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tribut

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

tribut m.

Bd. 22, Sp. 416
tribut, m. (n.), aus lat. tributum. das wort ist zuerst und vorübergehend ins westgerm. (ags., ahd.) entlehnt. die früheste bezeugung fällt in das 9. jh., ags.: trifetum tributis bei Zupitza kent. gloss. d. 9. jh., nr. 426; die nur dem Tatian zugehörenden ahd. belege haben verschobene form: thribuʒ 93, 2; tribuʒ 194, 2. zum zweitenmal wird das wort in das spätmhd. (s. die belege u. 2) und mnl. (tribuut, -uyt, -uet) aufgenommen. das genus, soweit erkennbar, ist n., vgl. daz tribute (1378) E. v. Kirchberg chron. Meckl. (u. 2); es sy ein tribut xin ('gesin'), das man von Cristo inzogen hat Zwingli v. freiheit d. speisen 28 ndr.; doch ist das masc. im deutschen seit dem 16. jh. gesichert.besonders häufig begegnen verbale verbindungen wie tribut geben, zahlen, entrichten, bringen, zollen. 11) 'steuer', 'abgabe'; veraltet. 1@aa) als ausgangspunkt der entlehnung musz die durch die evangelien geläufige provinzialsteuer, die die juden als römische untertanen dem kaiser entrichteten, angesehen werden: thesan fundumes eruuerbenti unsera thiota inti uuerentan then tribuʒ geban themo keisure (tributa dari Cesari) inti quedan sih Crist cuning uuesan Tatian 194, 2 (Joh. 18, 30); so sag uns hie on allen spot, ob man dem keisser tribut sol geben bei Mone schausp. d. mittelalters 2, 241; aber do sye (die Juden) yetzundan worend kummen under den römischen gewalt, do muostent sye zoll und tribut geben Keisersberg postill (1522) 4, 25a; den zinszgroschen, welchen dazumahl ein jeder Jud den Römern zum jährlichen tribut bezahlen muszte Dannhawer catechismusmilch 3, 183. von den einkünften Roms überhaupt; die bedeutung wie unter 2 liegt nahe: as do die Romer alle die werlt under sich hadden ind eyn yeclich lant yen tzyns ind tribuyt geven moyst v. Harff pilgerfahrt 21 [] Groote; tribut und schatzung mancherley ... (römischer) provintzen Kirchhof wendunmuth 2, 459 lit. ver. 1@bb) von hier aus bezeichnet tribut überhaupt und damit auch im bereich deutscher staatlicher verhältnisse die regelmäszige steuerliche abgabe: erdcuniga fon uuen intfahant thribuʒ odo zins, fon iro sunin odo fon fremiden Tatian 93, 2; auch scheiden und sprechen wir, daz lanndgraue Herman sein lebtag lanng der zolle zu Lynss ... gantz unbeswert beleiben und volgen sol ... und nachdem die keyserliche majestat ein tribut aus demselben jarlichs behalten hat, mit welichem jarlichen tribut lanndgraue Herman sich und das stifft beswert beduncket (1478) urkundenb. f. d. gesch. d. Niederrheins 4, 498 Lacomblet; (Karolus) bott, das die zehenden, quarten, zins und tributt, die er an das gotzhus geben, vorus und voran vor allen zinsen und grechtigkaitten geben sölten werden (um 1490) Gallus Öheim chron. v. Reichenau 60 Barack; wir seind gaistlich personen und ausz der welt; derhalb seind wir auch gefreyet von den weltlichen tributen Hans Sachs 22, 44 lit. ver.; der keiser ist der obrist in der welt, dem zuogehort tribut, schatz und gelt N. Manuel vom papst u. s. priesterschaft v. 1535 Bächtold; denn wer der herrschafft heuchlen thut und uber armer leute blut im land ein new tribut erdenckt Ringwaldt lauter warheit (1597) 227; dasz ein landesfürst zu erhaltung des gemeinen wesens von denen unterthanen einen leidentlichen tribut könne fordern Abr. a s. Clara etw. f. alle 1 (1699) 24; (dasz der könig) von seinen unterthanen statt tribut ... wahren kindlichen gehorsam fordern werde J. M. Miller predigten f. landvolk (1776) 3, 115; vgl.: kinder sind der nützlichste tribut, den ein bürger bezahlen kann Hippel über d. ehe (1774) 23; in Schweizer mundart ist die bedeutung erhalten: trebut 'steuer' Stucki ma. v. Jaun 179. im sprichwort, von einem habgierigen, erpresserischen landes- oder oberherrn: es müssen ihm auch die todten tribut geben Eyering prov. cop. 2, 575. 1@cc) seltener bedeutet tribut auch sonderabgaben und zahlungen wie regale, taxen, zölle, gebühren u. s. w., vgl. vectigal tribut (voc. ex quo, 15. jh.) bei Diefenbach 608b und viele ähnliche glossierungen. z. t. ist das moment der regelmäszigkeit hierbei nicht mehr vorhanden: in dem hausz Pilati wonet der stathalter des soldans und lest kain bilgram darein geen, dann mit grossem gelt und tribut geystlich strasz (1521) e 4a; dasz jetz von nun hin alle jar ein guldiner pfenning vom selben gottzhusz für ein tribut dem apostolischen stul bezalt soll werden Äg. Tschudi chron. helvet. 1, 40; (die öffentlichen dirnen von Avignon) die vom bapst in der statt gefryet, wil sy ir tribut geben Felix Platter 226 Boos; bey den alten ist der ledige stand verächtlich gehalten worden, so gar, dasz sie bey den Griechen und Römern mit gewiesen jährlichen tribut belegt gewesen Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. (1641) 3, 48; wie der pabst einen sehr reichen tribut von den galanteriehäusern in Rom (erhält) Menantes satyr. roman (1719) vorr. 5a; bettelmönche (werden in den kirchenraum) hineingesetzt, den geistlichen tribut einzutreiben Seume (1826) 3, 68; 'judenzoll': dasz die V. (d. i. Veit) allerdings den dortigen tribut bezahlen musz, für 4 wochen hat sie einen freyschein erhalten Caroline 2, 206 Waitz. im compositum; eine naturalabgabe: offagium eyertribut Kilian (1777) bei Diefenbach 393c; ähnlich, von butter als tribut an den wagmeister, s. Staub-Tobler 5, 999. 1@dd) in verblaszter bedeutung. von einer zahlung, die den gegenwert einer empfangenen leistung darstellt: der tribut, den alle länder und fürsten ... für kunstwerke an Rom bezahlen, ist ganz auszerordentlich Archenholz Engl. u. It. (1785) 2, 217; (die) terasse von Lena hat er schon längst an die Portugiesen gegen einen tribut abgetreten Ritter erdk. 1, 144. ein ähnlicher, uneigentlicher beleg, der bedeutung nach wie 'ertrag': wolt nun frücht und etwas tribut han syner arbeit Judas Nazarei v. alten u. neuen gott 23 ndr. [] geradezu wie 'geschenk', 'gabe': 'la monarchie des sollipses', ist ein kleiner tribut aus meiner büchersammlung für meinen schutzpatron, ihren gemahl Gottschedin briefe 2, 239 Runkel; ein namenstageslied sah aus der tasch heraus, denn das war sein tribut an dieses hohe haus Zachariä poet. schriften (1763) 2, 76; (der oheim Textor) wie er gegen die dornen mit alterthümlichen handschuhen, als tribut überreicht von zollbefreiten städten, sich vorsichtig verwahrte Göthe 33, 160 W. 22) von der vorigen bedeutung 'steuer' weiterentwickelt, ist tribut die abgabe, die einem besiegten durch den siegreichen gegner auferlegt wird; so bis heute: Sassin und Düringen kunde her (Karl d. Gr.) mechtig twingen, waz der lant waz uf den Ryn, iglich gab daz tribute syn (1378) E. v. Kirchberg chron. Mecklenb. bei Westphalen mon. ined. 4, 598; es sprechen die wysen: wer sich in gezwang gibt und underwürffig macht sînen veinden, der hilfft inen wider sich selbs. das ich weisz, sobald sy befinden unser gemüt, das wir tribut geben wolten, sy würden das als trygelten, das es uns unlidlich were buch d. beisp. d. alten weisen 101 lit. ver.; nach dem und Schweden zinszpar war dem köngreich Dennmarck manig jar, ... wolt Schweden kein tribut mehr geben Hans Sachs 8, 528 lit. ver.; die heydenschaft über mere ..., die zuo diser zeit dem kung von Cicilia tribut gab Arigo dec. 272 lit. ver.; wir lesen, das Cabades, der könig in Persien, sich beschweret habe, den Euthalitis tribut zu geben Barth weiberspiegel (1565) f 1a; dieser sieg machet uns ein so mächtiges reich unterwürffig, welches sich wohl ehmals gelüsten lassen, ... einen sclavischen tribut von uns zu fodern Ziegler asiat. Banise (1689) 673; wenn man sie unter die zahl derjenigen (völker) rechnet, die ihren tribut schuldig sind Zimmermann v. d. nationalstolze (1758) 301; hinweg denn mit dem knechtischen tribut, dem schosz an jenen inselkönig Geibel (1893) 2, 88; insbesondere findet seinen sprachlichen niederschlag das deutsche bewusztsein von der Awaren- und Türkensteuer: kaiser und könig (haben) den Ungern tribut und zins bis auf könig Hainrichen I. geben Aventin 1, 53 Lexer; (kaiser Ludwig und Konrad I.) musten ihnen (den Awaren) ... einen jährlichen tribut versprechen S. v. Birken Donaustrand (1684) 130; so entzog er schon den Hunnen den erzwungenen tribut v. Schönaich Heinrich d. Vogler (1757) 2; darnach wolt er im (dem Türken) geben bey alle seinem leben den tribut wol ausz dem landt volks- u. gesellschaftslieder d. 15. u. 16. jh. 66 Kopp; so sind wir niemandts nüt verbunden zu dienen, dann allein dem Türcken alle jor den tribut P. Gengenbach 228 Gödecke; weil ich die schatzung zum tribut der Türken nicht zahlen konnte A. v. Arnim 15, 322 Gr. die riesigen summen, die das Deutsche Reich nach dem weltkrieg bis 1932 an seine früheren gegner zahlte, waren, obwohl von der feindesseite und schönrednerisch als 'reparationen' bezeichnet, dem volke durchaus als tribut gegenwärtig; meist im plural gebraucht: reichskanzler dr. Brüning hat in seinen informationen an die fremden botschafter ... die tribute ein für allemal aufgekündigt dtsche allg. ztg. v. 10. 1. 1932; 67 milliarden tribute geleistet! die deutsche regierung hat jetzt endlich die ... stürmisch geforderte berechnung der bisher von Deutschland geleisteten tribute veröffentlicht. wir geben diese mitteilungen, die für den endkampf um die tribute von gröszter bedeutung sind, ... wieder ebda, 29. 1. 1932. auch componiert: (die bank für internatinale zahlungen) wird wohl kaum mit ihren transaktionen mehr kriegstribute aus Deutschland herausholen können Rob. Liefmann inlandskapital, auslandskap., kriegstribute (1930) 113. hierzu [] zahlreiche zusammensetzungen wie tributabkommen, -konferenz, -kündigung, -system, -wahnsinn. nicht nur geldleistungen sind tribut: der tempel des Theseus, der ihm noch bey seinem leben aufgerichtet worden, weil er die Atheniensier von dem schimpflichen tribute nach Kreta (den 14 jünglingen und jungfrauen für den Minotaurus) befreyet hatte Gottsched anm. gelehrsamk. (1751) 9, 571; dieses wilde volk erlegte seinen tribut in soldaten und wurde von seinen überwindern, gleich pfeil und schwert, nur für schlachten gespart Schiller 7, 25 G. sie (die menschen) müssen dann des berges finstrem geist zum jährlichen tribut ein teures haupt aus ihren reihen selbst gefesselt bringen Uhland 2, 247 H. Fischer (Cotta). 33) bildlicher und uneigentlicher gebrauch. vgl. den in vielen stücken, z. t. fast wörtlich übereinstimmenden sprachgebrauch im französischen. 3@aa) dem meere, dem meeresgott tribut zahlen von seekranken, 'sich übergeben': ich selbst zahlte dem meere den ersten tribut Chamisso werke (1836) 1, 18; die übrigen passagiere zahlten Neptun ihren tribut und verschwanden bald Soyaux aus Westafrika (1879) 1, 3. die hervorbringende natur im bilde eines tributverhältnisses zum menschen: zu zärtlich vom tribut der felder sich zu nähren, fieng er (der mensch) zu würgen an und lebte vom zerstören Dusch vermischte werke (1754) 256; neben den sommer- und herbsternten hat der garten schon zu wiederholten malen seinen tribut entrichtet Melchior Meyr erzähl. aus d. Ries (1868) 3, 142; Susanna erhielt im herbst regelmäszig von unserem birnbaum ihren tribut Hebbel I 8, 90 Werner. 3@bb) tribut die bewundernde anerkennung, die einem menschen zufolge seiner (äuszeren oder inneren) vorzüge, verdienste, leistungen u. s. f. gezollt wird. besonders das 18. jh. liebt diesen gebrauch. ähnlich bei zoll, s. teil 16, 46: sie freuete sich zwar insgeheim der siege, die ihre schönheit über der männer herzen gewann und nahm das seufzen und girren der schmachtenden anbeter als einen billigen tribut ihrer reize an Musäus volksmärchen (1805) 3, 36; dieses wundermädchen hatte nur zu lange auf dem engen spielraum eines schiffes den tribut entbehren müssen, an den ihre reize gewöhnt waren Thümmel reise (1791) 6, 249; ach, wenig achtet er dein hold gesicht, dem als tribut ich staunende blicke zolle Freiligrath ges. dicht. (1870) 6, 212; so hatte er das schmachten der zofe denn als einen gebührlichen tribut angenommen Paul Ernst der scharfrichter (1927) 68. du gehörst zu der höhern gattung, gegen welche hochachtung ein tribut und liebe ein ruhm ist Th. Abbt verm. werke (1768) 1, 71; ohne eifersucht sehen sie (könige) auf die achtung, die man ihren günstlingen erzeigt, weil sie es als einen tribut ansehen, den man dem glanze bezahlt, der von ihnen auf den hervorgezogenen günstling strahlt Klinger (1809) 4, 224; achtung ist ein tribut, den wir dem verdienste nicht verweigern können, wir mögen wollen oder nicht Kant 5, 77 akad.-ausg.; gern mit einem präpositional- oder genetivobject: er ging von reihe zu reihe herum, den tribut von lob einzusammeln, der ihm aus allen lippen entgegen schallte Wieland (1796) 19, 285; tribut von bewunderung Holtei erz. schr. 7, 66; tribut der ehrfurcht Gries Ariosts ras. Roland (1804) 3, 60; der aufmerksamkeit Göthe IV 8, 76 W.; des beifalls H. Seidel Leberecht Hühnchen (1899) 197. 3@cc) tribut (bezahlen) steht in einigen wendungen uneigentlicher art mit negativem sinn, nämlich um irrtum, hinfälligkeit, unvollkommenheit des menschen, sein untergeordnetsein unter höhere notwendigkeiten oder zusammenhänge damit auszudrücken: und so ist mir recht wohl bekannt, was mich erwartet, indem ich gegenwärtig auftrete, um zu zeigen, dasz ein groszer und berühmter beobachter als mensch seinen tribut abtragen müsse Göthe II 5, 1, 165 W.; ebenso sicher aber, wie er (Bismarck) [] von 1850-1880 in seinen ansichten ... meteorartig aufstieg, so hat er im alter, zumal von 1885 an, der menschlichkeit seinen tribut gezahlt, ist in gewisser beziehung verknöchert Schmoller-Lenz-Marcks zu Bismarcks gedächtnis 24; die phantasie, die uns beseligt, will auch peinigen ... das ist der tribut, den der glückliche dem allgemeinen menschenelend bezahlt M. v. Ebner-Eschenbach (1893) 3, 84. von zugeständnissen, die ein zeitalter einem künstler abnötigt: Lessings jugendversuche, besonders die dichterischen, sind nur als ein tribut zu betrachten, den auch der mann von genie dem zeitalter, in welchem er geboren wird, auf eine oder die andre weise zu entrichten pflegt Fr. Schlegel (1846) 2, 198; hier finden wir sein (Winckelmanns) wahres selbst. in allen andern sachen sah man den tribut, den er der noth, der zeit, dem irrthum entrichtete Justi Winckelmann 1, 148; Mozart zollte in den messen der allgemeinen richtung seiner zeit seinen tribut O. Jahn Mozart 1, 462; ähnlich: mit dem takt des politischen genies traf der Franzose gerade die punkte, die für die zukunft Preuszens den ausschlag geben sollten, weil es eben in ihnen seiner zeit und ihrer beschränktheit seinen tribut zahlte Prutz pr. gesch. 3, 242. den tribut der natur zahlen u. ä., 'sterben', seit dem 16. jh.; häufig auch die schuld der natur bezahlen, s. teil 9, 1878: wo sie aber diesem widerredten und strebten, musten sie den tribut der natur durch sein schneidends schwert bezalen Amadis 72 lit. ver.; ich selbst bin etwas alt, solte ich aber morgen den tribut der natur bezahlen, so wird meine liebste dieses alles erben kunst über alle künste 86 Köhler; sterben ist der grosze, der natur schuldige zoll und tribut Bode Tristram Schandi (1774) 5, 32; doch auch sie war diesem tribut der sterblichkeit unterworfen W. Hauff (1890) 2, 125. ähnlich, krankheit als tribut an jahreszeit oder witterung: ich bin theils eben sowol als sie selbst seit dem 14. december auf meinem zimmer ein gefangener und musz meinen tribut an eine witterung bezahlen, die ich von ganzem herzen hasse G. Forster (1843) 8, 37; möge ich hierdurch (durch diese krankheit) meinen tribut für den winter abgetragen haben Göthe IV 29, 277 W. vgl. noch: ich habe doppelt ursache, ungehalten darüber (über eis und schnee) zu sein, da ich ... noch einen andern tribut bezahlen muste. ich bin nämlich nahe bei meinem hause ausgeglitten und ziemlich hart gefallen W. Grimm an L. Dahlmann 1, 530 Ippel.
15853 Zeichen · 268 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tribūt

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Tribūt , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Summen, die -e, eine von einem höhern aufgelegte Abgabe, wo …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tribut

    Goethe-Wörterbuch

    Tribut [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tribut

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Tribut , in Rom ursprünglich die nach Tribus bezahlte Grundsteuer, nach 168 v. Chr. die Abgaben der Provinzialen; daher …

  4. Sprichwörter
    Tribut

    Wander (Sprichwörter)

    Tribut Tribut von den Todten verlangen. (S. Luft 41.) Engl. : He demands tribute of the dead. ( Bohn II, 65. )

  5. Spezial
    tribut

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    tribut [tri·bụt] m. (-uc) 1 Tribut m., Steuer f., Abgabe f., Zoll m. 2 ‹fig› Tribut m. , Opfer n. ◆ tribut de sanch ‹fig…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tribut

30 Bildungen · 21 Erstglied · 8 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von tribut 2 Komponenten

tri+but

tribut setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

tribut‑ als Erstglied (21 von 21)

tributär

DWB

tribut·aer

tributär , m. tributpflichtiger, aus frz. tributaire: die alten literatoren sterben achtzigjährig und von den neuen soll nichts gelten. die …

Tributaire

GWB

Tributaire [bisher nicht publizierter Wortartikel]

tributar

LDWB1

tributar [tri·bu·tār] adj. (-s, -a) 1 (fiscal) steuerlich, Steuer... 2 steuerpflichtig.

tributbar

DWB

tribut·bar

tributbar , adj. , tribut-, steuerpflichtig, vom 16. bis ins 19. jh.: von diser zeit an hatt er alles jüdisch volck dem römischen reich zins…

tributfrei

DWB

tribut·frei

tributfrei , adj. : dan bei selbigen läufften seind die Sclaven von den Langobarden abgefallen und eine weile tributfrei gesessen Valvasor d…

tributgeber

DWB

tribut·geber

tributgeber , m. : vectigalis zol o. tributgeber ( voc. ex. quo, 15. jh. ) bei Diefenbach 608 b ; ähnlich: tzol-, tribuytgever ( nrh., 1507)…

tributgeld

DWB

tribut·geld

tributgeld , n. : und macht ihm den könig zinszbar, das er ihm järlich eine grosse summa tributgelt muszt bezahlen N. Höniger sarracenische …

tributgeschenk

DWB

tribut·geschenk

tributgeschenk , n. : da Korea zwar tributgeschenke an China giebt Ritter erdk. 4, 631 ; ( der herrscher ) erschöpfte aber ihre ( der lehnsf…

Tributhebung

DRW

tribut·hebung

Tributhebung, f. Erhebung eines Tributs vgl. Steuerhebung daß alle financen-, zoll-, tribut- und steur-hebung durch gantz Franckreich in 21 …

tributkind

DWB

tribut·kind

tributkind , n. , als tribut erpresztes kind. von den athenischen jünglingen und jungfrauen, die dem Minotaurus dargebracht wurden: Ariadne:…

Tributlehen

DRW

tribut·lehen

Tributlehen, n. Grundstück, von dem Tribut zu entrichten ist lehenguͤter oder bawgroͤnde, dauon mann die kriegs leut begabt oder den tribut …

tributmeister

DWB

tribut·meister

tributmeister , m. , tributeintreiber: do satzten die Römer vier tributmaister nach einander in das land tzu Bairen chron. u. stamm d. pfalz…

tributpflichtig

DWB

tribut·pflichtig

tributpflichtig , adj. , seit dem 16. jh. neben dem heute verdrängten tributbar: der hertzog von Poland, der vil jar här den römischen und t…

Tributreicher

DRW

tribut·reicher

Tributreicher, m. Abgabenpflichtiger, Steuerzahler so ... yemandt auß vnserern kriegsleüten sich ... vnderstehen wurde, einicherlay belaydig…

tributsablegung

DWB

tribut·s·ablegung

tributsablegung , f. , tributüberbringung, -entrichtung: Daniel Simplex, ein teutscher Siebenbürger, so bei einer tributsablegung bei uns kr…

tributsnahme

DWB

tribut·s·nahme

tributsnahme , f. : benehmen sie auch hiermit gantz und gar für uns, unsere brüder und erben in allem dem, was schatzungen und tributsnahmen…

tributsweise

DWB

tribut·s·weise

tributsweise , adv. : mit diesem geding ..., dasz die Friauler järlich den Venedigern zwölff schwein und zwölff brodt tributsweise geben sol…

tributzahlung

DWB

tribut·zahlung

tributzahlung , f. : durch diesen ort gehen ... die tributzahlungen Ritter erdk. 2, 96 ; die beiden anderen ... reiche huldigten aus freien …

Tributzins

DRW

tribut·zins

Tributzins, m. wie Tribut [Bitte,] 20 oder 24 haussessiger juden hirinne zu lassen ... von denen ir k.m. gleich wie vor von einer merern men…

tribut als Zweitglied (8 von 8)

Attribut

Pfeifer_etym

Attribut n. ‘charakteristisches Merkmal, Kennzeichen, Beifügung’, entlehnt (Anfang 17. Jh.) aus mlat. attributum ‘(als charakteristisch und …

Brottribut

GWB

brot·tribut

Brottribut -d- wohl mBez auf eine der Proben des Soldatenbrots, die G als Kriegskommissar erhielt Ich schicke den gewöhnlichen B. und den Sc…

contribut

LDWB1

con·tribut

contribut [con·tri·bụt] m. (-uc) 1 Beitrag m., Zuwendung f. , Zuschuss m. , Umlage f. 2 (tassa, cuta) Gebühr f., Steuer f., Abgabe f. 3 Mitw…

Kapaunentribut

GWB

kapaunen·tribut

Kapaunentribut C- von den Armeniern (im 17. Jh) überlieferte Entrichtung einer Naturalzahlung an ihre Herrscher 1) ; im Buchexzerpt [ nach J…

Menschentribut

GWB

menschen·tribut

Menschentribut im Zshg der antiken Minotaurus-Sage für das nach Götterbeschluß als Sühne regelmäßig zu erbringende Menschenopfer der Stadt A…

Morgentribut

GWB

morgen·tribut

Morgentribut bildhaft, mBez auf einen schriftlichen Morgengruß Hier den gewöhnlichen Morgen tribut! GWB B7,266,18 ChStein [10.2.80 Korr Frän…

zobeltribut

DWB

zobel·tribut

zobeltribut , m. , abgabe, die aus zobelfellen besteht, s. DWB zobel 1 b: wo er von den anwohnenden Tungusen den zobeltribut einzog Ritter e…

Ableitungen von tribut (1 von 1)

tribûte

Lexer

tribûte stn. tributum Kirchb. 598,54. tribût Beisp. 101,38.