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gehr

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gehr m.

Bd. 5, Sp. 2542
gehr, gehren, m. zwickel, schosz u. ä., eigentlich speereisen, ein altes wort mit vielfältiger anwendung und weiterbildung des begriffes; ein fem. gehre s. unter 5, a. 11) speereisen, speer. 1@aa) ahd. kêr, gêr, missile, telum ingens, auch tridens (vergl. u. c) Graff 4, 224, aber auch schwach gêro lansa (d. i. lancia, lancea) 225, vgl. das rom. zeugnis für gêro, gâro 3, b a. e, auch gâr in namen 1, d; alts. gêr; z. b.: mit gêru scal mangeba infâhan. Hildebr. 37; dôt mi wîties filu .. gêres ordun. Hel. 3089. ags. gâr (gârholt der schaft), altn. geirr. auszerdem anklingend goth. gairu in der gl. 2 Cor. 12, 7 zu dem hnutô stimulus des textes (s. unter knute), nach form und sache doch nicht unmittelbar eins mit jenem, und lat. gaesum, gaesus wurfspeer der Gallier (Frisch 1, 343a), das wol urverwandten anhalt findet in zend. gaêçu lanzenträger Justi 98b (s. Bickell in Kuhns zeitschr. 15, 80). unser gêr hat dem gallischen worte gegenüber keine verschiebung des anlauts, kann aber doch auch kaum entlehnung sein, die dann von den Kelten aus zu allen german. völkern gedrungen sein müszte, da auch goth. gairu dem kreise des wortes angehören wird. aber eine erörterung der einschlagenden sprach lichen und sachlichen fragen ist hier nicht möglich, sie übers knie zu brechen eben so wenig. vgl. die reiche zusammenstellung und die winke Diefenbachs im goth. wb. 2, 383 fg. entlehnt ital. ghiera pfeil Diez2 2, 33. 1@bb) mhd. gêr und gêre, stark und schwach, wie ahd., z. b.: den stein sol er werfenund springen dar nâch, den gêr mit mir schieʒen. Nib. 404, 2 (den gêre 13, wie 921, 3 AD); des starken gêres snîdeal durch den schilt gebrach. 431, 1 (var. gêren); eʒ fuorten scharpfe gêrendie rîter ûʒ erkorn. 74, 2 (var. gêre); mit sînem scarpfin gêren râmt (zielte) er sîn ze den brusten. Rol. 158, 11 (var. gêre); manegen gêr man ûf in schôʒ. Lanz. 1504; er fuort in sinen handen ain gern langen und dar zuo guot. Sigenot 12, 7 Laszb.; den geren schosz mit kreftendie wunderschone meit. Nib. nach der Piaristenhs. 455, 1; des starken geren schneideda durch den schilde brach. 456, 1; er kert des gerens eisenhinder sich .. 458, 2; darna des fridags .. quam der herzige (herzog) van Gelre mit geren under sei (die belagerer) ... städtechron. 13, 77, 14, nrh., gere pl. für gerträger, wie oft spere pl. für speerträger; auch als jagdwaffe (vgl. c): wenn ain chint mit ainem geren sol stechen ainen alten peren. Vintler 9482. Aufgefrischt hat die übung mit dem ger, wie das steinstoszen, die turnkunst (nach Nib. 404 ff.), s. Jahn und Eiselen die deutsche turnkunst Berlin 1816 s. 116 ff. vom gerwerfen, z. b.: der ger, eine geschnittene stange als schaft u. s. w., zu den geren musz besonders trocken holz genommen werden, wenn man es haben kann, eschenholz. s. 116. 1@cc) im leben erhielt sich das wort im gebrauch der fischer u. ä.: und (wenn) meins herren aigen lewt mit ainem ger giengen und koppen viengen, des sullen si unentgolten sein (straflos). österr. weisth. 1, 318, 31, aus dem Zillerthal 14. jahrh.; fuscina, biberger. Dief. 254a, schwäb. 16. jh., gere nov. gl. 184a, schwäb. 15. jh.; man sticht die biber eben wie die lächs mit eisenen <span class="spaced">gärn. Forer thierbuch 22a; so werden auch die aalen und schleyen mit dem geren, der wie eine dreizäckichte gabel von eisen gemacht ist und in der mitten einen längern spitz mit wiederhacken hat (gefangen). Hohberg 2, 502b, vgl. 514a; die lachse werden zu nacht bei angezündeten fackeln mit geeren gestochen. Frisch 1, 343a aus König schweiz. hausbuch 876, wie noch jetzt am Oberrhein Mones zeitschr. 4, 69, schweiz. Stalder 1, 436, in Schwaben Schmid 228 (zackichte eiserne gabel), in Kärnten, Steiermark gear, gearn Lexer 113, 'mit geeren, dristacheln oder aalgabeln' Leipz. öcon. lex. 1348, d. h. gabeln 'mit dreien zacken' Frisch (vgl. tridens schon unter a), wie nl. gheer fuscina cuspidibus horrens, quibus pisces capiuntur Kil.; in würzburg. fischerordnungen von 1570 und 1766 wird der gehr zum stechen der barben verboten Schm. 2, 61. auch der gebrauch beim fischen stammt aus alter zeit nach ahd. fiskêr (für fiskgêr) tricuspis Graff 4, 225, fussina Dief. 254a, im 16. jh. fischergere und -geren fuscina das., s. unter fischerger (er wird da noch 'geschossen', wie die alte waffe). auch noch nl. aalgeer. vgl.kräuel 1, b a. e., s. auch altfries. gerfonge Richth. 774b. 1@dd) das alte heldenwort lebt übrigens auch noch in namen, sowol mannsnamen wie Gerhard, Gerold, Gerbert, urspr. Gêrbreht, in Gerboth, mhd. Gêrbote cod. d. Sax. II, 3, 434a, ahd. Kêrpoto, Germann, ahd. Gâraman, Gervinus, ahd. Gêrwin u. ä., recht alt in ital. Garibaldi, ahd. Gâribald u. ä., als auch in frauennamen wie Gertrud, ahd. Gêrdrûd, mhd. Gêrlint, ahd. Kêrhilt, Gêrberga, Gâriperga u. a., s. Förstemann ahd. namenb. 1, 471 ff., auch die grosze sammlung schon bei Frisch 1, 340 fg.; als zweiter theil z. b. in mhd. Wolfgêr, Berngêr (Berengarius, nhd. Berger), Blîggêr, Rüedegêr (nhd. Rüger, Rieger, Ricker), Helmgêr, Swâpgêr, ahd. Liutgâr, Liutgêr, Hildigâr (nhd. Hilger), Alagêr (ital. Alighiero), weiblich Hildigêra u. s. w. 1@ee) versteckt ist es auch noch in näber bohrer (s. Weigand), bair. nepper u. ä., eigentlich näbiger Schm. 2, 669, mhd. nabegêr, ahd. napagêr, eigentlich zum bohren der radnabe, also der gêr zugleich in ein hauswerkzeug übersetzt, wie z. b. die stecknadel bair. auch das sperl heiszt Schm. 3, 574, kleiner speer; so gibt nd. Schambach 63a gêre f. auch gleich spîle, d. h. spitzer holzpflock bei fleischern u. ä. vgl. den hausgebrauch unter 3. 22) übertragen auf bodenbildung ähnlicher gestalt. 2@aa) schon ahd. gêro, kêro lingua maris Graff 4, 225, seebucht (oder landzunge?), mit einem speereisen verglichen. so ist Kiel nach alter angabe von der Kieler bucht benannt, diese aber eig. als keil (mnd. tom Kyle, zu Kiel), vgl. der kleine Kiel, sonst eine kleine bucht am innern der groszen, und altn. kîll m., norw. kil schmale, tief einschneidende seebucht Fritzner 348a, Aasen 349b; keil, nd. kîl ist aber ursprünglich auch pfeilspitze, bolzen u. ä. (s. keil 4, a. c), freilich nicht altn. 2@bb) ähnlich gestaltetes landstück, schon mhd., im groszen wie im kleinen (Lexer 1, 869), z. b.: diuscher lande gêt ein gêr über Rîn. Diut. 1, 66; unsern acker zu M., der ist (er besteht aus) xvj pifang und ain gern. Schm. 2, 62 aus d. mon. boica 18, 599, vergl. nordd. bei Haltaus 664; amme (für anme) geren bi der neyngrubin ij jugera. Baur hess. urk. 2, 750, vom j. 1314; duos terminos dictos geren sive frechten terre arabilis, s. Scherz 416; vîr akere bî Zungelers gêrn (verkauft). Höfer urk. 52, thür. vom j. 1298; so denn gedenkt er ouch (vgl.gedenksmann), das sy erbten (beerbten) am geeren Jennin am geeren. weisth. 4, 434, schweiz. vom j. 1413, auch schon zu eigennamen von landstücken geworden. auch hier doch noch starkformig: daʒ holz, daʒ dâ heiʒet gêr. Lexer a. a. o., östr. vom jahre 1294. bair. gêrel, kleiner g.: vier acker, und vor den ain gerel. Schm. a. a. o., vom j. 1372. auch altn. gibt Egilsson 229b geiri m. segmentum terrae figura triquetra. nd. als fem. (s. 5, a): wenn zwei oder mehr ackerstücke in einem felde, die gleiche lang und darzwischen eine gehre wehre gelegen, wie lang die gehre sien schölle? 'wenn die ackerstücke ihr volle länge und breite halten, solle das übrige zu der gehren kommen'. weisth. 4, 661 (die gehre hat keine volle breite); s. mehr bei Schiller und Lübben 2, 66. 2@cc) noch jetzt z. b. heiszt in Thüringen, Sachsen ein gêrn, gîrn ein ackerstück das spitz ausläuft, eins blosz mit schräg zulaufender gränzlinie ohne spitze ein stumpfer gîrn; es heiszt z. b. thür.: er hat geerbt einen söttel von 1½ acker, eine strichel von ¾ acker und einen gîrn von ½ acker; auch gœrn (göracker, görsottel) Regel Ruhlaer mundart 188. auch in der Oberpfalz ein gêrn, kürzeres ackerbeet das wie ein zwickel oder keil zwischen längeren liegt Schm. 2, 62, schwäb. Schmid 228, auf der Eifel giren, pfälz. gerel Fromm. 6, 14; nd. gêre f. Schambach 62b, gêrn pl. Danneil 63b, nl. geer m., engl. gore. aus Meiszen gibt Adelung eine alte bauernregel der gehren gibt und nimmt, d. h. wenn ein benachbartes regelmäsziges stück nicht die rechte breite hat, so ist der gehren zu breit geackert worden und musz das fehlende abgeben, und umgekehrt was dort zu viel ist. häufig als flurname, thür., sächs., auch bair., am gêrn, im gêrn, s. Schm. 2, 62, auch von waldstücken, z. b. de Bönneker gêre, ein gehölz bei Salzderhelden Schamb. 63b, thür. z. b. ein Münchengîrn (eigentlich klostergut) im forste bei Georgenthal. 33) aus alter zeit her auch an kleidern, beim schneidern, mit ziemlicher manigfaltigkeit, zum theil schwer zu bestimmen. 3@aa) ein nicht regelmäsziges, sondern dreieckiges oder ähnl. stück zeug, wie sie beim zuschneiden entstehn (kleidergheren laciniae Dasyp. 339a), daher auch als abfall behandelt, nachher zum flicken zu benutzen (nrh. ghere, lappe, pecia, commissura Teuth. 104a), wie über die schneider geklagt wird, die von dem gelieferten zeuge für sich behalten: si kunnend stelen bletz (fleckchen) und geren, das man es kum innan wirt. teufels netz 10516; hei, du schalk (zürnt der herrgott mit einem schneider), solt ich so manchs mal ein schämel nach dir geworfen haben, als oft du zevil geren geschnitten und ins aug geschoben (unterschlagen) hast ... Wickram rollw. 197, 9 Kurz; legt ihr (Philinen) ein stück tuch hin .. ohne masz zu nehmen schneidet sie aus dem ganzen und weisz dabei alle flecken und gehren dergestalt zu nutzen, dasz groszer vortheil daraus entsteht. Göthe 23, 43 (wanderj. 3, 4). daher auch in grausamem feindeswitze von gefangenen verwundeten (die haut als hemd oder kleid behandelt): der gfangen was ein langer rei ... »eil, meister, her, reich nadlen her, die haut solt in verpletzen (flicken), darausz ist ghawen mancher ger«, teten die weiber schwetzen. Lil. hist. volksl. 1, 537a. auchn. dial. noch gäre m. zeuglappen u. ähnl. Molbech 186. 3@bb) aber auch solches stück in kunstmäsziger verwendung, ein ger- oder keilförmiges stück als einsatz z. b. im hemde, im rocke, um ihm die weitung nach unten zu geben; ein hemd mit zwei oder vier gehren, ein gehriger rock, eine schürze mit gehren ist noch jetzt der ausdruck der näherinnen und schneider, aus der zeit her wo ihn die frauen von der waffe des mannes als nächstliegendes bild entlehnten; auch nl. noch z. b. een rok, een hembd met geeren, engl. gore, dazu gore-coat, a gown or petticoat 'gored' or so cut as to be broad at the bottom and narrower at the upper part Halliwell 411a; so in hemden: ich sage es nicht in ansehung ihrer verschiedenen feinheit und weisze, noch in ansehung der stärke ihrer geren und windlaschen (dann von nacht- und taghemden). Bode Tristr. Schandy 8, 22. vergl. auch keil 5, e mit gleicher bedeutung und zwickel. 3@b@aα) so ahd. gêrun pl. Haupt 6, 322b, mhd. z. b. (s. die wbb.): der snîder .. leget die gêren lang (wie sie sein sollen) an den rock, unde snîdet danne (betrügerisch) daʒ breite abe unden an den gêren. Berth. 17, 28; daʒ cleit an in (Paris) getwenget stuont oberthalp den gêren u. s. w. Konrad troj. kr. 973, die gêren zugleich vom ganzen rocke unterhalb des gürtels (vgl. unter g, β), an dem selber das kleid ganz eng ist, nach unten sehr weit, vgl. mlat. girones vel sagittae so unter h, γ; zwelf gêren wâren drin (hinein) gesniten durch sîne wît nâch meisters siten. Lichtenstein 451, 3 von seinem wappenrock; darnach zu hand (nach 1350) trugen sie röck mit vier und zwenzig oder dreiszig geren. Limb. chron. 22 R., man übertrieb es nämlich in steigendem grade, bis bald darauf der grellste rückschlag erfolgte: die röck waren (nun) unden ohne geren, und waren auch abgeschnitten umb die lenden, und waren die röck also kurz, eine spann under den gürtel (gehend). das. 25, unden, d. h. vom gürtel abwärts, wo sie an sich nötig sind. Hugo von Trimberg hielt seiner zeit Adam und Eva darin als spiegel vor: doch wæn ich, daʒ her Âdam hæte lützel gêren an sîner wæte ... ouch wæn ich, daʒ froun Êven gewant lützel bilde hæte (s. u. gebildet 1) und valten. Renner 22710 ff., wie Otacher 183b die einfache tracht der herzöge von Kärnten, ein roc mit vier gêren und niht mê; die übermenge der gêren diente nicht mehr der nötigen weitung, sondern dem modischen drang nach faltenreichthum. nur drei geren am rock eines gemeindehirten: derselb soll haben einen rock mit dreien gören, ein goir gell, der ander rot, der dreitt groin. weisth. 2, 619 (von der Eifel 16. jh.), bunt, um ihn weit erkennbar zu machen; vgl. auch von hêlen (ganzen) und halven gîren mnd. wb. 2, 66a, goltvarwe gêren an höfischer tracht Nib. 656, 2. auch gêren an der brünne, am halsberc, vom kleide auf die rüstung übertragen, s. wb. 1, 499b, 18, mnd. wb. 2, 66a, wo man z. b. in eine zu enge rüstung ene gheren einsetzen musz. 3@b@bβ) daher auch falte, wie noch Schm. 2, 62 für bair. gêrn gibt, in der krainischen sprachinsel Gottschee gere f. falte, gerle n. falte an der joppe, auch ein part. gérateu pfoid (gegehrte pfeid), gefälteltes hemd, s. Schröer 92. im 16. jh.: der geeren oder falt eines kleids, lacinia, sinus vestium. Maaler 161a, Frisius 751b, wo doch der ganze rockschosz mit seinen falten gemeint sein wird; aber auch laciniata vestis, kleid mit vil geeren und falten gestaltet. Frisius 751b, Maaler 131b; ein kleid mit vilen geren überfällt, vestis laciniosa, ampla. Henisch 1511. noch bei Stieler 621 geeren, plicae, strigae, rugae, ein rock mit geeren, tunica striata, Ludwig 718 ein rock mit gehren oder falten, a lapped gown; Aler 858b geeren, lacinia, falt. 3@b@gγ) bemerkenswert in nordital. mundarten gajda, gheda u. ä., gehren im kleide, d. h. das langob. gaida speer- oder pfeileisen (Haupt 1, 554), s. Diez wb. 407 (2, 33). von gêre dagegen ital. gherone, garone, span. giron, franz. giron, altfranz. gueron schosz (s. c), schleppe (s. g, γ) Diez 170 (1, 210), die ein altes gêro, gâro hinter sich haben müssen, auch noch mit ursprünglichem â wie in Gâribald, Liutgâr u. a. (1, d). 3@b@dδ) ein eingesetzter gêre, der sich leicht aus der naht trennen und ziehen lassen mochte, ist es wol im folgenden, wo Wolfdietrich einer frau, die er in kindesnöten findet, helfen möchte: zerrt mir ein gêren ûʒ dem hemde,verbindet mir diu ougen mîn, und lât mich iuwer ammean disen zîten wesen. Berl. heldenb. 4, 148. als redensart: wa derselb (abt) dann kummen will (um gericht zu halten), soll er mit dritthalben pferden hinuf reiten und nit mehr. iedoch, begegnet im ain varender schueler oder ain guete metz, die mag er wol laden mit im zu ziehen, doch soll er demselben schueler oder der metzen kain geren usz dem rock zerren. Zimm. chron. 3, 472, d. h. soll sie nicht dazu zwingen, doch kann auch ein zipfel oder fetzen überhaupt gemeint sein (s. f). 3@cc) der schosz des kleides oder des sitzenden, benannt wie schosz selber, mhd. schôʒ, ahd. scôʒ, eigentlich geschosz, von der form des gewandes beim sitzen, das da eine gerförmige vertiefung bildet, oder auch von dem gêren im gewande der da eingesetzt war, vgl. gêre hinden oder vor wb. 1, 499a, 34, daʒ muoder (mieder) oberhalp des vordern gêren Helbl. 1, 497, der auch vorzugsweis kurz der gêre hiesz (vgl. unter b, β): (Noah) virflûchte sîme sune Kam, der ime den gêren abe nam und in lîʒ ligen alsô bar (blosz). Haupt 5, 516. 3@c@aα) auch zum auffassen und tragen von gegenständen, wie in einer tasche (vgl. d), z. b. bei dem entwaffnen der wunden und todten auf der walstatt der Nibelungen: vil maneges triutinne klâr vil lûte schrîende gie, die von wunden enphie (auffieng) daʒ bluot in ir gêren. klage 357 L., in das aufgenommene oberkleid, den vorderen gêren, wie die rosen der heil. Elis.: und dô si ûʒ der kuchin gînc und hâte iren gêren vol geladen .. dô warf si ûf den gêren, dô wâren iʒ alleʒ rôte rôsen und wîʒe. myst. 1, 242, 22. 26; die weil gieng si rosen platten, zuo ainem stock stuond (trat) si im schatten und prach rosen ain geren vol. Hätzl. 237b; ûf gnâdenrîcher heide warf er den appel dar, si vieng in in den gêren. Muscatblut 24, 39. so noch nhd.: wann du einem kind etwas geben willst, so sprichst du: wolan, heb den geren uf. Keisersberg post. 46 (Frisch 1, 343a); hub uf iren gern. chr. bilg. 60a; er brach sie (die rosen) an den stilen, er schutts der meid in geren frei. Uhland volksl. 258; die andere jungfraw im das gold in seinen geren schütt ... nach dem er (ritter Galmy) Friderichen seinem gesellen das gold, so er in seiner schosz hett, befalch ... b. d. liebe 58c; da ir aber Leopold die tausend ducaten in iren gern schüttet. Fortun. G 5b; nun hebt auf ewern gern. K 7a u. ö.; es was ein reicher her, der het ein grosze sach vor dem babst zuoschaffen und nit ganz itel recht .. da kam er zuo dem babst und schüt im fier hundert duckaten in den gern. der babst wannet sie also in dem geren (wie weizen o. ä. in der wanne, futterschwinge) und sprach: wer mag dem reisigen züg allem widerston? Pauli sch. u. ernst 216 Öst. (zu dem scherz zuletzt s. unter geharnischt 2); die historia ... das einer aus den Sachsen einem Tyringer einen geren oder schlippe voll erden (vergl. nd. slippe unter γ) mit viel goldes abgekauft und auf der Tyringer feld sehr dünne ausgestrewet .. Albinus meiszn. land u. bergchr., vorr. 4a, bei Widukind 1, 5 sinus, aperit sinum et accipit humum; wenn jemand heilig fleisch trüge in seines kleides geren und rürete darnach mit seinem geren brot, gemüse .. würde es auch heilig? Luther Haggai 2, 13; von geld in menge: Abraham (ein jude) helt den göhrn auf und sagt: in göhrn mir es herschitten thut, ich wils im göhrn wol heim tragen. Jahn. nein, man möchts euch aus den henden schlagen. Ayrer 1809. auch in dem ital. sprichwort che no và nelle maniche (ärmel als taschen), va ne' gheroni (Ducange s. v. gyro). 3@c@bβ) vom schosz des sitzenden u. ähnl.: unser riterlîchiu schar ûʒ Abrahâmes gêren vert, dâ ist in vreuden vil beschert in dem vrônen paradîse. S. Helbl. 7, 1097; es (das waldvögelein) flog wol nechten spate für liebes (liebchens) fensterlin, es flog ir uf den geren, es flog ir in die schosz ... Uhland volksl. 71; ein lämlein mir im gehren lage .. ein groszer wolf der stürmt an mich, thuot mir aus meinem gehren bald mein liebes lämlin zerren. Bitner Jephthes B 6b; recht wie ein kleines kind, das, wan man es gestrichen (mit der rute), mit greünen und mit laid in winkel hingeschlichen, gleich, wan die räuend amm ihm wider freundlich winkt, mit schämendem gesicht in ihren gären sinkt. Rompler 73; im Elsasz sagt die gänsestopferin zur gans: gänsel, kumm here, kumm uff de gehre. Hirtz ged. Straszb. 1846 s. 216. auch noch schwäb. bair. vom schosz Schmid 228, Schm. 2, 62, thür. z. b. das kind auf den gärn nehmen Regel Ruhl 187, hess. Vilmar 124, fränk. z. b. setz dich auf mein gern Schm.2 1, 930, henneb. Fromm. 2, 217. für alten bestand zeugt gehrhab (s. dort). 3@c@gγ) die wbb. setzen es auch zu lat. sinus, sodasz es sich mit busen mengt, s. bei Dief. 537b sinus neben pusem auch als geren und schosz, vgl. in vielen vocc. 'birrus, it. sinus' als schosz, ger, gere, geren, nd. ghere, geer (auch nd. slippe, vgl. unter α Albinus, nd. slippe schosz Schamb. 195a) Dief. 75a, n. gl. 54a; gere, birrus, sinus, schos. voc. 1482 l 8a; schosz oder pusem oder ger, gremium, birrus, sinus. cc 6a; sinus ein gheern, sinuatim mit gheeren. Alberus K 2a; sinus vestium, die geren der kleideren (neben sinus buosen, das zwischen den armen und brust begriffen wirt). Dasyp. 226b, kleidergheren 339a; sinus, geer, busem. Frischlin nom. c. 139. man trug im busen (s. d. 3) wie im geren: die gêren und die buosen sint uns verlüste worden vol (bildlich). Konrad troj. kr. 22746, klage von frauen über die verluste im kampfe; bei Ayrer u. α heiszt es weiter: thut das hembt ausz dem busen raus, darinn kündt ihrs (das geld) wol tragen zu haus, weil da die hände zum halten nicht mit nötig sind, wie wenn er es im göhrn trägt. aber busen selbst kommt wol auch als schosz vor, also vom kleide unter, nicht über dem gürtel, s. unter busen 3, b mhd. von den nüssen die eine frau in ir buosem bricht und die dann ûʒ der vrowen schôʒ gegessen werden, auch nhd. wie einer sein busen voll stein las, ein ganzen busen voll kirschen bricht, unter d dort vom kinde, das sich ganz verschlieft in des vatters busen, vgl. u. β bei Rompler in ihren gären sinkt. daher auch beide wechselnd: wer brennend kol in (in den) gören leit und schlangen in sym buosen treit und in synr teschen zücht ein mus, solch gest lont wenig nutz im hus. Brant narr. 33, 91. 3@c@dδ) gehren und busen als eins, in übertragner bedeutung, am jagdnetze: die hochnetze dienen den weidleuten meistens auf die feldhüner und schnepfen, sie werden in der länge und breiten unterschiedlich gemacht, mit einem gehren oder busen, bisweilen aber gedoppelt (mit zwei gehren). Hohberg 2, 705a, wol der eigentliche sack, in dem sich die vögel verfangen, also an die bedeutung d erinnernd. 3@c@eε) vom kleide auch übertragen auf den körpertheil den es deckt, eben wie schosz und busen, z. b. vom mutterschosze, für den eben auch wieder busen (3, e) gebraucht ist: der (gott) wolte dînen (Marias) gêren und dînen buosen üeben. gold. schm. 1546. daher wol auch das schwören mit anfassen des gehren, altfries. faen oen synre gara ende snara, in vestimento suo jurare Richth. 773a (vgl. rechtsalt. 159 fg. 899), wie frauen den eid auf ihre linke brust ablegten, vergl. unter h, β kleid und mann als eins gedacht. 3@dd) auch tasche im gêren musz es wol bedeutet haben. 3@d@aα) wie man den geren vorübergehend mit einer tasche versah, zeigt z. b. folgendes knüpfen in den geren: und wenn sy von ihm (die bannwarten vom schultheisz) scheiden, so soll er iedem bannwart einen pfennig in den hemdligeren knüpfen, ob sy sin underwegen bedürften. weisth. 1, 655 (14. 15. jh.), wie jetzt in die tasche stecken, aber das kleid hat da noch keine tasche, wie denn noch jetzt unterm volke geld z. b. in den zipfel des taschentuches, halstuches u. ähnl. geknüpft wird. 3@d@bβ) aber folgendes geren im 17. jh. musz wol eine tasche im kleide sein: geren oder blalt (doch wol bhalt?) am rock, sinus. Schöpf tir. id. 188 aus einem voc. von 1663, vergl. das. 239 'kaltsak seitentasche der jacke', d. i. gehaltsack; auch derm. sinus diente ja als kleidertasche (vgl. unter c, δ). 3@d@gγ) ob auch schon mhd.? es scheint so in dem rätsel vom würfel der seinen herren reitet, bei Heinr. v. d. Neuenstadt, in der auflösung: er reitet seinen heren, so er in tregt in dem geren. Apollon. v. Tyrus h. v. K. Schröder s. lix (vgl. 140a); dasz ein reiter die würfel o. ä. im offnen schosz über land getragen habe, ist nicht denkbar, man muszte darauf kommen, zu solchem zwecke den gêren, in dem man sonst dergleichen zu tragen gewohnt war, mit einer art tasche auszustatten, welcher doch der alte name bleiben konnte (s. c, α); ebenso wol im folgenden, gleichfalls schon aus dem 13. jh., wenn es von einem kuxkrenzler heiszt, der kunden wirbt: in sîm gêren het er hangen ein michel teil steine (erzstücke) .. den gaber seltzæne namen genuoc. märe vom feldbauer 30 (Germ. 1, 346). von beutelschneidern, taschendieben heiszt es: swâ man einen seckelsnîder begrîfet an der hantgetât (auf dem markte), dâ er phenninge abgesniten hât ... eʒ sî an seckeln oder ûʒ gêren ... Augsb. stadtb. § 55 (s. 124 M.), entweder in (an) dem angehängten seckel, nach der älteren art geld zu tragen (daher der name seckelsnîder), oder aus dem gêren geschnitten, wo mans geborgener in einer tasche trug, eine damals vielleicht ziemlich neue einrichtung (ausgang 13. jh.), der ausdruck trifft doch immer noch zugleich die eigentliche bedeutung (c, α), er scheint auch bald wieder ab, d. h. genauere namen für die tasche aufgekommen zu sein, wie denn wbb. jenen nicht angeben. 3@ee) schürze, fürtuch, schwäb. Schmid 228, fränk. die zusammen gefaszte schürze Schm. 2, 62, hessisch Vilmar 124, eigentlich wol der vordere gere am kleide (s. unter c), aber nun von diesem gelöst und für sich dargestellt; auch genauer bezeichnet schurzgehrn, fränk. im 17. jh.: von einem schurzgehrn, so ellenbreit, gebührt dem schwarzfärber ¾ kr. Schm. a. a. o., vielleicht lederschurz. mhd. vgl. von der Gudrun, als sie ohne die wäsche zurückkehrt: dô sprach diu wülpinne:wâ sint die sabene mîn, daʒ du alsô gewundenhâst die hende dîn so rehte müeʒiclîchein den dînen gêren? Gudr. 1280, 3, wie man jetzt noch mägde oder mädchen z. b. an kühlen abenden mit den händen müszig in die schürze gewunden sieht. so ist auch nd. slippe (s. unter c, γ) zugleich die zusammengenommene schürze Schambach 195a. 3@ff) zipfel am kleide, der ja auch spitzig ist und an das dreieck, den gêr des speeres erinnerte: ger, licinia. voc. 1482 bb 6b, lacinia ghere nrh. Teuth. 104a, nd. Dief. 315a, aus Faber Soranus das. geeren f.; lat. lacinia ist zwar auszer zipfel auch lappen, fleck, also nach a (vgl. unter h, α), aber nach folgendem musz das deutsche wort doch auch zipfel bedeutet haben, wie noch span. giron auch rockzipfel ist. 3@f@aα) so, wenn man ein kleid mit einem gêre faszt, mhd.: sîn rîch gewant nam er mit eime gêre. Frauenlob spr. 33, 3; wenn man mit dem geren ein thier abwehrt: der stier und das wuocherswin (zuchteber, als der gemeinde gehörig) hand och dʒ recht, wo sy uf schaden gond, das da einer inen sol mit dem geren weren und triben unz uf das nechst guot (feld- oder wiesenstück). weisth. 4, 279, d. h. nicht mit der waffe, sondern schonend mit dem kleide. gewöhnlich wird da der rechte gere genannt: ouch sol der keller uf dem hof haben ein bärend rind (zuchtstier) und ein bärend schwin, und wo das rind hingat, es sig in reben, korn oder in höw, da sol im nieman enkein leid thun, won iederman der sol es mit sinem rechten gern usztriben in des nechsten guot oder an offen landstrasze. 4, 322; und dieselben zwei houpt (wucherrind und wucherschwin) hand die fryheit, wo sy ze schaden tages (nicht bei nacht) gand, so sol einer, dem sy schaden thuend, tryben mit dem rechten geren ab dem sinen uf den nechsten. 1, 43. 3@f@bβ) aber auch als zuflucht und schutz für menschen diente im rechtsgebrauch der rechte gere des herrn, den dieser 'über ihn schüttete', zugleich den ganzen flügel des kleides, mantels (s. vom mantel so J. Grimm rechtsalt. 160): it. weist der scheffen, ob iemand bueszfellig würd und kan so nahe bei den grundherren kommen und so gütlich mit sr. gn. reden, dasz s. gn. den rechten girrn (so) uber ihnen schüdden und die buesz vergeben wollte, soll s. gn. macht haben und alsdan kein herr mehr fragens darnach haben. weisth. 2, 535; vergl. auch: da breitet ich meinen gern uber dich und bedeckt deine scham. Luther Ezech. 16, 8, vulg. amictum meum, das hebr. wort ף ist zipfel des oberkleides, mantels, eigentlich flügel, wie auch gr. πτέρυξ flügel zugleich vom kleidzipfel gebraucht war (vgl. fittich 3, flittig); so auch unter γ. 3@f@gγ) beim rechten geren erfaszte man auch einen übelthäter: wann die scheffene .. den verteilt hant, so sal der scholteisz den diep mit dem rechten geren nemmen und sal ine den feden (vögten, nachrichtern) antworten. weisth. 2, 215; sal ein schulteisze daʒ (verurtheilten mann oder weib) nemen mit sime rechten gerin und sal iʒ dem foede antwerten. 219. aber auch einfach: wer iman bekomern (fest nehmen, s. kummer II) wil zu recht, sol ine dem botel zeigen und geben mit dem girn. weisth. 2, 226; vergl. von anderm festhalten: (sie) wolt eilentz für uns laufen her (d. h. vorbei), frauw Art erwischt sie bei eim ger. Thurneiszer archid. 53; da begriff in (Samuel) künig Saul und wolt in gar nit lahn. er begriff im sein geren, das der mantel zurisz. bücher Sam. in versen (Hildebrandstr.) Ingolst. 1562 G 1a (1, 272 fg.); die Thamar truog die küchel in die kamer hinein, er greif sy bei dem geren: bei mir lig, schwester mein. c 4a (2, 350); auf stuond David behende und schleich gemächlich dar (zum schlafenden Saul) und schneid im ausz ein geren, das ers nit war gewar. ausz seinem regenmantel sin geren er ausz trant. N 7a (1, 586 fg.), bei Luther schneit leise einen zipfel vom rock 1 Sam. 24, 5, vulg. praescidit oram chlamydis. 3@f@dδ) noch aus der gegenwart gibt Schröer 54b aus der Zips gern als zipfel, ein gebrämter gern, mit pelz besetzter zipfel, siebenb. giren m. zipfel auf beiden seiten des sog. brustlatzes Haltrich plan 90. niederd. wieder auch slippe (s. e a. e.), der zusammengenommene rockzipfel Schamb. 195a, vgl. bei Schiller u. Lübben 2, 66a, wie die frauen die nackte Griseldis mit eren slippen und gheren bedeckeden. 3@f@eε) mhd. auch gêre am sattel, an den z. b. der jäger seine beute bindet: ob er eʒ (das wild) heim füer an dem satelgêren. Laber 423. 3@gg) aber auch der saum wurde gere genannt, an dem doch nichts dreieckiges, gerförmiges ist. 3@g@aα) ger oder same (â für au) am gewande, philateria. voc. theut. 1482 l 8b; sam an einem kleide oder ger, fimbria, ora, licinia, faciola, philatheria, tramis. bb 6b, vgl. faciola, ora vestimenti, ain saum Dief. 222a, nov. gl. 164b (vgl. dazu unter β), philateria ist griech. φυλακτήρια Matth. 23, 5, tramis saum vom rock Dief. 592b (wegen fimbria s. h). gere für saum bezeugt auch folgendes: calcare laciniam togae, auf den geeren trätten Frisius 751b, Maaler 161a, und der saum kann auch bei dem ergreifen bei dem geren unter f gemeint sein, wie bei Frisius, Maaler: lacinia aliquem retinere, bei dem geeren erwüschen und behalten (fest halten). beides, der saum und der ganze rockschosz zugleich kommen auch in frage, wenn einer den kopf in den geren schlägt, um ungestört ein schläfchen zu machen, in der kirche: keiner verdienen möcht grosz golt, das er an einer predig säsz ein stund und er des schlofs vergäsz. er würd den kopf schlagen in gören, als ob der prediger uf solt hören. Brant narr. 77, 25. noch Henisch 1511 gibt auch: geren, belege, der leiste eines kleids, lacinia, limbus vestis, pars vestis extrema et laxior; zu belege vergl. unter blege (auch bei Alberus bleg limbus g 3b, beleg K 2a) und Schm. 2, 450, aufschlag, leiste auf dem saum zum schutz gegen zerfasern u. ähnl. so noch span. giron saum und einfassung des saumes, auch schwed. dial. gere, z. b. geran ä (ist) smutsig, das kleid hat einen tengel, s. Rietz 191a. 3@g@bβ) wie der begriff vom zipfel auf den ganzen saum übergehen konnte, zeigt z. b. auch, schon mhd.: mit snêwîʒen gêrenir ougen wol getân wischte si nâh trehenen. Nib. 555, 1 B. (519, 5 L.), der plur. kann zwar den schosz des oberkleides überhaupt meinen (s. unter b, α), aber ergriffen doch am saume oder den zipfeln, falls das kleid vorn getheilt war; saum oder zipfel dienen da als taschentuch (wie noch die zipfel der schürze), das es damals noch nicht gab, das aber von diesem gebrauch der gêren aus so zu sagen entwickelt oder entdeckt sein musz. das faciola u. α liegt dem ital. fazzuolo, fazzoletto schnupfluch so nahe, dasz zwischen ihnen ein zusammenhang versteckt sein musz, und wenn das ital. wort bei uns eingang fand seit dem 15. jh. (s. unter facilet, facenetlein, fatzenet, vgl. übrigens auch schnoptuchlin im 16. jh. unter geifer 2 a. e.), so sucht doch eben für das ital. wort Diez 401 (2, 26) die quelle statt bei dem lautlich unwahrscheinlichen lat. facies, worauf man es ausdeutete, vielmehr bei dem deutschen fetzen, mit verweisung auf ital. pezzuola fetzen, das auch schnupftuch bedeutet. den gesuchten deutschen ausgangspunkt bietet fätzle linteolum Maaler 130b (vergl. fatzelin mucinium Schm.2 1, 780), fetzen aber heiszen im 16. jh. auch die zeugabfälle beim zuschneiden des schneiders (III, 1575 fg.), also wie geren. vgl. span. giron fetzen von einem kleide, hemde u. ä., auch, wie fetzen gleichfalls, fahne, aber eine spitz zulaufende, dreieckige, also noch gerförmig. 3@g@gγ) auch die schleppe, eigentlich der verlängerte saum oder rockschosz, hiesz gêre, wie entlehnt franz. giron (s. b, γ), im 15. jh., aber gewiss schon früher: manige wil ein rock haben, der ir gee zwo ellen nach ... ich (erzählt ein teufel) han dort meinen gesellen gesehen reiten auf ainer frawen geren. nu wolt die frau den rock eren (ehrend, schonend aufheben) und hueb den geren auf genot, do viel mein gesell in das chot. Vintler 9399 fg. 9409 ff., wo der gere noch deutlich der rock überhaupt und die schleppe zugleich ist. wie solche wörter begrifflich wandern, zeigt z. b. unser rockschosz von den flügeln, flittigen des mannsrockes. 3@hh) am merkwürdigsten aber ger fimbria. 3@h@aα) fimbria, das der voc. 1482 unter g, α zuerst zu sam oder ger stellt, das auch in andern vocc. mit ger, gere, gern, nd. ghere, noch öfter mit saum glossiert wird Dief. 235c, n. gl. 174b, vergl. nrh. im Teuth. 104a ghere, slyppe, ora, fimbria, lacinia: diesz fimbria ist lat. vielmehr faden, fimbriae fasern am kleide, der saum aber fasert sich am ersten, und Calepinus gibt fimbria als zerkäfert saum (Dief. 235c), was zerfasert meinen musz. ebenso mlat. sowol lacinia (s. u. f) ora vestimenti, im 16. jh. slippe, ufslag, geeren (vestis lacerata nov. gl. 226a), als auch laciniae, die zerhawen zäserlin zuo euszerst an den kleidern Dasyp. 109c. aber auch gere als fimbria, d. h. faser am saum oder auch zerfaserter saum will sachlich damit immer noch nicht einleuchten, wenn auch ein zerlapptes, zerfasertes stück zeug oder ein solches kleid selbst ein lappen, fetzen (s. u. f) genannt wird. 3@h@bβ) aber auch in wichtiger und hoher beziehung kommen fimbria und gere zusammen, im rechtsgebrauch der traditio per fimbriam, wobei der verkäufer oder vergeber statt des liegenden gutes dem andern einstweilen etwas von seinem kleide (d. h. eigentlich von sich selbst, vgl. unter γ und c, ε) übergab und einhändigte, so wie der handschuh statt der hand selbst galt. Vilmar 124 bringt aus Hessen bei, einmal wie im j. 1323 ein Ludwig von Hoenrode und seine hausfrau ihre güter einem kloster verkauft und die käufer per fimbriam ires kleids in besitz gesetzt haben, anderseits wie im j. 1335 ein Konrad und seine hausfrau bei einem solchen verkauf urkunden, das wir eme das selbe gut uf gegeben han mit unsis cleidis gerin, also gewonlich ist, in sine hant und in sine gewalt; s. auch vom belehnen mit hande, munde und geren das. wie der kleiderger auch den mann selber vertreten konnte, zeigt z. b. die bestimmung, wer einen andern in seinem felde als dieb findet und keine zeugen hat, so er es gethan kunde, mocht er (conj.) im ein stuck von einem rokhgeren schneiden. weisth. 3, 591 (RA. 159), das dann vor gericht als vertretung des diebes diente, bis man dieses selbst habhaft ward. aber dieser gere als faden? 3@h@gγ) ich weisz mir nur eine auskunft, dasz ursprünglich ein gere im vollen sinne als zeichen der übergabe diente, bei einer änderung in der sitte aber der alte name doch blieb. kaiser Friedrich bestimmte im j. 1166 für Aachen, dasz einer als zeichen einer verpflichtung dem andern statt des herkömmlichen halmes (s. halm 5, vgl. Germ. 16, 86) einen aus seinem gewande gezogenen faden übergeben könne (daher der vaden Walth. 44, 9, vgl. u. faden 3 aus Steinh.), das war aber in der sitte längst schon begründet, s. H. Siegel die gefahr vor gericht s. 25 fg.; aber nicht blosz statt halmes (der ja nicht überall, zumal in haus und stube zu haben war) scheint der faden eingetreten, auch statt des gêren, weil der letztere losgetrennt oder ausgezerrt das kleid verdarb, weniger aber oder nicht ein wollenfaden der sich leicht aus dem gewebe ziehen liesz. daher denn die fimbria, aber noch im 14. jahrh. auch als cleides gêre (β), ähnlich wie z. b. die fensterscheiben, auch nachdem sie eckig wurden, noch scheiben fort genannt wurden. vgl. übrigens schon in alter zeit die übergabe per pilum vestimenti, pallii, auch pilo et festuca (jener den mann selber, der halm das gut vertretend) J. Grimm rechtsalt. 158 fg., der darin pilum spiesz sieht, abweichend von Ducanges auffassung als pilus haar (gleich faden, s. v. disvestire); hiesz doch der gêre des kleides auch sagitta, pfeil (vergl. it. ghiera pfeil): sedens ... girones (frocci) vel quos quidam sagittas vocant, colligit utrinque, ut non sparsim jaceant in terra. Ducange s. v. gyro, sagitta aus Udalricus consuet. Cluniac. 2, 2, wie die gêren unter b, α. ob sich aber das fimbria unter α, auch als saum, aus dem rechtsgebrauch ausreichend erklärt? ob man etwa später dabei nur einen faden vom zerfaserten saum abzupfte? 44) auch auf andern gebieten von ähnlichen stücken. 4@aa) auf schiffen ein stück leinwand das unten an das segel geheftet wird, um es breiter zu machen ( Adelung), nl. geer; vergl. am zelte altfranz. girons, die da hinein sind entailliés, bastis, s. Ducange s. v. gyro, gewiss auch hochd. gêren, man kann das selbst als die älteste anwendung der bed. 1 denken. auf dem schiffe auch von gewissen tauen am besansegel, nl. geer. schweiz. aber gehre f. der vordere theil des schiffes Stalder 1, 436. 4@bb) heraldisch, dreieckiges feld, z. b.: der schild hat einen ganz roten gern zwischen zweier halber weiszen gern. Schm. 2, 62 aus Hund bair. stammb. 2, 264. ebenso franz. giron, span. giron, ein schild heiszt gironné, span. gironado, in dreiecke getheilt, deren spitzen in der mitte zusammenstoszen, gewiss auch hd. gegêret. vgl. gehrschild unter c. 4@cc) im bauwesen von mancherlei ähnlichen stücken oder gliedern, z. b. im giebel eines portals: die beiden Victorien, welche in den gehren über der nymphe an dem thor zu Fontainebleau angebracht waren. Göthe 35, 368 (Benv. C., anh. 14, 2 a. e.). nl. die schräge seite eines gebäudes, einer kammer, die kamer heeft een geer. schweiz. gehre f. die querwand an einem hervorspringenden dache, gehrschild die dreieckige vorderseite eines hauses (vgl. unter b) Stalder 1, 436; vgl.schosz in schweiz. dachschosz, winkel den zwei dächer bilden, kaminschosz (s. d.) und gehrenziegel. auch von den waben im bau der bienen. 4@dd) im handwerk z. b. siebenb. gîren plur. beim böttieher die beiden stücke des faszbodens zur seite des mittleren stückes Haltrich plan 93, von ihrer schrägeren gestalt. bei zimmerleuten und tischlern eine fläche oder fuge o. ä., die schräg rechtwinklig gegen eine andere geht, der giern, die gehre, göhre, auch gehrung (s. d.), göhrung Adelung, gere zwerchfuge bei tischlern Brem. wb. 2, 499. vgl. gehrig, gehrhobel, gehrmasz, gehren. 4@ee) nürnb. ger f., ackerfurche Schm. 2, 62; das berührt sich zwar mit der gehrung unter d, könnte aber ganz selbstständig vom ursprünglichen begriff ausgegangen sein, da die furche im durchschnitt gesehen die gestalt eines gereisens zeigt. 55) zur form ist noch folgendes zu bemerken. 5@aa) das fem. gere erscheint neben dem m. in allen drei hauptmundarten, musz daher gleichfalls alt sein, nicht blosz aus dem pl. entnommen, wie hie und da wol; s. schweiz. unter 4, a. c, nürnb. 4, e, mnd. (neben m.) bei Sch. u. L., s. z. b. 3, b, α a. e., 2, b a. e., nnd. bei Schambach nur als f.; md. im 16. jh. bei Faber s. 3, f, das f. ist da jetzt vorherschend in der bed. 3, wie schon Stieler 621 nur die geer, gehr, Rädlein 330a die geer (falte), Ludwig aber als m., Adelung gemischt. für altes fem. zeugt auch schwed. gera f. neben gere m. rock des frauenkleides, kleidsaum Rietz 191a, altfries. gâre f. schosz Richth. 773a (s. 3, c, ε), und ital. ghiera pfeil, wonach auch das pfeileisen ursprünglich gêr oder gêra geheiszen haben wird (vergl. sagitta unter 3, h, γ). 5@bb) bewegung ist auch im vocal, der von â ausgegangen durch das herschende ê hindurch auch zu î erhöht erscheint, wie oft (s. gîn für gên sp. 2388), mnd. gîren pl. 3, b, α, mrh. 15. jh. gier birrus Dief. 75a, wie noch nass. gîrn Kehrein 156, auf der Eifel, thür. (2, c), vergl. Adelung unter 4, d; eigen nd. girrn 16. jh. u. 3, f, wie noch fränk. gerren Schmidt westerw. id. 64. anderseits e zu ö erhöht, wie noch unter 4, d göhre, auch westerw., nass. göhrn schosz, so schon bei Ayrer 3, c, α, auf der Eifel 16. jh. b, β a. e., bei Brant gören c, γ. aber merkwürdig auch gären Forer unter 1, c, Rompler 3, c, β, wie noch westerw. Schmidt 64, ostfries. gäre, keilförmiges stück im hemde Stürenburg 65a; s. auch vorarlb. gära unter gehren 3. 5@cc) wie nhd. gehren als nom., so schon im 15. jahrh. geren, gern (neben ger) Dief. 75a. 235c, ja ein gerne an einem rocke birrus 75a, nd. 16. jh. en gerne howlandes Sch. u. L. 2, 66b, im pl.: gold unde silber in iren handen, budeln und gernen getragen Vilmar 124 aus Gerstenberger. s. auch nd. girrn unter b. so neben karren (karre) auch dem karne, schon mhd. mit karnen, s. V, 224.
40816 Zeichen · 1093 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gehrm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gehr , gehren , m. zwickel, schosz u. ä., eigentlich speereisen, ein altes wort mit vielfältiger anwendung und weiterbil…

  2. modern
    Dialekt
    Gehr

    Rheinisches Wb.

    Gehr -E- MGladb-Rheydt Sg. t. m.: in der RA.: De G. gedonn (getan) on de Köste gespart wenn eine Einladung nicht angenom…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gehr

59 Bildungen · 50 Erstglied · 2 Zweitglied · 7 Ableitungen

gehr‑ als Erstglied (30 von 50)

gehradian

KöblerAe

gehradian , sw. V. nhd. eilen, fleißig sein (V.), Glück haben ÜG.: lat. accelerare Gl Q.: Gl E.: s. ge-, hradian L.: Hall/Meritt 191a

gehrado

KöblerAe

geh·rado

gehrado , Sb. nhd. Brett, Planke Vw.: s. wægn- E.: s. ge-, *hrado L.: Hh 171

Gehrdauge

PfWB

Gehr-dauge f. : ' halbmondartige, spitz endende Randdaube des Faßbodens ', Gehʳdau [ FR-Albsh ]; vgl. Gehren 2 c.

Gehrden

Meyers

Gehrden , Flecken im preuß. Regbez. Hannover, Landkreis Linden, hat eine alte evang. Kirche, elektrische Straßenbahn nach Hannover und Barsi…

gehren

DWB

geh·ren

gehren gleich gären, s. d.; folgendes scheint das thür. gären schwätzen, viel worte machen ( s. gären 7 sp. 1356): die, so mit viel worten u…

gehrenacker

DWB

gehren·acker

gehrenacker , m. acker in gehrenform ( s. gehr 2, b ), z. b. schwäb. Schmid 228 , thür. göracker Regel Ruhl 188 . nl. geerakker.

gehrenziegel

DWB

gehren·ziegel

gehrenziegel , m. schräger ziegel, wie sie auf thürmen und walbendächern gebraucht werden. Adelung, gehren wol also von der gehrung am dache…

gehresp

KöblerAe

geh·resp

gehresp , st. N. (a) nhd. Plünderung Hw.: vgl. ahd. giresp* E.: s. ge-; germ. *hrespa-, *hrespam, st. N. (a), Plünderung, s. idg. *skerbʰ-, …

gehrespan

KöblerAe

gehre·span

gehrespan , st. V.? nhd. reißen E.: s. ge-, *hrespan L.: Hh 173

gehrfalke

DWB

gehrfalke , gerfalke , m. eine falkenart, mhd. gervalke, girvalke u. ähnl., in form und ursprung schon damals unsicher, s. wb. 3, 216 b , Le…

gehrhab

DWB

gehrhab , gerhab , m. vormund, ein wort aus ältester zeit ( s. 3), bis jetzt in gebrauch. 1 1) mhd. gêrhabe wb. 1, 601 b , Lexer 1, 878 , nh…

gehrhabschaft

DWB

gehrhabschaft , f. vormundschaft: ich bin nun meiner gerhabschaften wegen öfters auf dem rathhaus gewesen. fliegenwadel 138. mhd. gêrhabscha…

gehrhobel

DWB

gehrhobel , m. bei tischlern, hobel zum herstellen der gehrung. Adelung ; s. unter gehren 4, d.

gehrholz

DWB

gehrholz , n. gleich gehrmasz Campe.

gehrifian

KöblerAe

gehrifian , sw. V. nhd. hervorbringen E.: s. ge-, *hrifian L.: Hh 174

gehrig

DWB

geh·rig

gehrig , adj. zu gehr, gehren, z. b. ein acker gehet gerig, schief und spitzig, zu, in der Zips Schröer 54 b , gewiss allgemeiner ( s. gehre…

gehrin

KöblerAe

geh·rin

gehrin , st. N. (a) nhd. Bauwerk ÜG.: lat. aedificatio Gl, instrumentum Gl, ornatus Gl Q.: Gl E.: s. ge-, *hrin L.: Hh 174

gehrinenės

KöblerAe

gehrinenės , st. F. (jō) Vw.: s. gehrinenėss

gehrinenėss

KöblerAe

gehrinenėss , st. F. (jō) nhd. Berührung ÜG.: lat. tactus E.: s. ge-, hrine L.: Hall/Meritt 193b

Gehrmaß

Campe

Das Gehrmaß , des — es, Mz. die — e , bei den Holzarbeitern, ein Richtscheit mit einem Anschlage oder Querbrettchen am Ende, das nach einem …

gehrmasz

DWB

gehrmasz , n. bei holzarbeitern, ein lineal mit einem schiefen bretchen am ende unter einem winkel von 45 grad, die gehrung danach zu bestim…

gehrnagel

DWB

gehrnagel , m. langer nagel der in die gehrung zweier hölzer geschlagen wird, so siebenb. gîrnôgel Haltrich plan 93 .

gehrock

DWB

geh·rock

gehrock , m. rock zum ausgehen, leibrock, z. b. thür.; vgl. schwed. gngkläder, oberkleider, kleider zum ausgehen.

gehr als Zweitglied (2 von 2)

Anbegehr

DRW

Anbegehr Geheiß, Befehl an dem anbeger des gerichtes 14. Jh. Kohler-Koehne,Worms 9

begehr

DWB

beg·ehr

begehr , m. und n. petitum, voluntas ( vgl. begier). das mhd. einfache ger ist f. ( Ben. 1, 531 a ) und wahrscheinlich auch beger f. pass. H…

Ableitungen von gehr (7 von 7)

begehr

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begehr , m. und n. petitum, voluntas ( vgl. begier). das mhd. einfache ger ist f. ( Ben. 1, 531 a ) und wahrscheinlich auch beger f. pass. H…

begehren

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begehren , n. petitum, begehr, verlangen, wunsch. Fischart, unter den spielen, nennt eins n o 100: was wer dein gröst begern?; ach, soll ich…

begehrlich

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begehrlich , cupidus, expetendus, mhd. begerlich, vgl. begierlich: nach allem köstlichen streckt er begehrlich seine hände aus. Schiller 590…

Gehre

Pfeifer_etym

Ger m. ‘Wurfspeer der Germanen’, ahd. gēr (9. Jh.), mhd. gēr, asächs. afries. mnd. gēr, mnl. geer, aengl. gār, anord. geirr, vgl. auch Radag…

vergehren

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vergehren , verb. bei tischlern und glasern, mit einer gehrung versehen. Heinsius 4, 2, 1292 .

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Cotta, M. (2026). „gehr". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gehr/dwb
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Cotta, Marcel. „gehr". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gehr/dwb. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gehr". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gehr/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_gehr_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„gehr"},
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  urldate      = {2026-05-11},
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