lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

leer

ae. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
21 in 18 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
54
Verweise raus
64

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

leer adj.

Bd. 12, Sp. 507
leer, adj. vacuus, inanis. ahd. lâri, mhd. lære, welche schreibung als lär im ältern neuhochdeutsch (gestützt durch entsprechende aussprache, die noch heute in den oberdeutschen mundarten fortdauert) sich behauptet, während die form leer, eine vorzugsweise mitteldeutsche, seit dem 16. jahrh. durchdringt; auch alts. altniederfr. lâri, mittelniederl. laer, nnl. laar; in andern dialekten ist das wort nicht bezeugt. lautete es, wie anzunehmen, im gothischen lêseis, stamm lêsja, so gehört es zur wurzel las zusammenlesen, auflesen, sammeln, und ist der bildung nach eins jener adjectiv gewordenen participia futuri passivi, wie deren für das gothische Bopp vgl. gramm. 3, 342 eine reihe nachweist; die bedeutung gieng, wie aus der alten anwendung noch zu ersehen, zunächst jedenfalls auf einen behälter, ein gefäsz oder sonst einen raum, in den eingelesen, gesammelt werden musz, der also noch inhaltlos ist. leer gilt 11) von einem behälter oder gefäsz, einem hohlraum: alts. lârea stôdun thar stênfatu sehsi. Heliand 2036; sind thesa stedî lârea, thit graf an theson griote. 5825; mhd. daʒ grap was lære. fundgr. 2, 275, 31; ein man ist alle zît ir (der minne) spot, der læren seckel dinset. troj. krieg 2265; die manegen biutel machent lære. Renner 9020; nhd. die selbige grube war leer und kein wasser drinnen 1 Mos. 27, 24, bitte drauszen von allen deinen nachbarinnen lere gefesz. 2n. 4, 3; lege auch den topf lehr auf die glut, auf das er heis werde. Hes. 24, 11; ein lär und ungeladen schiff, inanis navis Maaler 260d; begegnet jm ein bawr mit vier pferden, und einem leeren wagen. volksb. von dr. Faust 95 Braune; einen ... auf einen lähren wagen zu setzen. 96; ich wollt es wäre mit den köpfen wie mit den wagen, worunter alle mal die leeren den vollen ausweichen. J. Paul biogr. belust. 1, 161; rechtssprichwort leerer wagen gibt halben zoll. Graf u. Dietherr rechtsspr. (1869) s. 510; ein leeres glas, eine leere flasche, ein leeres fasz; leere fässer klingen hohl. [] Simrock sprichw. s. 119; fülle ein leer fasz, so siehst du wo es rinnt. 120; die flasche ist leer. Göthe 8, 110; auch die leeren teller zeigten dasz ein ganz gesunder hunger kürzlich hier beschwichtigt ward. Scheffel trompeter (50. aufl.) s. 37; leere, sive schlappichte zitzen, ubera pannosa, inania Stieler 2631; ein leeres haus, entweder von menschen oder auch von gütern entblöszt: als aber Wilwolt von Schauberg haimb kam und er ain hoch haus, unden lär, oben nit vill darin het (zog er wieder in den krieg). Wilw. v. Schaumb. 33; eine leere stube, keine möbeln oder auch keine menschen enthaltend; ihr schlafgemach ist leer, und sie ist nirgends zu finden. Schiller Wallenst. tod 5, 8; ein leeres nest; sprichwort sequester machen leere nester. Pistorius thes. par. 7, 41; bergmännisch ein leeres nest finden, wenn man auf ein schon abgebautes feld stöszt; eine leere scheune; leere speicher; dasz verschwendung aus der weisen milde sonst nie leeren scheuern so lange borgt, und borgt, und borgt, bis auch die armen eingebornen mäuschen drinn verhungern? Lessing 2, 256; die leere bühne, auf der keine darstellenden sich befinden; schaut her! nie wird die bühne leer. Schiller das spiel des lebens; ein leerer beutel, eine leere tasche; leere kisten und kasten; sein schatz ist jeden tag mit sonnenuntergang viel leerer noch als leer. Lessing 2, 208; leere ähren, die keine körner in sich haben: lär, taub, als so ein ähere lär ist, vanus Maaler 260d; leere hülsen, siliquae sine granis sive semine. Frisch 1, 593c; leere nusz, cassa nux. ebenda; leeres stroh; sprichwörtlich leeres stroh dreschen, eine arbeit verrichten, bei der nichts herauskommt: will ich (glück) mich nicht mit dir verbinden, so drischt dein wissen leeres stroh. Günther 220; ein leerer magen, der weder speise noch trank empfangen hat; leerer magen, jejunus stomachus Frisch 1, 593c; dafür leere seele: gleich wie einem hungerigen trewmet, das er esse, wenn er aber aufwacht, so ist seine seele noch leer. Jes. 29, 8; in übertragenem sinne auch ein leeres herz, in dem keine empfindung wohnt; ein leerer kopf, der keine kenntnisse birgt; leere stirne. Geszner in Wackernagels leseb. 3, 2, 173; der fruchtbarste kopf schreibt sich leer. Lessing 7, 393, was in die bedeutung nr. 7 unten ausläuft. in Vorarlberg unterscheidet man ein leeres rind von einem tregigen, trächtigen. Fromm. 5, 485. 22) von einem flächenraume, wo einerseits zunächst an das fehlen der menschen gedacht wird: die erde war wüst und leer. 1 Mos. 1, 2; sihe der herr macht das land lehr und wüste. Jes. 24, 1; denn das land wird lehr und beraubet sein. 3; die lehre stad ist zubrochen, alle heuser sind zugeschlossen, das niemand hin ein gehet. 10; darumb wil ich diese leute ausrotten, jre schlösser verwüsten und jre gassen so lere machen, das niemand drauf gehen sol. Zephanja 3, 6; ein leeres feld; der markt war leer; läre auszgesicht, da einer nienen kein leüt nit sicht, prospectus sterilis Maaler 260d; durch die wälder ruf ich, durch die wogen, ach! sie wiederhallen leer. Schiller götter Griechenlands v. 104; das herz ist gestorben, die welt ist leer. Piccol. 3, 7; da muszt er mit dem frommen heer durch ein gebirge wüst und leer. Uhland ged. 328; ein leerer platz, auf dem niemand sitzt; ein leerer stuhl, ein leerer sessel, was bildlich auch auf das freisein eines amtes bezogen wird, das man sich sonst besetzt denkt: leere stelle, platz, vacans locus, der päbstliche stuhl ist leer, sedes vacans Frisch 1, 593c; der prediger sprach vor leeren bänken; hier sind noch leere sitze; andrerseits aber auch von flächen, die das entbehren was auf oder an sie gehört: lärer tisch, darauf kein speisz ist, mensa inanis Maaler 260d; seitdem die verdienste unserer vorfahren mit ihren porträts zu einerlei gebrauch dienen, die leeren seiten nämlich unserer zimmer und unsres charakters (vergl. dazu unten 7) zu tapezieren. Göthe 8, 54; ein leeres blatt; leeres papier. Gotter 3, 115. 116, unbeschriebenes; freute sich schon einen herrlichen platz in einer seiner zeichnungen leer und ledig zu wissen, den er mit den gestalten so holder personen künstlerisch zu verzieren gedachte. Göthe 22, 130; eine seite, eine zeile leer lassen; ein leerer zettel, bei der lotterie, auf den kein gewinnst geschrieben ist: [] (der hof ist) ein kloster, da man sieht die reichsten brüder betteln; ein glückstopf, welcher meist besteht in leeren zetteln. Caniz 130; ein leerer himmel, wolkenloser: ich erwäge das begeisternde, nicht berauschende land mit der rechten mitte zwischen armer steppe und erdrückender fülle so wie zwischen gluth und frost und zwischen ewigen wolken und einem leeren himmel. J. Paul vorsch. d. ästh. 1, 85; leere luft: dein name sei vergessen, in ewge nacht getaucht, sei wie ein letztes röcheln in leere luft verhaucht! Uhland ged. 392; mit meinen armen, die den leeren winden nur ausgebreitet waren, dich zu fassen! Göthe 9, 54; auch von andern gegenständen die dessen entbehren, was an sie gehört: er steckt sie (die goldnen blätter) ein, geht eilends fort, und läszt das leere bäumlein dort. Rückert vom bäumlein das andre blätter hat gewollt. 33) die leere hand, zeichen der besitzlosigkeit, vgl. unter hand theil 42, sp. 329: lär hend, die nüt bringend, manus steriles Maaler 260d; die mit lähren händen euch bitten. Weckherlin 190. 44) leer, in verschiedenen wendungen, so viel wie habelos, arm: niemand wird volkommen, sondern blosz und leer geboren. pers. rosenth. 1, 5; leer kommen, gehen, abziehen; einen leer ziehen, gehen lassen u. ähnl.: und welchen du begabest mit freiheit, in keiner weis so erleide in hinzugeen leer, sunder gib den wegfertigen von den herden und von dem acker und von deiner weinbresz, in dem dich dein herr got hat gesegnet. bibel von 1483 91b (ebenso bei Luther 5 Mos. 15, 13); wo nicht der gott meines vaters .. auf meiner seiten gewesen were, du hettest mich leer lassen ziehen. 1 Mos. 31, 42; ich wil diesem volk gnade geben fur den Egyptern, das, wenn jr ausziehet, nicht leer ausziehet. 2 Mos. 3, 21; erscheinet aber nicht leer fur mir. 23, 15; vol zoch ich aus, aber leer hat mich der herr wider heim bracht. Ruth 1, 21; du solt nicht leer zu deiner schwiger komen. 3, 17; auch schüttelt ich meinen bosen aus, und sprach, also schüttele gott aus, jderman von seinem hause, und von seiner erbeit, der dis wort nicht handhabet, das er sei ausgeschüttelt und leer. Neh. 5, 13; die widwen hastu leer lassen gehen. Hiob 22, 9; sie namen jn aber und steupten jn, und lieszen jn leer von sich. Marc. 12, 3; die hungerigen füllet er mit gütern, und leszt die reichen leer. Luc. 1, 53; er tritt lär dahär, er bringt nüt, inanis incedit. Maaler 260d; leer kam ich hieher, leer zieh ich wieder hin. Schiller räub. 5, 1; leer ausgehen, ohne etwas zu bekommen: und ich soll leer ausgehen, sagte Philine. Göthe 18, 323; keiner gieng leer aus und lustig zechend sasz die schaar beim feuer. Scheffel trompeter (50. aufl.) s. 121; was auch in bezug auf leiden und dulden gesagt wird: das also die, so den geistlichen segen und benedeyung haben, den leiblichen fluch und vermaledeyung tragen und leiden, werden verfolget und wol geplaget, die gottlosen gehen hie gemeiniglich leer ausz. Luther tischr. 95a. 55) leer, wirkungslos, ohne etwas zu fruchten, von einem thun, einem schlage, einem streiche: es war ein leeres bemühen; ein leerer schlag, ein leerer streich; vornehmlich in der verbindung leer abgehen: ja wo gott die taufe lesset stehen und bleiben, und da das evangelium gepredigt wird, da gehets nicht leer ab, wie im propheten Esaia .. auch gesaget wird, dasz sein wort nicht wieder leer zu jhm kommen sol. Luther tischr. 12b; im neben hinrennen vermeint der riesz jn mit seiner stangen zu treffen, aber er rucket zu schnelle forth, und gieng der streich leer ab. Amadis 126; zucket er das schwerdt, der meinung jn zu schlagen, aber Galoar war so geschwind und hurtig, dasz er sich dafür hüt, und der streich lehr abgieng. 236; welcher taugentliche und glückliche zeit hat, und selbige läst lehr fürubergehn, der erlangt sie selten, und gar langsam wiederumb. 361; du hast mein beten und flehen niemals fehl schlagen und leer abgehen lassen, sondern dasselbe allezeit gnädiglich erhöret. 683. 66) leer, gehaltlos, ohne das zu haben, was ein gegenstand nach seiner art als unentbehrliche eigenschaft haben soll, in Baiern: læres bier, ohne hinlänglichen malzgehalt. Schm. 1, 1498 Fromm.; læres, schindellæres vieh, das nicht beleibt, das mager ist. ebenda. leere speisen, kraftlose, oder die wenig oder keine nahrung geben, führt auch Campe, aber als ungewöhnlich an. [] 77) leer, in bezug auf worte, gedanken, bildungen des menschlichen geistes, ohne kern und eigentlichen inhalt (vgl. dazu hohl 2 theil 42 sp. 1712 fg.); schon alts.: ne witun gôdes geskêd, ak sind im lâri wordleoboron mikilu, umbitharbi thing,thanna theodgodes werk endi willeo. Heliand 1729; nhd. ob raum und ausdehnung leere wörter sind, oder ob sie etwas bezeichnen. Kant 6, 31; lernen sie, nachplauderndes hofmännchen, lernen sie von einem weibe, dasz gleichgültigkeit ein leeres wort, ein bloszer schall ist, dem nichts, gar nichts, entspricht. Lessing 2, 165; er lobte meinen vorsatz; aber es war bei mir nichts weniger als ernstlich gemeint; dieszmal war es nur ein leeres wort. Göthe 19, 275; doch alles dieses, so genau und bestimmt wir auch zu sprechen gesucht, bleiben doch nur leere worte, ohne die anschauung der bilder selbst. 43, 422; ich werde mit leeren versprechungen gewisz nicht hingehalten. 14, 223; obgleich ich diesen vorwurf .. als ein durchaus leeres mährchen betrachten muszte. 24, 109; vergehen! was heiszt das? das ist wieder ein wort! ein leerer schall! ohne gefühl für mein herz. 16, 179; doch, wenn gemütherharmonie kein leerer schall ist. Gotter 1, 80; und die tugend, sie ist kein leerer schall, der mensch kann sie üben im leben. Schiller die worte des glaubens; entweihet nicht das allerheiligste der göttlichen natur, in red und sang, durch leeres wortgeschäum von seelensturm, von schwung und allkraft, drang und hochgefühl! Matthisson ged. (1794) 140; leere hoffnung, spes inanis Frisch 1, 593c; die idee ist praktisch betrachtet nicht leer. Kant 6, 163; widrigenfalls man nicht gewisz ist, dasz der gedanke nicht leer, d. i. ohne alles object ist. 7, 210; ja es ist sogar leer, wenn ein volk über geisterreichthum das andere zur rede setzt und z. b. das französische uns fragt, wo sind euere Voltaires, Rousseaus, Diderots, Büffons? J. Paul vorsch. d. ästh. 1, 107; der einfall, spricht der könig, ist nicht leer, herr seneschall, wir könnens ja probieren. Wieland 18, 143; deiner plirasen leeres was treibet mich davon, abgeschliffen hab ich das an den sohlen schon. Göthe 5, 23; da er seiner natur nach von aller leeren galanterie weit entfernt war. 18, 305; selbst die gewöhnlichen zeitvertreibe der gesellschaft schienen in diesem hause nicht so leer wie anderwärts. 19, 292; wenn ich dir sonst in trüben augenblicken ohnmächtgen guten willen, arme liebe, dir leere tändeleien kindlich bot. 9, 272; ob ihr sie anerkennt, ob nicht, mylady, das ist nur eine leere förmlichkeit, die des gerichtes lauf nicht hemmen kann. Schiller Maria Stuart 1, 7; die bösen (geister), zur strafe ihrer verbrechen, irrten unstät und flüchtig auf der erde umher, den frommen ein leeres, den ruchlosen ein verderbliches schrecken. Lessing 8, 251; weil ich dich mit leeren grillen nicht beschäftigen wollte. Göthe 10, 96; mein armes herz! .. fühl wie es schlägt, von dem leeren schrecken. 109; die eitlen sorgen, leeren schrecken, die sich der kleinmuth unterm monde schafft. Gotter 1, 107; das sind nur leere schrecken, Zeus, mir bangt vor deinem drohen nicht! Schiller Semele v. 512; leere täuschung nenn ich glück und ruhe. Platen 323. dann auch vom menschen selbst, in bezug auf sein wissen und inneres leben: wie kann ein junger mensch sich bilden, der nicht eitel ist? eine leere, hohle natur wird sich wenigstens einen äuszern schein zu geben wissen und der tüchtige mensch wird sich bald von auszen nach innen zu bilden. Göthe 22, 45; eben so erschaffe das beseelte wort den klang, nicht der klang das wort, und man setze nie wie der leere La Harpe und tausend Franzosen und hundert Deutsche die leiter mühsam an, um auf eine — tonleiter zu steigen. J. Paul vorsch. d. ästh. 2, 220; aus den öffentlichen büchersälen ging ich so heraus, wie ich hinein gekommen, mehre mädchen- und knabenschulmeister in Sachsen, die über Fibels buch lesen lieszen, standen noch leerer von mir, als ich. leb. Fibels s. 3; geh, umhüpft von leeren schmeichlern! geh! vergisz auf ewig mich! Schiller an Minna; [] von der menschen treiben, inhaltlos: majestät der menschennatur! dich soll ich beim haufen suchen? bei wenigen nur hast du von jeher gewohnt. einzelne wenige zählen, die übrigen alle sind blinde nieten; ihr leeres gewühl hüllet die treffer nur ein. majestas populi; von der zeit, die mit nichts bedeutendem zugebracht wird: man ward einig in leeren stunden, deren ein schauspieler leider so viele hat, in gesellschaft die berühmtesten schauspiele beider theater durchzugehen. Göthe 19, 239; der grosze schwarm, mit dem ich umgeben war, zerstreute mich und risz mich wie ein starker strom mit fort. es waren die leersten jahre meines lebens. 275; und hältst, wie jener fürst, den leeren tag verlohren, an dem du ohngefehr kein gütig werk gebohren. Günther 718; von gegenständen, wie sie in des menschen empfindung erscheinen, wo die verwendung von leer wieder unmittelbar an die bedeutung no. 1 und 2 oben anknüpft: der hauptmann schien vor ihr zu stehen. er füllte noch das haus, er belebte noch die spaziergänge und er sollte fort, das alles sollte leer werden! Göthe 17, 129; die welt ist so leer, wenn man nur berge, flüsse und städte darin denkt, aber hie und da jemand zu wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dieses erdenrund erst zu einem bewohnten garten. 20, 41; unselges licht! du rufst mich auf zum leben, mich zum bewusztsein dieser welt zurück und meiner selbst. wie öde, hohl und leer liegt alles vor mir da! 9, 308; ein leerer blick, ein ins leere starrender, nichts fassender: (wenn) sein erstarrter blick die entvölkerte unendlichkeit fruchtlos durchwandert, gott sucht und gott nicht mehr finden kann — und leerer zurück kommt. Schiller kab. u. liebe 5, 4; vom leben selbst: es war ein traum! wie schal, wie leer und todt ist neben so einem traum mein vorigs ganzes leben! Wieland 22, 149 (Oberon 4, 7). 88) leerer schatten, leeres bild, ein scheinwesen, gespenst: fühlst du den arm des freundes und der schwester, die dich noch fest, noch lebend halten? fasz uns kräftig an; wir sind nicht leere schatten. Göthe 9, 60; mit einem leeren bild, das weder druck noch kusz zurück giebt. Wieland 21, 290; übertragen: dieses urtheil wäre nicht ein leeres schreckbild, mich zu ängstigen, durch furcht und drohung zu strafen, mich zu erniedrigen? Göthe 8, 291. 99) leer von tönen, wo sonst hohl steht (theil 42, 1713, no. 3): die meisten wurden mit einem leeren schlucken befallen. Jacobi Thucyd. 2, 179 (bei Heilman ein holer schlucken); (es) stöhnt dort dumpfigtief ein schweres, leeres qualerpresztes ach! Schiller gruppe aus d. Tartarus. 1010) leer, nicht trunken, nüchtern (wie der gegensatz voll für trunken gebraucht wird): meister, sagte ich zu ihm, wäre es auch wirklich so gar unmöglich, einmal mehrere tage hindurch in der leeren verfassung zu bleiben? das heiszt ohne strich? fragte er. Immermann Münchh. 2, 140. 1111) leer in die bedeutung blosz, baar, einzig, nichts als übergreifend (einen ähnlichen übergang bei dem sinnverwandten ledig, s. d. no. 15): wolt jr die lade des gottes Israel senden, so sendet sie nicht leer, sondern solt jr vergelten ein schuldopfer, so werdet jr gesund werden. 1 Sam. 6, 3 (vgl. dazu v. 8); der oberstand raubt hin den letzten bissen brot, und läst gemeiner schaar nichts, als die leere noth. Logau 1, 58, 33. 1212) leer mit näheren bestimmungen, wobei die scharfe beziehung auf einen inhaltlosen raum häufig verschwimmt und das adjectiv wie ledig 3, oben sp. 499 fg., im sinne von frei, baar eines dinges, gebraucht wird. 12@aa) mit dem genitiv: mhd. nû wundert si vil starke wie si (die barke) dar komen wære alsô gar liute lære. Gregor. 786; was iender boum dâ sô grôʒ daʒ er stuont, der wart blôʒ und loubes alsô lære als er verbrennet wære. Iwein 661; nhd. aber wer hett kein tugent nitt, kein zuocht, scham, ere, noch guote sitt, den halt ich alles adels lär, ob joch ein fürst syn vatter wer. Brant narrensch. 76, 61; [] so bricht (in der morgendämmerung) der vögel muntres heer, da erd und luft fast aller töne leer, der dunkeln nächte tiefe stille. Brockes 1, 21; ach, so vergehen mir dann die übrigen tage voll schwermuth, wie, der liebe leer, keiner vordem uns entfloh. Klopstock 2, 116; du schonest desz umsonst, der, leer des gefühls, den gedanken nicht erreicht! 1, 230; ich schwöre, wie ihn jemals ein sterblicher starb, den furchtbarsten tod dir, du verruchter! und ihn leer, leer der letzten erbarmung! 4, 23; mit niederstarrendem auge, leer der thränen. 133; mein trauter war so lieb und hold, war lauter, echt, und treu wie gold, und aller falschheit leer. Bürger 47a; ihr blick ist finstrer ränke leer. Göthe 1, 111; aus diesen fügungen mit dem genitiv sind der neueren gehobenen sprache zusammensetzungen entstanden, wie blumenleer, blüthenleer, früchteleer, freudenleer, liebeleer, thränenleer, wonneleer u. andere. 12@bb) mit der präp. von: er (ein gürtel) was niender lære von gesteine noch von golde. Wigalois 13, 25; der boge Jonathan hat nie gefeilet, und das schwert Saul ist nie lere widerkomen von dem blut der erschlagenen und vom fett der helden. 2 Sam. 1, 22; sein haus wird von gästen nie leer; von den mönchen zu sanct Blasien würde leer und öd die strasze. Scheffel trompeter (50. aufl.) s. 28. 12@cc) mit an: so leer sein kopf an allen nützlichen kenntnissen ist, so reich ist er an kniffen. Schiller parasit 1, 2; mein liebestempel wird an seiner göttin leer. Hoffmannswaldaus u. a. auserles. ged. 4, 44; schon ist sie dahin, die freude, dasz mir Sarja wiederkam! sehr kurz warst du, sehr schnell bist du entflohn, du einzige, nach so viel leeren tagen, nicht leer an schwermuth! Klopstock 9, 32; der erdkreis würde bald an narrn und helden leer, wenn wir zur führerin die logik nehmen müszten. Wieland 17, 308 (Idris 5, 99); (es ist) kein volk an guten dichtern leer. Gökingk 1, 191; was ist dir übrig, freund, als, selbst an gütern leer, zu einem freien volk zu wallen? 3, 155; wozu noch länger tragen des siechen lebens lastendes gewicht, an thaten leer, seitdem mich Jovis blitz geschlagen! Schiller zerstörung von Troja v. 110. 1313) das leere, substantivisch, ein leerer raum: als wär um ihn die welt weggeblasen und er allein mit dieser Julia im ewigen leeren? Schiller Fiesko 1, 1; leider wenn ich an jene zeit zurück denke, die ich mit ihr (einer gesellschaft) zugebracht habe, so glaube ich in ein unendliches leere zu sehen; es ist mir nichts davon übrig geblieben. Göthe 20, 4; hier sah er von ferne flüchtigen schimmer, so weit die letzten sterne der schöpfung noch das unendliche leere mit sterbendem strahle durchirrten. Klopstock 3, 65; entzünde strahl des himmels dich im leeren und triff der kühnen thürme sichres haupt! Göthe 9, 311; leere fläche: oft auch sitzt sie am rahm und schaft auf dem leeren der leinwand helle gefilde (stickend). Zachariä 2, 122; im leeren, in nichtsbedeutenden dingen: herr Vanus ist ein mann, der nimmer nicht kan ruhn, er müht sich, dasz er schwitzt, im leeren nichts zu thun. Logau 2, 116, 92; auf seelenzustände gewendet (vgl. oben unter 7): mancher, dem sein verstand nicht einmahl so viel licht giebt, als vonnöthen wäre, um in das unendliche dunkel hinaus zu sehen, welches auf dem öden leeren seiner seele ruhet. Wieland 13, 262; aber, wenn gleich die fantomen, die ich ehemals als wahrheit liebte, verschwunden waren, so war doch der raum noch da, den sie eingenommen hatten; und dieses ungeheure leere wieder auszufüllen, wurde nun das dringendste meiner bedürfnisse. 27, 269; wie dringend bei mir das bedürfnis war, das leere, das meine letzte entzauberung in meiner seele zurück gelassen hatte, wieder auszufüllen. 286. — Schweizerisch zleerem, ungelabt, mit leerem magen: Anne Marei ... that es nicht anders, die weiber muszten hinein kommen und kaffe trinken ... so zleerem lasse es sie nicht fort. J. Gotthelf schuldenb. 67.
22589 Zeichen · 298 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    leerSb.?

    Köbler Ae. Wörterbuch

    leer , Sb.? nhd. Riegel? E.: ? L.: Hh 197

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    leerN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    leer , N. Vw.: s. ledder (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Leer

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Leer , -er, -ste, adj. et adv. unausgefüllt, unbesetzt. 1. Eigentlich. 1) Im eigentlichsten Verstande vielleicht, von ho…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    leer

    Goethe-Wörterbuch

    leer vereinzelt ‘allzuleer’, iVbdg mit Verben (nur PartPrät) auch übergehend zum Kompositum: ‘leergeworden’ A(Vogel 63) …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Leer

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Leer (vacuum) , Raum, in welchem sich gar kein Körper befindet; eine solche L.e ist noch nicht nachgewiesen, also einstw…

  6. modern
    Dialekt
    leeradj. u. adv.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    leer [lêr u. lêriχ Fo. u. s.] adj. u. adv. wie hd. leer: ’s Glas isch l. Leeres Dings dummes Zeug Ri. Hom. Rom. Rda. : u…

  7. Sprichwörter
    Leer

    Wander (Sprichwörter)

    Leer 1. Bist du leer im Beutel, so ist alles eitel. 2. Es ist alles leer vnd eitel ohn ein gut gewissen. – Henisch, 868,…

  8. Spezial
    leeradj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    leer , adj пустой , п

Verweisungsnetz

104 Knoten, 102 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Hub 1 Kognat 3 Kompositum 80 Sackgasse 16

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leer

178 Bildungen · 47 Erstglied · 126 Zweitglied · 5 Ableitungen

leer‑ als Erstglied (30 von 47)

leerbäuchig

PfWB

leer·baeuchig

 leer-bäuchig Adj. : ' hungrig, gierig '; vgl. PfWB leer 2 a β , PfWB leerleibig . Sie sin jo so leerbaichich, daß wann se immer in Hungers…

leerbaum

DWB

leer·baum

leerbaum , m. lerchenbaum, pinus larix. s. DWB leertanne .

leerbecher

DWB

leer·becher

leerbecher , m. ein hölzernes schöpfgefäsz der papiermüller, mit welchem die zerstoszenen lumpen aus dem löcherbaum ausgeschöpft werden. Jac…

Leerdam

Meyers

leer·dam

Leerdam , Stadt in der niederländ. Provinz Südholland, Bezirk Gorinchem, an der Linge und an der Linie Elst-Dordrecht der Holländischen Eise…

leerdarm

DWB

leer·darm

leerdarm , m. jejunum, der zweite darm unter den dünnen därmen. Nemnich 3, 217 .

leeren

DWB

lee·ren

leeren , verb. leer machen. 1 1) etwas leeren, ein gefäsz: Wolvesguome und Wolvesdarm unde Wolvesdrüʒʒel lârten manege schüʒʒel und manegen …

leerescheu

DWB

leere·scheu

leerescheu , f. übersetzung von horror vacui, bei J. Paul grönland. proc. 1, 4 .

leeressen

PfWB

leer·essen

leer-essen st. : wie schd., leeʳesse [verbr.]. Eß deiⁿ Deller leeʳ! [KL-Fischb, verbr.]. Volksgl.: Wann alle Häwwe leeʳgesse sin, gibt's sch…

Lēerfáß

Adelung

leer·fass

Das Lēerfáß , des -sses, plur. die -fässer, bey den Papiermachern, ein Eimer mit einem Handgriffe, die gestampften Lumpen damit aus dem Löch…

leerfasz

DWB

leerfasz , n. bei den papiermachern ein fasz in form einer ovalen wanne: die gröblich zerstampften lumpen, oder der halbzeug, wird mit dem l…

Leergang

Meyers

leer·gang

Leergang ( Leerlauf ), das Bewegungsstadium eines Motors, in dem er lediglich die Reibung seines eignen Mechanismus überwindet und keine nut…

leergerüst

DWB

leer·geruest

leergerüst , n. beim gewölbebau, das holzgerüst, das unter einen zu schlagenden bogen gelegt wird: der bau ( der brücke ) hatte bei einheimi…

Leergespärre

Meyers

leer·gespaerre

Leergespärre , im Dachstuhl diejenigen Gespärre, die zwischen den Bindern liegen und nur die Dachdeckung zu tragen haben (s. Dachstuhl ).

Leergut

LDWB2

leer·gut

Leer|gut n. (-[e]s) 1 bozes ötes f.pl. , angostares ötes f.pl. 2 contignidus öc m.pl.

leerhäusler

DWB

leer·haeusler

leerhäusler , m. in Baiern ein ländlicher eigenthümer der nur ein leerhäuslein, ein häuschen mit, auszer etwa einem garten, keinen oder weni…

leerhaspeln

PfWB

leer·haspeln

leer-haspeln schw. : 'das gesamte Garn von der Spule auf die Haspel drehen'; vgl. PfWB haspeln 1, PfWB leermachen . Volksgl.: Zwische Krisch…

leerheit

DWB

leer·heit

leerheit , f. der zustand des leeren, das leersein. 1 1) nach der eigentlichen bedeutung von leer ( no. 1 und 2): kassen seiner finanzaufseh…

Leerköpfig

Campe

leer·koepfig

○ Х Leerköpfig , adj . u. adv . einen leeren Kopf habend. unwissend. »Auch Denker sind oft leerköpfig .« Lavater. Davon die Leerköpfigkeit .

leerkopf

DWB

leer·kopf

leerkopf , m. kopf ohne gedanken, und inhaber eines solchen: der dummkopf und der leerkopf. Herder z. phil. 10 (1809) 154 .

Leerkuh

PfWB

leer·kuh

Leer-kuh f. : 'Kuh, die nicht trägt', Leeʳkuh [ BZ-V'weidth ]; vgl. PfWB leer 2 b. —

leerlauf

DWB

leer·lauf

leerlauf , m. bei den müllern eine vorrichtung zum leerlaufen des mühlgerinnes, kanal der das wasser von den mühlrädern weg zu leiten erlaub…

Leerlaufarbeit

Meyers

leerlauf·arbeit

Leerlaufarbeit , die Arbeit, welche die elektrischen und Reibungswiderstände einer dynamoelektrischen Maschine verbrauchen, indem sie sie in…

leerlaufen

PfWB

leer·laufen

leer-laufen st. : 1. = PfWB ablaufen 1 a. 's Fäßche is leeʳgelaafe [ NW-Dürkh ]; vgl. PfWB Leerlauf 1. — 2. 'in Betrieb sein, ohne Arbeit zu…

leerleibig

PfWB

leer·leibig

leer-leibig Adj. : ' hungrig '. Ich bin so leeʳleiwich [ RO-Steinb ]; vgl. PfWB leerbäuchig .

leer als Zweitglied (30 von 126)

anmutleer

DWB

anmut·leer

anmutleer , venustatis expers: ist diese brust, die vor ein köcher seiner freuden, sein irdisch himmel war, geist- trieb- und anmutleer? Loh…

arbeitleer

DWB

arbeit·leer

arbeitleer , vacuus a labore, mühelos. arbeitleere stelle. Gökingk 1, 3 .

architektonischleer

GWB

architektonisch·leer

architektonisch-leer Die reichen Schulen [ die venezian ‘Scuole’ ] gaben nun [ im 16. Jh ] ihre breiten Wände her, die Kirche alle Flächen, …

Argwohnleer

Campe

argwohn·leer

○ Argwohnleer , adj. u. adv. gleichsam leer von Argwohn, frei von Argwohn. »Entzücken hatt' ihm gestern die Lerche ins argwohnleere Herz ges…

Ausdruckleer

Campe

ausdruck·leer

Ausdruckleer , ( Ausdrucksleer), — er, — ste, adj. u. adv. leer an Ausdruck, ohne Ausdruck. Ein ausdruckleeres Gesicht.

bauchleer

DWB

bauch·leer

bauchleer , famelicus: dein volk auch, die soldaten, ist bauch und seckelleer. Opitz 1, 104 ; was soll aus der vielköpfigen, bauchleeren hyd…

baumleer

DWB

baum·leer

baumleer , baumlos, baumfrei: eine baumleere grasflur. Humboldt ans. der nat. 1, 259 .

Bedeutungsleer

Campe

bedeutung·s·leer

○ Bedeutungsleer , — er, — ste, adj. u. adv. leer an Bedeutung, unbedeutend. »Ein bedeutungsleeres Bild.« Attisch. Museum.

Begriffleer

Campe

begriff·leer

○ Begriffleer , adj. u. adv. leer an Begriffen. »Ein begriffleeres Kind.« Gedike.

Blitzfeuerleer

Campe

blitzfeuer·leer

◎ Blitzfeuerleer , adj. u. adv. kein oder nur sehr wenig Blitzfeuer oder Blitzstoff enthaltend (un electrisch) C.; blitzstoffleer in Gegensa…

bodenleer

DWB

boden·leer

bodenleer , fundo carens, bodenlos: wollen gern als in iren bodenlären sack bringen. Kirchhof wendunm. 178 a .

Brennstoffleer

Campe

brennstoff·leer

○ Brennstoffleer , adj. u. adv. des Brennstoffes beraubt (dephlogistisirt). Bourgurt. Brennstoffleere Luft. S. auch Campe Entbrennstoffen.

Empfindungsleer

Campe

empfindungs·leer

○ Empfindungsleer , adj. u. adv. leer von Empfindung, ohne Empfindung, keiner Empfindung fähig. » Empfindungsleere und leblose Dinge.« Gedik…

faltenleer

DWB

falten·leer

faltenleer , expers rugarum, serenus: so komm denn, und vergisz mir nicht, ein faltenleeres angesicht und deine harfe mitzubringen. Gökingk …

Fischleer

Campe

fisch·leer

Fischleer , adj . u. adv . leer an Fischen. Ein fischleerer Teich.

folgeleer

DWB

folge·leer

folgeleer , cassus, inutilis: nicht ein folgeleerer, sondern auf unsere moralische bestimmung bezogener verständlicher glaube. Kant 1, 236 ;…

freudeleer

DWB

freude·leer

freudeleer , ein freudeleeres dasein. Wieland 26, 7 ; keine ros umblühte, frisch und labend, deines lebens dornenvolle bahn, freudeleer entf…

freudenleer

DWB

freude·n·leer

freudenleer , expers gaudiorum: ach manch trübes, freudenleeres jahr schwieg der liederreiche barde schon. Kretschmanns werke 1, 132 ; kein …

Ableitungen von leer (5 von 5)

entleeren

DWB

entleeren , vacuare. mhd. und nl. ohne beispiel. die richtige schreibung entlären begegnet noch im 16 jh., Frisius und Maaler haben dafür au…

entleerung

DWB

entleerung , f. leibesentleerung, blutentleerung.

erleeren

DWB

erleeren , evacuare, ausleeren, leer machen, mhd. erlæren: erlæret was dër palas, dër ê sô vol dër tôten was. klage Holzm. 2429 . nhd. soll …

leere

DWB

leere , f. vacuitas, inanitas, ein altes, von den wörterbüchern des 16. und 17. jh. übereinstimmend aufgeführtes wort ( inanitas, läre, eite…

urleer

DWB

urleer , adj. , substantiviert das urleere ( chaos ) Herder 22, 251 S.; Fr. L. Jahn 1, 360 E. —