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tuten

mhd. bis sprichw. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
15 in 14 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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17
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

tuten vb.

Bd. 22, Sp. 1938
tuten, vb. , einen tut-ähnlichen klang hervorbringen; onomatopoetische bildung des ndl.-nd. raumes, wohl ohne unmittelbaren zusammenhang mit weiteren idg. parallelen (s. Walde-Pokorny 1, 745; journal of engl. and germ. phil. 31, 422; Hirt etym. d. nhd. spr. 55 und über die art der wortbildung bei Wackernagel voces variae animantium 79 u. Wilmanns dt. gr. 2, 23), vgl. jedoch aisl. tauta, tutla murren.mndl. toeten, tuten, tuyten Verwijs-Verdam 8, 486 u. 781; mnd. tuten Schiller-Lübben 4, 634; von da ins engl. (to toot, erstbeleg 1510 Murray 10, 1, 138) und in die nord. sprachen (n. tude, schwed. tuta) gedrungen, wo es mit einer bildung älteren typus zusammentraf (ags. þūtan neben þēotan heulen, widerhallen, lärmen; aisl. þjōta heulen, einen starken ton geben; ahd. diozan laut tönen, vgl. auch got. þuthaúrn trompete, s. Falk-Torp 1296, Hellquist 31249 u. Walde-Pokorny a. a. o.). auf hd. sprachgebiet zuerst im md. des 14. jhs. nachweisbar: tuten Diefenbach gl. 152b s. v. cornutare; tûtin md. schachbuch (s. u.A 1 b α); daneben findet sich früh die umgelautete form (bereits bei Frauenlob in der komposition ertiuten, s. u.B 1; s. auch V. Moser frühnhd. gr. 1, 3 [1951] 205): tüten fastnachtsp. (15. jh., s. u. A 1 b β); mit anlautender lenis; dytten (15. jh., md.) Diefenbach a. a. o. (s. auch unter duten teil 2, sp. 1767); vereinzelt mit nhd. diphthongierung: teuten Ludwig teutsch-engl. (1716) 2042 (s. teil 11, 1, 1, sp. 294). — mundartlich weit verbreitet: tûte Jensen nordfries. 649; Schmidt-Petersen nordfries. 143; tûten Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 453; tūtə Siebs Helgoland 297; tuten, tüten Mensing schlesw.-holst. 5, 192 u. 210; Schütze holst. 1, 274; tuutn Teuchert neumärk. 243; tuten Mi mecklenb.-vorpomm. 95; Müller Reuter-lex. 141; Meyer d. richtige Berliner (1904) 121; Krüger plattdt. (Emden) 70; Köppen plattdt. (Dortmund) 61; Block Eilsdorf 99; Frederking Hahlen b. Minden 33; Schambach Göttingen 237; Bauer-Collitz waldeck. 105; Böger Schwalenberg [] 166; tûten Liesenberg Stieger ma. 138; tuten, tiuten Deiter Hastenbeck (nachtr.) 65; tuten, tüten Waldbrühl rhingscher klaaf 214; Leithäuser Barmer ma. 162; Elberfelder ma. 167; Schmidt Westerwald 273; töte, tüte Rovenhagen Aachen 146 u. 149; tüüte Hönig Köln 184; tȳtə Münch ripuar.-fränk. 81; düt Regel Ruhla 181; tüten Strodtmann Osnabrück 254; tûten, tüten Woeste westfäl. 277; Reinwald henneb. 23; Spiess henneb. 261; tūde Schön Saarbrücken 214; tûten luxemb. ma. 446; bad. wb. 1, 619; Follmann lothr. 115; Jecht Mansfeld 115; Hertel Thür. 249; Albrecht Leipzig 226; tuten, tüten Müller-Fraureuth obers. 1, 271; dûtn, dîtn (mit entrundung des ü) Göpfert sächs. Erzgeb. 59; Gerbet Vogtland 428; titn, tita Jungandreas schl. zeitwb. 95; tittn Knothe Markendorf 116; titten, tëtta Knothe Nordböhmen 178; tutten Schröer beitr. z. dt. ma. d. ungr. bergl. 48; tūkn (mit dissimilation des 2. dentals) Tschinkel Gottschee 318; tuten, tüten Fischer schwäb. 2, 518; Kuen oberschwäb. 13; tüten Schmeller bair. 1, 634. gelegentlich mit l-suffix (von dudeln beeinfluszt): tüteln Mensing a. a. o. 209; tutle Meisinger Rappenau 218; tuteln Hertel a. a. o.; und mit iterativem r (vgl. ndl. toeteren): tütern Doornkaat-Koolman a. a. o.; tütern Mensing a. a. o. 212; tutn Lumtzer Leibitz (Zips), beitr. 19, 309; tütern Schröer darst. d. dt. maa. d. ungr. bergl. 240; völlig vereinzelt steht die schles. bildung mit dem lehnsuffix -ieren tüterieren Jungandreas a. a. o. AA. einen tut-ähnlichen klang hervorbringen. A@11) auf einem horn oder anderen blasinstrument. A@1@aa) absolut: buccinus wan de herde ttet lat.-nd. wb. (1417) bei Diefenbach nov. gl. 61 s. v. buccina; itzt thütt ick (der hirte) tu dem ersten mahll, det klingen muten berch unde thall comedien v. d. geburt Christi (1589) 29 Bolte; liest jhr nicht nsa Hansz Wurst ttta? Stapelius newe tragico-comoedia (1630) C 8 a; längst auch zirpte die schwalb', und der sauhirt tutet im dorf um Voss ged. (1802) 1, 107; ich lasz dir mein jagdhorn zurück, du kannst mit tuten, wenn ich entfernt, die zeit vertreiben Heine s. w. 2, 205 Elster; es ruhn die ochsen und die stuten, und nur der wächter musz noch tuten, weil ihn sein amt dazu verpflichtet Wilh. Busch Balduin Bählamm in: humorist. hausschatz (1910) 239; um drei uhr im morgenschlummer führten trommler und hornisten das wecken (der einwohner des ortes zum schützenfest) aus und wirbelten und tuteten eine stunde qu. a. d. j. 1927; badewärter, die immer tuten muszten, wenn sich jemand zu weit in die offene see hinauswagte M. Hausmann Abel (1932) 132. A@1@bb) mit verdeutlichenden ergänzungen verschiedener art. A@1@b@aα) in ein, auf einem horn tuten (vgl. tutinshorn): Joab der wart den lutin mit dem horne tutin (14. jh.) mitteldt. schachbuch 236 Sievers in: zfda. 17; da musz man in ein hornlein tutten fastnachtsp. 1, 357 Keller; und wenn der (prophezeite kaiser) werd in's horn düte, do wären alle jüdlich ... gegange komme an's grose grause rothe meer Göthe I 37, 59 W.; hat der Remmer erst einmal seine schaar zum angriff geordnet, so hebt er euch ein gräszliches tuten auf seinem horn an Fouqué altsächs. bildersaal 2 (1818) 430; da geht unter dem fenster der nachtwächter vorüber, tutet dreimal auf dem horne und singt ein altes lied Sperl fahrt n. d. alten urk. (1909) 199; vereinzelt auch sonst mit präpositionaler ergänzung: und der onkel tutet durch den pappcylinder D. v. Liliencron s. w. (1896) 9, 68. A@1@b@bβ) ein blasinstrument mit tut-ähnlichem klang ertönen lassen; nur vereinzelt bezeugt (vgl. engl. to toot a horn): ee einer tüten mocht ein horn, hett ich sie baide sant verlorn fastnachtsp. 544 Keller; [] da liesz man es ausz rufen da einen herold zu allen zelten und hutten: wenn man morgens die pusaunen wurd tutten, so solt sich iderman bereiten volkslieder 61, 98 Liliencron. A@1@b@gγ) etwas durch blasen verkünden: schon hœrt ich hinter mir den wächter zwölf in unserm dörfchen tuten qu. v. j. 1802 bei Wackernagel voces variae animant. (1869) 79; der Diktes (nachtwächter) hat schon zehne getüt Ludwig ges. schr. (1891) 2, 39; un wann de wächter eine tütt, wie wiettet, wat uns dat bedütt bei Bauer-Collitz waldeck. 191; de nachtwæchter tûte (st. tûtede) eine Schambach Göttingen a. a. o. A@1@b@dδ) jem. durch blasen ein zeichen geben bzw. ihn dadurch herbeirufen (vgl. auch unter α): wenn wir nicht glocken hetten, so solte man ja mit posaunen und pfeiffen ... oder aber mit khehOernern, damit der hirte dem viehe dtet unnd deutet, zum auszgang an die weide, ... auffmunterung zum gebet geben W. Bütner epitome historiarum (1596) 62a; leiht mir euer horn; ich musz (wie Roland im tal von Ronceval) meine freunde zu hülfe tuten A. Widmann dram. w. 2 (1858) 106; in aller frühe lief der hirt mit stab und horn durch die gassen der vorstadt, tutete das vieh aus den ställen auf die weide und trieb es abends wieder heim Kuszmaul jugenderinn. (1899) 63; sie (die zurückgeschlagenen gegner) tuten sich wieder zusammen qu. a. d. j. 1923. A@1@cc) metaphorisch in verschiedener an a und b anknüpfender anwendung: über beykommende Heidloffische rechnung schreit hofkammerrath Kirms zeter mordio ... freylich ist denen, welche für die casse zu sorgen haben, nicht übelzunehmen, wenn sie in diesem falle, als die wächter zions, gewaltig tuten (27. 9. 1807) Göthe IV 19, 416 W.; du (Dingelstedt) hast die nacht hindurch so brav geblasen, jetzt hängst du das horn an den nagel: mag tuten wer will für den deutschen janhagel! ... der beste nachtwächter wird endlich stumm, es ahndet nicht so ein junger maulheld, warum der mensch am end' das maul hält Heine s. w. 1, 315 Elster. als redensart findet sich weder tuten noch blasen können 'sich auf gar nichts verstehen, völlig unfähig sein': er kan weder thtten noch blasen Eyering proverb. (1601) 2, 385; he kann ni tuten un blasen Storm bei Mensing schlesw.-holst. 5, 192; ähnlich: he weet vam tten so velle, asze vom blasen er weisz von einem so viel, als vom andern Strodtmann Osnabrück 254; he weet van geen tuten of blasen Kern-Willms Ostfriesl. 120; däi wäit nich van tuten un blaosen Frederking Hahlen b. Minden 147; vun tûten a blôsen neischt kennen luxemb. ma. 446. auch sonst in einer reihe fester wendungen nachweisbar: da helpt keen tten oder blasen es hilft kein gegenreden, kein gegenblasen Schütze holst. 4, 291; wrte bis Mechel (der nachtwächter) titt unendlich lange, vergebens warten Rother schl. sprichw. u. redensarten 10; ähnlich: aufbleiben, bis Michel (der nachtwächter) tut't sehr lange aufbleiben; schlafen bis Michel (der gemeindehirt) tut't früh aufstehen Müller-Fraureuth a. a. o.; in dasselbe horn tuten die gleiche meinung vertreten, dieselbe partei ergreifen: aus Lassalles brief siehst du, dasz er ... in dasselbe horn mit Vogt tutete (1859) K. Marx an Fr. Engels, briefw. 2, 363 Bebel-Bernstein; so auch mundartlich nachweisbar: en se ho'n tüte übereinstimmen Rovenhagen Aachen 149; in ein huorn toūten dasselbe wollen, zusammenhalten Bauer-Collitz waldeck. 49b s. v. huorn; in dasselbe horn tuten mit jem. übereinstimmen Müller-Fraureuth a. a. o.; 'in gleicher, auf denselben ton abgestimmter weise dichten': die simpeldichter hör ich ewig flennen, sie tuten alle in dasselbe horn und nie packt sie der dreimal heil'ge zorn, weil sie das elend nur aus büchern kennen Arno Holz in: moderne dichtercharaktere (1885) 150 Arent- C.-H. [] in nord- u. md. maa. findet sich tuten auch im sinne von 'trinken': enen tuten 'einen trinken' u. sik en antuten 'sich einen antrinken' Mensing schlesw.-holst. 5, 192 u. 1, 147 (vgl.he hett sik en blaast 'sich einen angepfiffen, betrunken' ebda 1, 374); de versteiht tau tuten Mi mecklenb.-vorpomm. 95; ähnlich aus Berlin, Köln, Saarbrücken, Luxemb. u. Lothr. bezeugt (s. Meyer, Hönig, Schön, Follmann u. luxemb. ma. a. a. o.), wobei wohl dutten 'an der brust trinken' (s. teil 2, sp. 1771) mit hineinspielt; aber auch das schwed. tuta und engl. to toot haben eine ähnliche bedeutung angenommen (s. Murray 10, 1, 139). A@22) mit menschlichem bzw. tierischem stimmorgan: frösche, welche ... quakten und tuhteten Hermes manch hermäon (1788) 2, 139; und schon in der summenden menge hell mit feinem getön stoszweise die (bienen-) königin tutet Mörike ges. schr. 1 (1905) 254 Göschen; der bienenweisel tütet im stock Hertel Thür. a. a. o. (ebenso im schlesw.-holst. und mecklenburg., s. Mensing a. a. o. u. Wossidlo mecklenb. volksüberlief. 2, 1 [1899] 44; s. auch teil 2, sp. 1767 s. v. duten [2]); de sg tüt na'n ewer Mensing a. a. o.; Wossidlo a. a. o. 2, 1, 43 bucht tuten auch als bezeichnung für das brüllen des rindes. im sinne von 'heulen': d' wöllef tûten luxemb. ma. 446; Follmann lothr. 115; (wegen ihres heulenden gesanges) nannte man sie (eine nonne) Tut-Ursel. noch ärger wurde es nach ihrem tode, denn von elf uhr abends steckte sie den kopf durch ein loch des kirchthurms und tutete kläglich Grimm dt. sagen (1891) 1, 206; auch für 'laut weinen' gebraucht: jung, laat dien tuten na Mensing a. a. o.; ebenso für Elberfeld, das gött., henneb., luxemb., obers. u. ungar.-dt. bezeugt, s. wb. d. Elberfelder ma., Schambach, Spiess, luxemb. ma., Müller-Fraureuth u. Schröer a. a. o.; in fester wendung: thütt a och nich a su schimpft nicht Gryphius bei Rother schl. sprichw. u. redensarten (1928) 349; einem etwas in die ohren tütten cornare, buccinare qualche cosa nell' orecchie ad uno Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1164c (so bereits mndl.: tuyten in de oore dicere in aurem, insusurrare in aurem Verwijs-Verdam a. a. o.); he tuut mi de ohren vull kommt immer wieder mit seinem anliegen Mensing a. a. o. (ebda auch: he mutt ümmer allens ut-tuten ausposaunen); engem (einem) de kapp (kopf) voll tûten luxemb. ma. 446; das tüten überhören sitzen (unverheiratet) bleiben: sie hat das tüten überhört G. Arnold d. Nürnberger u. s. dial. in: alb. d. lit. ver. i. Nürnb. (1851) 181. BB. mit tut-ähnlichem klang ertönen, erschallen. B@11) von blasinstrumenten und signalgeräten ähnlicher art; diese bedeutung findet sich vereinzelt bereits in der mhd. komposition ertiuten: der marcgrâf dâ von Brandenburc liez wol sîn horn ertiuten Frauenlob 137, 12 Ettmüller; ich meint, ich hört meines vaters hörnchen tüten br. Grimm kinder- u. hausmärchen (1812) 2, 213; ich hörte das tuten der hörner im thal, sie zogen zur wahl Brentano ges. schr. (1852) 6, 319; gegen abend tutete die fabriksirene qu. v. j. 1936; überflüssiger dampf (zischte) aus tutenden schiffsschornsteinen E. Langgässer unauslöschl. siegel (1946) 69. dann auch von den schiffen bzw. dem auto selbst: drauszen wälzt sich der strom vorüber, er trägt viele schiffe, diese schiffe rufen und tuten und brüllen qu. v. j. 1936; das tutende, stinkende automobil hatte hier glücklicherweise noch nicht seinen einzug gehalten Hesse-Wartegg zw. Anden u. Amazonas 2216; Lenore lag noch zu bett, als sie Klemms auto tuten hörte A. Seghers d. toten bleiben jung (1950) 90. gelegentlich vom telephon: hin und wieder tutete der apparat qu. v. j. 1938. B@22) vereinzelt auch von den ohren (bereits mndl., s. Verwijs-Verdam a. a. o.): die ohren ttten mir le orecchie mi cornano, trombano, zuffolano Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1164c.
13353 Zeichen · 404 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tûten

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    tûten s. diuten, tiuten.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tutensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    tuten , sw. V. nhd. „tuten“, auf dem Horne blasen E.: s. tute L.: Lü 420b (tuten)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tutenv., intrs, trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Tuten , v. I) intrs . den Laut tut nachahmen, auf einem Horne; duten . Der Nachtwächter tutet . I weiterer Bedeutung, …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tuten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tuten , in der Probierkunst benutzte kleine Schmelztiegel mit Fuß.

  5. modern
    Dialekt
    tutenintr. v.

    Lothringisches Wb. · +6 Parallelbelege

    tuten I [tútən fast allg.; tutè Mtsh. ] intr. v. 1. das Tuthorn blasen. — 2. heulen: d'Wöllef tûten. — lux. 446; baier. …

  6. Sprichwörter
    Tuten

    Wander (Sprichwörter)

    Tuten 1. Da helpt kên Tüten oder Blusen. ( Holst. ) – Schütze, IV, 291. Es hilft keine Gegenrede. »Es hilfet weder tuto …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tuten

121 Bildungen · 55 Erstglied · 65 Zweitglied · 1 Ableitungen

tuten‑ als Erstglied (30 von 55)

Tutendreher

SHW

Tuten-dreher Band 1, Spalte 1921-1922

Tutenmacher

SHW

Tuten-macher Band 1, Spalte 1921-1922

Tutensack

SHW

Tuten-sack Band 1, Spalte 1921-1922

Tutenag

Herder

Tutenag , was Packfong.

tutenartig

DWB

tuten·artig

tutenartig , adverbialbildung zu 1 tute 1, vereinzelt in neuerer fachsprache: dieser rand ist überdies tutenartig etwas zusammengedreht, hän…

Tutenbaum

RhWB

tuten·baum

Tuten-baum tūtəbōm Erk-Merbeck ; tȳ- Golkr Grambusch Houverath KlGladb m.: Holunder.

Tutenbelle

RhWB

tuten·belle

Tuten-belle (vgl. ndl. totebel) tūtəbęl Ess-Werden , Düss-Huckingen NKassel , Kemp-Süchteln ; tu- Wesel, Klev-Kalkar ; -tȳ- Düss-Erkr , Kref…

Tutenbille

RhWB

tuten·bille

Tuten-bille (-sibylle, tūtəbe·l.ə Kemp , Geld f.: Schwätzerin, im Kinderreim: Ek well öch jet vertellen van der T.ən Geld . Alde T. gung na …

tutenblaser

DWB

tuten·blaser

tutenblaser , m. , mundartlich für ' hornist ' ( vgl. tûtebleiser luxemb. ma. 446): unter den musikanten waren zwei tuttenblaser und zwei tr…

Tutenblume

PfWB

tuten·blume

Tuten-blume f. : 1. 'aufgeblasenes Leimkraut (Silene infl.)', Dutteblum [ RO-Finkb ]; vgl. PfWB Taubenkropf 2 a. — 2. 'Ackerwinde (Convolvul…

Tutencholbeⁿ

Idiotikon

Tutencholbeⁿ Band 3, Spalte 228 Tutencholbeⁿ 3,228

Tūtendōrn

WWB

tuten·dorn

Tūten-dōrn m. kleine spitze Papiertüte (für Tabak, in der Rocktasche getragen) ( WmWb ).

Tutendreher

PfWB

tuten·dreher

Tuten-dreher m. : 'Kolonialwarenhändler', weil er früher zum Verpacken der Ware Tüten drehte, -dreheʳ [verbr. VPf]; vgl. Tute 3 a, PfWB Tute…

Tutendüppen

RhWB

tuten·dueppen

Tuten-düppen tūtəndøpən Düss , Elbf ; tȳ- Lennep-Heidersteg n.: 1. Topf, Gefäss mit Ausguss. RA.: He hät en Nas wie en T. Heidersteg . — 2. …

Tutenförmig

Campe

tuten·foermig

Tutenförmig , adj . u. adv . die Form, Gestalt einer Tute habend. I der Pflanzenlehre heißt eine Knospe tutenförmig, wenn die Blätter ganz s…

Tutenholz

RhWB

tuten·holz

Tuten-holz tūtəhōt Erk-Elmpt N/OKrüchten, MGladb-Rheind Broich , Kemp-Amern SAnton /SGeorg, Dinsl-Walsum ; tȳ- Erk-Gerderhahn ; tūdə- Kemp-B…

tuteniereli

Idiotikon

tuteniereli Band 13, Spalte 2090 tuteniereli 13,2090

Tutenierli

Idiotikon

Tutenierli Band 13, Spalte 2090 Tutenierli 13,2090

Tutenkappe

RhWB

tuten·kappe

Tuten-kappe tūdəkap Saarl-Berus , Eif f.: Frauenhaube mit Rüschen (veralt.).

Tutenklas

RhWB

tuten·klas

Tuten-klas m.: 1. tūtəkl:s der in der Fabrik die Sirene bedient Neuw-Rheinbrohl . — 2. tūdəkl:s Tölpel Koch-Poltersd .

Tutenkob

RhWB

tuten·kob

Tuten-kob (-jakob) tȳtəkū·ə.p Eup-Kettenis m.: der Nachtwächter.

tutenkolbe

DWB

tuten·kolbe

tutenkolbe , f. , thyrsus, typha; s. DWB duttenkolbe , DWB deutelkolbe teil 2, sp. 1038 u. 1772 u. vgl. schweiz. tuten-, duten-cholben schwe…

Tutenkraut

RhWB

tuten·kraut

Tuten-kraut (s. S.) tūtə- Kemp-UWeiden ; tȳ- Eup-Kettenis Raeren , Dür-Winden Scherpenseel n.: Bärenklau, Heracleum sphondylium u. Schierlin…

tuten als Zweitglied (30 von 65)

Abenstuten

MeckWBN

aben·stuten

Wossidia Abenstuten m. Teigstück, das beim Backen in einem fremden Backofen für den Besitzer des Backofens abgeteilt wurde Lu Ludwigslust@Gr…

Abtuten

Campe

abt·uten

Х Abtuten , v. I) trs. 1) Mit einem tutenden unangenehmen Tone vortragen. Ein Stückchen abtuten, es schlecht abblasen. 2) Durch Tuten anzeig…

aftuten

MeckWBN

aft·uten

Wossidia aftuten 1. auf dem Horn blasend durchziehen: denn tut't he (Hirte) de ganze Stadt af Schö Schönberg@Grevesmühlen Grev . 2. durch Bl…

Antuten

Campe

ant·uten

† Antuten , v. trs. 1) Das Tuten an einen richten. Einen antuten. 2) Durch Tuten anzeigen. Der Wächter hat schon die dritte Stunde angetutet…

Appelstuten

MeckWB

appel·stuten

Wossidia Appelstuten m. Semmel mit eingebackenen Äpfeln, beliebtes Gebäck für die Kinder, auch zur Brakelköst gereicht Lu Ludwigslust@Grabow…

Auftuten

Campe

auf·tuten

Х Auftuten , v. trs. durch Tuten aufwecken. Das Auftuten. Die Auftutung.

Auststuten

MeckWB

aust·stuten

Wossidia Auststuten m. Erntestuten, großes Hefegebäck, erhielten vielerorts die Frauen, die in der Ernte geholfen hatten, auch diejenigen, d…

austuten

DWB

aust·uten

austuten , buccinam inflare, buccina indicare: der hirt tutet aus; der wächter hat schon die stunde ausgetutet.

Beerenstuten

MeckWB

beeren·stuten

Wossidia Beerenstuten m. Kaffeebrot aus Weißbrotteig mit eingebackenen Birnen Ha; wurden inne Aust mit tau Feld nahmen Ha Hagenow@Hoort Hoor…

Beichtstuten

RhWB

beicht·stuten

Beicht-stuten -štūt, –štytšə Kemp-SHubert m. (n.): ein grösseres Weizenbrötchen, das in früherer Zeit die Eltern den Kindern zu backen pfleg…

bestuten

RhWB

best·uten

be-stuten: einen, etwas b., beloben, preisen Kemp-UWeiden , Geld-Straelen .

Bickbeerenstuten

MeckWB

bickbeeren·stuten

Wossidia Bickbeerenstuten m. Heidelbeerkuchen: Bickbeerenstuten gab es in der Ernte, wenn de Oll' (das letzte Swadd ) eingebracht wurde Wa.

Brakelstuten

MeckWB

brakel·stuten

Wossidia Brakelstuten m. wie kauken Lu Ludwigslust@Bresegard Bres ; Gür; Schö Schönberg@Elmenhorst Elm ; Wa Waren@Röbel Röb ; Rotheh.

Durchtuten

Campe

durch·tuten

Х Durchtuten , v. intrs. u. trs. Das Durchtuten. 1. Dúrchtuten, ich tute durch, durchgetutet, durchzututen, intrs. durch einen Körper tuten,…

Ertuten

Campe

ert·uten

Х Ertuten , v. trs. 1) Durch Tuten erwecken. 2) Durch Tuten erwerben. Das Ertuten.

Fameltǖten

WWB

Famel-tǖten Pl. [Ravensbg Lippe Kr. Wiedenbrück Wie Pad] 1. Fameltüten (WEDDIGEN 289) Geschichten, Erzählungen, Märchen, Fabeln. — 2. Fametu…

Fastelabendstuten

MeckWB

fastelabend·stuten

Wossidia Fastelabendstuten Pl. Fastnachtsgebäck, welches die Lehrer in Schö Schönberg@Klütz Klütz von den Eltern der Schüler erhielten Heim.…

fultūten

WWB

ful·tuten

ful-tūten V. nur idW.: Hä tūtet mi de Ōan’n ful er belästigt mich durch ständiges Reden über eine bestimmte Sache ( die krfr. Städte Dortmun…

Geststuten

MeckWB

gest·stuten

Wossidia Geststuten m. Wassersemmel im Gegensatz zu den mit Milch gebackenen Stuten Reut. 7, 338.

Greitsstuten

MeckWB

greit·s·stuten

Wossidia Greitsstuten m. aus Greitsmähl hergestelltes kuchenartiges Gebäck Sta Stargard@Grammertin Gramm .

Hasenstuten

MeckWB

hasen·stuten

Wossidia Hasenstuten m. wie Hasenbrot 2 Sta Stargard@Mirow Mir ; Wo. V. 3, 2021.

Hertuten

Campe

hert·uten

Х Hertuten , v. trs . auf dem Tuthorn herblasen. Das Hertuten .

karucketuten

RhWB

karucketuten karukətūtə  Mörs-Orsoy schw.: girren, von der Taube; de Duf karucketut.

Kloppstuten

MeckWB

klopps·tuten

Wossidia Kloppstuten m. Klopfkuchen, flache runde Kuchen, mit eingedrückten Punkten am Rande, aus Teigresten hergestellt Wa; Wa Waren@Röbel …

Ableitungen von tuten (1 von 1)

Ertuten

Campe

Х Ertuten , v. trs. 1) Durch Tuten erwecken. 2) Durch Tuten erwerben. Das Ertuten.