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schlamm

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schlamm m.

Bd. 15, Sp. 428
schlamm, m. weicher, nasser bodensatz, koth. dem eigentlichen mhd. ist das wort noch fremd, Lexer mhd. handwb. 2, 961 belegt es aus späteren md. quellen. limus, slam Dief. 330c. schlamm, m. tieffer koht, lutum Schottel 1400, schlamm, lutum, limus caenum, sordes, spurcities Stieler 1826. schlamm ist wol aus schlamp (s. dieses) durch assimilierung entstanden, wie sie besonders im md. üblich ist (wie in um, kamm, lamm, krumm u. s. w.). schlam erscheint auch im sinne von fresserei, s. unten unter 4, bei Kehrein 348 steht als mundartlich gebräuchlich schlamm neben schlamp, unordentlicher mensch. Schmeller bezeugt eine nebenform schlemm im sinne von limus 2, 522. mnd. slam bezeichnet merkwürdiger weise minderwerthiges material der müller (hülsen, spelt), dessen vermahlung verboten wird. Schiller - Lübben 4, 226a. slam im sinne von limus ist der nd. sprache durchaus fremd, ebenso dem nld. schlamm ist als stoffwort ohne plural, nur in gewerblicher sprache wird der plural gebraucht (vgl. unten 3). 11) im eigentlichen sinne. meist wird mit schlamm dickflüssiger, erweichter boden an ufern verstanden, oder an stellen, wo wasser zurückgetreten oder verdunstet ist; doch wird es auch in allgemeiner anwendung gebraucht wie kot, schmutz. dicker, dünner, stinkender schlamm. Stieler 1826; in zusammensetzung: flusz-, meeres-, ufer-, grundschlamm; teich-, grabenschlamm; flüsse führen schlamm mit sich, überschwemmungen setzen schlamm an; mit schlamm bedeckte niederung; er (Behemoth) ligt gern im schatten, im rhor und im schlam verborgen. Hiob 40, 16; und lieszen jn an seilen hinab in die gruben, da nicht wasser, sondern schlam war, und Jeremia sanck in den schlam. [] Jer. 38, 6; deine pferde gehen im meer, im schlam, groszer wasser. Hab. 4, 15; er (beim durchwaten eines flusses) vermochte aber es nit gar lang umb desz schlams und der tiefe willen, antreiben, fiel hinunder und ertranck. Kirchhof wendunm. 1 s. 319 Österley; der schlamm, den man aus den teichen und gruben haben kan, ist auch sehr gut zum dungen. Hohberg landleben 3, buch 7, s. 18a; (der mensch) bemerkte ferner, dasz da, wo ein übertretender strom einen schlamm zurückgelassen, die fruchtbarkeit gröszer war. Schiller 9, 132; (die wasser) führten den rothen schlamm über das lichte gehölz und den wiesengrund. Freytag ges. werke 9, 127; freund Charon mag sich rathen, im schlamme liegt sein kahn. Schiller 1, 206; aber nicht im trüben schlamm der bäche, der von wilden regengüssen schwillt, auf des stillen baches eb'ner fläche spiegelt sich das sonnenbild. 11, 364. mit beziehung auf die alte vorstellung, dasz im schlamme sich leben erzeuge: mit mühe haben sich diese (thiere) gleichsam aus dem warmen schlamm losgewunden. Herder z. philos. u. gesch. 4, 69; ein klumpe des schlammes, der sich zur thierischen organisation erhoben. 107; der schlamm, worin die samen der dinge lagen. 5, 265. die üble nebendeutung von schlamm kann besonders hervortreten: schweine kehren sich an keinen schlamm. Stieler 1826; zusammen reinigten sie sich, und schütteten den schlamm ins meer. Bürger 145b. schlamm verbunden mit kot, dreck: zletst ward er glegt in kaat und schlam. trag. Joh. K 4; lag er da in einm rinstein tieff im schlam und dreck (mit gunst) und schlieff. Hollonius somn. vitae hum. 67 neudruck; gehst du ins bad, wie sonst, dich abzukühlen, so hüte dich, in seinem (des pfuhls) schlamm und koth, von morgen an, mit bloszem fusz zu wühlen. Hagedorn 2, 157. 22) in bildlicher und übertragener anwendung. eine reihe von wendungen beziehen sich auf das versinken, stecken bleiben im schlamm oder auf die befreiung aus solcher hülflosen lage: (gott) zoch mich aus der grawsamen gruben, und aus dem schlam, und stellet meine füsze auf einen fels, das ich gewis tretten kan. ps. 40, 3; ich versincke in tieffem schlam, da kein grund ist. 69, 3; deine tröster haben dich uberredt und verfürt, und in schlam gefurt, und lassen dich nu stecken. Jer. 38, 22; er ist zu weid in schlam gefaren, und kan nicht heraus. Luther 3, 462a; denn er nicht viel zu verlieren hat, oder je zum wenigsten leichter aus dem schlam wider komet, denn der fürst selbst, den er hinein gefüret hat. 5, 484a; wenn ich das evangelium hör, das mein herr Christus fur mein sund gnuogk gethan und die selben auff sich genomen hab und fur mich in den schlam getretten, darinn ich stack. 12, 464, 31 Weim. ausgabe; ohngefehr gerieth sein fusz in den schlamm seines verhängnis, dasz er schleunig ins grab muste. Olearius pers. rosenth. 5, 17; ich sincke schon, der schlamm wil mich verschlingen; er ist so tieff, dasz ich nicht gründen kan. Opitz psalmen 129 (ps. 69, 1); den versunknen zieh empor, und danke, dasz ich dich gezogen aus dem schlamme. Rückert poet. werke (1882) 5, 229. anders gewendet: Christus stehet bey uns im schlam und arbeitt, das ihm die haut rauchett. Luther 4, 609, 1 Weim. ausgabe. im schlamme liegen, als zustand der ohnmacht, nichtigkeit: si thuen werck, wye schon, wie gueth und wie viel sie wollenn, muesz man lern, das sie fur goth im schlamm ligen unnd nichs sein. 9, 609, 17; das ander schmehen sie auffs ergest, und musz gantz im schlamm ligen. 620, 35. mit beziehung auf den übeln nebensinn von schlamm: und da Swift's groszer geist grösztentheils darin versenkt ist, wie wenige stücke können den in schlamm gesenkten geist erlösen. Herder z. philos. u. gesch. 11, 239; gleich einer weiszen taube schwebest du, die flügel breitend, über dieses leben und netzest keine feder an dem schlamm, in dem wir ab uns kämpfend mühsam weben. Grillparzer 4, 167. in allgemeiner bildlicher anwendung für das schmutzige, niedrige, gemeine, sündige, lasterhafte: ich wolt wol gerne so gleuben, und thun, aber der alte schlam henget mir so schweer an. Luther 6, 68b; mirum quod huius modi schlam, laster etc. debet tegere habitus ille spetiosus exterior. 12, 602, 17 Weim. [] ausgabe. mit beziehung auf das häszliche: auch im elendesten Aesopischen krüppel kann eine grose liebenswürdige seele, wie ein rubin aus dem schlamme glänzen. Schiller räuber 1, 3 schauspiel; oft von der groben, sinnlichen wollust: topp Louise! ich bin dabei — wir hüpfen von roman zu romane, wälzen uns von schlamme zu schlamm. kabale u. liebe 5, 7; bald schwärmer, bald libertin in der liebe, durchlief er den wechsel zwischen äther und schlamm immer schneller. J. Paul Titan 2, 125. besonders häufig wird schlamm in seiner bildlichen anwendung mit einem genitiv verbunden (mhd. slam der sunden quelle bei Lexer mhd. handwb. 2, 961): sich im schlamme der gasse wälzen, gemeinen ausschweifungen nachgehen; befleckt euch selbst nicht mit dem schlamm fauler thaten. Olearius pers. baumg. 9, 15; (mensch) der im schlamme des eigennutzes versunken liegt. Klinger 6, 306; wo der gewohnheit schlamm die augen uns verdeckt. Brockes 4 (1739), 75; doch diese stürzen sich, vom körperlichen schönen geblendet, in den schlamm der sinnlichkeit hinein. Wieland 9, 70 (Musarion 2, 288); gemildert: lasz es seyn, dasz der verfolg der äonen manches von ihrem gebäude zertrümmerte und vieles gold in den schlamm der vergessenheit senkte. Herder zur phil. u. gesch. 5, 185; an jungen warmen seelen, die im schlamme der theorien und literaturen noch nicht verlohren sind. Göthe briefe 2, 120 Weim. ausg.; weil sie noch in dem schlamm der unwissenheit versunken liegen. Klinger 6, 325; in besonderer wendung: man ... bewundert vielleicht ... die kluge wirthschaft des himmels, ... der dem raben am hochgericht, und einem höfling im schlamme der majestäten den tisch deckt. Schiller kab. u. liebe 4, 3. schlamm laden, scherzhaft für trinken: wann Bibo trincket bier, das heist er schlamm geladen; wann Bibo trincket wein, das heist er abe laden. Logau 3, 94, 92. schlamm zur bezeichnung von etwas nichtigem, wertlosem: das ist nur schlamm (vgl.das ist dreck); von einem sehr reichen sagt man: er hat geld wie schlamm. Spiesz 214. schlamm scherzhaft übertragen auf den kaffeesatz: die schlaue phantasie sieht in geheimen zeichen des weisen schlammes antwort stehn. Uz (1768) 1, 68. 33) anwendung in gewerblicher sprache: schlamm bezeichnet die feuchte masse beim auswaschen des erzes, auch den rückstand in verschiedenen stadien. Jacobsson 3, 614a. Frisch 2, 192b; eine masse, die sich beim salzkochen ausscheidet. Frisch a. a. o.; die eisenhaltige erde, die bei der auslaugung des vitriols zurückbleibt. Jacobsson a. a. o.; schlamm von zwittern, die geringste sorte des zinnsteins. ebenda; bei den töpfern die mit wasser angemachte feine thonerde. überhaupt rückstand: nimm des wassers einen topf voll, seud das ein, das sich ein schlamm darinnen setzt. Erker beschr. aller fürnemsten mineralischen erzt (1580) 18a. 44) schlamm wie schlamp (s. dieses) im sinne von schlemmerei, üppiges schmausen und zechen; so nur in älterer sprache, hierzu vgl. schlemmen, schlemmerei. schlamm, comessatio voc. von 1618 bei Schm. 2, 522. fränk. die schlemm, schmauserei. ebenda; slem, slemp, comessatio Kilian: der schlam aber gieng nicht dest weniger für sich. Wickram rollw. 100, 8 Kurz; kam oft darzu, das er kunst und kunst laden versatzt, domit er gelt zum schlam uberkeme. 169, 3; darinn (in die milch) stigen sy mit den löfflen und hatten gar ein guoten schlam. 112, 12; fiengend sy dapffer an zuo schlemmen; stigen nach dem schlam wider inn jre schiff. 121, 3; ob er auch guotter ding auff einem schlamm gwesen wer. Lindener Katzip. 242 (s. 140 Lichtenstein); die kirchwey liesz ich gfallen mir wann der schlamm also ginge für. Wickram irr. reit. bilger 53a; dem würtzhausz zuo der füll und schlam lauffends mit hauffen zuo allsam. 53b; kam aber nie in keins wirtshaus oder zu solchem schlam und baus. 54a.
9725 Zeichen · 181 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlamm

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schlamm , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, und auch hier nur im Bergbaue, die Schlämme. 1. Eine jede gepül…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schlamm

    Goethe-Wörterbuch

    Schlamm pl auch ‘Schlemme’ (gelegentl mit Kleinschr), einmal ‘Schlam[me]’ 1 breiige Masse aus mit (wenig) Wasser vermeng…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlamm

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schlamm , eine Mischung von pulverförmigen anorganischen und organischen Substanzen mit viel Wasser. Man unterscheidet F…

  4. modern
    Dialekt
    Schlammm.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schlamm m. : ' weiche, breiige Schmutzmasse; aufgeweichte, schmutzige Ablagerung ', insbes. 'Schmutz, der sich nach Über…

  5. Sprichwörter
    Schlamm

    Wander (Sprichwörter)

    Schlamm 1. Besser Schlamm als Flut. Insofern das Feste, Bleibende Vorzüge vor dem Flüchtigen, Vorübergehenden besitzt, a…

  6. Spezial
    Schlamm

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schlamm m. (-[e]s,-e/...schlämme) 1 (feuchter Schmutz) paltan (-s) m. , malta (-tes) f. 2 sboiaca (-ches) f. 3 ‹fig› jüf…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlamm

169 Bildungen · 119 Erstglied · 45 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von schlamm 2 Komponenten

sch+lamm

schlamm setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlamm‑ als Erstglied (30 von 119)

Schlamm I

Idiotikon

Schlamm I Band 9, Spalte 542 Schlamm I 9,542

Schlamm II

Idiotikon

Schlamm II Band 9, Spalte 542 Schlamm II 9,542

Schlammes

SHW

Schlamm-es Band 5, Spalte 361-362

schlammartig

DWB

schlamm·artig

schlammartig , adj. und adv. : alles schlammartig zerflieszende. Herder z. gesch. u. phil. 18, 91 .

schlammatje

DWB

schlammatje , schlammetje , schlammutje , f. , in nd. gegenden gebräuchlich. 1 1) in Bremen ist slammetje der regenwurm. brem. wb. 4, 800; a…

schlammbad

DWB

schlamm·bad

schlammbad , n. : im schlammbade zu St. Amand. J. Paul aus d. teufels papieren 1, 49 .

Schlammbadeanstalt

GWB

schlamm·badeanstalt

Schlammbadeanstalt leicht iron vielleicht ließe sich ein Fond zu einer Pflaster-Casse finden, welches um so wünschenswerther wäre, als der e…

Schlammbäckel

RhWB

Schlamm-bäckel Siegld n.: verächtl. der an einem Kleidungsstück klebende dicke Schlamm.

schlammbank

DWB

schlamm·bank

schlammbank , f. untiefe, aus schlamm bestehend oder anschwemmung, z. b. in einem flusse.

Schlammbassin

RhWB

schlamm·bassin

Schlamm-bassin Siegld , Altk , in der Bergmspr. n.: über Tage gebautes B., in welches das aus dem Innern der Grube heraufgepumpte Röschenwas…

Schlammbeißer

Pfeifer_etym

schlamm·beisser

Schlamm m. ‘Morast, feuchter Schmutzbrei’, spätmhd. (md.) slam (Genitiv slammes, aus slambes; 14. Jh.), mnd. slam ‘Schlamm, Kot, Abfall beim…

Schlammbeißker

Adelung

schlamm·beissker

Der Schlammbeißker , besser Schlammbeißer, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art der Beißker, welche sich in den Schlamm der Teiche und Flüss…

schlammbewohner

DWB

schlamm·bewohner

schlammbewohner , m. : er ( der sünder ) ein schlammbewohner von faulem wasser — stinkender sinnlichkeit träufend. Schubart (1787) 1, 68 .

schlamm als Zweitglied (30 von 45)

Üüschlamm

MeckWB

Wossidia Üüschlamm n. wie Tüüsch-, Tüßlamm Wo. Sa.

Chalchschlamm

Idiotikon

Chalchschlamm Band 9, Spalte 542 Chalchschlamm 9,542

fettschlamm

DWB

fett·schlamm

fettschlamm , m. herz, du treibest dein blut zu reiszend um, aber dein fehler ist doch schöner, als wenn du mit phlegmatischem getriebe aus …

flutschlamm

DWB

flutsch·lamm

flutschlamm , m. wandeln wird er wie mit blumenfüszen über Deukalions flutschlamm. Göthe 2, 70 .

gewohnheitsschlamm

DWB

gewohnheit·s·schlamm

gewohnheitsschlamm , m. , vgl.: deinen winter-aufenthalt wo alles schlackig, wiedrig, kalt, bedeckt mit dämmrung bald, bald dicker finsterni…

gierschlamm

DWB

giersch·lamm

-schlamm bildlich, schlamm der begierden: die wollust ist ein unersättlicher wurm ... je mehr derselbe in dem unflaht der unzucht sich besud…

grabenschlamm

DWB

graben·schlamm

grabenschlamm , m. , ' fruchtbarer schlamm aus wässerungsgräben ', vielfach als düngemittel verwendet: die fruchtbarkeit des grabenschlammes…

greuelschlamm

DWB

greuel·schlamm

greuelschlamm , m. : disz ist der seelenbrunn, den Jesus auf wil schlieszen, dasz uns kein greuelschlamm, kein lasterkoth verzehr Gryphius g…

grundschlamm

DWB

grund·schlamm

-schlamm , m. ( vgl. comp.-typ. 5 a): das ... reserveruder blieb im zähen gr. stecken Sven Hedin Bagdad (1918) 77 ; wenn man eine kleine por…

keuschlamm

DWB

keusch·lamm

keuschlamm , n. gleich keuschbaum: keusch lamp, agnus castus Rösslin kräuterb. ( Dief. 18 c ), keusch lamb, vitex Soranus ( Dief. 623 c ), s…

meeresschlamm

DWB

meer·es·schlamm

meeresschlamm , m. : die dem erdenschacht und meeresschlamme entnommenen. Rückert ges. ged. 1, 184 .

Meerschlamm

Campe

meer·schlamm

Der Meerschlamm , — es , o. Mz . der Schlamm, welchen das Meer auf dem flachen Strande zurückläßt, oder Schlamm aus dem Grunde des Meeres. »…

mittelschlamm

DWB

mittel·schlamm

mittelschlamm , m. die sorte des gepochten und über den herd gewaschenen erzes, welche sich im ersten graben unter dem gefälle setzt.

narrenschlamm

DWB

narren·schlamm

narrenschlamm , m. ( vgl. narrenbrei sp. 369): er steckt im narrenschlam. Tscherning gesprächsp. 1, Y 1 a .

Paschlamm

DRW

pasch·lamm

Paschlamm, n. Osterlamm (II) als Abgabe an den Bürgermeister für die Festsetzung der Fleischpreise paischlamb oJ. Vaßen,WVGJülich 171

pochschlamm

DWB

poch·schlamm

pochschlamm , m. das pochmehl bei nasser aufbereitung, puchschlamm Chemnitzer bergm. wb. 398 a .

Pöbelschlamm

GWB

poebel·schlamm

Pöbelschlamm Bindestrichschr bildh in Anspielung auf den Prozeß gegen Königin Caroline von England Steigt reingewaschen wie ein Lamm|Die Kön…

Rȫscherschlamm

Adelung

roscher·schlamm

Der Rȫscherschlamm , des -es, plur. inus. im Hüttenbaue, derjenige Schlamm, d. i. klar gepochtes Erz, welches aus der ersten und andern Rösc…

schlamp (schlamm)

LothWB

schlamp·schlamm

schlamp (schlamm) [šlap D. Si. ; šlam Hb. Mw. ; šlip Falk. — Comp. šlàmər, šlampšt] adj. u. adv. hinkend, krumm, schief, schräge. (Unser W…

Schwefelschlamm

GWB

schwefel·schlamm

Schwefelschlamm im Umfeld einer schwefelhaltigen Quelle auftretender heißer, stinkender Schlamm; als sagenhafte Brutstätte von Ungeheuern [ …

seelenschlamm

DWB

seelen·schlamm

seelenschlamm , m. sittliche verkommenheit: keine despotie hebt sich, wie wir ja an den letzten Römern sahen, auf schwertern aus dem seelens…

Ableitungen von schlamm (5 von 5)

beschlammen

DWB

beschlammen , coeno oblimare. pers. baumg. 9, 15. s. DWB anschlemmen .

entschlammen

DWB

entschlammen , sordes eluere: einen teich entschlammen, reinigen. Stieler 1826 .

erschlammen

DWB

erschlammen , scatere illuvie. Stieler 1826 : die wiese erschlammt, verschlammt.

urschlamm

DWB

urschlamm , m. , schlamm 1 mit ur- C 4 c. vgl. urschleim: aus dem urschlamm hervorgekrochene menschenstämme Fr. Schlegel 15, 59 ; darin der …

Verschlammen

Campe

Verschlammen , v. ntr . mit sein , von Schlamm verstopft, mit Schlamm angefüllt, bedeckt werden. Die Brunnenröhre ist verschlammt . Der vers…