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gefar

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 2 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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12

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gefar

Bd. 4, Sp. 2060
gefahr, gefar, adj. infestus, obnoxius, in zwei gegensätzlichen bedeutungen; mhd. gevâr in den wbb. fehlend, doch anzunehmen nach seinem auftreten bei Wolkenstein (neben gevAer), gewöhnlich gevære, s. unter gefähr adj. 11) feindlich nachstellend, feindlich gesinnt, mit dat.: und die vorgeschriben pürgen alle sullen mir darumb (wenn ich das breche) als gevar und als feint sein als mein vorgenanteu herrschaft. mon. boica 10, 123, vom j. 1356 (Schm. 1, 551); ob mir die faigen (schlechten) sein gevar, noch trost ich mich der frummen zwar (doch gewiss). Osw. v. Wolkenstein s. 214 (xc, 1, 21); von seiner frauen, die ihn so lang betrogen hat: mich hat geplent mein tummer sin und nie bekant (erkannt) das sy mir was gevar. (: jar) s. 277 (cxviii, 7, 12). auch als adv. gevâr, eigentlich gevâre, das auch zu gevære (s.gefähr) gehören kann: si nam den man bî dem hâr, si zôch in umb vil und gevâr (gedr. ungevar). lieders. 1, 249. nhd.: den psittich haszt er (der adler) billich als der seinen eiern gefahr ist. S. Frank chron. 1536 1, 158a; weil der drack des adlers art gefar ist. das.; darin (in der augsb. confession) auch die papisten, ob sie uns wol über alle mas gefahr sind, dennoch keiner schwermerartikel uns können schuld geben. Luther 6, 108a (warnungschr. an die zu Frankf. a. M.), d. h. auf blöszen bei uns passen, um sie feindlich zu benutzen; für die beschedigung der hasen, welche den jungen beumen sonderlich gefar seien. Zimm. chron. 4, 23, 14; die teufel sind deiner seel gefahr. geistl. schaubühne, Schmeller 1, 551. 22) einer gefahr ausgesetzt, gefährdet, gleichfalls mit dativ: glaubs auch gänzlich, das die schaf eben so wol als die säu der pestilenz gar gefar sein. M. Sebiz feldbau 1580 s. 141 (gefähr 488). wie diese entgegengesetzte bed. entstehen konnte und berechtigt ist, zeigt das nhd. subst. selber, denn auch da liegt die doppelheit der bed. vor, und zwar entspricht die gewöhnliche bed. der zweiten bed. hier, der ersten entsprechend aber noch im 17. jh. gefahr der feinde. 33) auch ohne dativ: neüe wasserleitungen sollen nach erkantnus nutzens oder schadens befördert oder verhindert werden. an bergen aber oder wo schlipf und rüszi (l. rüffi) gefahr, soll es ... verbotten sein. weisth. 6, 375, schweiz., wo bergrutsche drohen, gefährlich möglich sind; gefare zeit, gefährliche, schlimme, schweiz.: erzellend das mit kurzer summ, von wannen uns der unfal kumm, das unglück und die gfaren zyt (wol pl. zeitläufte). Ruff etter Heini 357, in der spätern hs. in gfarlich geändert; vgl. das adj. gefähr 3 gleich gefährlich.
2594 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gefar

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    gefahr , gefar , adj. infestus, obnoxius, in zwei gegensätzlichen bedeutungen; mhd. gevâr in den wbb. fehlend, doch anzu…

  2. modern
    Dialekt
    Gefrf.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Ge-far f. [verbr.] 1. Gefahr; Möglichkeit, daß jmdm. etwas zustößt, daß ein Schaden eintritt; drohendes Unheil. In Gefōa…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gefar

10 Bildungen · 4 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gefar

ge- + far

gefar leitet sich vom Lemma far ab mit Präfix ge-.

gefar‑ als Erstglied (4 von 4)

gefaran

KöblerAe

gef·aran

gefaran , st. V. (6) nhd. sterben, angreifen, überwältigen, fangen, erhalten (V.) ÜG.: lat. declinare Gl, exire Gl, ire Gl, progredi Gl, tra…

gefarbig

RhWB

ge-farbig jəfErbəχ (neben frwəχ ) Daun-Tettschd Adj.: dass.; dat Kled hot en g. Forf.

gefaren

FWB

gef·aren

1. ›sich von einem Ort zum andern bewegen, fahren, gehen, reisen‹.; 2. von Geschehnissen: ›weitergehen, geschehen, sich ereignen‹.; 3. von M…

gefar als Zweitglied (5 von 5)

gelīchgefar

KöblerMhd

gelīchgefar , Adj. Vw.: s. gelīchgevar

Ableitungen von gefar (1 von 1)

ungefaren

KöblerAe

ungefaren , Adj. nhd. unpassierbar ÜG.: lat. invium I.: Lüt. lat. invium E.: s. un-, ge-, *faren L.: Gneuss Lb Nr. 176