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bleuel

nhd. bis nhd. · erste Belege seit 8./9. Jh. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Alle 9 Wörterbücher
Anchors
9 in 9 Wb.
Verweise rein
7
Verweise raus
6
Treffer Präfix
30 in 10 Wb.
Knoten 1-Hop
13
Komposita
6+
Sprachstufen
3

Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)

bleuel m.

Bd. 2, Sp. 111

bleuel , m. tudes, malleus, ahd. pliuwil, mhd. bliuwel, von bleuen, bliuwen tundere. einige schreiben blauel, Alberus blawel, wie auch wetterauisch blauel und ahd. plûwil für pliuwil; vocab. 1482 e 1 b hat bluel oder poszel ( ahd. pôʒil) oder pleuel, metellus, ein kurzes, breites, flaches holz mit stiel, vgl. waschbleuel, wäschblauel. ein bleul man für ein fidel nimt. Uhland 639 , was hier wol den paukenschlegel, trommelschlegel, aber jeden prügel oder bengel bedeuten kann; denn die ubertretter oder falschen heiligen können sich meisterlich zu den herrn oder fürsten eindringen, das sie auch wo…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bleuelm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    bleuel , m. tudes, malleus, ahd. pliuwil, mhd. bliuwel, von bleuen, bliuwen tundere. einige schreiben blauel, Alberus bl…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bleuel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bleuel (v. altd. bliuwen , »bleuen, schlagen«), ein hölzerner Schlägel zum Reinigen der Wäsche, zur Bearbeitung des Flac…

  3. modern
    Dialekt
    Bleuel

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Bleuel Band 2, Spalte 2,1301 PDF-Faksimile ansehen

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bleuel

23 Bildungen · 15 Erstglied · 8 Zweitglied · 0 Ableitungen

bleuel‑ als Erstglied (15 von 15)

Bleuel-acker

SHW

Bleuel-acker Band/Spalte unbekannt Faksimile ansehen

Bleuel-chens

SHW

Bleuel-chens Band/Spalte unbekannt Faksimile ansehen

bleuelich

RhWB

bleu·elich

bleuelich RhWBN blø·y.ələχ Sieg-Fussh ; blę·i.lĭχ Bitb-Geichl ; bløjəltsĭχ Malm-Atzerath Adj.: unbeholfen, ungehobelt, plump.

bleuelig

RhWBN

bleuelig RhWB [so!] Adj.: ungehobelt, auch Gummb-Homburgisch, Remschd.

Bleuels-kopf

RhWB

bleuel·s·kopf

Bleuels-kopf Mayf (1828) m.: 12—14 Pfd. schwerer Hammer , Setzfäustel, zum Abschlagen der Kanten am Basaltlava.

Bleuels-rotte

RhWBN

bleuel·s·rotte

Bleuels-rotte Wermelsk f.: in der Wend.: He es ut der Bl. aus einer Radaugesellschaft.

Bleuels-stange

RhWBN

bleuel·s·stange

Bleuels-stange (s. S.) Verbr. f.: Tritt u. Kurbel (Rad) verbindende St. bei der Nähmaschine udgl.

bleuelwäschig

DWB

bleuel·waeschig

bleuelwäschig : die nasztriefige, uberkupferte, pfitzige, säwpfinnige, plewelwäschige, bachschnadrige, pfudelnasse ... belzpletzige alte kup…

bleuel als Zweitglied (8 von 8)

hanfbleuel

DWB

hanf·bleuel

hanfbleuel , m. schlägel womit der hanf geklopft wird: hanfplüwel stuparius, malleus Maaler 212 b .

Wäsche-bleuel

SHW

Wäsche-bleuel Band/Spalte unbekannt Faksimile ansehen

Wäschebleuel

BWB

Wäschebleuel Band 2, Spalte 2,1301f. PDF-Faksimile ansehen

Zwei Quellen nebeneinander

DWB ↔ Pfeifer

Der historische Voll-Eintrag (Grimm) und die etymologische Komprimierung (Pfeifer) im direkten Vergleich.

Grimm DWB

Bd. 10, Sp. 1837 · 1854–1961

bleuel , m. tudes, malleus, ahd. pliuwil, mhd. bliuwel, von bleuen, bliuwen tundere. einige schreiben blauel, Alberus blawel, wie auch wetterauisch blauel und ahd. plûwil für pliuwil; vocab. 1482 e 1 b hat bluel oder poszel ( ahd. pôʒil) oder pleuel, metellus, ein kurzes, breites, flaches holz mit stiel, vgl. waschbleuel, wäschblauel. ein bleul man für ein fidel nimt. Uhland 639 , was hier wol den paukenschlegel, trommelschlegel, aber jeden prügel oder bengel bedeuten kann; denn die ubertretter oder falschen heiligen können sich meisterlich zu den herrn oder fürsten eindringen, das sie auch wol einen auserwelten David verfüren möchten, wissen den blewel gar fein zu wenden und zu schleifen. Luther 6, 149 b ; mit dieser zurüstung und einem handfesten bläuel versehen begab ich mich in den wal…

Pfeifer etym.

Etym. Wb. d. Deutschen

bleuen Vb. ‘schlagen’, ahd. bliuwan (8. Jh.), mhd. bliuwen, asächs. bleuwan, got. bliggwan ‘schlagen’, dazu auch mnl. nl. blouwen ‘Flachs brechen’, mundartlich ‘die Arme umeinander schlagen’. Jede weitere germ. und außergerm. Verwandtschaft bleibt unsicher, so daß ein Ansatz ie. *bheleu- ‘schlagen’ (Pokorny 1, 125) ungewiß ist und in dem Verb daher der bewahrte Rest eines vorie. Wortes vermutet wird (de Vries Nl. 67). Häufiger als das Simplex sind nhd. verbleuen Vb. ‘verprügeln’, ahd. firbliuwan (9. Jh.), mhd. verbliuwen, und einbleuen Vb. ‘durch Prügel beibringen’, übertragen ‘nachdrücklich einschärfen’ (16. Jh.), beide Verben in volksetymologischer Anlehnung an blau häufig in der Schreibung -bläuen Bleuel m. ‘hölzerner Schlegel’, ahd. bliuwil (9./10. Jh.), mhd. bliuwel ‘Mörserkeule, Stam…