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gosse

ahd. bis sprichw. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gosse f.

Bd. 8, Sp. 977
gosse, f. , 'rinne', 'gerinne', schwundstufiges verbalnomen zu gieszen. das wort ist ursprünglich auf das md. und nd. beschränkt; das lautlich damit übereinstimmende norw. gota 'eingeschnittene rinne, falz, tiefe und breite furche nach [] einem bergsturz, trichterförmige rinne im feld' Torp 176 dürfte nicht mit gosse historisch identisch, sondern unabhängige bildung zu gjóta sein, vgl. auch 2gosse. zuerst dat. pl. goton in einer and. glosse des 11./12. jhs. (s. u. 1); mnd. gote, göte, gate Schiller-Lübben 2, 136a; 17b; Lasch-Borchling 1, 2, 142; mnl. gote; nnl. goot, geut. mundartl. nur im nd. gebiet einschlieszl. des ripuarischen: jos rhein. wb. 2, 1309 (rip.); gosse Hennig preusz. 325. gate, gat brem.-nds. wb. 2 (1767) 502; Richey Hamb. (1755) 72; Mi Mecklenb. 25; Dähnert plattdt. 144; gote Woeste Westf. 83; Strodtmann Osnabr. 75. mit umlaut unter einflusz von göt 'gusz' (womit gosse im nl., z. t. im mnd., sowie im heutigen schlesw.-holst. und nordfries. zusammengefallen ist, vgl. gusz teil 4, 1, 6, sp. 1909) und von göte 'schnabel einer kanne' (formal von gosse getrennt bei Doornkaat-Koolman güte: göte 1, 710a, 668a; Kück gœt: gt 1, 594; Richey gOete: gate a. a. o.): göt, göte rhein. wb. 2, 1309 (niederfränk.); Doornkaat-Koolman 1, 668a; Schmidt-Petersen 52b; Mensing 2, 458; Kück Lüneb. 1, 594 (neben gt). zum teil diphthongiert gaute, gäut bei Strodtmann und Mensing; unklar bleiben gräute Woeste 83 und gauske bei F. Krüger: wann sonnen (lampen-) silinder springt, dann sünd allemaol fif mariengrosken in de gauske smietten Hempelmanns smiede (1883) 1, 129; auch für gusz: gauskenwise 'guszweise', 'in güssen' (vom regen) ebda 145. — die form gosse ist seit dem 14. jh. in vorwiegend md. quellen bezeugt: (die güter liegen zu Wissmar; es bebaut sie) Henricus dictus offe der Gozzen (1315) urk.-buch der stadt Wetzlar 1, 360; (ein garten liegt) apud cannalia dicta d gozze (1343) ebda 1, 580; item 8 scot den, dy dy eyche felten zur gosse (1408) Marienb. treszlerbuch 455 Joachim; das sie mit dem eysen das feuer schireten und reumeten bisweilen die gossen darmitte (um 1475) geschichtsquellen der prov. Sachsen 11, 26. lexikalisch: gosze, troffe stillicidium (15. jh. obd.) Mone anz. 7, 300; lavatrina, aquarium, locus quo sordida aqua iactatur eyn gossen Trochus voc. rer. promptuarium (1517) O 3b; gosse, gossen Faber thes. (1587) s. v. incile 406b, latrina 435b, emissarium 511a. — von dem vorwiegend nd. wort zu trennen ist oberdeutsches 2gosse (s. d.) 'trichter, eingusz', auch 'gieszerei'. bedeutung und gebrauch. über den bedeutungscharakter der dentalableitungen zur wz. gheu- s. gieszen teil 4, 1, 4, sp. 7395. als grundbedeutung von gosse ist 'rinne', 'gerinne' vorauszusetzen, dem vb. gieszen in seiner intrans. bedeutung 'flieszen' entsprechend; erst sekundär hat sich in der bed. 'ausgusz' eine beziehung auf transitives gieszen ergeben (vgl. auch 2gosse und goszstein). gegenüber den anwendungen für 'abwassergraben', 'ausgusz', 'regenrinne', 'rinnstein' (s. u. 1—4), die als umgrenzte hauptbereiche der bedeutung hervortreten, ist der freiere, unspezifische gebrauch im sinne der grundbed. nur wenig ausgedehnt (5). schriftsprachlich ist gosse lediglich in der (mundartl. schwächer bezeugten) bed. 'straszenrinne, rinnstein' allgemein durchgedrungen, wobei der übertragene gebrauch (7) seit dem 19. jh. breiteren raum einnimmt. 11) abfluszgraben für ausgegossene abwässer, schmutzgraben; heute veraltet und in den maa. nur schwach bezeugt (vgl. 2): (in) canilibus angoton (= an goton; zu gen. 24, 20: effundensque hydriam in canalibus, recurrit ad puteum, ut hauriret aquam) ahd. gl. 4, 200, 32; volutabrum ein groep of ein vuyl gote daer die varcken in wentelen Tortellius (1495) R* 2 c; we dem anderen hor (unflat) veghede in de goten, so dattet vor sine dore vlote, syn broke is 1 sch. hanöv. stadtrecht 352 bei Schiller-Lübben 2, 136a; wente de soghen schonen de perlen nicht unde wolen se umme myt dem drecke in de ghOeten, unde wat denne de su wolet unde rodet, dat motet or vercken entgelden (Braunschw. 1514) städtechron. 16, 311; sie hatten das pökel fleisch auf der gosze, vor unser keller luke in den koth auf einen haufen hingeworfen Joh. Chr. Müller tageb. 1720 —72 in: pomm. jahrbücher 11, 77; (zwei kater) wälzten mich zum überflusz noch in die gosse, so dasz [] das schmutzige spülwasser über mich zusammenschlug E. T. A. Hoffmann s. w. 10, 162 Gr.; dann trug sie (des teufels groszmutter) ihn (den rock des teufels) in die gosse, wo der ganze dicke höllenschlamm und das ganze spülwasser aus der hölle abläuft, zog ihn ein paarmal durch, weichte ihn tüchtig ein und wusch ihn in der gosse Volkmann-Leander träumereien 35 Reclam. 22) ausguszanlage in küche oder wirtschaftsräumen. 2@aa) rinne oder röhre, die das abwasser (in den schmutzgraben) ableitet. im anschlusz an das vorige, durch übertragung der bezeichnung auf die neue einrichtung: ghate, dar dat vule water dor lopt voc. Strals. bei Schiller-Lübben 2, 17b; quod ... domini consules Lubicenses ... nostro conuentui Lubicensi illum aqueductum de nostra domo b(r)axatoria et coquina aquam deferentem, wlgariter ghote apellatum, sub choro nostro collocatum, ad plateam, que clocghiterstrate dicitur, effluentem ... contulerunt (1352) Lüb. urk.-buch 3 nr. 147; und fanden eine stelle in der abezog der gosse, die ausz der kuche nach dem secret lieff S. Grunau preusz. chron. 2, 373 Perlbach; so kömmt an die ecke der gosse, wo die köchinnen den unrath der küche hinzuschütten pflegen, ein ausgehungerter hund Schwabe belust. (1741) 4, 436; in der folgenden nacht sah der küchenjunge, wie eine ente durch die gosse in die küche hineinschwamm kinder- u. hausmärchen (1812) 1, 46; da er den horcher zu seinen füszen fühlt, durchsticht er ihn forschend mit dem degen. er schleppt ihn fort, zerschneidet und kocht ihn und schüttet ihn durch eine gosse auf den mist, wo die schweine den körper verzehren Göthe I 42, 2, 430 W. 2@bb) das ausguszbecken, der spülstein (vgl. goszstein): gosze (nicht überall gebräuchl.) pro ausgusz Steinbach dt.-lat. (1734) 1, 621; gosse guszstein, spülstein, wasserstein Adelung 2 (1775) 752; guszstein, gosse ein ausgehöhlter und durchlöcherter stein in der wand einer küche ... das unnütze wasser dadurch wegzugieszen Jacobsson 2 (1782) 176a. 2@cc) erweitert: abwasch- und ausguszanlage der küche, teil der diele, in dem gewaschen und gebutteret wird Mensing schlesw.-holst. 2, 458; spülküche (nfrk., siegerl.) rhein. wb. 2, 1309. — von hier aus für milchwirtschaftsräume: gelasz der hofmeiereien, darin zu buttern, zu käsen und das geschirr zu waschen (schlesw.-holst.) Martiny wb. d. milchwirtsch. (1907) 46. 33) rinne zwischen zwei gegeneinander geneigten dachteilen; dachtraufe; dachrinne und deren fallrohr (mundartl. verbreitet): stillicidium druppe, gote Diefenbach n. gl. 348b; gosze, troffe stillicidium (15. jh., obd.) Mone anz. 7, 300; gosse von bley eine rund gemachte bleyplatte, welche den wassern, die vom dach ablaufen, einen abflusz giebt Jacobsson technol. wb. 5 (1793) 722b; auch lies er neben oder unter dieser kirche einen gewölbeten trock machen, der eben so grosz als die kirche selbst; damit das wasser vom kirchen-tache, durch eine gosse, darein lauffen möchte O. Dapper Africa (1671) 181a; hier befand sich eine grube, in welche durch eine öffnung, die unten am mauerstück angebracht war, von der gosse das regenwasser flosz M. Meyr erz. a. d. Ries (1868) 2, 323. 44) straszenrinne, rinnstein: incile canalis eine rinne oder gossen auff der gassen B. Faber thes. (1587) 406b; gosse wird dasjenige gerinne genennet, daselbst auf der gasse oder auf einem anderen gepflasterten wege, das vom regen oder sonst zusammengelauffene wasser ... seinen ablauff hat allg. oec. lex. (1731) 846; gossen gepflasterte rinnen von 1—1, 5 m breite, wie sie an straszen angewendet werden, wo der raum für seitengräben fehlt Lueger lex. der ges. technik (1894) 4, 736; die gossen werden nur zweimal gekehret mit besen ohne stiel Patrick tageb. in: jahrb. f. gesch., spr. u. lit. Els.-Lothr. 24, 159; worüber der alte kerl dergestalt zurückprellte, dasz er stolperte und in die gosse fiel slg. allerh. auserl. moral. u. satyr. meisterstücke (1738) 2, 280; unser hut ist gestern in die gosse gefallen, sagte ein junge von dem hute seines herrn Lichtenberg verm. schr. (1800) 4, 148; ich kann den steg nicht finden [] über diese gosse A. v. Arnim s. w. (1853) 16, 43; sie strauchelte bei jedem schritte, weil sie das pflaster nicht gewohnt war, und als wir an eine gosse kamen, hatte sie das herz nicht hinüber zu schreiten ... wir muszten schwebend sie hinüber heben Pfeffel pros. vers. (1810) 2, 11; einer alten frau, die die gosse zur rechten hand hat, rennt er gegen den knöchernen arm Hebbel w. 8, 252 Werner; viele ... landsturmmänner ... stürzten in die gossen und löcher Fontane ges. w. (1905) I 2, 239; nun hatte sie schon alle frühjahr, wenn das eis trieb und der schnee schmolz, das grundwasser in die keller steigen, sämtliche gossen und kanäle der stadt übertreten ... sehen Cl. Viebig wacht am Rhein (1902) 91. — mit kontrastierendem nebensinn (im hinblick auf den schmutz der gosse; vgl. den bildlichen gebrauch unter 7): die weiszen fahnen der mairien wurden in die gosse geworfen Gervinus gesch. d. 19. jhs. (1855) 8, 399; so helfe dir nun gott, tyrann! erstochen und erschossen! und abwärts durch die straszen rann ihr blut in allen gossen! Freiligrath ges. dicht. (1877) 3, 165; war er doch selbst gelegentlich imstande, einen besoffenen tagedieb oder sein weibliches widerspiel aus der gosse aufzuheben Schröder aus kindh. u. jugend (1934) 45. 55) in freierer anwendung 'gerinne', 'kleiner wasserlauf': rinne, die man auf wegen zum ableiten des regenwassers macht, rinne im stall zum abflusz der jauche (nfrk.) rhein. wb. 2, 1309. — wasserrinne auf wiesen: abfluszrinne (ripuar.) rhein. wb. a. a. o.; hölzerne berieselungsrinne Kück Lüneb. 1, 594; sind die gedachten gräben beendigt und wenigstens von ihrer untern seite wagrecht beufert, so schreiten wir zur anfertigung mehrerer vertikallaufenden gossen Schwerz prakt. ackerbau (1823) 1, 400. hölzerne rinne als wasserleitung: hierzu (um trinkwasser von einem nahen gebirge abzuleiten) machten sie (die Mexikaner) eine gosse von zweifachen bretern und pfählen, zwischen welche man leim füllete, durch das meer hin O. Dapper America (1673) 270a. — abflusz eines teiches: emissarium ein ausgang eines teichs oder sees, auslauff, ein gosse B. Faber thes. (1587) 511a. — kleiner wasserlauf, bach: ich bin oft auf ihrer stillen höhe bey ihnen und wenn's recht regnet erinnre ich mich des rauschens der Leutra und ihrer gossen (1797) Göthe IV 12, 234 W. wasserader: dieses geheimnisz der natur hat seinen grund im unterirdischen feuer, dadurch das wasser, in tieffen gossen, unter der erde heisz gemacht wird Arnold wahrhaft. beschreibg. (1672) 244. 66) technische sonderbedeutungen. 6@aa) röhre am pumpwerk (bergmänn.): gosse ist eine eiserne röhre, so an die thürelröhre durch einen pumpenstock befästiget Berward interpres phras. metallurg. (1673) 18; gosse ... werden die beyden hölzernen röhren nebst einer eisernen genannt, woraus der satz einer pumpe beym kunstgezeuge bestehet Jacobsson technol. wb. 2 (1782) 141b; vgl. auch: woold-gaten 'die hölzernen röhren, durch welche das Weserwasser, von dem groszen wasserrade in Bremen, unter der erde in die stadt vertheilet wird' brem.-nds. wb. (1770) 5, 285; gotenwerk wasserwerk und was dazu gehört Lasch-Borchling 1, 2, 142. 6@bb) ausgusztrog mit ableitungsrinne für das pumpenwasser (bergmänn.; vgl. 2 b): gosze ist ein höltzerner, auch ins gestein gehauener trog, worein das wasser von kunstgezeugen, pumpen, und wasser-zobern gegossen wird Minerophilus 308; Richter berg- und hüttenlex. (1805) 1, 450. 6@cc) im gieszerei- und hüttenwesen die abstichrinne, das abstichloch eines schmelzofens, das schlackenloch eines frischherdes: (man setzt in die in sand hergestellte) rinne oder gosse das gossen- oder wischeisen ... ein Muspratt chemie 2 (1889) 1290; der heerd ... wo das metall zum einschmelzen hingelegt wird, ist rund, mit einer kleinen neigung gegen das auge oder die gosse (coulée) ..., damit das metall besser und leichter abflieszt Hoyer wb. d. artill. (1804) 1, 2, 186; gosse (auch lachthol) ist ein loch [] im frischherde, wodurch die schlacken (lacht) als frischschlacken abgezogen werden Jacobsson technol. wb. 5 (1793) 722b. 77) bildlicher gebrauch im anschlusz an 4 zur kennzeichnung des schmutzigen, gemeinen (wie etwa auch sumpf, pfuhl u. ä.). 7@aa) als sinnbild der verkommenheit: und den zartfühlenden oheim, der jetzt zu Berlin in der gosse liegt, kann ich nicht mehr des schnapses entwöhnen H. Heine s. w. 1, 484 Elster; in den gossen Prags hätte er mich verkommen lassen sollen! H. Watzlik der alp (1923) 211; sie (die dirnen) werden bald in St. Lazare oder in der gosse enden Munthe buch v. San Michele (1931) 160; kommt nicht dies einer wohltuenden unterscheidung gleich zwischen der höheren menschlichkeit des geschöpfes (d. i. der dirne) und ihrem der gosse verfallenen, zum elenden gebrauchsgegenstand herabgesunkenen physischen teil Th. Mann Faustus (1947) 245. — ähnlich: zwischen einer buhle und einem beichtvater spielball zu sein, ist eine bedenkliche gunst: eine kleinigkeit, und sie lassen ihn in die gosse fallen H. König klubisten i. Mainz (1847) 1, 229. — in anderer fassung des bildes: in einem fiaker bringen sie den alten auch todtkrank und elend ... wer weisz, welche gosse über ihn ausgeschüttet wurde Gutzkow ritter v. geiste (1850) 8, 35. 7@bb) zur bezeichnung niedriger gesinnungen, korrupter zustände, bes. im politischen bereich: so trübten auch die beiden schönen kinder, die noch der menschheit urgepräge trugen, mit ihrem glanze des palastes gossen, und störten in der giftdurchdrungnen welt das laster und den fluch in seiner ruhe Herwegh Lamartine (1843) 6, 324; in Göttingen hat endlich die schlechtigkeit völlig die oberhand bekommen. die letzte wahl hat den boden ganz ausgestoszen, und alle winkel leeren sich ungeniert in die öffentliche gosse aus (1840) W. Grimm in: briefw. (1885) 2, 33; mich verlangt nun zu sehen, was kommen wird, um endlich Österreich aus seiner schnarcherei in der gosse aufzurütteln (1845) Görres ges. br. (1858) 3, 630; der ganz ungebildete und haltlose mensch (Hitler) lernt politik zuerst unter dem gesichtspunkt der österreichischen antisemiten Lueger und Schönerer kennen, die von ihm aus der perspektive der gasse und gosse gesehen werden V. Klemperer l(ingua) t(ertii) i(mperii) (1949) 185. — anders: nun nimmt er seine eigene tribüne ... ein, bildet eine politische macht, das heiszt eine macht zur verfügung Dantons, welcher den ... ekelhaften menschen (Marat), diese gosse für fremden unrath und doch ein talent der feder, ungern vorwies Dahlmann gesch. d. frz. rev. (1845) 460.
15070 Zeichen · 329 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gossemlat.

    Althochdeutsches Wörterbuch

    gosse Gl 3,73,64. 74,1. 178,51, gossę 313,42 ist mlat.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gosse

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Gosse , plur. die -n, von dem Zeitworte gießen. 1) Ein Gießhaus; doch nur in einigen Oberdeutschen Gegenden. 2) Die …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gosse

    Goethe-Wörterbuch

    Gosse 1 Rinnstein; nur Pl Der Hauptweg in der Mitte, die G-n an beyden Seiten und die Pflasterwege vor den Häusern .. zi…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gosse

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gosse (spr. goss'), 1) Nicolas Louis François , franz. Maler, geb. 2. Okt. 1787 in Paris, gest. 9. Febr. 1878 in Soncour…

  5. modern
    Dialekt
    Gossef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Gosse f. : 1. 'Brause an der Gießkanne', Goß [ GH-Schaidt ]; vgl. PfWB Gießkannenkopf . Syn. s. PfWB Zotte . — 2. 'Rinne…

  6. Sprichwörter
    Gosse

    Wander (Sprichwörter)

    Gosse Scheve Göten lopen ôk. ( Ostfries. ) – Hauskalender, I. [Zusätze und Ergänzungen] 2. In die Gosse wirf keinen Stei…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gosse

42 Bildungen · 32 Erstglied · 10 Zweitglied · 0 Ableitungen

gosse‑ als Erstglied (30 von 32)

gosselgrā

KöblerMnd

gossel·grā

gosselgrā , Adj. nhd. gänsegrau E.: s. gössel, gosselen, grā L.: Lü 120 (gesselgrau)

Gosselies

Meyers

gosse·lies

Gosselies (spr. goss'lī), Stadt in der belg. Provinz Hennegau, Arrond. Charleroy, im N. von Charleroy, an der Staatsbahnlinie Luttre-Châteli…

Gosselin

Herder

goss·elin

Gosselin (Goßläng), Pascal Franç. Jos., geb. 1751, gest. 1830, französ. Geograph, besonders verdient um die Darstellung der geograph. Kenntn…

gossenblatt

DWB

gossen·blatt

gossenblatt , n. ( zu 1 gosse 7), zeitung von niedrigem niveau, sensationsblatt: Jules Vallès ... sagte jedem, der es hören wollte, mündlich…

gossenbrücke

DWB

gossen·bruecke

-brücke , f. , brücke über eine straszengosse: gossenbrücke, ... auch dohlenbrücke genannt, besteht meist blos aus einem stein, einer pfoste…

Gossendreck

RhWB

gossen·dreck

Gossen-dreck γtən- Nfrk m.: Unrat aus dem Rinnstein. RA.: Hei es lelk (hässlich ; frech ) äs G. Rees .

gossené

LDWB1

goss·ene

gossené [gos·se·nę́] vb.tr. (gossenëia) ‹pop› hätscheln, zärtlich streicheln, liebkosen, an sich drücken → LDWB1 aicé, LDWB1 ziloscé .

gosseneisen

DWB

gossen·eisen

gosseneisen , n. a a) zu 1 gosse 6 c, quereinsatz in der abstichrinne: damit keine schlacke mit in dieselbe ( die form ) gelangt und der eis…

gossenhaft

DWB

gossen·haft

gossenhaft , adj. ( zu 1 gosse 7): unsere polternde emphase ... gossenhaft ausgelassen, schwätzt jede wahrhafte grösze todt B. Weber cartons…

gossenrand

DWB

gossen·rand

-rand , m. : am gossenrand ein gaul mit aufgetriebenem bauch und steifen, starrenden hufen B. v. Münchhausen die standarte (1916) 12 . —

gossenrecht

DWB

gossen·recht

-recht , n. : das gossenrecht ist in Göttingen ein uraltes herkommen, welches von den studirenden auf das genaueste beobachtet wird und dess…

gossenrohr

DWB

gossen·rohr

-rohr , n. , fallrohr einer dachrinne: das am hause niederführende gossenrohr ... löste sich aus der dachrinne Fontane ges. w. (1905) I 1, 4…

Gossensaß

Meyers

gossen·sass

Gossensaß , Dorf in Tirol, Bezirksh. Brixen, 1061 m ü. M., südlich vom Brenner, an der Mündung des von den Stubaier Alpen malerisch abgeschl…

Gossenschelle

RhWB

gossen·schelle

Gossen-schelle -šęl Klev-Calcar f.: die Sch., die Samstags die Leute zum Kehren der Gassen auffordert.

gossensohle

DWB

gossen·sohle

-sohle , f. , sohle einer straszengosse: zunächst ( wird ) ... der rücken der strasze ... und die gossensohle ... abgesteckt Mothes ill. bau…

gossenstein

DWB

gossen·stein

-stein , m. , rinnstein ( vgl. goszstein): diese auspflasterung der gosse besteht meist aus zwei steinen, gossensteinen, rinnsteinen ... der…

gossenstück

DWB

gossen·stueck

-stück , n. , prismatischer roheisenblock, massel. zu gleichbed. 3 gose, gosse: man hat auf mehreren eisenhütten, z. b. am Harz, die methode…

gossenwasser

DWB

gossen·wasser

-wasser , n. : der himmel spiegelt sich auch in einer schaumblase des gossen-wassers B. Goltz zur physiognomie (1859) 177 .

gosse als Zweitglied (10 von 10)

Muddgosse

RhWB

mudd·gosse

Mudd-gosse -xt Dinsl-Oberhsn Sterkr f.: mit Schlamm, abgetriebener Erde gefüllte Feldrinne.

Regengosse

RhWB

regen·gosse

Regen-gosse -jǫs Rheinb-Merl , Sieg , MülhRh , Waldbr ; -γt, –ø- Ruhr, n. Ruhr, Klev , Geld , Mörs f.: -rinne im Boden.

spülgosse

DWB

spuel·gosse

spülgosse , f. gosse in der küche, über welcher man etwas abspült. Campe.

straszengosse

DWB

straszen·gosse

straszengosse , f. , abfluszrinne zwischen fahrdamm und gehweg: dasz du nicht mehr vor jeder straszengosse zagend stille stehst und jedes st…

Togosse

WWB

tog·osse

Tog-osse m. [ Kr. Herford Hfd Kr. Halle Hal Höx] 1. (kastrierter) Ochse, der zum Ziehen benutzt wird. — 2. Grobian (Schimpfw.). Diu biss ’n …