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stag

ie. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stag n.

Bd. 17, Sp. 537
stag, n. starkes tau zur befestigung der maste und stengen nach vorne. schifferwort der Nordseeanwohner: altn. stag, n. (jetzt auch isl. für ein seil zum kleidertrocknen). Cleasby-Vigfusson 587a, schon eddisch in der kenning stagstjórnmarr für schiff, s. Gering vollst. wb. 973; in gleicher form auch in den neunord. sprachen (n. schwed. norw.). ags. stæg nur in einer glosse, s. Bosworth-Toller 907b, doch spricht die lautgesetzliche entwicklung zu neuengl. stay, s. Skeat 593b, wol dafür, dasz es kein lehnwort ist. vielleicht aus dem engl., sicher aus dem german. stammt auch das roman. wort, altfranz. span. port. estay, franz. étai (falsch abgeleitet bei Diez4 578). auf dem deutschen festlande ist das wort erst in jüngerer zeit bekannt und scheint entlehnt: neunl. stag, fem. und neutr., und staag, n., vgl. Franck 953. Boekenoogen Zaansche volkstaal 989. Lüpkes seemannsspr. 2, 240. nd. begegnet es zuerst in der Lüb. chron. des Hans Reckeman (1537): do lepen twe boesmans van de unsen int focken takel unnd houven eme dat stach (zwischen bugspriet und fockmast?) unnd bolynen ('bugleinen'?) van synem bochsprede, s. hans. geschichtsbl. 1876, s. 88, vgl. d. anm. und Schiller-Lübben 6, 270a. Lübben handwb. 372a. die heutige nd. volkssprache kennt das wort nur in Ostfriesland als stagg. Stürenburg 260b, stag ten Doornkaat Koolman 3, 295b f. in der nhd. schriftsprache taucht das wort, zunächst in der schreibung staag, in der ersten hälfte des 18. jahrh. auf, vgl. Weigand 2, 791: staag, lat. rudens, quo mali invicem cohaerent. Apin. gloss. 507; ebenso bei Steinbach 2, 656 ('terminus nauticus'); stag, étai, ist auf den schiffen ein dickes tau, welches mit dem einen ende oben an dem maste, über den sahlingen angemacht ist, und mit dem andern ende unten dergestalt angezogen wird, dasz es die masten von vorne zu in ihrem stande hält, so wie sie hinterwärts durch die wände (wanten) gehalten werden. jeder mast und jede stenge hat ihren besondern stag, und befinden sich auf einem dreymastigen schiffe: an dem groszen maste, das grosze stag, le grand étai, oder l'étai du grand mât; das grosze stengen-stag, l'étai du grand mât de hune; und das grosze bramstengenstag, l'étai du grand perroquet. an dem focke-maste: das focke-stag, l'étai de misaine; das vorstengenstag, l'étai du mât de hune d'avant; und das vorbramstengen-stag, l'étai du perroquet de misaine. an dem besansmaste: das besans- oder lauf-stag, l'étai du mât d'artimon; und das creuzstengen-stag, l'étai du perroquet d'artimon oder de foule. an dem bogspriet: das blindestengen-stag oder knick-stag, l'étai du perroquet de beaupré. das besondere stag an das stagsegel, das man bey gutem winde und wetter aufzieht, wird das nebenstag, faux étai genennet. Eggers 2, 973. s. ferner Adelung. Jacobsson 4, 247a. Krünitz 168, 590 f. Bobrik 655—7. Goedel etym. wb. der seemannsspr. 475. anstatt des gemeingerm. neutr. (wofür nur im nl. das fem. vorherrschend geworden ist) haben Adelung und Jacobsson das masc. der plur. wird gewöhnlich stage gebildet, daneben nach nd. weise stags, s. Adelung. Campe (ungut bei [] Jacobsson: stagen). Adelung benennt im einzelnen das grosze-, besaan- (Jacobsson: besans-) und focke- (Jacobsson: fake-, Campe und so gew.: fock-)stag. bei Campe auszerdem ein loses stag oder borgstag zur verstärkung des eigentlichen stags; s. ferner schlingerstag, theil 9, 741. weitere benennungen s. bei Krünitz und besonders bei Bobrik a. a. o. über stag gehen wenden, s. Goedel 458: nachher müssen wir auch über stag gehen, Kai. Frenssen Hilligenlei 307.
3595 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    stag

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    stagst. N. (a)

    Köbler An. Wörterbuch

    stag , st. N. (a) nhd. Stag, Tau (N.) Hw.: s. staga, stagl, stegla, stafr E.: germ. *staga-, *stagam, st. N. (a), Stag, …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stag

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Stag , des -es, plur. die -e, (im Niederdeutschen, die Stags,) ein nur in der Schiffarth übliches Wort, diejenigen s…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stag

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Stag , ein von dem Maste in der Richtung des Kiels vorwärts nach unten gehendes Tau, das zum Festhalten des Mastes dient…

  5. modern
    Dialekt
    stag

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    stag Band 10, Spalte 1480 stag 10,1480

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stag

827 Bildungen · 75 Erstglied · 750 Zweitglied · 2 Ableitungen

stag‑ als Erstglied (30 von 75)

Stag(e)ri

Idiotikon

Stag(e)ri Band 10, Spalte 1486 Stag(e)ri 10,1486

Stag(g)eler

Idiotikon

Stag(g)eler Band 10, Spalte 1552 Stag(g)eler 10,1552

stag(g)ig

Idiotikon

stag(g)ig Band 10, Spalte 1487 stag(g)ig 10,1487

Stag(g)ler

Idiotikon

Stag(g)ler Band 10, Spalte 1552 Stag(g)ler 10,1552

stagan

KöblerAe

stagan , sw. V. nhd. braten (?) E.: ? L.: Hh 316

stagauge

DWB

stag·auge

stagauge , n. der theil eines stages, der um den mast oder die stenge liegt und ein auge ( eine schleife ) bildet. Campe. Bobrik 657 b .

stagblock

DWB

stag·block

stagblock , m. ' im schiffbaue, die beiden blöcke, wovon der eine an das stag selbst, der andere an den kragen desselben gestropt ist, und d…

Stageiros

Meyers

Stageiros ( Stagira ), von Andriern im 7. Jahrh. v. Chr. gegründete Stadt im alten Mazedonien auf der mazedonischen Halbinsel, berühmt als G…

stagel

DWB

stagel , f. stütze. schweizerisches wort ( verwandt mit stag?): staaglen und stützen (die) alles darmit man ein rAebgehAeld undersetzt, peda…

Stagele(n)

Idiotikon

Stagele(n) Band 10, Spalte 1481 Stagele(n) -ä- 10,1481

Stagele(n)bei(n)

Idiotikon

Stagele(n)bei(n) Band 4, Spalte 1303 Stagele(n)bei(n) 4,1303

stagelen

KöblerMhd

stag·elen

stagelen , sw. V. nhd. stottern Q.: WernhMl (vor 1382) (FB staggelen) E.: s. stagel W.: nhd. DW- L.: Lexer 447b (stagelen)

stageleⁿ

Idiotikon

stageleⁿ Band 10, Spalte 1487 stageleⁿ 10,1487

Stageli

Idiotikon

stag·eli

Stageli Band 10, Spalte 1486 Stageli 10,1486

stagen

DWB

stagen , verb. 1 1) holl. stagen stützen; nach Goedel etym. wb. 438 auch seewort (?). 2 2) seemännisch stagen für über stag wenden, durch de…

stager

Idiotikon

stager Band 10, Spalte 1486 stager 10,1486

Stagereⁿ

Idiotikon

Stagereⁿ Band 10, Spalte 1486 Stagereⁿ 10,1486

stagern

DWB

stag·ern

stagern , verb. 1 1) schweiz. als weiterbildung zu stagen, s. das. 3, starr, steif sein; dazu stagerig, adj. Stalder 2, 390 . 2 2) tirol. st…

stageⁿ

Idiotikon

stageⁿ Band 10, Spalte 1486 stageⁿ 10,1486

stagfock

DWB

stag·fock

stagfock , f. das fock- oder vorstagsegel einer schmacke, kuffe, jacht u. s. w. Campe. Bobrik 299 a ; so auch holl. stagfok, ostfries. stag(…

Stagg(e)leriⁿ

Idiotikon

Stagg(e)leriⁿ Band 10, Spalte 1552 Stagg(e)leriⁿ 10,1552

Stagg(e)leteⁿ

Idiotikon

Stagg(e)leteⁿ Band 10, Spalte 1552 Stagg(e)leteⁿ 10,1552

stagg(e)leⁿ

Idiotikon

stagg(e)leⁿ Band 10, Spalte 1549 stagg(e)leⁿ 10,1549

stag als Zweitglied (30 von 750)

*ziostag?

KöblerAhd

*ziostag? , st. M. (a) nhd. Dienstag ne. Tuesday Q.: Eggers, Annahme 479 I.: Lüt. lat. diēs Martis E.: s. ziu, tag W.: mhd. zīstac, st. M., …

Ɉahrestag

Campe

Der Ɉahrestag , die Ɉahreszeit, s. Campe Ɉahrszeit .

Ɉahrstag

Campe

Der Ɉahrstag , des — es, Mz. die — e , der Tag, da etwas jährig ist; besonders ein feierlicher Tag, welcher jährlich Ein Mahl begangen wird,…

Ɉakobstag

Campe

Der Ɉakobstag , des — es, Mz. die — e , der in den siebenten Monat oder Julius fallende Tag, welcher in der Römischen Kirche dem Apostel Jak…

Ɉohannstag

Campe

Der Ɉohannstag , des — es, Mz. die — e , derjenige Tag, der 24ste des Sommermonats oder Junius, an welchem in der kristlichen Kirche das And…

Ɉünglingstag

Campe

Juengling·stag

Der Ɉünglingstag , des — es, Mz. die — e , ein Tag des Jünglingsalters, aus der Jünglingszeit. Richter. I meinen Jünglingstagen , oder in me…

Nikolaustag

RDWB1

Nikolaus·tag

Nikolaustag m auch Nikolaus Праздник Святого Николая; День Св. Николая (6-е декабря)

Nimmerleinstag

RDWB1

Nimmerleinstag m da kann ich bis zum ~ warten / bis Sankt Nimmerlein, bis zum (Sankt) Nimmerleinstag idiom. - от него дождешься, пожалуй; ег…

ABBRUCHSTAG

DWB2

abbruch·stag

DWB2 ABBRUCHSTAG m. DWB2 (abbruch A 2): DWB2 1926 fast- oder abbruchstage Koeniger kirchenrecht 344. Braun

Abdonstag

PfWB

abdon·stag

 Abdons-tag m. : ' Tag des heiligen Abdon ' (30. Juli). Uf der Abdansdak reibt mer Warze, Greenage un so dergleiche [ Fogel Beliefs Penns N…

abgangstag

DWB2

abgang·stag

abgangstag m. ( von landpostämtern ) 1830 W. v. Humboldt br. an eine freundin 2,133 L.

Ablaßtag

Campe

ablass·tag

Der Ablaßtag , des — es, Mz. die — e, ein Tag, an welchem Ablaß ertheilt wird.

Ablāsstag

Idiotikon

Ablāsstag Band 12, Spalte 915 Ablāsstag Ablis- 12,915

abschiedstag

DWB

abschied·stag

abschiedstag , m. auf auf ihr brüder und seid stark, der abschiedstag ist da! Schubart

Absendungstag

Campe

absendung·stag

◎ Der Absendungstag , des — es, Mz. die — e, der Tag der Absendung, an welchem man etwas absendet. Am Absendungstage ( a dato). C.

Abspruchstag

DRW

abspruch·stag

Abspruchstag im gleichen Sinn wie Abspruch (I Spiegelstrich) vgl. Absprechung (III) abspruchstag 1883 BernZivilProzW.

ACHTSTUNDENARBEITSTAG

DWB2

DWB2 ACHTSTUNDENARBEITSTAG m. DWB2 wie achtstundentag: DWB2 1889 demonstration für den achtstundenarbeitstag Marx/E. w. ( 1956 ) 21,522. 194…

Ableitungen von stag (2 von 2)

gestagen

DWB

gestagen , verb. starren, steif sein, schweiz. Stalder 2, 390 .

Stage

Meyers

Stage (engl., spr. ßlēdsch), vierräderiger, stark gebauter Omnibus, von zwei, vier und sechs Pferden oder Maultieren gezogen, diente ursprün…