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Kaue

mnd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
11 in 10 Wb.
Sprachstufen
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38
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12

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Kaue

Bd. 2, Sp. 1519
Die Kaue, plur. die -n, ein nur noch im gemeinen Leben übliches Wort, ein hohles, gemeiniglich enges Behältniß zu bezeichnen. 1) Im Oberdeutschen wird die Kaue zuweilen für Käfich gebraucht, und Hühnerkaue ist daselbst eine Hühnersteige. 2) In der Landwirthschaft einiger Gegenden, z. B. in der Lausitz, sind die Kauen, Kaaen oder Koen kleine Verschläge in den Schafställen, diejenigen Schafe, welche ihre Lämmer nicht annehmen wollen, in denselben einzusperren. 3) Im Bergbaue ist die Kaue oder Kaa eine kleine Hütte über einem Schachte, die Haspelzieher vor der Witterung zu bedecken. Anm. Dieses alte Wort hat überhaupt den Begriff des hohlen Raumes und figürlich auch der Bedeckung. Im mittlern Lateine ist Cohua eine Bude, Kaufhalle, Chio, Chyo ein Bauerhaus, Caya ein Haus, im Engl. Coe eine Grube unter der Erde, und im Böhm. Kow ein Bergwerk. Der allgemeine Begriff des hohlen, eingeschlossenen Raumes ist durch eine Menge von Ableitungssylben fast in allen bekannten Sprachen auf eine beynahe unzählige Art eingeschränket und anders bestimmt worden; wohin mit den Hauchbuchstaben im Deutschen Kauche, Kachel, Gieke, Schacht; mit den Lippenbuchstaben, Koben, Kober, Kappe, Käfich, Kübel, Caftan, Kufe, und die Lat. Cavea, cavus, und mit voran gesetztem Zischlaute Schaube, Schoppen, das Nieders. Schapp; mit den Zungenbuchstaben, Kothe, Hütte, Haut, Kanne, Kahn, Canal, Kahr, ein Gefäß, Korb, das Niedersächs. Kuhle; und mit den Zischlauten Casse, Kasten, Kiste, Katze in der Bedeutung eines hohlen Raumes, Haus, Hotze, und hundert andere mehr gehören.[]
1561 Zeichen · 16 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kaueM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    kaue , M. Vw.: s. kau

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kaue

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Kaue , plur. die -n, ein nur noch im gemeinen Leben übliches Wort, ein hohles, gemeiniglich enges Behältniß zu bezei…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kaue

    Goethe-Wörterbuch

    Kaue bergm; Schutzhütte über einer Schachtöffnung Der neue Johannes als der .. Hauptschacht .. Man hat ihn mit einer lei…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kaue

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kaue , Überbau über einer Schachtmündung oder einem Stollenmundloch als Schutz gegen die Witterung; im weitern Sinne sov…

  5. modern
    Dialekt
    Kaue

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Kaue s. Rauchkaue .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kaue

35 Bildungen · 32 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

kaue‑ als Erstglied (30 von 32)

Kaüderschlaüz

ElsWB

Kaüderschlaüz [Khòitərlòits Horbg. ] n. Gemisch, Mischmasch, Durcheinander: ë so K. ka nn i ch nit ësse n .

kaüen

ElsWB

kaüe n [khoiə Hlkr. ; khøỳə Geud. ] kauen (nur von Tieren gebraucht). Si e (die Kühe) k. als noch dron he rum am Futter Geud. ‘kewen mandere…

Kaueichert

RhWB

kau·eichert

Kau-eichert kǫuēχərt, , Pl. -dən Wittl-Muhlb m.: dass.; s. Kaweichert.

kaueln

DWB

kau·eln

kaueln , käueln , iterativbildung zu kauen, käuen. 1 1) langsam, mühsam kauen u. ä., so schweiz. kaulen und käulen Stald., bair. keuweln, ke…

Kauelßel

WWB

kaul·s·sel

Kauelßel n. Kawwelsel Zerkautes, Zerhacktes, Zerpflücktes ( Hal Bh).

Kauendach

RhWB

kauen·dach

Kauen-dach Verbr. wie Kaue 2 a n.: D. einer Kaue am Vogelherd.

kauen I

RhWB

kauen I = eine Vertiefung bilden s. bei Kaue.

kauen II

RhWB

kauen II -ǫ·u.- Elbf ; -ū:- Sieg-Birlinghv 1841 schw.: kauern.

kauen III

RhWB

kauen III Rhfrk kauə, –ǫu- ; OMosfrk kǫ·u.ə(n) ; WMosfrk mehr gna·u.ən, gnā:wən ; Rip lrhn. n. Prüm-Steffeln , Aden-Kelbg , Ahrw , rrhn. n. …

Kauerfichte

Wander

kauer·fichte

Kauerfichte Was eine Kauerfichte werden will, das bleibt bald klein. ( Schles. ) Kauerfichten heissen in Schlesien, wenigstens in den mir be…

kauergerihte

KöblerMhd

kauer·gerihte

kauergerihte , st. N. nhd. Dienstlehen eines Fassbinders Q.: UrbNAlteich (1257) E.: s. kauerære, gerihte W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 176 (kauerg…

kauerhuobe

KöblerMhd

kauer·huobe

kauerhuobe , st. F., sw. F. nhd. ? Q.: DRW (um 1200) E.: s. kauerære W.: nhd. DW- L.: DRW

kauerig

RhWB

kaue·rig

kauerig Altk-Bachenbg Adj.: kauernd, gebückt; k. do setzen.

kauerkæse

KöblerMhd

kauerkæse , st. M., st. N. nhd. „Kauerkäse“ Q.: DRW (2. Viertel 14. Jh.) E.: s. kauer, kæse W.: nhd. DW- L.: DRW

kauerlêhen

MWB

kauerlêhen stN. ‘Dienstlehen eines → kauerære’ (vgl. DRW 7,567): Sighardus habet I chaurlehen, ad quod pertinet I iuger agri ultra pontem Ur…

kauerlēhen

KöblerMhd

kauer·lēhen

kauerlēhen , st. N. nhd. Dienstlehen eines Fassbinders Q.: UrbNAlteich (1257) E.: s. kauerære, lēhen (1) W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 176 (kauerl…

kauermännchen

DWB

kauer·maennchen

kauermännchen , n. kauernde figur, wie sie an alten kirchen in stein sich finden. 'kauermännchen (kauermätzchen) machen' sich kauern, s. sp.…

kauern

DWB

kau·ern

kauern , coxim sedere, wie das zweite kauchen: alsbald kauerte er, wie ein tonkünstler der sich vors clavier setzt. Göthe 36, 36 ; sie kauer…

Kauer (Name)

Wander

kauer·name

Kauer (Name) Kauer (Name). Kauer, Reihe, Rabsen, Herrndorf, Beich(au) und Schlatzm'n (Schlatzmann). – Schles. Provinzialbl., 1862, 569. Eine…

Kauernik

Meyers

Kauernik , Stadt im preuß. Regbez. Marienwerder, Kreis Löbau, an der Drewenz und der Staatsbahnlinie Broddydamm-Deutsch-Eylau, hat eine kath…

Kauert

RhWB

kau·ert

Kauert das Wort gehört nach Wk. IV 12 einem geschlossenen Geb. an, dessen lrhn. Süd- u. West- u. Nordgrenze geht einschl. Ahrw-Brohl Waldrf …

kauerære

KöblerMhd

kauerære , M. Q.: UrbNAlteich (1257) I.: Lw. mlat. chaurārius E.: s. mlat. chaurārius, M., Böttcher, Schäffler; s. mhd. kuofære W.: nhd. DW-…

kaue als Zweitglied (2 von 2)

stollenkaue

DWB

stollen·kaue

stollenkaue , f. , bretterhütte ( s. kaue th. 5 sp. 310 unter 1) über dem stollenschacht Jacobsson 4, 304 a .

Zimmerkaue

Adelung

zimmer·kaue

Die Zimmerkaue , plur. die -n, im Bergbaue, eine Kaue, d. i. Hütte, das zum Grubenbaue erforderliche Holz darin zuzurichten.

Ableitungen von kaue (1 von 1)