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Koben

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Koben

Bd. 2, Sp. 1677
Der Koben, des -s, plur. ut nom. sing. ein Wort, welches überhaupt einen hohlen Raum, ein hohles Behältniß bedeutet, und noch in verschiedenen Fällen gebraucht wird, so wohl ein kleines enges Gebäude, als auch ein kleines niedriges Zimmer zu bezeichnen. In der Landwirthschaft, besonders Niedersachsens, ist der Koben oder Schweinskoben ein besonders gebaueter, oder an einem andern Gebäude angebaueter Schweinstall, besonders ein solches erhöhetes Gebäude, Schweine darin zu mästen. Kälberkoben, ein Verschlag in einer Ecke, Kälber darein zu stallen; in der Lausitz Koe. Im Oberd. ist der Kobel ein Taubenhaus, Engl. Pidgeons-Cove. Anm. Im Nieders. Kave, Kaven. Es gehöret zu dem großen Geschlechte derjenigen Wörter, welche einen hohlen Raum, cavum, bezeichnen, und so wohl mit den Blase- als andern Ableitungskanten, in der Deutschen und den verwandten Sprachen sehr zahlreich sind. Im Schwed. ist Kofwa eine Hütte, Angels. Cofa, Cofe, Isländ. Kofe. Im Wallach. ist Guba das Ofenloch, im Böhm. Kowarna ein Gebäude, eine Werkstätte, im Griech. καπονη eine Krippe, im Franz. Gavon eine kleine Kammer im Hintertheile des Schiffes, im Alban. Koba ein Topf, im mittlern Lat. Gabia ein Käfich, Cova und Cuva eine Höhle. S. Kaue, Kabuse, Käfich, Kobel, Kober, Koffer, Kübel, Kuse, Kopf, Haube, Kiefe, Keubel, Schoppen, und andere mehr. Die Hebr. חבא, verbergen, und כפף, bedecken, sind so wie das Griech. κωος, eine Höhle, genau damit verwandt. In einigen Gegenden ist es weiblichen Geschlechtes, die Kobe.
1566 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Koben

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Koben , des -s, plur. ut nom. sing. ein Wort, welches überhaupt einen hohlen Raum, ein hohles Behältniß bedeutet, un…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Koben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Koben ( Kosen ), altgerman. enges Haus, Hütte, Zimmer, Verschlag, Käfig, verwandt mit Kober, Kobold (Hausgeist), westfäl…

  3. modern
    Dialekt
    Kobenm.

    Pfälzisches Wb. · +6 Parallelbelege

     Koben m. : ' Fischfangkasten (?) '; vgl. + Aalkoben. a. 1444: 1 virnzal (Getreidemaß, s. Viernzel ) von den koben zu m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit koben

19 Bildungen · 15 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

koben‑ als Erstglied (15 von 15)

Kobenauge

RhWB

koben·auge

Koben-auge -ǫ·u. Bitb-Ernzen Bollend n.: 1. Krähenauge. — 2. übertr. kleiner Schuhnagel.

Kobenei

RhWB

kobe·nei

Koben-ei Allg. n.: 1. Krähenei. — 2. übertr. sehr kleines Hühnerei mit fester Schale Trier-Issel .

kobenîekorn

Lexer

kobenîe-korn stn. BMZ eine pille Mone schausp.

Kobenkorn

RhWB

koben·korn

Koben-korn -kūər Merz , Saarbg n.: unreifes, taubes Getreidekorn, Mutterkorn.

Kobennest

RhWB

koben·nest

Koben-nest (s. S.) n.: 1. Krähennest Allg. RA.: Esu fend mer käne mih en em K. wie dich Merz-Bergen . — 2. übertr. verächtl. alter, schäbige…

Kobenreiser

RhWB

koben·reiser

Koben-reiser Merz , Saarbg , Trier , Bitb-Irrel Pl. t.: R., wie sie die Krähe zum Nestbau braucht; scherzh. auf dem Waldboden liegende R., d…

Kobenwoog

PfWB

 Koben-woog m. : a. 1565: obwendig dem halgrundt gegen dem koben wog gelegen, gehet der pfadt zum Kobenwogk dardurch [GGA 272 (Kaislt)].

kobenîekorn

MWB

kobenîekorn stN. → kubêbenkorn MWB 3,1 410,52;

kobenīekorn

KöblerMhd

kobenīekorn , st. N. Vw.: s. kubēbenkorn L.: MWB 3, 410 (kobenîekorn)

koben als Zweitglied (4 von 4)

Narrenkoben

DRW

narren·koben

Narrenkoben, m. I wie Narrenhaus (I) die hütersiungen sollen mit dem narrenkoben und gefängnüß etliche tage nach gelegenheit der verbrechung…

pfandkoben

DWB

pfand·koben

pfandkoben , m. was pfandstall: komt einem ein schwein, wann der schween ( hirte ) getrieben, ins hausz, mag er es durch die pfander in den …

Schweinekoben

Wander

schweine·koben

Schweinekoben 1. Ein Schweinkoben in einer Statt ist fester, denn ein wolgebawet Hauss auffm Dorff. – Petri, II, 228; Henisch, 732, 40. 2. D…

Schweinkoben

Campe

schwein·koben

Der Schweinkoben , — s, Mz . gl. ein Koben, d. h. ein Stall mit erhöhetem Boden, in welchem Schweine gemästet werden. Uneigentlich, ein höch…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „koben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/koben/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „koben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/koben/adelung. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „koben". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/koben/adelung.
BibTeX
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