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Magie

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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Magie

Bd. 5, Sp. 1370
Magieknapp 30 Belege, schwerpunktmäßig im ‘Faust’ u da besonders als Fausts Mittel zu umfassender Welterfahrung u -erkenntnis sowie im Historischen Teil der Farbenlehre mit Ansätzen zu einer Geschichte der Magie1)   1 sich geheimer od übersinnlicher Kräfte bedienende Kunst, Arkanwissenschaft   a (vorwiegend) mBez auf die weiße od natürliche Magie; vor allem im ‘Faust’; einmal in Personifizierung; auch ‘sich in die M. wühlen’ iSv in die Lehren der Magie eindringen  [Faust:] sehe, daß wir nichts wissen können! | .. Drum hab’ ich mich der M. ergeben, | Ob mir durch Geistes Kraft und Mund | Nicht manch Geheimniß würde kund; | .. Daß ich erkenne was die Welt | Im Innersten zusammenhält, | Schau aller Wirkenskraft und Samen GWB14,28 Faust I 377  [Plutus, der das Feuer um den großen Pan bändigen will:] Hülfe sei nun eingeleitet! - | Schlage heil’gen Stabs Gewalt, | Daß der Boden bebt und schallt! | .. Rieselt, säuselt, Wölkchen kräuselt, | .. Löschend überall bekämpfet, | Ihr, die lindernden, die feuchten, | Wandelt in ein Wetterleuchten | Solcher eitlen Flamme Spiel. - | Drohen Geister uns zu schädigen | Soll sich die M. bethätigen [Muß der Zauber sich bethätigen Var] GWB151,58 Faust II 5986  [Kämmerer:] Ihr seid uns noch die Geisterscene [Beschwörung von Helena u Paris] schuldig .. [Mephisto:] Ist mein Cumpan [Faust] doch deßhalb weggegangen, | .. Und laborirt verschlossen still, | Muß ganz besonders sich befleißen; | Denn wer den Schatz, das Schöne, heben will, | Bedarf der höchsten Kunst, M. der Weisen GWB151,75 Faust II 6316  (M.:) [>Geologie&spiklzu;Geognosie GWB4,285] Wenn du [der Gnom] auch edle Schätze, tief versteckt, | Doch Menschengeist hat sie bereits entdeckt GWB52,178 Die erstenErzeugn dStotternhSaline redPers vor 25 Var GWB16,286 Maskenz 1818 Festz 617 in allg Erörterung; meist ‘natürliche M.’, auch ‘Geschichte der natürlichen M.’; insbesondere mBez auf JBPortas 1558 erschienenes Werk ‘Magiae naturalis sive de miraculis rerum naturalium libri IV’  Die natürliche M. hofft mit demjenigen, was wir für thätig erkennen, weiter als billig ist zu wirken, und mit dem, was specificirt vor uns liegt, mehr als thunlich ist zu schalten. Und warum sollten wir nicht hoffen, daß ein solches Unternehmen gelingen könne GWBN3,222,1 FlH IV Porta  Die Anlässe zur M. überhaupt finden wir bei allen Völkern und in allen Zeiten. Je beschränkter der Erkenntnißkreis, je dringender das Bedürfniß, je höher das Ahndungsvermögen, je froher das poetische Talent, desto mehr Elemente entspringen dem Menschen, jene wunderbare, unzusammenhängende, nur durch ein geistiges Band zu verknüpfende Kunst wünschenswerth zu machen. Betrachten wir die natürliche M. insofern sie sich absondern läßt; so finden wir, daß schon die Alten viele solche einzelne Bemerkungen und Recepte aufbewahrt hatten. Die mittlere Zeit nahm sie auf und erweiterte den Vorrath nach allen Seiten. Albert der Große, besonders seine Schule, sodann die Alchymisten wirkten immer weiter fort GWBN3,223,20u28 ebd  Im sechzehnten Jahrhundert, nach frischer Wiederbelebung der Wissenschaften, erschienen die bedeutenden Wirkungen der Natur noch unter der Gestalt der M., mit vielem Aberglauben umhüllt, in welchen sie sich zur Zeit der Barbarei versenkt hatten GWBN4,75,8 FlH VI GWBN3,395,21 FlH Plp iSv Sphäre des Magischen; im Zshg der Beschwörung antiker Idealgestalten  Faust zur M. .. Erscheinungen Paris .. Helena GWB152,191,7 Faust II Plp   b (vorwiegend) mBez auf die schwarze Magie  [der alte Faust:] Noch hab’ ich mich in’s Freie nicht gekämpft. | Könnt’ ich M. von meinem Pfad entfernen [Ich mühe mich was magisch zu entfernen Var; Ich mühe mich das magische zu entfernen andere Var; Ich habe längst dem Spuck nicht abgesagt weitere Var], | Die Zaubersprüche ganz und gar verlernen; | Stünd’ ich, Natur! vor dir ein Mann allein, | Da wär’s der Mühe werth ein Mensch zu sein. | Das war ich sonst, eh’ ich’s im Düstern suchte, | Mit Frevelwort mich und die Welt verfluchte GWB151,307 Faust II 11404   2 für ein geheimnisvolles Wirkvermögen von etw   a mBez auf die Natur  Dieser sinnige Mönch [Roger Bacon] .. hat alles in der Idee, nur nicht in der Wirklichkeit gehabt. Die ganze M. der Natur ist ihm, im schönsten Sinne des Worts, aufgegangen. Er sah alles, was kommen mußte, die Sonnenmikroskope, die Uhren, die Camera obscura, die Projektionen des Schattens Gespr(He2,428) Falk 26.2.09   b mBez auf Dichtung, Theater; auch ‘perspektivische M.  Eine Proceßion um Abwendung der Pest, der trockenste Gegenstand. Und hier findt der Genius einen Standort .. ruft einen Lichtstrahl herein, fesselt uns mit poetischer M. GWB38,348,19 FGA Kupferst Gregorius [G/Merck?] GWB21,85,21 Lj I 15   c mBez auf emotionalen Gleichklang, Mitgefühl  Yorick wird von seiner Laune ergriffen, weinte und lachte in einer Minute, und durch die M. der Sympathie lachen und weinen wir mit GWB37,214,25 FGA EmpfindsameReisen [G?]  Syn zu 1 GWBHexerei GWBKunst(geheime, schwarze K.) GWBSpuk GWBZauber GWBZauberei 1) s auch GHb3,42,679ff (s v Magie) Michael SchilarM.S.
4996 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Magīe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Magīe , (zweysylbig,) plur. inus. aus dem Griech. und Lat. Magia, die vorgegebene Kunst, Wirkungen hervor zu bringen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Magie

    Goethe-Wörterbuch

    Magie knapp 30 Belege, schwerpunktmäßig im ‘Faust’ u da besonders als Fausts Mittel zu umfassender Welterfahrung u -erke…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Magie

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Magie , von Magier abgeleitet, Zauberei mit Inbegriff der verschiedenen Künste die Zukunft vorherzusehen, Geister zu cit…

  4. Spezial
    Magie

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ma|gie f. (-) magia (-ies) f. ▬ weiße/schwarze Magie magia blancia/foscia f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit magie

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

magie‑ als Erstglied (1 von 1)

magieren

RhWB

magi·eren

magieren majī:rə, –ē:rə  [< er es am agieren entstanden] schw.: 1. a. lärmend, schreiend gestikulieren, mit den Armen um sich schlagen; di…

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Cotta, M. (2026). „magie". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/magie/gwb
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Cotta, Marcel. „magie". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/magie/gwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „magie". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/magie/gwb.
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