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Stattlich

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Adelung
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12 in 11 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Stattlich

Bd. 4, Sp. 306
Stattlich, -er, -ste, ein von Staat, Pracht, Pomp, abstammendes Wort. 1. Prächtig, kostbar; Nieders. staatsk. Stattliche Kleider. Stattlich gekleidet seyn. Bindet mir einen rechten stattlichen Erntekranz. Weiße. Ein stattliches Freudenmahl, 3 Maccab. 6, 3. Ein stattliches Geschenk. Eine stattliche Hochzeit, ein stattliches Leichenbegängniß, ein stattlicher Palast, ein stattlicher Titel. Jemanden stattlich bewirthen, beschenken u. s. f. 2. In noch weiterm Verstande wird es häufig für vortrefflich, im hohen Grade vorzüglich überhaupt gebraucht. Ein stattliches Amt, ein ansehnliches, einträgliches. Ein stattliches Versprechen. Ein stattlicher Prediger, Medicus, Musicus u. s. f. Ein stattlicher Mann, eine stattliche Frau, von vielen Verdiensten und Vorzügen. Eine stattliche Rede, eine stattliche Antwort. Ein stattlicher Wein. Einen stattlichen Grund in den Wissenschaften legen, im Oberdeutschen. Stattliche gelehrte Männer, eben daselbst. Stattliche aufgeweckte Gemüther, Opitz. Da es denn in noch weiterm Verstande im Oberdeutschen häufig für sehr, im hohen Grade gebraucht wird. Klagt stattlich, seufzt und schreyt, Opitz. Ich muß ja stattlich büßen, eben ders. 3. Einen guten Schein oder Anschein habend, scheinbar. Unter allerley stattlichen Vorwänden. Anm. In der ersten Bedeutung im Engl. stately, im Schwed. ståtelig, im Böhmischen statecny. Die Hochdeutschen kennen und gebrauchen dieses Wort auch, in allen drey Bedeutungen; doch nicht[] so häufig als die Oberdeutschen, denen es überaus geläufig ist. Es ist ohne Zweifel von Staat, Pracht, Pomp, und viele gemeine Mundarten sprechen es auch sehr richtig staatlich aus, Nieders. staatsk. Indessen ist im Hoch- und Oberdeutschen die kurze Aussprache des a und die Verdoppelung des folgenden Mitlauters die gewöhnlichste, auf welche Art es denn auch am häufigsten geschrieben wird. Das Hauptwort die Stattlichkeit ist im Hochdeutschen selten, im Oberdeutschen aber gewöhnlicher.
1943 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stattlich

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Stattlich , -er, -ste, ein von Staat, Pracht, Pomp, abstammendes Wort. 1. Prächtig, kostbar; Nieders. staatsk. Stattlich…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    stattlich

    Goethe-Wörterbuch

    stattlich [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    stattlich

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    stattlich Band 11, Spalte 1804 stattlich 11,1804

  4. Spezial
    stattlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    statt|lich adj. 1 (von beeindruckender Statur) bel (bi, bela), da na bela parüda 2 (beträchtlich: z.B. Betrag, Summe) gr…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stattlich

6 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von stattlich

statt + -lich

stattlich leitet sich vom Lemma statt ab mit Suffix -lich.

stattlich‑ als Erstglied (1 von 1)

stattlichkeit

DWB

stattlich·keit

stattlichkeit , f. stattliches aussehen, ansehnlichkeit. in wörterbüchern und litteraturdenkmälern seit dem 17. jahrh. bezeugt: stattlichkei…

stattlich als Zweitglied (2 von 2)

erstattlich

DWB

erstattlich , reparabilis, ersetzlich: zu ihrem unerstattlichen schaden. Ettners unw. doct. 268 .

unstattlich

DWB

unstatt·lich

unstattlich , adj. , gth. von stattlich II 2: nachdem ... sich ein berckhwergk verschiner jare ereuget und fundig worden, welches aber nachm…

Ableitungen von stattlich (3 von 3)

erstattlich

DWB

erstattlich , reparabilis, ersetzlich: zu ihrem unerstattlichen schaden. Ettners unw. doct. 268 .

gestattlich

DWB

gestattlich , adj. zulässig, das wol kann gestattet und zugelassen werden Duez 195 a . Rädlein 376 b .

unstattlich

DWB

unstattlich , adj. , gth. von stattlich II 2: nachdem ... sich ein berckhwergk verschiner jare ereuget und fundig worden, welches aber nachm…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stattlich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stattlich/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „stattlich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stattlich/adelung. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stattlich". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stattlich/adelung.
BibTeX
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