streckteich,
m.,
besonderer teich zur aufzucht der fischbrut (
zu strecken E 4 b;
vgl. auch 1streck): die streck-teiche mssen mit brut auch nicht bersetzt seyn, weil in den ersten zweyen jahren grosse befOerderung oder verhinderung zu ihrem wachsthum kan gegeben werden Hohberg
georg. cur. 2 (1682) 477; streckteich erhält seinen namen vermuthlich daher, weil der fische laich, brut oder satz (
s. teil 8, 1839 [1 l]) sich allda bis zur gehörigen länge zum versetzen in grosze teiche strecken oder erlängern oder wachsen musz
allg. haush. lex. 3 (1751) 432
b; zu den karpffen hat man dreyerley gattungen (
teiche) nOethig als 1) streich-teiche (
s. dort), 2) streckteiche 3) haupt- (
s. teil 4, 2, 635) oder besetz-teiche Döbel
jägerpract. (1754) 4, 94; streckteich ...
eine art karpfenteich ..., worein der zweyjährige same gesetzt wird, damit er sich darin strecke,
d. i. zur gehörigen grösze wachse, in einigen gegenden der erstreckteich;
zum unterschiede von dem streichteiche
und setzteiche (
s. teil 10, 1, 695) Adelung 4 (1780) 811; streckteich
ein fischteich für junge karpfen, karauschen u. hechte Hübner
zeitungslex. 4 (1828) 446
a; streckteiche nennt man diejenigen teiche, in welche die jungen karpfen eingesetzt werden, um heranzuwachsen oder sich zu strecken; da kleine fische neben grösseren derselben art schlecht gedeihen ..., so legt man für die ersten jahrgänge vorteilhaft verschiedene streckteiche an Benecke
fische, fischerei u. fischzucht (1881) 493
f.; s. auch Noel Chomel oec. lex. 8 (1757) 1710; Jacobsson
technolog. wb. 4 (1784) 313
b; Nemnich
wb. d. naturgesch. (1796) 157; Campe 4 (1810) 702
a; Oken
allg. naturgesch. 6 (1836) 325; Naumann
naturgesch. d. vögel 9 (1838) 62; Krünitz
oec. encycl. 175 (1840) 535; Brehm
tierl. (1890) 8, 250; Frischbier
pr. 2, 379
a;
im bilde bei Jean Paul: inzwischen verlief der sommer, und der dragonerrittmeister hatte noch immer keinen geistlichen hecht ... aus dem kandidaten-besetzteiche ausgezogen und in den streckteich der Hukelumer pfarre geworfen
w. 3, 111
Hempel; jeder regentropfe ist ein voller besatz- und streckteich schwimmenden gewimmels
ebda 44, 55
u. vgl. ebda 1/2, 364.