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Kuchen

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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26 in 15 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Kuchen m. n.

Bd. 4, Sp. 656
Kuchen m., Küchel(chen) n.: 1.a. wie schd., Kuche (kuxə) [verbr. NPf nördl. VPf vereinzelt übrige Pf, verbr. Don Gal Buch], (kūxə) [verbr. WPf mittl. u. südl. VPf]; dicker K. 'Napfkuchen', dinner K. 'flacher K.' [verbr.], nasser K. 'Obstkuchen' [mancherorts]; K. im Pundsfermche [KU-Reiffb]; zu den Kuchenarten vgl. Apfel-, Apfelbrei-, Bettelmanns-, Pflaumen-, Bierhefe-, Birnen-, Biskuit-, Blitz-, Boll- 1, Bollmehl- 1, Bratpfann(en)-, Brosel-, Brot-, Brotmehl-, Brotteig-, Puckerts-, Bund-, Butter-, Deckel-, Tee-, Dick-, Trauben-, Druschel-, Erdnuß-, Flamm(en)-, Vorlauf-, Form-, Gesundheits-, Grieben-, Grindkopf(s)-, Grundbirnen- 1, Grünes-, Grusselbeer(en)-, Hafen-, Hefe-, Heidelbeer(en)-, Holderbeeren-, Honig-, Honigleb-, Johannistrauben-, Kaffee-, Käse- 1, Kirsch(en)-, Kleien-, Knupp(er)-, Kranz-, Kratz-, Krumpel-, Latwerg-, Leb-, Loch-, Mag-, Marmor-, Maulsperr-, Mirabellen-, Mohn-, Mühl-, Musel-, Obst-, Quetschen-, Radon-, Rahm-, Reneklode-, Rhabarber-, Ribbel-, Riemen-, Ringelloch-, Rosinen-, Salz-, Schlotten-, Schmier-, Schokolade-, Schwarz-, Schwarzmehl-, Schwarzpollen-, Speck-, Spund-, Stachelbeer-, Streusel-, Süß-, Unschlitt-, Wälen-, Wasser-, Weihnachts-, Weiß-, Weizen-, Wurm-, Zim(me)t-, Zucker-, Zwetschen-, Zwiebelkuchen. K., die zu besonderen Zeiten gebacken werden: Fasten-, Fastnachts- 1, Herbst-, Hochzeit(s)-, Kirbe-, Königs-, Leichen-, Neujahrs-, Oster-, Weihnachtskuchen. De K. muß gut gehe [KB-Bubh, verbr.]. De K. in de Owe schieße [NW-Kallstdt, verbr.]. RA.: Net far K.! 'Nicht um vieles!' [KU-Kaulb, vereinzelt]. Im Scherz: Wammer ke Brot meh han, esse mer K. [Don (Steinmetz)]. SprW.: Wie die Hochzich so die Kuche [Krieger 30]. Mit annerleits Mehl is gut K. backe [ebd. 31]. KR. s. backen 1 b, patschen 3. AR. s. Brot 1 a. Am Neujahrsmorgen wünscht man: Veel Glick im neie Johr, e Worscht wie e Owerohr, e Brezel wie e Scheierdor, e Kuche wie e Oweblatt, do werre mer allmetnanner satt [PS-H'einöd, verbr., auch Gal]; vgl. Kirbedienstag, Kranz 2 c. — b. Dim. α. 'in Öl oder Fett gebackener Krapfen', Kichelche (kīχəlχə, -i-), Kichel (kīχəl), Pl. Kichelcheʳ, Kichle, Kichlich [verbr., auch Penns Don Gal Buch Rußl]; vgl. Hefeküchelchen. K. sind seit jeher das Gebäck der Fastnacht; vgl. Fastnachtsküchelchen 1. Früher gingen die Kinder Küchelchen heischend von Haus zu Haus. Dabei sprachen sie gereimte Sprüche wie: Kichlich raus, Kichlich raus, orrer mer schlachen e Loch ins Haus! [LA-Impfl]. Honappel, die Hon, die Faßnacht, die is on; die Kichelcheʳ sein geback, eraus met, mer stecke se in de Sack [KU-Reiffb]; Var. s. Fastnacht 1 a, Hanapfel; einen weiteren Heischevers s. Vetter 2 b α. KR.: Reihe, reihe, Rose, Kichlich sin geblose. Wann mei Mudder Kichlich backt, nemm ich se un steck se in de Sack. Genacht (gute Nacht), Mamma, Genacht, Babba; Schnebberle, Schnebberle, hoppsassa [LA-Godrst]. Batsche, batsche, Kichele, meer un deer e Schihchele, meer un deer e Dellerle, meer un deer e Hellerle [mancherorts VPf]; vgl. patschen 2 u. 3. RA.: Dem geht's um die Kichelcheʳ, von einem, der auf etwas erpicht ist [KL-Hütschhs]. Einer ausnützerischen Frau legt man die Worte in den Mund: Loß mich mei Kichelcheʳ in deim Fett backe, dann derfschde aa dei Flääsch in meim Kraut koche [Pirmas u. Umg., ähnlich Don Gal Buch]. — β. vgl. auch Anis-, Fleisch-, Grundbirnenküchel 2. — c.α. vgl. Pfann(en)-, Bierhefepfann-, Eier-, Eierpfann-, Grundbirnen- 3, Grundbirnenpfann-, Mehlpfannkuchen. — β. nach Pfannkuchenart gebackener »Apfel im Schlafrock«, vgl. Apfelküchelchen. — 2.a.α. 'Rückstand beim Pressen von Ölfrüchten'; vgl. Öl-, Olig-, Rapskuchen. — β. 'Rückstand beim Pressen von Trauben', Kuche [HB-Nd'gailb]. Syn. s. Trester 1. — b. 'Kuhfladen', scherzh. Rätsel: Was esch der liewer: 's Kichel en de Sunn (Kuhmist auf der Straße) orrer de Deiwel em Schornste (Schinken)? [LA-Nd'hochstdt]. — c. Kichelcheʳ, Neckname der Bewohner von KU-Jul, weil sie angeblich auf Küchelchen versessen sind [Hebel 90]. — Südhess. IV 3 ff.; Rhein. IV 1632 ff.; Lothr. 317; Els. I 421.
4132 Zeichen · 107 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kuchenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +9 Parallelbelege

    kuchen swv. s. quicken.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kuchen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Kuchen , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. Kǖchelchen, Oberd. Küchlein, eine jede schmackhafte von Mehl, Butter, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kuchen

    Goethe-Wörterbuch

    Kuchen 1 (als Festtagsspeise bzw -gabe zubereitetes) größeres Feingebäck; einmal (in überbietender Anspielung auf Matth …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kuchen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kuchen , Dorf im württemberg. Donaukreis, Oberamt Geislingen, an der Fils und der Staatsbahnlinie Bretten-Friedrichshafe…

  5. modern
    Dialekt
    Kuchenm.

    Lothringisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Kuche n [khûə fast allg.; khouən Bo. ; khu D. Si. — Pl. khûə, khéï; Demin. khîχəl, khéïχəlχin] m. Kuchen. Die meist…

  6. Sprichwörter
    Kuchen

    Wander (Sprichwörter)

    Kuchen 1. Alte Kuchen und böse Gewohnheit muss man brechen. Frz. : Gâteau et mauvaise coutume se doivent rompre. ( Bohn …

  7. Spezial
    Kuchen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ku|chen m. (-s,-) ‹gastron› turta (-tes) f. , polënta de furn f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuchen

260 Bildungen · 188 Erstglied · 71 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von kuchen

ku + -chen

kuchen leitet sich vom Lemma ku ab mit Suffix -chen.

kuchen‑ als Erstglied (30 von 188)

Kuchenart

SHW

Kuchen-art Band 4, Spalte 5-6

kuchen als Zweitglied (30 von 71)

Baumkuchen

RDWB1

Baumkuchen m песочный торт (в виде башни сложной формы)

Hefekuchen

RDWB1

Hefekuchen m aufgehen wie ein ~ idiom. - (рас)пухнуть перен. , разг. ; быстро (рас)толстеть; кого-л. развезло разг.

Käsekuchen

RDWB1

Käsekuchen m (nicht "пирог с сыром") ватрушка, творожный пирог, пирог с творогом

Pustekuchen

RDWB1

Pustekuchen m Pustekuchen! - Ничего подобного! Не тут-то было! Да где там! Черта с два! Как бы не так! Держи карман шире! идиом.

Áschkūchen

Adelung

asch·kuchen

Der Áschkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. ein runder, hoher, inwendig hohler Kuchen mit fetter Rinde, welcher in einer thönernen Form geb…

Bǘchsenkūchen

Adelung

Der Bǘchsenkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. in den Küchen, eine Art Buttergebackenes, welches in einer Form gebacken wird, die einer Büc…

Brōtkūchen

Adelung

brot·kuchen

Der Brōtkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. Brot in Gestalt eines Kuchens; im gemeinen Leben ein Platz. 1 Sam. 6, 19: Und theilete aus alle…

Brǖderkūchen

Adelung

brueder·kuchen

Der Brǖderkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Glasern, eine figürliche Benennung der runden Glasscheiben in den Fenstern, vielleich…

Brústkūchen

Adelung

brust·kuchen

Der Brústkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. oder das Brustküchlein, des -s, plur. ut nom. sing. eine Brustarzeney von Anies, Lakritzensaft…

Eierkuchen

Pfeifer_etym

eier·kuchen

Ei n. aus Schale, Eiweiß und Eigelb bestehendes Hühner-, Vogelei, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnl. nl. ei, mnd. ey, aengl. ǣg (engl. egg aus…

Extrakuchen

Wander

extra·kuchen

Extrakuchen Sie wollen einen Extrakuchen gebacken haben. – Berliner Zeitung, 1866, Nr. 521. S. 2896.

Eyerkūchen

Adelung

Der Eyerkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. in den Küchen, ein in der Pfanne oder in einem Tiegel gebackener Kuchen, dessen vornehmster Bes…

Flehkuchen

Wander

Flehkuchen Flehkuhng backen. ( Oberharz. ) – Lohrengel, II, 289. Kuchen, der einen anflehen, d.i. bestechen soll.

H_s;fenkūchen

Adelung

Der H_s;fenkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Hefenkǖchlein, ein jeder Kuchen, welcher mit Bierhefen zur Gährung gebracht wor…

harzkuchen

DWB

harz·kuchen

harzkuchen , m. ballen oder kuchen aus den harztrebern, beim pechsieden zurückbleibend.

Hofkuchen

Wander

hof·kuchen

Hofkuchen Hofkuchen sind eitel Teig oder verbrannt. Dän. : Hof-kagen er enten blank eller brændt. ( Prov. dan., 295. )

honigkuchen

DWB

honig·kuchen

honigkuchen , m. 1 1) die mit honig gefüllte wabe in einem bienenstocke ( auch honigfladen, honigscheibe ). Jacobsson 2, 284 a . 2 2) mit ho…

Hūstenkūchen

Adelung

husten·kuchen

Der Hūstenkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. in den Apotheken, ablösende Mittel wider den Husten, welche mit Gummi Tragahth in die Gestalt…

käsekuchen

DWB

kaese·kuchen

käsekuchen , m. quarkkuchen, engl. cheese-cake, nl. kaaskoek; auch käsefladen, nordthür. matzkuchen ( vgl. u. käsebutter): scriblita keskuoc…

kirschkuchen

DWB

kirsch·kuchen

kirschkuchen , m. placenta cerasis inspersa Stieler 908 : ich muszte caffee trinken und zwei stück kirschkuchen essen. Schiller an Körner 1,…

L_s;bkūchen

Adelung

Der L_s;bkūchen , des -s, plur. ut nom. sing. eine vorzüglich im Oberdeutschen übliche Benennung einer Art Kuchen, welche aus Mehl, Honig, M…

Ableitungen von kuchen (1 von 1)

kuchene

MWB

kuchene swstF. kuchein: BdN 196,28. 197,3. 197,19; NüP 185; kuchene (kuchine), swF.: SAlex 4044; BrHoh 35. 53; BrEb 35; stF.: BrHoh 46; Mech…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kuchen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kuchen/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „kuchen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kuchen/pfwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kuchen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kuchen/pfwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_kuchen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-15},
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