lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Staat

mnd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DRW
Anchors
23 in 18 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
197
Verweise raus
65

Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Staat

Staat, m.

Sachhinweis: P.-L. Weinacht, Staat (Berlin 1968)
I persönliche, finanzielle Lage, Zustand, Vermögen, Besitzstand
  • so sint die burger zu rate worden, daz sie ros vnde phert vnde ander wer uf sich vnd uf die gemeinde setzen wollen, ie dem man nach sinem staten
    1289 MWirzib. II 11 Faksimile
  • dat alle die gnine eigen hoffhoerig, koir moidig ende wastynsich sullen illick ma synen staet oeren hern gehoirsam ... wesen mit dinstrecht
    1310 Rive,Bauerng. 394 [hierher?] Faksimile
  • ten pointe daer de hauderigghe up brocht heeft in haren staet leene, eyghin goed ende eerve
    1396 CoutGand I 562 Faksimile
  • mangk velen achten unde degedinghen, de dar entwisschen ginghen, zo was der heren radessendeboden dit er vortsettend ... umme de ynnemynghe der heren des olden rades, umme eren stad unde gudere
    1416 HanseRez. VI 201 Faksimile
  • so mag der tumbrobst heissen den meyer das er ... lege ein stüre in dem dorffe zu H. uf jeden mann oder frowen nach sinem statte
    vor 1450 Burckhardt,Hofr. 67 Faksimile
  • sy syent mit uns ... in eynung, fridungen, buntniss oder satzung und sust mit reten, diensten, manschafften oder in welicher hande wege yede nach irem state gewant, verbunden oder verpflichtet
    1474 BaselChr. III 579
  • were auer de den vreden bestellen scholde eyn ghemeyne eder eyn arm man de schal synen vlyd don vredeslude to settende na synem state dar dem rade vnd syme wedersaten anne ghenoge
    15. Jh. Göttingen/Pufendorf III app. 219 Faksimile
  • wer hie handln will, der sol vergueten und versprechen das er in jarsfrist sich setzen will und ain haus kaufen und alles mit leiden nach seinen statten wie ain andrer
    Anf. 16. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 6 Faksimile
  • doch mögen die taglöhn höher geschätzt werden nach dem staat, ansehen vnd qualitet der personen
    1. Hälfte 17. Jh. FreiburgÜMun. I Art. 70
  • diese galeere gehoͤrte einem jungen tuͤrcken, der unlaͤngst geheyrathet und dieselbe zum heyrathgut bekommen hatte, also sein gluͤck und gantzen staat darauf setzte, zu
    P. Rycaut, Neu-eröffnete Ottomanische Pforte (Augsburg 1694) 545
II (hoher) Rang, Würde, Ansehen; auch: Amtsstellung
  • do offente der heilige geist, daz der, der die hohesten stat in der ecclesien hat, wie liep er sule haben rittere unde wie er sie entphahen sule mit deme segene in den schirm der ecclesien
    1264 DOrdStat. 23 [hierher?]
  • daz die hirluchtin konig von Beheim, paltzgreve des Rines ... mit den andirn geistlichin kurfursten rechte stimme und stat habin und eyne mit den andirn gesetzit sint, daz sie ware und riliche kurfursten sint des heiligin richis
    um 1360 GoldBulle 123
  • de paves wolde sinen staad ... al tho strenge holden, unde mit groter hasticheit wolde he ene sunderge wise setten den cardinalen, to levende nach ordelicheit
    1385/95 LübChr. I 561
  • daraf em staed vnde eere entsta
    um 1400 Der Leyen Doctrinal 112a V. 10
  • we dar wedder dede, he were keiser, koning edder in welker werdicheit edder stat he gesat were, den scholde men ... vorvolgen mit bute des ewigen vlokes
    1414 MagdebChr. I 341 Faksimile
  • hir vmme is dat recht, dat die van Bremen geistlick vnde werltlick gan bouen die van Hamborch yewelick in sinen grade vnde state
    vor 1417 BremGQ.(L.) 121 Faksimile
  • do M. de breve las, do wart em leve unde hoͤpede, dat de cardinal eme vorthelpen wolde tho groteme state, wente he was ok ut Engheland, unde toch to em
    1427/28 LübChr. III 391
  • dat alle de ghenne, de in deme torne gheseten hebben unde dar utquemen, myt alle den ghennen, de en darto hulpen ... scolen unde moghen wedder inkomen in de stad to B., in ere staet unde ere velich iewelick nach syner acht
    1433 BremRQ. 199 Textarchiv: BremRQ. 199 Faksimile
  • so mag das romische ryche mit hulfe des conciliums und rades des babstes F. ... wider zu state und wirdikeyt kommen dem konnige und allen dutschen fursten zu eren und zu notze
    1442/70 Smend,RReformproj. 746
  • das nun hinenthin dehainer, er si burgermaister, amman, rautgeb, zunftmaister, zusaͤtz, richter, amptman, diener, knecht, in welichem staut si sind, niemant ussgenomen, enkain schenckinen, miet, noch gaͤben ... von aͤppten, prelaten, pfaffen, laien noch andern ... nimmer mer niemen
    1447 RavensburgStR. 257
  • das eyme iczlichem noch syme stad vnd wesen ist sine buße gesatczt im rechten
    1460 Bocksdorf,GForm. 457 Faksimile
  • wir gepietten darumb allen und yeglichen fursten ... und sust allen anndern unsern und des reichs undertanen und getrewen, in was wirden, stattes oder wesens die sein
    1463 OstfriesUB. I 686 Faksimile
  • dat ... nicht nogaftich sy, H.K. uth syneme state unde werdicheit to settende; alse denne de kopman to Lunden ene ... wedderumme in synen staet vor olderman gesettet hebben
    1487 HanseRez.³ II 169 Faksimile
  • dar dat stede ghifft, van der auertredinge der mynschen jn allen staten offte stenden to redende, dat ße aldar sunder vorachtinge der stende datgenne straffen, dat wedder gades wordt is
    1526 HambBurspr. 252
  • die ernenten zwolff personen zu C. und B. sollen sich auch erlicher und statlicher handelung, wandels und geselschafft befleissen, damit sie in dem stat, dartzu sie vor andern erfordert, auch erlich gehalten werden
    1528 Krautheim 200 Faksimile
  • daß auch ... diß crayses oberster, auch desselben zugeordnete staͤnd, und deren nachgesetzte raͤth, unterschidlich, richtig, und mit guter ordnung, was deren staͤaͤt, amt, gewalt und befehl seye [wissen]
    1563 Moser,KreisAbsch. I 187 Faksimile
III standesgemäße Lebensführung; auch die dazu erforderliche oder gewährte (finanzielle) Ausstattung, Versorgung, Apanage
  • dan ich meine, dat men na gotliken rechte gheve deme wive van deme erve na des erven macht, dat dat wif eren stait und ere nottroft hebbe
    1369/74 Homeyer,Klenkok 420 Faksimile
  • in dem selben jar schikde de stat van C. her D.v.M., ein grosse meister in der gotheit, und meister J.v.N., doctor in beiden rechten, zu Constans mit herrliche state und kost
    1415 KölnChr. II 102 Faksimile
  • do ne kunden se nicht to vullen seggen wat erlikes states hie [hertoge A.] helde
    vor 1417 BremGQ.(L.) 110 Faksimile
  • [soe] loven wy ... dat wy vrouwen S. ... sullen blyven laten in horen olden eerliken state, als se to voren heft ghewesen
    1421 OstfriesUB. I 252 Faksimile
  • durch mittel vnßers hern des koniges wart sie ledig vnde seyne gnode lys ir große rente vnde genug sloͤßere czu erem erlichen state ... sulche guter hat die fraw konigyn besessen
    1438 Anton,Beitr. 75 Faksimile
  • were aber das der blůme denselben lebendigen menschen nit erziehen möcht, so dann der selbe mensch syn eehafft nott vor offenem gericht erclagt, so sol das gericht dem eehafftigen erschienenden man oder frawen sin lips narung erscheyn nach sinem staatt und herkomen
    1482 Gierke,BadStR. 144 Faksimile
  • die eltern sollen des sohns weib versorgen mit ihrem wiedumb nach ihren ehren vnd staade, obe der bey leben seiner eltern abgieng mit tod
    Ende 15. Jh.? SaarbrückenLR. 1015 Faksimile
  • [L. ist zu solhem einnemerambt] angenomen und im seinen stat auf dreu pferd gestellt und auf jedes derselben alle monet zehen guldin reinisch fur solt und livergelt
    1514 Fellner-Kretschmayr II 75 Faksimile
  • der küng erbüte sich ... den herzogen von M. mit einem erlichen stat zu versechen
    1515 EidgAbsch. III 2 S. 904
  • das er sich hernach herfür gethon, in allen kriegs- und erlichen sachen hab brauchen lassen und damit seinen elichen gebrüdern getrewlichen gedient hab, darneben auch erdienet, das er one nachtail seiner brüder sich in einem erlichen stat hab künden erhalten
    1558/66 ZimmernChr.² II 125
  • ist darbey verabschidet, daß im fall, da die staͤnde ... zu felde ziehen, und keinen zuvor bestellten leutenant haben wuͤrden, daß des leutenants staat und unterhaltung abseyn, und die bestimmte unterhaltung desselben ... jederzeit des weltlichen fuͤrsten-bancks nachgesetztem kriegs-rath und leutenant, vermoͤg angeregten staates ... gereicht werden
    1563 Moser,KreisAbsch. I 198 Faksimile
  • so haben sich ... deputirte fuͤrsten und staͤnde ... zu vergleichen, wen sie ... zu einem obersten in gemein gebrauchen, und wie sie den mit gebuͤhrlichem staat unterhalten wollen
    1563 Moser,KreisAbsch. I 250 Faksimile
IV Prunk, Luxus, prachtvolles Auftreten mit Begleitung und Gefolge
  • [keiser F. was] buissen der selver lande wis, die sere riche sin, sere slechtlich ind simpelich in die lande komen, mit cleinen stait
    Ende 15. Jh. KölnChr. III 869 Faksimile
  • so quam her O. ... den keyser entegen myt vollen ruteren, edelyngen und knechten, rydderen und borchmans, myt groten state und glorie
    um 1500 MünsterGQ. I 180 Faksimile
  • es soll ein herr auch nicht gegen sich selbst zu freygebig seyn, noch auf seine hofhaltung und stat mehr wenden, als sein land kan ertragen
    S.v. Butschky, Pathmos (Leipzig 1676) 404
  • der oberste statthalter uͤber das gantze niederlaͤndische Indien [komt] ... fast praͤchtiger und herlicher in seinem staht aufgezogen ... als die europischen koͤnige, weil er sich nach der voͤlker weise, die ... nur das euserliche ansehen zu achten pflegen, halten muß
    1677 Zesen,NlLeue 741
  • dessen [abt] staat und comitat bestund in 9 pferden und eilff bedienten
    1721 Knauth,Altenzella II 172 Faksimile
V Tracht, Kleidung
  • nachdem do die pfafheit der barfussen bullen und brief verhorten ... do gab die pfafheit den reten ze antwurt uf ir priesterlich ampt, daz die beginen ze B. mit irem stat, mit ir wise und mit dem almusennemen ... mit dem rechten nit bestan möchten
    1420/30 Justinger 194
VI Familienstand; ehelicher Staat Stand der Ehe
  • sint die zehen oberkomen, da ein junger an das fare were komen, dem sal man daz werterampt nit bevelen, er hab dan einen elichen staden ader hett sich verandert zu eim elichen staden
    1417 Eckert,MainzSchiffer. 112
  • wanne dat man ind wijff zo eynander koment ind in eliger stait bijeyn sitzent
    1437 KölnAkten I 645 Faksimile
  • [zwey elutte:] welchs dann das ander uberlebt, deszselben nechsten frund sind dann deszelben sins gůtzs am erb. es wer dann sach das es siner sel heyl schaffen wölt oder das es sich wider zů elichem stat endern wölt
    1464 Durlach 133 Faksimile
  • al der meistere namen, die unsem ampt ... ir ganz bewisz ... bringen sollen, dat si von frumem, elichem stot geboren sigen
    1469 KölnZftUrk. I 214
  • he hadde ein edel vromme ind hillige vrauwe ind was K. genoempt, ein dochter S. eins paltzgreven bi Rin, ind leveden bi ein in eim jonferlichen stait bis in den doit
    1499 KölnChr. II 482 Faksimile
  • diewyl gott ... den eelichen stadt selbs uffgesetzt, gebenedyet und würdencklich ze halten gebotten hat
    1529 AktBaselRef. III 396
  • R. sin mannbrieff erlütren, das sin vatter und mutter sich wol und burgerlich ghalten, ze kilchen und straß gangen und ine ... in eelichem stat überkhomen
    1540 BernRatsman. III 482
  • man ende wyf en vermoghen hanghende heuren huwelicken staete, deen den anderen niet doteren noch verschoonen, noch gheen contract mutuel of reciprocke maken, dwelc men heedt ravestisement of vercleedinghe, daer by zy deen den anderen zouden moghen goeden in eenighe maniere
    1546/48 CoutCourtrai(Strubbe) 420
  • [ein jeder kirspelsman] sall sein siendrecht bezalt haben ... als nemlich, da der ehe statt noch ganz ist, ein siendsömmeren korns, thut drei sester; da aber die ehe nit ganz ist, halb sovill
    1600 Koeniger,SendQ. 234
  • als man und frouwe ... sich in den ehelicken staet vorgaderen, so werden ere beyden guder ghemein
    1639 LingenLR. 74 Faksimile
  • H. blieb nach ihres mannes tod in dem statt der wittwen
    1741 Frisch II 313 Faksimile
VII (mit eigenen Privilegien, Rechten oder Pflichten ausgestatteter) Stand in einer hierarchisch gegliederten Gesellschaft
  • wil men yemende beschuldeghen den scal men beschuldeghen vor sime dudesschen voghede de scal richten na synes stades rechte
    1368 Danzig(Hirsch) 278 Faksimile
  • so scholde eyn islik, sunder wan, / na syner stat gecleydet gan
    um 1400 Der Leyen Doctrinal 155b V. 15
  • als sy [die capittele der stiffte] auch alzyt eyne sunderlich zuflucht zu uwern gnaden gehabt han, ee dass ir zu dissem furstlichem state kommen syt
    1420 Würdtwein,Subs. IV 392
  • das ietweder statt geistlich und weltlich bi sinen rechten und fryheiten beliben soͤll
    1475 Obersimmental(BernRQ.) 50 Faksimile
  • dat der mynschen state is ghedelet an veer state. de erste is de stad van den arbeyders, de syk neren eres swaren arbeydes ... vth dessem ersten state van arbeide syn ghesproten noch dre state
    1498 ReinekeVos 2. Vorr.
  • gelich as zo Rome waren drierlei stait, as der ritterliche stait, der raitzlude stait und der stait der gemeinre burgere
    1499 KölnChr. II 318 Faksimile
  • were einiges von den kindern bey leben eines vatters vnd mutter vßbestatt zu hinlich oder zu geistlicher stede, so moͤgen die vnbestatten kinder daß drittheil der fahrenden haab, daß ihnen ... erstorben vnd worden were, allein behalten
    Ende 15. Jh.? SaarbrückenLR. 956 Faksimile
  • [keyser Karl] hat ouch gesaczt das eyn ixlich leye, wes wesens adir states her sy, der dorch thurstickeit eynen prister ... vehdete, vorechtigitte, venge adir ingefengkenisse hilde ... die adir der solden der tad infames syn
    15. Jh. Prompt.jur. 34 Faksimile
  • die irrung des stats, wen mier wirt gehayssen eyn freyn vnd wirt mir geben ein leibeigne diern [error condicionis, ut cum promittitur mihi libera et datur mihi ancilla]
    um 1500 Summa legum 174
  • begeren daeromme dat ghij unse dry staten voirs. ... guetlicke onderwijsen willen unse pachters voirs. van deser uutsettinge ongemoeyt te laten
    1508 BronnGZeist I 386
  • woͤlcher zweifelt vmb sein stat, also das er nit weißt, ob er frey oder leibeigen, oder ein gesind sun seye
    Hugen 1528 Bl. 144r Volltext (und Faksimile)
  • dat geene geestelicke persoenen ... hem in andere habyten zullen laten vinden, dan in zulcke habyten als heuren staet ende ordene toebehoert
    1572 Fruin,Dordrecht I 179 Faksimile
VIII vertragliche Vereinbarung, Bündnis
  • dat ghi ons ghescreuen hebbet den staet tussen jv ende die stede van S.
    1332 LübUB. II 492 Faksimile
  • weer dat sake ... dat wi een roemsch coninc ghecoren worden, so ensulle wi niet onsen neue hinderen ... alsullic ghoet, als hi van den rike helt, mer sullem hem ghenzelike ende stedelike meynen ende voertsetten mit alre ghonst na onsen staet, ende sullen hem alle brieue, gracien ende priuilegen, die stedighen ende confirmeren
    1338 Lacomblet,UB. III 267 Faksimile
  • al de punt, de en van uns unde van unsen vorolderen ghegheven syn to holdende, ewich to durende, vast unde stede alle de wyle dat de kopman eren staat bynnen den landen unde den steden to Brugghe holden willen
    1352 HanseRez. I 101 Faksimile
  • heddet hir in dem state vnde půnten stande ghebleuen, so wolde ju die kopman gherne boden hebben ghesant na juwer begherte
    1382 LübUB. IV 455 Faksimile
IX (rechtliche) Verfassung, Zustand, auch Statut einer (bürgerlichen, geistlichen oder politischen) Korporation (Kirche, Kloster, Zunft etc.)
  • dieselve meistere soilen setzen ind ordineren, we sij ire stait ind meisterschaf halden soilen
    1397 KölnZftUrk. I 203
  • worumme de menen borgere ... enen raet gekoren hebben ... desse keyserlike stat to regerende vnde to vorstande, dat se dem hilgen romisschen rike vnde an erem stade an older wonliker ere beholden bliue
    1408 LübUB. V 201 Faksimile
  • unde se bewegeden ok ... manygerleie gebreke ... de der compenie van langer tiet tegen weren gewest unde de ... noch weren deme state unde der schickinge der oldermanne, wante se hadden nenigerleie scryfte, dar se eren staet na holden unde regeren mochten
    1412 Fock,RügPommG. IV 220
  • as unse vurfaren ... den meisteren ind broderen des doichscherreamptz etzliche punte ind articule umb stait unde regiment irs amptz [verleint haint]
    1440 KölnZftUrk. I 192
  • bitten ..., das unser hailiger vatter der bapst das obgenant gotzhuse, closter und gaistlichen orden und wesen in ein andern weltlichen stifft und statte wend und transferier
    um 1459 WürtGQ. X 11
  • ouch dat si [meistere ind broedere] und datselve [vischampt] ire ampt ind gaffel vortan in gudem staide ind in einem bestentlichem wesen ind narongen gehalden ind regiert mogen werden
    1505 KölnZftUrk. II 530 Faksimile
X Zustand, allgemeine Verfassung, Wohlfahrt eines Gemeinwesens; auch die Einheit und Gesamtheit seiner politischen, religiösen, rechtlichen und ökonomischen Institutionen und Gewohnheiten
  • uns geburte in den sachen ze tun ... damit das heilig römisch reich bey seinem stat und herkommen [beleiben mocht']
    um 1450 NürnbChr. II 384 Faksimile
  • die kais. räth [sind] ... in vier unterschiedliche collegia abgetheilt gewest. nämlich ist das erste und fürnehmste collegium der geheime rath, darin nämlich status, stat, regiment und politische sachen traktirt werden
    1611 Fellner-Kretschmayr II 371 Faksimile
  • was dann in diesen articuln enthalten, gehet die roͤmische kayserliche majestaͤt und staͤnde des reichs unter sich, ja die grund-gesetze und den reichs-zustand oder staat an
    1645 v.Meiern,Westph. I 625
  • und haben aus dem lateinischen wort status die welschen das wort stato, die frantzosen das wort estat, die niederlaͤnder den nahmen staat gemachet, welche letzere nahmen so viel seyn als ein regiment, oder das gemeine wesen, welches man auch auf deutsch hat angefangen, den stat zu nennen
    S.v. Butschky, Pathmos (Leipzig 1676) 40
  • mancher hat noch keine fremde lufft imals gerochen, weis nicht rechten stat und zustand seines vaterlandes
    S.v. Butschky, Pathmos (Leipzig 1676) 500
  • wer sich den staat dieses berühmten ortes [Heydelberg] nur in etwas bekant machet ... der musz bekennen, dasz sowohl die universität, als auch die gesamte stadt ... den ruhm einer galanten curiosität gehaupten kunde
    1693 DWB. X 2, 1 Sp. 275
  • die ziegeuner anlanget, welche nicht allein unter sich ein atheistisches suͤndliches leben fuͤhren, sondern auch im buͤrgerlichen staat ... grosses unheil stiften, so verordnen wir ... daß ... sie ... so lange von einem orte zum andern fortgejaget werden sollen, bis sie gaͤnzlich unserer lande graͤnzen werden verlassen haben
    1736 CCHolsat. I 538 Faksimile
  • [durch eine fabrique wird] dem müßiggang und der faulheit gesteuret, ... die für einen statt so nötige polizei besser als sonst möglich gehandhabt, vieles geld im land erhalten und ... fremdes geld ins land gezogen
    1750 Ott,BürgerPassau 213
  • der landsherr soll den geistlichen stand nicht verbessern oder ohne verwilligung des adels und der stände! ... auch den staat des landes nicht verändern
    J.W. Goethe, Schriften V (Leipzig 1788) 57
  • gleichwie es ... eine widernatuͤrliche idee ist, daß ein mensch vor dem andern bloß durch den zufaͤlligen umstand seiner geburt großer vorzuͤge im staate theilhaftig seyn soll, so wuͤrde die allgemeine abschaffung des deutschen adels die heilsamsten folgen in jeden staate fuͤr alle uͤbrigen staͤnde haben
    1798 RepRecht I 209 Faksimile
  • wie wohlthaͤtig wuͤrde es nicht fuͤr jeden staat schon in cameralistischer hinsicht seyn, wenn den saͤmmtlichen moͤnchen irgend eine ... nuͤtzliche beschaͤftigung angewiesen wuͤrde ... der staat muß sie ernaͤhren, ohne ... nutzen von ihnen zu ziehen
    1799 RepRecht III 347 Faksimile
XI Herrschaftsform eines Gemeinwesens, Regiment (I), (fürstliche) Regierung
  • nach dem Petrus Soderinus ... viel jahr lang in der statt Florentz, in dem buͤrgerlichen staat, loͤblich ruͤhig vnd gluͤcklich regiert
    1624 Nigrinus Vorr.
  • in erwegung unser sohn, der landes-fürste, nicht alleine unser fürstenthumb und land ... sondern ... was sonsten zu führung geziemenden reputirlichen fürstlichen staats, fürstlicher regierung und administration der justiz im lande eines regierenden landes-fürsten ... vonnöthen, allein übernehmen [muß]
    1654 Sachsse,MecklUrk. 381 Faksimile
  • [Buchtitel: J.E. Kessler,] großmaͤchtigster und über alle dinge der welt herrschender regiments-scepter, wessen nemlich ein kluger ... regent ihm und seinem staat oder regiment zum besten ... befugt seyn moͤchte [Nürnberg 1678]
  • Monzambano hat die regiments-form im reich wohl mit einem monstro verglichen ... [und] deutlich genug heraus gesagt, daß er es fuͤr eine irregulire form halte, die zwischen dem staat einer monarchie und dem coͤrper vieler vereinigten republiqven gleichsam zwischen innen schwebe
    C. Thomasius, Freymuͤthige Gedancken oder Monats-Gespraͤche I (Halle 1690) 307
  • daß ein regent oder dessen bediente den staat recht erkennen, und nicht eben dafuͤr halten moͤgen, daß ein fuͤrst alles im lande fuͤr eigen besitzen ... muͤsse, sondern daß auch gluͤckselige und gute regimenter seyn koͤnnen, wo ein herr tapffere ... und dem vaterlande getreue staͤnde hat
    Seckendorff,Fürstenstaat (1737) Add. 30
  • staat: die regierung eines grossen herren, koͤnigs oder fuͤrstens, imperium, modus & ratio regnandi
    1741 Frisch II 313 Faksimile
  • staat ... heißt insgemein ... nichts anders, als die regierung oder die regiments-forme und verfassung zwischen obrigkeit und unterthanen eines landes
    1744 Zedler 39 Sp. 639
XII (ökonomischer, juristischer) Verwaltungsapparat (zB. Hof-, Kammer-, Kanzleistaat); auch milit.: Führungsstab einer Armee
  • ausweiß uiber den benanntlichen stand des gesamten staats vom oberst feld general mit zugehörigen kriegsämtern
    1600 MariaTheresiaHeerwesen 112
  • noch vilmehr aber schwebet itzt ein koͤniglicher hof und stat auf dem mere der veraͤnderung: alle glieder und bedienten desselben wohnen gleichsam mitten in einer unbestaͤndigen gluͤcks-se
    S.v. Butschky, Pathmos (Leipzig 1676) 735
  • daß dero [churfuͤr. durchl.] cammer-gut also beschaffen seye, daß es dero staat ertragen koͤnne, falls die unterthanen mit der steuer nicht fort koͤnten
    1688 Becher,Diskurs³ 302
  • hinführo bestünden alle hofstellen in centro aus folgenden: einer böhmischen kanzley, einer oesterreichischen kanzley, einer hungarischen kanzley ... alle drey erstere vereinigten in sich die drey in einem staat so wesentlich mitsamen verknüpfte gegenstände, nemlich: die justiz, publico-politica und cameralia
    1781 Kretschmayr-Walter IV 8
XIII Staat (im modernen Sinne) als Körperschaft, die Staatsgewalt über das Staatsvolk (II) im Staatsgebiet ausübt; politisch-rechtlich verfasster Staatskörper, Staatsganzes, Gemeinwesen; verbunden mit (umfassendem) Herrschaftsanspruch und eigenen Hoheitsrechten; offen zu XIV
vgl. Reich (I)
  • daß die besten streitkräfte eines jeglichen staates aus landeskindern bestehen
    1739 Händel,Wehrpflicht 26
  • reichs-gesetze sind gewisse zwischen dem kayser und den staͤnden gehoͤrig getroffene vergleiche, wornach der staat des roͤmischen reichs erhalten und eingerichtet wird
    1751 Buder 1056 Faksimile
  • die guͤte der regierungsformen, und mithin die freyheit und gluͤckseligkeit des staats beruhet lediglich auf der weisen anordnung und einrichtung dieser dreyerley gewalten [gesetzgebende, richterliche, vollziehende], welches man die grundverfassung eines staats nennet
    1758 v.Justi,Staatsw. I 49 Faksimile
  • daß solches wort staat, wie ... das jus publicum besaget, ... ein gemeines buͤrgerliches wesen, ... eine zu mehrerer sicherheit und bequemlichkeit ... errichtete gesellschaft regierend- und gehorchender ... personen, und derselben zustand ... beschaffenheit ... einrichtung ... verfassung ... gestalt ... regierung ... und verwaltung [bedeute]
    G.D. Hoffmann, Von dem wahren Begrif des Worts Staat (Tübingen 1767) 12
  • modi amittendi imperium bestehen ... auch in dem voͤlligen untergang und ende des staats
    1770 Kreittmayr,StaatsR. 15 Faksimile
  • wer sich ... gegen die majestaͤt ... auflehnet, die einrichtung und sicherheit des staats stoͤhret ... der begehet einen hochverrath ... derjenige aber, welcher zwar nicht gegen den staat, im ganzen genommen, feindselig denket, inzwischen den pflichten ... entgegen handelt, welche er der majestaͤt zu erweisen schuldig ist, der begehet ein laster der beleidigten majestat
    1783 Quistorp,GrundsPeinlR. 273 Faksimile
  • vermoͤg des staatsoberaufsichtsrechts ist der staat berechtiget, so bald ihm ... von einem begangenen verbrechen ... wahrscheinlich wird, ... von amts und obrigkeitswegen untersuchungen und nachforschungen anstellen zu lassen
    1785 Fischer,KamPolR. II 285 Faksimile
  • es liegt am system des gesellschaftlichen und bürgerlichen verbandes, daß ohne ausnahme, ohne unterschied des standes jedem staatsbürger die wehrpflicht gegen den staat individualiter anklebt
    1793 Heinl,HeerVorderöst. 25
  • die gesetze des staats verbinden alle mitglieder desselben, ohne unterschied des standes, ranges und geschlechts
    1794 PreußALR. Einl. § 22
  • personen, welchen, vermöge ihrer geburt, bestimmung oder hauptbeschäftigung, gleiche rechte in der bürgerlichen gesellschaft beygelegt sind, machen zusammen einen stand des staats aus
    1794 PreußALR. I 1 § 6
  • da aber die stände des reichs nach und nach die landeshoheit erhalten haben, so besteht Deutschland aus lauter besonderen staaten, deren jeder aber dem kaiser als höchstem oberhaupt unterworfen ist, also alle zusammen einen zusammengesetzten staat, dessen oberhaupt der kaiser ist, ausmachen
    um 1795 StaatsRHeilRömR. 43
  • ein staat (civitas) ist die vereinigung einer menge von menschen unter rechtsgesetzen. so fern diese als gesetze a priori nothwendig, d.i. aus begriffen des äußeren rechts überhaupt von selbst folgend, (nicht statutarisch) sind, ist seine form die form eines staats überhaupt, d.i. der staat in der idee
    1797 Kant,GesSchr. VI 313
  • so verschieden auch die theile des teutschen staatskörpers ... sind, so beweisen doch überwiegende gründe, dass Teutschland rechtlich ein staat, kein system föderirter staaten sei. eine gemeinsame reichsgrundgesetzgebung ... eine gemeinsame oberste staatsgewalt ... ein allgemeines reichsbürgerrecht ... ein reichsgebieth ... gemeinsame reichsanstalten und anlagen ... setzen es ausser allem zweifel
    1804 Gönner,StaatsR. 94 Faksimile
  • sclaven und freygelassene waren [in den aͤltesten deutschen zeiten], da sie als keine mitglieder des staates oder volksstammes betrachtet werden konnten, von dem waffenrechte ausgeschlossen
    1810 Weber,Lehnr. III 47 Faksimile
XIV Territorialstaat als souveränes Subjekt im Sinn des Völkerrechts
  • gleich dann auch dermahlen unter kriegenden christlichen staaten also gefangne freye, auch feindliche leute dardurch nicht mehr wie ehemahls ... in des uberwinders knechtschafft kommen
    1730 Leu,EidgR. III 5 Faksimile
  • regale ... sind die hoͤchsten rechte, welche einem landesherrn ... zustehen. es sind selbige entweder allgemeine, die aus dem voͤlkerrechte und allgemeinen zwecken eines staats uͤberhaupt entstehen oder besondere, welche aus den zwecken eines ieden staats insbesondere fliessen
    1762 Wiesand 892 Faksimile
  • allein, da ein so grosses werk und die einrichtung einer von so vielen und mit verschiedenen privilegiis versehenen staaten zusammengesetzten monarchie fast unmöglich zu der letzten vollkommenheit gebracht werden kan
    1764 Kretschmayr-Walter III 235
  • ein gelinderes zwangsmittel als der krieg sind die repressalien, da naͤmlich ein souverainer staat oder regent sich der in seinem territoria befindlichen guͤter oder unterthanen eines andern staats bemaͤchtiget, wann jenem oder seinen unterthanen von diesen gewalt zugefuͤgt
    1770 Kreittmayr,StaatsR. 38 Faksimile
  • die europaͤischen souverainen staaten sind theils groß, theils klein: und ob gleich jene unter einander wieder von gar verschiedener proportion sind, so kommen doch auch die groͤsten diser kleinen souverainen staaten nicht einmahl dem schwaͤchsten grossen souverainen staate bey sehr weitem bey
    1777 Moser,VölkerR. 19 Faksimile
  • wenn aber der fremde staat zum nachtheil ... der hiesigen unterthanen ... beschwerende verordnungen macht ... findet das wiedervergeltungs-recht statt
    1794 PreußALR. Einl. § 43
  • jeder, der binnen den grenzen des staats lebt ... wird nach diesen gerichtet ... den, der nicht buͤrger ist und ausser diesem staat handelt, kann er nicht vor seinen richterstuhl ziehen
    1798 Grolman,KrimRWiss. 144 Faksimile
  • ein jeder staat unsers staaten bundes würde bey dieser zeit beynahe hinlaͤnglich ... mit künstlichen landstrassen und canaͤlen ... versehen seyn
    1810 AmerikGoldgr. 72
XV im Pl.
Ständeversammlung; generale Staaten wie Staatengenerale
  • aengaende die erfgoeden, huysen ende renten, die by titele van confiscatie verkocht ofte veralieneert zijn, de generale staten sullen in elcke provintie ende uyt de staten vande selve, deputeren commissarissen, omme kennisse te nemen vande swaricheden, indien daer eenige vallen
    1576 GrPlacB. I 6
  • staaten, im pl. wird besonders von den haͤuptern der vereinigten provinzen gesagt, die heren general staten, ordines Belgii foederati
    1741 Frisch II 313 Faksimile
XVI Staaten Republik der Vereinigten Niederlande
  • haben ihr hochw. mit dem halbwin zu P. sich vergleichen, das er wegen vielfaltiger contribution von den kayserlichen, lunenburgischen und Staadten gelittenen schaden ... die restanten der 3 verwichenen jahren (zahlen solle)
    1676 SPantaleonUrb. 576 Faksimile
XVII Bestallungsurkunde, Arbeitsvertrag, Dienstordnung (für einen höheren Beamten); ua. zur Regelung der Aufgaben, Pflichten, Rechte sowie der Dauer und Kündigungsfrist des eingegangenen Dienstverhältnisses
  • laut der obgemelten stät, so inen [Küchenschreiber, Schenk] überantwurt sein, ... zu raiten, wo si aber etwas mer, dan die beruerten stät inhalten, ausgeben wurden, inen sölichs in iren raitungen nit zu legen noch abzuziehen
    1502 Fellner-Kretschmayr II 24 Faksimile
  • alls wir unlangs allen und jeden unsern hofofficiren ... ire stäät, darinnen ir jetweders anbevolhen und obligende ampts- und dienstverriechtung begriffen, ... wider erneueren und jeden mit scharffer erinnerung der pflichten und aydt, damit er uns neben anderm sonderlich auch uff solchen seinen staat verbunden, zustellen laßen
    1504 Kern,HofO. II 115
  • [Übschr.:] auszug ayd und staates der verrechnenden ambtleute in Wuͤrttemberg
    1521 Reyscher,Ges. XII 35 Faksimile
  • wiewol wir inn vnnser angefangener regierung vnser cantzley besezt, auch vnnsern darinn bestimbten hofmaister, cantzler, cantzley, chamer vnnd visitacions raͤthen ... ain staatt vnnd ordnung gegeben ... jdoch ... allerlai mengell vnnd onordnung befunden, so haben wir gedachten staat vnnd cantzley-ordnung [gebessert]
    1553 Reyscher,Ges. XII 242 Faksimile
  • [annemung der stattschreiber:] form einer instruction, darauß den stattschreibern ... ein staat gemacht vnd gegeben, auch das examen darauff gericht werden mag
    WürtLR. 1567 S. 5 Volltext (und Faksimile)
  • so haben wir ... ainen obristen zeugmaister mit ainer sondern instruction und staat bestellt
    1568 HofkInstr. 330 Faksimile
  • staat vnnd ordnung aines cappelmaisters, weß er sich in seinem ampth verhaltten solle
    1595 WürtVjh.² 19 (1910) 370
  • weil wür hieneben allen und jeden unsern hofofficierern ihre stääth, darinnen ihr jedtweders anbevolhen und obliegende amts- und dienstsverrichtung begriffen, und jeden mit scharffer erinnerung der pflichten und aydt, darmit er unß neben andern sonderlich auch uff solchen seinen staath verbunden, zustellen laßen
    1614 Kern,HofO. II 144
  • der kastenherr hat sein ganzes vermögen ... zu einer wahren und freien hypothek einzusetzen, wie es dann in kraft dieses seines beschworenen staats eidlich verhypothekiert und verhaftet sein soll
    1752 RottweilKasten. 44
XVIII Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben, Haushaltsplan, Etat; auch: Vermögens- und Nachlassverzeichnis, Rechenschaftsbericht; festen Staat machen mit etw. fest rechnen
  • es stat in des künigs staat die ort, die vorländer, die wallisser, und die püntner, so darinn hand, all in einem buch ... man schribt aber alle jar ein nüwen staat umb der absterbenden willen in der eidgnoschaft ... und ob ir in den nüwen stäaten nit funden wurdint ... so bezügend üch uff die stäat des 23. 24. 25. jars
    1543 ArchSchweizG. 6 (1849) 190
  • ende hebben de voorseyde bezittere ende bezitteghe zes weken dach naer toverliden vanden dooden, omme binnen middelen tyde sterfhuus te reedene ende staet to makene
    1572/97 CoutBruges I 162 Faksimile
  • dat die van de gerechte iaerlix ... verkieren zullen drie ... wees-meesteren, omme opzicht te hebben, ende kennisse te nemen van alle ... diergelike personen, die hem zelfs niet en konnen regieren. de welcke zulx alle der voorschreven personen goeden, hem by staet of inventarijs schriftelic aen te brengen
    LeidenK. 1583 Art. 7
  • dat vader of moeder, wezende de langstlevende, gehouden zullen zijn de voochden binnen zes weken ... behoorlichen staet of inventarys van goeden over te leveren
    LeidenK. 1583 Art. 95
  • staet maecken van den sterf-huyse commentarium bonorum conscribere, vulgo inuentariare
    1599 Kilian³ 520 Faksimile
  • ew. königl. majestät können festen staat machen, daß das fixum der contribution wenigstens so hoch sein wird, als das größte jahr in 15 jahren getragen
    1715 ActaBoruss.BehO. II 268 Faksimile
  • kan ein mildes gemuͤthe freylich nicht sonder ... heimliches mitleiden leute enturlauben, die eine zeitlang gedienet, aber da es der staat der cammer anders nicht erfordert, da muß dieses auch uͤberwunden seyn
    Seckendorff,Fürstenstaat (1737) Add. 259
  • als sie auf ihrer unterthanen treue und affection festen staat machen koͤnnen
    Kriegskanzlei 1756 S. 173
  • staat maken: rechnung oder ueberschlag machen
    1770 BremWB. IV 1006 Faksimile
  • in neunzehn vorhergehenden jahren hatte sich der staͤdtische staat folgender maßen verhalten: einnahme: 1748 rthlr. 2661 ßl. 41 3/4, ausgabe: rthlr. 2651 ßl. 38 3/4
    1786 Gadebusch,Staatskunde I 183 Faksimile
  • beym anfange eines jeden jahres hat der magistrat in einem zu verfassenden staat, den die viertels- und achtmaͤnner zu bepruͤfen haben, alles was in dem laufenden jahre zu ordentlichen und vermuthbaren ausserordentlichen ausgaben erforderlich ist, aufzunehmen und darnach die steuern fuͤr das jahr zu reguliren
    1786 Gadebusch,Staatskunde I 220 Faksimile
XIX Status, Zustand, Bestand, Beschaffenheit, Wert; insb. von Sachen
  • uppe de maselsuchtighen man unde uppe altvile unde uppe dwerghe unde uppe kropel ne ervet nen erve; we aver ire erve is, de scal se halden, na deme dat de stade ires gudes is, dat uppe se ghevallen were
    1. Hälfte 14. Jh. GoslarStR. I 1 § 75 Textarchiv: GoslarStR. I 1 § 54ff.
  • so sollen die muller den bach im rechten staten behalten
    um 1430 FrkBauernW. 25
  • zwürent im jar ... sol man dem meyer ze H. yeklicher nach statte sines zuges rossen oder rindern helffen erren
    1450 Burckhardt,Hofr. 68 Faksimile
  • darnach stet geschriben, wie man einen zeug aufladen sol, er sei groß oder clain, ein ietlichen wagen nach seinen staten
    1450 NürnbChr. II 255 Faksimile
  • so sol das vorgemelde land der Watt ... in dem statt und wert, als es denn ist, dem hertzogen ... on irrung furer bliben
    1476 BaselChr. III 474
  • das disi unser satzung in rechtem ewigen stad und untzerbrochentlich beliby
    1529 Obersimmental(BernRQ.) 92 Faksimile

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    staatM., N.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    staat , M., N. Vw.: s. stāt (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Staat

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    1. * Der Staat , des -es, plur. inusit. der Zustand, die Beschaffenheit einer Person oder Sache; eine im Hochdeutschen v…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Staat

    Goethe-Wörterbuch

    Staat [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Staat

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Staat , lat. civitas, respublica , ist die organische Erscheinung des Volkes, eine geschichtliche Thatsache auf den Einz…

  5. modern
    Dialekt
    Staat

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Staat [ʿStât fast allg.; ʿStót Meis. ] m. 1. (selten) Staat, Regierung. Po! d e r S. beza h lt's! Illk. 2. Putz, Aufwand…

  6. Spezial
    Staat, Kiewerm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Staat , m , Kiewer Русь , ж , Киевская → FiloSlov Rus’, Kiever, f

Verweisungsnetz

194 Knoten, 221 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 10 Hub 4 Kompositum 171 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit staat

892 Bildungen · 868 Erstglied · 17 Zweitglied · 7 Ableitungen

staat‑ als Erstglied (30 von 868)

staatlich

SHW

staat-lich Band 5, Spalte 1263-1264

Staatapfel

RhWB

staat·apfel

Staat-apfel -·ə.tapəl gegenüber dem sonstigen Fläsche, Kürbis geschlossen SNfrk in Heinsb , Erk , MGladb , Kemp , Kref , Mörs , Klev-Stdt ;…

staatbaustein

DWB

staat·baustein

staatbaustein , m. , nach staat 5: o du grinzende mumie, dachte Viktor, ein edelstein, den du ( ein minister ) nicht als einen staatbaustein…

Staatbirne

RhWB

staat·birne

Staat-birne -·ə.tbīər Heinsb-Dremmen , MGladb-Viersen f.: kleiner, birnenförmiger Kürbis.

staatdrechsler

DWB

staat·drechsler

staatdrechsler , m. , nach staat 5: das volk ist ein gerader stamm, aber alle spähne, in welche ihn die staatdrechsler theilen, krümmen sich…

staaten

DWB

staaten- . die so beginnenden zusammensetzungen folgen meist der unter 5, seltener der unter 4 erwähnten bedeutung von staat. die meisten ha…

staatenähnlich

DWB

staaten·aehnlich

staatenähnlich , adj. : die lächerliche buntscheckigkeit der landkarte machte einer zusammenballung der atome zu staatlichen oder doch staat…

staatenbau

DWB

staaten·bau

staatenbau , m. : stand der ost in rothen kriegesflammen, brach in gluth ein staatenbau zusammen. Freiligrath 2 (1886) , 263 . vgl. staatsba…

staatenbibel

DWB

staaten·bibel

staatenbibel , f. , dem ndl. statenbijbel nachgebildet, die von 1626—1637 im auftrage der generalstaaten verfaszte niederländische bibelüber…

staatenbildung

DWB

staaten·bildung

staatenbildung , f. : mehrere menschenalter nach dem trojanischen kriege ereigneten sich wanderungen hellenischer stämme, durch welche ein f…

staatenbrass

DWB

staaten·brass

staatenbrass , m. : beisammensein ohne zusammenwirkung einer walte ( oberleitung ) giebt eine tote, leblose masse, wust und staatenbrasz, ei…

staatenbündisch

DWB

staaten·buendisch

staatenbündisch , adj. zum vorigen, in adverbialer fügung: eine reihe der centralistischen paragraphen der vermittelungsacte war staatenbünd…

staatenbündnis

DWB

staaten·buendnis

staatenbündnis , n. : daher es kein wunder war, wenn einem rohen volk ein beinahe erschlafftes, einem kriegerischen ein handelndes, einer ve…

staatenbund

DWB

staaten·bund

staatenbund , m. bund, verbindung von staaten zu éinem zwecke. Campe : endlich geriethen die Römer über sie ( die Etrusker ), denen sie ungl…

staatenfahne

DWB

staaten·fahne

staatenfahne , f. fahne vereinigter staaten, so der vereinigten Niederlande, der vereinigten staaten von Nordamerika. Campe. bezeichnung ein…

Staatenfahnennadel

Campe

staatenfahne·n·nadel

Die Staatenfahnennadel , Mz. — n , eine Art Spindelwalzen, deren Schale unten ausgerandet und die Länge herab mit Furchen, und in die Quere …

staatenfamilie

DWB

staaten·familie

staatenfamilie , f. : die älteste unter den stolzen nationen, welche auf den trümmern des Römerreichs entstanden ( die deutsche ), ist jetzt…

Staaten-Flandern

Herder

staaten·flandern

Staaten-Flandern , ein Streif von Flandern auf dem linken Scheldeufer, jetzt belg., im westfälischen Frieden an die Holländer abgetreten, da…

staatenflicker

DWB

staaten·flicker

staatenflicker , m. der an staaten flickt, ihre einrichtungen zu verbessern sucht ( verächtlich ). Campe, mit folgendem beleg: Erdmann besch…

staatengebilde

DWB

staaten·gebilde

staatengebilde , n. : Sachsen, wo alles ... den baldigen zerfall des künstlichen preuszischen staatengebildes erhoffte. Prutz preusz. gesch.…

staatengeschichte

DWB

staaten·geschichte

staatengeschichte , f. ' geschichte aller oder doch der vornehmsten staaten '. Adelung. vgl. staatsgeschichte: wie dieser irrstern ( der kom…

staatengesellschaft

DWB

staaten·gesellschaft

staatengesellschaft , f. : aber Europa ging ununterdrückt und frey aus diesem fürchterlichen krieg ( dem 30 jähr. krieg ), in welchem es sic…

staatengewicht

DWB

staaten·gewicht

staatengewicht , n. : die politik, die es doch wahrhaftig mit klaren dingen und bloss mit dingen von dieser welt zu thun hat, ist gleichwohl…

staatengründer

DWB

staaten·gruender

staatengründer , m. : Friedrich der grosze ist billig genug, zu gestehen, dasz wenigen staatengründern so trefflich vorgearbeitet worden sey…

staat als Zweitglied (17 von 17)

Anrainerstaat

RDWB1

Anrainer·staat

Anrainerstaat m прилегающее государство государство, имеющее водную границу

Adelstaat

DRW

adel·staat

Adelstaat Adelsstand underthanen und getruen, in welichem wesen, adelstate oder wurden die sind 1431 MagdebUB. II 148

flitterstaat

DWB

flitter·staat

flitterstaat , m. cultus speciosior quam pretiosior: ein menschenwerk, das den anstand einer königin unter dem flitterstaat einer gemeinen b…

Freystaat

Adelung

frey·staat

Der Freystaat , des -es, plur. die -en, ein freyer niemanden unterworfener Staat. Im engern und gewöhnlichsten Verstande, eine Republik, zum…

hofstaat

DWB

hof·staat

hofstaat , m. ursprünglich, nach der alten bereits vor dem 16. jahrhundert ausgebildeten bedeutung von staat = lat. status die ordnung eines…

kirchenstaat

DWB

kirchen·staat

kirchenstaat , m. 1 1) patrimonium Petri, das päpstliche landesgebiet als souveräner staat. Rädlein 537 a . Frisch 1, 516 c , nl. kerkestaat…

Patriarchenstaat

DRW

patriarchen·staat

Patriarchenstaat, wohl m. Amt und Würde eines Patriarchen (I) die roͤmsche kirch vier schwestern hat / do man hielt patriarchen stadt / Cons…

raubstaat

DWB

raub·staat

raubstaat , m. staat der räubereien treibt oder dessen bewohner räuber sind: raubstaaten, die nordafrikanischen staaten Algier, Tunis, Tripo…

reichsstaat

DWB

reich·s·staat

reichsstaat , m. 1 1) die verfassung eines reiches ( veraltet ): durch das aufkommen der landeshoheit erlitte der teutsche reichsstaat eine …

ritterstaat

DWB

ritter·staat

ritterstaat , m. aus rittern bestehender staat: der Spartaner staat wurde ein kriegerischer ritterstaat. Schlosser weltgesch. 1, 286 ; ritte…

Schulstaat

DRW

schul·staat

Schulstaat, Schulenstaat Schulwesen, insb. eines Landes [Buchtitel: H.L. Benthem,] engelaͤndischer kirch- und schulen-staat [Lüneburg 1694] …

seestaat

DWB

see·staat

seestaat , m. 1 1) zustand des seewesens, speziell der marine einer nation; see-etat: den seestaat verbessern. einen furchtbaren seestaat ha…

Ableitungen von staat (7 von 7)

gestaat

DWB

gestaat , m. , schweiz. gstad, gstat, kleiderstaat, luxus, pracht, dazu das adv. gstadisch, stattlich Seiler 152 b . Hunziker 116 .

Gestaaten

ElsWB

G e staate n [Ktâtə S. Su. Geberschw. NBreis. Katzent. ] m. Aufwand. Die Lüt hënke n alles an d e r G. Katzent. Die lëbe n n-em höchste n G…

Staate

Meyers

Staate , s. Stake .

unstaat

DWB

unstaat , m. , staat 5 ( mit un IV B) entsprechend: die selbstsucht des adels und der knechtessinn des volkes hatten ... aus der republik ( …

unstaatlich

DWB

unstaatlich , adj. , gth. v. staatlich: unpolitische, unstaatliche ... individuen F. v. Florencourt d. d. universitäten, epigonen 1, 59 (184…

urstaat

DWB

urstaat , m. , staat 5 mit ur- C 4 c. als ergebnis rechtsphilosophischer construction: auch die frage vom urstaat ( staat in seinem ursprung…

verstaaten

DWB

verstaaten , verb. , im anschlusz an staat 3 ' aufwand, gepränge, pomp ' ( th. 10, 2, 276) geprägt, in volksthümlicher sprache: viel geld fü…