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spuk

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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14 in 13 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

spuk m.

Bd. 17, Sp. 210
spuk, m. gespenst; gespensterhaftes, tolles treiben. II. geschichtliches und formelles. I@11) das eigentliche verbreitungsgebiet des wortes im mittelalter ist Niederdeutschland und die Niederlande (vgl. J. Grimm mythol. 762), wo es mit vocalen erscheint, die auf verschiedenen ursprung zurückgehen: mnd. spôk, spûk, spoek Schiller-Lübben 4, 335b; striges eyn spoyk Dief. nov. gloss. 351a; myt dem kleynen spouke. d. städtechr. 16, 204, 3277 (Braunschweig); dazu in den neueren mundarten spook gespenst Richey 283. brem. wb. 4, 960; spökels gespenst Dähnert 452a; spook, spök Schütze 4, 173. Danneil 204b; spoikeding gespenst Schambach 205b; ostfries. spök ten Doornkaat Koolman 3, 282b; mnl. spoocke, spoocksel, spectrum, larva, phantasma Kilian (als sicambrisch, d. i. in Geldern, Jülich und Cleve gebräuchlich, friesisch und holländisch bezeichnet); ins scandinavische sprachgebiet reichend, won. spøg, spasz, scherz, schwed. spöke gespenst, spuk, norweg. spjok gespenst dazu gehören, ins mitteldeutsche: spôk für spuk in Leipzig. Albrecht 214b; auch vereinzelt ins hochdeutsche, wo die wortform kurzvocalisch auftritt; ein allein stehendes gespüc bei Berthold v. Regensburg: alle die an zouberîe geloubent und an wârsagen und an wârsagerinne und an lüppelerinne, an nahtfrouwen und an sô getân gespüc und an pilwiʒ. 2, 70, 32, das in zwei handschriften durch gespot ersetzt wird, kehrt, nur mit diphthong für einfachen vocal, als gespeuck im haus Simpl. 4, 70 Kurz, wieder; mit hochdeutschem consonantenstande gewährt ferner spuch spectrum, phantasma (als neutrum) Schottel 1420, und spuch neben spuk Stieler 3093, wozu sich ein oberpfälzisches spuchen spuken Schm. 22, 655 stellt; und dazu tritt eine masculine weiterbildung spucht, die gemeinschaftlich nieder- und hochdeutsch ist und die eigentliche bedeutung des wortes beleuchten hilft: spucht, was kleines und schmächtiges unter menschen und thieren, een spucht vam jungen, ein kleiner unansehnlicher bube. Richey 284; spugt, he is man een spugt, er ist nichts als haut und bein, er ist nur klein und schwach, mit der nebenform spigt. brem. wb. 4, 977; spugt, eine schwache magere person. Dähnert 454b; ähnlich spucht Schütze 4, 178; spucht, hagerer, dünner, geisterhafter mensch. Stürenberg 256a; spucht, spugt, schwaches, schmächtiges und hageres, völlig abgezehrtes, fleischloses wesen, gerippe, geist. ten Doornkaat Koolman 3, 292a; spucht, schmächtiger mensch Woeste 252b u. s. w.; auf dem bairischen walde der plur. spuchten, trugbilder, täuschungen, pfiffige einfälle, vorwände, ausflüchte, mit spuchtel, weib das nicht mehr schwanger wird. Schm. 22, 656; rheinfränkisch spöchten, scherze, späsze Fromm. 6, 277, 9. 279. das schwanken in den vocalverhältnissen (vgl. darüber auch jahrbuch des vereins für niederd. sprachforschung 18, 142) hindert, einen genauen etymologischen einblick zu gewinnen; dagegen scheint es sicher, dasz von den bedeutungen des wortes die persönliche die älteste ist, weil sie mit groszer übereinstimmung in den niederd. [] mundarten auftritt, und zwar nicht im sinne der unheimlichen, grauenhaften erscheinung, sondern eher mit niedrigkomischem beisinn; daher übertragung auf wesen von geringer erscheinung: do eschede Isegrim van er (der meerkatze) to eten; he sprak: langet her, edder ik helpe ju soken; it helpet mi bet van dessen spoken (ihren kindern). Reinke de vos 6052; mundartlich een lüttk spook kleiner hagerer mensch, een recht spook van'r deern, ein kleines mädchen. Richey 283. vgl. Schütze 4, 173; 't is man 'n spöök, ein sehr hagerer, geisterhafter mensch. Stürenberg 254b; vgl. dazu düringisch schpuuk, häszliche gestalt Herwig idiotismen aus Thüringen 1892 s. 29a. könnte man erweisen, dasz niederd. spôk der alte name für die aus lumpen gefertigte schreckgestalt gewesen sei, die die heidnischen Sachsen fertigten (de simulacris de pannis factis. indiculus superstit. et paganiar. 27) und die sie, um die bösen geister zu schrecken, unter lärm und getöse durch ihre flur trugen (de simulacro, quod per campos portant. ebenda 28), so würde sich der übergang der persönlichen bedeutung zu der des lärmens, getümmels und spaszes natürlich ergeben und ein weiter culturhistorischer hintergrund gewonnen sein. I@22) wenn auch das wort mit seinem verbum spuken seit Schottel in den wörterbüchern der nhd. schriftsprache aufgeführt wird, so erlangt es doch erst lebendige einführung in dieselbe seit dem 18. jahrh. unter dem tiefgreifenden einflusz des niederdeutschen durch schriftsteller entsprechender heimat. noch Steinbach führt spuck für gespenst, spectrum, phantasma als niedrig mundartlich auf 2, 649 und Frisch 2, 311b kennt spuk spectrum nur als niederdeutsches wort. wenn in der schreibung des 18. und theilweise noch des 19. jahrh. spuk mit spuck, spuken mit spucken wechselt, so will das nicht schwankende aussprache anzeigen, das ck ist schreiberzug der zeit für einfaches k wie in eckel, mackel für ekel, makel u. a., für die ebenso durchgängige länge des stammvocals fest steht. I@33) einen plural entwickelt das wort im persönlichen sinne, mnd. spoke Reinke de vos 6052 (vgl. die stelle oben unter 1); mundartlich nnd. mit umlaut spok, spuk, gespenst, plur. spöke Woeste 251a; in der schriftsprache hat sich der plural, den Adelung und Campe als ungebräuchlich bezeichnen, erst bei neueren als spuke ergeben, immerhin selten, aber nicht nur, wenn spuk persönlich steht (II, 1), sondern auch wenn es spukhaftes treiben bezeichnet (s. II, 2). IIII. bedeutung. II@11) spuk, gespenst, geisterhaftes wesen; als collectivum: irrwische ... und sonst noch allerhand inländischen und ausländischen spuk in gestalt der kleinen chinesischen wackelköpfe. Klopstock 12, 328; gewöhnlich aber als einzelbezeichnung: A. wie machte es der mann, dasz er den spuk wieder wegbrachte? J. er pfiff auf dem finger, dasz es schmetterte, da war der geist weg. 383; er gestand, was er bisher ausgetrieben hätte, möchte wol der rechte teufel nicht gewesen sein, sondern ein geringerer spuk. Arnim 2, 388; wenn sie trunken im schlafe lagen, stieg er wie ein spuk über sie hin, schnitt so viel köpfe ab als er vermochte, und trug sie nach Trier. Freytag bilder 1, 175; trieb hier ein spuk sein wesen? Heyse novellen 4 (1885) s. 94; weil du einmal nicht rastest, bis du des spukes namen vernimmst. Klopstock 2, 133; hinaus, du spuk (geist Rübezahl), hinaus aus ihr (der welt), wenns dir gefällig ist; wo nicht, so daure krieg mit dir, bis du bezwungen bist! Gleim 7, 199; der spuk des todtengräbers (gespenst in todtengräbers gestalt) grub, was nachher geschah, um mitternacht zwei grüfte, wie Heinz der küster sah. Hölty 13 Halm; vorige neujahrsnacht, da es zwölf schlug, wankte sie (ein mädchen) rücklings, eine deck' um den kopf, hellweisz wie ein spuk, aus der hausthür. Voss 2, 112 (idyll. 6, 133); auf spring ich vom flammenlager, und durchs flirrende gemach stürz ich fort, der spuk mir nach. Grillparzer 3, 43; und wills mit worten nicht gelingen den spuk zu treiben aus dem haus: ei nun, wir führen gute klingen, kalt eisen treibt den teufel aus. Geibel nachl. 163; ich bin kein gespenst, ich bin kein spuk; leben kocht in meinen adern. H. Heine 18, 77; hier im walde scheu dich nicht, hier haust kein böser spuk! Ludwig 1, 96; [] auch trugbild eines gegenstandes: ist das ein dolch da vor mir, der griff gegen meine hand? her, dasz ich dich packe! wie? nicht? und doch seh ich dich immer! verdammter spuk! bist du denn nicht für die faust, was du fürs auge bist? Bürger 294a (Macbeth 2, 5, fatal vision Shakesp.). im plural (vgl. oben I, 3): diese weiszen und schwarzen frauen gelten bei kennern als die allerechtesten spuke, gerade weil ihnen das fehlt, was dem laien die hauptsache dünkt: eine geschichte. Fontane vor dem sturm 2, 72; in Grönland ... sahen die Grönländer, die wohl hundert spuke haben, ihre gespenster ruhig weiter. 161. II@22) gebahren solcher geister, mit dem beisinne des unheimlichen, tollen oder wilden treibens: ein nachtwächter sorgt unter andern dafür, dasz die, welche durch eine spitze oder scharfe feder im zweikampf erlegt sind, und nun als gespenster umgehen, des spukes nicht zu viel machen. Klopstock 12, 49; er meinte auf erden nichts gräszlicheres, keinen ärgeren spuk in mitternächtlicher einbildungskraft gesehen zu haben. Arnim kronenw. 1, 164; um von den als geisterbanner und exorcisten bewährten vätern (kapuziner) allerlei mittelchen einzuhandeln gegen krankheit von menschen und vieh und gegen teuflischen spuk. C. F. Meyer Jenatsch 83; eine minute später war die erscheinung verschwunden. selbstverständlich schlug jetzt, zur vollendung des spukes, auch noch die erste stunde nach mitternacht an einer entfernten turmuhr. Keller 7, 198; nun ist die welt von solchem spuk (geistererscheinungen) so voll dasz niemand weisz wie er ihn meiden soll. Göthe 41, 314; mir selber war vor deren (der kobolde) spuk nicht bange. Rückert 165; der zwergenspuk war um mich her zerstoben. 166; wohl durch die verhängten fenster wirft die sonne neugierige blicke, doch wie sie gewahrt den alten spuk, prallt sie erschrocken zurücke. H. Heine 18, 42; mit hinüberschwanken in die persönliche bedeutung (1), im collectiven singular: grabentstiegner spuk der nacht, müssen büszend wir nunmehre irre gehn in diesen mauern. 59; im plural: die götter sind uns stumm, die wunder der heiligen fragwürdig, die spuke der kobolde und geister verdächtig geworden. Anzengruber 4, 30. II@33) verblassung des begriffs in verschiedenen abstufungen und übergängen. II@3@aa) mit noch deutlichem bezug auf die bedeutung 2: Hamlet und seine monologen blieben gespenster, die durch alle jungen gemüther ihren spuk trieben. Göthe 26, 218; der nächtliche spuk war nur ein vorspiel gewesen eines gröszeren schreckens, der sie jetzt erwartete. Keller 4, 238; Jochel zog das seil an, und der spuk verschwand endlich (das treiben dreier als teufel verkleideter landstreicher). 7, 172; um dem sündhaften spuk ein ende zu machen. 345; hätte er nicht geschlafen, so hätte ihn die Griechin durch einen spuck scheu gemacht, so war ihr plan. Scheffel Ekkehard (1888) 354; im ausruf, kennzeichnung eines unbegreiflichen vorgangs: während der zeit lief das bier aus dem fasz immer zu, ... und als die kanne voll und sonst kein platz da war, so lief es in den keller und hörte nicht eher auf, als bis des ganze fasz leer war. Catherlieschen sah schon auf der treppe das unglück. spuck! rief es, was fängst du jetzt an, dasz es der Frieder nicht merkt? Grimm kinder- u. hausm. 273 (nr. 59). II@3@bb) dieser bezug (a) hat sich verloren, spuk steht nur wie unfug, aufsehen, verwirrung; schon mnd.: mit rückende dref he mannigen spok. Gerhard v. Minden 65, 39 Leitzmann; nhd.: je du einfältiger tropff, was machest du uns vor einen spuck unter den leuten? causenmacher 114; mein vater empfieng ihn sehr freundlich, um keinen spuck in die hochzeit, welche morgen vor sich gehen solte, zu machen. Felsenb. 3, 159; um ohne spuk und aufsehen sie im ruhigen besitz ihres reichthums zu erhalten. Musäus 1, 49 Hempel (Rübezahl IV); und doch hatten die jungen fakirn mit ihren lingams ... einen verdammten spuk unter euch anrichten können. Wieland 8, 257 (Danischmend 31); drei fakirn und ein kalender ... richteten binnen jahr und tag einen solchen spuk unter dem guten einfältigen völkchen an, dasz ichs nicht länger mit ansehen konnte. 352 (cap. 42); er hat eine vogelhecke darunter (unter dem hute), die möchten hervorfliegen und einen verteufelten spuk machen; denn es sind lauter lose vögel. Göthe 25, 362; [] als zur welt die tochter kam, o dasz ich nicht gleich ihr das leben nahm! ich nahms ihr nicht, folgte nicht meinem ahn; nun hat sie mir diesen spuk gethan. Rückert Firdosi 1, 179. II@3@cc) in andern fallen hat sich die bedeutung des lebhaften, lauten, lärmenden treibens ergeben: spuk etiam quemvis tumultum, confusionem et turbam, item quicquid horridum aspectu est, denotat. es ist ein greulicher spuk, foedum est spectaculum. Stieler 2094; einen entsetzlichen spuk machen. Adelung; das war ein spuk. ebenda; in der Altmark maok nich so väöl spôk, mache nicht so viel lärm. Danneil 204b; ganz abgeschlossen von des lichtes strahl (spricht die perle) kannt ich den spuk nicht drauszen vor dem hause. Rückert 151; der wächter auf den zinnen treibt gar gewaltgen spuk. sieht gar wohl gäste kommen? er schreit: guck, guck, kukuk! Grillparzer 1, 60; oder des vernunftlosen, leeren gebahrens: der alte spuk mit den Hohenstaufen und ihren vermeintlichen anhängern. Arnim kronenw. 1, 218; der vogel sieht in groszer ruh dem spuk von seinem baume zu; sagt nicht ein wort, bis mantel, kragen und wamms und wange, bart und haar sich Hans zerfetzt hat ganz und gar. Wieland 18, 379; als toller spuk charakterisiert: immer wieder störte er (Tieck) den lesern ihren glauben durch willkürliche einfälle und unmögliche erfindungen oder gar durch den schlechthin unpoetischen spuk des tollhauses. Treitschke d. gesch. 3, 695; lasz nur den tollen spuk der zeit vorüber flirren! ergötzen kann er dich, er kann dich nicht verwirren. Rückert werke 4, 140 Böhme; was während eines mondes kurzer dauer von tollem spuk und schrecklichem geschehen, merkwürdgem wagnis und ruchloser that die zeitung brachte. Keller 10, 148; landschaftlich niederdeutsch auch in die bedeutung der winkelzüge, hindernisse übergegangen: einem vielen spuk machen. Adelung, nach: maak man nig veel spooks, mache nur nicht viele krumme sprünge. brem. wb. 4, 961. II@3@dd) auf grund komischen beisinnes der bedeutung 2 ergeben sich andere anwendungen; so der einer eigenartigen bethätigung der gedanken- und gefühlswelt, gebahren als 'närrischer kerl': hab immer meinen spuk für mich, und ist mir wohl dabey! kalmäusre bald, bald wälz' ich mich! bald éins gefrohnt, bald frey! K. Schmidt im Leipz. almanach der deutschen musen 1779, s. 251; äfferei, neckerei: mit einem seinen spuk treiben; aber indem sie so vermuthen und wir uns so stellen: so haben die schlauen vögel in der stadt ihren spuk mit uns. Möser patr. phant. 4, 169; besonders hatte Fortunato sich diesen abend mehrere mal verkleidet und trieb fortwährend seltsam wechselnd sinnreichen spuk. Eichendorff 32, 133; nun geht der rechte spuck erst an. Pfeffel poet. vers. 1, 69; besonders von erzähltem oder sonst berichteten abenteuern, spasz: lasz dir den spuk erzählen. Lenz 1, 175; etwas viel bessers giebts: ein informator zu werden in Auenthal ... und den ganzen spuk drucken zu lassen. J. Paul unsichtb. loge 1, 103; die ganze geschichte werde wohl ein leer gerede sein, ein spuk, wie ihn mägde oft anstellen. J. Gotthelf Uli der knecht 301; viel lächerlichen spuk ... erzählen. Keller 1, 73; ein giengen zum saale die püppchen schmuck, traten zum mond und erzählten den spuk. Rückert Firdosi 1, 159; selbst in den sinn eines unerquicklichen vorgangs, einer lästigen, drückenden sache umgeschlagen: Z. zwar sagt mein gewissen, dasz ich heut auf krummen wegen bin. W. ach, larifari! bei ihren küssen schlägst du den spuk dir bald aus dem sinn. Körner nachtwächter 8. auftr.; es wär ein spuck, wenn mirs mit diesen Türken fehlte. Rückert 12, 216.
15211 Zeichen · 212 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spuk

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Spuk , des -es, plur. inusit. ein nur in den gemeinen Sprecharten übliches Wort. 1. Lärm, Geräusch. Einen entsetzlic…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Spuk

    Goethe-Wörterbuch

    Spuk [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spuk

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Spuk (altgerman. spauka ), ein ehemals nur im nördlichen Deutschland (und Nordeuropa) heimisches Wort, das mehr für eine…

  4. modern
    Dialekt
    Spuk

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB RhWB Spuk [ʿSpyk Su. Ruf. Co. ] m. Spuk, schlechter Spass. Rda. E S. spi e le n einen Streich spielen.

  5. Sprichwörter
    Spuk

    Wander (Sprichwörter)

    Spuk 1. Es ist nicht alles ein Spuk, was in der Tochter (des Töchterleins) Kammer geht. – Eiselein, 575; Simrock, 9791; …

  6. Spezial
    Spuk

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Spuk m. (-[e]s,-e) (Gespenst) fantasm (-s) m. , spirit (-ic) m. , segnal (-ai) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spuk

69 Bildungen · 42 Erstglied · 24 Zweitglied · 3 Ableitungen

spuk‑ als Erstglied (30 von 42)

Spukbas

RhWB

spuk·bas

Spuk-bas - Mörs-Rheinbg m.: verächtl. Prahler.

spukbedürfnis

DWB

spuk·beduerfnis

spukbedürfnis , n. : mädchen in den spinnstuben ... voll spuk- und gespensterbedürfnis. Fontane vor dem sturm 1, 94 .

spukbild

DWB

spuk·bild

spukbild , n. , bild, welches einen spuk darstellt, erscheinung gespensterhafter wesen: dort am walde ... hören wir schon die klosterglocken…

spukding

DWB

spuk·ding

spukding , spukeding , n. gespenstiges, spukendes wesen ( vgl. ding 9, d, theil 2, sp. 1163); niederdeutscher volksausdruck, spoikeding, in …

spuken

DWB

spuken , verb. als spuk umgehen; spuk treiben. 1 1) das verbum schlieszt sich in bezug auf ursprüngliches verbreitungsgebiet und erweiterung…

spukenelle

DWB

spuken·elle

spukenelle , f. in der gaunersprache das gespenst, besonders der gehilfe des sefelgräbers ( vgl. oben theil 10, 1, sp. 81), welcher den besc…

Spuker

PfWB

Spuker m. : 1. 'herumspukende Gestalt, Gespenst', Spukeʳ [ PS-Salzwg ]. — 2. vgl. PfWB Katzenspuker .

spukerei

DWB

spuk·e·rei

spukerei , f. das gespuke, vielfältiges, anhaltendes spuken, mnd. spôkerîe Schiller - Lübben 4, 336 b , in umgelauteter form nach dem nieder…

Spukes

PfWB

Spukes m. : 1. 'Schreckgestalt, mit der man Kindern droht, um sie beim Dunkelwerden im Haus zu halten'. Der Spuckes holt dich! [ KU-Herchw ]…

Spukesdinger

RhWB

spukes·dinger

Spukes-dinger -ō:gəsən- Dun-Tettschd Pl. t.: mot enen Sp. machen (dreiwen) ihn zum Narren halten.

Spukesmacher

PfWB

spukes·macher

Spukes-macher m. : ' wer verrückte Dinge treibt, Narr ', Spukesmacheʳ [ KU-Lohnw ]. RhWB Rhein. VIII 460 Spukesmächer.

Spukesmächer

RhWB

Spukes-mächer PfWB -ō:gəs- Bitb-Wiersd m.: lustiger Mensch, Witzbold.

spukessig

RhWB

spuk·essig

spukessig -ō:gəsiχ ebd. Adj.: lustig, zu Unsinn, Scherz geneigt.

spukfest

DWB

spuk·fest

spukfest , adj. fest gegen spuk, geistererscheinungen: das offen stehende scheunenthor, vom winde gerüttelt, knirschte und stöhnte heiser üb…

spukfrei

RhWB

spuk·frei

spuk-frei Kemp , Viersen Adj.: in der Wend.: De es noch net sp. wiegt noch keine 100 Pfd., bes. von einem Mädchen.

spukfreiheit

DWB

spukfrei·heit

spukfreiheit , f. freiheit für das spuken: in den zwöften .. sollen kobolte, wehrwölfe, verbannte gespenster, und anderes ungethüm, besonder…

spukgeist

DWB

spuk·geist

spukgeist , m. spukender geist, gespenst: so unangenehm für den grundherrn das gespilde seines schlosses mit dem nächtlichen ungethüm war, s…

spukgeschichte

DWB

spuk·geschichte

spukgeschichte , f. geschichte von einem spuk: ( er ) vermeinte, die spukgeschichte sei leeres geschwätz. Musäus 2, 76 ; jetzt erst vertraue…

spukgesicht

DWB

spuk·gesicht

spukgesicht , n. erscheinung eines spuks: ( ein kind ) das aus gespensterfurcht in ein helles zimmer flieht und ins licht starrt, um links u…

spukgespenst

DWB

spuk·gespenst

spukgespenst , n. spuk treibendes gespenst: nicht werden larven, ungestalten, nicht spukgespenster her und hin vor dir die wirren tänze halt…

spukgestalt

DWB

spuk·gestalt

spukgestalt , f. spukende gestalt, gespenst: eine art spuk- oder sagengestalt, etwa wie der Rübezahl. Anzengruber 3, 250 ; der pfarrer, der …

spukhaft

DWB

spuk·haft

spukhaft , adj. und adv. spuk in sich schlieszend, mit spuk verbunden, gespenstisch, mnd. spôkaftich spuk-, gespensterhaft Schiller - Lübben…

Spukhaftig

Campe

spuk·haftig

† Spukhaftig , adj . u. adv . im N. D. dem Spuken oder einem Gespenste ähnlich.

spukhaus

DWB

spuk·haus

spukhaus , n. haus worin es spukt: ein prächtger bau! doch ganz und gar ein spukhaus eben, will mich dünken! Freiligrath 3, 65 .

spukig

RhWB

spukig Adj.: 1. -ū:- gross in Scherzen, Spässen, Witzen Prüm-Ihren ; -ē-, –- ausgelassen, lustig, auch vom Vieh gesagt, wenn es zum ersten …

Spukke

WWB

Spukke f. Speichel ( Kr. Minden Min Kh). Zus.:→ WWB Kukkukes~ .

spukken

WWB

spuk·ken

spukken V. [ Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel Gel Kr. Lüdinghau…

Spukmährchen

Campe

spuk·maehrchen

Х Das Spukmährchen , — s, Mz . gl. ein Mährchen vom Spuken, von Spukerei. »— mit ihren Wunderanekdötchen (Wundergeschichtchen) und Spukmährc…

Spukmännchen

RhWB

spuk·maennchen

Spuk-männchen -uksmę·n.χə Ahrw-Neuenahr n.: in der Dunkelheit leuchtender mürber Baumstumpf.

spuk als Zweitglied (24 von 24)

Fastnachtsspuk

Campe

fastnacht·s·spuk

Х Der Fastnachtsspuk , des — es , o. Mz . der Spuk, ausgelassene Lustbarkeiten zur Fastnacht (Carneval ).

geisterspuk

DWB

geister·spuk

geisterspuk , m. geisterhafter spuk, von spukgeistern: davon kommt der geisterspuk im kopf. Arnim 2, 209 ; blanke ritter, geisterspuk, hexen…

Gespensterspuk

GWB

gespenster·spuk

Gespensterspuk idVbdg ‘Helden- und Gespensterspuk’, bezogen auf Helena-Szenen in Faust II GWB B39,164,24 Riemer 2.4.25 Nikolaus Lohse N.L.

gespuk

DWB

ges·puk

gespuk , m. wie der spuk, gespenstererscheinung: gespuck, lemures Stieler 2094 ; wilder lärm, wie ihn poltergeister treiben: ich treibe solc…

Heldenspuk

GWB

helden·spuk

Heldenspuk ‘Helden- und Gespensterspuk’: für (phantasmagor) Szenen des Helena-Aktes von Faust II 1) Mögen Sie .. beykommendem Helden- und Ge…

Hirnspuk

Campe

hirn·spuk

Der Hirnspuk , des — es , d. Mz . ungew. ein Spuk, welchen eine kranke Einbildungskraft treibt; wie auch dasjenige, was sie sich einbildet, …

Katzenspuk

RhWB

katzen·spuk

Katzen-spuk -ō:- Rip m.: 1. nächtliches Geschrei der Katzen. — 2. spukhafte K.erscheinung.

liebespuk

DWB

liebe·spuk

liebespuk , m. : der liebe-spuk, er wirft sich auf die haut. Göthe 41, 331 .

Menschenspuk

RhWB

menschen·spuk

Menschen-spuk PfWB ElsWB LothWB -ō:- Altk-NFischb Herdrf , Siegld-Kromb Netphen Weidenau m.: dass.

nachtspuk

DWB

nacht·spuk

nachtspuk , m. nächtlicher spuk, nachtgespenst: so beut dem nachtspuk trotz in lichter zuversicht, und fürchte als gespenst dich selbst und …

nebelspuk

DWB

nebel·spuk

nebelspuk , m. : man .. schuf eine urgründliche wissenschaftslehre, aus welcher alles .. als weissagender vorspuk aufnebelte. das emporbanne…

Rammspuk

RhWB

ramm·spuk

Ramm-spuk Gummb-Schwarzenbergisch Sg. t. m.: verächtl. 1. Unzufriedenheit, Zwietracht; wo Armut es, do es ok R.; wanne dat nich hät, dann es…

teufelsspuk

DWB

teufels·spuk

teufelsspuk , m. : ein tod- und teufels-spuk. Göthe 46, 274 ; es war nur nebelbild und teufelsspuck. Scheffel Ekk. 350 .

Unspuk

RhWB

uns·puk

Un-spuk: ōšbōk spukhafte Menge, Unmenge Siegld .

vorgespuk

DWB

vor·gespuk

vorgespuk , n. , spukhaftes vorzeichen: voorspoek, vorspuck, vorgespuck, vorzeichen oder anzeigung Kramer hochniederdtsch. dict. (1719) 1, 4…

vorspuk

DWB

vors·puk

vorspuk , m. , über die formen und die verbreitung des stammwortes vgl. teil 10, 2, sp. 210; illusio vorspok, vorspock Diefenbach gloss. 286…

zauberspuk

DWB

zauber·spuk

-spuk , m. , nur sg., phantom, gespenst, durch oder ohne zauberei erscheinend: Kind ged. 5, 111 ; geister- und zauberspuk W. Hauff s. w. 3, …

zwergenspuk

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zwergen·spuk

zwergenspuk , m. : der zwergenspuk war um mich her zerstoben Fr. Rückert w. (1867) 3, 148 . —

Ableitungen von spuk (3 von 3)

gespuk

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gespuk , m. wie der spuk, gespenstererscheinung: gespuck, lemures Stieler 2094 ; wilder lärm, wie ihn poltergeister treiben: ich treibe solc…

gespuke

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gespuke , n. verbalsubst. zu spuken, die spukerei: die geister der verstorbenen, weil man ihr gespuke fürchtete. Voss Virg. georg. (1789) 30…

Unspuk

RhWB

Un-spuk: ōšbōk spukhafte Menge, Unmenge Siegld .