Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Attribut n.
Attribut n.
Attribut n. ‘charakteristisches Merkmal, Kennzeichen, Beifügung’, entlehnt (Anfang 17. Jh.) aus mlat. attributum ‘(als charakteristisch und wesentlich) zugeschriebene Eigenschaft, Wesensmerkmal’, einer Substantivierung des neutralen Part. Perf. lat. attribūtum ‘zugeteilt, beigefügt’ von lat. attribuere ‘zuteilen, verleihen’; vgl. lat. tribuere ‘(zu)teilen, erweisen, zuschreiben’ (s. Tribut) und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. Zunächst in lat. Flexion (Plur. Attributa), seit Mitte des 18. Jhs. vorwiegend in eingedeutschter Form (Gottsched 1741, Lessing 1766, sehr oft bei Herder seit 1769). Die Verwendung als grammatischer Terminus im Sinne von ‘Beifügung’ findet sich seit den 30er Jahren des 19. Jhs. (u. a. bei J. Grimm 1837) neben dem seit etwa 1800 bezeugten gleichbed. Attributiv n. – attributiv Adj. ‘als Attribut, beifügend’ (Anfang 19. Jh.).