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sottern

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 3 Wb.
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8

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sottern verb.

Bd. 16, Sp. 1820
sottern, verb. , mundartlich, besonders bair.-österr., in verschiedenen bedeutungen; vgl. suttern. 11) iterativ-deminutivbildung zu sieden. die bedeutung ist verschieden nuanciert, bald mehr in deminutivem sinne, langsam kochen, bald mehr vereinzelnd und iterativisch, im kochen aufwallen. in der litteratur nur bei Keisersberg belegt, vgl. Scherz-Oberlin 1524. Schmidt hist. wb. der els. mundart 330b: diser haf stuond bey dem feüwer unnd sottret von vile des krauts. schiff der pen. 43a; do muossz das krut sottren und gesottret werden bey dem schwebel und feüer. post. 3, 41b. so noch in oberd. mundarten: in Basel sottere, sötterle, söderle, 'in gut gedecktem kochgeschirr schwach kochen'. Seiler 269b; sütterle, langsam kochen. 286b; tirol. sottern langsam sieden. Schöpf 680, suttern im kochen wallen. 731, ebenso kärnt. Lexer 246, und am Untermain. Schm. 2, 340. 22) daher übertragen für schimpfen, 'vor unmuth und zorn zwischen den zähnen murmeln und brummen, wie ein kessel im sode'. Spreng bei Seiler 286b, 'mit schlecht verbissenem unwillen reden, brummen, keifen' (Oberpfalz und Franken). Schm. 2, 340: wann man sie (die weiber) aber heiszt, das dem mann oder häuszlichem nutz zu ehr ... dienet, und wehret das jhnen ubel anstehet, da sehen sie, es solt ein milch darvon ersauren, sottern, krummen, wettern, dondern ... und fahet zu zancken und greinen an. Egenolff sprichw. 281a bezw. Franck sprichw. 2, 204a. 33) weitere übertragung: 'suttern oder sottern bedeutet sieden, wallen und überflieszen, so auch das brausen und gurgeln der mineralwässer', dazu sutterlaskrug, sauerwasserkrug. Sartorius 122. weiter ab liegt suttern für sickern in verschiedenen oberd. und mitteld. mundarten, so kärntn. (durchsuttern, in kleinen tropfen niederfallen). Lexer 246; tirol. und schwäb. 'aus einem enghalsigen gefäsze langsam und mit einem gewissen geräusch ausflieszen'. Schm. 2, 340. Schöpf 731; hess. sickern, besonders von unsauberer flüssigkeit, die wunde suttert u. a., dazu sutter, m., besonders vom ablauf des tabaks. Vilmar 408. vgl. auch westerw. und kärnt. söttern, von kindern, 'mit den übrig gebliebenen speisen, wenn man satt ist, schweinisch umgehen, z. e. in denselben wühlen, brühe aus dem munde hinein laufen lassen .'. Schmidt 219. Kehrein 1, 379 (auch suttern). Lexer 235 (unreinlich essen). 44) sottern, tardare, morari, zaudern. Scherz - Oberlin 1524: bald ist angenehm, aber keine hand die trucket und sottert, bis dat qui cito dat, nil dat, qui munera tardat. quelle bei Frisch 2, 288c; doch dasz es bald geschehe, was man geben wil. langsame handt, so da trucket und sottert, hat man für unwillig. Egenolff sprichw. 232b, s. auch Franck sprichw. (1541) 2, 174a; sottern, langsam thun oder gehen. vocab. v. 1663 bei Schöpf 680; so noch in Tirol, s. ebenda. Frommann 3, 332, soədern Hintner 203. — diese gebrauchsweise hängt mit den vorigen etymologisch nicht zusammen (beziehung zu zaudern? vgl. das.). 55) nl. sottern, infatuare, vgl. sott. Dief.-Wülcker 856.
3053 Zeichen · 89 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sotternv., ntr, trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    1. ✱ ✱ Sottern , v. ntr . mit haben , u. trs . heftig sieden. Kaysersberg bei Oberlin.

  2. modern
    Dialekt
    sottern

    Pfälzisches Wb.

    sottern s. suttern .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sottern

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von sottern 2 Komponenten

sott+ern

sottern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sottern‑ als Erstglied (2 von 2)

sotternie

KöblerMnd

sotter·nie

sotternie , F. nhd. Torheit, Dummheit, Posse, possenhaftes Lustspiel E.: s. sot (2) L.: Lü 363a (sotternie)

sottern II

RhWB

sottern II -o- = schwätzen s. suddern;

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „sottern". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sottern/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „sottern". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sottern/dwb. Abgerufen 8. May 2026.
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Cotta, Marcel. „sottern". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sottern/dwb.
BibTeX
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