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spickel

ahd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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1
Verweise raus
4

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

spickel m.

Bd. 16, Sp. 2214
spickel, m. 11) in süddeutschen mundarten, keil, keilförmig zulaufender, spitzer gegenstand, vgl. speidel, sp. 2073. Campe (1). insbesondere 1@aa) der stecken, der zum spichelieren (vgl. das.) gebraucht wird, in der Schweiz Stalder 1, 142. 2, 383 und in Baiern Schm. 2, 658. (in Leipzig spichel, s. oben.) 1@bb) ein keilförmiges stück leinwand. Stalder 2, 383. Schmid 501. 1@cc) 'ein dreieckichtes, in eine längere spitze ausgehendes stück kuchen mit füllsel.' ebenda. Schm. 2, 658. 1@dd) schwäb. in ortsbezeichnungen ein spickel land. Schm. 2, 658, so eine vom Lech und einem ableitungskanal gebildete insel bei Augsburg, als belustigungsort: i gang halt uff də špiggl. ebenda. Birlinger 407b. ferner als waldbezeichnung. ebenda. 22) so als heraldischer ausdruck für die dreieckigen felder im schilde: der schilt weisz, darinn ein roter spickell mit dem spiz über sich. ain plâer schilt, darinn zween weisz spickel. quelle bei Birlinger 408a; spickel oder dreiecke entstehen aus der spickeltheilung, ebenso die gestürzten spickel (fig. 26), die 'schildchen' in fig. 28. sowie, mit längeren seitenflächen (fig. 30) die 'keile', den durchbrochenen spickel, wie ihn z. b. die Livländischen v. Schulmann führen (fig. 29) nennt man triangel. Siebmacher wappenb. B (= Gritzner herald. terminol.) 43; vgl. lat. spiculum gestürztes dreieck, s. 305a. dazu: gespickelt 'nennt man einen durch mehrere quertheilungen und rechte und linke schrägtheilungen in dreieckförmige plätze (spickel) getheilten schild.' schräg gespickelt. s. 43 (vgl. theil 4, 1, 4150); spickeldreigetheilt 'ein durch absteigende (andersfarbige) spitze gespaltener schild.' 305a; spickelfeh, n. verschiedenfarbiges pelzwerk in reihen solcher dreiecke, die nach bestimmten regeln in der farbe wechseln, s. s. 8; spickelflanke 'nennt man eine durch den spickelschnitt abgetheilte flanke.' s. 15. 33) name des (weiszen) rapunzels, phyteuma spicatum. Nemnich. Pritzel-Jessen. Campe (2), besonders hennebergisch. Spiess 236.
2026 Zeichen · 61 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    spickelSb.

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    spickel , Sb. Vw.: s. spikkel*

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SpickelDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Der Spickel , — s, Mz . u. 1) Ein spitziges Ding, Holz. I Schwäbischen, ein dreieckiges, in eine lange Spitze ausgehen…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spickel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Spickel , s. Phyteuma .

  4. modern
    Dialekt
    Spickel

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Spickel PfWB die verstreut verbr. Gruppe zur Wurzel spick- »spitz«, u. zwar -ikəl, Pl. -ələ m.: 1. Spedel an einem Kleid…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spickel

13 Bildungen · 4 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von spickel 2 Komponenten

spic+kel

spickel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

spickel‑ als Erstglied (4 von 4)

Spickel I

Idiotikon

Spickel I Band 10, Spalte 101 Spickel I 10,101

Spickel II

Idiotikon

Spickel II Band 10, Spalte 101 Spickel II 10,101

Spickelchappeⁿ

Idiotikon

Spickelchappeⁿ Band 3, Spalte 395 Spickelchappeⁿ 3,395

spickel als Zweitglied (9 von 9)

Eispickel

Pfeifer_etym

eis·pickel

1Pickel m. ‘Spitzhacke’, älter Bickel, ahd. bickil (Hs. 12. Jh.), mhd. bickel ‘spitzes Werkzeug, Spitzhacke, Meißel’, zu dem unter picken (s…

Graspickel

MeckWB

gras·pickel

Wossidia Graspickel , Graspicker , Graspip , Graspük m. wie -peker Wo. V. 1, 12 a, 4; e.

mispickel

DWB

mis·pickel

mispickel , m. name des arsenikkieses, im 16. jahrh. bereits in mehrfacher form vorhanden, dunkler herkunft: mispütl oder mispickel, welches…

Mißpickel

Adelung

miss·pickel

Der Mißpickel , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. in dem Bergbaue, der Nahme eines weißen Arsenikkieses, welcher aus e…