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trift

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trift f.

Bd. 22, Sp. 494
trift, f. AA. herkunft und form. A@11) trift verbalabstractum zu treiben. mhd. trift, anord. drift, dript a snowdrift (Cleasby-Vigfusson 106b; n., schwed. dríft, mengl. dríft violent movement Skeat etym. dict. 179b; drifte, drift Stratman-Bradley 176b; engl. drift; afries. urdrift vertreibung Richthofen 693a; mnl. drift, dreft, dricht, drecht Verwijs-Verdam 2, 405; 400; nl. drift; mnd. drift Schiller-Lübben 1, 578. — als trieft, triefft weist. d. Rheinprov. I 1, 119 (v. j. 1436); Waissel chron. (Königsberg 1599) 211b; thüring. v. j. 1542 bei Diefenbach-Wülcker 876; Cyr. Spangenberg mansf. chron. (1572) 38b; bei Harsdörffer gesprächsp. 5, )( )( )( )( 3a; Nic. Götz ged. 34 lit.-denkm.in modernen mundarten erscheint dreft Leihener Cronenberg. 23; Waldbrühl rhingscher klaaf 156; drêft 'stromschnelle' luxemb. ma. 70a neben drîcht 72a; treft Autenrieth pfälz. 141; trift neben truft J. H. Schmitz Eifler volk 1, 232; vgl. noch mit secundärer vokalabweichung druft Dijkstra friesch 1, 293a; draft Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 333; Schmidt-Petersen nordfries. 78; dreft Jensen nordfries. 78. trift ist starker i-stamm; die pluralflexion ist im nhd. schwach. in der mhd. blümenden dichtung vereinzelt trifte: ân alle trifte (:schrifte) Frauenlob 13, 4 Ettm.; onne alle trifte (:schrifte) Göttweiger Trojanerkrieg 15868 neben sunder trift ebda 5396. ein plur. trieffte bei J. Pomarius viehstelle und trieffte gr. postilla (1590) 2, 250a. vereinzelt erscheint trift als masc.: der tiuffel gat uff irn (der welt) trifft visio Philiberti 154 bei Karajan frühlingsgabe 128; disen trift (acc. sing.) Tauler pred. 227, 9 Vetter; orth, dadurch der trift besucht werden möge (1535) chron. d. stadt Eger 376 Gradl; klage über ... ausgedehnten trifft der pächter (notiz 1779) Göthe III 1, 81 W.; trift, drift, m., s. u. D 3 bei Sanders. in mod. mundarten: ik hebbe daar kinen drift to brem.-nieders. wb. 1 (1767) 249; Mensing 1, 862; treft, m., pl., trefte die trift Autenrieth pfälz. id. 141; trift, m. und f. Unger-Khull steir. 173, ebenso viehtrift 232. drift, n., bei Mensing 1, 863. [] A@22) nicht auf treiben (trotz Wilmanns gramm. 2, 335), sondern nur auf treffen beziehbar erscheint ahd. anatrift affectio bei Notker (vgl. bereits Graff ahd. sprachsch. 5, 527), Notkers gebrauch von treffen ad zu II C 1 a entsprechend: wio filo mer celestes substantie, die allero corporum anatrifte ano sint (quanto magis ea que absoluta sunt cunctis affectionibus corporum) 1, 343 Piper (vorher: diu troffeni sinero sensuum passio corporis i. e. corporalium sensuum). für das simplex trift ergibt sich im mhd. in einer reihe abstracter anwendungen eine faszbarere eigenbedeutung, wenn auch in ihnen trift statt auf treiben auf treffen bezogen wird. doch hat ein trift als alte abstractbildung zu *drepan keine parallelen, und muster für eine neubildung sind nicht zu finden, auch mahnt zur vorsicht, dasz es sich dabei vielfach um autoren des geblümten stils handelt und das wort auch sonst gern in sinnentleerter umschreibung und reimformel auftritt. s. u. B 1. mit treffen zu, in 'sich wohin erstrecken, etwas anlangen, betreffen' (s.treffen II C) vergleiche: daz (sc. mære) hat ze lüge keine drift, ez ist niht erdacht von nihte, daz selbe mær ist niht gestift ... ich nam ez eben uz der schrift v. d. Hagen minnes. 3, 409b; er sprach: ir irrent in der schrift und wiszent niht, war gat ir trift (14. jh.) bei Schönbach mitt. a. altd. hss. VI 142. wie treffen III 'etwas geistig erreichen, erkennen': daz in dine holden umbe dinen stuol sehent da dir eineme got dine barmherze verjehent des wir sumeliche noh nih ne magen wizzen wir unsih minner deme rehten haben geflizzen in dinen wunteren herro mit geistlichere trifte so iz die leraere habent in dere heiligen scrifte das himilrîche 191 in zs. f. dt. a. 8, 150; wen dich verluret din her, so sind wir one wer ... din strit ist unser aller gift. da von, fürste habe drift und erlau vil grosser schwer alle dine diener Göttweiger Trojanerkrieg 18928. auf inchohatives treffen IV A 'eintreffen' von der zeit weisen gruppen von formelhaft zusammengefaszten präpositionalen verbindungen: ain guot urkúnd in der geschrifft die sait, das uf des zites trift do Adams sun, der bös Kain, erschluog Abeln, den bruoder sin, Adam und Eva sin wyp irs lieben kindes toten lip uff hundert jar mit schmertzen klegtend uss gantzem hertzen Konrad v. Helmsdorf 2232 Lindqvist; von dem (Samson) sait die geschrifft, das er hie vor in ainer trifft gieng in ain statt, da man im was ze mal gar vyent und gehass ebda 2814; wölt ich in kurtzen triften erwelte ritter han gehabt, ich wer nit allain usgetrabt Göttweiger Trojanerkrieg 24418; mit eines kleinen brieves schrift, wie er in lie (Vergil den teufel aus der flasche) und uf der trift in balde kündeclich betrouc, daz der ungefüege bouc sich wider in das kleine glas Reinfried v. Braunschweig 24266. auf treffen im sinne des eintreffens von etwas unheilvollem liesze sich auch beziehen: hie kundet uns die hailig gschrifft wie Jhesus nach des todes trifft ist uff gegangen ane frist Konrad v. Helmsdorf 2790 Lindqvist; da ihn (Hans Pfriem) die erd, als ihre gift ausspeiet hin durch todes trift ... die helle ihn solt verschlucket han Hayneccius Hans Pfriem 21 ndr.; gewisheit und der wise tuot Salomon in siner schrift, daz sich von des valles trift ein herze dick erhœhe Reinfried v. Braunschweig 29004. [] BB. bedeutung und gebrauch. B@11) in geschlossener bezeugung zuerst in sehr abstracter anwendung, bedeutungsmäszig meist schwer faszbar, erscheint trift seit dem 12. (das himelreich 191 zs. f. dt. a. 8, 150; Servatius 2866 Wilhelm) und 13. jh., reichlicher belegt in der spätmhd. dichtung, gern im reim auf schrift, stift, gift. an das altbezeugte, gleichfalls sehr abstract gebrauchte treiben IV 'tun, machen, ausüben' (s. teil 11, 1, 2, 54 ff.) anschlieszbar erscheinen fälle wie: sint daz Rôme wart gestift von der zweier bruoder trift ... sint wâren tûsent jâre ergân Ebernand von Erfurt v. 156; gut brengit grozer sunden drifft bei Scherz germ. gloss. 254 (vgl.sünden treiben und ähnl. teil 11, 1, 2, sp. 60); die (sc. liute) enthaltent sich in zitlichen dingen und die kleblicheit die in der leiden nature lit, do inne belibent si und in sinlicher gengde; aber do dis triben inne ist ... der menschen habe ich etwie vil gesehen ... wogen und geliden inwendig, das ich so grOeslichen sunder mosse leit liplichen ... disen trift enkúnnen etliche lúte nút geliden und lǒffent har und dar Tauler 227, 9 Vetter; von disem vorgange des geistes so wirt ein michel gerúmel in dem menschen. so der vorgang klarer und worer und blosser ist, so das werk und die trift und die umbekerunge des menschen swinder und starker, sneller, worer und luterer ist ebda 238; van alle desser drift unde handelinge dar de pawes mede ummegingk (15. jh.) Herm. Korner Lübeck. chron. bei Schiller-Lübben 1, 578a; nim ein exempel an Paris, der sich Helenam gliben liess ... darum hut dich vor ihrer (der frauen) triefft, sie ist dem menschen ein schedtlicher gift (um 1607) D. Türckis in 3 Pyramus-Thisbe spiele 169 Schaer. treiben VI 5 vergleicht sich: in einer œde ein stift, dar was lützel luite trift Servatius 2866 Wilhelm; ez ist ouch wâr an allen list daz er ze jungist kunftic ist. dâ wirt ein michel (luite) trift, daz ist mir kunt von der schrift Laub. Barlaam 11752 Perdisch. in (Christum) erbarmet, daz diu trift ist alsô grôz ûf der wîten hellestrâze, die sîn lant, kriuze und grap suln machen blôz her Hawart bei v. d. Hagen minnesinger 2, 163a. gelegentlich bietet sich der sinn von 'weg, bahn' an: lop ... und reizet hôchgeborniu wîp ûf herzeclicher liebe trift (:schrift) Konrad v. Würzburg Troj. 7651; die kâmen ûf des nîdes trift (:stift) Pantaleon 754 Gereke; nu kamens uf die trift (:stift) des gejægdes jæmerlich Johann v. Würzburg Wilh. v. Österr. 19002 Regel. sinnentleerter, ohne deutliche beziehung zum gebrauch des verbs, lediglich als phraseologisches reimwort in zahlreichen belegen der spätmhd. blümelnden dichtung; vgl. z.b. in triuwen trifte (:stifte) (dat. sg.) Lohengrin 1380; êren trift (:schrift) Boppe bei v. d. Hagen minnesinger 2, 378b; in eines capitils trift (:schrift) Daniel 1269 Hübner; in des getihtes trift (:schrift) Johann v. Würzburg 16978 u. ö. Regel, u. ähnl. oft. B@22) besondere verwendungsarten bestimmterer bedeutung in anlehnung an verschiedenen gebrauch des verbs erscheinen vor allem im nd. trift als 'strömung des wassers, bewegung in der strömung', zu treiben VI 2: so welk man den anderen anzeghelt effte upp ene drifft mit ungherade zo welk ereme schade dar schut, den scal de andere halff ghelden. unde den scaden scal men bewizen unde de anzeghelinge effte de drift scal men tughen vollst. samml. älterer u. neuer gesezbücher der stadt Bremen 298 Ölrichs (v. j. 1303); drift trieb, trifft, trift (strom) eines flusses. [] trift eines fahrenden schiffes Kramer niderhocht. (1719) 1, 73a; der 'Gausz' wurde gleich der 'Fram' von einer trift erfaszt und durch hohe südliche breiten in das weltmeer getrieben tägl. rundschau 1904 nr. 21, 1. beil.; Kluge seemannssprache 795; vgl. abtrift ebda 9. concret, das angetriebene: dat alle angeschlagene roerlose schepe, wrak, drift und guider der hogen overicheit vorfallen sin oldenb. urkunden 1565 bei Schiller-Lübben 1, 578b. auch von starker bewegung der luft: dor is hellisch drift in 'e luft 'die wolken treiben' Mensing schlesw.-holst. 1, 863; ebenso vom schneetreiben: dat is jo 'n grsige drift ebda, vgl. engl. snowdrift 'schneewehe', ebenso anord. drift, dript Cleasby-Vigfusson 106b. sieh dazu 2triftig 1 ende.zu treiben II A als 'schwung, nachdruck': die trift des schlags erreycht das pferdt und schneyd es durch Aymont (1535) c 1b; (der stiel) dienet nicht nur, die hämmer und andere instrumente damit anzufassen und zu regieren, sondern ihnen auch eine grosze trift zu geben Jacobsson 7, 454b. übertragen (vgl. hd. trieb) im nd. verbreitet: daar is drift agter es steckt trieb dahinter, die sache wird eifrig betrieben brem.-niedersächs. wb. 6 (1869) 43; dor sitt drift in trieb, eifer Mensing 1, 863. — zu treiben I C 3: ik hef dar keen drift to ich habe keinen trieb dazu Schütze holst. 1, 254 u. a. so schon im mnd. als 'trieb', ferner 'eifer, ungestüm': dat vleesch leighet und bedreighet den menschen myt syner quaden lust unde begheerten myt syner synlicker ghenoichte unde driften, de in em syn Joh. Veghe 42, 4 Jostes; darumme is id eine wrevelaftige drift, dristicheit, dede mit vrouwen alleine snakken (15. jh.) bei Schiller-Lübben 1, 578a; die lawe (löwe) quam mit grimmiger drifft (1519) ebda. B@33) verbreitet und lebenskräftig geblieben ist trift vor allem im bereich des viehtreibens, s. treiben I B. B@3@aa) als verbalabstractum. 'das treiben': minatio pecorum, que vulgo drift dicitur (1314) bei Schiller-Lübben 1, 578; de drifft des molenwaghens unde der ezele (esel) vorbeden (1410) urkb. d. st. Hildesheim 3, 190 Döbner; man kann sie (die graugans) zwar mit den zahmen gänsen auf die anger- und feldhuthung gehen lassen, doch darf die trifft nicht zu lang sein, weil weite märsche sie sehr angreifen Naumann vögel Deutschlands 11, 253; ein übelgesinnter minister könnte ... mehr gutes verderben oder hintern als neun wohlmeinende treue diener ihres herrns ... gutmachen ... und alsdann müste einem herrn wohl schwer werden, mit unwilligen ochsen zu pflügen. allein es wären im nothfall noch mittel vorhanden, selbige in die trifft zu bringen, wann nun resolution zu finden P. W. v. Hörnigk Österreich (1684) 24. im sinne von 'weiden', oft mit hütung verbunden: zum fünften vorbite er inen und iren leuten zu Dalwitz die huttung und trift (1547) kurmärk. ständeacten 2, 303 Friedenburg; es müssen auch dise orte, da man holz zeugen will, mit triften und huttungen vorschonet werden (1569) haushaltung in vorwerken 237; die Hensebauren würden ... auch der Römer viehe gerne unter ihnen weide und triefft gestatten Cyr. Spangenberg mansfeld. chron. (1572) 38b; wer kan aber wiesen verbessern, wenn er trift darauf leiden mus? Leipziger magazin z. naturkde 1 (1781) 27. schon früh bezeichnet trift auch das recht zum treiben über fremden grund bzw. zum weiden auf brachäckern, vornehmlich in ausdrücken wie die trift haben, geben u. ä. (vgl. auch das vorige, dazu trieb und unten triftgerechtigkeit, triftrecht): ok scullet se drift unde achtwort (nutzungsrecht) in deme lerer wolde to deme seluen huse beholden (1346) braunschw.-lüneburg. urkb. 2, 99 Sudend.; und gebe im in craft disses briffes eine freye tryft, meyner herschaft, uff anderthalb hondert schoff frey auszugen ... uf dem benanten gute Smeilersdorff (1428) cod. dipl. Silesiae 1, 115; möchte O. wie recht beweisen, das er und seine vorfarn ... 30 jar ... mit iren schaffen in die flure und felder des dorffs E. gehüt und getriben, ... so blibe er nachmals bey derselbigen gerechtickeit, hütte und trift billich Zobel sechsisch weichbild (1537) 105a; trift ... ius armentum gregemve per praedium alienum agendi ... trift quoque exponitur ius pascendi Stieler (1691) 2319; das [] triftrecht oder die trift haben actum habere Kramer 2 (1702) 1143a; vor die koppelsprache (besprechung über gemeinsame weide) würde also trifft und übertrifft gehören Möser osnabr. gesch. 1 (1780) 20 anm. schlieszlich bezeichnet trift dieseit dem 18. jh. mit erfolg bekämpftewirtschaftsmethode, weiderechte auf fremdem eigentum zu nutzen: huth, huthweide, trifft, blumenbesuch ist, wo sowohl die untertanen als andere in herrschaftliche waldungen mit dem vieh einhüten dürfen v. Heppe wohlred. jäger (1763) 178b; das land fing in ökonomischer hinsicht an sich zu regen; man strebte nach cultur der futterkräuter, die trift war mit einiger einschränkung bedroht (1817) Göthe II 6, 389. B@3@bb) weideland, wiesenland. B@3@b@aα) als weide, besonders schafweide, benutztes freies grasland oder wald auszerhalb der feldmark; häufig gemeindebesitz. früh belegt; in mundarten weit verbreitet: die trift grosze strecke zwischen Rosheim und Meistratzheim (13. jh. u. f.) Ch. Schmidt elsäsz. 359a; mnd. geläufig: weret aver, dat sy (die garbrader) dy lammere kofthen buthen der stad unde doch bynnen der veltmarke, so schollen sy dat wedden by dren marken sulvers. kofthen sy sy aver buten der velthmarke in der dryft, so scollen sy dat wedden ... myt thyghen marken sulvers (1369) lüb. zunftrollen 207 Wehrmann; und ist euch (der prozeszgegner), ob ir woll der trifft zu solcher (einzurichtenden) nawen schefferei selber nottürfftig, zu weichen nicht schuldig Zobel sechsisch weichbild (1537) 105b; Athen gantz vertilgen und eine trift auss aller ihrer landtschafft machen S. Franck bei Fischer schwäb. 2, 381; (man soll) die gottesecker und kirchhöfe ... reinlich und ehrlich halten, nicht seu und viehstelle und trieffte ... daraus machen Joh. Pomarius gr. postilla (1590) 2, 250a; (die angeklagte hat) seine weyde, trifft und wiesen ... durch ihre zäuberey ... vergifftet Nigrinus von zäuberern (1592) 294; in diesem jahr (1243) sind die bronnen zum erstenmal aus der trifft in die stadt geleitet worden S. Güthen Meiningen (1676) 150; (beim kauf eines gutes ist zu beachten) ob es gesunde, trockne und unansprüchige oder mit andern gemeine trifften habe v. Hohberg georg. cur. (1682) 1, 10; (die bauern von Hagen) welchen unglücklicherweise die Stubniz (ein wald) in ihren contracten zur trifft angewiesen worden Kosegarten rhaps. 2 (1794) 105; weil mit jedem sonnenunter- und aufgang die hirten mit den heerden auf die gemeine trift wechseln Göthe 42, 2, 11 W.; (er) verzettelte nach und nach alle liegenden gründe, die zum schlosse gehörten, felder, wiesen, triften, holzungen Immermann 1, 63 Boxb.; einer von ihnen behauptete das recht zu haben, mehr vieh auf die trift zu schicken, als die mitnutzer zugeben wollten Dahlmann Dännemark 2, 204; er schweifte lange (in dem bergwald) umher, da sah er in einer schlucht, die zur trift abgeholzt war, einen hirtenknaben Auerbach dorfgesch. 3, 33; wald und wiese begegnen sich noch in einer, in der regel unschönen und unerfreulichen vegetationsform, der trift ... sie ist ... nichts anderes als ein durch die viehweide verdorbener wald oder au Bavaria 1 (1860) 177; grasreiche triften oder lichte wälder ... bilden die aufenthaltsorte der wildschafe Brehm 3, 214. B@3@b@bβ) seit der schäferdichtung des 17. jh. ist trift poetischliterarischer terminus für weide, grünes land als schauplatz des hirtenlebens; sehr häufig im plural mit typischen beiworten; schlieszlich auch übertragen: wenn ich mein wollenvieh auf eine trift getrieben, so hab ich gleich gefragt: wo ist Mileno blieben? herrn v. Hoffmannswaldau u. a. Deutschen auserl. ged. 4, 80. ich (nymphe) ... gebiete dir (schäfer) bey verlust dieser lieblichen triefften und gefülde ... Joh. Hellwig bei Harsdörffer gesprächsp. 5, )( )( )( )( 3a; schellend kehren zurück von schattigten triften die herden Hölderlin 1, 62 Litzm.; des fischers, wie des hirten auf der trift gedachten wir Gaudy sämtl. w. 2, 20; [] ebenso in der prosa: ein sehr begüterter landmann besasz alles, ... fette triften, schöne herden Heinr. Beck verirrung (1793) 8; fremdes vieh weidete auf den triften, fremdes korn wuchs auf dem acker zunächst am hofe Droste-Hülshoff werke 2, 263; im bilde: (ich hatte mich) nach den saftigeren triften der naturophilsophie hinübergezogen D. Fr. Strausz ges. w. 1, 125. verallgemeinert als 'wiesenfläche' in gebirge und ebene, 'ländliche gegend'; häufig grüne trift, tal und trift u. ä.: bunte gärten, grüne trifften, scherz, gesang und saitenspiel, sind der musen wunsch und ziel D. W. Triller poet. betracht. 5, 484; komm, bring die freude zu mir, beblume triften und anger E. v. Kleist sämtl. w. 2 (1760) 24; so verfolget ein hund den jungen hirsch im gebirge, auf vom lager gescheucht, durch gewundene thäler und triften Bürger 236 Bohtz; alle triften, alle stätten färbt mit ihren knochen weisz H. v. Kleist 4, 32 E. Schmidt; das, was trift und gefilde heilsam in das reich der blonden Demeter emporschickt Immermann 2, 84 Boxb.; und er reist sechs heitre tage in der ebne grüner trift O. F. Gruppe Theudelinde 8; nach des nords reizloseren triften entfloh thatkräftige gewalt und reger kunstfleisz Platen werke 1, 251 H.; übertragen auf die fläche des meeres: ich habe dich geliebt, du blaue trift, von kindheit an Biernatzki des letzten matrosen tagebuch 4; im sinne von 'freier raum': wer gefahr und schmach wil scheuen, darf sich nicht mit tugend treuen; redligkeit hat keine trifft, wo da herrscht der laster gifft Logau sinnged. 387 Eitner; und dasz erlösung fände wirkens trift, so müszte wol die hölle sein vorhanden Immermann 15, 97 Boxb. als ausgesprochen poetisches requisit verfällt das wort allmählich dem spott: denk dir eine schäferhütte mit einer wiese umher mit duftendem grün, ... die lämmer hatten da ihre poetische trift Bettine Brentanos frühlingskr. 410. B@3@cc) trift als 'weg für das vieh'; obd. nur spärlich belegt: die trift im Haltgraben, so ain waszer die vertrieg, so haben sie zu treiben fur stain und fur die Hofstat und durch die Weingartleiten haimer (Niederöst. 1554) österr. weist. 7, 47, 21; trift weg, auf dem das vieh zur weide getrieben wird Unger-Khull steir. 173a; älter und häufiger ist viehtrift: liberam gregum suorum stratam, que vulgo vietrift dicitur, ... perpetuo habere (1281) österr. weist. 8, 95. nd. ganz geläufig, vgl. Doornkaat-Koolman 1, 333b; Danneil altm. 40; Frischbier preusz. 1, 150b; drifft schmaler grasweg zwischen äckern Block Eilsdorf 58: comprehendit arando ... actum et viam qui dicuntur in vulgari drift pro quorumlibet hominum jumentis et pecudibus impellendis (1303) mitt. d. hist. vereins z. Osnabrück 2, 340; actus trifft, gemeiner weg Zehner nomenclator (1645) 408; so habe ich auch der gantzen gemeine zu Jankowitz das angerrecht ... abgetreten, doch der gemeinen trifft oder wegen unschädlich bei Schottel de singularibus iuribus 331; (man musz so abholzen) dasz die triften, durch welche das vieh zu den hutbaren örtern gehen musz, nicht verhauen, noch hut und weide beenget werde J. A. Cramer anl. z. forstwesen (Braunschw. 1766) 66; nicht weit sind die triften (κέλευθοι) der nacht und des tages entfernet (in Telepylos) Voss Odyssee 174 Bernays; als name einer sehr breiten strasze in Celle, vgl. tägl. rundschau (1905) unterhaltungsbeil. 985a. B@3@dd) ebenfalls nd. erscheint trift als nomen acti, 'herde', zugleich als ungefähre maszbezeichnung, 'soviel man zusammen zu treiben pflegt', vgl. Strodtmann Osnabr. 43; brem.-nieders. 1, 249; Danneil altm. 40; Frischbier [] preusz. 1, 150b; Kl. Groth ges. w. (1893) 3, 31; auch H. P. Sturz s. v. ochsentrift, teil 7, 1138. belegt seit dem 15. jh.: eine schare effte drifft (von schafen); de drift diner ossen, de schar diner schape (Rostock) Nic. Rusz bei Schiller-Lübben 1, 578b; gelegentlich auch: morgen wil ich juck meir vom bovvenste seggen, watten drift volckes hey heft nd. bauernkomödien des 17. jh. 37 Jellinghaus; da stehen, bey gantzen hauffen oder trifften gemahlt wilde reinthiere (auf einem bild von Lappland) E. Francisci (1674) in Widmann Fausts leben 665 Keller; die thiergeschlechte, so wie sie in gewisse trifften oder heerden unterschieden sind E. Francisci lufftkreis (1680) 439; auch übertragen: Horaz nennts imitatorum pecus, eine trift fustapfentreter J. H. Hermes manch hermäon (1788) 2, 116; in der dichtung verbreitet: ihr hirten in den heyden, ihr schähffer hin und hehr ... meint eure trifft mit treuen S. Dach 872 Österl.; so führt das unglück auch, eh noch die strasze leer, mir eine gantze trifft gemäster ochsen her Caspar Abel Boileau (1729) 43; wie alles stäubt und bebt bey ankunft einer heerde: so schwärtzte sich die lufft und zitterte die erde; als dieser völcker trifft, und deren hinterhalt, auf unsre läger drang mit stürmischer gewalt J. v. Besser schr. 1, 34; still im maigedüft weiden wir die kleine trift selbsterzogener gedanken J. H. Voss sämtl. ged. (1802) 5, 250; im 19. jh. seltener: eine trift mastvieh kam uns entgegen A. Ruge aus früherer zeit (1862) 2, 72; da kommt ... eine trift von eseln, die baumaterial tragen L. Bucher bilder aus d. fremde 1, 158. auffallend als 'karawanenlast': (wir sahen) drey oder vier hundert thierer, ... die erst saltz holen wolten; die sollen alle, wie man uns bericht, groszen herren zugehören, die alle jar ein trifft holen lassen, sich ihrer zehrung und unkostens zu hoff dadurch etlicher massen zu erholen Franciscus Alvarez Ethiopien (1573) 175. B@44) trift in der flöszerei. B@4@aa) in Österreich und Bayern das schwemmen von holz in unverbundenen stücken, vgl. treiben II B 2 b und 1triften, auch unten bei 6; näheres s. bei Schmeller-Fr. 1, 652 f., J. Blau Böhmerwäld. hausindustrie 1, 66 -79: noch werden die von Gmunden der herschafft schuldig 74 phann 1 weyl wids (brennholz), die phann angeschlagen mit trifft und aussatz per 27 pfunt pfenning (1478) monum. Habsb. I 2, 640; so bis in die neuzeit: 'die trift, d. i. die methode, bei welcher die holzstücke ... in das flieszende wasser geworfen ... werden' handwb. d. staatswiss.2 3, 1179. als sachbezeichnung 'die triftanlage': auch sullen si (die schmiede) ire cholholz treiben und prennen ausserhalben der purger trift und chasten (Sterzing, um 1400) österr. weist. 5, 428; hundert und sechsundsechzikh lerchenn und feuchten placaun (holzblöcke), die sollen auf der trift heraus triben werden (1459) O. v. Zingerle mittelalt. inventare 40b; diese wasserbauten im Bruckgraben sind eine der groszartigsten triften unserer alpen Rosegger schr. II 12, 58; wir zwingen sie (die stämme) mit beilen und stangen in die trift Joh. Linke der baum (1934) 45. etwas anders: 'trift provinziell der landungsplatz des floszholzes' Behlen forst- u. jagdkde 6, 90. 'das schwemmholz': trifft holz (glosse v. 1330) Frommann deutsche maa. 4 (1857) 449; ain ieder, wann er iber den Seenhof mit seiner trift fahrt, soll er ob des hausz ain holz ligen lassen (Kolsass, 16. jh.) österr. weist. 2, 180. B@4@bb) auf der Oder, Weichsel und Memel 'gebundenes flosz': (die Oderfischer sollen ihre netze so auslegen) das keyn schiff noch keyne trifft dovon gehindirt noch geerret moge werden (1398) cod. dipl. Brandenb. I 23, 135; sie kamen dahin (nach Thorn) mitt grosen triften und vielem gutt (anf. 16. jh.) S. Grunau preusz. chron. 3, 241; um die zeit kamen etliche schiffe von Thorn herab, auch [] viel triefften und tafeln bauholzes Matth. Waissel chron. (1599) 211b; so bis heute: die dzimken, die ihre triften während der nacht am ternpfahl festbinden müssen Sudermann litauische gesch. (1928) 61; vgl. auch unten s. v. triftenschwemmer, daneben holztrift teil 4, 2, 1783 und drift 3 bei Frischbier preusz. 1, 150b. neben trift steht im hd. ein jüngeres traft 'Weichselflosz' (holztraften [1783] Kluge seemannsspr. 791; vgl. Frischbier a. a. o.), welches offenbar aus dem poln. übernommen ist; das poln. trawta, tratwa u. ä., seit der wende des 16. jh. belegt, geht seinerseits (über ostmd. treft) auf das deutsche trift zurück, vgl. teil 11, 1, 1026. nd. en drift holt auch bei Doornkaat-Koolman 1, 333b und (aus Meggerkoog, Eider) Mensing 1, 863. B@55) trift als bezeichnung verschiedener technischer gegenstände. B@5@aa) der zugbaum am pferdegöpel, besonders im bergwerk: trifft ist der baum so quer durch die spindel gehet, daran an beyden seiten tocken hengen Junghans gräublein ertz (1680) f 1b, und so in den bergwörterbüchern bis in die neuzeit; auszerhalb des bergmännischen F. B. Weber ök. lex. (1829) 598; Mothes baulex. 4, 372. B@5@bb) nd. 'triebrad'; in der mühle: brem.-niedersächs. 1, 249; am spinnrade Schambach Gött. 48b; Danneil altm. 40; Mensing 1, 863; danach auch hd. Karmarsch-Heeren 9, 631. B@5@cc) trift, drift, im färberbottich ausgespanntes netz; als starkes masc. bei Sanders 3, 1377b; als fem. Hoyer-Kreuter 1, 778. B@5@dd) noch anders in schlackentrift, teil 9, 261. B@66) zusammensetzungen mit trift- werden gebildet in den sachgebieten der viehwirtschaft (vgl. auch E. M. Schilling landwirtsch.-recht d. sächs. länder [1828] 183 ff.) und der flöszerei (vgl. bes. Lueger 7, 722; Schwappach forstpolitik 143), daneben auch im seewesen zu dem verhochdeutschten drift 'meeresströmung'; allein steht das technische triftschlacke. bildungen mit dem plural triften- erscheinen in botanischer kunstsprache (vgl. triftengras), sonst nur vereinzelt.
26668 Zeichen · 596 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    triftstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    trift stf. 1. das treiben. in einer œde ein stift, dar was lützel liute trift dahin kamen wenig leute Servat. 2866. daʒ …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trift

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Trift , plur. die -en, von dem Zeitworte treiben, ein mit Trieb im Ganzen gleich bedeutendes Wort, ob es gleich im H…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Trift

    Goethe-Wörterbuch

    Trift [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Trift

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Trift heißt ein Weg für das Weidevieh, Triftgerechtigkeit ( Triftrecht ) die Befugnis, meistens die Grunddienstbarkeit (…

  5. modern
    Dialekt
    Trift

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Trift Band 4, Spalte 4,497f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trift

143 Bildungen · 73 Erstglied · 67 Zweitglied · 3 Ableitungen

trift‑ als Erstglied (30 von 73)

Trift I

Idiotikon

Trift I Band 14, Spalte 396 Trift I 14,396

Trift II

Idiotikon

Trift II Band 14, Spalte 403 Trift II 14,403

triftacker

DWB

trift·acker

triftacker , m. , acker, auf dem trift ( s. DWB B 3 a) stattfindet: damit das vieh der saat keinen schaden thue, so verwahre man die triftäc…

triftangelegenheit

DWB

trift·angelegenheit

triftangelegenheit , f. , zu B 3 a: mit mühe hab ich mich vom Aristoteles losgerissen um zu pachtsachen und trifftangelegenheiten überzugehe…

triftbach

DWB

trift·bach

triftbach , m. ( vgl. -graben), regulierter bach zum flöszen v . Scheuchenstuel österr. berg- u. hüttenspr. 245 : das auf den trüffpächen ..…

triftbar

DWB

trift·bar

triftbar , adj. , ' zum triften von holz geeignet ': der regenbach wird schon auf Eisensteiner gebiet nach der einmündung des Pichelbaches t…

triftbelastet

DWB

trift·belastet

triftbelastet , adj. , vgl. triftleidend ( gegensatz -berechtigt) einer, auf dessen grund ein anderer weiderecht hat: nur dann, wenn der tri…

triftberechtigt

DWB

trift·berechtigt

triftberechtigt , adj. : kein triftberechtigter wird sich die befugnis, seine hammel auf anderer grundstücke verwüsten ... zu sehen, nemen l…

triftbesichtigung

DWB

trift·besichtigung

triftbesichtigung , f. : die salzburgische holzordnung von 1529 ... nennt die jährlich zweimal stattfindenden triftbesichtigungen ein altes …

triftdeich

DWB

trift·deich

-deich : ein damm oder erhöheter weg, der durch ein moor oder eine andere sumpfigte gegend geführt ist, um vieh darüber zu treiben Benzler d…

trifteln

DWB

trift·eln

trifteln , vb. , werfen, rütteln, schütteln, el- ableitung neben dem häufigeren triftern ( s. u. ): wer warm wasser vast klopfet und trüftel…

triften

DWB

triften , vb. vereinzelt mhd. im sinne von ' fortfahren ': wie Remus und Remolus ... Rome hand gestiftet. für bas min zunge triftet Göttweig…

triftengras

DWB

triften·gras

triftengras , n. , v . Schlechtendal flora von Deutschland 6, 79 ; vgl. triftenklee 23, 249; triftentrespe 8, 133; triftensterndistel Holl p…

triftenreich

DWB

triften·reich

triftenreich , adj. : o Paris, Paris! wärest du geblieben ... auf Idas triftenreichen höhn! Schiller 6, 178 G.; ( das dörfchen ) ist verstec…

trifter

DWB

trifter , m. , arbeiter beim ( holz- )triften Schmeller-Fr. 1, 653 .

triftern

DWB

trift·ern

triftern , vb. , mit iterativer bedeutung ' hin und her werfen ', ' schütteln '; ' träufen '. dem stammsilbenvocal liegt u. bzw. dessen umla…

Triftert

RhWB

trift·ert

Triftert drefdərt, Pl. -dən Zell-Briedel m.: ein Weissfisch der Mosel, 15—20 cm lang, Bauch weiss, Rücken braun-grün, fünf Bauchflossen u. e…

triftfeld

DWB

trift·feld

triftfeld , n. : weil gleich damals tieffer schnee die trifftfelder bedeckte ( herbidi soli campos ) G. Klee von Manszfeld berümter leut leb…

triftfischerei

DWB

trift·fischerei

triftfischerei , f. : die taglerfischerei wird mit zwei parallel segelnden böten, ... die triftfischerei dagegen mit einem quer vor dem wind…

triftfrei

DWB

trift·frei

triftfrei , adj. , zu B 3 a: krautstücke, welche trift- und hutfrei sind, auch zuweilen krautgärten genennet werden allg. haush.-lex. (1749)…

triftgeld

DWB

trift·geld

triftgeld , n. , entgeld für weiderecht ( vgl. auch -hammel): in Wrexen gibt 1537 ein jeder schäfer 1 mark triftgeld. noch in der neusten ze…

Triftgeldzins

DRW

trift·geldzins

Triftgeldzins, m. wie Triftgeld (I) die trift zu I. ... ist der gemeine doselbst erblich vormitet, sollen jerlich 1 schog 3 gr. davon ins am…

triftgeleite

DWB

trift·geleite

triftgeleite , n. : wenn sich irrungen mit denen grenznachbarn, wegen ... jagd, triftgeleite oder fischerei etwa hervorthun wolten v . Heppe…

triftgenosse

DWB

trift·genosse

triftgenosse , m. : solches ( der schäfer ) Strephon seinen triftgenossen vorlase v . Birken fortsetzg. d. Pegnitzschäferei (1645) 68 .

triftgerechtigkeit

DWB

trift·gerechtigkeit

triftgerechtigkeit , f. , sehr häufig in der verbindung hut- und trift-g.; das recht, auf eines andern grundstück weiden zu dürfen ( vgl. tr…

trift als Zweitglied (30 von 67)

abtrift

DWB

abt·rift

abtrift , f. abactio pecoris in campum alterius. auch für abtrieb, retract. weisth. 3, 788.

anatrift

AWB

ana·trift

anatrift st. f. — Graff V, 527. ana-trifte: gen. sg. Nb 343,3 [375,23]. Einwirkung, Eindruck auf etw.: ube ... tiu troffeni ( der menschlich…

Antrift

Idiotikon

ant·rift

Antrift Band 14, Spalte 405 Antrift 14,405

auftrift

DWB

auf·trift

auftrift , f. das treiben des viehes auf die weide ( vgl. auftreiben 6), hin und wieder auch das umpflügen zur herbstzeit in rauher furche.

Austrift

DRW

aust·rift

Austrift nd. utdrift I (Recht zum) Austrieb von Vieh in die gemeine Mark in der utdrift mogen dei markenoten ... keisen ein stede ofte einen…

bergtrift

DWB

berg·trift

bergtrift , f. pascuum montanum: mir war der bergtrift aufsicht anvertraut. Stolberg 13, 166 .

durchtrift

DWB

durch·trift

durchtrift , f. wie durchtrieb. das recht seine herde durch ein grundstück auf die weide zu treiben. und geburt ( gebührt ) auch unserm gnäd…

eintrift

DWB

eint·rift

eintrift , f. pascuum, jus pascendi: die eintrift von einer sichern anzahl schweine. Möser 2, 189 .

eistrift

DWB2

eist·rift

eistrift f. : 1562 die eistrift in der Weissel Falk elbing. chr. 141 T. 1937 F. G. Jünger Taurus 24.

Ferkentrift

RhWB

ferken·trift

Ferken-trift -drēf Dür-Birkesd Birgel NZier ; -drīət Bergh-Berrend Elsd f.: der Pfad, über den die Schweine früher zur Weide (diese auch F. …

G(e)trift

Idiotikon

G(e)trift Band 14, Spalte 405 G(e)trift 14,405

Geißtrift

Campe

geiss·trift

○ Die Geißtrift , Mz. die — en , eine Trift, Weide für die Geißen oder Ziegen. Wieder begann zu jenem Melanthios, Hüter der Geißtrift . Voß.

geisztrift

DWB

geisztrift , f. geiszweide: näher wandelte nun Melanthios, hüter der geistrift. Voss Od. (1806) 20, 174 u. ö., zuerst der ziegenhirte Melant…

gemeintrift

DWB

gemein·trift

gemeintrift , f. gemeine trift, gemeindetrift. Adelung ; gemeintriften durften nie fehlen, weil nur baufeld zugetheilt ward. Niebuhr 2, 707 …

Gertrift

RhWB

gert·rift

Ger-trift -drēf Rees ; -dreft Geld-Winnekendonk f.: dreieckiges Stück Land, die schmale Seite eines Ackers in Gestalt eines unregelmässigen …

getrift

DWB

get·rift

getrift , nebenform zu getriebe, vgl. sp. 4530.

grastrift

DWB

gras·trift

-trift Gleim briefw. 1, 453 Körte; grasedrifft Block Eilsdorf 65 ;

holztrift

DWB

holz·trift

holztrift , f. 1 1) recht in einem walde das vieh zu weiden. Frisch 1, 465 b . 2 2) in Königsberg i. Pr. heiszen holztriften die flösze, wel…

Hüttrift

BWB

Hüttrift Band 4, Spalte 4,499

kleetrift

DWB

klee·trift

kleetrift , f. wiese mit kleewuchs ( vgl. kleeboden): des regsamen spiels, das einst Nausikaa spielte mit der gefährtinnen schar auf röthlic…

Ableitungen von trift (3 von 3)

getrift

DWB

getrift , nebenform zu getriebe, vgl. sp. 4530.

getrifte

FindeB

* getrifte stn. Treiben, Tun, Art und Weise SHort Apk. Seuse

trifte

KöblerMhd

trifte , st. F., st. M. Vw.: s. trift