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munk

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Munk

Bd. 14, Sp. 261
Munk, 1) Hermann, Physiolog, geb. 3. Febr. 1839 in Posen, studierte seit 1855 in Berlin und Göttingen, habilitierte sich 1862 in Berlin als Privatdozent der Physiologie und wurde 1869 außerordentlicher Professor und 1876 Professor der Physiologie und Vorstand des Physiologischen Laboratoriums der Tierärztlichen Hochschule in Berlin. M. gehört zu den hervorragendsten Forschern über Gehirnphysiologie. Er lieferte auch Untersuchungen über Ei- und Samenbildung und Befruchtung bei den Nematoden und publizierte seit 1860 zahlreiche Arbeiten über allgemeine und spezielle Nervenphysiologie, über Kataphorie und galvanische Einführung in den Organismus, über Herz- und Kehlkopfnerven, über Bewegung und Milchsekretion, über die Schilddrüse etc. Außerdem schrieb er: »Untersuchungen über das Wesen der Nervenerregung« (Bd. 1, Leipz. 1868); »Die elektrischen und Bewegungserscheinungen am Blatte der Dionaea muscipula« (das. 1876); »Über die Funktionen der Großhirnrinde« (Berl. 1881, 2. Aufl. 1890). 2) Immanuel, Physiolog, Bruder des vorigen, geb. 30. Mai 1852 in Posen, gest. 1. Aug. 1903 in Berlin, studierte daselbst, in Breslau, Straßburg, habilitierte sich 1883 in Berlin als Privatdozent, wurde 1899 außerordentlicher Professor und war seit 1895 Abteilungsvorsteher am Physiologischen Institut der Universität Berlin. Er arbeitete über die Resorption der Fette und ihre weitern Schicksale im Körper, über Fettbildung aus Kohlehydraten, über die Folgen ausreichender, aber eiweißarmer Nahrung, über sekretorische und synthetische Vorgänge an überlebenden Nieren, über das zur Erzielung von Stickstoffgleichgewicht nötige Minimum von Nahrungseiweiß, über Muskelarbeit und Eiweißzerfall, über die Reizbarkeit der Nerven an den verschiedenen Stellen seines Verlaufs. Er schrieb: »Physiologie des Menschen und der Säugetiere« (Berl. 1881, 7. Aufl. von P. Schultz als »Lehrbuch«, 1904); »Die Ernährung des gefunden und kranken Menschen« (mit Uffelmann, Wien 1887; 3. Aufl. von M. und Ewald, 1895); »Einzelernährung und Massenernährung« (in Weyls »Handbuch der Hygiene«, Jena 1893), auch war er Mitherausgeber des »Zentralblattes für Physiologie«.
2148 Zeichen · 29 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Munk

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Munk ,

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Munk

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Munk , Salomon, geb. 1802 zu Glogau, lebt zu Paris, Orientalist, gab den Commentar des Rabbi Tanchoum über Habakuk, Noti…

  3. modern
    Dialekt
    Munk

    Rheinisches Wb.

    Munk = Zigeuner s. Monk.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit munk

39 Bildungen · 37 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

munk‑ als Erstglied (30 von 37)

Munkes

SHW

Munk-es Band 4, Spalte 819-820

Munkacs

Herder

munk·acs

Munkacs , Hauptort des ungar. Comitats Beregh-Ugocsa im Kaschauer District, Marktflecken mit 5800 E. Auf einem isolirten 600' hohen Felsen l…

Munkácsy

Meyers

Munkácsy (spr. múnkātschi), Michael , eigentlich Lieb , ungar. Maler, geb. 10. Okt. 1846 zu Munkács in Ungarn, gest. 1. Mai 1900 in der Heil…

munkel

DWB

mun·kel

munkel , adj. , wie munk, breit und dick: zum ersten sol er ( der gute jagdhund ) einen mittelmäszigen dicken kopf, und vil mehr eine spitzi…

munkelebrun

ElsWB

munke·lebrun

munkelebrun Adj. bestimmte braune Farbe. Das is t m. wi e e Affe n füdle Eschenzw. — Idiotikon Schweiz. 5, 649.

munkelei

DWB

munke·lei

munkelei , f. heimliches treiben: die Witzlische theologia und munkelei. Luther tischr. 261 a ; es ist eine spitzbübische munkelei, es bedeu…

munkelen

KöblerMnd

munk·elen

munkelen , sw. V. nhd. „munkeln“, insgeheim reden, im Stillen reden, im Stillen handeln, heimlich im Gange sein (V.) E.: übernommen aus ndd.…

munkelerig

WWB

munke·lerig

munkelerig Adj. munkelörrg (vom Wetter) trübe (Frbg.) ( Kr. Höxter Höx Hb).

Munkeli

MeckWB

munk·eli

Wossidia Munkeli f. heimliches Gerede (1695) Schö Schönberg@Steinbeck Steinb ; auch mod. Wa. Kü. 2, 415.

Munkelig

Campe

Munkelig , adj . u. adv . im N. D. trübe, nebelig. Munkelig Wetter. S. Munkeln I ) 1).

munkeljâr

Lexer

munkel·jar

munkel-jâr stn. das jahr 1258 hiess munkeljâr wegen der corruptio vini et frumenti Böhm. font. 2,157.

munkeln

DWB

munk·eln

munkeln , verb. , iterativ zu munken; mit dem hauptbegriff eines wiederholten versteckten treibens ( vergl. munkelei), mehrfach ausgeprägt. …

munkeln I

SHW

munkeln I Band 4, Spalte 821-822

munkeln II

SHW

munkeln II Band 4, Spalte 819-820

munkelære

KöblerMnd

munkelære , M. nhd. „Munkler“, Heimlichtuer Q.: Staphorst 1 236 Kempe (um 1525?) E.: s. munkelen L.: MndHwb 2, 1034 (munkeler) Son.: örtlich…

munken

DWB

mun·ken

munken , verb. stammwort zu munkeln, mit der grundbedeutung des heimlichen und versteckten verfahrens überhaupt; vergl. wegen der verwandtsc…

Munkendrüssel

ElsWB

munken·druessel

Munke n drüssel [Mùkətrìsl Str. ] m. wortkarger, griesgrämiger Mensch. ‘Munkendrüssel Sauertopf, Murrkopf ’ Klein. — zsgesetzt mit mhd. Lex…

munkendrüsslich

ElsWB

munke n drüssli ch Adj. verdriesslich. ‘(Wenn) I munkedrüssli wär’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard ) 1. Bdch. St…

Munkenmichel

ElsWB

munken·michel

Munke n michel m. Jasager, Kopfhänger, bes. von Pantoffelhelden oder von Gemeinderatsherren, die zu allem nur ja sagen; im weiteren Sinne du…

munkentrunkig

DWB

munken·trunkig

munkentrunkig , adj. heimlich, verdrossen trinkend? andere .. lassen das leuthschewig leben, desz munkentrunkigen Momi fahren, begeben sich …

munker

DWB

mun·ker

munker , m. heuchler, verräter ( vergl. dazu unter munken 2; begriffliche berührung mit mucker 1, sp. 2614): sein auszspeher und munker habe…

Munkert

RhWB

munk·ert

Munkert muŋgərt, Pl. -tən Bitb-Wiersd m.: verächtl. mürrischer Mensch.

Munkes

ElsWB

mun·kes

Munkes [Mùkəs Obhergh. ] m. kleines dickes Kind.

munkessig

RhWB

munk·essig

munkessig moŋkəsiχ, –ø- ebd. [ moŋkəstiχ Schleid-Hellenth ] Adj.: mürrisch, unfreundlich.

munkicht

DWB

munk·icht

munkicht , adj. wie munk sp. 2695, dick und breit; in der bairischen form munket: man musz alsdann das haubt auch ein wenig nach gelegenheit…

munkig

ElsWB

PfWB RhWB munkig , munkisch [mùkik Horbg. M. ; mùki Katzent. ] Adj. verschlossen, griesgrämig, mürrisch, verdriesslich. — Idiotikon Schwe…

Munkigaffel

MeckWB

munki·gaffel

Wossidia Munkigaffel f. Stelle auf dem Schiff, an der die Nationalflagge befestigt ist Ro Rostock@Warnemünde Warn ; engl. monkey-gaff.

munk als Zweitglied (1 von 1)

schmunk

DWB

sch·munk

schmunk , m.? in der gaunersprache, besonders der schindersprache, butter, schmalz, kammfett Avé-Lallemant 4, 601 . dazu schmünkig, fett, be…

Ableitungen von munk (1 von 1)

munke

DWB

munke , f. brei, breiartige speise: polenta, munke Dief. 444 a ; mundartlich noch jetzt: in Düringen ist munke namentlich das gemenge von mi…