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treuge

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

treuge adj.

Bd. 22, Sp. 347
treuge, adj. , siccus, weitverbreitete dialektische nebenform zu trocken (s. d.), die im ostmitteldeutschen, d. h. im erzgeb.-böhmischen (vgl. das vb. treugen bei Jelinek mhd. wb. 723), obersächsischen (Müller-Fraureuth 1, 248b), schlesischen u. hochpreuszischen neben trucken, trocken bis ins 18. jh. verwendung in der schriftsprache fand (z. b. noch bei Lessing), doch immer eine gewisse mundartliche färbung behielt und deshalb von den meisten ostmd. dichtern gemieden wurde (z. b. von Gryphius). zuweilen (wie bei Luther, Carlstadt) nur als variation neben trocken (s. u. 1 b). im ostmd. seit dem 13. jh. belegt, während die räumlich weniger verbreiteten westmd. formen (vgl. z. b. druge bei Lacomblet urkundenb. f. d. gesch. d. Niederrheins 3, nr. 315 [1337]; druyge nr. 670 [Cöln 1366]; druge chron. d. dt. städte 13, 93 [Cöln 15. jh.]; druges voisses ebda 126 sowie rhein. drüge als grundlage von formen wie drüch, dreich, drei u. s. w., s. rhein. wb. 1, 1516) bis auf die Leidener hs. des Williram zurückreichen (s. u. 1 c). im laufe des 18. jhs. verschwindet treuge auch im osten immer mehr aus der schriftsprache, bleibt dagegen in der mundart lebendig. am längsten hält es sich in sprichwörtern (s. unten 1 b ende) und componiert in fachsprachlichen ausdrücken, s. unten 5. entrundete formen sind weit verbreitet, vgl. mundartliches treiche trocken J. Blumer nordwestböhmische ma. 31b; dreiche Pasch Altenburger bauerndeutsch (1878) 91 sowie oben dreich, drei. im ostmd. auch schriftsprachlich: treige Mengering kriegsbelial (Dresden 1633) 185; Amaranthes frauenz.-lex. (Leipzig 1715) 1040; 2040. apocopiert, gern vor guttural und vocal des folgenden wortes: ob es treug worden Leipz. stadtrechn. (1517/18 hs.) fol. 57; das ... treug gemacht wird L. Ercker mineral. (1598) 24a; so wohl auch: dreuch gemacht Carlstadt was sundt sei (1523) b 4a; das treug ertz Ph. Bech Agricola bergw. (1621) 239; das treug element Tobias Hübner siebentageszeit (1661) 123, sonst: dreug siccus Schottel haubtsprach (1663) 1304; treug droog Kramer hochniderteutsch (1719) 2, 215c; treug trocken Weitenauer orthogr. wb. (1764) 146. mundartlich z. b. treug, treich Müller-Fraureuth obersächs.-erzgeb. 1, 248b, sowie oben rhein. dreich, drüch. [] die umlautsbezeichnung ist in älterer zeit nach md. schreibgebrauch oft unterblieben, ohne dasz aus formen wie truge (s. u. 1 a, 1 b u. ö.) sprachliche schlüsse zu ziehen wären. treuge ist aus dem mittelfränk. durch kolonisation nach Ostmitteldeutschland verpflanzt worden, vgl. Th. Frings sprache u. siedl. i. md. osten, ber. d. sächs. ak. d. wiss. 84, 6. mfränk. dreug(e), undiphthongiert drüg(e) weist auf eine germanische vorstufe *drûgi zurück, die als ja-ableitung zu einer germanischen wurzel *dreug-, *draug-, *drug- gehört, s. Fick-Torp 213; für diese hat sich eine überzeugende auszergermanische entsprechung nicht nachweisen lassen; dasz sie durch gramm. wechsel aus einer älteren wurzel mit auslautendem h entstanden sei, wie R. Kögel Paul u. Braunes beitr. 14, 105 anm. annimmt, läszt sich aus ags. druh 'pulvis' dréahnian 'seihen' (vgl. nordfries. drūgen 'seihen') und ahd. ortsnamen wie Druhireod nicht zwingend folgern, vgl. im übrigen trocken. die aus älterem *drûgi hervorgegangenen dt. formen finden ihre genaue entsprechung in ags. drŷge, drîge, ne. dry Bosworth-Toller 213a; als nächstverwandte form gehört dazu mnd. droge (vgl. Schiller-Lübben 1, 579b), nd. drög(e), nl. droog Franck-v. Wijk 137a, das auf eine germ. vorform *draugi zurückgeht, aus der auch die formen der verschiedenen nd. dreuge-gebiete um Soest, Osnabrück, Hameln und Hamburg sowie im östlichen Pommern erwachsen sind; diese hat man also ihrem ursprunge nach von den md. treuge-gebieten fernzuhalten. bedeutung und gebrauch. im wesentlichen mit dem von trocken übereinstimmend, mundartlich mit diesem in verstärkender verbindung und zusammensetzung wie: trucken un dreiche Pasch Altenburger bauerndeutsch 91; drugndreich 'trocken' Gerbet ma. d. Vogtl. 66; trocketreuge 'ganz und gar trocken' Stauf v. d. March nordmähr. ma. 93. 11) trocken im eigentlichen sinne, ohne feuchtigkeitsgehalt, allgemein im gegensatz zu begriffen wie nasz, feucht, durchnäszt u. ähnl. gern von dingen, deren natürlicher zustand gleicherweise trocken wie feucht sein kann; inaquosus truge vel durre voc. rer. (15. jh.) Diefenbach 290c. 1@aa) von wetter und jahreszeiten: du sicht wol wie daz wetter tut, daz ist truge sunder regen passional 43, 1 Köpke; es ist so treuge wetter N. Volckmar viertzig dial. (Thorn 1625) 325; in dem selven jar was der mei also heis ind druge chron. d. dt. städte 13, 93 (Cöln 15. jh.); ist er (der storch) weisz unter dem bauch, so wil ein treuger sommer werden, darinn es nicht sehr regnet J. Prätorius winterflucht (1678) 143; ein treuger oder dörrer sommer W. H. v. Hohberg georgica curiosa (1715) 3, 258b; sonderlichen in treugen jahren treget es (das land) viel gersten C. Hennenberger erkler. d. preuss. landtaffel (1595) 412. 1@bb) vom erdboden: arena bibula treuger oder trockener sand, der viel wasser an sich zeucht A. Corvinus fons latin. (1671) 192; do gienc er im vil ebene, als an eime trugen pfade, uber daz wazzer zu dem stade passional 175, 73 Köpke; ein treuger weg via sicca Steinbach 2, 868; eine treuge gegend regio exsiccata ebda; (es ist in den niederungen) sehr nasz gewest, und ist noch nicht recht trucken (treuge) N. Volckmar 40 dialogi (Elbing 1663) 311; besonders häufig gebraucht in verbindung mit land oder element als gegensatz zum meer: wartet, wie einem menschen si, daz uf truger erden gat und nicht hindernisse hat, sus gienc si uf des wazzers vlut passional 477, 93 Köpke; und gebot deme walevische, daz ern uz vorliez an daz truge lant altdt. pred. 98, 8 Schönbach; diese brieff hat hieher gesandt uber wasser, meer und treug landt mein herr und aller liebst gemahl G. Thym Thedel v. Wallmoden v. 960 ndr.; [] gantz weiszlich haben nun geordnet gotteshänd hier das feucht element, dort das treug element T. Hübner siebentageszeit (1661) 123; der graben was abgestochen und hat treuge geschenen; do sie auf den mot sein geloffen, do sein sie eingesonken und so versoffen Chr. Falk Elbing.-preusz. chron. 1, 65 Töppen; eynen kleynen wijer ..., der zo somer tzijt gantz druych wyrt Arnold v. Harff pilgerfahrt 7 Groote; der das meer schilt und treuge macht und alle wasser vertrockent Nahum 1, 4; vgl. Jes. 19, 6, darnach: als wollten sie den strom treuge machen Schubart vaterlandschronik (1789) 771; er hat ... das groisz mhere drucken oder dreuch gemacht Carlstadt was sundt sei (1523) b 4a. substantiviertes treuge bezeichnet dann einfach das trockene, vor der flut gesicherte land; beliebt vor allem im sprichwort: collocare in tuto auf einen guten und sicheren ort bringen, aufs treuge bringen B. Faber thesaurus (1587) 458a; wer das erlangt, hat wol gewacht und seine schaf aufs treug gebracht Barth. Ringwalt treue Eckardt (1602) d 1a; jawohl, sie haben ihre schäfchen ins treuge gebracht sammlung von schauspielen (Wien 1764) 2, c 5a; theater d. Deutschen (1768) 14, 306; schlesisch: a hot sene schafel schun ins treige gebrucht Bomolcke sprichw. (1734) a 4a; Robinson sprichw. (1726) 20; meine schäfchen sind im treugen Lessing 2, 152 Lachmann-Mnucker. 1@cc) von sonstigen, meist leblosen dingen: eine hand voll treuge salz J. Walther pferde- u. viehzucht (1658) 91; geben ihnen (den ochsen) nur etliche treug gersten, hexel und heu viehebüchlein (1690) 7; (das heu) fein treuge eingebracht schles. wirtschaftsbuch (1712) 193; lege sie (die küchlein) darnach auf die brett, dass sie treuge werden fischbüchlein 35; hernach weichet gute semmel in milch: wenn solche weich, so drücket sie ganz treuge wieder aus Amaranthes frauenz.-lex. (1715) 462; ez regente und wart gar naz umme in in einer buge (umkreis), der brief bleib genzlich truge passional 409, 24 Köpke. hierher wohl auch, entgegen zs. 59, 14, von einem dach, das gegen nässe schützt: sie (die arche) habet inuuether half ðruge thac unde uuas also gethihte, thaz thar nechein wazzer in chomen nemahte (12. jh.) mittelfrk. legendar v. 11 Schatz (zs. f. d. altert. 59, 2); gib mir was von treuger kleidung, bis meine trocken wird Steinbach 2, 868; sprichwörtlich: ein dreuger wetzstein schleift nichts guts G. Henisch teutsche sprach u. weisheit (1616) 751; im sinne von getrocknet, trocken geworden: dô siz gescreib und uberlas und der brief truge was Heinrich von Veldeke Eneit 286, 38 Ettmüller var.; es (das geschriebene) ist nicht nasz, es ist schon treuge N. Volckmar 40 dialogi (1663) 44; von körperteilen, wenn sie äuszerlich trocken sind: daz er (Christus) ... uber mere mit drugon fuozen gienk Williram 93, 12 Seemüller (Leidener hs.); dîn (gotes) gewalt dâ ein wunder treib an dînem volke, daz hindurch wanderte die wazzers vurch mit trugem vuze sunder not passional 2, 83 Köpke; anno domino 1125 do was der Rin also clein, dat men druges voisses darover geink chron. d. dt. städte 13, 126 (Cöln 15. jh.); vgl. druichs vuis ebda 13, 18. hierher auch: die treuge zunge leckt geliefert (geronnenes) blut Lohenstein Ibrahim bassa (1689) 3. mit enallage des adjectivs: du hast uns gegeben das lebendige wasser, damit wir den treugen dorst (durst, der die kehle trocken macht) on underlasz können leschen Bynwalth bei Clemen reform. flugschr. 4, 145; item in austmond obirgesand in Claus Worm 16 truge pypen, dorinne 100 corben veigen (a. d. j. 1425) bei Sattler handelsrechn. d. dt. ordens 481 (die pype ist für gewöhnlich ein masz für flüssigkeiten wie öl, bier u. s. w., s. Sattler xliv). bergtechnisch: [] durchlasse werden gebraucht bey denen treugen pochwerken A. v. Schönberg berginformation (1693) 2, 20, vgl. trockenpochwerk. 22) in speciellerem gebrauch von nahrungsmitteln oder organischen gebilden, denen der natürliche feuchtigkeitsgehalt entzogen ist. es deckt sich hier vielfach mit dem part. prät. getreugt, vgl. teil 4, 1, 3, 4521, und nähert sich der bedeutung von dürr, ausgedörrt. 2@aa) von getrocknetem fleisch, obst, pflanzen und dergl.: fleisch, das man in den rauch hengen will, dasz es treuge und dürre werden soll Coler hausbuch (1645) 317a; caro arida dürr oder treuge fleisch A. Corvinus fons latin. (1671) 271; vil kornvrucht, druig visch ind salz Wierstraat belag. van Nuis in d. chron. d. dt. städte 20, 613; (handel) mit saltzfischen, mit treugen fischen N. Volckmar viertzig dial. (1663) 335; ein schog trügen hechtes handelsrechn. d. dt. ordens (für 1399) 4 Sattler; treuge Stephansbirnen Chr. Fr. Henrici ernst-scherzh. ged. (1727) 1, 461; lasset sie (die gedämpften limonen) treuge werden W. H. v. Hohberg georgica curiosa 3 (1715) 155a; kernsack ist ein von treigen oder dürren kirsch- oder pflaumenkernen ausgestopftes küssen oder säcklein Amaranthes frauenz.-lex. (1714) 1040; backe (armeritler) in smaltze nicht zu trüge (14. jh.) buch von guter speise 18 lit. ver.; treuges brot 'trocken, hart gewordenes brot': darvon kams (weil sein vorgesetzter am notwendigen sparte), dasz ich den treugen pumpernickel gewaltig beiszen und mich mit wasser oder ... dinnbier behelfen muste ... massen mir meine keel von dem schwartzen truckenen brod gantz rauch ... wurde Grimmelshausen 1, 341 Keller. in anderem sinne, der hier mit hineinspielt, s. u. 3. ähnlich von pflanzen und holz: kan man das kraut nit grün haben, so nimb es treuge viehebüchlein (1690) 41; ein stetigs fewer von eichenem treugen holtze M. C. Schütz hist. rer. Pruss. (1592) 1, 3b. 2@bb) die verbindung treuge und dürr leitet über zu der bedeutung 'eingeschrumpft, hart, knochig', vgl. eingetreugt teil 3, 330 sowie ausdrücke wie knochentrocken D. Sanders 2, 1382c neben knochenhart; die gerste klagt: unterdes musz ich armes weib, darzu all meiner kinder leib liegen hier auf bloser erdt, bisz dasz ich hart und treuge werd (1609) A. Tharäus erberml. klage 48b Bolte; wie 'ne treuge zährt ein hageres mädchen A. Schemionek Elbing. ma. 40. 33) mehr oder minder übertragen in festen verbindungen: treuges brot für brotschnitten ohne aufstrich oder belag, weiterhin für karge kost: darvon sie nehrlich das treuge brot haben möchten zu essen Luther tischreden 5, 202 W.; (die bettler) wollen demnach viel lieber treuge brod essen und wasser trincken A. Pape bettel- u. garteteuffel (1586) g 2; sie haben mir kaum das liebe treuge brodt gegeben N. Volckmar viertzig dial. (1663) 52; ähnlich: sicca tussis ... ein treuger husten, so nicht erhebt und auswirft B. Faber thes. (1587) 515b. treuge stösze sind schläge, auf die kein blut flieszt: er hatte ihn nicht wund geschlagen, dannhero auch der patiens ... muste die treuge stösze so hin nehmen J. Prätorius Katzenveit (1665) k 4a; pugna ... a pugno dicta est ein kampf, da man einander mit treugen feusten (d. h. ohne scharfe waffen) bleuet B. Faber thes. 660a. treuger scherz, der durch die ernsthafte miene, mit der er vorgetragen wird, wirkt: herr Robert, unser herz, bringt weise tischgespräch, herr Fauljoch treugen scherz S. Dach 717 Österley; treuger ton, treuge rede ohne humor, ungefällig: der ton, treuge gesprochen, würde beleidigen v. Nachersberg giftkocher (1798) 157. sprichwörtlich treuge werden hinter den ohren heiszt 'reif und vernünftig werden', noch nicht treuge sein hinter den ohren, 'unklug oder vorlaut sein': junge minderjerige gehlschnäbel, die kaum hinder den ohren treige worden Mengering kriegsbelial (1633) 185; vgl. Bomolcke sprichw. (1734) a 6a; Pasch Altenburger bauerndeutsch (1878) 108. [] 44) fest gewordene redensarten: 4@aa) treuge legen von kleinen kindern: treige legen das kind, ist ein den ammen ... bekannter terminus und heisset so viel, als dem kleinen kinde, so sich unreine gemacht, frische ... windeln unterbreiten Amaranthes frauenz.-lex. (1715) 2040; das kind treuge legen Ettner v. Eiteritz hebammenbuch (1715) 816. 4@bb) treuge stehen: saget man von denen kühen, wenn sie bei herannahung ihrer kalbezeit keine milch mehr geben allgem. ökon. lex. (1731) 2464. 4@cc) rein und treuge tatsächlich, fürwahr: ren un dreiche Pasch Altenb. bauerndeutsch (1878) 91; nun ist er reine und treuge ein rechter staudente (student) worden Schoch stud. leben (1657) j 8r. 55) in zusammensetzungen erscheint treuge- seit dem 16. jh. mit substantiven, hauptsächlich technisch für den ort, an dem etwas getrocknet wird, oder für gegenstände, die zum trocknen benutzt oder selbst getrocknet werden:
14523 Zeichen · 347 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Treuge

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    † Treuge , -r, -ste, adj. et adv. ein provinzielles nur in einigen gemeinen Mundarten, besonders Meißens und Niedersachs…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treuge

57 Bildungen · 56 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

treuge‑ als Erstglied (30 von 56)

Treuge'holz

DRW

Treuge'holz, n. dürre, ausgetrocknete Zweige und Äste; Totholz, Raffholz dy von C. ... haben frey zu erem nutze weide werft treugeholz legyr…

Treugeber

DERW

treu·geber

Treugeber, M., ›wer Treue gewährt‹, 20. Jh.?, s. Treue, geben

treugeblieben

DWB

treugeblieben , part. adj. , nicht immer als feste zusammensetzung: er hält sich hier und dar bei seinen treugebliebnen freunden auf A. U. v…

treugeboden

DWB

treuge·boden

treugeboden trockenboden Kramer-Moerbeck (1768) 346 a ; stricklein, so die wäscherinnen auf denen treigeplätzen oder -böden aufzuziehen pfle…

treugebot

DWB

treu·gebot

treugebot , n. : da hat der grosze gott gegeben an der frau das erste treugeboht Jac. Cats sinnreiche werke (1711) 2, 166 . —

Treugebrot

Wander

treuge·brot

Treugebrot Einen solchen Treugebrot kann ich alle Tage bekommen. – Schaltjahr, III, 649. Sagen heirathsfähige Mädchen, welche meinen eine be…

treugebühr

DWB

treu·gebuehr

treugebühr , f. : ... so bekenne ich zuvor, dasz ich der verbundne knecht ihres willenwunsches sei; dasz ich der erwählte heisze, und dasz u…

treugedenk

DWB

treuge·denk

treugedenk , adj. , vereinzelt dichterisch: ja treugedenk sei mein, die buhle Jos, von der unser geschlecht sich entstammend heimisch in die…

treugedenken

DWB

treuge·denken

treugedenken , n. : den wunsch hinterlas ich zu einem treugedencke Abele v. Lilienberg unordnung (1669) 4, 316 . —

treugeehrt

DWB

treu·geehrt

treugeehrt , part. adj. : seinen ... gnädigsten und gnädigen herrn, hochwehrtesten patronen und treugeehrtesten freunden wiedmet ... dieses …

treugefalten

DWB

treuge·falten

treugefalten , part. adj. : du lagst auf tieffem knie mit treugefaltnen händen und flehtest deinen gott um hülf und segen an H. v. Hoffmanns…

treugefleisch

DWB

treuge·fleisch

-fleisch , oben 2 a: welche ( schiffer ) allerlei victualien roggen ... speck, treigefleisch, stockfisch u. dgl. innen hatten J. Hoppe gesch…

treugeflissen

DWB

treuge·flissen

treugeflissen , adj. , kanzleisprachliche zusammensetzung: treugeflissen dienst (1625) Sinnacher beitr. z. gesch. d. bischöfl. kirche Brixen…

treugeflissenheit

DWB

treugeflissen·heit

treugeflissenheit , f. : unterdessen wird diesem Kronberger solcher seiner rühmlichen handlung ehrliches gedächtnisz billig wieder aufgefris…

treugefühl

DWB

treu·gefuehl

treugefühl , n. , im 19. jh.: das deutsche treugefühl, die holde tugend der Germanen, ist seit der urzeit bis zur gegenwart in unverminderte…

treugeführt

DWB

treugeführt , part. adj. : die schätze, die du suchst sind diese nur allein: an Friedrich Wilhelms huld und gnade reich zu seyn, und deinem …

treugeglaubt

DWB

treugeglaubt , part. adj.: seine kleinen prinzen hingegen, die er einem treugeglaubten diener anvertraut hatte, kam ihm nicht nach K. Fr. Be…

treugehalten

DWB

treuge·halten

treugehalten , part. adj. : ihr auserwählter mann, ihr treugehaltner schatz J. Rist Parnasz (1652) 657 .

treugeheit

DWB

treuge·heit

treugeheit , f. , trockenheit: treugheit Müller-Fraureuth obersächs.-erzgebirg. 1, 249 ; siccitas drugeheit (15. jh. md. ) Diefenbach 532 b …

treugehorsam

DWB

treuge·horsam

treugehorsam , adj. , formelhafter ausdruck der zeremoniellen sprache, bes. im 17. jh.: nun erkleren wir alle drei stände unsz offentlich un…

treugekopf

DWB

treuge·kopf

-kopf schröpfkopf: die ventosen, treuge- oder ziehköpfe ( aus einer schles. medizin. schrift um 1700), s. zs. f. dt. phil. 26, 25 2;

treugeld

DWB

treu·geld

treugeld , n. , kaution: als sie ( die Ungarn ) zum zehntenmal kamen, tribut und treugeld in Sachsen zu holen, war Heinrich gerüstet W. Schä…

treugeleistet

DWB

treugeleistet , im 17./18. jh. gelegentlich als festes compos. empfundenes part. adj.: ich bedancke mich für treugeleistete dienste Schoch s…

treugeliebt

DWB

treu·geliebt

treugeliebt , part. adj. , den verschiedenen bedeutungen von lieben entsprechend, meist jedoch im sinne von herzlicher zuneigung zu einer pe…

treugeling

DWB

treuge·ling

treugeling , m. , stock- oder trockenfisch: pisces qui ... recentes gruneling, sicci treugeling ... appellantur B. Faber (1587) thes. 1016 b…

treugelobt

DRW

treugelobt, adj. wie treubefohlen ist zu wissen dz in alten zyten alle truͤwgeloubten erbfel schwach warendt denn niemans vnwillig bezwungen…

treugelobung

DWB

treuge·lobung

treugelobung , f. : die dem consul zu leistende treugelobung Mommsen röm. geschichte 1, 235. —

treugelöbnis

DWB

treu·geloebnis

treugelöbnis , treuegelöbnis , n. , treuschwur: eines dorfschreibers, in dessen hände die braut in zukunft ihr treuegelöbnis niederzulegen h…

treugelübde

DWB

treu·geluebde

treugelübde , n. , anscheinend zuerst in mnd. rechtssprache: sine besegelden breve onde truwloffte script. rer. Brunsvic. 3 (1711) 180; he b…

treuge als Zweitglied (1 von 1)

trockentreuge

DWB

trocken·treuge

trockentreuge , adj. , verstärkende additionsform zwischen westlichem trocken, trucken und sächsisch-böhmisch-schlesischem treuge, verbreite…