steckenpferd,
n. ,
ein kinderspielzeug, kunstvoller ausgestaltet als der einfache stecken,
welchen die knaben rittlings zwischen die beine nehmen und sich nun nach herzenslust herumtummeln, mit ganzer seele kinderlust genieszend (
vgl. oben stecken 7
sp. 1294),
ganz wie schon in der älteren zeit auf der gerte: dô ich daʒ hôrt, ich was ein kint, und tump als noch die jungen sint, sô tump daʒ ich die gerten reit Ulrich von Lichtenstein 3, 23,
oder dem stabe: rite ein grâ man ûf und ab mit kleinen kindern ûf eime stab Hugo von Trimberg 2736;
aber das steckenpferd
zeigt vorne (
ganz entsprechend dem engl. hobby-horse
vgl. Murray 5, 317)
einen wirklichen kopf, bisweilen auch den bug und die vorderbeine eines pferdes: heiligenchristpferd
alias steckenpferd
equulus ligneus picturis variatus Stieler 1440; steckenpferd
baculus cum capite equino pro pueris, in quo equitant Frisch 2, 326
a; das rosz mit den zwey kurzen vorspringenden vorderfüszen und der buntgemalten stang, ich meyn' das steckenpferd Musäus
physiogn. reisen 2, 4. 11)
in eigentlicher bedeutung: kommen noch zwei büblein, Henszle und Jacobla; das ein hat ein stück brodts in der hand, das ander reyt auff einem steckenpferdt Ayrer 762, 32; (wenn) der knab auf dem steckenpferd reiten könnte Harsdörffer
frauenzimmergesprechspiele 3, 260;
ein kind ist aus dem groben heraus, wenn es lernt mit dem steckenpferde den tisch zu umkreisen Freytag 1, 31; sie spielten aber steckenpferd, und ritten hin und her: hop, hop! und peitschten unerhört, und trieben's wesen sehr Claudius 3, 138; der kreisel und das steckenpferd, auf dem er herrisch sitzt Hölty 121 (
knabenzeit); lasst eure kinder kinder bleiben, dass sie mit pupp' und steckenpferd ... ihr kindlich frohes wesen treiben J. G. Jacobi 5, 188; hallo! rief Carl und trieb und schlug sein steckenpferd Pfeffel
poet. versuche 9, 32; sehnst dich hinaus aus dem wilden getümmel unter der kindheit freundlichen himmel zu dem steckenpferde, zum ball Arndt
werke 3, 96;
als grosze knabenfreude charakterisiert: so fröhlich hüpft der knabe nicht, wenn seine mutter ihm ein steckenpferd verspricht Nicolai
reise 8, 26;
von der fernen kinderzeit: es gab eine zeit, wo uns ein steckenpferd ... vergnügen genug war Cramer
nordischer aufseher 3, 343; als sie sich noch der steckenpferde bedienten und vergoldete pfefferkuchen verzehrten E.
th. A. Hoffmann 5, 14; es musz eine grosze freude sein, kinder zu haben, und ich würde ein narr mit ihnen, ritte vergnügt auf einem steckenpferde und hinge mir allen ernstes eine kindertrommel um Stifter 1, 100,
d. h. fände den weg ins land der kindheit zurück, würde wieder ein kind; und (
die greise) ritten, wenn sie sich vergnügt, auf steckenpferden kindisch fort Ramler
fabellese (1783) 1, 68; so gut als Agesilaus mit seinem kinde auf einem steckenpferd reiten konnte, ohne darum minder ein grosser general zu seyn Wieland I 2, 296. 22)
im übertragenen sinne von beherrschenden vorstellungen, liebhabereien und besonderen neigungen der menschen, in Deutschland besonders in aufnahme gekommen durch Sternes
Tristram Shandy: der vielgeliebte Sterne sprach im Schandy kaum von steckenpferden, so schwazt ihm alles schon von steckenpferden nach; wer aber wird davon zum Yorick werden? Göckingk
gedichte 1, 111.
vgl. auch unten 2
c β. 2@aa)
versuche, diesen psychologischen begriff zu erklären: die gelindeste unter allen abschweifungen über die grenzlinie des gesunden verstandes ist das steckenpferd, eine liebhaberei, sich an gegenständen der einbildungskraft, mit denen der verstand zur unterhaltung blos spielt, als mit einem geschäfte geflissentlich zu befassen, gleichsam ein beschäftigter müsziggang. für alte, sich in ruhe setzende und bemittelte leute ist diese, gleichsam in die sorglose kindheit sich wieder zurückziehende gemüthslage nicht allein ... der gesundheit zuträglich, sondern auch liebenswürdig Kant 10, 216
Hartenstein; und sodann haben wir, um übertriebene eigenheiten zu bezeichnen, das höflichere wörtchen steckenpferd (
im gegensatz zum egoismus), bei dessen gebrauch wir einander mehr schmeicheln als verletzen Göthe 41, 1, 166
Weim.; vgl. auch die lehrreiche steigerung der begriffe: beschäftigungen, neigungen, liebhabereien, steckenpferde, alles probieren wir durch, um zuletzt auszurufen, dasz alles eitel sei 29, 10
Weim., im gegensatz zur ernsten liebhaberei: was ernstere liebhaberey, ja auch die leichteren und grillichern (vulgo steckenpferde genannt) den armen ... menschen sind, hab ich in diesen tagen recht erfahren IV 27, 64
Weim.; ähnlich im gegensatz zum ideal (
vgl. th. 4, 2
sp. 2038): wir hätten carricaturen, aber keine vorbilder, steckenpferde, aber keine ideale Rosegger II 11, 90:
in der gleichsetzung mit passion (
th. 8
sp. 1490
unter 2): 'passionen' oder ein steckenpferd für irgend etwas auf der welt, ausser seinen kaufmännischen spekulationen, hatte Heinrich Wilhelm nicht Liliencron 4, 48;
doch ist die sphäre unseres wortes die bei weitem umfänglichere. 2@a@aα)
jeder mensch hat sein steckenpferd Nicolai
Seb. Nothanker (1773) 1, 7,
nur verschieden nach der art seiner anlage, seines werdeganges und seiner schicksale: de gustibus non est disputandum; das ist, man lasse eines andern mannes steckenpferd ungeschoren Bode
Tristram Schandi (1774) 1, 26; ertrage jeden schwachen, und lasz jedem sein steckenpferd Knigge
roman meines lebens (1781) 2, 39; sehn sie, jeder reitet sein steckenpferd Stephanie
singspiele 169; ein jeder hat sein steckenpferd, bald etwas mehr, bald minder werth Kretschmann 2, 250.
nur: wer vor andern scheu haben ... musz, der giebt sich mühe, sonderbare eigenheiten seines kopfs und herzens zu unterdrücken, wenigstens verschlieszt er sie in der innersten kammer, reitet auf seinem steckenpferde nicht eben an hellem lichten tage, nicht auf dem markte Herder 17, 229. 2@a@bβ)
als begründet in der menschlichen art überhaupt: übrigens musz es jedem erlaubt seyn um den felsen, den niemand ersteigt, nach seiner art sich herumzutummeln, auf seinem steckenpferde herumzureiten Göthe IV 9, 8
Weim.; kann man keine hoffnung und keinen wunsch in seinem gedächtnis auftreiben; ist das steckenpferd lahm, oder gar zu tode geritten, — o wehe dir dann, armer sterblicher Tieck 6, 70; gebt acht, sagte der baron, Ottmar wird gleich wieder auf seinem steckenpferde sitzen, um einen ritt in das unbekannte land zu machen E. Th. A. Hoffmann 1, 149; (
es) wird freie musze dem gewöhnlichen menschen bald zur last, wenn er sie nicht ... durch spiel, zeitvertreib und steckenpferde jeder art auszufüllen vermag Schopenhauer 4, 383. 2@bb)
die übertragung bewegt sich noch völlig im bilde: alle meine steckenpferde muszten aus dem stall und nie hab'ich in völkerpsychologie und vergleichender stamm- und racenforschung so geschwelgt als an meinem kamine in Oléron Fontane
kriegsgefangen3 186; hat der graf eine leidenschaft, so ist es die für die bühne. ich zweifle nicht, dasz er bald sein altes steckenpferd wieder in gang bringen wird Mosen 8, 392. — man weisz diesen punkt, (
ob Moses an unsterblichkeit glaubte oder nicht) als eins der steckenpferde, worauf sich Voltäre am liebsten schwingt, wenn er auf juden und religion ausreitet Herder 6, 445; jetzt hatte Chateaubriand eine idee. es war ein muthiges, kleines steckenpferd, bunt bemalt, das er bestieg Gutzkow
werke 9, 47. da sasz nun der Attiker ganz eigentlich auf seinem steckenpferd und lachte und demonstrirte um die wette, dasz in der dicken böotischen luft der geist nothwendig der fleischmasse unterliegen müsse Böttiger
kleine schriften 1, 39; merkwürdig, sprach er, wohin auch die geistvollsten männer sich bisweilen verrennen, wenn sie auf ihrem steckenpferde sitzen! Holtei
erzähl. schriften 3, 165. —
besonders häufig sein steckenpferd reiten: sin stecke
npferd rite
n mit vorliebe etwas thun oder besprechen Martin-Lienhart 2, 139
a; die leidenschaft in der liebe ... ist nicht mehr das siegesrosz, ... sondern höchstens ein steckenpferd, womit man um die toilette reitet Möser (1842) 3, 88; was für ein steckenpferd sie auch reiten Knigge
umgang mit menschen 1, 199; sein (
des buchdruckers Lother) grösztes steckenpferd war der gaul, welchen er in der einbildung vor einem blitzenden, rasselnden reitergeschwader, welches ebenfalls nur in der einbildung existirte, ritt Raabe
unseres herrgotts canzlei 47; ein dritter (
im feldlager) beschäftigte sich mit dem steckenpferde, welches er daheim in der alten stadt Magdeburg zu reiten pflegte, und war in sorgen, ob er wohl wieder zu ihm heimgelangen werde 1, 172; im übrigen reitet er unterschiedliche steckenpferde und thut seiner kappe jährlich ein paar schellen und sauberes pelzwerk zu Stifter 1, 70; jetzt hab' ich selbst ein ähnlich steckenpferd, auf diesem reit ich oft spazieren Göckingk 1, 112. (
die beobachtung,) dasz eitelkeit ein steckenpferd ist, auf dem sich alle, auch die besten unter ihnen, herumtummeln
Huldreich Wurmsamen von Wurmbrand 1, 187.
sogar: er hatte überhaupt nur zwei steckenpferde, worauf er sich heisz reiten konnte, die verachtung der welt und die strenge der erziehung Gutzkow
werke 4, 256.
mit rücksicht auf das publicum: (
gelehrte unterredungen) die weniger gemeinnützig und lehrreich werden, wenn jeder dem andern sein eigenes steckenpferd vorreiten will Nicolai
Seb. Nothanker (1773) 2, 128; sich schämen, seinem herrn ... steckenpferde vorzuführen R. Wagner 3, 241; ich reite dir alle steckenpferde vor, die ich vom schüler an, bis heute, oft theuer kauft' und wohlfeil oft verlor Göckingk 1, 95.
vgl.: auch hatte er kein steckenpferd, das ihm geld gekostet hätte Jung - Stilling 1, 352. — denn diese streitigkeit ist nun schon mein steckenpferd, das mich nie so herabwerfen kann, dasz ich den hals nothwendig brechen müszte. den stall wird man meinem steckenpferde gewisz hier nicht versagen, wenn ich ihn nicht selbst aufkündige Lessing 12, 509; das vergnügen müssen sie mir gönnen, obgleich immer einige gefahr dabei ist, einen spazierritt auf fremdem steckenpferde mitzumachen Pückler
briefwechsel 3, 352. — und hält er (
der weise) ja ein steckenpferd, so ist es diesz: der welt zu lachen! Göckingk 1, 26. 2@cc)
verblaszter, ganz in der bedeutung von '
lieblingsthema, lieblingsgedanke'
u. s. w.: sie wissen auch, dasz gespräche von schulen mein steckenpferd sind Hermes
Sophiens reise 1, 381; die alte römische geschichte ist gewöhnlich ihr steckenpferd Archenholz
England und Italien 2, 280; dieser satz war so Semlers steckenpferd Laukhard
leben 2, 134; die artillerie sowohl in ihrer theoretischen begründung als praktischen anwendung, blieb dabei sein steckenpferd Gutzkow
werke 6, 395; aber ich verschwatze mich, die sperlinge sind manchmal mein steckenpferd Fontane I 5, 62; auch über den lebensversicherungsprospekten saszen sie wieder, die für Christian zu einer art steckenpferd geworden waren Zahn
Lukas Hochstraszer 108; ist sympathie ein steckenpferd so sey sie meine lieblingsgrille Pfeffel
poet. versuche (1812) 2, 56;
sogar: sein steckenpferd ist — lichterputzen! Kind
gedichte 5, 245; der vater besah sich ... die pflanze, da er botanik als steckenpferd trieb Körner 4, 303. 2@c@aα)
als '
lieblingsansicht, lieblingsproblem'
nähert sich steckenpferd
schon dem wissenschaftlich-litterarischen schlagwort: er (
Schiller) wird ihnen gesagt haben, dasz es sein steckenpferd war, eine römische geschichte zu schreiben W. von Humboldt
an Göthe (
Göthe-jahrbuch 8, 74); sein (
Hammersteins) steckenpferd ist die wiederauffindung der römischen spuren in Deutschland Jakob
an Wilhelm Grimm im briefwechsel 432. 2@c@bβ)
als litterarisches schlagwort mit starkem spöttischem beisinn, vielleicht befördert durch den gegensatz zum musenpferde Pegasus: bedenckt nur einmal, oder wenn euch das weitläufftig sein sollte, so nehmt nur einmal an, es hätte ein genie anno 64 in einem büchelchen sein Youngisches uhu über dieses Troja durch die nacht hingeklagt, und wäre Horazens regel (
nämlich: '
nonum prematur in annum'
ars poetica 388) gefolgt, der solte schön angekommen seyn, wenn er unter die steckenpferde von 73 gerathen wäre Lichtenberg
aphorismen 3, 70; es war eine lust anzusehen, dreyssig Yoricke ritten auf ihren steckenpferden in spiralen um ein ziel herum, das sie den tag zuvor in einem schritt erreicht hätten, der der sonst beym anblick des meeres oder des gestirnten himmels nichts denken konte, schrieb andachten über eine schnupftabacksdose 2, 197; ihr ernsthaft tummelnd eure steckenpferde, ihr, tretend in der spiegelfechter trosse, ihr zielend mit nie treffendem geschosse ... und ihr, die ihr euch von der sichern erde auf eurer musen fabelhaftem rosse gen himmel spornt, ihr treibt die ärgste posse Rückert 1, 9; sie reiten nun ihr steckenpferd, sobald sie verse leimen — recht gern! vergässen sie nur nicht, sich auf die welt zu reimen! Hebbel I 7, 83;
denn: durch eure ruthen ist verwandelt worden sein Pegasus zum steckenpferd Herwegh
gedichte eines lebendigen 24.
vgl. auch oben steckenpegasus. 2@c@gγ)
als politisches schlagwort: die unabhängigkeit der kirche vom staate und die abhängigkeit der schule von der kirche ist ... jetzt sein steckenpferd Gutzkow
ritter vom geiste 7, 443; die indirekten steuern sind das steckenpferd der staatswirthe
werke (1872) 10, 39 (
deshalb auch in der zusammensetzung staatssteckenpferd: wir haben zeiten erleben müssen, wo das staatssteckenpferd zu reiten auszer stalle, gefährlicher war, als im finstern mittelalter die besteigung des religionsesels Weber
Democritos (1832) 2, 156).
besonders aber mit beziehung auf die erscheinungen der kleinstaaterei: also trabten die groszen kinder der kleinstaaterei seelenvergnügt auf ihren steckenpferden dahin Treitschke
deutsche geschichte 1, 616; grillen, launen, recht eigentlich steckenpferde sind es, die uns hindern wieder einzutreten in die reihe der nationen
hist. und polit. aufsätze 1, 196. 2@dd)
der vergleich: aber wenn man auf einem gedanken, wie auf einem steckenpferde herumreitet: so wird man seiner bald müde Sonnenfels
briefe über die wienerische schaubühne (1768) 3, 12
Wien. neudr.; der fürst von Fürstenberg reitet die musik wie Yorik sein steckenpferd Schubart
aesthetik 191;
oder als blosze apposition: wenn er (
Hieronymus) auf der orthodoxie, seinem steckenpferde, sasz, verliesz ihn alle mäszigung Zimmermann
über die einsamkeit 1, 303.
hier findet sich zugleich der naheliegende ausgangspunkt für die redewendung auf einer sache reiten, herumreiten,
sich in ausdauernder pedanterie mit ihr beschäftigen (
s. th. 8
sp. 775
unter 3
c). 2@ee)
mit einem entsprechenden adjectivischen zusatze: (
das) christliche liebeswerk, das eigentlich ihr frommes steckenpferd war Musäus
volksmärchen der Deutschen 1, 78 (
Melechsala); wenn man bei dem tugendhaften wandel noch immer ein irdisches sinnliches steckenpferd reitet, so bekommt man gewisz dereinst ein unheilbares heimweh Jung-Stilling 4, 400; wahrscheinlich war diesz ein individuelles steckenpferd dieses talentreichen, aber albernen individui, eine grille Göthe II 41, 2, 175
Weim.; die philosophie thut nach meiner meinung sehr kindisch, wenn sie sich auf ihr metaphysisches steckenpferd setzt Bode
Montaignes gedanken und meinungen 6, 358; im mittelalter war der römische kaisertitel ein gewaltiges steckenpferd der groszen Weber
Democritos (1832) 2, 152; sieh hier den spott! ein rasches steckenpferd! und doch; wie bald hab ichs nicht steif geritten Göckingk 1, 112; da doch erfahrung lehrt: oft werf' uns ab beim reiten das frommste steckenpferd Gaudy 11, 112. 2@ff)
im sprichwort: die steckenpferde sind schlechte kutschpferde Lichtenberg
aphorismen 4, 59; steckenpferde dienen nicht zum pflügen
ebenda; mit rücksicht auf die oft grosze kostspieligkeit solcher liebhabereien: ein steckenpferd friszt mehr als zehn ackergäule
sprichwörtergarten 386
bei Wander 4, 790; steckenpferde sind teurer als reitpferde (als arabische hengste) Eiselein 578; Simrock 9837; ein steckenpferd kostet oft mehr als ein reitpferd Frischbier
bei Wander 4, 790;
auf ihre gefährlichkeit: reite kein steckenpferd, das dich abwirft und nach andern ausschlägt Jähns
rosz und reiter 1, 197; steckenpferde reiten, kostet beine!
ebenda; doch: wer kein steckenpferd reitet, den reitet der teufel
quelle bei Wander 4, 791. —
in einer stärkeren verbindung mit der eigentlichen bedeutung unter 1: jedes steckenpferd taugt, sich ein kreuz daraus zu schnizen Jähns 1, 197. 33)
in weiterer zusammensetzung: steckenpferdartig, adj., nach art des steckenpferdes: Carl der grosze war das steckenpferd Napoleons und Napoleon das steckenpferd vieler millionen, die sich sogar für ihn schlachten lieszen, und trugen sie das zeichen der ehrenlegion, so bin ich einst gerne mit aufgesessen! was doch auch etwas steckenpferdartiges war Weber
Democritos (1832) 2, 162. —