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gupf

mhd. bis nhd. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gupf m.

Bd. 9, Sp. 1141
gupf, gupfe, m. , gupfe, f. kuppe, spitze, gipfel. entweder entlehnt aus lat. cuppa oder echt germ. wort zur wurzel gheub(h) 'biegen', s. Walde-Pokorny 1, 567 u. 561, v. Friesen germ. mediageminatorna (1897) 43. unverschobene formen gupe, guppe, guppen u. a. s. Lexer 1, 1124; Fischer schwäb. 6, 2081; Staub-Tobler 2, 390 f.; rhein. wb. 2, 1495. der bei Staub - Tobler a. a. o. angenommene ablaut mit gipfel ist lautlich unmöglich, dies vielmehr aus güpfel entrundet. das masc. mit starker flexion überwiegt; bei schwacher form ist das genus zuweilen unsicher, z. b. Parz. 161, 24; Hartlieb s. v. Heisterb. 105 (s. u. 1). 11) etwas hervorstehendes mit meist runder spitze bezeichnend, vgl. kuppe, koppe; nur in Oberdeutschland verbreitet: hin gein dem abent er dersach eins turnes gupfen unt des dach Parz. 161, 24 L.; ein hutt, der nicht spiczig was noch ein gpphen hett (non acuminatus) Hartlieb s. v. Heisterb. 105 Drescher; ihre hüte sind flach und haben in der mitte eine gupfe, wie sie in Thessalien ... üblich Winckelmann sämtl. w. (1825) 9, 585; sein hut hatte keinen hohen gupf, desto breiter war der schirm J. Gotthelf ges. schr. (1855) 21, 1; (hut) mit hohem ... gupfen Hansjakob bauernblut (1896) 262; wenn man mit bysam bstreicht die gupffen des haubts, so vertreibt es die schnupffen H. Sachs 16, 512 lit. ver.; (er stieg) uff den gupf des felsen Öheim Reichenauer chron. 81 Barack; (du) hattest dir auch gäntzlich vorgenommen bisz auff die gupffen gar am Helikon zu kommen Rompler v. Löwenhalt erstes gebüsch (1647) 127; umbo gupf am bugler (am schilde) voc. opt. 32 Wackernagel; die besten pauken (pocken) sind, die nit sehr hart sein und keren die güpfen, das ist reife orth zum aitern, under sich und nit zwygüpfet, das ist an zweien orten wollen aufbrechen Conradinus ungerisch sucht (1574) 168; (es sollen die baumstämme nicht) über ainen werchschuech von der erden hoch ... abgestöckt, auch nit lang gupfen (stümpfe) gemacht, sondern dieselben samt den afterschlegen, sovil des zu gebrauchen ist, zu nutz gebracht werden österr. weist. 1, 261 u. ö.; hierzu: das kupfengraben (stubbenroden) ebda 1, 8; (ein fuder) ist ein kegelförmiger salzstock ... der obere theil eines fuders heiszt der gupf, der untere hingegen der herdt v. Lori baier. bergrecht 641a; (perkuffen sind) leere keglförmige zargen, die man auf den gupf oder spitzigen obertheil stellet und mit salz einstosset ebda 643b u. ö.; weitere specielle verwendungen s. Staub-Tobler 2, 391; Fischer schwäb. 3, 928. bair.-österr. bezeichnet gupf besonders das, was über den rand eines gefäszes übersteht: jedes warf lebkuchen, nüsse, birnen und allerhand hinein, bis die schwarze butten voll war und sogar einen hohen gupf hatte P. Rosegger II 13, 108; s. Hügel Wien 74; bildlich: (dasz er mir) sein ganzes, wer weisz wie lange schon bis zum gupf gefülltes herz vor die füsze schüttet P. Rosegger III 1, 42; obwohl s glück bei dem bubn schon völlig ein gupf gmacht hat Anzengruber ges. w. (1890) 1, 253. s. auch 2gupfen. 22) das fem. bezeichnet mhd. speciell einen helmoberteil (entsprechend dem hutoberteil, s. oben 1) oder einen besonderen kopfschutz, letzteres wohl in anlehnung an afrz. coife, s.kuppe 4 e; mhd. wb. 1, 857a; 915a: (ein schlag) den er im twerhs gap an den helm, da von sich diu gupfe trante, daz dem melm sie wart ze teile und im enplozt daz houbet Lohengrin v. 5765 Rückert; davon manig helm ward zertrant, des gupffe gar zerzerret Göttweiger Trojanerkrieg v. 13185 u. ö. Koppitz; vgl. dazu gueffe, guffe eine weiberhaube Staub-Tobler 2, 134; guffe verächtlich für hut und auch für kopf Lexer kärnt. 127.
3667 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gupfstswm., swf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    gupf , gupfe stswm. BMZ spitze, gipfel. ûf den gupf des felsen, ûf dem gupf des berges Öh. 81,24. 120,20. des turnes gup…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gupfm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gupf , gupfe , m. , gupfe, f. kuppe, spitze, gipfel. entweder entlehnt aus lat. cuppa oder echt germ. wort zur wurzel gh…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gupf

21 Bildungen · 12 Erstglied · 8 Zweitglied · 1 Ableitungen

gupf‑ als Erstglied (12 von 12)

Gupf I

Idiotikon

Gupf I Band 2, Spalte 390 Gupf I -ü- 2,390

Gupf II

Idiotikon

Gupf II Band 2, Spalte 392 Gupf II 2,392

Gupfelnetz

Idiotikon

Gupfelnetz Band 4, Spalte 886 Gupfelnetz 4,886

gupfen

DWB

gupfen , vb. , bair.-öst. ' über den rand auffüllen ', abgeleitet von gupf: waiz und korn gestrichen, den habern und hiersch aber gupft oder…

Gupfeⁿ

Idiotikon

Gupfeⁿ Band 2, Spalte 390 Gupfeⁿ -ü- 2,390

Gupfeⁿhuet

Idiotikon

Gupfeⁿhuet Band 2, Spalte 1787 Gupfeⁿhuet 2,1787

gupfhut

DWB

gupf·hut

gupfhut , m. , zu gupf Unger-Khull 312 a . —

gupfknopf

DWB

gupf·knopf

gupfknopf , m. : da war eine schnur angefaszter rasselnder, silberner gupfknöpfe Stifter s. werke (1901) 2, 132 Sauer; s. auch Unger-Khull 3…

Gupfofeⁿ

Idiotikon

Gupfofeⁿ Band 1, Spalte 111 Gupfofeⁿ 1,111

gupfoht

MWB

gupf·oht

gupfoht Adj. zu kupfe swF. ‘gewölbt’ (vgl. E. Schönbach in: MIÖG 21 [1900], S. 522): ein huot [...] guphoht Ottok 20036 MWB 2 1052,31; Bearb…

Gupfsteiⁿ

Idiotikon

Gupfsteiⁿ Band 11, Spalte 823 Gupfsteiⁿ 11,823

gupfvoll

DWB

gupf·voll

gupfvoll Stelzhamer ausgew. dicht. (1884) 4, 52 ; vgl. 2 gupfen.

gupf als Zweitglied (8 von 8)

Gīgeligupf

Idiotikon

Gīgeligupf Band 2, Spalte 392 Gīgeligupf 2,392

Lëde(r)gupf

Idiotikon

Lëde(r)gupf Band 2, Spalte 392 Lëde(r)gupf 2,392

Nase(n)gupf

Idiotikon

Nase(n)gupf Band 2, Spalte 392 Nase(n)gupf 2,392

Ofe(n)gupf

Idiotikon

Ofe(n)gupf Band 2, Spalte 391 Ofe(n)gupf 2,391

Tasseⁿgupf

Idiotikon

Tasseⁿgupf Band 2, Spalte 392 Tasseⁿgupf 2,392

Ableitungen von gupf (1 von 1)

gupfe

Lexer

gupfe swf. s. kupfe.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gupf". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gupf/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „gupf". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gupf/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gupf". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gupf/dwb.
BibTeX
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