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uhr

mnd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

uhr f.

Bd. 23, Sp. 731
uhr, f. , stunde, hora; stundenmesser horologium. zur form: in der lautform hor, or lehnwort aus lat. hora, bzw. spätlat. ora, in der form ur aus dem roman. über das mnl. entlehnt. seit dem 14. jahrh. im deutschen, zuerst am Rhein belegt, ältester beleg (Frankfurt a. 1348) im comp. uhrglocke (s. d.) bis zum 16. jahrh. schwankt die form zwischen hore, ore (Lexer 1, 1339; 2, 164) und ure (Verwijs-Verdam 8, 853, Lexer 2, 2003). Luther gebraucht die mit h anlautende lat. form theils mit lat. endung (von eylff hora bisz umb zwey zur vesperzeitt 12, 20 W.), theils ohne diese (ungeverlich umb eylff hor ebenda). im 15. jahrh. findet sich hore öfters: wie vil hor hat ez geschlagen? (a. 1424) in Bayerns maa. 2, 386. vergl. noch Nürnberger polizeiord. 55; 56 Baader; Steinhausen privatbr. 1, 235; 238. weitere belege bei Grotefend zeitrechnung 1, 183 ff. s. v. stunden. eine contaminationsform aus hor u. ur ist hur bei Keisersberg narrensch. 86a; or findet sich bis ins 16. jahrh. hinein, s. belege bei Grotefend a. a. o., sodann Steinhausen a. a. o. 1, 239; A. Dürer underweysung (1525) I 2b; nachlasz 23, 7. dann siegt die form ur(e), uhr(e). aus dem mnd. (Schiller-Lübben 5, 140) ist ur auch in die nordischen sprachen gedrungen, s. Falk-Torp etymol. wb. 1335. die diphthongierte form auer ist dialektisch (Wetterau, Nassau), literarisch nur im 16. jahrh. vereinzelt belegt, s. o. th. 1, sp. 602, ferner: vmb sieben awern am morgen (Nürnberg a. 1509) bei Weller d. ersten dtschen zeitungen 13, 14. schwach flectierter sg.: notariatsb. 5b; K. Bücher Frkf. berufswb. 93a; Binhardus thür. chron. (1613) 46. masc. statt fem. spontan, z. b. H. Müller thränen usw. (1675) 763. bedeutung: 11) stunde. 1@aa) zur angabe der tageszeit für die hora equalis, die 60 minutige stunde, wobei im mittelalter entweder von sonnenaufgang (morgengaraus) bis sonnenuntergang (abendgaraus) nach der sog. groszen oder Nürnberger uhr (s. u.) je nach der tag-, bzw. nachtlänge 8—16 stunden gezählt werden oder (in Schlesien 15.—17. jahrh.) von sonnenuntergang bis sonnenuntergang der 'dies naturalis' in 24 stunden getheilt ist (sog. ganze uhr) oder endlich nach moderner art von mitternacht bis mitternacht 2 mal 12 stunden gerechnet werden (kleine uhr im gegensatz zur Nürnberger groszen, halbe uhr im gegensatz zur ostdeutschen ganzen uhr). die zahl der stunden wird meist in cardinalzahlen dem worte uhr vorgesetzt (nachsetzung blosz landschaftlich), selten in ordinalzahlen. die cardinalzahl ein wird älter nhd. theils flectiert, theils bleibt sie auch schon (wie seit dem 18. jahrh. stets) unflectiert. bei den zahlen 2—12 (bzw. 24) steht früh-nhd. überwiegend pl. uhren, doch auch sg. bereits im 15. jahrh.; bei getrennter tag- und nachtzählung (grosze uhr), sowie bei der zählung bis 12 wird die angabe vor, nach dem abend-morgengaraus, bzw. nachts, vor-, nachmittag zugesetzt, wo sich die eindeutigkeit nicht aus der situation von selbst ergibt, ebenso die art der uhr, wo zwei zeitrechnungen gleichzeitig im schwange waren, vgl. hiezu Grotefend a. a. o. 1@a@aα) zeitangaben nach der Nürnberger uhr: an aller heiligen abent ... zwischen dem jarausz und einer or städtechron. (Nürnberg 1431) 1, 378; zwischen dem garaus und einer ur End. Tucher in städtechron. 2, 11; fünf or vor tags (Nürnberg 1449) 2, 171; 3 or auf den tag (= 3. tagesstunde) ebda; zwue hore gen nacht (= vorletzte stunde vor dem abendgaraus) Tucher baumeisterb. 61. fünf or in die nacht (= 5 uhr nach dem abendgaraus) städtechron. 2, 177; vgl.fünfe in die nacht (ohne uhr!) (Nürnberg 1473) 10, 336; früe in der lezten ur 15, 142. hieher vielleicht auch: und es was yetzundan gar by zehen stund tag gesein und waz spot gegen der nacht, villichter umb die dry oder vier ur Keisersberg post. 1, 23a. 1@a@bβ) nach der ostdeutschen zeitrechnung (der ganzen uhr): Hainau den 18. augusto um 20 uhr Schweinichen denkw. 172 Ö.; den 11. januarii um 20 uhr im ganzen seiger 2, 179. weitere belege bei Grotefend a. a. o. γ) nach der modernen zählung: 1@a@b@aaaa) eyne ure na mittage quelle (a. 1395) bei Grotefend a. a. o., umbe eyne ure W. Gerstenberg chron. 197 D.; daz gesach (= geschah) die 14. augusto ein ora vor mittag (a. 1400) Ulman Stromer in städtechron. 1, 52; zuo ainer uhr nach mittag 25, 376; zwischen zwölf und einer uhren notariatsbuch 5b; von eyner uhern nach mittage, bisz es zwey slecht K. Bücher Frkf. berufswb. 93a s. v. pfortenherren. mit unflectiertem zahlwort: von ein uhren bisz zu fünffen Binhardus a. a. o. 46; nachmittags umb 1 uhren Moscherosch ges. 2, 507. mit uhr ohne flexionsendung: um ain ur Knebel chron. v. Kaisheim 222; S. Brant bei Liliencron volksl. 183, 58; zwischen zwölff vnd ein uhr volksb. v. dr. Faust 118 Braune; M. Kramer Parival (1691) 2. so in der neueren sprache allgemein, z. b. Göthe IV 5, 17 W. 1@a@b@bbbb) 2—12 uhr: in der nacht to tein uren ... to 7 des morgens quelle (a. 1451) bei Grotefend a. a. o.; zu acht uhren Reuter v. Speir kriegsordn. 39; die erste schicht soll man ... zu vier urn zu morgens frue, die ander zu zwelff urn, die dritt desz nachts zu achten anfahren (a. 1548) Lori bergrecht 259; zu zehen uhren in der nacht theatr. diabol. (1569) 156a; im winter musz die erste predigt geschehen vmb sieben uhr ... die ander ein halbe vor neun uhrn Bugenhagen braunschw. kirchenordn. (1531) P 3; vgl. auch N 4; und weret der actus von 6 uren am morgen bisz 9 Felix Platter tageb. 258 B.; yetz früe umb 5 uhren Paumgartner briefw. 33; von sontag drey uren an bisz zuo der sechsten stund des folgenden freitags S. Münster cosmogr. 783; gegen tag umb vier uhren Kirchhof wendunmuth 2, 142; Wickram 2, 245 B.; Fischart Garg. 271 ndr.; ungefähr umb zwey uhren vor tags binenkorb (1588) 200b; als es umb zwölff uren warde Frey gartenges. 111, 11 B.; des vormittags zwischen acht vnd neun uhrn Schütz hist. rer. pruss. (1592) 9, G g 3b; J. Ayrer hist. proc. juris (1600) 334; v. Chemnitz schwed. krieg 4, 1, 42b; 44a; nach XI uhren in der nacht Micrälius altes Pommerland (1640) 4, 132; es war bey halb sechs uhren Moscherosch ges. (1650) 2, 131; bey einer halben stunde nach sieben uhren 2, 139; umb 6 uhren und zu halber 7 uhren Alsatia 10, 441; 415; 424; vor 7 uhren ..., nach zehen uhren Grimmelshausen traumges. 4; Schupp schr. (1663) 105; Chr. Weise d. drey klügsten leute (1675) 178; M. Kramer Parival (1691) 4; 117 (aber um sechs uhr 110; vor sieben uhr 92); Florille bleib zu nacht so lang auf unsern straszen, dasz sie es oftmals hat zwölff uhren schlagen lassen, eh sie nach hause ging Grob dichter. vers. (1678) 57. in der neueren sprache bleibt uhr auch nach 2, 3 u. s. w. in der sg.-form, also endungslos, wofür belege bereits im 15. u. 16. jahrh.: zuo siben uhr Clemens Sender in städtechron. 25, 379; die schlacht weret von morgen bis zwo uhr nachmittag Seb. Franck chron. Germ. (1538) 245; von vier uhr an gegen morgens bisz auff acht uhr gegen der nacht Paracelsus op. 1, 709 H.; in der nacht umb eilf hor vor mitternacht quelle (a 1477) bei Grotefend a. a. o.; umb die siben uhr Clemens Sender in städtechron. 25, 377. vergl. Baumann quellen z. gesch. d. bauernkriegs 433; 436: umb zwey ur Eppendorf Plinius (1543) 34; fastnachtsp. nachlese 27, 27; Nas das antipap. eins u. hundert (1567—9) 1, 3b; Stumpf Schweizerchron. (1606) 429a. Ringwaldt lauter warheit B 2a; umb neun uhr vormittags v. Chemnitz schwed. krieg (1653) 2, 194; Grimmelshausen Springinsfeld 2, 49 K.; Birken d. vermehrte Donaustrand (1684) 199; morgen früh um 11 uhr Göthe IV 28, 26 W.; um vier und ein halb uhr I 43, 18 W.; um halb sechs uhr Hebbel w. 10, 28 W. ohne präp.: morgens 7 uhr J. H. Vosz antisymb. 2, 207; glock fünf uhr H. v. Kleist 1, 303 Schm.; schlags 8 uhr Jean Paul 16, 464 R. elf uhr am andern tage hält er am alten ort Fontane ged. 109. es ist ... zwey, drei, vier ... uhr oder es seynd zwey ... uhren Kramer dict. (1702) 2, 1189b. die sgl.-fügung dominiert in dieser redensart bereits frühnhd. und verdrängt den pl. vollständig: so es III ur ist nach mittag, soll man ... Eberlin v. Günzburg s. schr. 1, 110 ndr.; zwey uhr ist es an der zahl, das will ich euch ansagen Chr. Reuter Harlq. kindb.-schm. 70. es war halb eilf uhr Pfeffel pros. vers. (1810) 5, 50; drei viertel eilf uhr war vorüber Göthe 25, 194 W.; in der neueren sprache allgemein. seltener: die uhr ist zwei u. s. w., z. b. schon war die uhr halb acht und noch immer fieng das stück nicht an Castelli s. w. 10, 61; Storm w. 1, 156. es gehet auf zwey uhr, instat hora secunda Steinbach (1725) 399; es geht stark auf neun uhr Schiller 3, 112 G. es schlägt ein, zwei ... uhr u. ä.: gleich als der seiger hett vier uhr geschlagen ausz Tob. Hübner in Euphorion 5, 672; ich hab sechs uhr schlagen hören Kramer dict. (1702) 2, 1189b; eben schlug es ein uhr Meiszner skizzen (1778 ff.) 65; G. Keller w. 2, 131; mir ists, als hört ich noch den nachtwächter vier uhr rufen Miller briefw. dreier ak. fr. (1778) 1, 3; jetzt bläst der nachtwächter ein uhr W. H. Riehl culturgesch. nov. 358. dialektischlandschaftlich mit nachgestellter cardinalzahl: es war uhr eilfe Kleist zerbr. krug 756 W.; um uhre fünf wollt se drheeme sein G. Hauptmann Rose Bernd (1904) 140. verkehrssprachlich, dann schriftsprachlich wird oft, mit elision von uhr die cardinalzahl allein zu zeitangaben verwendet: morgen fruo umb das ain Keisersberg schiff d. pen. 70d, wofür in der neueren sprache: um eins; umm die neun oder zehene in dem summer brosamlin 2, 78c; Alsatia 10, 424; tzwüschen XII vnd eyn quelle (a. 1509) bei Weller d. ersten dtschen zeitungen 14; es ist nicht fern von fünffen M. Kramer Parival (1691) 10; um zwölfe diese nacht maler Müller w. 2, 171; Hebbel 8, 75 W. 1@a@b@cccc) die verwendung der ordinalzahlen bleibt sporadisch: geben zu Ingolstat ... in der zehenten or vor weinachten (1398) städtechron. 15, 571; nach mitternacht umb die erste hor ebenda 294; ungefähr umb die sibent uhr Nas a. a. o. 2, 223a; Ringwaldt evang. h 4a; Amadis 1, 199; nach der zwölften uhr quelle (a. 1616) bei Lori bergrecht 487; welcher beiderlei aufferstehung ... auff einander folgt gleich wie das letzte virtel der sechsten uhre mit dem ersten virtel mit der siebenden uhre gar genau vereiniget ist Petersen d. wahrheit d. herrl. reichs Jesu Christi (1693) 1, 48. δ) frage nach der zeit: wie viel uhr ist es? M. Kramer Parival (1691) 4, 10; Cneus Bebius ... starb, als er seinen diener gefraget, wie vil uhr es were Heyden Plinius (1565) 72; grillenvertreiber (1670) 250; wie viel uhr ists, junge? maler Müller w. (1811) 2, 145; Iffland theatral. w. (1827—28) 1, 32; Göthe 45, 156 W.; Ebner-Eschenbach ges. schr. (1893f.) 4, 51; allgemein. seltener: wie viel ists an der uhr? Kramer 2, 1189b; Steinbach (1725) 399; Tieck schr. 4, 60. selten auch: wie viel ist die uhr? Geibel w. (1888) 5, 169; Wieland 20, 201; was ist die uhr? Eichendorf s. w. (1864) 3, 327; Shakespeare 3, 171; Storm 7, 177. 1@bb) in freier verwendung für stunde wenig üblich, schon Kramer bemerkt dict. (1702) 2, 1189b: la voce italiana hora si dice uhr, quando si parla del numero delle hore suonate ò mostrate dall' orologio ... ma quando si parla semplicemente della duratione ... senza haver riguardo ne mira all orologio si dice stund. doch finden sich vereinzelt belege hiefür in der älteren sprache, s. Lexer 2, 2003. nhd.: er ... schlief nun auf zwuo ure und stuond dann auf summerteil d. heyl. leben (1472) 191b; im summer schlief er ... zwo oder drei ur Aventin 5, 151, 16 L.; (eine meile ist) eyn ure rijdens v. Harff pilgerfahrt 4; fünf uhren lang rechtsalterth.4 1, 614; (es) wert der sturm ... mer dan VIII ur Unrest chron. Carinth. 769; Windecke denkw. 400; (er) starb ... in einer viertel uhr darnach Zinkgref-Weidner teutsch. nation weish. (1653) 3, 47; Frisch dtsch.-lat. wb. (1741) 400a; noch folgt er nach vast auf zwo uhr Hans Sachs 17, 427 K.-G.; (er) thät ein kleines schläfflin nur, nemlich wol auff die zehen uhr, von mittag bisz in mitternacht Fischart Eulenspiegel 60, 889 H.; (es) lag dort sein leib, bis virtzig uhrn entstrichent Kuhlmann kühlpsalter (1684) 1, 125; man darff die bitterkeit des todes nicht vergällen mit aufschub uhr für uhr Gryphius trauersp. 786; 105 P.; dasz ohn sie Clarimund kein viertel-uhre leb lustsp. 423 P.; o glücklich, da ich dich zu guter uhr gefunden! 248; geschwind, geschwind, all uhr und stund der todt auf unsz kombt eylen Spee trutznachtigall (1649) 74; der letzte punct und schlag der nächst verwichnen uhr läszt, wie ein schneller strom, nicht die geringst spur frau v. Brenner bei Weichmann poesie d. Niedersachsen (1712—38) 2, 221. 22) concret für stundenmesser, uhrwerk. die eindeutschung von horologium als orolei, orlei, urlei, orleug u. a. (z. b voc. optimus 21b, Straszburger hausratsged. [um 1514] B 2b; Closener 110; weitere belege bei Lexer 2, 168 und Schmeller-Fr. 1, 134) setzte sich nicht durch. dafür wird seit dem 15. jahrh. or, ur, uhr auch concret für das instrument, mit dem die stunden gemessen werden, allgemein verwendet, und von den wbb. u. gloss. regelmäszig gebucht, z. b.: horologium, ein uhr, das die stunden anzeiget Junius nom. 162b; Frisius dict. (1556) 633a; Hulsius (1618) 271b; eine uhr, horologium Zehner nomencl. (1645) 39; Garthius (1679) 316a; Reyher thes. (1686) u 5vb; Kramer dict. (1702) 2, 1189b; Amaranthes (1715) 2015; Steinbach (1734) 2, 907; Wolff mathem. lex. (1747) 1359. determiniert nach dem bewegungsmechanismus, bzw. ihrem aufstellungsort oder ihrem speziellen zweck oder auch nach form und stoff des gehäuses ergeben sich compp. wie sonnenuhr, solarium, wasseruhr, clepsydra, reisz- oder sanduhr, clepsammidium, räder-, gewicht-, schlag-, stunden-, pendel-, repetier-, remontoiruhr, sodann bahn-, kirchen-, küchen-, sack-, salon-, stand-, stutz-, stuben-, schreibtisch-, tafel-, taschen-, thurm-, wanduhr. ferner spiel-, wecker-, flötenuhr, armband-, blumen-, herren-, damenuhr u. s. w. Kramer a. a. o. nennt noch weise-, zeig-, seiger-, mauer-, scheiben-, ring-, stabuhr. weitere compp. bei Krünitz 193, 214 ff. und Sanders 2, 2, 1410 f. für sanduhr findet sich auch determinierung durch part.: ein reisendt or H. Folz in fastnachtsp. 3, 1216 K.; H. Sachs 4, 340 K. für schlaguhr: schlagende uhren Rauwolff 406. für spieluhr: klingende uhren Göthe III 4, 247 W. andere determinierungen sind: astronomische uhr, z. b. Humboldt kosmos (1845) 3, 45, hydraulische 2, 210, electrische Hoyer-Kreuter technol. wb. 1, 788; Schwarzwälder u. O. Ludwig ges. schr. (1891/2) 2, 50; Storm 3, 196, Londoner uhr Gotter 1, 81, goldene, silberne u. s. w. uhr, z. b. Bahrdt gesch. s. lebens (1790) 2, 249; G. Keller ges. w. 1, 18; 4, 125. 2@aa) die uhr geht, läuft, steht, läuft ab, u. ä.: die uhr besteht, haeret non movetur Schönsleder prompt. (1647) F 2b; eine ... richtig gehende uhr Kramer (1702) 2, 1189b; es dünkt mich eine ewigkeit und doch läuft mir die uhr zu geschwind J. G. Jacobi s. w. (1807 ff.) 5, 182. so einer ... anfocht, vor und eh die ur uszgelouffenn ist Straszb. stud. 3, 233; die uhr ist abgeloffen, devolutae sunt horologii rotae Schönsleder prompt. (1647) I i 4a; wenn die uhre ... abgelaufen und die unruhe ihr stündlein erfüllet, so pfleget alsdenn der hammer mit einem groszem schalle auff der glokken anzuzeigen, wie viel es geschlagen Rist friedewünsch. Teutschland (1647) 20; Butschky Pathmos (1677) 237; es wäre ... einer uhr besser, dasz sie gienge als stünde Lohenstein Arminius 2, 982b; es rückt die uhr! noch einen kleinen weg des seigers, und ein groszes werk ist gethan Göthe 8, 260 (Egmont 4) W.; eure uhr geht schlecht Pfeffel poet. vers. (1812 ff.) 8, 67, falsch Auerbach 3, 137; auf einmal steht die uhr still Bettine Cl. Brentanos frühlingskranz (1844) 345; musz doch jede uhr ..., gehe sie noch so lange, unaufgezogen endlich einmal ablaufen Fr. L. Jahn w. 1, 170 E. die uhr tickt, schlägt, zeigt, weist u. ä.: ja, die uhr tickt, die geht weiter, die kann man aufziehen Auerbach schr. 4, 66; die uhr pickte eintönig an der wand Stifter s. w. 5, 1, 363; Storm 5, 251; meine uhr stand auf zehn Thümmel reise 6, 72; die uhr wies weit nach mitternacht Storm 5, 142; so bald die ur hat auszgeschlagen, so heisz alsbald die speisz aufftragen Scheit Grobianus 4088 ndr.; ein uhr, die da schlegt und weiset one wasser und gewicht Mathesius Sarepta (1571) 143a; eine uhr, die anders zeigt und anders schlägt Lehmann floril. pol. (1662) 1, 359; wenn geläutet wirt und schlägt die uhr drein, so bedeutet es feuer J. G. Schmidt rockenphilos. (1718) 1, 251; die alte uhr ... holte zum schlage aus T. Kröger schuld? 97; ganz fern auf dem kirchturm schlug eine uhr H. v. Kahlenberg Eva Sehring (1901) 22; da kräht der hahn! da schlug die uhr! da brach der morgen für Herder 5, 188 S. diese uhren hatten schon mancher geburts- und sterbestunde geschlagen Göthe 24, 221 W.; die uhr schlägt keinem glücklichen Schiller 12, 136 G.; noch nicht! dem glücklichen schlägt keine uhr Hoffmann v. Fallersleben ges. schr. 6, 13. mit zeitangabe: nun hat die uhr schon neun geschlagen Hans Sachs 17, 73 K.-G.; die uhr schlägt eins Herder 27, 394 S.; Droste-Hülshoff 1, 280; Görres ges. schr. 3, 229; mit eins bemerkte sie, dasz es finster geworden war und ihre uhr repetirte dreiviertel auf zehn Chr. L. Heyne in deutsche erzähler d. 18. jahrh. 17 F.; wissen, wie viel die uhr geschlagen u. ä. in bildlichem sinne für bescheid wissen, sich auskennen, etwas durchschauen: denn wer studieret hat, weisz, was die uhr geschlagen Henrici ernst-, scherzh.- u. sat. ged. (1727 ff.) 3, 411. ähnlich schon Murner narrenbeschw. 53, 60 ndr.; Strausz glaubensl. 2, 124, 19; Bauer-Collitz 246a. b) die uhr richten, stellen, aufziehen, butzen, schmieren etc., montare, reggere, indrizzare, nettare, uguere l'horologio Kramer 2, 1189b; Hulsius (1618) 2, 409a; des thurmers wonung soll in der dachung sein, das er ... die or richt Dürer underweysung (1525) J 2b; uhren richten ist wohl schwer Logau s. sinnged. 488 E.; jezt wollte er (Karl V) in seinem kloster zwey uhren so stellen, dasz sie nie von einander abwichen Schiller 4, 94 G.; Hebbel 6, 370 W.; G. Hauptmann einsame menschen (1891) 53; des glockenthürmers töchterlein, es stellt die uhr mit glücke bald vor und bald zurücke Rückert w. (1867/9) 1, 546; da haltet ihr die uhren an, als könnt es dann nicht abend werden! Hebbel 7, 193 W.; die uhr geschwinder laufen lassen, accelerare Kramer a. a. o.; er gieng zu der schulmeisterin, welche ... die uhr aufhielte, dasz sie nicht eher 12 uhr schlug, als bis wir im hochzeithause ankamen Holston und Augusta (1780) 195; er ... zog die uhr frisch auf Auerbach schr. 3, 137; er läszt eine uhr repetiren Schiller 5, 170 G.; Eichendorf s. w. (1864) 3, 38. c) nach der uhr, auf die uhr sehen u. ä.: Lavater verm. schr. (1774f.) 2, 24; J. H. Vosz 5, 245; Tieck schr. 4, 60; ich guck auf die uhr Bettine dies buch gehört dem könig (1843) 1, 10; der freiherr sah auf seine uhr Immermann 1, 11 B.; wenn man da wissen will, wie viel es hat geschlagen, so schaut man nach der uhr Rachel sat. ged. 128 ndr. d) nach der uhr rechnen u. ä.: reden ..., die nach der uhr abgemessen wurden Joh. E. Schlegel w. (1761—70) 3, 318; die kürze ... nach der uhr berechnen A. W. Schlegel Athenäum (1798—1800) 1, 51; der mann nach der uhr, oder der ordentliche mann titel d. lustsp. von Hippel (1765); ich verlange ... keineswegs, dasz man aus dem kinde den mann nach der uhr ziehen soll Bremser 54; d. dtsche Merkur (1773 ff.) 1, 10; Langbein s. schr. 31, 114; Gutzkow ges. w. (1872 ff.) 1, 16; er muszte arbeiten wie eine ... uhr O. Ludwig ges. schr. (1891/2) 2, 385. e) in bildlichem gebrauche sind meist regelmäszigkeit oder unregelmäszigkeit des ganges der uhr, ihr stehenbleiben, bzw. ablaufen. aber auch ihr mechanismus, die künstlichkeit des in einandergreifenden räderwerkes die tertia comparationis: α) so lehren unsere theologi ..., das die h. schrifft seie ein stummer lehrer, ... ein betrügliche uhr Fischart binenkorb (1588) 70b; ein fürst ist des landes uhr, jeder richt sich nach demselben in wercken als wie nach der uhr in geschäften Lehmann floril. pol. (1662) 2, 693. der tod ist eine glokk, ein uhr so stündlich schlägt Rist Parnasz 109; Schubart s. ged. (1823) 2, 123; ich bin genug berichtet, was die weiberleut für unrichtige uhren seyn Harsdörfer gesprächsp. (1641—9) 1, K 8a; Kramer dict. (1702) a. a. o.; die Franzosen sind ... nichts anders als uhren, auf welchen die weiber die stunden weisen Zimmermann von d. nationalstolze (1758) 78; eyn stang für den hanen, der ir (der Nordländer) ur und stundausrüfer ist Fischart phil. ehzuchtbüchlin 222 H.; Herwegh ged. eines lebendigen (1843) 2, 80; des hertzens podagra, die uhr, die stetig schlägt ... des menschen ewiger Saturn Treuer dtscher Dädalus (1675) 1, 665; da das gewissen die einzige uhr auf der welt ist, die immer recht geht Hebbel br. 6, 243 W.; wo aufruhr, empörung und ... unruhe vorhanden, da mus die uhr der wachsamkeit nicht allein ... ein zeiguhr, sondern auch zugleich ein schlaguhr seyn und zu abschlagung des haubts zeit und stund benennen Abele unordnung 4, 67. ähnlich Weckherlin ged. 1, 200 F.; des dienstes immer gleichgestellte uhr Schiller 12, 88 G.; seht, jetzt windet er die uhr seines witzes auf, gleich wird sie schlagen Shakespeare (1797—1810) 3, 43; wor bey ihm offt die uhr seines verstands verruckt wird, dasz er nachmals zu thun! ..., wie er aus dem narrengarn kommen möge Abele gerichtshändel 144. β) nahe liegt alter und neuer zeit der vergleich des lebens und sterbens mit dem gang und ablaufen einer sand- oder räderuhr: daraus dan wol zu sehen, dasz ... dasz gemüt im leib wie die unruo in der uren ... ist Fischart podagr. trostbüchlin 16 H.; meine uhr ist noch nicht ausgelaufen, ich fühle es! Göthe 19, 151 W.; jedesmal, dasz ein mensch ... geboren worden, ist die uhr des menschenlebens ... aufgezogen Schopenhauer w. 1, 416 Gr. dies ist mein ganzer lebenslauf, denn die uhr ist gloffen aus bibl. älterer schriftw. d. Schweiz I 4, 98; ach wär ich nur des lebens uhr einst völlig durchgegangen! Rist dicht. 240 G.; des lebens uhr, der puls, ... schlägt ganz unordentlich, verwirret und geschwind Triller poet. betracht. (1750) 1, 129; du muszt mit mir, hilft nichts dafür, die uhr ist abgeloffen Mittler dtsche volksl. (1865) 398; mach deine rechnung mit dem himmel, vogt, fort muszt du, deine uhr ist abgelaufen Schiller 14, 389 (Tell 4, 3) G.; ähnlich 4, 84; Schubart s. ged. (1825) 2, 289; er stirbt ... und seines athems uhr ist abgelaufen dtsches museum (1812—13) 2, 529. anders gewendet bei Göthe IV 18, 77 W.: da wir nach Stanz kamen, war unsere uhr eben im begriff abzulaufen (= die uns bestimmte zeit des aufenthaltes zu ende); sieh! bewegt vom eigennutze steht des lebens uhr nicht still Rückert w. (1867) 2, 421. für herz, mit dessen stillestehn das leben aufhört: ich trage, wo ich gehe, stets eine uhr bei mir Seidl ged. die uhr 1. γ) gottes uhr gehet gewisz und fehlet nicht Lehmann floril. pol. (1662) 2, 935; das gewichte, welches die uhr des gemeinen wesens triebe, sey die krafft eines lebhaften geistes Lohenstein Arminius 1, 229a; 2, 962b; in der uhr der herrschafft sind die räthe wol die räder ders. George Wilhelms lobschr. (1679) 1, F 2b; der die uhr der ewigkeiten gestellt hat, ... der ist ein meister Zinzendorf gemeine reden (1748) 14; sie (die noth) ist das gewicht an der uhr, das alle räder derselben treibt Herder 17, 119 S.; vgl. auch 16, 236 S.; Tzschoppe ... war die bestimmende unruhe in der politischen preuszischen uhr H. Laube ges. schr. (1875—82) 1, 290; Bismarck ged. u. erinn. 2, 76 volksausg.; die uhr der geschichte war schon zu weit vorgerückt Lagarde dtsche schr. 161; W. Schäfer 13 bücher d. dtschen seele (1923) 275; an- wird gehen alle lust, auff- wird hören alles klagen, wann die uhren in der welt alle werden gleiche schlagen Logau s. sinnged. 402 E.; eine wolgefaste ordnung, uhr und richtschnur Dannhauer catechismusmilch (1657) 1, 13; die eisenbahn ist jetzt unsere uhr! Auerbach schr. 17, 215; stirbt er, so stirbst du auch! sein leben soll die uhr des deinen sein! Hebbel w. 1, 194 W. e) art der stundenbemessung, der tagestheilung: α) ganze uhr (ca. 1400—1600 im deutschen osten üblich): die alten Teutschen haben die nacht dem tag fürgesetzt, darumb si den tag von nidergang der sonnen angefangen, wie es noch bei den Niderteutschen, sonder den Saxen und Winden, der brauch ist, welcher ur und horologia von nidergang der sonnen bis wider zu derselben nidergang 24 stund zeigen Aventin 1, 365 L.; und ist sollicher (anfang des tages mit mitternacht) so gemein, dasz auch die Böhmen und Italiener oder wo man die gantze uhr hatt, da es mit undergang der sonnen den garaus schlegt, nichts desto weniger sich der mitternacht mit anfahung des tags behelffen Kepler op. 4, 38; auf dem abend zwischen 21 und 22 der gantzen uhr glaciographia (1625) 116. β) italienische, französ. uhr: meine frau ... ist am 23. April um 23 uhr (die glückliche zeit, da wir nach dieser uhr schrieben!) ... niedergekommen W. v. Humboldt br. an Welcker 12; in der sechsten stunde — ich meine in der dritten stunde nach mitternacht, nach französischer uhr Gaudy s. w. (1844) 13, 122. γ) grosze (Nürnberger) uhr, vom morgengaraus zum abendgaraus, von diesem wieder neu beginnend zum morgengaraus 8—16 horae equales nach der jeweiligen tages- oder nachtlänge zählend: (sie verschied) in der nacht der neunten stund nach der Nürnberger uhr (= 2½ morgens) Dürer nachlasz 10, 9; und wenns schier tag ist, darf er fragn, ob die grosz uhr drey hab gschlagn J. Ayrer 4, 2442, 4 K. δ) kleine uhr, die stundenzählung (2 ✝ 12) von mitternacht beginnend, s. Grotefend a. a. o.; ein halb ur der kleinen ur nach drei ur (a. 1540) Leonh. Widmann in städtechron. 15, 165; umb zwei der kleinen uhr nach mittag quellen ... d. fürstent. Bayreuth (1560) 2, 76; J. Ayrer 4, 2311, 19 K.; Paumgartner briefw. 196. concret.: Seb. Franck chron. Germ. (1538) 301a. f) uhr für uhrwerk des bratspieszes: die uhr brätet speck Eckart nd. sprichw. 533. 33) in der geometer- u. bergmannspr. (gleich stunde) für den 24. theil des grubenkompasses, s. Veith bergwb. (1870) 511; Krünitz 193. 214. — dim. zu uhr: uhrchen, ührchen, n.: Krünitz 193, 214; Bismarck br. an s. braut u. gattin 168; der affe rückt und dreht, bis dasz das uhrchen stille steht Lichtwer fabeln 3, 14. pl. ührchen: Ebner-Eschenbach ges. schr. (1893) 3, 25. —
26595 Zeichen · 796 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    uhrn.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    * stundenûr (-uhr) , n. , „ ein schlagendes vierndel undt stundenuhr üm den Hals zu tragen nebst einem wecker ” (Meister…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Uhr

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Uhr , plur. die -en, Diminut. welches doch nur in der zweyten Bedeutung üblich ist, das Ührchen, Oberd. Ührlein. 1. …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Uhr

    Goethe-Wörterbuch

    Uhr [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Uhr

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Uhr (v. lat. hora , »Stunde«; hierzu Tafel »Uhren I-IV« mit Text), Vorrichtung zur Messung und Einteilung von Zeiträumen…

  5. modern
    Dialekt
    Uhr

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    U h r [Ýr Ensish. bis Zinsw. ; Œyər Aschb. Stundw. Bühl ; Øwər Rosteig ; Pl. –ə] f. 1. Stunde (nicht in M. ). Bei der Fr…

  6. Sprichwörter
    Uhr

    Wander (Sprichwörter)

    Uhr 1. Besser eine Uhr, die immer pickt, als eine Glocke, die nur an Festtagen schlägt. 2. De Ûr, de Bis uch de Frâ neme…

  7. Spezial
    Uhr

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Uhr f. (-,-en) 1 ora (ores) f. 2 (Zähler) ora (ores) f. , cumpedadú (-dus) m. ▬ die Uhr aufziehen trá sö l’ora ; die Uhr…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit uhr

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uhr‑ als Erstglied (30 von 345)

Uhrdeckel

SHW

Uhr-deckel Band 6, Spalte 43-44

Uhrfeder

SHW

Uhr-feder Band 6, Spalte 43-44

Uhrglas

SHW

Uhr-glas Band 6, Spalte 43-44

Uhrgulden

SHW

Uhr-gulden Band 6, Spalte 43-44

Uhrkasten

SHW

Uhr-kasten Band 6, Spalte 43-44

Uhrkette

SHW

Uhr-kette Band 6, Spalte 43-44

Uhrkordel

SHW

Uhr-kordel Band 6, Spalte 43-44

Uhrladen

SHW

Uhr-laden Band 6, Spalte 43-44

Uhrmacher

SHW

Uhr-macher Band 6, Spalte 43-44

Uhrpendel

SHW

Uhr-pendel Band 6, Spalte 43-44

Uhrpickel

SHW

Uhr-pickel Band 6, Spalte 43-44

Uhrrad

SHW

Uhr-rad Band 6, Spalte 43-44

uhr als Zweitglied (30 von 79)

Abfuhr

RDWB1

Abfuhr f отказ (напр., в прошении, в требовании) eine ~ erteilen idiom. - срезать кого-л.; осадить кого-л.; дать от ворот поворот идиом. , р…

Eieruhr

RDWB1

Eieruhr f (kein Bezug zu "яйцо") песочные часы

Spieluhr

RDWB1

Spieluhr f (nicht "игральные часы") музыкальная шкатулка (детская игрушка)

Abenduhr

Adelung

abend·uhr

Die Abenduhr , plur. die -en, in der Gnomonik, eine Sonnenuhr, die auf einer Fläche beschrieben wird, welche gerade gegen Abend liegt, und s…

abfuhr

DWB

abfuhr , f. abductio.

Amtsabfuhr

DRW

amts·abfuhr

Amtsabfuhr die ackerleute die amtsabfuhre, die cossäthen aber die laufreisen verrichten müssen 1764 Rabe,PreußG. I 3 S. 57 Faksimile

Amtsfuhr

DRW

amts·fuhr

Amtsfuhr Fronfuhrwerk 1563 Gladenbach/ZBergr. 22 (1881) 63 1579 Marburg/Diefenb.-Wülcker 53 Faksimile 1650 Wolfenbüttel/MittSchulg. 1 (1891)…

anfuhr

DWB

anfuhr , f. advectio, anfuhr der steine, des holzes; die anfuhr wird unterbrochen, ehe sie bis zur hälfte gekommen ist. Herder 1, 20 .

Archenfuhr

DRW

archen·fuhr

Archenfuhr Frohnfuhr(en) zum Archenbau wellicher seine schuldige archenfuern nicht verrichtet 1620 Tirol/ÖW. II 242 Faksimile

Auffuhr

DRW

auf·fuhr

Auffuhr I Anfuhr (des Holzes), Einfuhr ins Haus Gutzeit,Livl. I 55 Faksimile II Führung in erwegung seiner gutter auffuhr 1772 PublLux. 51 (…

aufruhr

DWB

auf·ruhr

aufruhr , f. und m. commotio, seditio, tumultus, aufstand, empörung, bei Ulfilas unsuti oder drôbna, nnl. oproer. der älteren sprache ist da…

ausfuhr

DWB

aus·fuhr

ausfuhr , f. exportatio, nnl. uitvoer: die ausfuhr des getraides, des weins wird von den nachbarn erschwert.

bergguhr

DWB

berg·guhr

bergguhr , f. gediegnes, durchgedrungnes, gleichsam gährendes silber.

darmruhr

DWB

darm·ruhr

darmruhr , f. coeliaca passio Frisch 1, 186 . eiskraut zu pulver gestoszen, mit wein zertrieben und getrunken, vertreibet die därmruhr dysen…

eiterruhr

DWB

eiter·ruhr

eiterruhr , f. dysenteria purulenta, ruhr, bei der blut mit eiter abgeht.

Fêlduhr

Adelung

feld·uhr

Die Fêlduhr , plur. die -en, eine ehemahlige Art großer Taschenuhren, deren sich die Generals im Felde bedieneten.

Gaffeluhr

MeckWBN

gaffel·uhr

Wossidia Gaffeluhr n. nach hinten geöffnetes Ohr der Pferde: dat Pierd hett Gaffeluhren Gü Güstrow@Kobrow Kobr .

grundruhr

DWB

grund·ruhr

grundruhr , f. , mhd. gruntruore; vgl. mnd. gruntrôringe unter grundrührung. 1 1) die ' berührung des grundes (grund I A und II A 3 a), das …

halsuhr

DWB

hals·uhr

halsuhr , f. uhr, die an einer halskette getragen ward: verehrte ihm auch eine schöne schlagende halsuhr zum freundlichen valete, so ich aus…

harfenuhr

DWB

harfen·uhr

harfenuhr , f. uhr mit einem musikwerke, das den klang einer harfe hat: die beiden Kaufmann, vater und sohn, construiren flöten- und harfenu…

harnruhr

DWB

harn·ruhr

harnruhr , f. diabetes, harnflusz: bacillenkraut gesotten und wie ein pflaster über die scham und schlosz gelegt, ist eine gute arzenei wide…

jagduhr

DWB

jagd·uhr

jagduhr , f. kleine flache taschenuhr, die bei jagden mit bequemlichkeit getragen werden kann.

jahruhr

DWB

jahr·uhr

jahruhr , f. uhr welche des jahres nur einmal aufgezogen zu werden braucht.

lagerruhr

DWB

lager·ruhr

lagerruhr , f. dysenteria castrensis, ruhr bei den soldaten im felde. Adelung.

landruhr

DWB

land·ruhr

landruhr , f. ruhr die auf dem lande oder im ganzen lande herscht.

Languhr

MeckWBN

lang·uhr

Wossidia MeckWB Languhr n. 2. Fledermaus (vereinzelt) D. WA. 19, 3.

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APA
Cotta, M. (2026). „uhr". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/uhr/dwb
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Cotta, Marcel. „uhr". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/uhr/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „uhr". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/uhr/dwb.
BibTeX
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