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munk

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

munk adj.

Bd. 12, Sp. 2695
munk, adj. aufgetrieben, dick und breit: der bär zernagt auch die wildseiler nit liederlich, aber sterke halb zerreiszt er sy: ursach, ein starken dicken munken trüssel hat er, stond jm die zän veer innen, desz kan er nit wol zuokommen sy zuo zerbeiszen. Forer thierb. 17b; mein nas ist breit, bluntsch, munk und kurz. H. Sachs 3, 3, 16a; von der gestalt eines menschen: das ersahe ein satirus, das ist ein waldner und sind kleine munke menlin. Steinhöwel (1555) 88, und ebenso bei Eyering, hier mit umlaut münke gedruckt: wie etwan ein waldgott gewesen, so wohnen im Lybier land, und münke menlein wern genant, haben geiszfüsz und sind zerspalten, den zwerglein gleichen an gestalte. 1, 146; den sah ein waldgott an dem end, die münke menlin wern genent. 2, 381. in Aschaffenburg ist munk finster, griesgrämisch. Schm. 2, 1628 Fromm. (vgl. das folgende subst.), im Elsasz wird munkedrüssel ein mürrischer, sauertöpfischer mensch genannt; in Basel der munggi verschlossener, in sich gekehrter, mürrischer mensch. Seiler 213a. hierher wol auch das hessische munkes in dem zurufe stille munkes! Vilmar 275, offenbar als schimpfwort gemeint (vergl. im Rheingau muckes heimtückischer mensch Kehrein 284); s. auch die hergehörigen munkel, munkeln, munken, munkicht und munkisch. munk ist nasalierte form zu dem stamme much-, mûch-, vergl. unter meuchel sp. 2159, wie auch zu dem angeführten schweiz. munggi die nebenform mûchi gleicher bedeutung gehört; die begriffe des heimlichen, versteckten und des aufgetriebenen, geschwollenen liegen in bildungen dieses stammes nahe zusammen, wie die gleichfalls hierher fallenden subst. mauche und mauke sp. 1771. 1781 lehren, die versteck und geschwulst bezeichnen, [] und die reihe much- und muck- (oben sp. 2603 ffg.), die an interjectionen angelehnt sind, greifen manigfach hier ein. In Tirol steht ein fem. mungg als verächtlicher ausdruck für mund (Schöpf 451), was auf die form desselben (vergl. oben die stelle aus Forer), aber auch auf seinen ausdruck sich beziehen kann; vergl. das folgende.
2055 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Munk

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Munk ,

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Munk

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Munk , Salomon, geb. 1802 zu Glogau, lebt zu Paris, Orientalist, gab den Commentar des Rabbi Tanchoum über Habakuk, Noti…

  3. modern
    Dialekt
    Munk

    Rheinisches Wb.

    Munk = Zigeuner s. Monk.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit munk

39 Bildungen · 37 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

munk‑ als Erstglied (30 von 37)

Munkes

SHW

Munk-es Band 4, Spalte 819-820

Munkacs

Herder

munk·acs

Munkacs , Hauptort des ungar. Comitats Beregh-Ugocsa im Kaschauer District, Marktflecken mit 5800 E. Auf einem isolirten 600' hohen Felsen l…

Munkácsy

Meyers

Munkácsy (spr. múnkātschi), Michael , eigentlich Lieb , ungar. Maler, geb. 10. Okt. 1846 zu Munkács in Ungarn, gest. 1. Mai 1900 in der Heil…

munkel

DWB

mun·kel

munkel , adj. , wie munk, breit und dick: zum ersten sol er ( der gute jagdhund ) einen mittelmäszigen dicken kopf, und vil mehr eine spitzi…

munkelebrun

ElsWB

munke·lebrun

munkelebrun Adj. bestimmte braune Farbe. Das is t m. wi e e Affe n füdle Eschenzw. — Idiotikon Schweiz. 5, 649.

munkelei

DWB

munke·lei

munkelei , f. heimliches treiben: die Witzlische theologia und munkelei. Luther tischr. 261 a ; es ist eine spitzbübische munkelei, es bedeu…

munkelen

KöblerMnd

munk·elen

munkelen , sw. V. nhd. „munkeln“, insgeheim reden, im Stillen reden, im Stillen handeln, heimlich im Gange sein (V.) E.: übernommen aus ndd.…

munkelerig

WWB

munke·lerig

munkelerig Adj. munkelörrg (vom Wetter) trübe (Frbg.) ( Kr. Höxter Höx Hb).

Munkeli

MeckWB

munk·eli

Wossidia Munkeli f. heimliches Gerede (1695) Schö Schönberg@Steinbeck Steinb ; auch mod. Wa. Kü. 2, 415.

Munkelig

Campe

Munkelig , adj . u. adv . im N. D. trübe, nebelig. Munkelig Wetter. S. Munkeln I ) 1).

munkeljâr

Lexer

munkel·jar

munkel-jâr stn. das jahr 1258 hiess munkeljâr wegen der corruptio vini et frumenti Böhm. font. 2,157.

munkeln

DWB

munk·eln

munkeln , verb. , iterativ zu munken; mit dem hauptbegriff eines wiederholten versteckten treibens ( vergl. munkelei), mehrfach ausgeprägt. …

munkeln I

SHW

munkeln I Band 4, Spalte 821-822

munkeln II

SHW

munkeln II Band 4, Spalte 819-820

munkelære

KöblerMnd

munkelære , M. nhd. „Munkler“, Heimlichtuer Q.: Staphorst 1 236 Kempe (um 1525?) E.: s. munkelen L.: MndHwb 2, 1034 (munkeler) Son.: örtlich…

munken

DWB

mun·ken

munken , verb. stammwort zu munkeln, mit der grundbedeutung des heimlichen und versteckten verfahrens überhaupt; vergl. wegen der verwandtsc…

Munkendrüssel

ElsWB

munken·druessel

Munke n drüssel [Mùkətrìsl Str. ] m. wortkarger, griesgrämiger Mensch. ‘Munkendrüssel Sauertopf, Murrkopf ’ Klein. — zsgesetzt mit mhd. Lex…

munkendrüsslich

ElsWB

munke n drüssli ch Adj. verdriesslich. ‘(Wenn) I munkedrüssli wär’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard ) 1. Bdch. St…

Munkenmichel

ElsWB

munken·michel

Munke n michel m. Jasager, Kopfhänger, bes. von Pantoffelhelden oder von Gemeinderatsherren, die zu allem nur ja sagen; im weiteren Sinne du…

munkentrunkig

DWB

munken·trunkig

munkentrunkig , adj. heimlich, verdrossen trinkend? andere .. lassen das leuthschewig leben, desz munkentrunkigen Momi fahren, begeben sich …

munker

DWB

mun·ker

munker , m. heuchler, verräter ( vergl. dazu unter munken 2; begriffliche berührung mit mucker 1, sp. 2614): sein auszspeher und munker habe…

Munkert

RhWB

munk·ert

Munkert muŋgərt, Pl. -tən Bitb-Wiersd m.: verächtl. mürrischer Mensch.

Munkes

ElsWB

mun·kes

Munkes [Mùkəs Obhergh. ] m. kleines dickes Kind.

munkessig

RhWB

munk·essig

munkessig moŋkəsiχ, –ø- ebd. [ moŋkəstiχ Schleid-Hellenth ] Adj.: mürrisch, unfreundlich.

munkicht

DWB

munk·icht

munkicht , adj. wie munk sp. 2695, dick und breit; in der bairischen form munket: man musz alsdann das haubt auch ein wenig nach gelegenheit…

munkig

ElsWB

PfWB RhWB munkig , munkisch [mùkik Horbg. M. ; mùki Katzent. ] Adj. verschlossen, griesgrämig, mürrisch, verdriesslich. — Idiotikon Schwe…

Munkigaffel

MeckWB

munki·gaffel

Wossidia Munkigaffel f. Stelle auf dem Schiff, an der die Nationalflagge befestigt ist Ro Rostock@Warnemünde Warn ; engl. monkey-gaff.

munk als Zweitglied (1 von 1)

schmunk

DWB

sch·munk

schmunk , m.? in der gaunersprache, besonders der schindersprache, butter, schmalz, kammfett Avé-Lallemant 4, 601 . dazu schmünkig, fett, be…

Ableitungen von munk (1 von 1)

munke

DWB

munke , f. brei, breiartige speise: polenta, munke Dief. 444 a ; mundartlich noch jetzt: in Düringen ist munke namentlich das gemenge von mi…