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salben

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

salben verb.

Bd. 14, Sp. 1689
salben, verb. unguere. II. Formales. zu salbe, unguentum, gehörig, mhd. salben, ahd. salbôn Graff 6, 192; goth. salbôn; altsächs. salBôn, mnd. salven, nnd. salven brem. wb. 4, 585, salfen ten Doornkaat Koolman 3, 83a; mndl. salven, holl. zalven; altfries. salvia, prät. salvade Richthofen 1000a; ags. sealfjan, engl. salve; n. salve. mundartlich slma Castelli 225 (vgl.salbe 1). in älterer sprache begegnet ein starkes, nach art der reduplicierenden verba (falle, fiel) gebildetes prät.: sie .. sielben manig siechen mit dem öl. cod. Tepl. Marc. 6, 13; du silbe mir nicht mein houbet, mit öl hat si mein füeʒe gesalbet mit salbe süeʒe. Gundacher v. Judenburg in Frommanns zeitschrift 2, 534. IIII. Bedeutung. die grundbedeutung des wortes ist seiner etymologischen verwandtschaft gemäsz 'mit salbe bestreichen'. II@11) nach salbe 2. II@1@aa) zur pflege des körpers (vgl.salbe 2, a). den körper, das haupt, das haar salben. sich salben mit wohlriechender salbe, mit öl, mit köstlichem wasser: iþ þu fastands salbô haubiþ þein, jah ludja þeina þvah. Matth. 6, 17; vasuh þan Marja, sôei salbôda fraujan balsana. Joh. 11, 2; mit oliu mîn houbit ni salbôtôstû; thisiu mit salbûn salbôta mînê fuoʒʒî. Tat. 138, 12 (Luc. 7, 46); (Judith) wusch sich, und salbete sich mit köstlichem wasser. Judith 10, 3; gekleidet in purpur und mit wohlgerüchen gesalbt, brachte er (der Athenienser) die millionen des Xerxes und die rauhen Spartaner zum zittern. Schiller 9, 178; als ich anker- und zeltplatz mir hatt' erkoren — und trat aus einem bade gesalbt und geschoren. Rückert (1882) 11, 278; in den landen waʒ ein site, daʒ daʒ lut mit witze durch der lufte hitze sich biwilen salben pflac. pass. 371, 1 Hahn. der orientalischen sitte zufolge erscheinen baden oder waschen und salben verbunden: so bade dich, und salbe dich. Ruth 3, 3; da stund David auff von der erden, und wusch sich und salbet sich. 2 Sam. 12, 20 (s. auch die oben angeführten stellen Judith 10, 3 und Matth. 6, 17). in der zeit der trauer salbte man sich in alttestamentarischer zeit nicht: trage leide, und zeuch leidekleider an, und salbe dich nicht mit öle, sondern stelle dich wie ein weib, das eine lange zeit leide getragen hat uber einen todten. 2 Sam. 14, 2; man salbte den gast, um ihn zu erquicken: (quino) standandei faura fôtum is aftaro greitandei, dugann natjan fôtuns is tagram, jah skufta haubidis sainis bisvarb, jah kukida fôtum is, jah gasalbôda þamma balsana. Luc. 7, 38; da nam Maria ein pfund salben, von ungevelschster köstlicher narden, und salbete die füsze Jhesu. Joh. 12, 3; mit harte richen salben salbete si si (die füsze) im dar na. pass. 387, 12 Hahn. Christo die füsze salben, bildlich: wie ich denn hoff, das fromme herrn, die gerne in dem himmel wern, wol werden wissen allenthalbn Christo der art die füsz zusalbn, das sie für seinem angesicht sich werden dörffen schemen nicht. Ringwaldt laut. wahrh. 338. II@1@bb) symbolisch (vergl.salbe 2, b). nach alttestamentarischem brauche wird der priester bei der einsetzung in sein amt gesalbt. so hat gott es befohlen: und solt Aaron und seine söne fur die thür der hütten des stiffts füren, und mit wasser wasschen. und Aaron die heilige kleider anziehen, und salben und weihen, das er mein priester sey. und seine söne auch ... salben, wie du ihren vater gesalbet hast, das sie meine priester seien, und diese salbung sollen sie haben zum ewigen priesterthum bey jren nachkommen. 2 Mos. 40, 12—15; so ein priester der gesalbet ist, sündigen würde, das er das volck ergert, der sol fur seine sünde .. einen jungen farren bringen der on wandel sey, dem herrn zum sündopffer. 3 Mos. 4, 3. ebenso wird der fürst, der könig gesalbt: und der herr sprach, auff, und salbe jn (David), denn der ists. da nam Samuel sein olehorn und salbet jn, mitten unter seinen brüdern, und der geist des herrn geriet uber David, von dem tag an und fürder. 1 Sam. 16, 12. 13. in freierer syntaktischer fügung einen könig, einen fürsten über sich salben, bei Luther: die bewme giengen hin, das sie einen könig uber sich salbeten, und sprachen zum olebawm, sey unser könig. richter 9, 8; und Samuel der prophet des herrn, von seinem gott geliebt, richtet ein königreich an, und salbete fürsten uber sein volck. Sir. 46, 16. einen zum priester, zum könige salben: das husz Juda hatt mich gesalbet im zuo eynem künig. 4. bibelübers. bei Kehrein deutsche gramm. des 15.—17. jahrh. 3, § 316 (2 Sam. 2, 7); das sind die namen der söne Aaron, die zu priester gesalbt waren und jre hende gefüllet zum priesterthum. 4 Mos. 3, 3; morgen umb diese zeit wil ich einen man zu dir senden, aus dem lande Ben Jamin, den soltu zum fürsten salben uber mein volck Israel. 1 Sam. 9, 16; Samuel aber sprach zu Saul, der herr hat mich gesand, das ich dich zum könige salbete uber sein volck Israel. 1 Sam. 15, 1; und die menner Juda kamen und salbeten daselbs David zum könige uber das haus Juda. 2 Sam. 2, 4. weil dies salben auf geheisz gottes geschieht, heiszt es der herr salbt den priester, den könig: denn es wer von gott Ahasja der unfal zugefügt, das er zu Joram keme, und also mit Joram auszöge wider Jehu den son Nimsi, welchen der herr gesalbet hatte, auszurotten das haus Ahab. 2 chron. 22, 7; (gott spricht) ich habe funden meinen knecht David, ich hab ihn gesalbet mit meinem heiligen ole. ps. 89, 21. wie in diesen fällen, so soll auch bei der letzten ölung das salben ein symbol der entsündigung und stärkung sein: ist jemand kranck? der ruffe zu sich die eltesten von der gemeine, und lasse sie uber sich beten und salben mit ole, in dem namen des herrn, und das gebet des glaubens wird dem krancken helffen, und der herr wird ihn auffrichten, und so er hat sünde gethan, werden sie jm vergeben sein. Jac. 5, 14. 15. mit weiterer ausdehnung der symbolik werden dann auch gegenstände gesalbt, die geheiligt, geweiht sein sollen: ich bin der gott zu Beth El, da du den stein gesalbet hast, und mir daselbs ein gelübde gethan. 1 Mos. 31, 13; und solt den altar entsündigen, wenn du jn versünest, und solt jn salben, das er geweihet werde. 2 Mos. 29, 36; mache ein heiliges salböle, nach der apoteker kunst. und solt da mit salben die hütten des stiffts, und die laden des zeugnis, den tisch mit alle seinem gerete. den leuchter mit seinem gerete, den reuchaltar, den brandopferungsaltar mit alle seinem gerete, und das handfas mit seinem fus. und solt sie also weihen, das sie das allerheiligst seien. 30, 25—29; und Mose nam das salböle, und salbet die wonung, und alles was drinnen war, und weihet es. 3 Mos. 8, 10. bildliche wendungen: wie gott den selbigen Jhesum von Nazareth gesalbet hat mit dem heiligen geiste und krafft. ap. gesch. 10, 38; David .. bittet .., der vatter wölle jhn .. mit der himlischen salbung dem heiligen geiste salben und versigeln. Mathesius Sar. (1571) 73b; salbt ihm sein herz mit hoher himmlischer gesinnung. Claudius 3, 74, ähnlich auch salben ohne weiteren zusatz wie heiligen, weihen: goth. aþþan sa gaþvastjands unsis miþ izvis in Xristau jah salbônds uns guþ. 2 Cor. 1, 21; der geist des herrn ist uber mir, darumb hat mich der herr gesalbet. Jes. 61, 1; gott ists aber, der uns befestiget sampt euch in Christum, und uns gesalbet. 2 Cor. 1, 21. das part. prät. wird im sinne der hier entwickelten bedeutung substantivisch gebraucht: der gesalbet, Christus, lat. unctus. Dasypodius; gesalbter des herrn, rex et propheta. Stieler 1673; vermuthlich gehört es zu der ordnung der moralischen welt, dasz ein könig wie dieser da, der sich doch auch einen gesalbten des himmels zu nennen wagt, so mit den menschen umspringen darf und kann. Klinger 3, 191; stehts preysen wil ich got, der mit barmhertzigkeit seinen gesalbten stets bewahret und bewehret. Weckherlin 73; (wie) alles volk im staube tief hosjanna dem gesalbten! rief. Schiller 3, 173. II@1@cc) der ringer salbt sich, um sich den körper zum kampfe geschmeidig zu machen. Reineke Fuchs vor dem zweikampf mit dem wolfe: als der könig Reineken sah, wie dieser am kreise glatt geschoren sich zeigte, mit öl und schlüpfrigem fette über und über gesalbt, da lacht er über die maszen. Göthe 40, 213 (niederd. alsus veth gesmeret Rein. Vos 6251). II@1@dd) zu heilzwecken (vgl.salbe 2, c): salbôtun mit olu managê siohhê inti heiltun. Tat. 44, 29 (Marc. 6, 13); im bilde: salbe deine augen mit augensalbe, das du sehen mügest. off. Joh. 3, 18; salbe den patienten alszdann wol mit einem guten warmen camillenöl, rosenöll, darein ein wenig saffran gethan ist, oder dachszschmaltz, umb die wunden, rucken und halsz. Würtz wundarzn. (1612) 119; noch sind in Rom die unglücklichen, die er (der marktschreier) gesalbt und elend gemacht hat. Göthe 35, 32; man pant den dort, man salbt den hie, dem dort die arm, dem hie diu knie. U. v. Lichtenstein 95, 27. die wunden salben: sinen halsberc zu houwen zugen im ûʒ die frouwen und salbeten sine wunden so sie beste kunden. Herb. v. Fritslar 12777; den (jungfrauen) bevalch er in dô, daʒs im sîne wunden salbetn unde bunden. Iwein 5616; (im bilde:) ich salbe mit vil süeʒer salben mîne wunden hie und dort in dem herzen allenthalben. U. v. Lichtenstein 544, 13. mit falscher auffassung des unter f erwähnten brauches heiszt es im Alsfelder passionsspiel: mir woln eme (dem todten Jesus) zu dissen stunden salben sine wunden. 7637. II@1@ee) als zaubermittel (vergl.salbe 2, d): den körper salben, um ihn kugelfest zu machen. II@1@ff) zur erhaltung eines leichnams (vergl.salbe 2, e): inti uuidaruuerbenti garauuitun pîminzûn inti thiâ salbûn, thaʒ siê qumenti salbôtîn inan. Tatian 214, 2 (Marc. 16, 1); und da der sabbath vergangen war, kaufften Maria Magdalena, und Maria Jacobi und Salome specerey, auf das sie kemen, und salbeten jn. Marc. 16, 1; Marcus und Lucas sagen, dasz die weiber ... nach verlauf des sabbaths den leichnam Christi auch salben wollen. Lessing 10, 67; alts. that sia thena lîk-hamunliobes hêrron suno drohtinessalbon muostin, wundun writanan. Heliand 5790 (vgl. oben Alsfeld. passionsspiel 7637); ther (Nicodemus) bráng mit imo in warasálbun filu díura, Krist zi sálbonne,so thar was sítu thanne. Otfrid 4, 35, 20; die (drei Marieen) hetten sich dar uf bereit an guter salben richeit, daʒ si den licham salben wolden allenthalben. pass. 90, 38 Hahn. bildlich: wie sie nun ... den todten mit thränen salben. Klinger 1, 83. II@22) nach salbe 3 und 4 in der bedeutung 'mit fett bestreichen, schmieren, fett machen' auf gegenstände bezogen: dar umme die müter, die zierent und zu tantz schmücken, die tuond glich eim, der durre strowerck oder rysach salbt mit öle oder schmaltz, daʒ es dest bass brynne, und in das füer würffet. altd. blätter 1, 57 (15. jahrh.); nim .. ungesewrt brot und ungesewrte kuchen mit öle gemenget, und ungesewrte fladen mit öle gesalbet. 2 Mos. 29, 2. die schuhe, stiefel salben: sanctus Bernhardus der was in seim closter abt, derselbig salbet seine schuch, wiewol er ir aller abt was. Keisersberg (1488) pred. 77b; als der patient so mit ihm reden hörte, liesz er sich sogleich die stiefel salben, und machte sich auf den weg, wie ihm der doctor befohlen hatte. Hebel 2, 141. salben nennt man auch das bestreichen der bienenkörbe mit honig und zuthaten von wohlriechenden kräutern, wodurch die schwärme angelockt werden sollen. bienenwörterb. (1765) 71. über das symbolische salben von gegenständen vgl. oben 1, b. wie man durch salben, schmieren ein gerät, ein werkzeug brauchbar erhält, so bedarf nach dem volkswitz auch die kehle des salbens, d. h. des anfeuchtens: wo-me so schwätzt und singt und raucht, do mues-men au salbe, ass es wider lauft. Seiler 248a; im mndl. Reinaert heiszt es mit ähnlichem bilde: dar lach so veel spisen, dat mi wonderde, wannen si was comen: herten, hinden (ic encans niet noemen) patrisen, roeken unde recalven. mit al dese mocht ic mi salven. 6598. II@33) seltener ist salben im sinne von 'bestreichen, einreiben' schlechthin, meist unter anlehnung an die oben erwähnten bedeutungen: man spricht auch, daʒ der asch auʒ dem unk geprant die art, wer silber damit salb und temperier, daʒ nem goltvarwe. Megenberg 264, 26; der sternschlangen vergift ist tœtleich, sam Plinius spricht, aber ain erznei ist dâ wider, daʒ man zemült schorpenflaisch und salbet die vergiften stat dâ mit. 280, 29. im bilde: dem der mantel umfaltete die glieder — und der schlummer salbte die augenlieder. Rückert (1882) 11, 490; trinket nur brav und haltet das wasser, und kommt ihr des morgens in den kreis, so macht es gescheidt, benetzet den rauhen wedel über und über und sucht den gegner zu treffen; könnt ihr die augen ihm salben, so ist's am besten gerathen. Göthe 40, 208; nachdem er dem gegner so die augen gesalbt, entsprang er seitwärts. 215. II@44) in älterer sprache findet sich das wort auch als 'reiben, streichen' mit dem acc. des gegenstandes, der gerieben wird, verbunden: salbôta then leimon ubar sînu ougûn, levit lutum super oculos ejus. Tatian 132, 4 (Joh. 9, 6). II@55) an der besonders den mundarten angehörigen verwendung von salben in der bedeutung 'besudeln' mag in gleichem masze salben, unguere und das damit formell zusammengefallene vorige wort antheil haben. man vergleiche den ähnlichen gebrauch von schmieren. so nd.: he salvet'r allerwegen mit herum, er beschmiert und befleckt alles damit. brem. wb. 4, 585; mit dem eten up'n teller herum salven, mit dem essen auf dem teller herumschmieren. ebenda; he salvet daar so veel henup sagt man von einem pfuscherhaften maler, der die farben zu dick aufträgt. ebenda. vgl. auch besalben oben theil 1, 1540. II@66) mundartlich für langsam arbeiten. Schmid 446. II@77) scherzhafte übertragung nach salbe 5 ist der gebrauch im sinne von 'schlagen'. so mit streichen, mit steinen salben: büt mir ein frisch ruoten har, sin lon wil ich im geben bar, und in mit streichen salben wol. Mone schausp. des mittelalters 2, 299; ich wolt, das ich die alle sol mit kislingschmalz recht salben wol, die von irm nechsten sagen schand, die sie an im nie habn erkant. schausp. aus dem 16. jh. 1, 96 Tittmann. auch ohne zusatz Schm. 2, 263. Castelli 225. Frommanns zeitschrift 4, 46 (niederöstr.). den hintern salben. Seiler 248a (vgl. schmieren). II@88) die wendung die hände salben wird in deutlichem bilde für 'bestechen' gebraucht: ir solten einmal dem richter die hend schmieren oder salben. Pauli schimpf u. ernst (1546) 24; sich wil ein altsz weip gen dir zukaufen, die orenkraut dir allenthalben, und maint, du solt ir die hend salben. fastn. sp. 161, 26. in gleicher bedeutung begegnet mit geld salben: mnd. de keyser (Karl V.) hadde der fursten hovetlude mit gelde gesalvet, dat se dem keyser trouwer weren den oren forsten. quelle bei Schiller-Lübben 4, 18b. salben und schmieren: der aignet inen Schenkenberg auch mit guetem willen, und dorft an dem ort kains salbens oder schmirbens. Zimm. chr. 3, 38, 31; sprichwörtlich: schmire und salbe (bestechen) hilft alledhalbe. Seiler 248a. Hunziker 215. II@99) mhd. auch wie 'schmeicheln': her is wis der di zungen midet die vor salbit und nach snidet. W. v. Elmendorff 140; eʒ ist im übele geschehen der dem ungetriuwen man niender niht entwîchen kan: swen er salbet, daʒ ist ein schâch, den erwürget er dar nâch. Reinh. Fuchs 327, 1005.
15330 Zeichen · 302 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    salbenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    salben swv. BMZ auch mit red. prät. du silbe (sielbe) Fromm. 2,534 ( Gundacher von Judenburg 55 b ), si sielben Mone 8,5…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Salben

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Salben , verb. reg. act. 1) * Im weitesten Verstande, mit einem schlüpfrigen flüssigen Körper bestreichen oder beschmier…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    salben

    Goethe-Wörterbuch

    salben 1 den Körper od Körperteile mit einer (ölig-)flüssigen od cremigen Substanz bestreichen a Haut (u Haare) mit eine…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Salben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Salben ( Unguenta ), äußerlich anzuwendende Heilmittel von der Konsistenz der Butter, die aus einer Salbengrundlage ( Sa…

  5. modern
    Dialekt
    salben

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    salbe n , sälbe n [sàlwə O. U.; sèlpə Pfetterhsn. ; salwə Tagolsh. ] 1. salben, mit Fett einschmieren. D Schue h s. Horb…

  6. Sprichwörter
    Salben

    Wander (Sprichwörter)

    Salben 1. Durch salben vnd schmieren wird das Spiel verblettert. – Henisch, 406, 57; Petri, II, 157. 2. Salb du mich, so…

  7. Spezial
    salben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    sal|ben I vb.tr. (mit Salbe einreiben) 1 unje (unj, unt), sferié ite cun n unghënt 2 (weihen) unje (unj, unt) II vb.refl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit salben

53 Bildungen · 40 Erstglied · 9 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von salben 2 Komponenten

sal+ben

salben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

salben‑ als Erstglied (30 von 40)

salbenbaum

DWB

salben·baum

salbenbaum , m. 1) populus nigra, aus deren blätterknospen das bekannte pappelöl, populneum, im österreichischen ' bettlersalbe ', bereitet …

salbenbüchse

DWB

salben·buechse

salbenbüchse , f. unguentarium Dief. gloss. 627 a , salbpuchs, -puszen, -buchsen, alabastrum 20 a , salbbüchs Dasyp. Maaler 342 a , salbbüch…

salbenbühse

KöblerMhd

salben·bühse

salbenbühse , st. F. nhd. Salbenbüchse ÜG.: lat. alabastrum Gl, unguentarium Gl Hw.: vgl. mnd. salvenbüsse Q.: Gl (15. Jh.?) I.: Lüt. unguen…

Salbëndbëndel

ElsWB

Salbëndbëndel [Sàlwapal K. Z. ] n. der abgetrennte Rand eines Kleides, zu einem Strumpfband verarbeitet.

Salbëndschueh

ElsWB

salb·endschueh

Salbëndschue h [Sàlwæntŷ Str. ; Sàlwaỳè Hf. ] m. aus dem Zettelende des Tuches hergestellter Pantoffel Str. Hf. Syn. Salbëndsocke n .

Salbëndsocken

ElsWB

salb·endsocken

Salbëndsocke n [Sàlwantsòkə Mütt. ; Sàlwasòkə K. Z. ] m. Socken (Tuchschuhe) aus abgetrennten Zeugrändern hergestellt. D S. gë ben warm Müt…

salbenduftend

DWB

salben·duftend

salbenduftend , adj. von salben duftend: die ernsthaftigkeit der salbenduftenden parlamentsräthe. Meiszner bei Campe.

salbeneimerlîn

LexerN

salben-eimerlîn stn. salbenbüchse. in der linken hende sîn trûg he ( arzt ) ein salbineimirlîn Schb. 309,5. 310,16.

salbeneimerlīn

KöblerMhd

salbeneimerlīn , st. N. nhd. „Salbeneimerlein“, Salbenbüchse, Salbeneimer Q.: PfzdHech (2. Hälfte 14. Jh.) E.: s. salben, eimerlīn W.: nhd. …

salben II

RhWB

salben II -a·l.w- (Abl. zu sallen?) Bernk-Wehlen schw.: empfindlich, verwöhnt, verhätschelt sein u. gerne weinen; dat Kend salft. — Abl.: di…

salbenklicker

DWB

salben·klicker

salbenklicker , m. salbenkleckser, verächtlich für salbenkrämer oder wundarzt, bader: wurmsamen krämer, salbenklicker. Fischart aller pract.…

salbenkrämer

DWB

salben·kraemer

salbenkrämer , m. dass. wie salbenhändler. salbkrämer oder verköuffer, der kostliche und wolgeschmackte salb verkaufft, myropola. Maaler 342…

salbenkram

DWB

salben·kram

salbenkram , m. 1) seplasarium, handel mit salben. Frisch 2, 145 a . 2 ) allerlei salben, verächtlich. Campe. Philander 1, 179 ( d. stelle u…

Salbenkrämer

DRW

Salbenkrämer, m. umherziehender Verkäufer von Salben vgl. Krämer (II) das sy [meister schärer] ... frömbd, landtstrychende artzet unnd salbe…

salbenmache

KöblerMhd

salben·mache

salbenmache , sw. F. nhd. Salbenhändlerin ÜG.: lat. unguentaria Gl Q.: Gl (Ende 12. Jh.) E.: s. salbe, machen (1) W.: nhd. DW- L.: Glossenwö…

salbenmacher

DWB

salben·macher

salbenmacher , m. : salbmacher, -mecher, unguentarius. Dief. gloss. 627 a . salbmacher, salbverköuffer den leyb zebeschmirwen. Maaler 342 a …

salbenmachære

KöblerMhd

salbenmachære , st. M. nhd. Salbenmacher ÜG.: lat. unguentarius Gl Hw.: vgl. mnl. salvemaker, mnd. salvenmākære* Q.: Schachzb (1375-1400) (F…

salbenmarkt

DWB

salben·markt

salbenmarkt , m. verkaufsstätte für salben: salbenmark, seplasia Dief.-Wülcker 828 ( seplasia war eine gasse in Capua, wo salben verkauft wu…

salbenruch

DWB

salben·ruch

salbenruch , m. geruch von salben: balsomen- vel selbinroch, balsamaticus. Dief. gloss. 67 a .

salbenschmeckig

DWB

salben·schmeckig

salbenschmeckig , adj. : salbensmekchig, balsamaticus Dief. gloss. 67 a , salem-smeckig, selbin-smeckig, salmaticus. nov. gloss. 47 b .

salben als Zweitglied (9 von 9)

b(e)salben

Idiotikon

b(e)salben Band 7, Spalte 816 b(e)salben 7,816

besalben

DWB

bes·alben

besalben , perungere, mit salbe einreiben, nnl. bezalven: 1 1) beflecken: wie würde dieser fleck nicht unsern ruhm besalben? Lohenst. Cleop.…

durchsalben

DWB

durch·salben

durchsalben , durch und durch mit öl bestreichen, perungere Stieler 1672 . ahd. durhsalbôn Graff 6, 193 .

einsalben

DWB

eins·alben

einsalben , inungere, dän. indsalve, einölen: dasz sie vor ihrem ende noch oder vielleicht zu anzeigung desselben eingesalbet worden. pol. c…

gesalben

KöblerMhd

ges·alben

gesalben , sw. V. nhd. salben Hw.: vgl. mnl. gesalven Q.: EvSPaul, EvB (FB gesalben), Rol (um 1170), StrKarl E.: s. ge, salben W.: nhd. DW- …

hantsalben

KöblerMhd

hant·salben

hantsalben , st. N. nhd. „Handsalben“, Bestechen Q.: ErzIII (1233-1267) (FB hantsalben) E.: s. hant, salben W.: nhd. DW-

ūfsalben

Idiotikon

ūfsalben Band 7, Spalte 814 ūfsalben 7,814

Ableitungen von salben (4 von 4)

besalben

DWB

besalben , perungere, mit salbe einreiben, nnl. bezalven: 1 1) beflecken: wie würde dieser fleck nicht unsern ruhm besalben? Lohenst. Cleop.…

ersalben

DWB

ersalben , perungere, einsalben: und sol ihn ( den kindern ) dieselbigen ( zanbäller ) wol ersalben und schmieren mit hünerschmalz, hasenhir…

gesalben

KöblerMhd

gesalben , sw. V. nhd. salben Hw.: vgl. mnl. gesalven Q.: EvSPaul, EvB (FB gesalben), Rol (um 1170), StrKarl E.: s. ge, salben W.: nhd. DW- …

Versalben

Campe

Versalben , v. trs . durch Salben verbrauchen, alle machen. Alle Salbe versalben . »— eine alte Dame, die vom Elixir mehr versalbte , als ge…