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goldstein

ahd. bis nhd. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

goldstein m.

Bd. 8, Sp. 849
goldstein, m. , heute ungebräuchlich, bei Adelung vers. 2 (1775) 747 schon auf die umgangssprache eingeschränkt. 11) in älterer sprache was edelstein: so zimberost du super fundamentum aurum (kolt), argentum (silbir), lapides preciosas (tiure goltsteina) Notker 2, 339, 7 P., vgl. 1. Kor. 3, 12; guotiu uuerch, dei in demo fiure also statig sin samoso golt unde silber unde goltsteina ders. 3, 402, 2 P. hierher wohl auch Annolied 656 (s. den erstbeleg s. v. goldschmied 1) und der folgende beleg: do bat er vnsern herren got, daz daz holtz golt wart und die kieselinge zv goltsteinen. do sprach sente Johannes zv zin: nv get zvn goltsmidin vnd versuchit daz golt vnd daz goltgesteine ob iz guot vnd gebe si dt. predigten d. 13. u. 14. jhs. 78 Leyser. gewöhnlich auf einen goldglänzenden edel- oder halbedelstein eingeschränkt; meistens für den topas oder chrysolith: topazion goltstein (13. jh.) ahd. gl. 3, 359, 29 St.-S.; 'chrysolith, gold-stein, ist ein edler stein, der seinen nahmen daher bekommen, weil er an farbe dem [] golde gleichet; wiewohl er doch dabei etwas grünlicht ist. die alten nannten ihn einen topasier' Noel Chomel öcon. lex. (1750) 2, 1112. der chrysolith galt als freundschaftsfördernd (vgl. Schade adt. wb. 2, 1380aff.): alse solte ... der schütze im schmaragd ansehnlich machen, die zwillinge im goldsteine einem freundschafft ... zu wege bringen Lohenstein Arminius (1689) 2, 404b. dass. wie blutstein (s. d.): bolus (15. jh.) Diefenbach gl. 78b; ebenso im Lichtentaler gloss. (15. jh.) in: zs. f. dt. wortf. 9, 208. dass. wie 'bernstein', 'agstein': electrum (md. 14. jh.) Diefenbach gl. 197d; agates (15./16. jh.) ebda 17b. für karfunkel und jaspis: als smaragdus ist ein kupfferstein, carbunculus oder jaspis ein goldtstein Paracelsus opera 2, 36a Huser. 22) 'goldhaltiger stein', 'stück golderz'. in dieser bedeutung nur schwach belegbar, lexikographisch zufrühest bei Adelung versuch 2 (1775) 747: das gediegene gold in quarzmassen eingeschlossen ... diesz ist der goldstein der neger Ritter erdkde (1822) 1, 361. 33) auch für den 'stein der weisen', vgl. s. v. stein II A 9, sp. 1974: der goldstein machet gold dasz mit der welt vergeht: der ekstein einen bau der ewiglich besteht Angelus Silesius cherub. wandersmann 76 ndr.; das 7. kap. handelt von der beschaffenheit ... eines goldsteins allg. dt. bibl. (1765) 21, 234; vgl. auch s. v. golden E 4, sp. 764. 44) am häufigsten in der bedeutung probierstein (s. d.) belegbar; coticula (1517) Diefenbach gl. 154a; lydius lapis ein goldstein, darmit man das gold probiert Frisius dict. (1556) 789b; heraclius lapis ebda 626b; ebenso in andern wbb. des 16., 17. u. 18. jhs.: zuletzt das goldt, das im boden der scherben gesessen ist, herausz zogen vnnd widerumb erkült, reib auff dem goldtstein, das du wissen mögest, wie viel silbers in jhm sey Ph. Bech Agricolas bergwerckb. (1621) 198. auch allgemeiner vom material des goldsteins, dem schwarzen kieselschiefer oder basalt: in der stat ist ain closter ... darinn ist ain brunn, darbei ist ain trog oder nuesch (= nische), da das waszer in lauft, ist ain rechter goldstain, daran man guldin und golt streicht und versuecht (Augsburg 15. jh.) städtechron. 5, 110, 9; item die seulen zu sanct Michael ... sind all von einem stuck des schwarzen, schönen goldstains gemacht (1520) Dürer nachl. 120 Lange. literarisch vor allem in übertragener bedeutung: (die hl. schrift ist) der goldstein, an dem man yegklichen geist beweren musz Capito antw. auf Tregers vermanung a. d. eidgenossensch. (1524) G 4a; an disen goldstein, Christum, strych aller menschen ansehen, ratschlag und urteil Zwingli dt. schr. 1, 178 Sch.-Sch.; vgl. 1, 177; sprichwörtlich: dann wie der goldstein das goldt, also probiert gold vnd geld die leut S. Franck sprichw. (1541) 2, 154a. 55) dasselbe wie goldglätte (s. d.), analog zu silberstein 1 (s. d.); nur spärlich bezeugt: litargirum goltstain (13. jh.) Diefenbach gl. 333b; goldstein crysocollum, chryisites Ruland lex. alch. (1612) 93. vgl. ferner 'spodium, id est, cinis auri, goldstein' Ruland 442 mit Diefenbach gl. 333b: goltascha, das neben goltstain für litargirum steht; daher offenbar miszverstanden: 'goldstein wird der chrysolit genennet, ... Rulandus in seinem alchymischen lexico gedencket eines goldsteines, so er cinerem auri nennet' Minerophilus bergwerckslex. (1730) 306.
4414 Zeichen · 143 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    goldsteinst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    goldstein st. m. , mhd. goltstein, nhd. goldstein; mnd. goltstê i n. — Graff VI,688. golt-stein: nom. sg. Gl 3,359,29; n…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Goldstein

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Goldstein , des -es, plur. die -e, im gemeinen Leben, eine Benennung so wohl eines goldhaltigen Steines, als auch de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goldstein

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Ableitung von goldstein

goldstern + -e + -in

goldstein leitet sich vom Lemma goldstern ab mit Suffixen -e und -in, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von goldstein 2 Komponenten

gold+stein

goldstein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

goldstein‑ als Erstglied (1 von 1)

goldsteinbrech

DWB

goldstein·brech

goldsteinbrech , m. , name der pflanze chrysoplenium alternifolium, vgl. Schkuhr botan. hdb. (1791) 1, 338 ; Holl wb. dt. pfl. 132 b .