lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

kittel

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
20 in 20 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
50
Verweise raus
66

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kittel m.

Bd. 11, Sp. 861
kittel, m. rock, kleid als überwurf, hemdartig. ahd. nicht bezeugt, mhd. kittel, pl. kittele wb. 1, 821b, echter kitel (: bitel), s. 1, a, wie noch im 15. jh. oft (fundgr. 1, 336, voc. inc. t. n 3a, Dief. placentum). nd. kiddel Dähnert (pomm.), westf. kîel (aus kidel erweicht), ostfr. kiel, selbst auf dem Westerwalde kîl, s. Schmidt 47. älter md. kidel Diut. 1, 365, später gewöhnlich kedel Dief. s. v. plasta, teristrum, toga, supparus (hier aus Calepinus), auch kytel (kietel) 440c, kettel teristrum Trochus; nrh. kedel Teuthon., nl. kedel und keel Kil., nnl. keel. für i wieder auch ü (s. sp. 855) in küttel, schon im 15. jh. Dief. 579c: baurenkütel Garg. 157a (291), und so bis ins 18. jh.: küttel Rädlein, Gottsched sprachk. (1762) 127, weil es von kutte komme; vgl. Weise, Stoppe sp. 864. bemerkenswert ein schwacher pl. kittelen im 16. jh. (1, g). Das wort scheint von haus aus uns eigenthümlich, dennn. kittel ist entlehnt, wie poln. kitel, böhm. kytle, sloven. kikla, litt. kédelys, selbst engl. dial. kittle-smock, kettle-smock fuhrmannskittel Halliwell 496b. 492b, und nordital. in Parma chitèll soldatenkittel Malaspina 1, 403b. Der ursprung ist dunkel. an gr. χιτών ist mit entlehnung nicht zu denken; man hat früh daran gedacht, denn die sonderbare glosse des mag. Engelhusen 'chiton kith (?), kithen (?), kuth' Mones anz. 7, 307b ist offenbar etymologisch gemeint. vgl. kutte, das verwandt sein wird, und kotze. 11) Der kittel ist urspr. ein oberkleid für männer wie frauen, wie es scheint von jeher vorzugsweis von ungefärbter leinwand und in einfachster kunstloser form, wie es ähnlich noch Frisch erklärt 'ein leinen kleid von einerlei weite von oben bis unten herab' 1, 517b. diese in stoff und form einfachste kleidung mag in sache und wort uralt einheimisch sein. doch war er nicht immer so einfach. 1@aa) mhd. werden auch sîdîne kitel erwähnt (wb. 1, 821b, 48, Scherz 790) und in andern farben, man trägt sie da als festgewand, künstlich ausgenäht mit bildern: zersniten (so l.?) gewant, an kiteln bilde machent manic einveltic herze wilde, daʒ nie vil lîht wær worden unstæte, wær eʒ beliben in slehter wæte. Renner 12692; blôʒer nac und gelwe kitel lockent mangen valschen bitel (freier), snüere an röcken, an kiteln bilde machent meide und knappen wilde. 12536; in wîten tenzen schœne kitel, bî jungen meiden valsche bitel. 12360; gelwe kitel und mursnitzen lânt manige meide niht (ruhig) gesitzen. 415; leg an dîn hübscheʒ kittelîn (zu einem rendezvous). lieders. 2, 645. 1@bb) noch im 15. 16. jh. ist kittel der allgemeine name des damaligen oberkleides, wie etwa rock jetzt (s. g), so gut als modische, auch edelmännische tracht, wie als bauerntracht (s. h), der unterschied liegt nur im stoffe und der arbeit. so in dem schwanke bei H. Sachs der pawernknecht mit dem zerschnitten kittel: ein pawernknecht Heinz Dölp genannt ... gen Landshut zu eim schneider trat und im ein groben zwillich bracht, dasz er im einen kittel macht (zum tanze). als er war ein zum schneider gan, sasz darinn gleich sein edelmann, der auch vom schneider haben wolt ein kittel er im machen solt ... unden rumb mit falten durch ab (vgl. nachher d), auch überal zwifach verprembt. 1, 496d (1590 372c). es gibt auch noch seidene kittel: dann warlich bei den groszen im tittel ist die aller seichtest kunst (wissen, bildung) im seidin kittel. spiegel der blinden 1522 o. o. B 1b. im reimenden sprichworte erhält sich freilich so etwas länger als in wirklichkeit, daher noch im 17. jh. im sprichworte kittel als staatskleid: was hilft ein tittel ohne kittel? Lehmann floril. (Lessing 11, 678). aber auch im leinenen kittel konnte man im 16. jh. noch staat machen: het ein neuen küttel angelegt und dunkt sich hoffertig. Bebelii facet. deutsch Frkf. 1589 99a (nova linea tunica induebatur, gloriosus sibi), das zeigt zugleich, dasz kittel schlechthin an leinen denken liesz: kyttel, cubrum, quaedam vestis linea. voc. 1482 q 4b; leineiner kyttel, labolodium. s 6b; anagolodium, ein leinen rok vel ein kittel. Bresl. voc. v. 1422. aber leinwand war vom mittelalter her auch durchaus ein nicht geringer stoff, wie ihre reine weisze lange die adelich modische farbe war. 1@cc) als frauenkleid. der höfischen tracht nachstrebend ist der weisze kittel als festkleid der bauerdirnen in Wittenweilers ring, wie auf den Runkelsteiner fresken edelfrauen mit weiszem faltigem gewande erscheinen (wîʒe sabene, d. i. leinene kleider, z. b. Gudr. 482, 2), gleich den rittern mit weiszen hosen und weiszem mantel: die mäczel (bauerdirnen) warent all bechläit mit weiszen chitteln schon beräit, ir schäppel hieten pluomenglancz. ring 33b, 45; Hüdellein der (dat.) ward so haisz, das sei den kittel vor (vorn) auf raisz. 39b, 43. solche hat wol noch Luther im sinne: zu der zeit wird der herr (den töchtern Zion) den schmuck an den köstlichen schuhen wegnemen .. die feierkleider, die mentel .. die koller, die borten, die kittel. Jesaia 3, 22. ebenso in den wbb.: placentum, est vestimentum feminarum, ein kyttel. Diefenb. wb. von 1470 sp. 215; amictorium, ein linin zart weisz kleid, wie es die töchtern (alem. für jungfrauen) tragend, ein kittel. Frisius 1574 84b; supparus .. ein leinin frauwenkleid, underhembd, kittel, jüppen. 1274b; kittel, ring (d. i. leichtes) summerkleid, supparum. Maaler 244a (vgl. kittelhemd); supparus, lineum indusium, quo superinduunt se feminae, ad talos usque demissum, kittel, juppenschurz. Junius 126b. 1@dd) dieser modische kittel war im 15. 16. jh. faltenreich (s. den edelmann bei H. Sachs unter b), auch diesz, wenigstens bei den frauen, aus der mhd. zeit her (vgl. 3, 1297 fg.): ouch wæn ich, daʒ froun Êven gewant lützel bilde hete und valten, der man die frouwen nu siht walten. Renner 22720, es sind die bunten kitel unter a, mit bildermustern neben den vielen falten. daher im voc. inc. teut.: kittel, multiplicium, cubrum, teristrum (θέριστρον); kitel an legen togare, sed multiplicium est ejus proprium vocabulum. n iija. wie dieser wink für latein lernende zeigt, dasz mit kittel der begriff des faltigen völlig verwachsen war (man denke an die faltigen röcke der bäuerinnen noch von heute, z. b. in Hessen), so noch deutlicher kittelmacherin, besonders kitteln (s. d.). 1@ee) aber der modische weisze kittel erscheint eigner weise zugleich als narrenkleid zur fastnacht. so in der Donaueschinger passion, kittel schlechthin genannt: Herodes. doch legent im (Christo) dissen kittel an, der gehört eim sollichen goügelman (als fastnachtskleid), nachher nu ziechent die Juden den salvator ab und legent im dis wisz cleid an und bindent in dan wider, dann wird er in seinem 'narrencleid' mit fastnachtspäszen verhöhnt. Mone schauspiele des mitt. 2, 293. 294. ein lustiger gesell singt von der nahenden fastnacht: so will ich gan und will mir lan ein newen kittel messen, von guotem zwilch weisz als der schne, darzuo mit vier falten. Uhland volksl. 643. s. noch aus dem 16. jh. kittelbruder. aber auch: vil kittel zuo der mummerei (bringt die fastnacht), gemacht in allen farben. Uhland volksl. 637. 1@ff) wie edel aber daneben das wort noch sein konnte, zeigt Luthers bibelübersetzung in folg.: und mitten unter den sieben leuchtern (sah ich) einen, der war eines menschen son gleich, der war angethan mit einem kittel und begürtet umb die brust mit einem gülden gürtel. off. Joh. 1, 13, in früheren ausg. einem leinen kittel, im orig. ποδήρη, bei de Wette talar. vgl. in vocc. d. 15. jh. plasta (vestis sacra Duc.) kitel, kedel. Dief. 440c. 1@gg) als hauptkleid, rock überhaupt: da er Adam und Eve aus der geschlachten thierleins fellein kleider oder kittelen machet. Mathesius Sar. 7b, mit seltner schwacher form; Münzern den kittel auch zu lausen, zog der landgraf nach Frankenhausen. Wolff hist. volksl. 288; schüttel den kittel, das hembd geht für. Ambr. liederb. 236, 11. 1@hh) als bauernkittel u. ä.: du trostest die pawern in den wirkein (hänfenen) kitteln, du trostest die kranken in den spitteln (gedr. spitaln). weingrusz altd. bl. 1, 406; ain grabe (graue) kappen und ein pösen huot und ain kittel hänfein und ein joppen leinein (trugen ehedem die bauern). fastn. sp. 440, 11; da ist imer sorge, furcht, hoffnung und zu letzt der tod, so wol bei dem der seiden und kron tregt als bei dem der einen groben kittel an hat. Sirach 40, 4, das gemeine liegt aber noch in grob, wirkein, hänfein. doch vgl. kittelknabe, kittelmann. 22) Seit dem 17. jh. aber erscheint der begriff verändert. 2@aa) kittel allein gilt nun als zeichen gemeinen standes, auch wol altfränkischen wesens im gegensatz zu modischer kleidung: weil ich so hoch nicht steigen kan, trag ich nur einen kittel an. ich bin ein armer bawersknecht, drumb ist mir meisznisch tuch gerecht, Finkelthaus (Gödeke eilf b. d. d. 1, 304b); nicht cron noch kittel (will ich), ich wil ins mittel. Seladon (Grefflinger) weltl. lied. 1651 anhang 2; es reizt mich kein berühmter tittel, es rührt mich weder hof noch pracht, ich finde, deucht mich, viel im kittel was kluge seelen glücklich macht. Günther 197; staub ist staub, er sitze im sammetrock oder im kittel. Hippel lebensl. 3, 1, 264; hüllst dich immer ohne schimmer gern in deutschen kittel ein. Schubart (1825) 2, 96; bei gott! der graf trug hohen sinn. doch höher und himmlischer wahrlich schlug das herz das der bauer im kittel trug. Bürger lied v. braven mann str. 18; tugend im kittel. A. W. Schlegel 3, 199. Der kittel im leben ist nämlich nur 'ein leinener kittel (küttel), wie die stallknechte, fuhrleute, kärner u. s. w. über die kleider tragen', oder 'baurenkittel, von grober leinwand gemacht, wie die armen bauren tragen' teutsch-engl. wb. Lpz. 1716; in Hessen z. b. ist jener kittel als überwurf landestracht beim volke. genauere angaben von der Rhön und aus Henneberg macht Sterzing bei Fromm. 6, 421 (es gibt da auch kittel in rockform, beidermannskittel), aus Appenzell Tobler 101b (hier gleich jacke). vgl. fuhrmannskittel (lederner f. Stieler 1020), donnerkittel, futterkittel. grubenkittel, das hemdartige oberkleid der bergleute (Krünitz 39, 287), davon die redensart das gestein macht den kittel enge, wenn es sehr fest wird, dasz der häuer nicht darauf fortkommen kann. Chemnitzer bergwerkslex. 2@bb) ähnlich bei frauen: zu hause zotteln sie in leinwatkütteln und essen trocken brod, nur dasz sie allen alamodischen bettel schaffen können. Weise erzn. 320 (c. 33); kittel, leinener weiberkittel, jupe, cotillon, garde-cul. Rädlein 538b, hauptsächlich vom unterrocke. bair. weiberrock vom mieder bis zu den knöcheln, gewöhnlich schwarz (halskittel aber ein oberhemdchen um hals und brust, von weiszer leinwand, mit spitzen, s. kittelchen a. e.). Schm. 2, 343, vergl. kitteltaube, kittelhocker östr. kidl frauenrock, untakidl unterrock Castelli 182. 2@cc) sonst nur, als nachklang der alten bed., in derberer volksmäsziger oder altfränkischer rede: den kittel umwenden, den glauben wechseln. Pierot 2, 2; den kittel schwenken (ausschwenken Steinbach 1, 856), volksm. für flott tanzen; einen beim kittel nehmen (Tobler 101b), kriegen, fest nehmen; geflickten und gestickten kitteln ist sorg als vorrecht zugethan. Voss 5, 197 (die ruhe), für rock, kleid überhaupt, gewöhnlicher so in wegwerfendem sinn, besonders von alten kleidern. 2@dd) doch auch noch von gewissen kleidern in der alten kittelform, die der mode entrückt sind, wie von der mönchskutte Göthe 9, 234 (Tasso 5, 4), badekittel bademantel, sterbekittel todtenhemd (kittel schlechthin so im volksliede Meinert Kuhländchen 403), nachtkittel der kinder, auch kittel gleich kinderkappe Fromm. 6, 421 (henneb.), schweiz. kittel, gödikittel ein prachthemd das die paten dem kind zum neuen jahr schenken Stalder 2, 104, diesz zugleich ein rest seiner alten höfischen geltung. 33) Eigen für den mann selber hilf gott, es hat in unserm mittl (mitten unter uns) gar viel der allzuklugen kittl, die sich aus dünkelgut befleiszn, der schrift (bibel) den rechten zipf zu reiszn. Ringwald laut. warh. 354 (1621 s. 315); o wie mancher leinwandküttel (geringer mann) suppt sich dicke, fett und reich. D. Stoppe Parnass (1735) 222 (Wackernagel leseb. 2, 598); schwarzkittel, volksm. derb für geistlicher; naszkittel ein trunkenbold Abrah. a S. Clara, noch bair. tirol.
12395 Zeichen · 297 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KITTELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    KITTEL stm. kittel, langer rock. teristrum voc. o. 13,78. anagotudium, collium vocc. vrat. paludellum; placentum, vestim…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kittelM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    kittel , M. Vw.: s. kētel L.: MndHwb 2, 563 (kittel) Son.: örtlich beschränkt

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kittel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Kittel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Wort, welches ehedem 1) überhaupt ein langes besonders Kleid von einerley W…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kittel

    Goethe-Wörterbuch

    Kittel auch Kü- 1 lange, schlichte Oberbekleidung (für Männer) [ Georg: ] Ich .. nahm den K. [Rock 39,76,8 Götz 1 ] des …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kittel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Kittel , Johann Christian, geb. 1732 zu Erfurt, Schüler Seb. Bachs, berühmter Orgelspieler zu Erfurt, st. 1809, hinterli…

  6. modern
    Dialekt
    Kittel

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Kittel [‘ X ìtl Liebsd. ; Khetl Obsteinbr. bis Rchw. ; Pl. –ə] m. 1. Kittel, Rock. Dër stëckt i n aine me schlëchte n K.…

  7. Sprichwörter
    Kittel

    Wander (Sprichwörter)

    Kittel 1. Besser Kittel als Titel. – Eiselein, 597. Lat. : Vitulum, non titulum. ( Binder, II, 3585. ) 2. Ein bezahlter …

  8. Spezial
    Kittel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kit|tel m. (-s,-) 1 (Frauenrock) gonela (-les) f. , chitl (-i) m. 2 (Bluse) camejot (-oc) m. , camesc m.

Verweisungsnetz

90 Knoten, 96 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 7 Hub 1 Kompositum 70 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kittel

90 Bildungen · 79 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von kittel 2 Komponenten

kit+tel

kittel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kittel‑ als Erstglied (30 von 79)

Kittelknopf

SHW

Kittel-knopf Band 3, Spalte 1353-1354

Kittelsack

SHW

Kittel-sack Band 3, Spalte 1353-1354

Kittelärmel

PfWB

kittel·aermel

Kittel-ärmel m. : wie schd., Kiddeläʳm(e)l [ LU-Alsh LA-Gommh ]. Südhess. III 1353 . —

kittelaffe

DWB

kitte·laffe

kittelaffe , m. als schelte von einem in der kleidung hoffärtigen weibe. Abr. a S. Clara, Judas der erzsch.; zu kittel 1, c.

Kittelarmen

RhWB

kittel·armen

Kittel-armen -əltsrmən (s. S.) Trier , Bernk , SDaun m.: Ärmel des Kittels 1. RA.: De hot en Stross (Kehle) wie en K. eine laute Stimme, vo…

kittelbruder

DWB

kittel·bruder

kittelbruder , m. diese müsziggenger und leutebetrieger wurden genennet die kittelbrüder, denn sie trugen weisze leinen kittel. Waissel chro…

kittelchen

DWB

kittel·chen

kittelchen , n. dem. zu kittel: kittelgen Schmotther 2, 384 ; von einem kinderkleide Göthe 23, 18 . das kittelchen schwenken, lustig tanzen,…

kittelein

DWB

kitte·lein

kittelein , n. wie das vor.: der son gottes machet Adam und Eva kittelein oder schürzlein von rauhen fellen. Mathesius Sarepta 10 a ; kittel…

kittelen

MNWB

kitt·elen

kittelen „titillari” (Liljebäck Gl.). Vgl. kettelen.

kittelfix

RhWB

kittel·fix

kittel-fix -i-, –e-, –ø- Saarbg , Trier , Wittl , Bitb , Prüm , Ahrw-Heckenb Adj.: in der Wend.: Den (sie) es net (ganz) k. er ist nicht so …

Kittelfutter

PfWB

kittel·futter

Kittel-futter n. : 'Futtertuch des Kittels', -fudeʳ [ LU-Alsh ]. Südhess. III 1353 . —

kittel als Zweitglied (11 von 11)

Blaukittel

RDWB1

Blaukittel m синий воротничок идиом. , (простой) рабочий

Weißkittel

RDWB1

Weißkittel m белый воротничок (напр., служащий, чиновник, менеджер) идиом.

Hofkittel

Wander

hof·kittel

Hofkittel Reisst der Hofkittel einmal, so ist er schwerlich wieder zu flicken. – Mathesius, Historia, II, XXII b .

Kindskittel

Wander

kinds·kittel

Kindskittel A is a rechta Kindskîdl 1 . ( Oberösterreich. ) 1 ) Gewand, wie ein kleines Kind es trägt. Von einem Menschen, der sich kindisch…

Nasskittel

Wander

nass·kittel

Nasskittel Er ist ein rechter Nasskittel. – Braun, I, 3744. In der Bedeutung von: Bierlützel, Bierzapf, Saufaus, Söffling.

Peinkittel

DRW

pein·kittel

Peinkittel, m. ärmelloses Gewand aus grober Leinwand für eine Person, die der Folter unterworfen wird peinkittel 17. Jh. BaltStud.² 34 (1932…

Sommerkittel

DRW

sommer·kittel

Sommerkittel, m. hemdartiges Obergewand als Teil der Sommerkleidung es sol auch ain ieder pfleger dem fronpoten alle suntag geben ain mal un…

sterbekittel

DWB

sterbe·kittel

sterbekittel , m. , todtenhemd (16.-18. jh. und dialektisch, z. b. Schmidt-Petersen 127 a ); amiculum ferale nomenclator lat. germ. (1634) 4…

weiberkittel

DWB

weib·er·kittel

weiberkittel , m. in östr. mundart vom 17. bis 19. jahrh. bereit, die bed. ' weib ' zu vertreten: weiber-küttel schmählern manchem die mitte…