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Salben

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
22 in 18 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Salben v., trs

Bd. 4, Sp. 16a
Salben, v. trs. überhaupt mit einem weichen oder flüssigen schlüpfrigen Körper bestreichen, beschmieren. So gebrauchte man es ehemahls für, mit Farben bestreichen, wie auch im N. D. noch für, mit einem schmierigen Körper besudeln. S. Besalben. Mit dem Essen herumsalben, im N. D. damit sudeln. I engerer Bedeutung, mit Salbe bestreichen, sowol um dadurch zu heilen, als auch und besonders, mit wohlriechender Salbe und wohlriechenden und andern Ölen bestreichen, zu anderem Zwecke. So salbten sich die Alten zu ihren Gastmählern, im Bade  So salbten sich die Fechter der Alten mit Öl, um den Körper schlüpfrig zn machen. Einen Leichnam salben, ihn mit Salben und ähnlichen Stoffen bestreichen sowol ihn dadurch zu ehren, als auch ihn dadurch vor der Verwesung zu bewahren, wozu er aber auch noch mit der Fäulniß widerstehenden Stoffen ausgefüllt wurde (einbalsamiren). S. Balsamen, Einbalsamen. — »Einen Stein salben,« mit Öl begießen. 1 Mos. 31, 13. I noch engerer Bedeutung ist salben mit dem Salböle, dem sinnbildlichen Zeichen der priesterlichen und königlichen Würde, bestreichen. Einen König salben. Einen zum Priester, Könige salben. So wurden die Könige der Franzosen vormahls zu Rheims gesalbt. Daher nennt man solche Könige gesalbte Häupter, Gesalbte. Da ihnen durch dieses Salben eine höhere Würde ertheilt wird, so bedeutet salben uneigentlich auch, höhere Würde, und, höhere Einsicht, Weihe mittheilen. Wie ein Gesalbter sprechen. D. Salben. D. — ung, besonders auch in der letzten uneigentlichen Bedeutung. Mit Salbung sprechen. Mit vieler hoher Salbung predigen. Durch Salbung, Drohen, Geld und Schrei'n. Soltau. »— der Bräutigam, — dem die Salbung hoher heiliger Liebe aus den Augen und der Stirn duftete.« Ewald.
1745 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    salbenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    salben swv. BMZ auch mit red. prät. du silbe (sielbe) Fromm. 2,534 ( Gundacher von Judenburg 55 b ), si sielben Mone 8,5…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Salben

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Salben , verb. reg. act. 1) * Im weitesten Verstande, mit einem schlüpfrigen flüssigen Körper bestreichen oder beschmier…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    salben

    Goethe-Wörterbuch

    salben 1 den Körper od Körperteile mit einer (ölig-)flüssigen od cremigen Substanz bestreichen a Haut (u Haare) mit eine…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Salben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Salben ( Unguenta ), äußerlich anzuwendende Heilmittel von der Konsistenz der Butter, die aus einer Salbengrundlage ( Sa…

  5. modern
    Dialekt
    salben

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    salbe n , sälbe n [sàlwə O. U.; sèlpə Pfetterhsn. ; salwə Tagolsh. ] 1. salben, mit Fett einschmieren. D Schue h s. Horb…

  6. Sprichwörter
    Salben

    Wander (Sprichwörter)

    Salben 1. Durch salben vnd schmieren wird das Spiel verblettert. – Henisch, 406, 57; Petri, II, 157. 2. Salb du mich, so…

  7. Spezial
    salben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    sal|ben I vb.tr. (mit Salbe einreiben) 1 unje (unj, unt), sferié ite cun n unghënt 2 (weihen) unje (unj, unt) II vb.refl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit salben

53 Bildungen · 40 Erstglied · 9 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von salben 2 Komponenten

sal+ben

salben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

salben‑ als Erstglied (30 von 40)

salbenbaum

DWB

salben·baum

salbenbaum , m. 1) populus nigra, aus deren blätterknospen das bekannte pappelöl, populneum, im österreichischen ' bettlersalbe ', bereitet …

salbenbüchse

DWB

salben·buechse

salbenbüchse , f. unguentarium Dief. gloss. 627 a , salbpuchs, -puszen, -buchsen, alabastrum 20 a , salbbüchs Dasyp. Maaler 342 a , salbbüch…

salbenbühse

KöblerMhd

salben·bühse

salbenbühse , st. F. nhd. Salbenbüchse ÜG.: lat. alabastrum Gl, unguentarium Gl Hw.: vgl. mnd. salvenbüsse Q.: Gl (15. Jh.?) I.: Lüt. unguen…

Salbëndbëndel

ElsWB

Salbëndbëndel [Sàlwapal K. Z. ] n. der abgetrennte Rand eines Kleides, zu einem Strumpfband verarbeitet.

Salbëndschueh

ElsWB

salb·endschueh

Salbëndschue h [Sàlwæntŷ Str. ; Sàlwaỳè Hf. ] m. aus dem Zettelende des Tuches hergestellter Pantoffel Str. Hf. Syn. Salbëndsocke n .

Salbëndsocken

ElsWB

salb·endsocken

Salbëndsocke n [Sàlwantsòkə Mütt. ; Sàlwasòkə K. Z. ] m. Socken (Tuchschuhe) aus abgetrennten Zeugrändern hergestellt. D S. gë ben warm Müt…

salbenduftend

DWB

salben·duftend

salbenduftend , adj. von salben duftend: die ernsthaftigkeit der salbenduftenden parlamentsräthe. Meiszner bei Campe.

salbeneimerlîn

LexerN

salben-eimerlîn stn. salbenbüchse. in der linken hende sîn trûg he ( arzt ) ein salbineimirlîn Schb. 309,5. 310,16.

salbeneimerlīn

KöblerMhd

salbeneimerlīn , st. N. nhd. „Salbeneimerlein“, Salbenbüchse, Salbeneimer Q.: PfzdHech (2. Hälfte 14. Jh.) E.: s. salben, eimerlīn W.: nhd. …

salben II

RhWB

salben II -a·l.w- (Abl. zu sallen?) Bernk-Wehlen schw.: empfindlich, verwöhnt, verhätschelt sein u. gerne weinen; dat Kend salft. — Abl.: di…

salbenklicker

DWB

salben·klicker

salbenklicker , m. salbenkleckser, verächtlich für salbenkrämer oder wundarzt, bader: wurmsamen krämer, salbenklicker. Fischart aller pract.…

salbenkrämer

DWB

salben·kraemer

salbenkrämer , m. dass. wie salbenhändler. salbkrämer oder verköuffer, der kostliche und wolgeschmackte salb verkaufft, myropola. Maaler 342…

salbenkram

DWB

salben·kram

salbenkram , m. 1) seplasarium, handel mit salben. Frisch 2, 145 a . 2 ) allerlei salben, verächtlich. Campe. Philander 1, 179 ( d. stelle u…

Salbenkrämer

DRW

Salbenkrämer, m. umherziehender Verkäufer von Salben vgl. Krämer (II) das sy [meister schärer] ... frömbd, landtstrychende artzet unnd salbe…

salbenmache

KöblerMhd

salben·mache

salbenmache , sw. F. nhd. Salbenhändlerin ÜG.: lat. unguentaria Gl Q.: Gl (Ende 12. Jh.) E.: s. salbe, machen (1) W.: nhd. DW- L.: Glossenwö…

salbenmacher

DWB

salben·macher

salbenmacher , m. : salbmacher, -mecher, unguentarius. Dief. gloss. 627 a . salbmacher, salbverköuffer den leyb zebeschmirwen. Maaler 342 a …

salbenmachære

KöblerMhd

salbenmachære , st. M. nhd. Salbenmacher ÜG.: lat. unguentarius Gl Hw.: vgl. mnl. salvemaker, mnd. salvenmākære* Q.: Schachzb (1375-1400) (F…

salbenmarkt

DWB

salben·markt

salbenmarkt , m. verkaufsstätte für salben: salbenmark, seplasia Dief.-Wülcker 828 ( seplasia war eine gasse in Capua, wo salben verkauft wu…

salbenruch

DWB

salben·ruch

salbenruch , m. geruch von salben: balsomen- vel selbinroch, balsamaticus. Dief. gloss. 67 a .

salbenschmeckig

DWB

salben·schmeckig

salbenschmeckig , adj. : salbensmekchig, balsamaticus Dief. gloss. 67 a , salem-smeckig, selbin-smeckig, salmaticus. nov. gloss. 47 b .

salben als Zweitglied (9 von 9)

b(e)salben

Idiotikon

b(e)salben Band 7, Spalte 816 b(e)salben 7,816

besalben

DWB

bes·alben

besalben , perungere, mit salbe einreiben, nnl. bezalven: 1 1) beflecken: wie würde dieser fleck nicht unsern ruhm besalben? Lohenst. Cleop.…

durchsalben

DWB

durch·salben

durchsalben , durch und durch mit öl bestreichen, perungere Stieler 1672 . ahd. durhsalbôn Graff 6, 193 .

einsalben

DWB

eins·alben

einsalben , inungere, dän. indsalve, einölen: dasz sie vor ihrem ende noch oder vielleicht zu anzeigung desselben eingesalbet worden. pol. c…

gesalben

KöblerMhd

ges·alben

gesalben , sw. V. nhd. salben Hw.: vgl. mnl. gesalven Q.: EvSPaul, EvB (FB gesalben), Rol (um 1170), StrKarl E.: s. ge, salben W.: nhd. DW- …

hantsalben

KöblerMhd

hant·salben

hantsalben , st. N. nhd. „Handsalben“, Bestechen Q.: ErzIII (1233-1267) (FB hantsalben) E.: s. hant, salben W.: nhd. DW-

ūfsalben

Idiotikon

ūfsalben Band 7, Spalte 814 ūfsalben 7,814

Ableitungen von salben (4 von 4)

besalben

DWB

besalben , perungere, mit salbe einreiben, nnl. bezalven: 1 1) beflecken: wie würde dieser fleck nicht unsern ruhm besalben? Lohenst. Cleop.…

ersalben

DWB

ersalben , perungere, einsalben: und sol ihn ( den kindern ) dieselbigen ( zanbäller ) wol ersalben und schmieren mit hünerschmalz, hasenhir…

gesalben

KöblerMhd

gesalben , sw. V. nhd. salben Hw.: vgl. mnl. gesalven Q.: EvSPaul, EvB (FB gesalben), Rol (um 1170), StrKarl E.: s. ge, salben W.: nhd. DW- …

Versalben

Campe

Versalben , v. trs . durch Salben verbrauchen, alle machen. Alle Salbe versalben . »— eine alte Dame, die vom Elixir mehr versalbte , als ge…