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knaupeln

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
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5

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

knaupeln

Bd. 11, Sp. 1371
knaupeln , mit spitzen fingern mühsam arbeiten, auch von den zähnen, daher nagen. 11) belege. 1@aa) eig.: das kind knaupelt beständig an dem munde. M. Kramer 1768. 1787 im nl. theil unter pluizen; that er, als ob der gurt am pferde nicht fest wäre .. und knaupelte ein bischen dran herum. Weisze kom. op. 3, 21; noch einmal an den knöcheln des feldhuhns zu knaupeln, das sie schon weggelegt hatte. Thümmel 3, 473, vergl. die stelle unter knaupelei. von einer arbeit, bei der viel kleines mühseliges thun ist, sagt man es ist viel zu knaupeln dabei, oder es ist eine rechte knaupelei. vom essen kranker: wegen seines magen schwäche geklagt, wie er itzo nur allererst wiederum ein wenig zu knaupeln anfienge. avantur. 1, 70, wie kläubeln. 1@bb) bildlich, von ähnlicher geistiger arbeit: ich knaupelte an allen den räthseln, die mir das dreizehnjährige mädchen seit unserer bekanntschaft aufgegeben hatte. Thümmel 2, 352, wie an nüssen, um sie zu öffnen. 1@cc) es ist in md. mundarten heimisch, vom östl. Thüringen an durch Sachsen, Schlesien, Posen (Bernd 132), aber auch als oberpfälzisch bei Schmeller 2, 374 knaupeln gleich kläubeln (s. d.), mit dem es im begriff zusammenfällt. 22) herkunft. 2@aa) da kläubeln auch zu knäubeln (schweiz. knübeln) ward, denkt man auch bei knaupeln zunächst daran, wie bei knaufeln, knäufeln; der vocal stimmt nach dem maszstabe den da die ostmd. mundart an die hand gibt: es heiszt in Leipzig nur knaupeln, nicht knôpeln, wonach das au urspr. û war (mhd. klûben). doch der mangelnde umlaut und das p stimmen nicht. 2@bb) dagegen kommen mit gleichem auslaut in frage md. knuppern und knappern, die in der endung zu knaupern stimmen (s. d.) und mit knabbern und knaffern nagen einen nebenstamm von knauen nagen mit labialem auslaut darstellen, der einfacher in knaben nagen vorliegt und wechsel der auslautstufe zeigt (s. dort), knappen 8 (c) sp. 1347 könnte selbst dazu gehören. das au, urspr. û wäre wie in knaupen neben knappen, in knaupe knippchen neben knaps, knips, knups knippchen, in kaupe neben kappe, kippe, kuppe. die hd. form wäre dann knaufeln. 2@cc) andere nebenformen sind knaupseln im Osterlande, wahrsch. auch fläm. knoepen nagend beiszen u. ä., s. Schuermans 265b, in dem wieder ein andrer vocal auftritt, wie in knôpern, knôpen nagen (s. d.). dazu auch osterl. knêpern stuprare? 2@dd) dazu stimmt auch dasz formen ohne das k auftreten, wie bei knagen (2), in nuppeln nagen, schwed. dial. naplä knaupeln und knaupelnd essen, auch knaplä Rietz 461a, vgl. u. knagen 3 und sp. 1348 (c).
2565 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knaupeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Knaupeln , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und in der vertraulichen Sprechart eigentlich für na…

  2. modern
    Dialekt
    knaupeln

    Rheinisches Wb.

    knaupeln -ǫub- Ottw-Neunk schw.: ungeschickt hantieren, bes. nähen.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knaupeln

2 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitungen von knaupeln (2 von 2)

beknaupeln

DWB

beknaupeln , derodere, benagen: die knochen beknaupeln. s. abknaupeln .

Zerknaupeln

Campe

Х Zerknaupeln , v. trs . durch Knaupeln mit den Zähnen entzwei machen  D. Zerknaupeln .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „knaupeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/knaupeln/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „knaupeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/knaupeln/dwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „knaupeln". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/knaupeln/dwb.
BibTeX
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