Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
stemmen
stemmen
stemmen Vb. ‘dagegendrücken, sich widersetzen’, mhd. mnd. mnl. stemmen ‘stehen machen, steif machen, aufgestaut werden (vom Wasser)’, anord. stemma ‘dämmen, aufhalten’ (woraus gleichbed. engl. to stem), schwed. stämma ‘hemmen’ und anders gebildetes ahd. gistemen ‘bezähmen’ (8. Jh.), gistemōn ‘(sich) beruhigen’ (11. Jh.), mhd. gestemen ‘Einhalt tun, einhalten’ stehen wohl im Ablaut zu den unter ungestüm (s. d.) und stumm (s. d.) genannten Formen, können daher vielleicht an die unter stammeln (s. d.) angeführte Wurzel ie. *stem- ‘stoßen, anstoßen, stottern, stammeln, hemmen’ angeschlossen werden. Auszugehen wäre von einer Bedeutung ‘im Lauf hindern, stehen machen’ (vor allem von Wasserläufen und vom Stillen des Blutes). Seit dem Ende des 17. Jhs. bedeutet stemmen vor allem ‘(sich) kräftig und fest gegen etw. drücken’, in der Sportsprache ‘ein Gewicht mit festem Druck der Arme nach oben drücken’ (Ende 19. Jh.).