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wismut

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wismut n., m.

Bd. 30, Sp. 731
wismut, n., m. , ein halbmetall. nach Erdmann schon um 1450 in latinisierter form wismutum bei Bas. Valentinus currus triumphalis antimonii, sieh journal f. prakt. chemie n. f. 61 (1900) 521; als bisemutum G. Agricola de re metallica (1530) 75. daran angelehnt biszmut Bech Agricolas bergwerkb. (1557) 335; bismuth Henisch (1616) 39813; bismut Schönsleder prompt. (1618) g 1b; Kirsch cornucop. (1717) 839; bisemath bergm. wb. (1778) 606b. aus dem latein. ferner nl. bismut Dale groot woordenbook 1, 275b, engl. bismuth (seit d. 17. jh.) Murray 1, 879c sowie die roman. formen frz. bismuth (16. jh.) Gamillscheg 110a, ital., span. bismuto. — in deutscher form zufrühst als wismât (1495) bei A. Schulte Ravensburger handelsges. (1923) 1, 351 (s. u.); wiszmat Gersdorf wundartzney (1517) 103b; Paracelsus op. (1616) 2, 5 Huser; Joh. Dryander arzenei (1542) 27b; Wirsung artzneybuch (1588) reg.; Harsdörffer t. secretarius (1656) 2, 460. wismut zuerst auf nd. boden als wesemode (1497) die älteren zunfturkunden der st. Lüneburg 1, 154 Bodemann (vgl. A. Lasch mnd. gr. 148); dazu wesemunde (1497 Lüneburg) W. Mithoff mittelalterl. künstler u. werkmeister (1866) 205; wesemot Chyträus nom. lat.-sax. (1585) 79, vgl. auch wesemot Kilian (1605) t 5b, wesemael (für wesemoet?) Verwijs-Verdam 9, 2, 2344. hd. seit dem 16. jh.: wismuot Seb. Münster cosm. (1550) 689; Bech Agricolas bergwerksb. (1557) 82; L. Thurneyszer magna alchymia (1583) 39; wismuth in der übersetzung Bas. Valentini chym. schr. (1677) 1, 350 und spätere.abgeschwächt wysmet Ercker mineral. erzt (1598) 119a; wi(i)smet Müller-Fraureuth obersächs. 2, 673. aus dem dtschen stammtn., schwed. vismut Falk-Torp 1388, Hellquist 1137. herkunft unsicher. zumeist wird wismut als ausgangsform und benennung nach dem ersten mutungsort (s.muten teil 6, 2796) 'in der wiesen' bei St. Georgen im Schneeberg (Erzgebirge) angesehen, s. Kluge11 694, Falk-Torp a. a. o., daher dann wismat als volksetymol. umdeutung auf wiesmat (s. d.) erklärt, vgl. unten Mathesius. herleitung aus dem arabischen versucht Lokotsch etym. wb. nr. 918. das geschlecht ist gewöhnlich masc., s. Bech bergwercksb. (1557) 362; Mathesius Sarepta (1571) 100a; Wirsung artzneybuch (1588) 223; Ludwig t.-engl. (1716) 2509; Chomel (1750) 8, 2348; Campe 5, 744b. früh auch als n. bezeugt und heute gern gebraucht: Mathesius Sarepta (1578) 100b; Hochradel in: Münch. med. wochenschr. (1928) 178; Krebs techn. wb. 160. 11) aschblei, plumbum cinereum, vgl. wesemot plumbum cinereum Kilian (1605) t 5b; bismuth, wismuth, ist ein metall, grawer dann zyn und weiszer dann bley, plumbum cinereum Henisch (1616) 39813: (in einem rechnungsbrief für Spanien) 77 ℔ wismât, ... son per Paulle Hurusz (einer der ersten buchdrucker Spaniens, 1495) bei Aloys Schulte Ravensburger handelsgesellsch. (1923) 1, 351; ich (schriftgieszer) gews die schrift zu der truckrey, gemacht aus wiszmat, zin und pley Hans Sachs 23, 279 K.-G.; schwartz bley ... so man eschen bley nennt o. wiszmuot Seb. Münster cosm. (1550) 689; so habens die alten bergleut wiszmut genennet, dasz es blüet wie ein schöne wisen, darauf allerlei farb blumen stehen Mathesius Sarepta (1587) 92a; es ist der Schneeberg auch desz wiszmuths halber sehr berühmet, denn dieses metall daselbst am ersten gebrochen Chr. Melzer hist. Schneebergensis (1716) 891; hier war ein aderngang von gold- und silbererz, dort wiszmuth, bleyschweif, zink und wieder anderwerts quarz, spieszglasz v. König ged. (1745) 250. 22) markasit (schwefelkies), mit dem es häufig verwechselt wird, s. Hochradel a. a. o. 178; marcasita wiszmat Gersdorff wundtartzney (1517) 103b; wiszmat ... heiszet griechisch und lateinisch pyrites, in den apotecken marchasita Chr. Wirsung artzneybuch (1588) reg.; ein halb loth wiszmuth oder marcasit v. Hohberg georg. cur. (1682) 1, 365; Joh. Kinderling reinigk. (1795) 297. — auch: antimonium daz ist wismat Schmeller-Fr. 2, 1039.
3997 Zeichen · 133 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    WismutDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Der Wismut , — es, Mz. — e , ein unedles Metall von silberweißer, meist aber ins Röthliche fallender Farbe, oft auch tau…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wismut

    Goethe-Wörterbuch

    Wismut [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wismut

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wismut ( Aschblei , Bismuthum, Marcasita, Plumbum cinereum) Bi , Metall, findet sich meist gediegen, ein gesprengt im Gr…

  4. Spezial
    Wismut

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wis|mut n. (-s) ‹chim› vismut m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wismut

37 Bildungen · 37 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wismut 2 Komponenten

wis+mut

wismut setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wismut‑ als Erstglied (30 von 37)

Wismutasche

Campe

wismut·asche

Die Wismutasche , o. Mz . der graue, gelbbräunliche Metallkalk, in welchen sich der Wismut bei einer mäßigen Glühhitze verwandelt; auch Wism…

Wismutauflösung

Campe

wismut·aufloesung

Die Wismutauflösung , Mz. — en . 1) Die Auflösung des Wismutes, die Handlung, da man ihn auflöset; ohne Mehrzahl. 2) Eine Auflösung des Wism…

wismutblüte

DWB

wismut·bluete

wismutblüte , f. , ' im bergbaue ein rötlicher beschlag, welcher von der verwitterung auf den wiszmuterzen entsteht ' Campe 5, 745 a : denn …

Wismutblume

Campe

wismut·blume

Die Wismutblume , Mz . u. die lockere Masse, zu welcher sich in der Kälte der dicke gelbe Rauch verdichtet, der sich verflüchtiget, wenn man…

Wismutbutter

Campe

wismut·butter

Die Wismutbutter , o. Mz . in der Scheidekunst, eine dickflüssige, zähe, in der Kälte gerinnende, in der Wärme zerfließende Masse, zu welche…

Wismutchlorīd

Meyers

Wismutchlorīd ( Chlorwismut ) BiCl 3 entsteht beim Erhitzen von Wismut in trockenem Chlor. Die Lösung von Wismut in Königswasser oder von Wi…

wismuten

DWB

wis·muten

wismuten , vb. , ' bei den zinngieszern, mit wismut löthen ' Campe 5, 745 a ; Jacobsson technol. wb. (1781) 4, 666 a . —

wismuterz

DWB

wismut·erz

wismuterz , n. , ' eine erzart, so in verschiedener gestalt, meistentheils bei kobalt bricht, und damit vermischt ist ' bergm. wb. (1778) 60…

Wismutglanz

Campe

wismut·glanz

Der Wismutglanz , — es , o. Mz . 1) Der Glanz des Wismutes. 2) Eine Art des Wismutes. S. d.

Wismutglas

Campe

wismut·glas

Das Wismutglas , — es , o. Mz . ein leichtflüssiges, gelbes, durchsichtiges Glas, in welches sich die Wismutasche oder der Wismutkalk zusamm…

wismutgraupe

DWB

wismut·graupe

wismutgraupe , f. , ' dasjenige, was vom wismutherz, nach ausgelassenem wismuth übrig ist und auf die blaufarbenwerke verkauft wird ' bergm.…

wismutisch

DWB

wismut·isch

wismutisch , adj. , wismutartig, wismutähnlich; wismutenthaltend: im zwölfften haus, als dann werden die jovialischen, zwitterischen, wismut…

Wismutkönig

Campe

wismut·koenig

Der Wismutkönig , — es, Mz. — e , im Hüttenbaue, ein sprödes Halbmetall, welches aus der Schmelzung des Wismuterzes entstehet.

Wismutkorn

Campe

wismut·korn

Das Wismutkorn , — es, Mz. — körner , im Hüttenbaue, Körner Wismutes, welche vom Schmelzen der Wismutgraupen entstehen.

Wismutkristalle

Campe

wismut·kristalle

Die Wismutkristalle , Mz. — n , kleine längliche, nicht zusammenhangende Kristallen, welche man aus dem mit vieler rauchender Salzsäure in s…

Wismutlegierungen

Meyers

wismut·legierungen

Wismutlegierungen , Verbindungen und Mischungen von Wismut mit andern Metallen, besonders: 400@@break Durch Abänderung der Verhältnisse kann…

wismutmaler

DWB

wismut·maler

wismutmaler , m. , ' handwerker, der allerley hölzerne spielwaaren bemalt, vermutlich weil man dabey den wismut anwendet, oder doch ehemals …

Wismutmalerei

Meyers

wismut·malerei

Wismutmalerei , eine seit Ende des 15. und noch im 18. Jahrh. in Deutschland und der Schweiz geübte, durch reizvolle Wirkung ausgezeichnete …

Wismutnitrāt

Meyers

Wismutnitrāt , s. Salpetersaures Wismut .

Wismutocker

Meyers

wismut·ocker

Wismutocker , Mineral, Wismutoxyd mit 89,7 Proz. Wismut, findet sich als pulveriger Überzug, seltener derb und eingesprengt und in Pseudomor…

Wismutoxyd

Meyers

Wismutoxyd ( Wismutsesquioxyd ) Bi 2 O 3 findet sich als Wismutocker, entsteht beim Erhitzen von Wismut an der Luft, auch beim Erhitzen von …

Wismutrauch

Campe

wismut·rauch

Der Wismutrauch , — es , o. Mz . der in Gestalt eines Rauches beim Schmelzen aufsteigende Wismut. Ad.

Wismutsalmiakblumen

Campe

wismut·salmiakblumen

Die Wismutsalmiakblumen , Ez. u. salzsaurer Wismut, welcher sich mit mehr oder weniger unzerlegtem Salmiak vereiniget, der sich in Wasser au…