Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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guldengroschen, m., ein groschen, d. i. eine silberne dickmünze, im werte eines goldguldens, zuerst 1484 in Tirol ausgeprägt, dann vorzugsweise in Sachsen (vgl. v. Schrötter wb. d. münzkde 558a): und gilt der silberin guldengroschen eyner, auf 21 zinszgroschen geschlagen, 23 und 24 groschen pfenning Agricola sprichw. (1534) x 5b; zum sibenden ... gantz guldengroschen (zu prägen), der 8½ groschen auf (Nürnberger) mark geen (1536) Joh. Chr. Hirsch teutsch. reichs münzarchiv (1756) 1, 275; das der güldengroschen ... uber 25 groschen nicht soll ... eingenommen werden (1542) sächs. münzordn. ebda 306, auch 312; in bestegen (eine erdschicht) findet man offt weisz silber, so klein als wer es von einem güldengroschen abgefeilet Mathesius Sarepta (1571) 28a; das einer dem andern ein güldengroschen leihet ders. Syrach (1586) 2, 22b; im laufe des 16. jh. durch die bezeichnung thaler (s. d.) verdrängt, vgl. thaler oder güldine groschen (1549) Hirsch a. a. o. 1, 316, auch 323: erstlich soll unser muntzmaister schlagen und muntzen 1 guldengroschen, welche man auch daller nenet (1573) zschr. f. gesch. d. Oberrheins 6, 303; f. g. (d. i. florenus grossus) (bedeutet) guldengroschen, die man taaler namset Seb. Helber teutsch. syllabierbüchl. (1593) 49; im bergbau länger im gebrauch: dannen her die bergleut noch einen thaler lieber mit dem alten nahmen einen güldengroschen nennen P. Albinus meiszn. bergchronica (1590) 31; es gebühret sich ..., von erlangten silbern ... ein güldengroschen ... uff ieden kux auszutheilen A. v. Schönberg ausführl. berginformation (1693) 1, 7; güldengroschen ... bey den sächsischen bergleuten ... ein speziesthaler zu 32 gr. Jacobsson techn. wb. (1781) 2, 172a. in süddeutschen münzurkunden nach 1559 häufiger mit guldener (s. d.) für den ausgemünzten rechnungsgulden synonym gebraucht, z. b. (1571) Hirsch a. a. o. 2, 89 (vgl. v. Schrötter a. a. o. 247a), oder contaminiert, ebenso mit reichsguldener oder reichsgulden; dabei wird guldener z. t. als adjectiv angesehen, s. golden, adj.: 43 werckh (prägungslieferungen) reichsguldener groschen (1562) Hirsch a. a. o. 2, 5; zwey werck reichs guldene groschen ... 48 werck reichs fl. groschen (1563) ebda 7; 58 werck guldener groschen (1567) ebda 31; so auch schon einmal (1529) bei Schmid schwäb. (1831) 244; vgl.groschen II 1. im 18. jh. in Mittel- und Norddeutschland wiederum für den ausgemünzten rechnungsgulden, s. gulden 3, belegt, z. b. güldengroschen, ist auch so viel als ein 16 groschenstück oder 60 kreutzer Frisch d.-lat. (1741) 1, 382b; ebenso Weilmeyr 1, 283; beide unterscheiden davon einen alten guldengroschen oder zwanzigbätzner. vgl. noch: der erste nürnbergische güldengroschen oder sechziger von 1559 allg. dtsche bibliothek (1765 ff.) 4, 2, 125; guldengroschen 'eine holländische silbermünze' Jacobsson techn. wb. (1793) 5, 760b; 'ein conventionsgulden' ebda 6, 681a. s. auch guldentaler.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschguldengroschenm.
Grimm (DWB, 1854–1961)
guldengroschen , m. , ein groschen, d. i. eine silberne dickmünze, im werte eines goldguldens, zuerst 1484 in Tirol ausg…
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Komposita & Ableitungen mit guldengroschen
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