzstück, entweder ein dünner stamm, der abgeschnitten und entästet, event. geschält, poliert ist, vgl.: der fünfft steck oder stab den der tüfel einem bilger darstellet an stat einer christenlichen hoffnung, ist ein schwinspysz eyner gebickten stangen. also thuont die buren den wilden böumlin dye noch iung sindt, dye bicken sie mit einem scharpffen stein, und lont es dor inn wachsen eyn iar, und wenn man sie abhouwet, so schelt man dye rynd dar ab, und das heyssen denn gebickten stangen, und machen oben ysen dar an, denn ist es ein schwinspisz, aber wenn das ysen nit dar an wer, so wer es ein rechter bilger stab. Keisersberg bilg. 39b, oder aus einem dickeren stamm heraus gesägt. vgl. stangenholz (2), -schlagholz, -spaltholz und stangengemäsz. — zuweilen mit eisen beschlagen oder mit einer eisernen spitze versehen (als waffe, vgl. oben Keisersberg): zwêne kolben swære, ... den wâren die stange mit îsen beslagen. Erec 5389. 1@dd) stange bezeichnet dann auch holz, das noch nicht in dieser weise bearbeitet ist, aber ähnliche form hat, also [] junge, dünne, astlose stämme, und in obiger weise verwendet werden kann: stangen, heiszen ... junge hölzer. Heppe wohlred. jäger 284a. zunächst von abgeschnittenen stämmen im holzhandel: 'auch schwache bäume, welche vier zoll im durchmesser dick und 15 bis 20 ellen lang sind, führen im holzhandel den nahmen der stangen'. Adelung (2): vor 4 stangenn ('im dickicht erwachsne, noch dünne junge bäume, wegen des dichten standes ohne zweige'). Tenneb. amtsrechn. v. 1542 bei Dief.-Wülcker 862. dann auch vom lebenden gewächs, als forstausdruck: werden also ... alle bäume in ihrer jugend und wachsthum sträucher ... genennet, hernachmahls wenn sie ihren stamm höher treiben, so heist es alsdenn junges holtz, stangen und dergleichen, bisz sie zu ihrer vollkommenen grösze zu einem haubaren holtze erwachsen. Fleming t. jäger (1719) 42b; vgl.: jetzt nur stangen diese bäume geben einst noch frucht und schatten. Göthe 1, 113 (hoffnung). so ferner: sonst heissen auch stangen, die jungen glatten und wol in die höhe gegangenen stämmgen, die auf denen schlägen im lebendigen laub- oder hartem holze mit allem fleisse von denen nüzbaresten hölzern zum künftigen oberwuchs ausgesuchet werden, und 32. bis 36. an der zahl auf einem ordentlichen waldacker stehen bleiben müssen, wenn der darauf übrige unterwuchs alles abgetrieben wird. Heppe leithund 117; 'stangen, heiszen auf den schlägen oder hauungen die in den buschhölzern stehen gebliebenen hägereiser.' Jacobsson 4, 255a; stange, 'der hauptstamm des weinstocks'. Nemnich. — vgl. dazu stangenholz (1), -horst, sowie stangenfarn, -kohle, -schusz. 1@ee) die stange kann ferner von metall sein, in der regel von eisen oder stahl: eine stange von eisen, stangette, stanga di ferro, it. ferriata. Kramer dict. 2, 907a; in Hogarth's enraged musician fehlt noch das kleider ausklopfen und eiserne stangen abladen. Lichtenberg aphorismen 3, 172, 212; ich ... stand unten in der dunkelheit zwischen den särgen, die neben und über mir auf den eisernen stangen ruhten. Storm 1, 198; die von eisernen stangen gestützten engel und apostel mit ihren flügeln und flatternden mänteln (statuengruppe eines daches) erinnerten auffallend an kolossale gespieszte schmetterlinge. C. F. Meyer Jenatsch s. 131. insbesondere ist die stählerne stange die ständige waffe des riesen in sage und märchen, s. unten 2, a, θ. 1@ff) seltner von andern metallen: bleistange des seiltänzers, s. 2, b, ι; stange silberîn Erec 190, auf gold'ner stange Keller 10, 63, s. unten 2, e. dafür in zusammensetzung gold-, silberstange, so im bilde bei J. Paul 34, 138, s. unter silberstange, theil 10, 1, 1046; vgl. unten 2, e. 1@gg) stange bezeichnet nicht nur, wie in den angeführten fällen, ein zu bestimmtem gebrauche hergestelltes gerät, sondern auch die form, in der unverarbeitetes metall hergestellt, aufbewahrt und in den handel gebracht wird: eisen als stangen geschmiedet, so zum nagel schmieden und andern arbeiten bequem, ferrum in perticis. Frisch 2, 319b; eisen in stangen, stangeneisen. Adelung (2); 'stangen, (bleyarbeiter) diesen namen giebt man dem bley, das man aus den stangenformen zieht.' Jacobsson 7, 427a; besonders von ungeprägtem gold und silber, neben barren: gold, silber in stangen. Adelung (2). in diesem falle sagt man gewöhnlich eine stange eisen, gold u. s. w.: ein klein dorf .., darinnen alle handlungen gethan werden, so meist an elffenbein geschehen, die sie (die neger am capo verde) vor stangen eisen, brandtwein ... verhandeln. v. d. Gröben Guineische reise-beschr. (1694) 14; denselbigen tag ... kam ein näger mit 2. seiner weiber ... an bort, selbige vor 20. stangen eisen zu verkauffen. 51, nd. 'n stang îsen. ten Doornkaat Koolman 3, 300a, und bildet dazu stangeneisen, -blei, -gold, -silber, -stahl, -zinn u. s. w., s. unten; dagegen als gerät eine eiserne stange oder stange von eisen; eine eisenstange in beiden bedeutungen. 1@hh) besonders in dem unter g behandelten sinne dann auch von andern stoffen: eine stange siegellack. Campe: dasz es mir gelungen ist, ihm ein päcklein papier, ein bündlein federn und 4 stangen siegellack abzuluchsen. Bürger briefe 3, 46; 'panis quoque similagineus in longitudinem extentus dicitur eine brotstange.' Stieler 2133, [] vgl. theil 2, 406; stange 'aus zucker geformt, aus taback gesponnen, aus teig gebacken u. s. w.' Heyne 3, 751; eine stange lackritzen, malz u. a. vgl. stangenk(a)naster, -lack, -phosphor, -pomade, -schwefel, -siegellack, -stärke, -taback, -zucker. so auch von mineralien, s. stangenquarz, -salpeter, -schörl, -spat, -stein. 22) verwendung. 2@aa) in der ältern sprache oft als waffe (vgl. stangengewehr). 2@a@aα) die mohten hie Gamuret niht alle gelangen und sin werde gesellen, ob sie halt stritten raste lanc mit stangen. jüng. Tit. 3501. neben andern waffen genannt: so wil ich diesen drachen umbbringen, on einig schwert oder stangen. v. drachen zu Babel 25; wollen sie kommen gegangen mit spiessen und mit stangen, und wollen mich mit dem schwerdt angreiffen. Schuppius 271 (vgl. unten η); der unvernünftige, mit spieszen und stangen bewaffnete haufen gab auf diese worte nichts. Kleist 3, 275 E. Schmidt; vornemlich bey der feinde schar, da ich alzeit hatt todts gefahr von pfeylen, schwertern, spiesz, und stangen. froschmeus. E 2a; s. unten δ und η. so sprichwörtlich stange und spiesz fahren lassen, etwas verloren geben. Wander 4, 776, 19, vgl. 12. — 2@a@bβ) die stange dient in der regel zum schlagen: er (Apollonius) kerte zu dem möre (mohren) und slug im ains an das ore, ainen slag mit der stangen. Heinr. v. Neustadt Apollon. 19500 Singer; auch zum stoszen oder stechen (?): wie des Ovidij Cigno und Ceneo, die wundsegen hatten, aber kein wurff noch stoszsegen, für bäum, stangen, unnd stoszdegen. Garg. 400 neudr.; herr Peter sein waschstangen nam und gab ihm in die ripp ein stich. Peter Lew 690 (Bobertag narrenb. s. 112); als nun Neidelharts ritter sach, das Teurdank am meistn holz zubrach, bevalh er seim harnaschmeister, das er im solte bringen her ein stangen dick und darzu grosz, damit wolt er dem held ein stosz geben. Teuerdank 103, 23 Gödeke. 2@a@gγ) die stange ist häufig augenblicks-, verlegenheits-, notwaffe, zu der man greift, wenn nichts anderes zur hand ist. vgl. die unter β angezogene stelle aus Apollon., wo für stange in v. 19 478 tür rigel steht. daher auch im notfall die waffe des sonst waffenlosen, der bürger und bauern: da dis die bürger sahen, namen etliche steine, etliche starcke stangen, etliche worffen sie mit asschen unter die augen. 2 Macc. 4, 41; woher man dann den grimm und grausamkeit leicht abzunehmen hat, mit welchem solche stangen und prügeln alles, was sie antreffen, metzgen und zu trümmern schlagen können, wo sie in des ergrimmten und erbrembsten bauervolcks hände gerathen. juncker Harnisch 178; andere holten ihre waffen von dem holzwerk des gerüstes. ihrem beispiel folgte die menge, auch bedächtige bürger wurden fortgerissen und griffen nach steinen und stangen. Freytag 11, 149 (ahnen 4, 190). 2@a@dδ) so gern verbunden stab und (oder) stange: swen man sach in der gestalt, daʒ er mohte gelangen stap oder stangen, die kômen her snelle. Ottokar reimchron. 96321; leicht her stangen und stab! pesser ist kempfen, dann hals ab. fastn. sp. 509, 8. besonders in der verbindung was stab und stange tragen mag, kann, s. J. Grimm rechtsalterth.4 1, 410. 52. 572. Scherz-Oberlin 1556 und stab II, 6, e, sp. 341; weitere belege: was stab und stangen tragen kan, quicunque arma ferre potest. Frisch 2, 319b; dieweil sie wol wissen, dass alles, was stang und stab tragen kan und mag, wider sie zulaufft. Fronsperger kriegsb. 3, 143a. ähnlich auch: kan es doch kein weltlicher fürst leiden, das jm ein anderer herr in seine oberkeit greiffen wolte, und ob es sich begebe, das solches geschehe, so manet er auff alle ritterschafft und landschafft, ja alles was spies und stangen tragen mag darmit er sein jurisdiction und gerechtigkeit erhalte. Gretter erkl. der ep. Pauli an d. Römer (1566) 767. [] dieselbe wendung in übertragenem sinne, sehr frei und ungewöhnlich: so stoszt in (den 'verdorbenen' schüler) dann der rüwen an, das er latynsche sprach nit kan; doch suocht er usz dem schuoler sack, was spiesz und stangen tragen mag, zuo seltzamkeit laszt fallen im ein wort und ein latynsche stym; wa das ein latynscher hört, so meint er, das er sy gelert. Murner narrenbeschw. 61, 27. 2@a@eε) doch wird die stange auch unter den 'ritterlichen wehren' genannt: erzeygt sich inn allen ritterlichen wehren, wie sie vor augen lagen, im schwerd, messer, spiesz, stangen, stänglin, tolchen, hallenbart, rapier. Garg. s. 297 neudr. waffe zum fechten: pindt dir ainer an mit der stangen und wil dich mit dem ort in das angesicht stossen, alz da an dem ersten stuck gemalt stat, so trit fur mit dinem lincken fusz und schlag ym sin stangen mit dinem hintern ort hinweg. Falckner turnierbüchl. 221 bei Scherz-Oberlin 1556; von inhalt desz fechtens in der stangen und helleparten. kurtze beschreibung von der stangen anbinden, ... welche hat vier anbinde, und geschicht das erste anbinden am vordern oder eussern theil der stangen. das ander vor der handt, die er in der stangen vorführet. das dritte in der mitte der stangen. das vierdte wirdt durch das einlauffen mit dem hindern ort zu wegen gebracht u. s. w. Jac. Sutorius new künstl. fechtbuch 1612, 91 (die nachstehenden abbildungen zeigen lange, gerade hölzerne stangen, mit denen gestoszen oder gestochen wird). vgl. auch: fechter-stange, stanga ò hasta da gladiatore da giuoco, senza ferro. Kramer dict. 2, 907a, rudis Steinbach 2, 682, und unten stängel sowie stangenbrechen, -fechter, -reiten, -reiter (1). 2@a@zζ) stange bezeichnet ferner den hölzernen schaft der lanze, des spieszes: die stange an einem spiesz, hellebarte, hasta, hastile della picca, allebarda. eine stange an einen spiesz machen ò stangen. Kramer dict. 2, 907a; 'die stange an einem spiesze, welche doch lieber der schaft genannt wird'. Adelung (2), vgl.: stange im krieg zum fechten und verwunden, hasta, pertica cuspidata, ferrata, lancea, hastile, die stange woran der spiesz ist. Frisch 2, 319b; s. auch die zusammensetzungen gerstange th. 4, 1, 3734, speerstange, theil 10, 2064, spieszstange 2475, hastile Steinbach 2, 683. so mhd.: Hagen vor sînen füeʒeneinen gêr ligen vant: er schôʒ ûf Îringen,den helt von Tenelant, daʒ im von houbtediu stange ragte dan. Nib. 2001, 3; sie trugen engestliche wer, hellenbarten an stilen langen beslagen, daz selbe ir stangen vorne sharf, dannoch dar in en vir enden lange nagile sin. Ludw. kreuzf. 5667. nhd.: da schlug Elhanan ... Goliath den Gethiter, welcher hatte einen spies, des stange war wie ein weberbawm. 2 Sam. 21, 19. in neuerer zeit zuweilen geradezu mit lanze gleichgesetzt: die lanz' an seine seite fest gedrückt, rennt er dahin; und beide ritter stossen so kräftig auf einander, ross und mann, dass sie die stange vor der faust zersprengen. Wieland 18, 21 (Geron 163); doch Hüon ... reisst in eile der männer einem rasch die stange aus der hand. 22, 226 (Oberon 5, 65; in 63 f. ist von lanzen die rede). von dem schaft eines schweinspieszes Keisersberg bilg. 39b, s. oben 1, c, vgl. theil 9, 2453. 2@a@hη) die häscher bei der gefangennahme Jesu haben schwerter und stangen: sihe, da kam Judas ... und mit jm eine grosse schar, mit schwerten und mit stangen (μετὰ μαχαιρῶν καὶ ξύλων, lat. cum gladiis et fustibus), von den hohenpriestern und eltesten des volcks. Matth. 26, 47; zu der stunde sprach Jhesus zu der scharen, jr seid ausgangen, als zu einem mörder, mit schwerten und mit stangen, mich zu fahen. 55, vgl. Marc. 14, 43. 48. Luc. 22, 52; samasô zi thiobe giengut ir mit suerton inti mit stangôn mih zi fâhanne. Tat. 185, 7, vgl. 183, 1; mit kulen, fackeln und stangen sie hon en angegriffen und gefangen. Alsfeld. passionssp. 5025; [] o was dorten, was von stangen, wehr und waffen nehm ich wahr? Spee trutzn. 169 Balke (39, 125). auch im 18. jahrh. sind die häscher mit stangen ausgerüstet, die sie fliehenden nachwerfen, um sie zu fall zu bringen, vgl. zeitschr. f. d. wortf. 1, 49 (unter springstock, beleg v. 1758): der müszge panzer hieng an der beruszten wand bey dem ihr mordgewehr, die lange stange stand. Zachariä 93 (renomm. 5, 218); und sie (die studenten) verfolgt im fliehn, gleich einem wetterstral, der springstock, und ein heer von krumgehackten stangen, die hinter ihnen her auf glatten pflaster sprangen. 'halt brüder, (ruft der held,) der sturm ist nun vorbey, und unser fusz ist nun von ihren stangen frey!' 96 (275. 277); sie sandten ihnen noch die letzten stangen nach; der letzte donner traf die schläger an den füszen. 97 (314). 2@a@thθ) während bisher stets hölzerne stangen gemeint waren, ist die stählerne stange (oder stahlstange, vgl. das. und stählen, adj., 2, a, β, sp. 561) die ständige waffe der riesen in sage und märchen: wandiʒ wâren gigande und trûgen an ir hande stahelîne stangen. Lampreht Alex. 5077 Kinzel; er (der riese Urgan) kêrte ... dar mit einer harte langen stehelînen stangen. Tristan 15980; dô truoc ein ieclich gîgant ein stähelîne stange, grôʒe unde lange. herzog Ernst 5169; sagt man hingegen von risen und haunen, zeigt jhr gebein in den kirchen, unter den rahtsheusern, jhre Nimrotische spisz, stälin stangen, Goliatische weberbäum, Starckarterisch degen u. s. w. Garg. s. 56 neudr.; der riesz ... tratt herausz für das schlosz, und brachte mit jm ein stählin schilt, und drey eysene stangen. buch der liebe 274a; er zuckt seine stählin stangen, und schlug gegen Goffroy. ebenda; da zucket der starcke riesz die stählin stangen, und schluge Goffroy so gar starck und mächtig ... Goffroy der mannlich ritter ... zucket da den stählen kolben von dem sattelbogen, unnd schlug darmit dem riesen sein stählin stangen ausz der hand. 274b. — dafür einfach stange: der vôrte rieseniske man, die trôgin stangin vrêssam. Rother 639; Widolt mit der stangen (in der Thidrekss.: Viðolfr mittumstangi) vôr dâr scrickande. 2165; in dûhte er hete wâfens gnuoc an einer stangen (so alle handschr.) die er truoc. Iwein 5022; dô iegelîcher trüege ein stange grôʒ und dar zuo lanc. Goldemar 4, 11; der riese mit der stange schlug, auslangend in die weite. Uhland ged. (1864) 341 (Roland schildtr.). 2@a@iι) in scherzhafter übertragung, mit der stählernen stange fechten, die nadel handhaben, vom schneider, vgl. zeitschr. f. d. phil. 13, 230. Wander 4, 776, 15: ich (Jupiter) fragte neulich einen grindigen schneider, ob ich den frieden geben solte? aber er antwortete mir, was er sich darum geheye, er müsse sowol zu kriegs- als friedenszeiten mit der stählernen stange fechten. Simpl. 2, 23, 27 Kurz (5, 5); mancher will edel syn und hoch des vatter doch macht bumble bum ... oder hat sich also begangen das er vacht mit eynr stäheln stangen oder rant mit eym juden spyesz. Brant narrensch. 76, 10. 2@a@kκ) sonst bildlich: die maler malen auch alszo Christum auff dem regen bogenn, das yhm ein ruthe unnd schwerd ausz dem mund gehet, wilchs ist ausz Isaia xi. genommen, da er spricht: 'er wirt schlahen die erden mit der stangen seins munds'. Luther 8, 677, 28 Weim. ausg. (in der bibelübers.: mit dem stabe seines mundes. Jes. 11, 4). — nicht recht klar ist die offenbar vom kampf hergenommene redensart: chomm ich jm an die stangen, den palg hab ich verlorn! Hätzlerin 1, 21, 19 ('ain tagweis von lewsen'). 2@bb) als frei bewegliche, in der hand gehaltene stange sonst zu mannigfachem gebrauche. (vgl.stab, stecken, stock.) 2@b@aα) zum schlagen: dann die eseltreiber, als sie die gewalt sahen, so Roszübrall ihren mehren anthät, lieffen sie [] mit ihren stangen und hebbäumen zu, und zerprügelten den armen hengst so erbärmlich. juncker Harnisch 176. 2@b@bβ) um dinge fort- oder abzuschlagen: die belagerten schlugen mit stangen gegen die brandpfeile. Freytag bilder 1, 198. so: obst vom baume mit einer stange abschlagen. Campe; vgl.: ich sitze oft auf den obstbäumen in Lottens baumstück mit dem obstbrecher, der langen stange, und hole die birnen aus dem gipfel. Göthe 16, 79 (hier offenbar mit einer vorrichtung, um die birnen festzuhalten, dasz sie nicht fallen). ähnlich auch: da oben (im baume) liegt die katz; die möchte auch die schöne gelbe birne haben! aber wart nur, ich will die stange holen. Storm 5, 88. 2@b@gγ) die stange schleudern als sport: warff dasz englisch beihel, schlenckert den spisz, schlaudert die stangen unnd schweresten rigel. Garg. s. 283 neudr.; vor dem reiterspiel mit schild und stange. Freytag 8 (ahnen 1), 87. — vom grieswärtel, s. 3, b. 2@b@dδ) stange der schiffer und flöszer, um das fahrzeug durch stoszen fortzubewegen: stang mit welcher die schiff geschalten werden, trudes. Dasypodius; stang das schiff zuschalten, pertica da spinger' la barca. Hulsius (1618) 237b; stange, so die schiffer haben, ihre flusz-schiff zu regieren, contus. Frisch 2, 319c; auch schiffstange, s. theil 9, 102, vgl.: schiff- ò schiffer-stange, fahrstange, pertica ò stanga da barcaruolo ò marinaro. Kramer dict. 2, 907b; ruderstange (1), s. theil 8, 1392: ruderstange, contus. mit ruderstangen die fahrzeuge forttreiben. Steinbach 2, 683. unablässig arbeiteten die schiffer mit stangen und haken, sich die fahrt frei zu halten. Freytag 11, 172 (ahnen 4, s. 221). vgl.: stiesz es (das schiff) ab: schalt es: regierets: führets, praucht die nächst stang für ein steurruder. Garg. s. 282 neudr. 2@b@eε) stange als hebel: stang damit man etwas weget, vectis. Dasypodius; stange, damit man etwas fortschorget. un levier. Hulsius (1616) 306b; stang, hebbaum, palo, stromento da levar peso. (1618) 237b; die arbeitsleute (taglöhner) werden umb den lohn gedinget (gemietet) dasz sie dienen, mit stangen (hebebäumen) in die höhe heben (vectibus tollant). Comenius sprachenth. 534. ähnlich wol zu verstehen: nu kommet her alle und richt das crucz uff mit schalle! seczet an spere und stangen! Alsfeld. passionssp. 5660. 2@b@zζ) stange, worauf man sich stützt, um weiter springen zu können, vgl. springstange (2), sp. 118 f., halter. Steinbach 2, 683. sprichw. mit kurzer stange macht man keine weiten sprünge. mit einer goldenen stange springt man über das meer. Wander 4, 775, 3. 2. 2@b@hη) stang darauff man sich steuret, gralla: Dasypodius. (stelze? krücke?) 2@b@thθ) stange in der hand des gehenden, vgl. stab II, 5, sp. 335 ff. pilgerstab: dann kamen auch pilger mit einer langen stange in den händen. Gaudy ausgew. erz. 63. bei einer procession, als amtsabzeichen: so hatte der rad zu Franckenfurt (a. M. für die fronleichnamsprocession am 31. mai 1442) uff X irs rades bestalt umb das sacramente und umb den konig zu geen mit allen iren richtern, dienern, viseren, die stangen hilden, das das sacramente und fursten nit uberdrungen worden. Janssen Frankfurts reichscorr. 2, 46. 2@b@iι) die balancierstange der seiltänzer, gewöhnlich von blei (s. auch springstange 1, sp. 118): stangen der seiltänzer, alias bley- et gewichtstange, halteres. Stieler 2133; bley-stange, gewicht-stange eines seildantzers, contrapeso d'un ballerino di corda. Kramer dict. 2, 907a. 2@b@kκ) stange zum schüren des feuers, vgl. schürstange, theil 9, 2055: am heck der Fortuna, wo Danebrand einst mit der schürstange lauerte. Gutzkow ritter v. g. 9, 356. — (zum feuerlöschen?:) viertens solle iederzeit vier feurghäggen (feuerhaken) und stangen in der beraitschaft gehalten werden, die erst am perg u. s. w. tirol. weisth. 2, 249, 10. 2@b@lλ) als handwerksgerät: es sollen die meister den zur arbeit tauglichen werkzeug verschaffen als eiserne stangen, pürdel u. s. w. Bresl. bauordnung v. 1605, s. 27. 2@b@mμ) ein werkzeug, um verzierungen in metallblech einzudrücken; werkzeug, um künstliche blumenblätter auszuschlagen. [] 2@b@nν) in der gaunersprache für brecheisen, stemmeisen. Avé-Lallemant 4, 610. 2@cc) stangen dienen, um etwas daran zu tragen: vectis ... ein stang dar an man tregt. Dief. gloss. 608b; stang darann etwas herrliches getragen wird, veretrum (= feretrum). Dasypodius; etwas auf einer stange tragen, portar qualche cosa una stanga, it. in cima d'una canna cioè mostrarla con ambitione. v. schautragen. Kramer dict. 2, 907a, vgl.trag-stange, stanga, barra da portare la seggia. v. tragbaum. 907b; eine stange etwas daran zu tragen. Adelung (2). und zwar werden gegenstände theils aufgehängt an der wagerecht gehaltenen stange getragen, vgl. d: tragen die hering an der stangen inn bach. Garg. s. 72 neudr.; hinter den jauchzenden fronleuten, die an stangen die erlegten hirsche und sauen getragen brachten, kamen die heiter schwatzenden jagdherren. Ganghofer mann im salz 2, 116; halb mittelalterlich, halb antik geschürzte winzer umschwärmten die biblischen kundschafter aus dem gelobten lande, welche an tief gebogener stange die grosse traube trugen. Keller 2, 187 (nach 4 Mos. 13, 24); da fuonden si eine[n] truoben edele unde tiure. si truogen in dannen gebunden an einer stangen. Diemer ged. 64, 3. dazu zuberstange vectis. Stieler 2133. s. ferner 3, a. einen auf einer stange tragen: ein man, der frauen ere beschempt, der hat verdient, ... das man in auf einer stangen inn seutümpfel trag. fastn. sp. 706, 33 (vgl. 711, 3 und sautümpel, theil 8, 1938 f.). an mehreren stangen: geus vier gülden rincken, und mache sie an jre vier ecken, also, das zween rincken seien auff einer seiten, und zween auff der ander seiten. und mache stangen von foern holtz ... und steck sie in die rincken an der laden seiten, das man sie da bey trage. 2 Mos. 25, 12—14, vgl. 27 f. 27, 6 f. 30, 4 f. 35, 12 f. 15 f. 37, 4, 14 f. 27 f. 38, 5. 39, 35. 39. 40, 20, 4 Mos. 4, 6. 8. 10 f. 14. 1 n. 8, 7 f. 2 chron. 5, 8 f.; und die kinder Levi trugen die lade gottes des herrn auff jren achseln mit den stangen dran. 1 chron. 16, 15. auch ruhend auf mehreren stangen; so dann ferner: namen sie in gebunden auf ain gerüst, von holz und stangen gemacht, truegen in den berg auf für sein aigen schloss. Zimm. chron.2 1, 121, 23. — theils aufgesteckt an der senkrechten stange (vgl. oben Kramer und h): was hilffts das man solen leder feil hat, und es hoch an den stangen daher tregt. Garg. s. 176 neudr. 2@dd) auch die ruhende, festliegende stange dient, um gegenstände daran aufzuhängen. 2@d@aα) meist freiliegende stangen zum trocknen von wäsche: die wasch auf die stangen hencken, tendere il bucato ò i panni lini per le stanghe. Kramer dict. 2, 907b; auf eine stange die wäsche auf hencken. Steinbach 2, 682. dazu: wäsch- stange, trocken- stange, stanga, pertica da rendervi il bucato al sole ò all'aria. Kramer a. a. o., vgl.: trugstange notat perticam parietibus infixam pro exponendis ad solem vestibus, et linteaminibus, à tragen: alii scribunt truckstange, à trucknen. Stieler 2133. so wol gemeint: herr Peter bracht ein waschstangen, sprach: ir schelk gebt euch gefangen! Peter Lew 674 (Bobertag narrenb. s. 111). ferner: pleicker stangen. tendiculae. Maaler 384c. els. heiszt stang ein 'stangengerüst am ofen zum trocknen der kleider und wäsche'. Martin-Lienhart 2, 605b. 2@d@bβ) eine über zwei pfosten liegende stange mit nägeln oder pflöcken dient im mittelalter als kleiderhalter, s. Heyne hausaltert. 1, 262: ir frouwen, di dô gewandes über einander legent, daʒ eʒ erfûlet und daʒ reht diu stange nider bresten möhte. Berthold v. Regensburg 2, 30, 26; wo nuo din sameyt und cyclat, der dine stangen hiengen vol? visio Philiberti C 161 (Karajan frühlingsg. 128); sô wil sîn wîp ein slojer haben ... und zehen mentel an der stang. Teichner 310 (= Pfeiffer übungsb. 159, 29). 2@d@gγ) ähnliches in neuerer zeit: (sie hat) jr stangen voll gesottener garnstrengt, jr gewelb voll flachs. Garg. s. 109 neudr.; [] wo treffen wir uns wieder an? (fragt der wolf) wo sonst nicht, sagt der fuchs, beym kürschner auf der stangen (nämlich die felle). Hagedorn 2, 138 (fab. 2, 24). 2@d@dδ) auch fleischwaren, würste, fische u. ä. werden an stangen aufbewahrt: lang her die bückelhäring von der stangen. Garg. s. 144 neudr.; so erkanten sie, dasz man jm die stangen mit würst ... zustelte. 246. vgl.räucherstange, theil 8, 248 (J. Paul 34, 138). 2@ee) stange, worauf vögel sitzen. vgl. auch stängel, -chen. jetzt besonders für hühner: wann er ein stang oben durchzog, darauff der han mit seinen kebsweibern sasz. Garg. s. 308 neudr.; vgl.: (wappenschild,) auf dessen oberem rande vier gekrönte helme sitzen wie vier hähne auf einer stange. Keller 3, 173, und hühnerstange (th. 4, 2, 1882). im mittelalter besonders für raubvögel, vgl. (die senkrecht stehende) falkenstange (theil 3, 1271): dem habich (soll man) ein stangen oder rinkh hinder den pferden machen. weisth. 6, 752 (Frankfurt 1485, § 11); an eine wise enmitten het er hôhe an eine stat einen sparwær ûf gesat ûf eine stange silberîn. Erec 190; ouch stuont der falk uff einr stangen ho und was daruff gebunden. Hans v. Bühel Diocl. 1286; die falcken uff der stangen tuond schwingen nach des tages glast. Hätzlerin 1, 23, 2; die wile man wer zuo kylchen gangen, liesz er den gouch stan uff der stangen. Brant narrensch. 44, 18 (vgl. die anm.); und unterm dach sasz einsam auf der stange sein edler falk. Hagedorn 2, 174 (fab. 2, 47); so auf gold'ner stange sitzet unter zofen fromm der aar. Keller 10, 63. vögel fliegen abends auf die stange zum schlafen: so es dämmert und der hahn mit den hühnern zu ruhen sich auf die stange setzt, stellen sie die nachtwache aus. Brentano 5, 88. daher in der soldatensprache auf die stange fliegen, wenn die betten übereinander stehen. Horn 100. 2@ff) auch sonst dienen stangen, um etwas zu tragen, s. Storm 1, 198 unter 1, e.um etwas damit festzuhalten. so für fuszeisen (s. das. 2, theil 4, 1, 1618): des ward ich zärtlich auffgedrät mit füessen an die stange. Wolkenstein 87, 40 Schatz. 2@gg) ferner stangen zum versperren oder absperren: mit stangen verschräncken, versperren etc. perticare, stangare, sbarrare, cancellare etc. di pertiche. Kramer dict. 2, 907a; dazu: thür-stange, stanga da stangare la porta. 907b; vgl.: eychen stang damit man etwas vergitteret, vacerra. Dasypodius. belege: item 1441 da hab sich das salve zu unser frawen an ... und man hub an grosz wachs dahin zu geben, das man stangen und keten must auf machen (zum absperren der straszen). d. städtechron. 10, 159, 8; der wächter entfernte die stangen, welche den eingang zum rinderpferch verlegten. Freytag 8 (ahnen 1), 7. — ähnlich stange im sinne von standbaum, vgl. das. (1): von den stangenn im reisigen stalle zu machen. Tenneb. amtsrechn. v. 1542 bei Dief.-Wülcker 862; stangen sive beume, so man zwischen die pferde legt, vacerrae, longurii. Stieler 2133: was wird sofort zwischen die pferde gelegt, um etwaiges schlagen oder treten derselben zu vermeiden? glatte stangen oder bäume. instructionsbuch für d. cavalleristen3 (Hannov. 1876) s. 105, vgl. stallstange und luxemb. stâng 'standbaum in einem pferdestall'. Gangler 429. verschieden scheint: stange, daran man die pferd bindet, pieu auquel on lie les chevaulx. Hulsius 306b. 2@hh) stangen in senkrechter haltung, in die erde gesteckt oder sonst befestigt, oder in der hand gehalten, werden verwendet, um etwas darauf oder daran zu tragen. 2@h@aα) sehr gewöhnlich als fahnenstange (theil 3, 1243), so schon mhd.: (christen,) die vor diu heidenschaft verspart het mit strît und von den stangen abe gezart diu panier, daʒ mans kûme mohte kiesen. Lohengr. 4612 (vgl. 3986). mnd., s. Schiller - Lübben 4, 362b. die stange einer fahne. Campe: nach kriegsgebrauch das fendlin an die stange zubringen, und auffzurichten. Reutter v. Speir kriegsordn. s. 11; der laden des meister Joseph war fortwährend [] angefüllt mit leuten, welche fahnen holten oder bestellten, mit zuschneidenden und nähenden mädchen, mit tischlern, die frische stangen brachten. Keller 3, 78 (vgl. unten stangengeist); (er) zog ... das banner leise mit mühevoller vorsicht hervor, risz es von der stange und steckte diese wieder unter die übrigen waffen. nachl. 259; möglich .., dasz er (Konstantin) auch schon damals (312) das ... labarum anfertigen und dem heere vorantragen liesz, jenes unzweifelhaft in seinen späteren kriegen von ihm gebrauchte feldzeichen: eine stange mit einem fahnentuch an einem querholze. Th. Brieger Konstantin d. gr. (1880) s. 15. so auch in älterer sprache auf halben stangen, auf halbmast: folgenden tag sahen wir gegen abend auf der fregatte MoriAen auf halben stangen die flagge, so ein todes-zeichen, und das begräbnisz eines soldaten angedeutet. v. d. Gröben Guineische reise-beschr. (1694) 5. — ähnlich von der fahne eines parlamentiers: am andern morgen ritt der general mit einem trompeter und einem husarenunteroffizier, der eine lange stange mit sich führte, um deren oberes ende ein groszes weiszes laken gewunden und gebunden war, ... weg. D. v. Liliencron kriegsnovellen10 129. 2@h@bβ) ein hut wird auf eine stange gesteckt, als zeichen der herrschaft; so in der Tellsage: jetzt ist der ganze anger wie verödet, seitdem der popanz auf der stange hängt. Schiller 14, 349 (Tell 3, 3). als 'freiheitsbaum': offiziere waren gar nicht dabei; die hatten bereits auf den schlachtfeldern den tanz um den marschallstab begonnen und kümmerten sich den teufel um die dürre stange mit dem blechernen hut, sobald sie aufgerichtet war zum zeichen der unterwerfung. Keller nachl. 256 (vgl.: auch den groszen blechernen hut auf dem freiheitsbaume hatte er lackirt. 251). 2@h@gγ) die köpfe auf stangen stecken, capita contis praefigere. Steinbach 2, 642: ich befürchtete mich, die mohren möchten den todten leichnamb wieder ausgraben (wie dero gebrauch) den kopff auf eine stange stecken. v. d. Gröben Guineische reise-beschr. (1694) 38. — anders, im bilde: welch eine natürliche schilderung (bei Homer). ... wie fliessend ist diese schattirung in vergleichung solcher gemählde, worauf der held in einem einfärbigen purpur steht, den himmel über sich einstürzen sieht, und den kopf an einer poetischen stange unerschrocken in die höhe hält? Möser patr. phant. 1, 49. — bilder an stangen getragen: wir wollen dich als seltnes ungeheuer im bild auf stangen führen, mit der schrift: hier zeigt man den tyrannen. Shakesp. 9, 348 (Macb. 5, 7). 2@h@dδ) eine scheibe wird an einer stange aufgerichtet als schluszziel: da, zur festlust eine scheibe heiszt aufrichten der infant also hoch auf einer stange, dasz sie bis zum himmel ragt. lustig gehn an's werk die mohren, schieszen mit dem speer darnach. Geibel 8, 134. ein vogel: du (adler) sollst mir dann in luft'ger höh' auf einer stange sitzen, und ich rufe zum lustigen schieszen herbei die rheinischen vogelschützen. Heine 2, 437 Elster (Deutschl. 3). vgl.: vogelstange. ... 2) wovon man einen gemachten vogel abschiszt, longurius, e quo avis lignea sagittis aut globulis plumbeis dejicitur. Steinbach 2, 683; ebenso Campe. ähnlich auch: allda (auf den Balearen) man die kinder von jugend auff darzu gewehnet, dz sie jhr morgen-brodt nit dorfften essen, bisz sie dasselbige mit der schleuder von einer stangen, darauff es jhnen die mütter steckten, herunter geworffen hätten. Garzoni allgem. schawpl. 995a. die stange selbst als schuszziel (?): die knaben des dorfes ... schossen mit dem rohrpfeil nach der stange. Freytag 8, 26 (ahnen 1, 2). vgl. stangenbaum. 2@h@eε) allerlei zeichen werden an stangen ausgesteckt: unnd so dann eyn weinschenncke das erst ... geweyst vass aussgeschennckt hat, derselb ... soll ... keyn nachfass nyt schenncken .., er hab dann vor eynen rayff von eynem halbfüdrigen fass myten an die stanngen gehanngen, ... domit yderman sehen müge, das dasselb erst fass auss sey ... es soll hynfür eyn yder unnser burger .., so der weyn auss ist .., die stanngen eynziehen. [] Nürnb. polizeiordn. s. 252; so ist hier in dieser einfachen fahne (der weiszen flagge) der ursprung geheiligt; eben als wenn einer sein taschentuch an eine stange befestigte, um der ganzen welt anzukündigen, es komme ein freund über meer. Göthe 28, 229; schaute der thürmer in der ferne feinde oder ein feuer, so blies er feind oder brand und steckte in der richtung des unheils am thurme ein zeichen aus, tonne oder sieb an einer stange. Freytag 18 (bilder 2, 1), 287. vgl. stangensignal. 2@h@zζ) auch sonst werden gegenstände an stangen befestigt, um sie besser tragen, handhaben oder weiter reichen zu können: mer hat man an den hernach geschriben enden und heusern hangent allewegen zwu lang fewer leittern und zwen fewer hocken an stangen. Tucher baumeisterb. 143, 12; stählerne haken wurden an stangen herabgelassen und den belagerern in den leib geschlagen. Freytag 18 (bilder 2, 1), 296; kommt von der hoftreppe herauf der kutscher, eine stange mit einem wachslichtendchen in der hand. Storm 1, 176. 2@ii) stangen werden neben pflanzen gesteckt zur stütze: den hopfen, die bohnen etc. mit stangen versehen. Campe; zu einem jeden (hopfen-)stock magst du stangen nach der grösse desz stocks haben, fünff, sechs, sieben, acht oder neun, darnach der stock grosz ist, die stangen aber müssen unten nahe zum stock, und oben etwas weiter von einander gesetzt werden, damit die sonne zwischen die stangen kommen, und den hopffen erreichen könne. Coler öcon. (1680) 1, 240a; darumb musz man, so bald der hopffen auszschlägt, ... auff die grösten und stärckesten schöszling oder rancken achtung geben, dieselbe so bald sie nur die stangen erreichen können, an die stangen leiten, und ... anbinden, ... so windet er sich hernach selbst umb die stange, und steigt immer höher und höher auff die stangen hinauff, bisz dasz er letztlich gar über die stangen hinausz wächst. ebenda. daher zusammensetzungen wie: bohnenstange, s. theil 2, 227; hopfenstange(n) perticae lupuli. Stieler 2133, pertica intorno alla quale si auvolgono i luppoli. Kramer dict. 2, 907b; stange, den hopfen daran hinauf wachsen zu lassen, oder bohnen, hopfenstange, bohnen-stange, adminiculum perticale lupuli aut fabarum. Frisch 2, 319b, vgl. th. 4, 2, 1797;
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STANGE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    STANGE s. ich STINGE .

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stangesw. M., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    stange , sw. M., F. nhd. Stange, Fahnenstange, Eisenstange, Schaft für die Wetterfahne, Turmstange, Pfahl für die Feuerp…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stange

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Stange , plur. die -n, Diminut. Stänglein, im gemeinen Leben der Hochdeutschen Stängelchen. 1. Im eigentlichsten Ver…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stange

    Goethe-Wörterbuch

    Stange [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stange

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stange , Teil der Zäumung (s. Zaum ). Auch ein Teil des Geweihes (s. d.). – Die Redensart »einem die S. halten« rührt vo…

  6. modern
    Dialekt
    Stang(e)

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Stang(e) [ʿStàə S. Olti. Pfetterhsn. Rädersd. ; ʿStà sonst allg.; Pl. –ə; Demin. ʿStalə O., ʿStal U…

  7. Sprichwörter
    Stange

    Wander (Sprichwörter)

    Stange 1. Es sind nicht an allen Stangen Bohnen. Holl. : Alwaar stuken zijn, daar zijn juist geene boonem. ( Harrebomée,…

  8. Spezial
    Stange

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stan|ge f. (-,-n) 1 (langer, dünner Stab) stangia (-ges) f. 2 (Stock) maza (-zes) f. 3 (cf. «si da langhira») langhira (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stange

857 Bildungen · 333 Erstglied · 524 Zweitglied · 0 Ableitungen

stange‑ als Erstglied (30 von 333)

Stange(n)bōn(eⁿ)

Idiotikon

Stange(n)bōn(eⁿ) Band 4, Spalte 1314 Stange(n)bōn(eⁿ) 4,1314

Stange(n)chnëcht

Idiotikon

Stange(n)chnëcht Band 3, Spalte 731 Stange(n)chnëcht 3,731

Stange(n)fieber

Idiotikon

Stange(n)fieber Band 1, Spalte 637 Stange(n)fieber 1,637

Stange(n)garn

Idiotikon

Stange(n)garn Band 2, Spalte 424 Stange(n)garn 2,424

Stange(n)gericht

Idiotikon

Stange(n)gericht Band 6, Spalte 370 Stange(n)gericht 6,370

Stange(n)harnisch

Idiotikon

Stange(n)harnisch Band 2, Spalte 1613 Stange(n)harnisch 2,1613

Stange(n)hauʷ

Idiotikon

Stange(n)hauʷ Band 2, Spalte 1802 Stange(n)hauʷ 2,1802 o.

Stange(n)hār

Idiotikon

Stange(n)hār Band 2, Spalte 1509 Stange(n)hār 2,1509

Stange(n)loch

Idiotikon

Stange(n)loch Band 3, Spalte 1039 Stange(n)loch 3,1039

Stange(n)luckeⁿ

Idiotikon

Stange(n)luckeⁿ Band 3, Spalte 1255 Stange(n)luckeⁿ 3,1255 M.

Stange(n)lämpi

Idiotikon

Stange(n)lämpi Band 3, Spalte 1277 Stange(n)lämpi 3,1277

Stange(n)nagel

Idiotikon

Stange(n)nagel Band 4, Spalte 690 Stange(n)nagel 4,690

Stange(n)rigel

Idiotikon

Stange(n)rigel Band 6, Spalte 752 Stange(n)rigel 6,752

Stange(n)ross

Idiotikon

Stange(n)ross Band 6, Spalte 1436 Stange(n)ross 6,1436

Stange(n)rëb

Idiotikon

Stange(n)rëb Band 6, Spalte 46 Stange(n)rëb 6,46

Stange(n)rëcht

Idiotikon

Stange(n)rëcht Band 6, Spalte 302 Stange(n)rëcht 6,302

Stange(n)rōs(eⁿ)

Idiotikon

Stange(n)rōs(eⁿ) Band 6, Spalte 1402 Stange(n)rōs(eⁿ) 6,1402

Stange(n)tabak

Idiotikon

Stange(n)tabak Band 12, Spalte 56 Stange(n)tabak 12,56

Stange(n)wāg

Idiotikon

Stange(n)wāg Band 15, Spalte 683 Stange(n)wāg 15,683

Stange(n)wīⁿ

Idiotikon

Stange(n)wīⁿ Band 16, Spalte 218 Stange(n)wīⁿ 16,218

Stangelbein

MeckWB

stangel·bein

Wossidia Stangelbein m. jem., der die Füße nicht still halten kann; unruhiges Kind Wa; Adebor, du Langebeen, Bring' mi 'n lütten Stangelbeen…

Stangelbüdel

MeckWB

stangel·buedel

Wossidia Stangelbüdel m. Schelte für ein Pferd, das nach den Fliegen schlägt: oll Stangelbüdel Sta Stargard@Flatow Flat .

Stangelfattsch

MeckWB

Wossidia Stangelfattsch f. unruhiges kleines Mädchen Wa Waren@Schorssow Schorss .

Stangelfeewer

MeckWB

Wossidia Stangelfeewer n. 'Zappelfieber': jem., der unruhig schläft, hett 't Stangelfeewer Ro Rostock@Börgerende Börg ; Geschlechtstrieb Sta…

stange als Zweitglied (30 von 524)

Äscherstange

Campe

Die Äscherstange , Mz. die — n, bei den Lohgerbern, eine Stange, an deren Ende ein Brettchen befestigt ist, den Kalk in dem Äscher in die Hö…

Bohnenstange

RDWB1

Bohnenstange f каланча перен. ; худой, как жердь; долговязый разг. ; дылда разг. ; коломенская верста идиом. , разг. ; дядя достань воробышк…

Fahnenstange

RDWB1

Fahnenstange f Ende der ~ idiom. , umg. - всё, каюк разг. ; (это) конец; (нам) кранты разг.

abdrucksstange

DWB

abdruck·s·stange

abdrucksstange , f. eine kleine stange im schlosz eines gewehrs, welche in die nusz einspringt, dasz es nicht losgehe.

Abgleichstange

Campe

abgleich·stange

Die Abgleichstange , Mz. die — n, ein Werkzeug der Uhrmacher, womit sie untersuchen, ob zwischen Feder und Schnecke das richtige Verhältniß …

ABWURFSTANGE

DWB2

abwurf·stange

DWB2 ABWURFSTANGE f. DWB2 vom wild abgeworfene ( geweih ) stange: DWB2 ⟨1909⟩ ( d. eichkatze ) schärft die zähne an einer abwurfstange vom r…

Achsenstange

RhWB

achsen·stange

Achsen-stange Bitb f.: eiserne Achsenspille an der Holzachse, die von beiden Seiten unter der A. mittels eines Riegels verbunden wird.

Äscherstánge

Adelung

aescher·stange

Die Äscherstánge , plur. die -n, bey den Lohgärbern, eine Stange mit einem Brete am Ende, den Kalk in dem Äscher damit in die Höhe zu heben.

ALARMSTANGE

DWB2

alarm·stange

DWB2 ALARMSTANGE f. DWB2 stange als feuerzeichen zur auslösung von alarm ( vgl. älteres lärmstange): DWB2 ⟨z.j.1809⟩ sahen wir in der vor un…

Anwaagstange

PfWB

Anwaag-stange f. : ' Stange, die zur Anwaage gehört ', Aaⁿwoostang [ KU-Bedb ].

armstange

KöblerMnd

armst·ange

armstange , F. nhd. „Armstange“, Armfessel (?) E.: s. arm (2), stange L.: MndHwb 1, 123 (armstange) Son.: örtlich beschränkt

aufsitzstange

DWB

aufsitz·stange

aufsitzstange , f. hünerstange, mhd. hanboum: hanboume stuonden blôʒ, der zadel hüener abe in schôʒ. Parz. 194, 7 .

Ausreißstange

PfWB

Ausreiß-stange f. : ' Stange, mit der Wingertsstöcke ausgerissen werden ', Ausreißstang [ NW-Kallstdt ].

Balancierstange

Pfeifer_etym

balancier·stange

Balance f. ‘Gleichgewicht’. Auf spätlat. bilanx ‘Waage mit zwei Waagschalen’ (s. bi- und vgl. lat. lanx, Genitiv lancis, ‘Schüssel, Schale’)…

Baumstange

RhWB

baum·stange

Baum-stange f.: RA.: Er hät en por Ben wie en B. dünn Trier-Waldrach .

Beªrwenstange

WWB

bearwe·n·stange

Beªrwen-stange ⟨ „ Biäwenstangen “ ( Kr. Tecklenburg Tek Kr. Tecklenburg@Ibbenbüren Ib ), „ Biärm- “ ( Kr. Osnabrück Osn At) ⟩ dass.

Biᵉkestange

WWB

Biᵉke-stange ⟨ -stangen ( Kr. Vechta Vch Kr. Vechta@Nellinghof Nh Kr. Vechta@Wenstrup We , Kr. Lübbecke Lüb Kr. Lübbecke@Büttendorf Bü Kr. L…

Bleuelsstange

RhWBN

bleuel·s·stange

Bleuels-stange (s. S.) Verbr. f.: Tritt u. Kurbel (Rad) verbindende St. bei der Nähmaschine udgl.

Bleystange

Adelung

bley·stange

Die Bleystange , plur. die -n, eine an den Enden mit Bley ausgegossene hölzerne Stange der Seiltänzer, sich vermittelst derselben im Gleichg…

bohnenstange

DWB

bohnen·stange

bohnenstange , f. adminiculum fabarum, stange, woran sich die bohnen aufranken. auch, wie das folgende, ein langer, hagerer mensch.