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kiel

ahd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kiel m.

Bd. 11, Sp. 674
kiel, m. caulis, mhd. kil wb. 1, 805a, Wack. leseb. 1859 958 fg., ahd. nicht gefunden; weiteres s. am ende. 11) federkiel: penna, kil voc. v. 1419 Schm. 2, 289. gänsekiel, rabenkiel, schwanenkiel u. a. nd. kîl Schambach 100a. 1@aa) vom ganzen stengel (abgesehen von den federn), so wol schon mhd. Lichtenstein 485, 24. beim federnschleiszen bleiben die kiele übrig: kielen, die abgerupften und leeren spulen. öcon. lex. Leipz. 1731. vgl. kielbett. 1@bb) besonders aber der untere hohle theil: dâ einer blæset durch den kil. Wack. leseb. (1859) 959, 24; der vederkil ist sô vîn, man vaʒʒet quecsilber drîn. 959, 1; diu weberin spuolt über den kil. 959, 20; er (der fischer) hât den kil zun angeln. 959, 12, der kiel an der angelschnur mit dem kork. 1@cc) selbst die sog. seele im hohlen theil findet sich kiel genannt: hilum, vedernsele, vedernkil, nd. Dief. 277b, in einem md. voc. das. freilich keil, wie im voc. inc. teut.: leicht das in der federn ist, ilus, vulgariter keil. o 6b; in andern ausg. dess. aber kile oder kijl Dief. 277b (s. dazu 4, b). diese 'seele' ist ähnlich röhrenartig geformt, wie der kiel selbst. danach müszte die bed. b die eigentliche sein. 1@dd) kiele heiszen auch die ansätze der gröszeren federn, die aus der haut keimen, im öcon. lex. 1731 wieder kielen pl.; s. kielen 1. wenn das junge ausgebrütete viehe anfängt zu kiehlen oder kiele zu bekommen. Becher hausvater (1714) 733; bald nun keimten die kiele zugleich wie gebrüteten vögeln flaumig. Voss Ovid. verwandl. 2, 4. 1@ee) aber auch die ganze ausgewachsene feder samt der fahne, wie Stieler ausdrücklich bemerkt: endlich verfertigt er (der federschmücker) auch für die bogenschützen gefärbte kiele (coloratas pennas), welche in ihre bölze gemacht werden. Comenius orb. p. 2, 403. 22) In diesem sinne bes. von der schreibfeder, bei der ja der kiel 1, b die ganze hauptsache ist. 2@aa) in eigentlichem sinne: man schrîbet mit dem vederkil. Wackernagel leseb. 1859, 16 (14. jh.), die zusammensetzung selbst zeigt, dasz der kil nur ein theil der veder ist; (die gans) gibt zu schreibfedern gute kiel. ganskönig G 5; (ich habe) so manch papier befleckt, so manch papier beschmitzt, so manchen kiel verstampft. Günther 1098; und ich den kiel voll ungeduld ob einem reim zu fasen stampfte. Gökingk 2, 38; herr Dusch hat geschrieben, schreibt und wird schreiben, so lange er noch aus Hamburg kiele bekommen kann. Lessing 6, 197; der glückliche posenschraper, der die kiele dazu (zu der berühmten schrift) abzog. J. Paul Tit. 1, 66. Göthe 32, 240. 2@bb) im 17. 18. jh. brauchte man diesz kiel als dichterwort, wie jetzt feder besonders im journalistenstil, von der schriftstellerischen arbeit und kunst, selbst für stil, wie wir ja noch sagen nach lat. stilus, das ebenso von der bed. schreibstift zu jener bed. kam und den schriftstellern meist wol vorschwebte: dichterkiel, stylus et labor poeticus. Stieler 914; zwar kan kein kihl der welt so eigentlich beschreiben sein allbekantes lob. Weckherlin 604; die seele schreibet mehr als dieser schwache kiel. Riemer polit. stockf. 128; ich weisz nicht mehr wohin, und lerne bei dem schmachten gesundheit, ehre, kiel und wissenschaft verachten. Günther 744; versuche meinen kiel mit unverdienter huld und lasz ein musenkind nach so viel ungedult an dir, gelehrtes haupt, den deutschen Colbert finden. 745; es ist, hochwerthes haupt, die alte schuldigkeit, womit dir jetzt mein kiel ein jährlich opfer bringet. 659 (neujahrsgedicht); [] wofern, entschlafner greis, dein sarg empfindung hat, so opfert ihm mein kiel disz welke lorbeerblat. 603; halts maul, du loser kiel, sonst werden sie dich wichsen, du weist was jungfernzorn und weiberliebe kan. 601; und wenn sich dann und wann ein weib zu stahl und kiel geschickt bewiesen. ders.; dich grüszt ein schlechter kiel, am Tiberstrand geschnitten, und klagt, dasz er nicht eh bezahlet seine schuld. Canitz (1734) 204; denn konnte sie (die rosen) mein kiel in ihres schattens dämmerung kaum mahlen. Brockes (1728) 1, 94; man glaube nicht was mancher dichter spricht: 'nun ruht mein kiel, nun schreib ich ferner nicht'. Hagedorn 2, 109; dein schmeichelkiel sucht mich in Preuszen, ich soll und musz ein dichter heiszen. Christ. Mariane v. Ziegler verm. schr. 160; den kiel schärfen, calamum acuere Steinbach 1, 851, schärfer, nachdrücklicher schreiben; wie flieszt, o Schlegel, das glückliche lied nicht deinem begeisterten kiel! Zachariä 2, 58; mit richtrisch scharfem kiel durchackert seine lieder Gargil, ins neunte jahr schreibt, löscht und schreibt er wieder. Lessing 1, 7; ein elend jämmerliches spiel (lustspiel) schrieb Koromandels stumpfer kiel. 1, 32; zum erstenmal nach langer musze, dir, gutes kind, zum hochzeitgrusze, ergreif ich meinen dichterkiel. Schiller (1783) bei Carol. v. Wolzogen, erinn. 1, 133 (1850 s. 69). 2@cc) einzeln sogar für das geschriebene selbst: kiel der ewigkeit, scripta immortalitate digna. Stieler 914; es sind zwar mehr der kielen die auf das ferne spielen, die hin nach ewigkeiten gleichwol die fahrt bereiten (geistliche schriften). Logau 3, 102. 33) Von andern ähnlichen dingen, stengel, schaft, rohr u. a. 3@aa) pflanzenstengel, halm: rasch schieszt der pflanze trieb zum schlanken kiel. Göthe 11, 332 (was wir br., forts., 3. auftr.). von einem rohrhalm als hirtenpfeife, calamus: dort lieszest du (Paris) auf grünem rasen die silberweiszen rinder grasen und buhltest auf dem phrygschen kiele mit dem Olymp im flötenspiele. Schiller 221a (Iphig. in A. 2 a. e.). wie weit ist das im gebrauch des lebens begründet oder nur dichterisch? wirklich heiszen die ersten halme, die zum vorschein kommen wenn das getreide zu schossen anfängt, schoszkiele, und schloszkiel die oberste, noch verschlossene blattscheide der gerste u. ä., nach Nemnich bei den landleuten (er gibt auch 'kiel halm' wbb. 299); beides erinnert an kiel 1, d. vgl. kielbrut, kielen 3. 3@bb) vom pistill bei blumen, auch kolben genannt: narcissus maximo flore luteo .. hat umgeschlagene blätter und in der mitte einen langen hervorragenden kiehl. natürl. zauberbuch Nürnb. 1762 s. 663; narcissus major .. mit einem goldgelben kiel versehen. das.; des ersten (buphthalmum) blume besteht aus sechs weiszen blättern, habend einen hervorragenden kiel. 661 u. ö. 3@cc) schaft, in lanzenkiel Göthe 3, 173, freilich doppelsinnig, mehr von der feder. von palmen: lasz unheilge hand nicht schänden ihres stammes schlanken kiel. A. Grün ged. (1838) 213. 3@dd) in Baiern kil von den zinken, zacken einer gabel. Schm. 2, 289. ähnlich von den stacheln des stachelschweins: sträube sich die würde jener weiber, wie die kiele eines stachelschweins. Zimmermann einsamk. (1785) 3, 290; ebenso engl. quill. auch der federkiel geht oben spitz aus. 3@ee) gleich röhre in bergm. steckelkiel und ansteckkiel Frisch 2, 325b. auch kiel 1, b ist eine röhre. 44) Formen und verwandtschaft. 4@aa) das wort ist auch als n. da, so in Baiern das kil, und schon mhd. in Lichtensteins islîch kil 485, 24. aber auch als fem., die kiele heiszt es in Thüringen, Sachsen volksm. (wie nd. quiele u. d), also ein wort das sich in allen drei geschlechtern ausgeprägt hatte. Steinbach setzt neben kiel m. auch kiele f., pl. kielen an, gewiss aus seiner heimat Schlesien, mit dem pl. kielen bei Logau und unter 1, a. d ist eben das gemeint. schon B. Faber thes. erud. 1587 gibt penna, die federkile (Dief. 423a). [] 4@bb) merkwürdig eine nebenform keil: keil oder kengel der feder, caulis pennae. Golius 1582 99 (c. 154), also elsäss.; mit einem federkeil Weckherlin 650, schwäb.; auch bei Schottel 1344, Stieler 914, und schon bei Luther keilen für kielen (s. kielen 1). ja schon im 15. jh. keil, kijl rhein., s. 1, c, das demnach doch dasselbe wort sein wird. noch jetzt am Mittelrhein keil federkiel. also eine alte nebenform kîl neben kil? vgl. das folgende kiel 3. 4@cc) diesz keil kiel stimmt äuszerlich zu der angenommenen verwandtschaft von kiel mit keil cuneus, also auch mit kegel (s. sp. 388 12, d und 531 oben); das wie freilich bleibt bloszer vermutung überlassen, so lange nicht einmal sicher ist, welches die ursprüngliche bed. war. merkwürdig z. b. heiszt der federkiel rheinisch, westerw. auch peil (Kehrein 304, Schmidt 136), d i. pfeil; gerade nrh. kommt aber auch kîl für pfeil vor (sp. 448), und der pfeil war gefiedert, wie der federkiel; geradeso heisz bolz, d. i. pfeil (und keil), auch federkiel (2, 235 unter 6). Wiederum machte man wol pfeilschäfte auch aus festem rohr (wie die kinder noch, in Leipzig fitschepfeil), der kiel ist aber auch zum guten theil ein rohr, und bergm. kiel 3, e bedeutet röhre, wie das verwandte kengel 3, das auch als federkiel und stängel, schaft mit kiel völlig zusammenfällt. selbst die verwandtschaft mit kegel widerspricht in diesem punkte nicht, denn der kegel 2 als beinknochen, was die urspr. bed. scheint, stellt ja auch zugleich eine röhre dar. ja man könnte, falls diese bed. des hohlen der begriffskern wäre, die wurzel kil mit der von kaule grube zusammenbringen, bei dem sich unter umständen an hohl und κοῖλος als verwandt denken liesz (s. sp. 349). damit kämen lat. caulis stengel, lett. kauls stengel und knochen, litt. kaulas knochen in die verwandtschaft, und sie passen trefflich in den begriffskreis hier. denn wenn die verwandten wörter zum theil einen festen, vollen schaft, zum theil einen schaft, stengel mit röhrenhöhlung bezeichnen, so liesze sich gerade diese zweiseitigkeit des wortstamms auf den knochen zurückführen, der zu beiden begriffen anhalt gab (s. dazu sp. 385 fg.). 4@dd) etwas abweichend freilich ist eine nd. form: westf. quiele f., federkiel Woeste volksüberl. 104, Kuhns zeitschr. 2, 95, und entsprechend engl. quill. das westf. wort heiszt aber auch quiegelte f. (zu diesem -te s. Wolfs zeitschr. f. myth. 1, 387), welches quiegel aber wieder an kegel, nrh. kiegel erinnert. das engl. wort bedeutet übrigens auch weberspule, stachel des igels, und landsch. stengel eines rohrs (schilfstengel), alles ganz wie kiel. also eine alte nebenform mit qu- für k-, wie öfter, s. z. b. kenten a. e. 4@ee) für das verhältnis von kiel zu kengel sei noch erwähnt, dasz es sich ganz so wiederholt in stiel (mhd. stil) und stengel.
10297 Zeichen · 255 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kielst. M. (a?, i?)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    kiel , st. M. (a?, i?) nhd. Kieme?, Kehle?, Maul (N.) (1) ne. gill?, mouth (N.) ÜG.: lat. branchia Gl Q.: Gl (11. Jh.) E…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KIELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    KIEL stm. kiel des schiffes, schiff. ahd. chiol Graff 4,387. celox sumerl. 49, 19. — eʒ sinket halt ein mers kiel Parz. …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kielM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    kiel , M. Vw.: s. kil

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Kiel

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    1. Der Kiel , des -es, plur. die -e, ein nur bey den Gärtnern übliches Wort, wo die Zwiebeln der Blumengewächse auch Kie…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kiel

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Kiel 1 (aus Schaft u Spule bestehender) fester Mittelteil einer Vogelfeder a eigentlich; einmal im Bild Die K-e erwach…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kiel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Kiel , der untere Längebalken des Schiffes; die Grundlage des Schiffes; K. dichterisch auch = Schiff.

  7. modern
    Dialekt
    Kiel

    Schweizerisches Idiotikon · +4 Parallelbelege

    Kiel Band 3, Spalte 207 Kiel 3,207

  8. Sprichwörter
    Kiel

    Wander (Sprichwörter)

    Kiel 1. Kiele, Räder, Rand um das Land. ( Holl. ) Die Kiele bezeichnen die Schiffahrt, die Räder den Ackerbau und der Ra…

  9. Spezial
    Kiel1

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Kiel 1 m. (-[e]s,-e) (Federkiel) ascat (-ac) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kiel

112 Bildungen · 71 Erstglied · 38 Zweitglied · 3 Ableitungen

kiel‑ als Erstglied (30 von 71)

Kielfeder

SHW

Kiel-feder Band 3, Spalte 1281-1282

kielbanc

KöblerMhd

kiel·banc

kielbanc , st. F. nhd. Schiffsbank, Bank auf einem Schiff Q.: Brandan (13. Jh.) E.: s. kiel, banc W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 239 (kielbanc), Le…

Kielbank

Meyers

kiel·bank

Kielbank , hölzerner Rost zum Docken (s. Dock ) kleiner Schiffe bei Ebbe.

kielbett

DWB

kiel·bett

kielbett , n. bett armer leute, nur mit den beim federschleiszen übergebliebenen kielen gestopft. Adelung.

kielbock

DWB

kiel·bock

kielbock , m. bock ohne hörner. Nemnich. s. unter kielkropf 3, aber auch kolbenbock.

kielboot

DWB

kiel·boot

kielboot , n. boot das auf einen kiel gebaut ist, im gegensatz zum flachboote, nd. keelboot Dähnert 223 a . engl. keelboat.

kielbrut

DWB

kiel·brut

kielbrut , f. in der gärtnerei: die andere vermehrung ( der blumen, auszer durch samen ) geschiht durch die kielbrut und beisätze, wann man …

kielbrüstic

KöblerMhd

kielbrüstic , Adj. nhd. schiffbrüchig Q.: RvZw (1227-1248) E.: s. kiel, brüstic W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 239 (kielbrüstic), Lexer 107a (kielb…

Kielce

Herder

Kielce , russ. Stadt. 14 M. südöstlich von Warschau, Bischofssitz, Waffenplatz, mit 5900 E.; Bergbauschule.

kieleck

DWB

kiel·eck

kieleck , ein käfer, bair.: den rosskäfern, den kielecken oder schrötern mit zwei hörnern. Schm. 2, 289 , der aus einer glosse ahd. 'chuleic…

Kiᵉlek

WWB

Kiᵉlek m. [verstr.] Kelch; Gefäß für Messwein ( WmWb ). ⟨ ›Kiᵉlk‹ u. Kelch ⟩ ¶ RhWB WWB-Source:238:RhWb RhWb 4,401: Kelch ; WWB-Source:207:N…

kielen

DWB

kielen , 1 1) von kiel feder, 1@a a) eigentlich pennas nancisci, habere (?) Stieler 914 , Steinbach 1, 852 , besonders die kiele, stoppeln z…

kielende

DWB

kiel·ende

kielende , n. die ecke am dache, wo die giebelwand abgestumpft ist, in Ostpreuszen. Hennig 328 , er vermutet keilende, weil die ecke die ges…

Kieler

GWB

Kieler ‘Kieler Wanderer’, mBez auf Musäus 1) GWB 5 1 ,38 Gespr zw Schildwache u Freund Hain 15 1) zur Sache vgl WA I 5 1 ,239; MA2.1,607 Jul…

Kieler Busen

Meyers

kieler·busen

Kieler Busen , eine von den Buchten oder Föhrden der schleswig-holsteinischen Ostseeküste, erstreckt sich auf der Grenze der Herzogtümer Sch…

kielfeder

DWB

kiel·feder

kielfeder , f. die gröszeren federn, die kiele (674 1, b ) haben, z. b. bei der gans: 'kielen', kielfedern bekommen. teutsch-engl. wb. 1716.…

Kielförmig

Campe

kiel·foermig

Kielförmig , adj . u. adv . die Form, Gestalt eines Kieles habend. I der Pflanzenlehre heißt ein Blatt kielförmig (carinatum ), wenn es läng…

Kiel, Friedrich

Meyers

kiel·friedrich

Kiel, Friedrich , Komponist, geb. 7. Okt. 1821 in Puderbach a. d. Lahn, gest. 14. Sept. 1885 in Berlin, studierte mit Unterstützung des Fürs…

kielfrosch

DWB

kiel·frosch

kielfrosch , m. wie kaulfrosch; auch gleich froschschnecke. Nemnich. vgl. kielkropf 4.

kielfurche

DWB

kiel·furche

kielfurche , f. die furche die der kiel im wasser zieht, s. kielwasser ( das schiff, der kiel pflügt die wogen ).

kielgang

DWB

kiel·gang

kielgang , m. im schiff, der unterste gang planken der in die sponning des kiels eingelassen ist, nl. kielgang. Röding 1, 834. 830 .

kielgraben

DWB

kiel·graben

kielgraben , m. im hafen, graben zur bewirkung des kielens, kielholens ( s. d. 1): wie denn, damit die schiffe im kielholen nicht gehindert …

kiel als Zweitglied (30 von 38)

Afterkiel

Adelung

after·kiel

Der Afterkiel , des -es, plur. die -e, an den Schiffen, ein starken Balken, welcher an dem Kiele befestiget wird, dessen untere Seite zu ver…

Anstêckkiel

Adelung

Der Anstêckkiel , des -es, plur. die -e, in den Bergwerken, eine angebohrte Röhre, welche unter dem Steckelkiel angestecket wird, damit man …

dichterkiel

DWB

dichter·kiel

dichterkiel , m. die schreibfeder des dichters Stieler 914 . mein schlechter tichterkiel Chr. Knittel Kurzgedichte (1674) 41 . und ( Cypripo…

federkiel

DWB

feder·kiel

federkiel , m. dasselbe, und die heutige form: ir sein wenig oder fil, ich schätz si für ain federkiel. fastn. 447, 8 ; Boetius lert die mus…

gänsekiel

DWB

ganse·kiel

gänsekiel , m. gänsefeder, schreibfeder ( s. kiel) Frisch, Adelung : gänsekiele für schwerder Schiller räuber, trauersp. 1, 4 ; und wers bei…

lanzenkiel

DWB

lanzen·kiel

lanzenkiel , m. die feder unter dem bilde einer lanze: Ulrich Hutten mit obscuren derbe lanzenkiele brach. Göthe 3, 173 .

oberkiel

DWB

ober·kiel

oberkiel , m. nautisch der ober- oder gegenkiel, eine auf die oberseite des hauptkiels gebolzte bohle, in welche die spuren für die bauchstü…

ohrkiel

DWB

ohr·kiel

ohrkiel , n. : auf der innenfläche des ohres ( der ohrenfledermaus ), etwa über der grundlage des ohrkieles, beginnt eine nach innen schräg …

pochkiel

DWB

poch·kiel

pochkiel , m. der obere schwache theil am pocheisen. Frisch 2, 64 b , puchkiel Chemnitzer bergm. wb. 397 a .

rabenkiel

DWB

raben·kiel

rabenkiel , m. penna ex alis corvi. Frisch 2, 80 a , früher für die tangenten eines spinetts, jetzt zum tuschzeichnen verwendet.

†Ridekiel

ElsWB

ride·kiel

PfWB RhWB † Ridekiel nannte man die Handarbeitstaschen der Damen Str. — frz. ridicule, entstellt aus réticule. Bayer 2, 59.

schiefkiel

DWB

schief·kiel

schiefkiel , m. : sie wollen den schiefkiel des autors lenken, nämlich den ordentlichen schreibkiel. J. Paul flegeljahre 1, 113 .

schiffskiel

DWB

schiff·s·kiel

schiffskiel , m. : wetterleuchtend zuckt die luft, die wellen wälzen meilenlang beschäumte kämme, wie ein heer, zur schlacht gereiht, dem sc…

Schlóßkiel

Campe

schloss·kiel

† Der Schlóßkiel , — es, Mz. — e , bei den Landleuten in manchen Gegenden, die oberste noch verschlossene Blattscheide einiger Gräser, die H…

schloszkiel

DWB

schloszkiel , m. die oberste, noch verschlossene blattscheide einiger gräser, z. b. der gerste. Nemnich.

schmeichelkiel

DWB

schmeichel·kiel

schmeichelkiel , m. dichterisch von schmeichelnder schreibart, vgl. DWB kiel 2, b oben theil 5, 675: dein schmeichelkiel sucht mich in Preus…

Schóßkiel

Adelung

schoss·kiel

Der Schóßkiel , des -es, plur. die -e, in der Landwirthschaft, die Kiele, d. i. jungen und noch kleinen Halme des Getreides, welche zum Vors…

schoszkiel

DWB

schoszkiel , m. der junge, noch kleine halm, der am schossenden getreide zum vorschein kommt Adelung ; s. kiel 3, a, theil 5, sp. 675.

schreibkiel

DWB

schreib·kiel

schreibkiel , m. schreibfeder: ( die gans ) die .. so viel vermögende schreibkiele liefert. Bürger 358 a ; lenke, wie unsern schritt, auch u…

schwanenkiel

DWB

schwanen·kiel

schwanenkiel , m. kiel einer schwanenfeder Adelung, auch feder eines schwans, besonders aus dem fittich, vgl. DWB schwanenfeder 1: schwanen …

schwungkiel

DWB

schwung·kiel

schwungkiel , m. , wie schwungfeder: drum muszt du, wenn ich rathen soll, der reglerinn zum opferzoll erst manchen schwungkiel dir entziehn.…

seekiel

DWB

see·kiel

seekiel , m. name der besten holländischen und hamburgischen federkiele, als schreibfedern. Campe, s. unter seefeder 3.

senkelkiel

DWB

senkel·kiel

senkelkiel , m. ansteckkiel, in bergwerken, ' eine ausgebohrte, und mit ringen beschlagene röhre, die in kunstgezeugen unter dem steckelkiel…

Snoppenkiel

Wander

snoppen·kiel

Snoppenkiel Hei is en Snoppenkiel. ( Hildesheim. ) – Firmenich, I, 185, 15. Auch Flahensnute, ein snodderig Junge, d.i. ein Rotzbube, Rotzlö…

Staukiel

Campe

stau·kiel

Der Staukiel , — es, Mz. — e , auf den Schiffen, Kiele oder Keile, deren man sich beim Stauen der Fässer bedient, indem man sie an beiden Se…

Stêckelkiel

Adelung

steckel·kiel

Der Stêckelkiel , des -es, plur. die -e, im Bergbaue, ein Kiel oder kleine Röhre in dem Pumpenwerke, in welcher das Ventil befestiget wird, …

steckkiel

DWB

steck·kiel

steckkiel , m. , mit der nebenform stekelkiel in der bergwerkssprache eine kleine röhre ( vgl. kiel 3 e th. 5 sp. 676) in einem pumpenwerke,…

Ableitungen von kiel (3 von 3)

bekielen

DWB

bekielen , pennis instruere, befiedern: doch diesen hohen flug noch dreiszig tage auszuhalten fühlt kein olympier sich stark genug bekielt. …

Kiᵉle

WWB

Kiᵉle f. [ Kr. Höxter Höx Kr. Brilon Bri Wal] Stahlfeder (Gänsekiel), Federkiel. ¶ RhWB WWB-Source:238:RhWb RhWb 4,390: Keil II ; WWB-Source…

verkielen

DWB

verkielen , verb. mit kielen versehen. reflexiv, kiele oder federn zum fliegen bekommen. auskielen, verkielen pennas emittere, pennatum fier…