lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

wink

ahd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
14 in 14 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
17
Verweise raus
11

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wink m.

Bd. 30, Sp. 337
wink, m. , deverbativum zu winken. ursprünglich nur innerhalb des westgerman. in der form wink mhd. nhd., mengl. Stratmann-Bradley 686b, neuengl. Murray 10, 2, 175c f.; neben wenk im mnl. Verwijs - Verdam 9, 2, 2152, fries. Dijkstra 3, 452a, Outzen 392, nd. und in einigen hd. [] mundarten (s. u.). n. und schwed. vink ist nach Hellquist et. ordb. 1129b aus dem dt. entlehnt. belegt findet sich das wort erst seit der mittleren sprachstufe (mhd. mnl. mengl.), im hochdeutschen zufrühest in glossierungen für nutibus winchin, winchen (in hss. des 12. bzw. 13. jh.) gll. 1, 595, 40 St.-S.; für die geringe sprachläufigkeit des wortes ist bezeichnend, dasz alle übrigen biblischen glossen für nutus auszer bouhhan und dessen ableitungen (s. gll. 1, 702, 55; 543, 14; 530, 50 St.-S.) nicht wink, sondern nur die ableitungen winchezunga (in hss. des 10.-12. jh.) und winchunge (in hss. des 12. jh.) gll. 1, 530, 50-55; 595, 36-40 St.-S. kennen. literarisch im mhd. einmal in einer genetivumschreibung: âne zwîvils winc Nicolaus von Jeroschin 20029 Strehlke; daneben in einer zusammengesetzten ableitung widerwinc Ulrich von Winterstetten 4, 36 Minor. reichlicher ist das wort erst seit dem ende des 16. jh. bezeugt; bei den unten aufgeführten belegen mit winken Niclas v. Wyle, v. Schwarzenberg (1535), Barth (1556) steht dahin, ob es sich um den dat. pl. oder um den infinitiv des verbs handelt. heute erscheint wink umgangssprachlich am geläufigsten in der uneigentlichen bedeutung 'hinweis, andeutung' (s. unter 3). wie das fries. und mnl. neben wink die form wenk kennen (s. o.), die sich im nl. als allein gültige durchsetzte, s. van Dale 2, 1980b, haben wenk auch das nd., gegenüber wink sogar überwiegend, ferner das luxemburg., elsäss. und schwäb. es lehnt sich in diesen mundarten an das neben winken stehende wenken an, s. unter winken. die bezeugung der dialektwörterbücher läszt das wort im nd. gebiet fest verwurzelt erscheinen, s. vor allem Mensing schlesw.-holst. 5, 659 und Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 535. fürs md. ist das wort im wb. der luxemburg. ma. 484 und bei Knothe wb. d. schles. ma. in Nordböhmen 543 verzeichnet, fürs obd. bei Martin-Lienhart elsäss. 2, 840, Hunziker Aargau 298 und Fischer schwäb. 6, 1, 851, der aber auf die geringe popularität des wortes hinweist; es mag in diesen mundarten vereinzelt erst aus der umgangssprache eingeflossen sein. das alter des wortes im nd. wird dagegen noch durch die an winken A 1 sich anlehnende bedeutung 'kurzes schlieszen der augen, kurzer schlaf' Mensing und Doornkaat-Koolman a. a. o. erwiesen, das die im mengl. allein bezeugte ist und im heutigen engl. eine der hauptbedeutungen ausmacht, s. Stratman-Bradley und Murray a. a. o. bei nd. autoren ist diese dialektische bedeutung gelegentlich auch schriftsprachlich gebräuchlich: wenn er einnickt nur ein winkchen Voss Aristophanes 1, 321; so in übersetzungen aus dem engl., besonders in der verneinung: konnte aber durchaus kein aug zuthun, ja auch die ganze nacht keinen wink darein kriegen (could by no means close my eyes ... not a wink all night long) Robinson Crusoe (Hamburg 1731) 1, 269; sie hatten ... von abend bis morgen keinen wink schlafs in die augen bekommen Bode Tristram Schandi 4, 31. 11) eigentlich 'nutus ... vel oculis vel capite, vel manibus' Decimator silva voc. (1591) Mmm 2; neben zeichen u. ä.: allain was jnen vor handen gesicht der ougen, da mit sy sich mit wincken und zaichengebung möchten getrosten N. v. Wyle transl. 61 lit. ver.; mit zeichen oder wincken J. Barth (s. unter b). 1@aa) mit den augen oder dem kopfe: Judas ... gibt mit dem aug einen wink uff Christum Quadt v. Kinckelbach t. nat. herrlichk. (1609) 144; Zeus (bestätigt) die gewährung ihrer bitte mit einem winke der augenbraunen und des hauptes Wieland (1792) 24, 235; dem winke herrischer augenbrauen ... dienen Dahlmann französ. revolution (1845) 5; ... nimmer verbirgt mir das auge die glühende sprachen des herzens, es reden die winke der augen O. Linke in Arent-Conradi-Henckel mod. dichtercharaktere (1885) 42; (du) schreckst mit langer schwarzer wimper wink Stefan George d. neue reich 21. [] mit der hand: ein wink mit seiner hand zerstreuete oft einen volksauflauf Herder s. w. 23, 203 S.; ein wink seiner hand würde einem solchen vorhaben ein ende gemacht haben Ranke werke2 16, 312. seltener auch mit einem gegenstand: Numidier, welche ... mit einem wink der spieszruthe selbte (pferde) meisterlich zu leiten wusten Lohenstein Arminius (1689) 1, 37b; ungeachtet ich ... ihnen mit dem hut den gewohnten wink gab U. Bräker sämtl. schr. 1, 157; doch eh er solch ein urteil läszt vollstrecken, eh er dies herz hier, das getreu ihn liebt, auf eines tuches wink der kugel preis gibt H. v. Kleist werke 3, 75 E. Schmidt. 1@bb) am gebräuchlichsten in der verbalen verbindung einen wink geben: sechs lustschifflein tummelten sich herüm, bis ihnen endlich ein wink gegeben ward, dasz sie herzu rükken solten Zesen rosenmand (1651) 3; Clytia ... folgete einer frauen, die im vorbeygehen ihr einen winck gegeben hatte Happel akad. roman (1690) 44; Ernst gab seinem freunde ... einen verstohlenen winck vorwärts zu gehen Moltke ges. schr. (1892) 1, 51; s. auch unter a v. Kinckelbach und U. Bräker. öfter auch mit einem, durch einen wink zu verstehen geben: die da, weil sie nicht reden können, mit zeichen oder wincken jhren willen zu verstehen geben J. Barth weiberspiegel (1565) n 7b; welches der leibknabe seinem herren mit einem winke zu verstehen gab A. H. Buchholtz Herkuliskus u. Herkuliska (1665) 4; er hatte kaum soviel zeit, mir durch einen flüchtigen wink zu verstehen zu geben, dasz ich für ihn wach bleiben möchte Schiller s. w. 4, 201 G. 22) von der vorstellung des winks als gebietender geste ausgehend soviel wie 'willensäuszerung' überhaupt, bezeichnenderweise zufrühest neben willen: nach ains iden willen, gfallen und winken Joh. v. Schwarzenberg Cicero (1535) 77; mit ... wink und willen S. Dach 312 Österley; nach dem willen und wink des jägers v. Göchhausen notabilia venatoris (1741) 321; oft auch neben wort (im sinne von befehl): eines heerführers wort oder wink Lohenstein Arminius (1689) 2, 1190b; auf wort und wink Schiller s. w. 12, 47 G.; er richtete sich bei jeglicher untersuchung nach ihren worten und winken Holtei erzähl. schr. 5, 46. gern in unterscheidung vom eigentlichen befehl als dessen blosze andeutung: will ich solchem wincke (zu schweigen) als einem befehl ohne fehl nachkommen Harsdörffer teutscher secretarius (1656) 1, 397; dennoch ward er im ganzen hause so gefürchtet, dasz der kleinste wink an seine leute die wirkung des nachdrücklichsten befehls thut Gellert s. schr. 4, 204 Klee; mein winck (sc. Cäsars) ist ihr gesetz, dem sich der rath bequemt Pietsch geb. schr. (1740) 303; gott der alle dinge nach seiner unbegreifflichen weisheit mit einem bloszen winck ordnet B. Ph. v. Chemnitz schwed. krieg 2 (1653) vorrede 2; du weist, das meer zu stillen mit bloszem winck und willen S. Dach 312 Österley. häufig ist die präpositionale fügung auf einen wink, auf den wink u. ä.: (Amphitrite,) die auf ein winck die wilden fluten heiszet schaumen G. Treuer Dädalus (1675) 1, 87; meine soldatesque und landleute habe ich dergestalt im zaume, dasz sie mir auf einen winck gehorsamen müssen Schnabel insel Felsenburg 4 (1743) 77; hierauf blies der herold, auf den wink des kaisers, zum kampf H. v. Kleist w. 3, 409 E. Schmidt; auf ihren wink entfernt sich das mädchen G. Hauptmann Rose Bernd (1904) 100; auf jeden wink: auff jedem winck ich mich gar willig finden werd D. v. d. Werder rasend. Roland (1636) ges. 19, str. 92; auf jeden winck zu kommen bereit Göthe IV 8, 334 W.; öfter auf den ersten wink: auf den ersten wink ... folgen [] Rabener s. w. 3, 220; Schiller s. w. 7, 324 G.; Göthe I 21, 264 W.; die empfehlungsbriefe von Moltke waren auf den ersten wink da Hebbel tageb. 2, 196 W.; das corps Blüchers stand in Pommern bereit, auf den ersten wink gegen die Oderlinie vorzubrechen Treitschke dtsche gesch.3 1, 347; auch: auf den geringsten winck Ramler einl. in d. schönen wiss. (1758) 2, 263. ohne bezugnahme auf eine bestimmte einmalige handlung bedeutet auf den wink gehorchen, folgen u. ä. soviel wie auf der stelle, bei der geringsten befehls- oder wunschäuszerung gehorchen, folgen u. s. f.: das gesinde kam ihren wünschen zuvor, gehorchte auf den wink und vollstreckte ihre befehle ohne den mindesten widerspruch Musäus volksmärchen 1, 12 H.; da der knabe gar stattlich heranwuchs, erklärte der forstmeister eines tages, dasz es nun zeit für ihn sei, mit in den wald zu gehen und die jägerkunst zu lernen. ... rasch und gelenksam wie ein hirsch gehorchte er auf den wink und lief zur stelle, wohin man ihn schickte G. Keller ges. w. 5, 205; ich muszte glauben, dasz er (der arzt) in keinem geringen ansehn bei ihnen stände; denn sie folgten ihm auf den wink Thümmel reise 7, 20. häufig in denselben verbalen verbindungen wie bei befehl: (einem) winke ... nachkommen Harsdörffer (s. o.); folgen: (das pferd) folgt ... des schenkels wink S. v. Birken ostländ. lorbeerhayn (1657) 375; gottes ... wincke zu folgen Prätorius winterflucht der sommervögel (1678) 438; mediz. maulaffe (1719) 25; gehorchen: (söhne,) die ... deinem winke gehorchen J. J. Bodmer Noah (1752) 18; sonst auch: an den winken der gnädigen frau hängen Lenz ges. schr. 1, 16 Tieck; gebiete herr! wir harren deines winks Schiller s. w. 14, 46 G.; ich fügte mich seinem winke Immermann 2, 159 Boxb.; jedes winkes gewärtig Göthe I 15, 219 W. auch wie bei wunsch neben erfüllen: jetzt sieht man uns aufs neu desselben wink erfüllen Brockes ird. vergn. (1721) 4, 321; Klinger w. (1809) 3, 192. 33) etwas, das den gleichen zweck hat, wie der eigentliche wink, 'eine kurze, meist andeutende mitteilung, mündlich oder schriftlich'; namentlich in der verbindung einen wink geben (s. o.) vereinzelt schon im ausgehenden 16. jh. bei Sastrow (s. u.), reichlich belegt aber erst mit dem 18. jh. und heute die geläufigste bedeutung des wortes. 3@aa) soviel wie 'hinweis', 'richtunggebender ratschlag'. häufig mit einem wertenden adjectiv: unserm Moses werde ich für seinen gegebenen guten wink (den Nathan betreffend) mit nächster post selbst danken Lessing s. schr. 18, 308 L.-M.; der mann, ... der mir einen solchen bedeutenden wink noch mitgab Klinger w. 8, 176; Schiller s. w. 14, 211 G.; ich danke ihnen für den freundschaftlichen wink Gotter ged. (1787) 3, 26; ich kenne einen groszen dichter, dem die Berlinischen briefsteller insgeheim manchen nützlichen wink zu geben hofften schlesw. lit.-br. 80 lit.-denkm.; zur erreichung dieses zieles werden sehr praktische, werthvolle winke gegeben J. Wahle in schr. d. Göthegesellsch. 6, 163. neben ähnlich gerichteten ausdrücken: könnte man hierüber einigen wink, rath oder vorschlag erlangen Göthe IV 32, 155 W.; erklärungen, die uns ein licht oder einen wink geben Fr. Schlegel im Athenäum 1, 2, 21; willig nahm er die verschiedenen winke und fingerzeige an v. Gentz schr. 2, 238 Schlesier. mit dem moment der warnung: der burgermeister (hatte) meinem vatter ein wenk gegeben, nicht zu appellieren Sastrow lauf seines ganzen lebens 1, 88 Mohnicke; durch sein beispiel allen seinen jungen landsleuten ... einen wink der warnung zu hinterlassen Lenz vertheidigung (1776) 2; J. M. Miller briefwechsel (1778) 1, 110; soll mir das nicht eine lehre, nicht ein wink sein, der mich warne Rückert werke (1867) 1, 431; in mahnendem sinne: die regierungspräsidenten sollten aber die gewählten prüfen, ob sie einsichtsvolle, patriotische [] und 'vorurtheilslose' männer seien — ein deutlicher wink für die feudalpartei Treitschke dt. gesch.2 1, 378. öfter begegnet die verbindung ein wink des schicksals, der vorsehung u. ä.: möchten sie doch auf den wink der vorsehung achten J. Möser s. w. (1842) 1, 291; Caroline 1, 322 Waitz; Immermann epigonen2 1, 142; die winke des schicksals deuten alle dahin Göthe w. I 50, 281 W.; Hebbel werke 12, 49 W.; könnt ich schon diesen zufall für den wink eines günstigen glückes erklären Lessing 2, 417 L.-M.; Wieland ges. schr. I 3, 21 akad. ausg.; winck der natur Chr. Wolff gedanken v. d. menschen thun u. lassen (1720) 299; Wieland Agathon (1766) 2, 89; winke von oben, ... die uns irrenden sterblichen menschenkindern zuversicht ... gewähren müssen W. Alexis hosen (1846) 1, 42. in präpositionaler verbindung mit auf, an, zu: der sammler dieses buchs giebt uns also selbst einen wink auf unterschied Herder s. w. 7, 6 S.; ein wink an die wöchner Göthe IV 13, 291 W.; ein wink zum glauben Bode Montaigne (1793) 3, 405; wink zur feier. Jung-Stilling schr. 3, 219 Grollmann. niederer umgangssprache gehören scherzhaft an die eigentliche bedeutung von wink anschlieszende wendungen an, die einen plumpen hinweis, eine plumpe aufforderung bezeichnen sollen wie: ein wink mit dem zaunpfahl Wander sprichw. 5, 266; Mensing schlesw.-holst. 5, 659; mit der bohnenstange, dem tulpenstengel Wander a. a. o. 5, 267; mit nem laternenpfahl gebt ihr ihm einen wink, und glaubt mir nur, ... er versteht ihn W. Alexis hosen8 72. 3@bb) soviel wie 'andeutung': am entwurf, bei dem ich vieles nur durch winke sagen muszte Herder nachlasz 2, 131 Düntzer und v. Herder; noch gebe ich nicht auf, die mitte (von Euripides Phaeton), von der wir kaum winke haben, ... herzustellen Göthe II 41, 60 W.; dasz der junge mann ... keinem menschen vorher einen wink habe mittheilen dürfen Tieck nov. (1854) 10, 501; die eröffnungen dieser herren, welche anfänglich nur in zarten winken bestanden, dann aber deutlicher wurden J. Scherr hammerschläge 289; ich hasse das hinterrückssprechen in winken und andeutungen Fontane ges. w. I 4, 156. in präpositionaler verbindung mit über und von: dergleichen kleine umständchen geben uns über sitten und gebräuche der Griechen winke, die oft den abgang genauerer nachrichten von ihrem häuslichen leben ersetzen müssen Wieland Lucian (1788) 3, 349; doch musz man gestehen, dasz sich in seinen beyträgen ... sehr wichtige winke über die musikalische ästhetik finden Schubart ästhet. d. tonkunst 84; kurzer wink von dem, was wir im erhabenen zu leisten vermögen J. J. Chr. Bode Thomas Jones (1786) 2, 13; (du) gabst mir keinen wink von ihrer liebe Schiller s. w. 15, 1, 68 G.; ich habe selbst einen wink von meines bruders absicht hierauf bekommen Shakespeare 4, 162. 44) weitere nur fürs 18. und beginnende 19. jh. bezeugte übertragene verwendung geht aus von der kurzen dauer oder der geringfügigkeit eines winks. danach bedeutet es 4@aa) soviel wie 'ein augenblick' ebenso wie engl. wink 'a moment of time', s. Murray a. a. o.; vgl. schnell wie der wink Klopstock w. (1823) 2, 180: (er ruhet) eines winks zeit aus 2, 204; besonders häufig in der präpositionalen fügung in einem wink: in einem wink erhob sichs aus dem rasen, in einem wink war alles weggeblasen Wieland ges. w. I 13, 61, 143 f. akad. ausg.; in einem wink, eh mans versah, stand er nun freilich anders da Göthe I 16, 287 W.; ähnlich I 11, 172; I 37, 103; Lichtenberg verm. schr. (1800) 3, 293; Tieck schr. (1828) 2, 88; ebenso: [] schwebst, im wink, durch tausend sonnenfernen Hölty ged. 63 Halm; wodurch ihm gleich im ersten wink gefühl, gehör und sehn verging Warnecke poet. vers. (1704) 239. 4@bb) soviel wie 'kleinigkeit': hier (bei einem bild) ist der ausdruck selbstgelassener fester wehmuth um einen wink verfehlt Lavater physiognom. fragm. (1775) 1, 111; (sie gleichen) einem ... mädchen, deren seele überall anstöszt und deren eitelkeit mit einem winkchen zu beleidigen ist Göthe IV 2, 165 W.
15661 Zeichen · 420 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    winkst. M. (i)?

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    wink , st. M. (i)? nhd. Wink ne. hint (N.) ÜG.: lat. nutus Gl Q.: Gl (14. Jh.?) E.: s. winken W.: mhd. winc, st. M., Win…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wink

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Wink , des -es, plur. die -e, diejenige Bewegung, womit man winket, jemanden etwas ohne Worte zu verstehen gibt. Ein…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wink

    Goethe-Wörterbuch

    Wink [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Wink

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB RhWB Wink [Wek Co. Henry ] m. wie hochd.

  5. Sprichwörter
    Wink

    Wander (Sprichwörter)

    Wink 1. Ein Wink zur rechten Zeit macht stark zu schwerem Streit. Der Gewarnte hat bedeutende Vortheile. 2. Freundliche …

  6. Spezial
    Wink

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wink m. (-[e]s,-e) 1 sëgn (-s) m. , mote (moti) m. , avertimënt (-nc) m. 2 (mit den Augen) odlada (-des) f. 3 ‹fig› (Rat…

Verweisungsnetz

26 Knoten, 20 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 6 Kompositum 12 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wink

510 Bildungen · 476 Erstglied · 25 Zweitglied · 9 Ableitungen

wink‑ als Erstglied (30 von 476)

wink(e)lechtig

Idiotikon

wink(e)lechtig Band 16, Spalte 695 wink(e)lechtig 16,695

wînkamp

Lexer

win·kamp

wîn-kamp stm. weinkampf, racemus Dief. n. gl. 312 a .

†Winkauf

ElsWB

wink·auf

PfWB RhWB † Winkauf m. Trunk zur Bestätigung eines Handels. ‘wir werden den Weinkauff trincken nous boirons les vins du marché’ Martin Coll.…

Winkbak

MeckWB

wink·bak

Wossidia Winkbak f. lange Stange mit einer Flagge, mit der einlaufenden Schiffen von der Mole aus Zeichen gegeben wurden, wenn die Lotsen we…

winkbereit

DWB

wink·bereit

winkbereit , adj. , zu wink 2 gebildet: steh wie ein frommer knecht vor deinem herrn aufrecht, gegürtet, winkbereit, zur arbeit, zum gefecht…

Winkbrauen

RhWB

wink·brauen

Wink-brauen -brǫuə Emmerich , Geld-Weeze Pl. t.: Augenbrauen (umgedeutet aus windbraue »Wimper«).

winkel

DWB

win·kel

winkel , m. , angulus. herkunft und form. das wort winkel ist nur westgerm. und zwar wesentlich continental bezeugt als ahd. winkil, mhd. nh…

Winkelbach

SHW

Winkel-bach Band 6, Spalte 583-584

Winkelband

SHW

Winkel-band Band 6, Spalte 583-584

Winkeldach

SHW

Winkel-dach Band 6, Spalte 583-584

Winkelfeld

SHW

Winkel-feld Band 6, Spalte 583-584

Winkelpfad

SHW

Winkel-pfad Band 6, Spalte 585-586

Winkelrech

SHW

Winkel-rech Band 6, Spalte 585-586

Winkelriß

SHW

Winkel-riß Band 6, Spalte 585-586

Winkelzug

SHW

Winkel-zug Band 6, Spalte 585-586

winkelabstand

DWB

winkel·abstand

winkelabstand , m. , die bestimmung des abstands zwischen zwei punkten durch die grösze des winkels, den die verbindungslinien der betreffen…

winkeladvokat

DWB

winkel·advokat

winkeladvokat , m. , volksläufige bezeichnung für einen, ' der das amt eines sachwalters ... unbefugt und geheim ausübt ' Schöpf tirol. 817 …

wink als Zweitglied (25 von 25)

augenwink

DWB

augen·wink

augenwink , m. nutus oculi, augenblick, mhd. ougen wanc: ich wil euch wunderdinge sagen, wie sich die liebe pflegt zu jagen und wächset jede…

Beer=wink

Campe

beer·wink

† Der Beer=wink , eine Benennung des Sinngrüns, s. Campe Bärwinkel.

blitzeswink

DWB

blitze·s·wink

blitzeswink , m. nutus fulminis, besser blitzes wink: mit blitzeswink zerstreute sichs im lauf. Göthe 41, 66 .

fingerwink

DWB

finger·wink

fingerwink , m. nutus: mit einem fingerwink schien sie alle die kleinen gehorsamen weiberseelen zu beherschen. Klingers th. 2, 201 ; eben ma…

freundschaftswink

DWB

freundschaft·s·wink

freundschaftswink , m. der junge Hymen und sein bruder Amor sind so reich an freuden und für sie so gut gesinnt, dasz, der verlorenen aufs n…

Fusswink

RhWB

fuss·wink

Fuss-wink -i-, –e- Aach-Stolbg : Ausruf beim Spiel mit dicksten Klickern (Bommen), der den Spieler berechtigt, den Kl. gegen den Absatz sein…

gezwink

DWB

gezwink , n. , siebenbürgisch gezwänk sammelbegriff für ' zweige ' Haltrich id. d. sieb.-sächs. volkssprache 30 ; erweitert gezwänkich klein…

Grasewink

MeckWB

grase·wink

Wossidia Grasewink Ortsbezeichnung im Heilsegen: Ros', Culjos', du riten Ding, Du spliten Ding, Wik mi von Grasewink Bartsch 2, 421.

haarwink

DWB

haar·wink

haarwink , m. krankheit, ausfallen der haare? ( vergl. hantuuinc lubripellium Diefenb. 337 b ): schmire das pferd damit auf alle viern gegen…

himmelswink

DWB

himmels·wink

himmelswink , m. : durch einen himmelswink, dem schnell die wolke wich. Herder an Caroline Flachsland 1, 139 .

Lebenswink

GWB

lebens·wink

Lebenswink ‘von Zeit zu Zeit einen L. wechseln’: iSv (lockeren) Briefkontakt pflegen GWB B37,52,20 Sartorius 25.5.23 K Syn GWB Lebenszeichen…

scheidewink

DWB

scheide·wink

scheidewink , m. wink, um jemand anzudeuten, dasz er sich entfernen solle: Bouverot gab Justen einen scheide-wink. J. Paul Titan 3, 150 .

seitenwink

DWB

seiten·wink

seitenwink , m. : indem er bald das erkenntniszvermögen auf's engste einzuschränken bemüht schien, bald aber die gränzen, die er selbst gezo…

Todeswink

Campe

tod·es·wink

○ Der Todeswink , — es, Mz. — e , ein Wink, ein heimlicher Befehl, den Tod zu geben, zu tödten. Aber er sandt' ihn gen Lykia hin und traurig…

trostwink

DWB

trost·wink

trostwink , m. : du wirst sehen, dasz sie das kreuz etwas gedrückt hat: ... gib ihr einen ( geistlichen ) trostwink ins herz Herder an Lavat…

untwink

KöblerMnd

unt·wink

untwink , M., N. nhd. Augenblick, Kleinigkeit E.: s. ēn (1), twink L.: Lü 444a (untwink)

vorwink

DWB

vor·wink

vorwink , m. , kompositum mit temporalem vor-, vereinzelt im frühen nhd. nachweisbar; ' vorbedeutender hinweis, warnung ': unterdessen kann …

warnungswink

DWB

warnung·s·wink

warnungswink , m. : mein war die schuld, dasz ich den wink nicht sah, den warnungswink, der mich noch retten wollte. Wieland 21, 302 ( Kleli…

zauberwink

DWB

zauber·wink

-wink , m. , wie der schlag wirksame gebärde bei der zauberhandlung: die macht geheimer z-e J. G. Jacobi s. w. 5, 67 ; Campe wb. 5, 820 b ; …

zeitwink

DWB

zeit·wink

-wink , m. , augenblick : der letzte z. ihrer lebensfrist E. Francisci weh d. ewigkeit (1686) 740 . —

zuwink

DWB

zuwink , m. : jenen ton, der aus dem herzen das herz trifft, hier der ernsten väterlichen weisung, dort des stillen zuwinks Chr. S. H. L. Na…

Ableitungen von wink (9 von 9)

entwinken

DWB

entwinken , nutu vocare, evocare: als er dem unding einst die kommenden welten entwinkte. Messias 4, 1345 ; dann ergrif er den stab, den sta…

erwinken

DWB

erwinken , nutu assequi: er stand schon ferne, doch konnte man ihn noch erwinken; ich habe ihn nicht erwinken können. Stieler 2543 .

gewinke

DWB

gewinke , n. , verbalsubstantiv zu winken ( s. d. ), verhältnismäszig früh belegt: der wink et wunk, nonnunqam etiam das gewinke, nutus, nic…

gewinken

DWB

gewinken , verb. , verstärktes winken ( s. d. ) nur mittelhochd. belegt, vgl. mhd. wb. 3, 704 b ; Lexer 1, 991 . vgl. auch gewinken Verwijs-…

verwinke

BMZ

verwinke swv. sich verwinken zu seinem schaden winken? Kolocz. s. XVI.

verwinken

Lexer

ver-winken swv. ib. refl. sich zum schaden winken? Kol. XVI, XCVI.

verwinklich

DWB

verwinklich , adj. , vereinzelt: aus dieser wurzel kommen die stengel hervor, die anfänglich holzig, fingersdick und drüber sind, eine verwi…

winke

DWB

winke , f. , ' eine art von hölzernen waagbalken, vermittelst welcher die verschiedenen schäfte an dem leinendamaststuhl vereiniget sind ' J…

Zerwinken

Campe

Х Zerwinken , v. rec . sich zerwinken , unaufhörlich und bis zur Ermattung winken. — Umsonst zerwinkt der treue Alte sich. Wieland. D. Zerwi…