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dank

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

dank m.

Bd. 2, Sp. 727
dank, m. goth. thanks, ahd. dank (Graff 5, 167), mhd. danc, altsächs. thanc, altfries. angels. thanc thonc, engl. thank, niederl. dank, altnord. þakir pl., schwed.n. thack, gehört zu dem verlornen stamm dinke danc dunken, der eine thätigkeit des geistes, eine bewegung und erhebung der seele ausdrückt: dahin weisen alle davon abstammenden wörter wie andacht, gedanke, bedünken. 11. bei Benecke 1, 351 einige stellen, wo danc für gedanc steht: dazu hât ab mich mîn tumber danc an steln od an deheinen kranc verleitet gegen der frowen mîn, bot, daz sol verswigen sîn und niht ze mære werden brâht, wan ich sîn weiz got nie gedâht. mir wær der danke alze vil Lichtenstein 51, 7. er tet ouch got niht mêre denne als die jüden tuont: sîn danc im ûf den pfenninc stuont Liedersaal 3. 352, 14. ein beispiel aus dem 15ten jahrhundert, so dunkt si (die frau) mich so schwach und krank, und kumpt mir dan in meinen dank, und denk mir dan 'lasz nun davon' Fastnachtsp. 322, 26. noch im 16ten und 17ten jahrh. kommt dank in dieser bedeutung vor, nur im pl. mit der spätern schwachen form. die nacht het er manchen dank Theuerd. 68, 26. vergrab dein danken in die erden Waldis Äsop 171b. mit solchen lecherlichen bossen thut sich oft mancher selb betriegen, sein eigen danken läszt vorliegen 250. o herzliebe tochter, auszschlag solch danken ausz dem herzen dein H. Sachs 4. 3, 14a. bat noch ein wenig zu verziehen und wuchsen im vil seltsam danken. Wolgemut 1, 145. (die einsiedler) wolten got dienen in der wildnüs ausz dem sie machten ihn (sich) ein bildnüs, wie ihn ihr eigen danken malt, so must er gewinnen ein gestalt 2, 378. 22. im mhd., zumal in verbindung mit einigen präpositionen heiszt es häufig wille, absicht, was man kaum als eine abgeleitete bedeutung betrachten kann: wille liegl dem begriff von gedanke nahe, wie das lateinische cogitatio auch entschlusz heiszt. âne mînen danc gegen meinen willen und adverbialisch mînes, sînes dankes oder blosz dankes freiwillig, im gegensatz undankes. jenes erscheint noch im 15ten und 16ten jahrh. nicht selten, späterhin vereinzelt, die drei pösen weib nemen das vich (vieh) an (ohne) meinen dank Fastnachtsp. 491, 23. dasz sie (die welt) sich ihres ruhms beraubt am jüngsten tag und mir denselben lassen musz ohn ihren dank Luther 6, 57b. da (vor gottes gericht) soll sie (die welt) ohn ihren dank ihr eigen lästermaul lügen strafen und verdammen 6, 62b. dasz er ohn aller welt dank errettet sei worden 6, 249a. also dasz nicht allzeit die heiden musten die christen fressen, wie sie wollten, sondern ohn ihren dank musten sie leben lassen das. ich sahe ihn in zwölf tagen nie und wil ihn auch forthin nimmermehr sehen, es geschehe denn ohn dank; mir ist wol so viel unmuts und leids von seinetwegen entstanden Buch der liebe 89. wenn ein böser thut gut aus zwang, so thut ers doch ohn seinen dank Wolgemut 2, 342. er hat es im brand ohn seinen dank verloren Script. rer. Brunsw. 490. die stände machten sich jetzo das concept es könne jemand durch sie allein und ohne des königs dank herzog werden Hahn Reichshist. 2, 15. sprichwörter, es sind viele mit unwillen fromm und ohne ihren dank. man kann einem ohne seinen dank nichts geben: man kann einem ohne seinen dank wol etwas nehmen Henisch 644. es ist keiner krank, es ist ohn sein dank das. In gleicher bedeutung gebrauchte die ältere sprache über danc (Benecke 1, 353), was noch im 15ten und 16ten jahrh. erscheint. sie hat mirs über dank aufgeseilt Fastnachtsp. 235, 4. des schemet er sich über dank Ring 3a, 20. aber der leidige teufel, der unruhige geist, da er über seinen dank die christen mit verfolgung muste zufrieden lassen Mathesius 86b. und hast des aus vernunft bezwang, gott ewig glauben über dank Schwarzenberg 154, 2b. auch wider kommt seit dem 16ten jahrh. vor, der herschaft dienet ich mit zwang, thät alles wider meinen dank unlustig, mit widerwillen. Ringwald tE. Fvib. oder kömmst wider deinen dank mit leuten etwa in ein zank lW. 60. kein mann ist mir mein leben lang herein kommen wider meinen dank Ayrer Theat. 2, 282a. das er must wider seinen dank all was er hätt sein ganzes leben geraubt den leuten widergeben Waldis Äsop 148b. wider deinen dank te invito Stieler 278. wider meinen dank und willen Ehe eines weibes 71. muste sie (die schöne tochter) wider des henkers dank die gräulichste sau von der welt heiszen 242. sie behauptete wider des henkers dank dasz das angebinde von ihnen käme C. F. Weisze. muste ich ihm widers teufels dank eine andere gans verschaffen Jucundiss. 131. doch maintenierten sich einige auch wider des königs dank Hahn Reichshist. 1, 290. die sittlichen antriebe, die uns wider den dank des eigennutzes fortreiszen Kant 3, 67. Bei gegen führt es Henisch an, thue niemand freundschaft gegen seinen dank 640. die ältere sprache sagte auch sunder, under sînen danc. Im gegensatz mit deinem dank te volente Henisch 640, wie in der älteren sprache mit sînemo danke ze habênne Graff 5, 167. Benecke 1, 352. 33) besonders hervorzuheben ist ohne dank, wenn es heiszt 'ohne dasz es gerne angenommen wird', ohne anerkennung, erwiderung. diu liet ich ûf dem wege sanc von mîner frowen âne danc Lichtenstein 131, 30. ach, lieber gott, grosz ist der spott, wer ohne dank (gegenliebe) thut lieben Ayrer 416. lieb haben ohne dank macht einem die zeit lang Henisch 644. nahm seine beide gesellen zu hülf und risz dem tropfen wider seinen dank und willen einen zahn aus Simpliciss. 1055 Keller. ebenso mit dank, verhoff diesen meinen dienst werden auch etlich gelehrte zu gut mit dank (wolgefallen) annehmen Frank Weltb. 213b. doch musz ich gleichwol bekennen dasz auch an verachtung der poeterei diejenigen nicht wenig schuld tragen, welche ohn allen dank (ohne dasz jemand sie dafür anerkennen will) poeten sein wollen Opitz Poeterei 7. 44. sodann bezeichnet es das gefühl der verpflichtung für eine erwiesene güte, wolthat und die daraus entspringende geneigtheit, gratia. mit dank (grato animo) zurückgeben. einem zu dank sich verpflichtet fühlen. es ist da kein dank zu holen, man bekommt schlechten dank dafür es wird nicht gut und freundlich aufgenommen. der dank den du hast, ist nicht das wort, aber das wort ist das ende des gedanks Keisersberg. der dank würt gemindert, wan einer einem etwas verheiszt und im das leistet, so hat er im solchs nit als für ein groszen dank als het er im das unverheiszen geben, darumb wiltu ein dank gegen eim verdienen, so gib im daz du im schüldig bist, bald und unverheiszen Sünden des munds 65a. dank verdienen inire gratiam, gott selbst kann mit der sonne, ja mit himmel und erde und mit seines sohnes tod keinen dank verdienen bei der welt Henisch 641. es ist kein dank darbei si quid benefacias, levior pluma est gratia Schönsleder K 2. straft gott missethat zu aller stund, so würkt man tugend mehr durch zwang dann aus der lieb, das wär kein dank kein wahres gefühl. Schwarzenberg 158, 1b. dank sind dankbare gedanken. Moscherosch Christl. vermächtnus (1643) 179. für grosze wolthat wenig dank läszt hinter ihm nachred und stank Henisch 644. nach empfangener wolthat ist der dank im herzen bald erkaltet das. unzeitige wolthat hat weder dank noch gnad das. wer die meiste arbeit thut, der hat den wenigsten dank in der welt das. wer einem wolthut umb seines eigennutzes willen, dem ist man keinen groszen dank schuldig das. wie viel dank bin ich für diese neuigkeit euch schuldig Schiller. wie man gottlob! sagt, wenn ein drohendes ereignis glücklich vorüber gegangen ist, so auch gott sei dank! gott aber sei dank, der uns den sieg gegeben hat 1 Cor. 15, 57 und 2 Cor. 8, 16. dem himmel sei dank! ich denke ihr den verdacht benommen zu haben C. F. Weisze. gott sei ewig dank dasz ihr doch endlich einmal wiederkommt Lessing 2, 190. und schwatzte von der thorheit des heiratstiftens, wobei des danks so wenig, des undanks so viel zu gewinnen stehe Engel Lor. Stark c. 33. gott sei dank! stärken ihn alle heiligen dasz er sein bestes thut: der ist allein was vermögend Göthe 8, 242. neben diesen dunkeln schatten und diesem schwarzen die grüne saat bedrohenden gewölk fehlt es aber, gott sei dank, nicht an heiterem sonnenlicht und jenem lichten gewölk voll zeichen des heils von oben Lücke Einleitung in die offenbarung Johannis xiii. endlich eine feine unterscheidung, ich pflege einen unterschied zu machen zwischen nichtdankbarkeit, undank und widerwillen gegen den dank Göthe 25, 309. sprichwörter, besser mit wahrheit undank, dann mit falsch dank Henisch 644. mit dank verdient man dank das. wolthat ohne dank ist essen ohne dank das. 648. wer wolthat sät, der erntet dank das. gestank (contumelia) für dank Stieler 278. langsam gewären verleurt den dank gratia quae tarda est, ingrata est gratia. das. 55. einem dank haben heiszt nicht dank erweisen, sondern sich ihm verpflichtet fühlen, aber dank hab dem weihwasser Fischart Bienenk. 43b. anstatt mir dank zu haben, gab er mir ein geschenk Opitz 2, 145. du hast ganz gewis mir dank Göthe 11, 149. die ältere sprache kennt diese redensart nicht, bei ihr heiszt ich habe des dank ich werde dafür belohnt, sô hân ichs doch vil hôhen danc Walther 62, 24. und so sagt Wolgemut er geht dennoch stäts seinen gang, solt ers auch haben keinen dank 2, 249. sie gebraucht aber gleichbedeutend einem danc wizzen mit dem genit. der sache, des weiz iu got danc nimmt es gnädig an (Graff 5, 167. Benecke 1, 353), des wiszt er im gar keinen dank Waldis Äsop 130a. was neben dank haben noch fortdauert, ich weisz dir dessen keinen dank Frisch 1, 183, doch der in dieser stellung überhaupt verschwindende genit. wird hernach umgangen oder weggelassen. ich weisz allen freunden die mir zu dieser heirat geraten haben, schlechten dank Chr. F. Weisze. die fürsten werden dir dank wissen Göthe 8, 141. müsten nicht fürsten und herrn ihm dank wissen? 8, 145. einem etwas dank wissen gratiam habere alicui Henisch 642. Stieler 278, und diesen tadelnswerthen accusativ gebraucht auch Lessing, Sie sollten mir es noch dank wissen 2, 400. wer wird ihm diese kleine üppigkeit nicht vielmehr dank wissen 6, 478. sprichwort, wo ich asz und nicht trank, da weisz ich keinen dank bin ich unbefriedigt Simrock 1479. 66. zu danke bei thun, machen, nehmen und andern zeitwörtern heiszt es zur zufriedenheit, ez ist mir wol ze danke (es ist mir lieb) daz ich iwer sprâche hân vernomen Amis 1636. die alte sprache gebrauchte in gleichem sinn daz ist, daz wirdet mir endanke Benecke 1, 354b. zu dank nehmen aequo animo recipere Henisch 604, das haben ihr gnaden persönlichen zu gnädigen dank (wolgefallen) angenommen Bair. landtagsverhandl. von 1514 s. 171. der held dasselb zuo dank nam an Theuerd. 86, 10. ich nehme es zu danke an Chr. Weise Isaacs opfer 21. Zweifache poetenzunft 10. gehorchet Hiskia nicht, thut mir zu danke und geht zu mir er aus (heraus) so solt ir ein iglilicher von seinem weinstock und von seinem feigenbaum essen und aus seinem brun trinken Jes. 36, 16. und wers zu dank annimpt, dem bringts fromen Sirach 20, 3. es kartet sich seltsam, der ein hebt ihn ausz dem tauf, der ander zu dank ins grab Fischart Garg. 110b. wer kann allen menschen zu dank thun? Henisch 641. einem etwas zu dank thun amice agere Stieler 278. da ich Ihre gewissenszweifel Ihnen nicht zu danke beantworten kann Thümmel Reise 3, 252. schenk ich meinem herrn zu danke, nun so küszt er mir die stirne Göthe 5, 211. ein mensch der nie mit sich selbst zufrieden ist und dem es daher niemand zu danke machen kann 16, 93. wenn ich es ihm zu danke gemacht hatte, war ich zufrieden 19, 101. dasz er es andern völkerschaften, so wie manchem individuum nicht zu danke machen wird 46, 236. der empfänger des betrags einer quittung setzt darunter zu dank bezahlt erhalten. für einen schlag, welcher mir vor dem kriege mit fünfhundert thalern zu allem danke (willig und gern) bezahlt wurde, erhalte ich jetzt kaum die hälfte Möser Phantas. 1, 209. 77. verschieden von einem dank haben ist die redensart habe dank, sie heiszt 'nimm dank an, empfange dank, sei bedankt': sie drückt auch zufriedenheit mit einer handlung, ein lob derselben aus, edel rîter Gunther, des schuzzes habe danc der schusz war gut. Nibel. 434, 2. der danne jage beste der sol des haben danc 874, 3. weitere beispiele bei Benecke 1, 353. hab dank, liebes zartes gold Fastnachtsp. 402, 5. hab dank, mein lieber knecht 443, 30. hab immer dank, mein Sathanas, dasz du hast zupracht das 505, 32. so hilft zu zeiten der vater dem kinde, so es dem schulmeister die tafeln an den kopf erschlagen hat (als Plautus schreibt), und die klag fur den vater kumpt, spricht der vater 'hab dank, mein lieber son, so du dich weist zu weren' Albrecht v. Eybe 10a. erlöser, habe dank Fleming 15. ironisch, man klaget auch es werde niemand mehr alt, dank hab wir (uns verdankt man es, dasz das leben bald zu ende geht, wir sind die ursache) dasz wir mehr wein verderben dann unser vorfahren haben ausgetrunken, und fressen wie die säu, führen ein ganz unordenlich wesen S. Frank Trunkenheit 103a. gaucklerisch nemt so für gut, betlerisch dank habt Fischart Garg. 33b. dank haben ewer gnaden! 221b. 224b. dank hab der dieb, er läszt sein stelen. Wolgemut Esopus 2, 296. dank hab, Stähler. Stillings Jugend 1, 5. habe dank der guten zeitung Lessing. hab dank natur, ich fühle in meinen sehnen jünglingskraft Schiller 305b. o höchste allmacht, habe dank, dank, dank, dasz du mir endlich rettung, rache sendest 671a. mit deutlicher ironie weist man auch geradezu etwas damit zurück, dank hab tibi ipsi imputes, tuum factum puta Stieler 278. dann heiszt es mit leeren worten sich abfinden, wenn man mit der that seine dankbarkeit beweisen soll, der lohn ist krank, wo man sagt 'hab dank' Henisch 641. kommen si darüber gemeinlich in zeitlich und ewiges verderben als letztes dankhab Butschky Kanzlei 500. vergl. die substantiva dankhab, habedank. 88. schon in den beiden zuletzt angeführten stellen ist das wort in die objective bedeutung von lohn, merces übergegangen, so sagt man auch ist das der dank für meine treue? oder ironisch, das ist mein dank dafür so schlecht bin ich belohnt worden. und wenn ir leihet von denen ir hoffet zu nehmen, was danks habt ihr davon? denn die sünder leihen den sündern auch, auf dasz sie gleiches wider nehmen Luc. 6, 34. so er aber sähe dasz er domit kleinen dank und nichts anderes dann neid und hasz erlangt, stünd sein gemüt (so fern es der gemein ein gefallen wär) der königlichen würd abzutreten Livius von Schöfferlin 17. wer im dient der hat teufels dank Waldis Äsop 130b. man sagt was man den frembden hunden zu gut thut und den frembden kinden, das wirt mit unflat und mit stank bezalt, denn solchs ist der welt dank 160a. 'ist das der dank (wie sichs gebürt) der für die höchst wolthat gehört, den frommen menschen dafür ztödten, der einem hilft ausz all seinen nöthen?' 'ja, sprach das thier, das ist der dank: gott geb du machsts kurz oder lang und wirst bei allen menschenkinden jetzt in der welt kein andern finden' Wolgemut 1, 140. damit erlangen kleinen dank 2, 324. das ist eben des teufels dank Wickram Rollwagen 81. gute rathschläge müssen endlich auch ihren ruhm und dank auch überkommen Henisch 244. des teufels dank ist der welt lohn das. so auch des henkers dank. da, freund, das ist der dank den man am hofe gibt C. F. Weisze. und rathet welchen dank der sieger heut erhält, nichts kleiners, herr, als Hüons land und lehen Wieland. und in der hohen häupter span und streit sich unberufen vielgeschäftig drängen, bringt wenig dank und öftere gefahr Schiller. wenn sie dank erwarten, gehen Sie zum könig 244a. 99. noch schärfer scheidet sich die bedeutung von lohn ab, wenn dank den preis bei einem wettstreite bezeichnet. ir habt mit tanzen das pest gethan. die frauen geben euch den dank Fastnachtsp. 717, 27. den dank des schnellen laufes Weckherlin 75. jede wuste dasz man der schönheit dank ihr liefern sollte ders. ihr wisset dasz zwar ihrer viel in schranken laufen an das ziel, doch einem, der zuerste kömmt, ist einig (allein) nur der dank bestimmt Opitz. meist bedeutet es dann kampfpreis, brabeum, auch in uneigentlichem sinn. und was in zwenzig und hundert streiten und schlachten von der Römer wegen gewesen, darin er vierzig und fünf wunden empfangen und manchen dank erworben hett Livius von Schöfferlin 45. in dem streit erwarb Decius für all Römer den höchsten dank 71. welchen dank wol könnten die edeln Achaier dir reichen? Bürger. bei turnieren war es der feststehende ausdruck, wo auch der plur. dänke vorkommt. man hat bei dem tanz des beilagers zwölf dänke des turniers ausgetheilt, nemlich vier fürstendänke und vier gesellendänke Menken Script. rer. sax. 2, 2155. er (Reinhart) wird den dank im rennen noch heute gewinnen Aimon K iiij. graf Ludwig von Eberstein unter den vier vornehmsten danken den dritten dank verdient hat Micrälius 2, 178. wie es dem herren dan im ritterspiel gelungen, dasz er den besten dank und preisz oft hat errungen. Rompler 111. wer andere wafen führt (als das christenkreuz), der hat den sig verloren, kriegt keinen dank noch lohn 151. mit spiesz und schwert in dem turnier voll schweisz und stolz dem dank nachstreben. Weckherlin 573. die dänke, da man mit denselben will belegen der überwinder wird, die sein ein schild und degen. Dietr. v. d. Werder Ariost 18, 94, 5. und keiner war, der ihnen wehren mochte den dank davon zu tragen Wieland 18, 28. den dank des turneis zu gewinnen 18, 30. (dein vater) trug über meinen einst bei einem offnen rennen den dank davon 22, 23. und zitternd reicht sie ihm den dank Alxinger. da schallt ihm (dem ritter) sein lob aus jedem munde, aber mit zärtlichem liebesblick (er verheiszt ihm sein nahes glück) empfängt ihn fräulein Kunigunde. und er wirft ihr den handschuh ins gesicht, 'den dank, dame, begehr ich nicht'. und verläszt sie zur selben stunde Schiller 70b. 1010. gratiarum actio, der ausdruck des gefühls durch worte oder handlungen: so dank sagen, singen, geben, abstatten, erweisen. das sie uns des groszen dank sagen Fastnachtsp. 343, 11. des sagt sie mir mit fluchen dank 729, 20. 737, 32. darümb man eer und dank müg jehen 653, 9. es ist nichts in uns, damit wir uns basz mügen uben und got wol gefallen dan damit, das wir die laster die in uns stecken, würgen und got dank sagen Keisersb. Sünden des munds 84a dank anheben zum gebet Neh. 11, 17. dir gebürt die majestät und gewalt, herrlichkeit, sieg und dank 1 Chron. 30, 11. zun zeiten David und Assaph ward gestiftet dank zu gott lobgesang. 12, 46. ich wil den namen gottes loben mit einem lied und wil ihn hoch ehren mit dank Psalm 69, 31. anbetung sei dein dank Ramler. mein letzter athemzug sei dank Seume. jeder aufschlag eurer augen ist andacht und dank Tieck. saget dank allezeit für alles gott und dem vater Ephes. 5, 20. und groszen dank dem fato sag Fuchs Mückenkrieg 1, 590. dem herrn ich des will mein lebtagen um sein gerechtigkeit dank sagen. Paul Melissus Psalme C 3a. sagten gott darumb lob und dank H. Sachs 4. 3, 81d. gebet groszen herzensdank Logau 3. 249, 179. ich pfände dir mich ein, zu sagen werthen dank Fleming 17. wahrlich, Sie setzen mich wegen eines dankes in verlegenheit Lessing 2, 143. hört ihr, singen ihr (der sonne) nicht alle fluren, alle wälder dank? ihr nur schnattert das gefieder von den teichen dank empor Bürger 115b. in dem höflichkeitsstil des 17 jahrh. war schuldigen, dienstlichen, freundlichen, demütigen dank sagen beliebt; s. Stieler 278. jetzt ist es ziemlich auszer gebrauch gekommen, doch sagt man meinen ergebensten, gehorsamsten, besten, schönsten, herzlichen, innigen, tiefgefühlten dank. mit freuden will ich dir des dankes opfer bringen Kirchenlied. den persönlichen dank behalt ich mir vor Engel Lorenz Stark c. 30. so hab ich euch denn schon den dank, den ich gedacht, erwiesen Göthe 3, 74. laszt doch ihr narren, doch die freude dem weisen der sich weise hält, dasz er ein narr wie ihr vergeude den abgeschmackten dank der welt 5, 108. dasz die nachbarn mit recht einen groszen dank und einen guten schlaftrunk fordern können 11, 113. ein quentchen danks wird hoch ihn zu vergnügen die zentner undanks völlig überwiegen 41, 162. sage, mutter, bist dus eben, meinen dank noch zu empfahn, was du für des jünglings leben mit dem gatten einst gethan? 41, 298. nicht dank und grusz! nicht grusz und dank! als brächten wir dem herrn gestank 41, 304. im namen aller sei dir tiefster dank gebracht 42, 292. und altar des lieblichsten dankes wird ihm des gefürchteten gipfels schneebehangner scheitel ders. vater, meinen heiszesten dank für Ihre herzliche meinung Schiller 187b. eurer hoheit unterthängen dank für das bewuste abzutragen 258a. sprichwörter bei Henisch 641, von dank starb des henkers katze, man dankte ihr, gab ihr aber nichts zu fressen. er hat den dank schon gegessen denkt der wolthat nicht mehr. umb dank dient keiner er verlangt mehr. was einer thun musz, da sagt man ihm keinen dank umb 644. wie grusz so dank Stieler 277. bei Simrock, von leerem dank wird die küche mank 1494. was du nicht mit gelde bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit dank 1495. später dank, schlechter dank 1496. 1111. elliptisch, auf einen grusz, ein geschenk erwidert man dank, groszen, schönen dank, tausend dank. 'grüsz dich, jungfrau.' 'dank der ehre' Göthe 1, 251. Th. guten tag, mein kind. Bät. groszen dank, wär ihm was lieb?' 11, 16? gute freunde, tausend dank 11, 13. Stauf. ihr seid mein gast zu Schwyz, ich in Lucern der eure. Pfeifer. viel dank! musz heute Gersau noch erreichen. Schiller 519a. jetzt mein vater wieder, jetzt wieder mein, und meinen besten dank für diese gnade 254b. o dank, dank diesen freundlich grünen bäumen, die meines kerkers mauern mir verstecken 425a. ironisch verneint man auch damit, wollt ihr mir das schenken? groszen dank ich will nicht.
21962 Zeichen · 344 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    dankst. M. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    dank , st. M. (a) nhd. Dank, Gunst, Gnade, Lohn, Billigung, Zustimmung, Einwilligung, Wohlwollen, Zuneigung, Anerkennung…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dankM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    dank , M. Vw.: s. danc

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Dank

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. * Der Dank , des -es, plur. die -e, ein veraltetes Wort von dem Verbo denken, welches ehedem einen Gedanken bedeutete…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Dank

    Goethe-Wörterbuch

    Dank 1 Äußerung, Bezeigung der Erkenntlichkeit für empfangene Gaben, Wohltaten, Aufmerksamkeiten a im Bereich allg zwisc…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Dank

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Dank , Danek, pers. Rechnungsmünze = 4 1 / 2 Pfg. = 1 kr. C.-M.

  6. modern
    Dialekt
    Dank

    Bayerisches Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    Dank Band 3, Spalte 3,1169f.

  7. Sprichwörter
    Dank

    Wander (Sprichwörter)

    Dank 1. Dank altert schnell. Holl. : Heden deugd gedaan, morgen is de dank vergaan. ( Harrebomée, I, 120. ) 2. Dank gebi…

  8. Spezial
    dank

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    dank praep. dilan, por mirit. ▬ dank seiner Bemühung por mirit de so impëgn.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dank

382 Bildungen · 317 Erstglied · 48 Zweitglied · 17 Ableitungen

dank‑ als Erstglied (30 von 317)

Danksagung

SHW

Dank-sagung Band 1, Spalte 1351-1352

Dankaal

MeckWBN

dank·aal

Wossidia Dankaal m. Aal des Breitlings und der Wismarbucht Arch. N. F. 9, 72.

dankaltar

DWB

dank·altar

dankaltar , m. der altar, auf welchem man aus dankbarkeit opfer niederlegt. und auf den dankaltar geweihte myrten streut. Günther die jüngst…

dankamt

DWB

dank·amt

dankamt , n. s. dankchor . über das dankamt ( war ) er und seine brüder Nehem. 12, 8 .

dankbar

DWB

dank·bar

dankbar , adj. und adv. gratus. mhd. dancbære Ben. 1, 358 a . er hat ein dankbares herz fühlt die verpflichtung. er äuszert sich, erweist si…

dankbar

FWB

1. ›angenehm, willkommen, wohlgefällig‹; 2. ›von Dank erfüllt, dankbar‹

Dankbarer

Wander

Dankbarer Dem Dankbaren mehr als er fordert; denn wer gibt, verkauft, wenn es nicht ein Undankbarer nimmt. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Ein …

DANKBARHEIT

DWB2

dankbar·heit

DANKBARHEIT f. abl. zu dankbar mit dem suffix -heit, im 15. und 16. jh. gelegentlich neben dankbarkeit: hs.1407 gehorsam sein die klosterfra…

dankbarkeit

DWB

dankbar·keit

dankbarkeit , f. so viel als dank, insofern er das gefühl der verpflichtung bezeichnet, gratitudo, pietas. minderung der dankbarkeit Keisers…

dankbarkeit

FWB

1. ›Verbundenheit, Dankbarkeit (als Haltung des Menschen anderen gegenüber, oft gegenüber Gott)‹; zu dankbar 1; 2; offen zu 2.; 2. ›Dank, Da…

DANKBARKEITSGEFÜHL

DWB2

dankbarkeit·s·gefuehl

DANKBARKEITSGEFÜHL n. zu dankbarkeit 2a: 1896 auch das intensivste dankbarkeitsgefühl muß sich allmählich einem solchen .. burschen gegenübe…

dankbarlich

DWB

dankbar·lich

dankbarlich , adj. und adv. gnädiger herr und fürst reich, unser wirdige frau sol dankperlich es weiter um eur genad verschulden Fastnachtsp…

dankbartreu

GWB

dankbar·treu

dankbar-treu meiner dankbar-treuen Anhänglichkeit .. versichert zu seyn B38,99,2 MBoisserée 30.3.24 → un- ausgezeichnet-dankbar bescheiden-d…

dank als Zweitglied (30 von 48)

tōdank

KöblerMnd

*tōdank , Adj. nhd. „zudank seiend“, gewollt, lieb Vw.: s. un- E.: s. tō (2), dank (1)

woldank

KöblerMnd

*woldank , M. nhd. Wohldank Hw.: s. woldankes E.: s. wol (2), dank (1)

Abdank

BWB

Abdank Band 3, Spalte 3,1170

afdank

MNWB

afdank , m. , Abdank bei Beendigung der Amtszeit, Niederlegung einer Stelle; Abdankungs-(Abschieds- , Entlassungs)rede.

bedank

DWB

bed·ank

bedank , m. consilium, bedacht: der bedank ist in einem menschen behender weder in dem andern. Keisersb. irrig schaf 15 ; die gewonheit ist …

Eselsdank

Wander

esel·s·dank

Eselsdank Eselsdank davon haben. Mit Undank belohnt werden. Holl. : Eens ezels dankbarheid is veesten en schoppen. ( Harrebomée, I, 188. )

foragidank

KöblerAhd

foragidank , st. M. (a) nhd. Vorstellung, dem Wort vorausgehende Vorstellung, der Bezeichnung vorausgehende Vorstellung ne. imagination ÜG.:…

Frühdank

BWB

Frühdank Band 3, Spalte 3,1171

Fürstendank

Wander

fuersten·dank

Fürstendank Fürstendank ist krank. Ein Beispiel von »Fürstendank« findet sich in der Breslauer Zeitung, 1864, Nr. 493, S. 2751. Ein sächsisc…

gidank

KöblerAhd

gid·ank

gidank , st. M. (a) nhd. Gedanke, Vorstellung, Gesinnung, Meinung, Einsicht, Absicht, Wille, Überlegung, Erwägung, Ausgedachtes, Denken, Str…

Habdank

Wander

hab·dank

Habdank 1. Habdank füllt den Beutel nicht. Frz. : Toute peine mérite salaire. ( Gaal, 277. ) Lat. : Omnis labor optat praemium. ( Gaal, 277.…

hofdank

DWB

hof·dank

hofdank , m. dank von einem fürstlichen hofe: loqui ad gratiam, den hoffdank verdienen. Apherdiani tyrocinium (1581) s. 18. danach Henisch 6…

hāvedank

KöblerMnd

hāvedank , M. nhd. Habedank Hw.: vgl. mhd. habedanc E.: s. habben, dank (1) W.: s. nhd. (ält.) Habedank, Habdank, M., Habedank, Habdank, Dan…

Kapuzinerdank

Wander

kapuziner·dank

Kapuzinerdank 1. Kapuzinerdank hat wenig Klang. – Eiselein, 105. Die Kapuziner schwenken das Maul mit einem Deo gratias und Ave Mergen. ( Fi…

opferdank

DWB

opfer·dank

opferdank , m. dank durch opfer ( vgl. dankopfer): und flammet neuen opferdank vom rauhen hüglichten altar, der euern vätern heilig war! Ger…

ritterdank

DWB

ritter·dank

ritterdank , m. preis, den ein ritter als sieger in einem kampfe oder für eine rühmliche that davonträgt: zum ritterdank ist dir diesz schön…

Ableitungen von dank (17 von 17)

bedank

DWB

bedank , m. consilium, bedacht: der bedank ist in einem menschen behender weder in dem andern. Keisersb. irrig schaf 15 ; die gewonheit ist …

bedanken

DWB

bedanken , kommt ahd. mhd. nicht vor, so nahe bedenken, goth. biþagkjan, ahd. pidenchan, mhd. bedenken liegt, worüber mehr unter dank und da…

Bedankung

Idiotikon

Bedankung Band 13, Spalte 635 Bedankung 13,635

danke

Lexer

danke swm. BMZ gedanke Leys.

Gedank

RhWB

Ge-dank jədǫŋk Geld-Leuth m.: van Goddes G. durch Gott ersonnen.

gedanke

DWB

gedanke , m. subst. zu denken, gedenken. I I. Form und verwandtschaft. I@1 1) die form ist ursprünglich manigfaltig. I@1@a a) ahd. gidanc, g…

gedanken

DWB

gedanken , seltne nebenform zu gedenken, denken, ist nach folgendem wol nicht zu bezweifeln: wie mac ich gedanken, das ich minre sie dan der…

gedanklich

DWB

gedanklich , adj. zu gedanke, das neuerdings in gang kommt ( wie gesanglich, erziehlich u. ä. ), z. b.: eine mächtige gedankliche neuschöpfu…

Mißdank

Campe

○ Der Mißdank , — es , o. Mz . schlechter Dank, milder als Undank.

Mißdanken

Campe

○ Mißdanken , v. intrs . u. trs . Mittelw. d. verg. Z. mißgedankt , schlecht danken, zum Dank schlecht belohnen, »Doch wird meine Bemühung m…

undank

DWB

undank , m. , im allgemeinen gegentheil von dank . ahd. undanch, unthank nach Graff 5, 170 nur im gen. und dativ vorkommend; ags. unþanc; is…

undanken

DWB

undanken , veraltetes verb., undankbar sein. ahd. undanchôn punire, ubelên Graff 5, 172 : der undanckt, den wird got nicht ungestrafft lasse…

urdank

KöblerAhd

urdank , st. M. (a) nhd. Erdichtung, Einfall, Vermutung, Mutmaßung, List, Lüge ne. invention, deceitfulness ÜG.: lat. argumentum Gl, comment…

urdanken

KöblerAhd

urdanken , sw. V. (1a) nhd. Unwahres ersinnen ne. invent ÜG.: lat. comminisci Gl Q.: Gl (10. Jh.) I.: lat. beeinflusst? E.: s. ur, denken, d…

verdank

DWB

verdank , m. das verdanken, überlegen, deliberatio: ein verdanck begären, petere dilationem, on verdanck antworten, unbesinnt, one alles vor…

verdanken

DWB

verdanken , verb. dank wissen, mhd. verdanken, verstärktes danken ( vgl. theil 3, 736, 6). 1 1) in älterer zeit, dem gefühle der dankbarkeit…

verdankung

DWB

verdankung , f. : verdanckung, remuneratio Steinbach 1, 254 .